Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Montag, den
3. Dezember 2007 um 20:54 · gespeichert in Castingshows
Mit Verlaub: Die ORF-Show “Musical! Die Show” entwickelt sich zur Farce. Angesichts der Songzuteilungen für die nächste Ausgabe, Folge Nummer 3, macht es fast keinen Sinn mehr, darüber zu berichten.
Vincent Bueno soll “The Music of the Night” aus “The Phantom of the Opera” singen, Werner Mai “This is the moment” aus “Jekyll & Hyde”.
Mehr ist dazu auch nicht zu sagen, damit hat sich diese Sendung aus dem Reigen auch nur halbwegs ernstzunehmender Musicalsendungen definitiv verabschiedet. Die Kandidaten sind nicht nur altersmäßig Dimensionen von diesen Rollen entfernt, zumindest bei Vincent Bueno kann ich mir nur schwer vorstellen, dass er je auch nur in Erwägung ziehen würde, zu einem Casting für “The Phantom of the Opera” zu gehen. Und wie zum Geier kann man einen 18-Jährigen “This is the moment” zum Singen geben?
Noch ein kleiner Tipp: Es wäre doch ganz nett, wenn man die Musicals und die Lieder daraus auf der Website des ORF auch korrekt bezeichnen würde. Es heißt “The Phantom of the Opera” oder “Das Phantom der Oper” und nicht “Phantom der Oper” und es heißt “The Music of the Night” bzw. “Die Musik der Nacht”, und nicht “Musik der Nacht”.
Martin Bruny am Sonntag, den
2. Dezember 2007 um 21:43 · gespeichert in Netz, Skurriles
http://hansdichand.blogspot.com/
nicht zu verwechseln mit
http://www.krone.at/index.php?http%3A//blog.krone.at/
Martin Bruny am Freitag, den
30. November 2007 um 23:15 · gespeichert in Castingshows
Immer mehr entwickelt sich “Musical! Die Show” zum Alptraum für einige der Kandidaten. Es hakt vor allem an Stellen, auf die man im Vorfeld nie getippt hätte: an der Songauswahl und an der Instrumentierung der Lieder. Beides Bereiche, auf die die Kandidaten keinerlei Einfluss haben.
Beispiel Alice. Nicht nur, dass sie - als weibliches Wesen - “Any Dream Will Do” singen muss, nein, man unterlegt den Song auch mit einer Art Calypso-Rhythmus, bei dem sich Andrew Lloyd Webber wohl auf der Stelle übergeben würde. Man raubt dem Lied jegliche Wirkung, jeglichen dramatischen Aufbau, jegliche Substanz. Schlechter geht es wirklich nicht. Ist es Ziel dieser Sendung, alternative Arrangements zu perfektionieren?
Beispiel Vincent Bueno. Man gibt ihm eine Nummer aus dem Dschungelbuch, die er mit Tänzern bringen muss, die alle um einen halben Meter größer sind als er, zu einer Choreographie, die nichts mit Musical und schon gar nichts mit Vincent Bueno und seinem Stil zu tun hat. Danach, fast zum Hohn, verlangt die Jury von ihm, er solle doch das nächste Mal etwas Lyrisches bringen. Schön langsam sollte sich auch bis zu den Juroren herumgesprochen haben, dass den Kandidaten die Nummern vorgeschrieben werden.
Zur völligen personifizierten Lächerlichkeit gerät “I Am What I Am” von Alexander. Bei allem Verständnis, aber wenn das alles ist, was die Abteilung Kostüm und Maske des ORF drauf hat, dann ist das zu wenig. Das jedenfalls war mehr Rocky Ugly Horror als “La Cage Aux Folles”. Da gibt es Schulaufführungen, die mit einem Bruchteil des Budgets auskommen müssen, und bei denen die Darsteller besser aussehen dürfen.
Ein Direktimport ist auch zu vermelden: Man hat ganz offensichtlich die professionellen Musicalkreischer vom Raimund Theater für “Musical! Die Show” begeistern können. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man nach einer Stunde neben einer solchen Kreischpartie einem Hörsturz sehr nahe ist. Gekreischt wird von dieser Spezies Mensch, meist, aber nicht immer weibliche Wesen, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, gerne auch mitten im Song.
Beispiel Werner Mai: “Du musst versatiler werden”, sagt Alexander Goebel ihm, wieder mal darauf Bezug nehmend, dass er eine “Popstimme” hat. Gegeben hat man Werner Mai in der ersten Sendung einen Song von Elton John, in der zweiten einen Popsong von Queen.
Gelungen von der optischen und szenischen Aufbereitung: “Don’t cry for me Argentina” aus “Evita”, “Milady ist zurück” aus “Die Drei Musketiere” und “Ich gehör nur mir” aus dem Musical “Elisabeth”. Auch musikalisch hat man erstaunlicherweise keinen Foxtrott aus den Nummern gemacht. So inszeniert hat der Kandidat ein optimales Umfeld, um auch tatsächlich optimal performen zu können. Leider hatten das nicht alle.
Was gabs noch? Viele leere Gesten und aufgesetzte Musicalattitüde. Unerwartet viel, wenn man bedenkt, wieviel choreographische Manpower hinter den Kandidaten steht. Moderator Alfons Haider handelte sich vor laufender Kamera von Alexander Goebel eine harsche Abfuhr ein: In “La Cage Aux Folles” wird man ihn ganz sicher nicht als Georges und damit als “Mann” von Alfons Haider erleben.
Tiefpunkt der Show: Die Ensemblenummer “Breaking Free” aus Disneys “High School Musical”. Da liegen Welten zwischen der Power, die man erst unlängst bei Studenten des Performing Center Austria in der Wiener Stadthalle erleben konnte, und dieser müden Schlussnummer der zweiten Folge von “Musical! Die Show”.
Auf der Strecke blieben Markus mit “I’m Free” und Alice mit “Any Dream Will Do”. Das Stechen konnte Alice mit “Irgendwo wird immer getanzt” aus dem Levay/Kunze-Musical “Mozart!” für sich entscheiden.
Martin Bruny am Freitag, den
30. November 2007 um 16:40 · gespeichert in Listen
Bestsellerautor Stephen King hat einen teilweise recht ausgefallenen Musikgeschmack. Für die “Entertainment Weekly”-Ausgabe vom 7. Dezember 2007 hat er seine Top 7 der CD-Neuerscheinungen des Jahres 2007 benannt. Warum es ausgerechnet sieben CDs sind, hat nur einen Grund: Mehr als sieben Veröffentlichungen haben ihm in diesem Jahr nicht wirklich gefallen. Hier also die Top 7 des Masters of Horror:
01) Steve Earle: “Washington Square Serenade”
02) Wilco: “Sky Blue Sky”
03) Mika: “Life in Cartoon Motion”
04) Lyle Lovett and His Large Band: “It’s Not Big It’s Large”
05) Ozzy Osbourne: “Black Rain”
06) John Fogerty: “Revival”
07) Skid: “Countrypolitan Favorites”
Martin Bruny am Freitag, den
30. November 2007 um 15:52 · gespeichert in Listen
Die BILD berichtet von einer Wahl, durchgeführt vom Magazin VIEW, bei der die “beliebtesten Deutschen” ermittelt wurden. Das Ergbebnis ist, gewissermaßen, recht abstrus. Die Bestenliste basiert auf den 20 meistgenannten Deutschen im Jahr 2007. Sympathie- und Job-Bewertung wurden jeweils in Schulnoten von 1 (sehr sympathisch bzw. sehr gut) bis 6 (sehr unsympathisch bzw. ungenügend) bewertet.
Interessant beispielsweise Platz 5; den konnte die Opernregisseurin Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner, ergattern. Ein wenig abstrus ist ihr Spitzenplatz freilich schon - bei einem Bekanntheitsgrad von nur 29 Prozent. Abstrus aber auch die “Bekanntheitsgrade” an sich, kennen doch den Schriftsteller Martin Walser (Platz 06) angeblich nur 41 Prozent aller Deutschen. Im Folgenden also die “20 beliebtesten Deutschen”:
Platz 01: Günther Jauch (TV-Moderator); Sympathiewert 1,8; Arbeitsnote 1,6; Bekanntheitsgrad 100%
Platz 02: Joachim Löw (Bundestrainer); Sympathiewert 2,2; Arbeitsnote 1,8; Bekanntheitsgrad 93%
Platz 03: Miroslav Klose (Bayern-Spieler); Sympathiewert 2,5; Arbeitsnote 2,0; Bekanntheitsgrad 95%
Platz 04: Herbert Grönemeyer (Musiker); Sympathiewert 2,6; Arbeitsnote 2,2; Bekanntheitsgrad 98%
Platz 05: Katharina Wagner (Opernregisseurin); Sympathiewert 2,8; Arbeitsnote 2,8; Bekanntheitsgrad 29%
Platz 06: Martin Walser (Schriftsteller); Sympathiewert 2,9; Arbeitsnote 2,5; Bekanntheitsgrad 41%
Platz 07: Sabine Christiansen (TV-Moderatorin); Sympathiewert 3,0; Arbeitsnote 2,7; Bekanntheitsgrad 98%
Platz 08: Ottmar Hitzfeld (Bayern-Trainer); Sympathiewert 3,0; Arbeitsnote 2,5; Bekanntheitsgrad 94%
Platz 09: Franz Müntefering (Ex-Arbeitsminister und Vizekanzler); Sympathiewert 3,0; Arbeitsnote 2,9; Bekanntheitsgrad 99%
Platz 10: Frank-Walter Steinmeier (Außenminister); Sympathiewert 3,0; Arbeitsnote 2,6; Bekanntheitsgrad 85%
Platz 11: Angela Merkel (Bundeskanzlerin); Sympathiewert 3,1; Arbeitsnote 2,9; Bekanntheitsgrad 99%
Platz 12: Dieter Zetsche (Daimler-Chef); Sympathiewert 3,1; Arbeitsnote 2,7; Bekanntheitsgrad 38%
Platz 13: Günter Grass (Schriftsteller); Sympathiewert 3,4; Arbeitsnote 2,6; Bekanntheitsgrad 90%
Platz 14: Horst Seehofer (Landwirtschafts-Minister); Sympathiewert 3,4; Arbeitsnote 3,3; Bekanntheitsgrad 96%
Platz 15: Peer Steinbrück (Finanzminister); Sympathiewert 3,4; Arbeitsnote 2,9; Bekanntheitsgrad 87%
Platz 16: Kurt Beck (SPD-Vorsitzender); Sympathiewert 3,6; Arbeitsnote 3,3; Bekanntheitsgrad 93%
Platz 17: Wolfgang Schäuble (Innenminister); Sympathiewert 3,6; Arbeitsnote 3,4; Bekanntheitsgrad 99%
Platz 18: Manfred Schell (Chef der Gewerkschaft der Lokführer); Sympathiewert 3,9; Arbeitsnote 3,5; Bekanntheitsgrad 65%
Platz 19: Edmund Stoiber (Ex-CSU-Chef); Sympathiewert 4,0; Arbeitsnote 3,3; Bekanntheitsgrad 99%
Platz 20: Hartmut Mehdorn (Bahnchef); Sympathiewert 4,5; Arbeitsnote 4,1; Bekanntheitsgrad 84%
Martin Bruny am Donnerstag, den
29. November 2007 um 12:47 · gespeichert in Castingshows
Kaum entdeckt der deutschsprachige Raum ein neues Sendungsformat für sich, wird ein Stakkato an Produktionen auf den Konsumenten runtergesendet, und zwar auf Biegen und Brechen. Man hat es vor Jahren bei den “Big Brother”-Formaten erlebt, man konnte es bei den Pop-Castingshows erkennen, auch die “Dancing Stars”-Formate bilden keine Ausnahme. Gerade aktuell: die Musical-Castingshows.
Während man in England und den USA Musical-Castingshows mit einem konkreten Ziel (gesucht wurden Besetzungen zum Beispiel für “Grease” oder “Joseph”) auf Sendung brachte, in denen die Macher/Produzenten der Show und die künftigen Stars, eventuell auch noch eine prominent besetzte Jury, im Vordergrund standen, ist in Europa die Tendenz abzulesen, dass der Moderator, warum auch immer, der Star der Sendung ist. In Österreich spielt bei “Musical! Die Show” Alfons Haider diese Rolle, in Deutschland bei “Musical Showstar 2008″ wird es Thomas Gottschalk sein.
Bereits in der zweiten Folge von “Musical! Die Show” geht der ORF zudem einen recht merkwürdigen Weg bei der Zuteilung der von den Kandidaten zu interpretierenden Songs. Es ist ja wunderbar, dass “Any Dream Will Do” aus Andrew Lloyd Webbers “Joseph” auf dem Programm steht, aber warum diesen Song Teilnehmerin Alice singen muss, ist mehr als fraglich, genausogut könnte man Werner Mai “Ich gehör nur mir” performen lassen. Eine solche Songauswahl mag bei Konzerten durchaus einen gewissen Charme haben, bei einer Musical-Show ist sie völlig sinnfrei.
Fast so sinnfrei wie der Titel einer Musical-Castingshow, die 2008 auf SAT.1 mit dem Titel “Ich Tarzan, Du Jane” gesendet wird. Zwar handelt es sich dabei weingstens um eine Show mit einem konkreten Ziel, nämlich die Hauptdarsteller für Phil Collins’ flaues Musical “Tarzan” zu finden, das im Oktober 2008 in Deutschland Premiere feiern soll, aber schon der primitive Titel macht nicht viel Hoffnung auf eine tatsächlich ansprechende Show.
Ein bisschen mehr Seriosität und etwas weniger Karneval und Pseudowitzigkeit wären vielleicht gar nicht so übel.
Martin Bruny am Samstag, den
24. November 2007 um 00:33 · gespeichert in Castingshows
Die erste Folge der ersten Staffel von “Musical! Die Show” ist geschlagen. Lustig wars. Gefehlt hat einiges, beispielsweise ein, nur ein einziger Juror, der das, was an stimmlicher Leistung serviert wurde, auch fachgerecht zu sezieren imstande gewesen wäre. Jack Poppell beispielsweise. Nicht dass Doris Fuhrmann und Alexander Goebel nicht wüssten, wo was nicht wirklich sitzt, aber das Vermögen, das auch in wenigen Worten exakt auf den Punkt zu bringen, ist nicht ihr Job. Insofern hätte es eines Jurymitglieds, eines Gesangslehrers, zusätzlich bedurft. Rein aus dem Bauch heraus war Alexander Goebel, was die Einschätzung der Kandidaten betraf, am ehrlichsten, pointiertesten und auch unterhaltendsten. Niemand hat etwas von allzu viel Geschleime und Statements wie “super”, “wunderbar” oder “toll”. Wenn jemand total versagt hat oder einen Song gewählt hat, der nicht mal im entferntesten in seinem stimmlichen Vermögen lag, Goebel brachte es auf den Punkt und gab ihm gleich den Rat, sich auf den Joker-Song einzustellen. In dem Fall zu sagen, dass es schauspielerisch aber doch akzeptabel war, empfanden wohl auch alle Zuschauer als völlig sinnlos - schließlich hatten auch sie gehört, dass kein Ton knallhart saß.
Nicht größer hätte der Unterschied sein können zwischen den Teilnehmern Werner Mai und Nazide Aylin. Die Jury, vor allem Thomas Borchert und Doris Fuhrmann, waren von Nazide Aylin begeistert, Werner Mai attestierten sie eher die Qualitäten eines Popstars - was besonders lustig ist, weil es Werner Mai bei der letzten Staffel von “Starmania” als, so die dort engagierten Juroren, eher fürs Musicalfach geeigneter Typ, nicht ins Finale schaffte. Noch viel lustiger ist, dass hier mit einem gewissen, aber doch deutlich hörbaren Unterton das Musicalgenre höher eingestuft wurde als das Popgenre. An sich kein Problem, denn bei “Starmania” verfolgte man denselben Ansatz, nur umgekehrt, und eine Nazide Aylin, man möge es mir verzeihen, wäre vermutlich nicht mal in die zweite Vorrunde von “Starmania” gekommen. Wenn ich die Wahl habe zwischen der Natürlichkeit eines Werner Mai und der (heute) doch extrem unnatürlich wirkenden Nazide, würde ich der Natürlichkeit, zumal bei einem Song wie “Can you feel the love tonight”, den Vorzug geben. Insofern war die harte Kritik an Werner Mai, die, Goebel sei Dank, nicht von allen Jurymitgliedern so formuliert wurde, völlig fehl am Platze. Man kann “Can you feel the love tonight” schon auch anders performen, aber gerade Werner Mai hatte, was die Szenerie betraf, überhaupt keine Unterstützung. Keine Backgroundtänzer, kein “Kostüm” (wie beispielsweise Vincent Bueno bei “Hair”). Insofern war seine Leistung sehr ansprechend.
Etwas überraschend war, wie so oft, die Entscheidung des Publikums. Bernhard Viktorin und Werner Mai erhielten die wenigsten Stimmen. Das Stechen entschied Werner Mai für sich. Mit Bernhard Viktorin ist mit Sicherheit nicht der schwächste Kandidat ausgeschieden, aber so sind Castingshows.
Die Songs:
Alle: “We Go Together” aus “Grease”
Gudrun Ihninger: “Mein Herr” aus “Cabaret”
Bernhard Viktorin: “Don’t Stop Me Now” aus “We Will Rock You”
Alice Macura: “Beauty And The Beast” aus “Beauty And The Beast”
Markus Neugebauer: “Wie wird man seinen Schatten los” aus “Mozart!”
Vincent Bueno: “Hair” aus “Hair”
Eva Klikovics: “I Dreamed A Dream” aus “Les Misà©rables”
Werner Mai: “Can You Feel The Love Tonight” aus “The Lion King”
Nazide Aylin: “I Got Rhythm” aus “Crazy For You”
Alexander Donesch: “All I Ask Of You” aus “The Phantom of The Opera”
Simone Fetz: “Diamonds Are A Girl’s Best Friend” aus “Blondinen bevorzugt”
Alle: “One” aus “A Chorus Line”
Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 20:13 · gespeichert in Castingshows
In einem etwas merkwürdig anmutenden Interview mit der Tageszeitung DER STANDARD nimmt Dagmar Koller zu Kollegen und zum “Musicalstar 07/08″ Stellung:
Über Ute Lemper meint der ehemalige Volksopernstar:
Die Musicals, bei denen die Darsteller Mikrofone direkt vor dem Mund haben: Das ist leichter, aber dafür werden sie auch nur noch nach Typ und Timbre ausgesucht. Früher gab es nicht so ein großes Angebot. Ute Lemper zum Beispiel hat sich entwickelt, obwohl sie nie eine große Stimme hatte. Und sie ist eine hervorragende Tänzerin und starke Persönlichkeit.
Die Mär, dass es leichter ist, mit Mikroport zu singen, verbreitet kaum noch jemand, der im heutigen Theaterbetrieb arbeitet, nicht einmal Christoph Wagner-Trenkwitz, seines Zeichens Direktionsmitglied der Wiener Volksoper. Es ist eine andere Technik nötig, um mit Mikro zu singen, und genausogut könnte man von all jenen, die es nicht schaffen, mit Mikro akzeptabel zu singen, sagen, dass sie keine große Mikrostimme haben.
Auf die Frage: “Können die Talente später auf der Bühne bestehen?, meint Dagmar Koller:
Nein. Das wäre zu schnell. Im Fernsehen kann man technisch einiges steuern, so dass der Gesang gut klingen wird. Wenn Sie eine Kandidatin alleine auf die Bühne stellen und sie das “Evita”-Lied singen lassen, wird’s heiße Luft sein. Sie werden sicher nicht gleich Engagements kriegen. Aber sie werden ein Jahr Star sein, und man wird mit ihnen Abende organisieren. Es gibt ja genug Agenturen, damit kann man dann von Amstetten bis Villach die Hallen füllen. Schauen Sie sich “Starmania” an, bis auf die großartige Stürmer sind alle weg vom Fenster. Die Tragik ist der Fall danach. Da gibt es in Deutschland einen … Silberkübel, oder wie heißt der?
Nachzulesen ist das Interview –>hier<--
Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 14:45 · gespeichert in Wien, Fotos
Am 22. November 2007 ging in der Wiener Kammeroper die österreichische Erstaufführung von Jason Robert Browns Musical “The Last Five Years” über die Bühne.
Leading Team
Musikalische Leitung: Michael Schnack
Inszenierung & Choreographie: Alonso Barros
Ausstattung: Duncan Hayler
Lichtdesign: Harry Michlits
Cast
Catherine: Caroline Frank
Jamie: Rob Fowler
Weitere Vorstellungen: 24., 27., 29. November;
01., 04., 06., 08., 11., 13., 14., 15., 18., 19., 20. Dezember 2007
Beginn: 19.30 Uhr
Vormittagsvorstellung:
26. November 2007, Beginn: 11.00 Uhr
Im Folgenden ein paar Bilder vom Schlussapplaus.









Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 12:50 · gespeichert in Skurriles, Castingshows
Seit “Musical! Die Show” als DAS Fernsehevent der Herbstsaison 07 von den Illustrierten dieses Landes gefeatured wird, versucht man so ganz nebenbei auch tatsächlich ein paar musicalrelevante Aspekte in Artikel einzubauen.
Das Wochenmagazin “News” beispielsweise bringt in seiner Ausgabe vom 22. November 2007 ein “Musicalquiz”. Amüsant ist Frage 6:
Mit welchem Song aus dem Musical “Cats” wurde Barbra Steisand berühmt?
A: Memory
B: Aquarius
C: The Time Warp
Grandios, jetzt hat Barbra Steisand also ihren “Durchbruch” Andrew Lloyd Webber zu verdanken.
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