Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Donnerstag, den
16. Februar 2006 um 14:22 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Einige wenige Schlussapplausfotos der konzertanten Mozart!-Produktion der Vereinigten Bühnen Wien sind nun als Slideshow und auch als Einzelfotos bei Flickr.com abrufbar. In den nächsten Wochen werden die Archive bei Flickr auch noch um Fotos älterer Events ergänzt.
Martin Bruny am Sonntag, den
5. Februar 2006 um 14:25 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos, 2006

Eigentlich würde ich ja dazu tendieren, diese Site zur mozartfreien Enklave zu erklären … Aber dann gibt es doch musicalrelevante Events mit Mozartbezug, an denen man nur schwer vorbeikommt, wenn man das denn nun überhaupt möchte. Im Falle von Mozart! Musical in Concert kam ein Vorbeischwindeln eigentlich nie in Betracht. Hat es sich denn nun ausgezahlt, Prinzipien in spe aufzugeben? Ja, uneingeschränkt ja.
Die Mozart! Musical in Concert-Premiere ging am 4. Februar 2006 als überarbeitete, condensed Version der Wiener Originalproduktion von 1999 mit Einflüssen von diversen anderen Inszenierungen über die Bühne des Wiener Raimund Theaters und, wenn man so möchte, könnte man versucht sein zu prophezeien, wird dies irgendwann mal als jene Produktion gelten, mit der Rasmus Borkowski endgültig in die Liga der Leading Men Europas aufgestiegen ist. Er präsentiert einen Mozart, der auf der einen Seite in Gestik und Mimik sogar die springlebendige Performance eines Yngve Gasoy Romdal betulich wirken lässt (ohne dessen Leistung schmälern zu wollen), andererseits beweist er in manchen Szenen eine Feinfühligkeit, die, bei aller Abgebrühtheit, die man auf den Brettern dieses Theaters schon miterleben durfte, doch bemerkenswert ist. Seine Mozart!-Interpretation hat eine Verve, die ihn erstaunlich modern, stark und filigran gleichzeitig, wirken lässt. Die Kostüme, das Bühnenlicht, all das steuert ihr Übriges bei, um keine überbordende Musicalinszenierung abrollen zu lassen - man glaubt eher durch Mozarts Gefühlswelt gebeamt zu werden. Stimmlich ist im Bereich des Feintunings noch sicher Potenzial vorhanden, aber es gibt keine Stelle in dieser Aufführung, bei der man das Gefühl haben könnte, dass Borkowski unsicher ist. Man kann sich zurücklehnen und seine Performance genießen, was nicht bei allen Darstellern an diesem Abend der Fall war.
Eine Musicalperformance, so wie ich sie gerne habe, birgt in sich irgendwann, egal wann, einen Moment des Strahlens, einen Moment, da man meint, der Raum fülle sich mit Licht, mit der ganz besonderen Kraft, Darstellungskraft, Witz, Humor, unglaublichen Variationen in Gesang oder Ausdruck. Ein schönes Beispiel dafür bietet Carin Filipcic. Ihr “Gold von den Sternen” war nach einer eher blassen Performance von Harald Tauber so, als hätte jemand im Theater das Licht angeknipst, und dankbar feierte das Publikum ihr Solo mit dem stärksten und längsten Szenenapplaus - der Showstopper des Abends.
Andrà© Bauer, langjährig gedienter Elisabeth-Franzl erweckt in manchen Momenten den Eindruck, als würde er noch einmal mit seiner Sisi sprechen; Gestik, Mimik, wirken ab und an ein wenig zu deckungsgleich mit seiner Franzl-Performance. Wie auch immer, da steht ein Sänger auf der Bühne mit einer wunderbaren Stimme, und stünde mehr Einspielzeit zur Verfügung, so würde auch mehr an Eigenprofil rausspringen.
Jana Stelley legt ihre Rolle ein wenig zu Lolita-like an, so nimmt man ihr die Constanze in “Irgendwo wird immer getanzt” nicht so recht ab, ihr Duett mit Borkowski “Dich kennen heisst Dich lieben” allerdings wird zu einem der darstellerischen Highlights des Abends, leider ein wenig getrübt durch stimmliche Unsicherheiten bei Jana.
Dennis Kozeluh bietet eine pointierte, witzige Performance, immer am Punkt, im Rahmen dieser kleinen Rolle perfekt.
Uwe Kröger ist die Diva, der STAR des Abends, seine schauspielerische Leistung ist top, die Rolle des Colloredo wusste er schon immer sehr bühnenwirksam zu gestalten, daran hat sich auch in dieser Inszenierung nichts geändert. Die Szenen mit Borkowski sind vom Feinsten und voller Spannung.
Caroline Vasicek gibt ein da capo ihrer Interpretation von 1999, leider gibt die Rolle einfach nach wie vor und eher noch stärker zu wenig her, um wirklich beeindrucken zu können. In weiteren Rollen ein starkes Ensemble: Jacqueline Braun (Cäcilia Weber), Ines Hengl-Pirker (Aloysia Weber), Carmen Wiederstein (Josepha Weber), Tina Schöltzke (Sophie Weber), Oliver Mülich (Fridolin Weber); weiters: Lisette Groot, Kerstin Ibald, Noud Hell, Karsten Kammeier und Roman Straka.
Es spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter der musikalischen Leitung von Caspar Richter. Regie & Adaption der Originalchoreographie: Doris-Marie Marlis; Kostüme: Yan Tax; Produktionsleitung: Robert Wann; Inspizienz: Hubert Auinger
Martin Bruny am Donnerstag, den
19. Januar 2006 um 14:55 · gespeichert in Netz, Pop
Am 18. Januar ging das Video zur neuen Barry Manilow-Single “Unchained melody” bei Amazon.com (und Amazon.ca) online. Manilows CD “The Greatest Songs of the Fifties” lag zu dieser Zeit auf Platz 124, Stunden später stieg die CD bis auf Platz 3 der Amazon.com Sales Rank.
Inwiefern diese Zahlen chartsrelevant sind, wird man spätestens dann abschätzen können, wenn die CD am 31.1.2006 offiziell erscheint und in BILLBOARD gelistet wird. Bis dahin ist “Unchained Melody” unter folgendem Link zu sehen und hören: ZUM VIDEO
Martin Bruny am Donnerstag, den
19. Januar 2006 um 14:52 · gespeichert in Theater, Skurriles
Lustig ist es ja derzeit in der schönen neuen Medienwelt. Ein digitales Nachschlagewerk wird geschlossen, weil darin der Name Boris Floricic verankert ist, also der Realname jenes Hackers, der als “Tron” durch das verpixelte Paralleluniversum geistert, wobei Paralleluniversum, das ist auch so eine Sache. Halten wir uns an Schlingensief, der derzeit im Wiener Burgtheater predigt und die Meinung vertritt, dass es aus der Sicht des Paralleluniversums selbst kein Paralleluniversum gibt, weil sich jedes Universum als das absolute Universum begreift. “Bekennen wir uns zur Scheisse”, das ist das Motto des Projektkünstlers, der aus einer Mischung aus Dreck, digitaler High-Tech-Kulisse, gepaart mit Low-Tech-Verarbeitung, Lärm, begeistert mitmachenden Künstlern und ein paar weiteren geheimen Ingredienzien einen orgiastischen 5,5-D-Jahrmarkt in den Zuschauerraum und auf die Bühne des Burgtheaters verpflanzt hat. Ganz ernsthaft erläutert Schlingensief in Vorträgen sein Konzept, um es dazwischen immer wieder aufzubrechen und mit Genuss der Lächerlichkeit preiszugeben, unverbindliche Kunst, running arts, das serviert er den “Zuschauern”, die in die Burg kommen. Jeder darf nehmen, soviel er will, was er will, was er verträgt. Wer davon das Kotzen bekommt, selbst schuld, hier gibt es keine 3 Akte, kein perfekt geformtes Menü, das runtergeht wie warme Milch, hier ist jeder selbst aufgefordert, zu entscheiden, welchen Batzen an Performance er verschlingen will. Schlingensief ernst zu nehmen wäre vielleicht ein Fehler, aber was kann man derzeit schon ernst nehmen. Fünf Bilder von Gustav Klimt, die Österreich nicht rechtmäßig in Besitz hat und daher der rechtmäßigen Besitzerin retournieren muss, sind der Republik zu teuer, um sie zurückzukaufen. Man suche Sponsoren, heißt es. Rettet Klimt versus Rettet den Stephansdom, wird es vielleicht bald heißen. Und so wie alle paar Monate Schüler durch Wien laufen, um für den Stephansdom Spenden zu sammeln, wird vielleicht auch bald eine Spendenaktion für Klimt durchgeführt. Rettet unseren Fremdenverkehr. Wir haben ja sonst nichts. Außer vielleicht die Sängerknaben, die in den abgebrannten Sofiensälen vielleicht einmal einen neuen Proberaum finden werden, oder auch nicht, denn diesbezügliche Pläne wurden bereits wieder dementiert. Die Bundesregierung sollte Schlingensief engagieren, nein, sie sollte ihm ein Ministerium schaffen, der Mann hat wenigstens Ideen. Für den Stephansdom wird ihm was einfallen, und für Klimt, mein Gott, fragt ihn, redet mit ihm, wenn ihr schon mit der rechtmäßigen Besitzerin der Bilder nicht reden wolltet. Österreich braucht Schlingensief. Und gebt ihm um Himmels Willen das Theater an der Wien als Ministerium der Träume, es wird ohnedies an mehr als 264 Tagen nicht gebraucht.
Martin Bruny am Sonntag, den
1. Januar 2006 um 14:58 · gespeichert in Tod, Skurriles

Angesichts der jüngsten Debatte um ein Kunstprojekt von “euroPart” (genauer gesagt um zwei von 150 Plakatmotiven im Rahmen der Aktion 25 Peaces, auf denen drei nackte Darsteller mit Masken von George W. Bush, der britischen Queen Elizabeth und Jacques Chirac in eindeutigen Posen bzw. der Unterleib einer nur mit einem blauen Slip mit den EU-Sternen bekleideten Frau zu sehen sind) muss man fast die Frage stellen, ob der Skandal, der sich in einer Wiener Konditorei bis gestern abgespielt hat, ohne Konsequenzen bleiben sollte.

Marzipanschweinderl mit EU-Flagge im A…. und im Wangerl, kann das vereinbar sein mit Österreichs EU-Ratspräsidentschaft? Wäre es da nicht an der Zeit, dass der Schweige-Kanzler seine Stimme erhebt und diesen Verstoß gegen jegliche Political Correctness noch im Nachhinein rügt?
Freilich, seit dem 1.1. gibts die Schweinderl nicht mehr, und Frau Merkel wurde nicht das schreckliche Erlebnis zuteil, nach ihrem Besuch des Neujahrskonzerts beim eventuellen Strolling durch die City möglicherweise Zeugin dieser abscheulichen Konditorskunst zu werden, die nun entweder in Privatbesitz gelangt ist oder sonstwie wiederverwertet wurde; aber muss man nicht präventiv dafür sorgen, dass nicht etwa jemand auf die Idee kommt, demnächst Osterhasen eine EU-Flagge in den Schwanz zu stochern?
Mit der Kunst, Kultur und deren Zensur ist das so eine Sache unter der derzeitigen Regierung. Während es für Projekte, die sich 2006 mit dem Popper unter den Klassikern, Mozart, auseinandersetzen, unvorstellbare Summen an Subventionen regnet, wird auf der anderen Seite der Werteskala der Regierung eisern gespart, so stehen diverse Kleinsttheater unmittelbar vor der Schließung. Und konnte dereinst Eminem noch ohne Staatsbürgerschaftsentzug seine Anti-Bush-Statements in seinem Video Mosh verarbeiten, scheint es hierzulande immer schwieriger, als Künstler einen Diskurs in Bewegung zu setzen. So gesehen bekommt das Wort des Jahres 2005, “Schweige-Kanzler”, eine neue Dimension. Hier ist nicht mehr von nobler oder taktischer Zurückhaltung die Rede - die Kunst mundtot zu machen, sie über Nacht entfernen zu lassen, das hätte man sich gerade im vergangenen Gedankenjahr doch lieber besser überlegen sollen.
Martin Bruny am Sonntag, den
25. Dezember 2005 um 15:01 · gespeichert in Listen, Awards
Das Jahresende rückt näher, und die Listensucht bricht wieder aus. Die besten Platten des Jahres, die besten Bücher des Jahres, die schlechtesten Filme, Unwörter, Modewörter, Stars, Sternchen, Tops, Flops. Unnütze Infos, die manchmal doch ganz unterhaltsam sind. Oft hat man von den “besten Platten” einzelner Redakteure selbst überhaupt noch nie etwas gehört, auch lustig, aber so kann man sich im Nachhinein wenigstens erklären, wie der eine oder andere Verriss eigener Lieblingsplatten möglich wurde. Geschmäcker sind verschieden. Im Folgenden ein paar dieser Listen.
AOLs Search Year in Review:
People Under 21
01. Lindsay Lohan
02. Jesse McCartney
03. Hilary Duff
04. Ashlee Simpson
05. Bow Wow
06. Emma Watson
07. Daniel Radcliffe
08. Avril Lavigne
09. Keira Knightley
10. Mary-Kate & Ashley
People Over 40
01. Oprah Winfrey
02. Howard Stern
03. Johnny Depp
04. Brad Pitt
05. Dr. Phil
06. Michael Jackson
07. Demi Moore
08. Tom Cruise
09. Madonna
10. Ellen DeGeneres
Bands
01. Green Day
02. My Chemical Romance
03. Fall Out Boy
04. The Killers
05. Black Eyed Peas
06. Slipknot
07. G-Unit
08. The Wiggles
09. Pussycat Dolls
10. Good Charlotte
Jinglegram lässt gerade die guten und bösen Jungs und Mädels des Jahres 2005 wählen. Der aktuelle Zwischenstand:
Who’s nice
01. Barry Manilow 3314 Votes
02. Clay Aiken 2198 Votes
03. Kenny Chesney 423 Votes
04. Josh Groban 301 Votes
05. Kelly Clarkson 137 Votes
06. Oprah Winfrey 75 Votes
07. Ellen Degeneres 68 Votes
08. Bono 66 Votes
09. BackStreet Boys 37 Votes
10. Jennifer Anniston 30 Votes
Who’s naughty
01. George Bush 1489 Votes
02. Paris Hilton 845 Votes
03. Tom Cruise 498 Votes
04. Brad Pitt 271 Votes
05. Angelina Jolie 221 Votes
06. Saddam Hussein 144 Votes
07. Jesica Simpson 67 Votes
08. Michael Jackson 62 Votes
09. Britney Spears 58 Votes
10. Howard Stern 44 Votes
Für Entertainment Weekly listet Horror-King Stephen King unter anderem seine Lieblingsbücher und Lieblingsfilme des Jahres 2005:
Kings Lieblingsbücher 2005
01. CASE HISTORIES, Kate Atkinson
02. THIS BOOK WILL SAVE YOUR LIFE, A.M. Homes
03. SATURDAY, Ian McEwan
04. NO COUNTRY FOR OLD MEN, Cormac McCarthy
05. HARRY POTTER AND THE HALF-BLOOD PRINCE, J.K. Rowling
06. THE HOT KID, Elmore Leonard
07. THE LINCOLN LAWYER, Michael Connelly
08. DRAMA CITY, George Pelecanos
09. THE MAD COOK OF PYMATUNING, Christopher Lehmann-Haupt
10. THE GODFATHER RETURNS, Mark Winegardner
Kings Film Top-10 2005:
01. The Squid and the Whale
02. Capote
03. Downfall
04. Good Night, and Good LuckSure
05. Crash
06. War of the Worlds
07. The Constant Gardener
08. Cinderella
09. The Devil’s Rejects
10. The Jacket
Playbill online bringt das broadwaymäßig Beste des Jahres 2005 in Bildern. Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
8. Dezember 2005 um 15:19 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Wenn man dieser Tage im Theater an der Wien das Gefühl hat mitten in einem prächtig ausgestatteten Film zu sitzen, wenn man die weihnachtliche Stimmung zwei Stunden lang so deutlich spürt, wie sonst vielleicht nicht mal am 24. Dezember oder das letzte Mal vor Jahren als kleines Kind, wenn alles überecht, aber vielleicht gerade deshalb so authentisch wirkt und Ohs und Ahs aus dem Publikum zu hören sind, weil sich gerade der Vorhang hebt und die gesamte Bühne von einem Riesenorchester besetzt ist, eingetaucht in fast schon magisch inszeniertes Licht - und wenn tatsächlich dann auch noch Theaterschnee auf die Bühne rieselt und Musicalstars eine große Show bieten -, dann sollte man das im Moment des Erlebens nicht groß hinterfragen, nicht drüber nachdenken, ob es nicht zu kitschig ist, sondern einfach die Stimmung genießen, sich fallen lassen.

Was man gerade erlebt, ist Musical Christmas, ein Adventkonzert des Ensembles des Theaters an der Wien und des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien unter der Musikalischen Leitung von Caspar Richter.
Caspar Richter setzt bei dieser Adventskonzertserie voll auf die Stärke des Elisabeth-Ensembles - ein geniales Team von Künstlern, die zu einer Einheit zusammengewachsen sind, die es woanders in dieser Form, so Richter, überhaupt nicht mehr gibt.

“Musical Christmas 2005″ ist eine opulente, gefühlvolle, zärtliche und auch lustige Show - Filmmusik, Musical, Klassik, Tanz, Ballett und Lesung zugleich, wohldosiert und mit echten Highlights, wie zum Beispiel Luzia Nistlers wunderbarer Interpretation der Freudiana-Hymne “Nie war das Glück so nah”, Jacqueline Brauns intensiver Version von Joni Mitchells Lebenslied “Both sides now” oder Andrà© Bauers “Believe”. Ramesh Nair als Choreograph sowie Murray Grant als Dance Captain bringen in diversen Tanzszenen Schwung in die weihnachtliche Inszenierung. Else Ludwig führt durch das Programm und berührt mit Lesungen.

Das Programm im Detail:
Winter Wonderland (Felix Bernard; 1934; Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)
I Remember (Stephen Sondheim; 1966; Kerstin Ibald)
It’s beginning to look like Christmas (Meredith Wilson; 1951; Andrà© Bauer, Tina Schöltzke, Kathleen Bauer, Ruth Kraus)
I’ll be home for Christmas (James Kimball Gannon; 1943; Caroline Vasicek, Fritz Schmid)
Run, Rudolf, Run (Marvin Brodie/Johnny Marks; 1958; Jacqueline Braun, Rob Fowler, Sigrid Brandstetter, Claudia Kraxner, Melanie Gemeiner, Ruth Kraus, Martina Rumpf, Rita Sereinig)
Nie war das Glück so nah (Eric Woolfson/Lida Winiewicz/”Freudiana”; 1990; Luzia Nistler)
Die Heiligen Drei Königinnen (Alexander Wagendristel; 2004; Tina Schöltzke, Kathleen Bauer, Kerstin Ibald)
Who would imagine a King (Mervin Warren/Hallerin Hilton Hill; 1996; Caroline Vasicek)
Winter in New York (nach: “Fiddle Faddle” von Leroy Anderson; 1947; Tanzensemble)
Sleigh Ride (Leroy Anderson/Mitchell Parish; 1948; Jacqueline Braun)
Believe (Alan Silvestri/”The Polar Express”; Andrà© Bauer)
Xmas Rap (Hape Kerkeling; 1992; Luzia Nistler, Rob Fowler, Dennis Kozeluh, Murray Grant, àkos Tihanyi und Ensemble)
Winter Wonderland (Felix Bernard/Richard B. Smith; 1934; Rob Fowler, Dennis Kozeluh)
White Christmas (Irvin Berlin/”Holiday Inn”, 1942; Ensemble & Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)



The Polar Express (Alan Silvestri/”The Polar Express”; 2004; Dennis Kozeluh und Ensemble)
When Christmas Comes to Town (Alan Silvestri/”The Polar Express”; 2004; Caroline Vasicek, Ruth Kraus und Ensemble)
Christmas Waltz (Jule Styne/Sammy Cahn; 1954; Kerstin Ibald mit Murray Grant & àkos Tihanyi)
O Holy night (Adolphe Adam/Chappeau de Roquemaure; 1840; Fritz Schmid, Andrà© Bauer)
Petersburger Schlittenfahrt (Trad./Polka schnell von Richard Eilenberg; Ensemble)
Both Sides Now (Joni Mitchell; 1968; Jacqueline Braun)
Somewhere in my memory (John Williams/”Home Alone I”; 1991; Ensemble & Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)
Rondeau und Badinerie (J. S. Bach/Ouvertüre Nr. 2, h-moll, BWV 1067; 1717)
Medley (Vom Himmel hoch, da komm ich her/Oh, Du Fröhliche/Fröhliche Weihnacht überall/Es ist ein Ros entsprungen/Oh, Tannenbaum; Tina Schölzke, Luzia Nistler, Andrà© Bauer, Ensemble & Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)
Pastorale (Secret Garden; 1996; Claudia Kraxner, àkos Tihanyi)
Abide with me (Trad.; Fritz Schmid & Ensemble)
Merry Christmas (John Williams/Leslie Bricusse; “Home Alone II”; 1992; Melanie Gemeiner, Rita Sereinig, Murray Grant, àkos Tihanyi, Ensemble & Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)
Stille Nacht (Fr. X. Gruber; 1818; Soli, Ensemble & Orchester der Vereinigten Bühnen Wien)
Weihnachtsgeschichten (Else Ludwig)


Solisten:
Jacqueline Braun, Kerstin Ibald, Luzia Nistler, Caroline Vasicek, Andrà© Bauer, Rob Fowler, Dennis Kozeluh, Fritz Schmid
Moderation:
Else Ludwig
Das Ensemble:
Kathleen Bauer, Sigrid Brandstetter, Melanie Gemeiner, Ruth Kraus, Claudia Kraxner, Martina Rumpf, Tina Schöltzke, Rita Sereinig
Murray Grant, Noud Hell, Karsten Kammeier, Henrik Sehnert, Christoph Sommesguter, Lars Stockmann, Roman Straka, àkos Tihanyi

Bühne: Peter Bouchier, Martin Kindermann
Beleuchtung: Kurt Schöny, Gerhard Landauer
Ton: Alois Horak, Robert Macalik
Inspizienz: Cathrin Hauschildt, Gregory Fuller
Kostüme: Josef Sonnberger

Idee und Konzept: Caspar Richter, Michael Pinkerton, Wolfgang Hülbig
Musikalische Einstudierung: Caspar Richter und Walter Lochmann
Koordination: Elfriede Schrammel, Nadja Galil
Es spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien
Organisiation: Dieter Hnatek
Musikalische Leitung: Caspar Richter
Staging und Choreographie: Ramesh Nair
Dance Captain: Murray Grant

Noch bis 10. Dezember ist die Adventshow im Theater an der Wien zu sehen. Danach trennt sich das Elisabeth-Ensemble und Wolferl zieht in das ehraltwürdige Haus ein. Ob es ein Wiedersehen bei “Musical Christmas 2006″ geben kann?
Martin Bruny am Sonntag, den
4. Dezember 2005 um 15:22 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Am 4.12.2005 ist es soweit: “Elisabeth” geht wieder mal in Musicalrente. Die Derniere geht als “Geschlossene Veranstaltung” pünktlich um 18:00 über die Bühne des Theater an der Wien. Tickets gibt es längst keine mehr. Um die letzten Plätze bangten in der Nacht von Freitag auf Samstag die treuesten Fans in eisiger Kälte.

Mit “Elisabeth” verlässt auch das Musical an sich das Theater an der Wien. Schon bald wird der Eingangsbereich des Gebäudes demoliert und danach mozarttauglich gemacht. Die Karten im Cercle, erste Reihe, kosten dann statt 95 Euro 190 Euro, es wird weniger Sitzplätze und ab und zu eine Vorstellung geben, freilich wird es weit mehr Schließtage als Spieltage geben; Wien ist anders, wir können uns das leisten.
Das Abenteuer Klassik wird sich im Theater an der Wien aber erstmal beweisen müssen, und die Kaiserin hat Zeit.
Martin Bruny am Sonntag, den
27. November 2005 um 15:23 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos
Am 23. November 2005 ging im Wiener Metropol ein Benefiz-Konzert der ganz besonderen Art über die Bühne: “Musical Mamis” - die Show zugunsten des Projekts Babydoll, einer Einrichtung des Krankenhauses Göttlicher Heiland.
“Babydoll” hilft angehenden Müttern und Vätern im Teenager-Alter, ihre Kinder mit Liebe und Verständnis auf die Welt zu bringen. Unbürokratisch, unentgeltlich, und im Bedarfsfall auch anonym. Seit dem Projektstart im Jahre 2003 kamen 135 Babydoll-Babies auf die Welt; über 3600 Jugendliche, meist Mädchen im Alter von 13 bis 20 Jahren, suchten Unterstützung und Hilfe in Beratungsgesprächen.
Durch den Abend führte gut gelaunt Musical-Franzl Dennis Kozeluh, und wenn man den Abend als gelungen werten möchte, was ich persönlich mache, dann hat die Moderation daran wesentlichen Anteil. Die charmant-ironischen Ansagen sorgten für gute Stimmung, bereiteten die Stimmung wohldosiert für den jeweils nächsten Act auf - und, was bei einem “Musical-Benefiz” auch wichtig ist, man hat gemerkt, dass endlich mal jemand moderiert, der für das Theater lebt, vom Fach ist und nicht aus der Volksmusikschublade rekrutiert wurde. Schlimm genug, wenn Musicalstars laufend bei Moik & Co aufkreuzen, um an den Quoten zu naschen.

Herausragend auch, um bei den Nicht-Mamis mal zu bleiben, zwei Tanz-Performances mit Todesengerl Murray Grant und Neo-Choreographie-Wunderwuzzi Ramesh Nair: Akt 1 startete mit einem blendend getanzten und gesungenen “All that Jazz”, im zweiten Teil
folgte ein atemberaubendes “I gotcha” (aus “Fosse”) mit Murray Grant, Rachel Colley und Ramesh Nair.


Einen Hauch glitzernden Broadway brachte Mary Illes ins Metropol, die für die erkrankte Kathleen Bauer einsprang und Jerome Kerns “All the things you are” interpretierte. Illes’ Performance sprengte die Kategorien dieses Abends. Keine Frage, wir erlebten an diesem Abend lauter wundervolle Talente, Mary Illes’ Stimme aber, ihre überirdisch stilvolle Performance schickte das Publikum in eine neue Dimension.

Grob gesagt lässt sich das restliche Programm in Lustiges und Musicalisches teilen. Für die Lacher sorgten Kathy Tanner (in dem Sketch “Aber!” von Mary Rogers und in der “Riverdance”-Parodie von Anne Weiner, gemeinsam mit Anne Weiner und Dennis Kozeluh), sowie Petra Kreuzer als weiblicher Heintje mit “Mama”.



Musicalisches boten:
Lisa Gray: Somewhere that’s green (”Little Shop of Horrors”)

Andrea Malek: Whistle down the wind (”Whistle down the wind”)

Kudra Owens: Home (The Wiz”)

Suzanne Carey: Anything can happen (Frank Wildhorn) und Conny Zenz: Ease on down the road (”The Wiz”)

Weiters zu hören:
Eva Maria Scholz: Baby-Toll-Performance (Eva Maria Scholz)

Vivianne Vogà©: Komm her (Konigswerq)

Die Audition/Let’s hear it for the Boys: Suzanne Carey (Deniece Wiliams)

Susanne Ten Harmsen: Bauchgefühle (Susanne Ten Harmsen)

Sabine Mayer (feat. Rob Fowler, Zoltan Sebastian): Schritt für Schritt


Ensemble: Greatest Love of All (Michael Masser)
“Musical Mamis” war für die Zuschauer Entertainment in Reinkultur, dem Projekt “Babydoll” brachte der Abend insgesamt eine Summe von 5740 Euro.
Martin Bruny am Samstag, den
19. November 2005 um 15:59 · gespeichert in Fotos, Event-Tipps
Wir leben heutzutage in einer oft hemmungslos lächerlichen Eventkultur, wobei zunehmend nicht nur das Kulturereignis an sich als Event aufgezogen wird, sondern schon die Präliminarien für dasselbe als Event abgefeiert werden. Aktuelles Beispiel: das Robbie Williams Wien-Konzert, das im August 2006 in Wien stattfinden wird.

Schauplatz: Samstag, 19. November 2005, Wien, Burgtheater, 8:30 Uhr. Ein sogenannter Kartenverkaufs-Kick-off ist “im vollen Gange”. Ab 9:30 Uhr gehen an diesem Standort 8.000 Tickets in den Verkauf, und was immer sich die “Veranstalter” dieses Kick-offs erwartet haben dürften, es findet nicht wirklich statt. Wer glaubt, dass zu nachtschlafener Zeit an einem Samstagmorgen enthusiasmierte Massen einem über eine Vidiwall geisternden Robbie Williams zujubeln und sich um die Tickets prügeln, ja, der hat Wien vielleicht mit London oder New York oder sonstwas verwechselt.

Selbstverständlich sind die eingefleischten Fans da, aber bei an die 0 Grad Temperatur ist aus dem Pulk kaum etwas zu hören. Alles steht stumpf und starr da und wartet auf den Start der Kartenverkaufs.

Wieviel werden es sein? Naja, schätzungsweise 1000 Leute. Kein Grund, an die 100-150 Sicherheitsleute, diverse Zettel- und Punsch- und Tee- und Kapperl- und Feuerzeug- und was sonst noch für -Austeiler auf den Platz zu jagen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war ein Kartenvorverkauf einfach ein Kartenvorverkauf. Man ging an nen Schalter und bekam seine Tickets. Ok, man musste sich vielleicht für das eine oder andere Event ein paar Minuten anstellen, und die Karten kosteten 300-400 Schilling für ein Open Air-Konzert im Stadion, und nicht 75 bis 100 Euro, aber das wars dann auch. Und so erfolgreich Mr. Williams auch sein mag, es haben schon bedeutendere Pop-Ereignisse die schlechte Akustik des Wiener Happel-Stadions gecheckt.

Der Williams-Kick-off ist medienmäßig natürlich dennoch verwertbar. Mein Gott, man hat doch seine Tricks, dafür wird man doch bezahlt. Als die ersten Frierenden knapp nach 9:30 mit ihren Tickets aus dem abgesperrten Kick-off-Bereich traben, wird eifrig gefilmt, der “Regisseur” einer TV-Truppe gibt Anweisungen: “Geh jubelts noch ein bisserl, wir brauchen das noch einmal.” Und dann kreischen die Mädels halt, jo, wir sind jung und wir brauchen den Robbie. Es ist ein bißchen peinlich - aber nur vor Ort, denn wenn das Ganze dann auf Sendung geht, wird es ein Riiiisenerfolg gewesen sein.

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