Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - Skurriles

Das “Buch des Jahres”: “Broadway Tails - Heartfelt Stories of Rescued Dogs Who Became Showbiz Superstars”

Bill Berloni war 19 Jahre alt und arbeitete am Theater als Praktikant, als er die Chance seines Lebens bekam: ein professionelles Engagement - wenn er für die Broadway-Produktion des Musicals “Annie” einen Hund auftreiben und trainieren würde.

Berloni holte sich einen Hund aus einem Tierasyl der Stadt und bewies mit diesem Tier, welches Potential in “animal performers” steckt.

Auch heute, 30 Jahre später, arbeitet Bill Berloni mit Tieren und trainiert sie für Auftritte in Film, Fernsehen und auf der Bühne, egal ob Broadway-Musical oder Ballett. Im Juni 2008 publiziert The Lyons Press, ein Unternehmen von Globe Pequot Press, “Broadway Tails”, das neueste Buch des Tiertrainers:

In Broadway Tails, Bill tells the true stories of «throw-away” animals who came back to co-star with some of entertainment’s biggest names, from Richard Burton to Sarah Jessica Parker. Here you’ll meet:

* The original Sandy, who starred for seven years in Broadway’s Annie
* «St. Vito,” the deaf bull terrier, who was adored by Oliver’s cast and crew for saving the show
* Ed, the black cat with a secret identity, whose appearance brought down the house
* Pi, the first dog to dance with the New York City Ballet
* Chico, the Chihuahua with attitude who became the face of one of Broadway’s newest hits
* And many more dogs, cats, pigs—and even a few lambs

Often funny, always touching, these stories demonstrate the extraordinary things rescued animals can do.

Berloni, Bill; Hanrahan, Jim; Peters, Bernadette (Vorwort) - Broadway Tails: Heartfelt Stories of Rescued Dogs Who Became Showbiz Superstars. The Lyons Press, Guilford 2008. 240 Seiten. (Paperback) ISBN 978-1599213538. $ 16,95
Erscheinungsdatum: 3. Juni 2008

Das 21. Jahrhundert und wir

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von “Hexenmeistern” in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, unter dem Titel “Penis theft panic hits city”.

13 mutmaßliche “Hexenmeister” wurden verhaftet. Man wirft ihnen vor, Penisse gestohlen beziehungsweise geschrumpft zu haben, einfach durch Berührung ihrer Opfer. 14 Opfer haben sich gemeldet, Panik hat die Stadt erfasst, die Penisschrumpfer sind Thema Numero uno in Kinshasas Radio-Talkshows.

Opfer und Verdächtige wurden in erster Linie deshalb verhaftet, weil Lynchjustiz nicht auszuschließen ist. Bei einer ähnlichen Panik in Ghana wurden vor zehn Jahren zwölf des Penisdiebstahls Verdächtige vom Mob umgebracht.

Wie schauts nun mit den Penissen aus? Nun, natürlich sind sie nicht weg, aber, so Jean Dieudonne Oleko, Polizeichef von Kinshasa:

… when you try to tell the victims that their penises are still there, they tell you that it’s become tiny or that they’ve become impotent. To that I tell them, ‘How do you know if you haven’t gone home and tried it’

“Er gehört nur mir”, “Er gehört zu mir” oder “Ich gehör nur mir” - Wie war das nochmal?

Die Kollegen von musicalmix/specialedition haben eine mögliche neue Strategie von Stage Entertainment aufgedeckt: Kostenreduktion auch bei den Songtiteln. So kann man sich neuerdings keine Boote in der Nacht mehr leisten, sondern nur mehr ein einziges Boot.

Als nicht richtig hat sich das Gerücht erwiesen, dass man einen Original-Levay-Song einspart und stattdessen eine Marianne-Rosenberg-Hymne (“Er gehört zu mir”) in die Show einbaut.

Zur Stage-Site mit den Fehlern gehts hier nicht mehr, da diese am 21. April 2008 korrigiert wurden. Hallelujah!

Eines wird freilich wohl für immer ungeklärt bleiben: Wieso sieht man im “Videoplayer” Maike Boerdam, hört aber Pia Douwes? Was hat es mit dem Begriff “deutsche Uraufführung” auf sich (siehe musicalmix/specialedition zu einem ähnlichen Fall), der beim Kaufhinweis zur CD verwendet wird? Längst sind nicht alle Fragen gestellt.

Nanu? Haben Musicaldarsteller kein Recht auf Privatsphäre?

Stellen Sie sich vor, Sie googeln so vor sich hin, und auf einmal lesen Sie in einem Suchresultat, dass Sie mit einem Arbeitskollegen angeblich ein Verhältnis haben, dass sich Ihr Partner von Ihnen getrennt hat oder vom Bühnentürl von einer unbekannten Schönheit abgeholt wurde. Das ist Web 2.0, sagen vielleicht einige, ja, damit muss man leben, wenn man ein Promi ist. Muss man?

Dem Kultur-Channel ist ein interessanter Beitrag zugeschickt worden, der untenstehend gerne veröffentlicht wird, ohne den Autor/die Autorin zu nennen. Auch wird dieser Artikel kein Schauplatz von Diskussionen, die Kommentarfunktion wurde ausgeschaltet. Erreichbar ist die Redaktion jedoch immer über das Kontaktformular.

Worum gehts? Nun, um einen Thread (oder im wahrsten Sinne des Wortes “threat”, wie manche des Englischen Unkundige gerne kritzeln) in einem deutschen Forum namens “naanoo”, der sich “Aktuelle Paare der Musicalszene” nennt. Hier der Gastbeitrag:

Ich bin von einer Bekannten darauf aufmerksam gemacht worden, dass ein Kollege in einem Forum namens community.naanoo quasi als Lebensgefährte eines seiner Kollegen geoutet wurde. Ich habe mir die Beiträge in dieser Community durchgelesen und nur mehr gestaunt. Wie kommen wildfremde Menschen dazu, so über ihnen nicht persönlich bekannte Schauspieler zu schreiben. Über Schauspieler, die sie nur von der Stagedoor kennen und sich dann einreden, eine Art Bekanntschaft aufgebaut zu haben. Leute! Stagedoor is part of the job, nothing else! Eine kleine “best of” der Wortmeldungen da (ohne Namen von betroffenen Schauspielern zu nennen):

SophieS: “Ich hab die beiden im Juni auch noch schwer turtelnd in HH gesehen. Also wenn, dann muss es schon sehr abrupt und schnell zu Ende gewesen sein.”

clickcat: “Dann mal viel Spaß beim Herausfinden, was davon noch stimmt und was nicht …”

lou: “Sind immer noch getrennt! Da die beiden aber so ewig zusammen waren, hat´s noch nicht jeder mitbekommen.”

Iris444: “Ich finde das Ganze ganz interessant und spannend… wenn man jemanden gerne mag (auf der Bühne), dann interessiert man sich früher oder später einfach für sein Privatleben oder???”

Beispiel für eine Darsteller-Tracking-Unterhaltung:
www-tdv-fan: Hab mal ne Frage:ICh hab hier in dem echt coolen Forum(und das meine ich jezt ernst) gelesen, dass xxx und xxx zusammen sind.Ist das noch aktuell?
Elisabeth: ist glaub ich noch nix gegenteiliges bekannt!!
alecia: also letzte woche waren sie es noch … demnach denke ich nciht das sich das geändert hat …

Beschwerden von Betroffenen werden ignoriert, man macht sich über sie lustig, siehe hier:

Elphi: “Jajaja….kaum hatt eine Gottheit namens Darsteller (falls das überhaupt einer ist, kann ich genausogut von mir behaupten ohne dass es jemand nachprüfen kann) geäußert schließen sich alle dem an.”

lou: “Wenn ich in der Öffentlichkeit stehe, dann muss ich mit sowas rechnen, oder?”

Elisabeth: “Ich seh das so: wenn sich DarstellerInnen nach der Show regelmäßig von ihrem® Partner/in abholen lassen brauchen sie sich eigentlich nicht darüber wundern wenn das auffällt und sie dann in diesem thread zu finden sind.”

Ein Kollege in diesem Forum schreibt:
“Wenn eine Agentur meinen Namen googelt, oder eine Produktionsfirma, Theater etc bei denen ich mich gerade bewerbe und auf solche Threads stößt finde ich das echt peinlich für mich. Egal ob ich aus meinem Partner ein Geheimnis mache oder nicht.
Anstatt das der “Sucher” Informationen, Kritiken, oder Fotos von mir erhält, wird er mit meinem privaten Kram konfrontiert.
Jemand schrieb hier: “Wieso nicht nen *OneNightStandTHREAD* ???” Ich ergänze wie wäre es mit nem *HIV-Thread* oder nem *Wer hatte Durchfall - Thread* oder nem *Wer hatte was in seinem Hausmüll -Thread” Leuts , Ihr seid doch alt genug. Macht Euch doch mal ein paar Gedanken was Ihr postet. Ich kann Euch nur sagen das weder ich, noch meine Kollegen -und damit spreche ich mit Sicherheit für den größten Teil, mit solchen Threads einverstanden sind.”

Ich vertrete die Meinung, dass hier über die Stränge geschlagen wurde mit dem was sich Fans leisten dürfen und was nicht. Denkt mal nach!!!!

Update/11.4.2008/18:40 Uhr
Die Namen wurden von naanoo aus dem oben angeführten Thread entfernt.

Update/11.4.2008/19:05 Uhr
Der Thread wurde von naanoo gelöscht.

Update/14.4.2008/00:05 Uhr
Und was lernen wir daraus? –> Nanu?
Die neuesten Perlen der Weisheit aus dem “Musicalforum”:

lou: “Aber dann wollen wir mal hoffen, dass diese Darsteller nicht irgendwann so ´nen richtigen Karriereschub kriegen und von Paparazzis verfolgt werden. Das würden die ja dann gar nicht mehr verkraften!”

Elisabeth: “Und wenn sich 2 Darsteller (ich nenne jetzt die Namen nicht denn jeder der die Sendungen gesehen hat weiß wen ich meine) in den beiden derzeit laufenden TV Caszingshows mit ihren männlichen Lebenspartnern für das Portrait filmen lassen und betonen wie glücklich sie in den Beziehungen sind die sie führen dann bringt mich das zu der Ansicht dass es die meisten Darsteller nicht stört wenn offiziell bekannt ist “wer mit wem” zusammen ist.”

Elisabeth: “Ich gehe davon aus dass dieser thread NICHT das erste war dass man beim googeln nach einem Darsteller gefunden hat (sofern er eine HP,Fanpage oder dgl hat oder schon mal wo aufgetreten ist). Wenn eine Agentur (die sich mit Sicherheit ihre Informationen nicht nur über google beschafft) keine sonstigen Infos,Kritiken oder Fotos im Internet findet dann scheint es eben sonst nichts zu geben das über ihn bekannt ist. Im übrigen denke ich dass es einer Agentur egal ist ob sie auf private Informationen stößt-sie wird sie vermutlich als unbrauchbar einstufen und einfach ignorieren.”

FREEDOM FOR STREET ART oder Stenzels Todeskuss für die Straßenkünstler in Wiens Innerer Stadt?

Foto: Martin Bruny
Ursula Stenzel, Wiens Bezirksvorsteherin im Ersten Wiener Gemeindebezirk, setzt ihren Weg, den Bezirk in eine Zone der absoluten Ruhe und Todesstille zu versetzen, fort. Eine Reihe von Neuauflagen für Wiens Straßenkünstler schafft Barrieren, die für viele nur mehr schwer zu überwinden sind und deren Sinnhaftigkeit nur darin liegt, abschreckend zu wirken. So sollen Straßenkünstler nur noch maximal eine Stunde lang spielen dürfen, Live-Musik darf nur mehr an ganz wenigen und wenig attraktiven Standorten angeboten werden; bevor man überhaupt auftreten darf, soll man sich einer Jury stellen und vieles mehr (siehe “Die Presse”).

Gegen all diese Verhinderungsmaßnahmen wurde die Plattform FREEDOM FOR STREET ART ins Leben gerufen, die vom Kultur-Channel unterstützt wird.

Obama versus Hillary - die Youtube-Schlacht

Der Kultur-Channel einmal anders

Netdisaster-Demo

Ross Anthony - der neue Dschungelkönig

Soll man sagen, er hat gesiegt? Wie auch immer, Musicaldarsteller Ross Anthony ist Gewinner der RTL-Ekelsendung “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” und definiert den Satz “I eat it all” neu. [Alle Folgen gratis ansehen]

Musical goes Dschungel: Wann will Ross Anthony wieder raus?

“Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” heißt es ab dem 11. Januar 2008 wieder auf RTL. In der dritten Staffel der Dschungelcamp-Show mit dabei: Ross Anthony, Ex-Sänger von “Bro’Sis” und Musicaldarsteller. Wie weit muss der Weg sein von “Rudolf” in “Elisabeth” zu einem madenfressenden RTL-Pseudostar. Schade um ihn.

Das Märchen vom kohlrabenschwarzen Kaisersemmerl

Es war einmal ein Brötchen. Wir in Österreich sagen ja Semmel dazu. Das Brötchen, von dem wir reden, war keine normale Semmel, es war eine Kaisersemmel, der absolute Star unter den Brötchen. Vor vielen Jahren, als es in einer berühmten Bäckerei mit traditionsreicher Geschichte kreiert wurde, sorgte es Furore. Wenn der Bäcker seine Brötchen aus dem Ofen hob und sie heiß und duftend auf der Palette in den Korb rutschten, warteten die Kunden schon sehnsüchtig auf ihre Kaisersemmeln. Einige hätten sich fast umgebracht, wenn sie nicht mehrmals wöchentlich ihr Semmerl bekommen hätten. Sie schrieben dem Bäcker Briefe, in denen sie damit drohten, sich mit Kandisin das Leben zu nehmen - alles, nur um an ihre Brötchen zu kommen.

Der gute Ruf der Brötchen sprach sich schnell herum, und der Bäcker konnte sich bald aussuchen, wo er seine Backkünste vollbrachte. Schnell wurde seine ganz spezielle Kaisersemmel in Gourmet-Umfragen zur europaweiten Nummer 1 gewählt, und das viele Jahre hintereinander.

Eines Tages passierte dem Bäcker ein Missgeschick. Eine ganze Partie an Brötchen geriet ihm zu dunkel. Die Semmeln waren bestellt, er musste liefern, keine Chance, die Kunden zu vertrösten. Voller Sorge beobachtete er, wie die ganze Lieferung ein wenig zu dunkel geratener Kaisersemmeln an die Kunden verkauft wurde. Und siehe da: Niemand beschwerte sich. Alle waren zufrieden. Niemand wollte sein Geld zurück. Ein schwerer Stein fiel dem Bäcker vom Herzen. Niemals sollte ihm das nochmals passieren, schwor er sich und ließ seinen Backofen generalüberholen.

Lange Zeit ging alles wieder glatt, auch wenn sich der Bäckermeister immer wieder eingestehen musste, nur noch mit viel Glück an seinen ehemaligen Standard heranreichen zu können. Ab und zu kam es vor, dass eine ganze Partie an Brötchen tiefdunkel aus dem Ofen kam. Mittlerweile dachte er freilich nicht mehr daran, die Brötchen etwa wegzuwerfen, nein, er verwendete nun in der Auslage ganz spezielles Licht, um seine Brötchen künstlich heller aussehen zu lassen. Wow, das klappte echt gut. Als das Ganze immer schlimmer wurde und seine Brötchen immer dunkler, engagierte er eine Marketingagentur und präsentierte seine Ware in speziellen designten Körben mit der Aufschrift “Die besten Kaisersemmeln Europas - seit 20 Jahren”. Die Kunden waren begeistert. “Die besten Kaisersemmeln”, das war genau das, was sie wollten. Sie dachten sich zwar manchmal, dass diese Semmeln doch ziemlich verbrannt, zumindest aber zu dunkel waren, aber hey, es waren immerhin “die besten”. Irgendwann begannen sie sich zu fragen, ob nicht die anderen, hellen Brötchen die schlechten, und die dunklen die wirklich guten wären. Wenn sie die Semmeln ihren Freunden servieren wollten, lehnten diese zwar schon lange es ab, so etwas auch nur kosten zu wollen, aber die Fans der “besten Kaisersemmel” blieben ihrem Brötchen treu, selbst auf Kosten so mancher Freundschaft. Sie gründeten Clubs, organisierten Brötchen-Verkostungsabende und luden den Bäcker zu Vorträgen über die Kunst des Brötchenbackens ein.

Eines Tages verbrannten dem Bäcker seine Brötchen völlig. Sie waren nicht mehr dunkel, sie waren kohlrabenschwarz. Was sollte er machen? “Da musst du durch”, sagte er sich, “die fressen doch eh alles, was ich mache.”

Und ist er nicht gestorben, so bäckt der Bäckermeister auch heute noch seine Kaisersemmeln, die besten in ganz Europa.

« zurueck · vor »