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Archiv - Skurriles

Blog der Woche

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Musicalklitterung: “News” testet Ihr Wissen

Seit “Musical! Die Show” als DAS Fernsehevent der Herbstsaison 07 von den Illustrierten dieses Landes gefeatured wird, versucht man so ganz nebenbei auch tatsächlich ein paar musicalrelevante Aspekte in Artikel einzubauen.
Das Wochenmagazin “News” beispielsweise bringt in seiner Ausgabe vom 22. November 2007 ein “Musicalquiz”. Amüsant ist Frage 6:

Mit welchem Song aus dem Musical “Cats” wurde Barbra Steisand berühmt?
A: Memory
B: Aquarius
C: The Time Warp

Grandios, jetzt hat Barbra Steisand also ihren “Durchbruch” Andrew Lloyd Webber zu verdanken.

Celine Dion: Las Vegas mitten in Wien?

Celine Dion hat ihr mehrjähriges Engagement im Zocker- und Entertainment-Paradies Las Vegas beendet und startet 2008 eine Welttournee. Das freut ihre Fans sicher enorm. Weniger enorm groß wird die Freude sein angesichts der enormen Ticketpreise, die beispielsweise beim Konzert in der Wiener Stadthalle am 1. Juli 2008 angesetzt wurden. Die Kategorien:

A 250,00 EUR
B 210,00 EUR
C 180,00 EUR
D 145,00 EUR
E 120,00 EUR
F 90,00 EUR
G Stehplatz 2. Rang 75,00 EUR

Es ist nicht gar so lange her, da waren umgerechnet 75 Euro jener Preis, den man für die Großen der Showbranche in der ersten Kategorie bezahlen musste. Wien ist nicht Las Vegas, aber wünschen wir alle Celine Dion einen profitablen Kurztrip in der schönen Stadt an der Donau.

Wikipedia: Der “Rudolf”-Irrtum

Lustig geht es auf wikipedia.de ja immer zu. Früher war es möglich, falsche beziehungsweise veraltete Angaben zu korrigieren, heute herrschen die Mods auf Wikipedia, die so, wie es ihnen beliebt, Artikel zur bearbeitungsfreien Zone erklären. Bestes Beispiel dafür ist jener Artikel, der Frank Wildhorns Musical “Rudolf” gewidmet ist. Er strotzt vor Fehlern und Gerüchten, freilich lässt er sich nicht verbessern. Am lustigsten sind die unter der Überschrift “Wiener Aufführung” angeführten Angaben. Als Quelle wird “Lars Friedrich” genannt, der Autor gibt hier das weit verbreitete Forengerücht weiter, “Rudolf” sei für 26. Oktober 2007 für das “Etablissement Ronacher” geplant gewesen. Wikipedia erweist der Autor des “Rudolf”-Artikels damit keinen guten Dienst, so viel ist sicher.

Musicals in Amstetten - und die ÖBB

Amstetten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, ist kein Problem. Es fahren Züge zur Genüge. Von Amstetten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien zu kommen, und zwar nach einer Vorstellung der aktuellen Produktion “Hair” in der Eishalle von Amstetten, dürfte allerdings seit diesem Jahr etwas schwierig sein beziehungsweise unmöglich. Der letzte Zug, der von Amstetten Richtung Wien startet, fährt um 22:17 ab, während in der Eishalle gerade das Finale von “Hair” abgeht. Bis zum Vorjahr gab es eine Rückfahrmöglichkeit gegen 23:30 Uhr.

Wien: Der Grünen liebstes Hassobjekt, die VBW

Wenn es etwas gibt, was Marie Ringler, die Kultursprecherin der Grünen Wiens, ganz offensichtlich nicht ausstehen kann, dann sind es die VBW. Es muss schwer sein, als Politikerin ein Thema zu finden, das so viel Saft hergibt, wie die Vereinigten Bühnen Wien, denn Frau Ringler presst und presst und presst und wird nicht müde zu pressen. Neueste Saftkreation ist, entsprechend der Jahreszeit, der Forbidden-Work-Cocktail. Peinlich genau listet Frau Ringler auf, wann das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien arbeitet und wann nicht. Von Jänner bis Juni 2008 zum Beispiel nicht, weil da das Queen-Spektakel “We Will Rock You” gegeben wird, “Forbidden Ronacher” braucht “nur” 20 Musiker etc. Und wie schon so oft spielt Frau Ringler das heitere Zahlenspiel. Es ist noch nicht lange her, da hat sie für 2006 einen Abgang von 3,285 Millionen Euro prognostiziert. Diesmal sind es 1,2 bis 1,5 Millionen Euro, die angeblich das spazierengehende, weil arbeitslose Orchester kosten würde. Weiteres heiteres Zahlengespiel gibt es auf der Website der Tageszeitung “Die Presse”.

UPDATE/8. Juli
Mittlerweile sind auch ORF/APA/Standard auf die gut inszenierte Sommerkomödie der Wiener Grünen eingestiegen [ORF-Artikel, Standard-Artikel], und auch in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins Profil werden die Wiener Grünen zum Halali blasen.

Barbra Streisand in Wien - ohne Sichteinschränkung (mit viel Glück)

Barbra Streisand gibt sich am Donnerstag die Ehre und noch hat jeder die Chance, dabei zu sein beim ersten Wien-Konzert der Diva. Der Veranstalter des Events, “Rock and More”, schafft es doch tatsächlich durch unprofessionelles Verhalten nicht nur Journalisten zu vergraulen mit Nichtbeantwortung von Interview-, Pressekarten- und sonstigen Anfragen, wie man hört, nein, nun gibt es bei OE-Ticket Eintrittskarten zum Preis von 172 und 286 Euro mit Sichteinschränkung. Nichts gegen Barbra, aber das ist einfach zu lustig, um nicht erwähnt zu werden. Viel Spaß jedenfalls allen Streisand-Fans beim Konzert.

Andrew Lloyd Webbers Katze killt “Phantom”-Sequel

Manchmal geht Andrew Lloyd Webber mit Geschichten an die Öffentlichkeit, die ihm zumindest einen Tony Award als “Funniest Composer around” einbringen sollten. So meldet PLAYBILL, dass Otto, Webbers sechs Monate alte Hauskatze, des Meisters Kompositionen für das Projekt “Phantom of the Opera 2″ auf dem Gewissen haben soll:

LLoyd Webber: I was trying to write some new music; Otto got into the grand piano, jumped onto the computer and destroyed the entire score for the new Phantom in one fell swoop.”

Wenn “Die Presse” spekuliert …

Aus und vorbei ist es mit der ORF-Serie “Mitten im 8en”, über der seit Wochen die Mediengeier reiherten. Eine Säule der ORF-Reform wurde also abgesäbelt, nun geht es aber munter weiter. So ist in der Tageszeitung “Die Presse” zu lesen:

Fragt man Strobl nach eventuellen Personalkonsequenzen nach »MiA«, sagt er: »Lesen Sie einmal ein Managementbuch – wäre das so, dann würde kein Mensch mehr eine Entscheidung treffen.« Dennoch wird im ORF-Umfeld schon von einem baldigen Abgang Lorenz’ gemunkelt.

Sägen an Lorenz’ Sessel

Dem ORF-Gesetz nach kann die Absetzung eines Direktors allerdings nur vom Generaldirektor initiiert werden – und braucht dann noch die einfache Mehrheit im Stiftungsrat. Bisher ist das erst einmal passiert, im Herbst 1993, als Ernst Wolfram Marboe vom damaligen Generalintendanten Gerd Bacher abberufen wurde. Als mögliche Nachfolgerin für Lorenz käme unter Umständen Musical-Intendantin Kathrin Zechner in Frage, hört man. (”Die Presse”, Print-Ausgabe, 14.06.2007)

Musicalfans - uncool, aber loyal?

Ein Treff des Uwe Kröger Fanclub jüngst im Hotel Wimberger sorgt für eine (kleine) (sehr kleine) Schlagzeile in der österreichischen Zeitschrift “Der Standard”. Thomas Rottenberg schreibt in der Rubrik “Rottenbergs Boulevard”:

Um die halbe Welt für ein Bild

Sachie Endo und Sachiko Furumoto waren eigens aus Japan angereist, um Uwe Kröger nahe zu sein
Über Fans in Fanclubs zu lästern ist einfach. Und billig. Und darum tun sich meist jene Leute beim Lästern über Fanclubmitglieder groß hervor, die sich selbst stets als coole, abgeklärte und total autonom agierende Kultur-Individualisten inszenieren. Und dabei gar nicht mitbekommen, dass sie gerade dadurch ebenfalls Mitglieder einer streng homogenen, oft monothematischen Gemeinde sind.

Uncool

Egal. Denn die Vertreter von “Cool” rümpfen zwar gern ihre elitären Nasen über Musicalstars wie Uwe Kröger und ihre treue Gefolgschaft. Sie selbst würden es aber nie schaffen, Hundertschaften von Adoranten (und -innen) Jahr für Jahr zu Fanclubtreffen aus weit weg anzulocken: Heuer - am Samstag - lud Herr Kröger zum 14. Mal zum jährlichen Fan-Treff in Wien. Unter den 230 Fans waren auch Sachie Endo und Sachiko Furumoto. Die beiden Damen waren eigens aus Japan angereist, um Kröger nahe zu sein. Dass Samstagabend im Hotel Wimberger als Motto des Abends - passend zu Krögers Rolle in “Rebecca” - “very british” vorgegeben war, wirkte da dann aber fast wie eine verschenkte Chance: Zu Krögers “Phantom der Oper”-Zeiten hatten sich die Fans schließlich in opulente Ball- und Fin-de- Sià¨cle-Roben geworfen - aber vermutlich wäre Opernball und Kröger ja eh ein bisserl viel des Guten auf einmal gewesen. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 13.6.2007)

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