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Andino: “Tollplatz” spielt “Trotz aller Therapie” - Thomas Smolej inszeniert

Wiens Off-Theater-Szene lebt. In der jüngsten Ausgabe des Wochenmagazins “Profil” wird Wien als eine im Theatergründungsrausch befindliche Metropole skizziert. Den Herbst des “großen Theateraufsperrens” nannte es der “Falter”. Und tatsächlich tut sich einiges im Off-Theater-Segment. Im Oktober 2009 eröffnete in Meidlung das Kulturzentrum Palais Kabelwerk, seit ein paar Tagen hat der Nestroyhof im 2. Bezirk seinen Spielbetrieb aufgenommen, und das Odeon, ebenfalls im 2. Bezirk, fährt ab sofort zwei neue Veranstaltungsschienen: “Odeon.Tanz” und “Odeon.Musik”. Aber das ist noch nicht alles. Simpl-Chef Albert Schmidleitner startete unlängst im bankrottierten Vindobona eine Comedy-Spielstätte, und am Wiener Petersplatz weicht das traditionsreiche Ensembletheater einem Theaterversuch, Garage X Theater Petersplatz genannt.

Wer derzeit spannendes Theater in der Bundeshauptstadt erleben will, kommt an der “Off-Theater-Szene” nicht vorbei, zum Beispiel an der Show “A Christmas Carol” - seit 25 Jahren eine liebenswerte und mit Hingebung gespielte Weihnachtsproduktion des International Theatre Vienna, 2009 neu inszeniert von Eric Lomas.

Zu der spannenden Off-Theater-Szene gehören natürlich auch all die Freien Gruppen, die eine Idee zur Formation eint und die sich dann für konkrete Projekte geeignete Spielstätten suchen. Wie zum Beispiel die Gruppe “Tollplatz”, die unlängst in Wien Christopher Durangs Komödienschlachtross “Trotz aller Therapie” zur Aufführung brachte.

Der amerikanische Autor und Schauspieler Christopher Durang hatte vor allem in den 1980er-Jahren mit seinen Bühnenstücken großen Erfolg. “Trotz aller Therapie” (”Beyond Therapy”) ist ein solches Kind der 80er. 1981 ging es Off-Broadway an den Start, mit Stephen Collins, Sigourney Weaver, Jim Borelli, Kate McGregor-Stewart, Jack Gilpin, Conan McCarthy und Nick Stannard in den Hauptrollen, 1982 feierte es am Broadway im Brooks Atkinson Theatre Premiere, und auch da mit einer Star-Cast: John Lithgow, Dianne Wiest, Peter Michael Goetz, Kate McGregor-Stewart, Jack Gilpin und David (Hyde) Pierce. Seit diesem Zeitpunkt ist das Stück aus den Spielplänen der Theater weltweit eigentlich nicht mehr wegzudenken. Natürlich war es auch bereits in Wien zu sehen, beispielsweise 1990 in den Wiener Kammerspielen in der Regie von Erwin Steinhauer mit Nicolin Kunz, Marion Degler, Gideon Singer, Andrà© Pohl und Friedrich Schwardtmann.

Auch im Kino landete Durangs Bühnenhit: “Trotz aller Therapie” wurde 1986 von Robert Altman mit Glenda Jackson, Tom Conti und Jeff Goldblum in den Hauptrollen verfilmt.

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Im kleinen Wiener Andino ging im November 2009 eine Spielserie dieses Bühnenulks, gespielt von der der Aktionsgruppe “Tollplatz” unter der Regie von Thomas Smolej über die Bühne. Und während diese Zeilen hier als eine Art Nach-Ruf online gehen, sind die Schauspieler längst über alle Berge, aufgebrochen zu einer abenteuerlichen Reise nach Peru, Bolivien, Chile, Argentinien - anders formuliert: sie sind auf einer Südamerika-Tour, dessen Ziele das Reisen und die Erfahrungen im Zuge des Reisens an sich sind - und “Tollplatz” wird auf dieser Tour Theater spielen. “Trotz aller Therapie” beispielswesie ist als Version für Theater und Cafà©s, aber auch für die Straße und öffentliche Plätze angedacht. Wer am Laufenden bleiben möchte, was die “Tollplatz”-Abenteuer betrifft, findet –> hier immer aktuelle Berichte.

Worum gehts in “Trotz aller Therapie”?

Bei einem Blind Date in einem Restaurant treffen die Journalistin Prudence und der bisexuelle Anwalt Bruce das erste Mal aufeinander. Über eine Kontaktanzeige von Bruce haben sich die beiden kennengelernt, hinter dieser Art der Kontaktaufnahme stecken die Therapeuten der beiden, zwei Menschen, die sich selbst äußerst hilflos und therapiebedürftig anstellen. Stuart, der Therapeut von Prudence, entpuppt sich als eifersüchtiger, sexbesessener Macho-Lustmolch, Charlotte, die Therapeutin von Bruce, als vergessliche, umtriebige Psycho-Nudel, die ihre Patienten anbellt, mit Kuscheltieren herumläuft und ihren Frust gerne ganz laut rausschreit. Bruce, der Anwalt, ist bisexuell und lebt in einer Beziehung mit Bob, der Tunte. Gemeinsam mit seiner Mutter torpediert Bob alle Versuche von Bruce, seine bisexuellen Neigungen auszuleben. Eines eint alle: Sie sind auf der Suche. Nach echter Liebe, ihrem Ich, ihrer Libido. Die Grenzen zwischen Therapeut und Patient sind kaum wahrzunehmen. Irr sind sie defnitiv alle, und liebenswert.

Die “Andino”-Version von “Trotz aller Therapie” erweist sich als Volltreffer, in vielerlei Hinsicht. So macht es beispielsweise großen Spaß, zu beobachten, wie eine Laiengruppe (vier der fünf Schauspieler haben keine Schauspielausbildung) mit dieser lustbetonten, geilen Screwballcomedy umzugehen versteht. Sehr geschickt hat Regisseur Thomas Smolej es verstanden, Timing zur Maxime der Aufführung zu machen. Kein Problem, wenn der Stoff und die Dialoge oft einen Bogen zum Klischee ziehen, solange dann der Schauspieler die Pointe einputtet. Bei einem Stück, das so körperbetont und lustbetont ist, gab es viel zu tun, um Authentizität auf die Bühne zu bringen. Manche der Schauspieler von “Tollplatz” sind für die Bühne gemacht, manch einer vielleicht weniger, ein Mitglied der Gruppe ist professionell ausgebildete Schauspielerin (Lydia Nassall). Sie spielt Charlotte, die hemmungslose Psychotherapeutin, die, man glaubt es kaum, gar nicht mal so übertrieben wirkt, innerhalb des völlig surrealen Charakters, der ihr vom Autor gegeben wurde. Da könnte man sogar noch einen Tick mehr rausholen aus dieser Figur. Da ist manchmal noch gespielte Hemmungslosigkeit zu sehen statt hemmungsloser Hemmungslosigkeit, total vertrottelte Blödheit können halt die großen Komiker am besten auf einer Bühne zum Leben bringen, mit aller Körperlichkeit, perfekter Gestik und Mimik. Überbordend und doch kontrolliert. Aber genau der Versuch, diese Körperlichkeit mit den Schauspielern umzusetzen, ist das große Plus dieser Inszenierung. So wie bei “Tollplatz” die Reise durch Südamerika das Ziel ist, muss bei der Erarbeitung des Bühnenstücks auch die Arbeit an der Umsetzung für die Schauspieler eine wichtige Erfahrung gewesen sein. Man sieht stets die Intention der Regie, man erkennt, was gemeint ist, und bei gelungenen Szenen ist die Umsetzung tatsächlich ein herrlicher Spaß. Es ist ein Unterschied, ob sich zwei Leute ein Glas Wasser ins Gesicht kippen, weil es im Skript steht, oder ob sie es “wirklich” tun. Es ist ein Unterschied, zu wissen, hoppla, ich werde gleich nass, oder ob man mitten in der Rolle ist und diese Aktion lebt. Schauspiellaien Natürlichkeit in “tagtäglichen” Verhaltensweisen auf der Bühne “beizubringen”, eine unkapriziöse, ehrliche Art bei Umarmungen und vielen anderen Details, ist schwer. Da muss man sich nur mal eine Musicalaufführung in Baden ansehen, wo eines immer zu beobachten ist: Wenn einer mit völlig ausdruckslosem Gesicht ohne alle Körperspannung auf die Bühne schlurft, ist es ein Statist - um das zu sehen, muss er noch gar nicht richtig die Bühne betreten haben. Und es ist ausschließlich in diesem Fall Aufgabe der Regie, das zu vermeiden. Manchmal gelingt es, so wie bei “Trotz aller Therapie” in der Mehrzahl der Szenen, manchmal sieht man die Anstrengungen und kann verstehen, dass es schwer war.

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“Trotz aller Therapie” wird auf amerikanischen Bühnen meist auf Wunsch des Autors in einer explizit auf die 80er Jahre verweisenden Fassung gegeben, mit einer Unzahl an Hinweisen auf typische Produkte, auch multimedialer Art, der Zeit. Für die “Andino”-Fassung hat Thomas Smolej beispielsweise Referenzen in den Musical-Bereich eingebaut. So ist Marika Lichter, das virtuelle Mutterschiff all jener Musicalsehnsüchte, die kaum jemand für möglich hält, auf der Bühne in Form eines Fotos präsent. Sie “spielt” als Abbildung ihrer selbst sozusagen die Schwiegermutter des bisexuellen Bruce, beziehungsweise die Mutter von Bruces Lebensabschnittspartner Bob. Und sie ist auch Mittelpunkt einer der verrücktesten Szenen des Stücks, in der vorexerziert wird, was “break out in a song” tatsächlich meint. Am Telefon singt sie, was wir als Zuschauer nicht hören und nur indirekt erfahren, ein Lied aus “My Fair Lady” und wechselt dann in das Titellied von “The Sound of Music”, was wir auch nicht hören. Was wir sehen und hören, sind Prudence, die Freundin in spe des bisexuellen Bruce, die das erste Mal bei ihrem potentiellen Lover zu Gast ist. Dort trifft sie auf Bob, Bruces tatsächlichen Lover, der mit allerlei Psychotricks Bruce dazu bringen will, seiner potentiellen Freundin den Gstieß zu geben. In dieser irrwitzigen Szene versuchen Bob und Bobs Mutter (am Telefon) mit hemmungslos outrierten Hysterieanfällen und Eifersuchtsschüben inkl. Suizidscharmützeln Prudence aus der Wohnung zu ekeln - bis, ja bis alle in den Song “The Sound of Music” einstimmen.

Clever gewählt: der Soundtrack zur Show, eine Mischung aus Jazz, Pop und Klassik. Die Einstimmung erfolgt mit Jazz-Tunes, der Moment, in dem Bruce Prudence die Tür öffnet, wird von “Hello sunshine” (gesungen von den Super Furry Animals) untermalt. Das sind schon sehr schöne Ideen, die die Stimmung lenken, Atmosphäre erzeugen.

Angedeutete Stimmungen und halbversteckte Pointen lassen das auf Vollgas gedrehte Lustspiel facettenreich erscheinen. Wenn Bruce, der Bisexuelle, der seinem Freud eben verklickert hat, dass er heiraten möchte - eine Frau -, plötzlich selbst eifersüchtig wird auf Bob, der grad einem Kellner nachgiert, dann hat das schon was. Dass eine solche Szene nicht ins rein Komödiantische abdriftet, sondern im Tragikkomischen sackt, ist wieder auf gelungenes Schauspiel und ebenso gelungene Regie zurückzuführen, wie auch zum Beispiel die hireißenden Momente, in denen Prudence verschämt Handschellen (verziert mit rosa Plüsch aus dem Event-Inventar von Bob) loszuwerden versucht, die sie in Bobs Gemach gefunden hat, und irrtümlich um ihr Handgelenk hat klicken lassen. Geschickt inszeniert, gut gespielt.

“Trotz aller Therapie”, ein Hit im Andino, und vielleicht kommt es ja zu einer Wiederaufnahme nach der Südamerika-Tour von “Tollplatz”.

Trotz aller Theraphie
Team
Regie Thomas Smolej
Produktionsassistentinnen: Carmencita Nader, Miriam Kunodi

Darsteller
Bruce: Philipp Blume
Prudence: Erika Büttner
Charlotte: Lydia Nassall
Stuart: Oliver Gross
Bob: Stephan Werner (in Wien), Johannes Stubenvoll (in SA)

Matt Doyle singt Kerrigan-Lowdermilk: “Last Week’s Alcohol”

Matt Doyle (Bye Bye Birdie, Spring Awakening, Gossip Girl) sings the living hell out of Kerrigan & Lowdermilk’s “Last Week’s Alcohol” at Cutting Edge Composers II on November 10, 2009. [@Youtube]

Eigentlich eine wunderbare Idee für einen Abend mit Musik der Komponisten Kerrigan & Lowdermilk. Der Zufall will es, dass sich die beiden genau das gedacht haben. Per Mail ging an alle Interessierten:

We’re licensing an evening of our music. It’s called PARTY WORTH CRASHING. You’re intrigued and you know it. If you run a small theatre group, or student group, or even just have access to a concert venue, you can now produce some Kerrigan-Lowdermilk magic. You’ll be able to use songs from …SAM BROWN, BAD YEARS and more, plus you’ll have direct access to us while you’re getting the concert ready. We even made a fancy website that explains everything: http://www.kerrigan-lowdermilk.com/pwc/index.html
In summary, worship Matt Doyle, and produce a concert of our music.

Wenn das nicht was wäre für Wien …

Erster “Scheiß-Internet”-Preis geht an Wiener Grüne

Die Wiener Grünen sind die ersten Träger des Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten. Er belohnt sie für das “Kommunikationsdesaster” rund um die Grünen-Vorwahlen. Durch die Ablehnung eines Teils interessierter Nichtmitglieder zur aktiven Teilnahme an den parteiinternen Abstimmungen über die Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl hat die Partei einen Teil der Wiener Webszene enttäuscht. —> zum Originalartikel

“Lying Cheating Bastard” - ein Musical-Filmprojekt von Stephen Schwartz, Nicholas Hammond & Magier James Galea

“Lying Cheating Bastard”, ein Theaterstück von Nicholas Hammond und “Australian Magician of the Year” James Galea, das im kleinen Old Fitzroy Theatre in Darlinghurst, Australien, seine Premiere feierte, hat das Zeug, zum Hollywood-Blockbuster zu werden. Davon sind zumindest die Autoren überzeugt, und das meint auch Musicalkomponist Stephen Schwartz (”Godspell”, “Wicked”). Er lud Hammond und Galea zu einem Workshop in die USA, sieht er doch in dem Stoff des Stücks die Chance, endlich seinen Plan verwirklichen zu können, einen Musicalfilm über einen jungen Magier zu produzieren. Wenn es nach Schwartz geht, soll Galea die Hauptrolle übernehmen und Hammond das Theaterstück in ein Filmscript umformen.

Hammond zu diesen Plänen:

I have done a couple of musicals myself over the years but have never done a Stephen Schwartz show, and I never thought I would be writing one.

Worum gehts in “Lying Cheating Bastard”?

Jimmy has no idea how it happened, but somehow he was born with a gift, a talent to play and read cards, dice, any game of chance, better than just about anyone in the world. «I always win, always”, says Jimmy. «Cos I never go against the percentages, I control the variables, and I don’t leave anything to chance. Ever.” «Oh yeah. And I cheat”.
Lying Cheating Bastard is the intriguing tale of a young man being drawn into the seedy underbelly of Sydney, the story of infamous con-man Jimmy Garcia aka the Cricket, and how he became the most successful con-man in Australia by the age of 27.
Part mystery, part coming-of-age story, part demonstration of the finer arts of trickery, Lying Cheating Bastard is the extraordinary story of Jimmy’s induction into the murky world of gangsters and grift. Featuring close-up projection of Jimmy’s card scams live on stage, Lying Cheating Bastard stars the Australian Magician of the Year James Galea and his increasingly astonishing feats of skill with cards and sleight of hand.

James Galea, Australiens Magier des Jahres, ist mit seinen Shows ein Hit. Einer seiner Kartentricks:

Spider-Man singt: Reeve Carney

Sollte das “Spider-Man”-Musical von U2 tatsächlich jemals seine Broadway-Premiere feiern, sollten sich also neue, potente Geldgeber finden, und die Chancen scheinen derzeit nicht so schlecht zu stehen, dann, nun dann gibt es jedenfalls schon mal Reeve Carney, der darauf wartet, als Musical-”Spider-Man” am Great White Way durchzustarten. Was er stimmmäßig so draufhat, konnte man unlängst beim Musikfestival “Hear No Ho” in North Hollywood erleben - oder 2007 in Austin/Texas, wo er Queens “Bohemian Rhapsody” sang.

Offstage, Reeve Carney — frontman for the Los Angeles rock band that bears his last name — is a sincere, courteous, and disarmingly modest young man who will charm your socks off with funny stories about how he discovered «Bohemian Rhapsody” at age 9 while watching Wayne’s World. But put him onstage in front of a live audience, and this polite, well-mannered young man is transformed into a strutting rock-star peacock, wowing the crowd with his intensity, passion, and sheer talent.

Links
- Spiderman On Broadway - Official Site
- Is This Guy Broadway’s New Spider Man?
- Playbill: Reeve Carney Is Broadway’s Spider-Man; New Producers Promise 2010 Opening
- Carney - Official Website

Klaus Maria Brandauer #UniBrennt

Wohin eine Bildung wie diese führen könne, versuchte Brandauer an einem Beispiel aus seiner Lehrtätigkeit am Max Reinhard Institut zu illustrieren. Statt des geforderten Gedichts habe ein Bewerber bei der Aufnahmeprüfung an der renommierten Schauspielschule ihm “Hänschen klein” vorgesungen. “Wer ist schuld dran, dass einer so was trotz Matura nicht kann?”, stellte der Schauspieler die Frage in den Raum. Solidarisieren mit den Protesten, das wollte er “sich so ohne genauere Informationen” allerdings nicht. [Kleine Zeitung]

Ungarn-Premiere für “Rebecca” im Rahmen des Budapester Frühlingsfestivals 2010

Am 19. März 2010 steigt in Budapest die ungarische Erstaufführung des Levay/Kunze-Musicals “Rebecca”. Den Rahmen dafür bietet das 27. Budapester Frühlingsfestival. Leading Team und Cast stehen fest und wurden bzw. werden demnächst offiziell bekannt gegeben.

Leading Team
Ungarischer Text: Pà©ter Szià¡mi Müller
Regie: Attila Bà©res
Bühnenbild: Erzsà©bet Tàºri
Kostüme: Rita Velich
Musikalische Leitung: Là¡szlà³ Maklà¡ry
Choreographie: àkos Tihanyi
Künstlerische Leitung: Miklà³s Gà¡bor Kerà©nyi

Cast
Ich: Szinetà¡r Dà³ra / Và¡gà³ Zsuzsi
Maxim: Bereczki Zoltà¡n / Szabà³ P. Szilveszter
Mrs. Danvers: Polyà¡k Lilla / Janza Kata / Nà¡dasi Veronika
Beatrice: Nà¡dasi Veronika / Füredi Nikolett / Janza Kata
Frank Crawley: Földes Tamà¡s / Pà¡lfalvy Attila
Jack Favell: Mà©szà¡ros àrpà¡d Zsolt / Bà¡lint àdà¡m
Ben: Pirgel Dà¡vid
Mrs Van Hopper: Szulà¡k Andrea / Nà¡ray Erika

Links
- btf.hu
- wieninternational.de
- viennaticketoffice

“Musical Rocks” - erste Soundproben online

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Vom 3. bis 5. Dezember 2009 geht im Wiener Arsenal (Obj. 221, Faradaygasse 3, 1030 Wien) die Show “Musical Rocks” über die Bühne - und was leicht chaotisch begonnen hat, könnte nun doch noch zu einer sehens- und hörenswerten Veranstaltung werden.

Nach wie vor sollte man den merkwürdig formulierten Marketingslogans Marke “radikale Verjüngung des Best-of-Segments mit den besten Solisten der neuen Generation” nicht allzu viel Beachtung schenken, vielmehr geht es, und das ist gut so, um die Musik - um alte Musicalhadern in neuem Gewand. Und genau das ist das Interessante an dieser Produktion. Wer einen kleinen ersten Vorgeschmack haben möchte, wie Musicalhits aus “Elisabeth”, “Tanz der Vampire” oder “Hair” neu vergrooft klingen können, kann sich ein Soundsample –> hier anhören. Martin Böhm und Ludwig Coss haben im Hauptquartier der MG-Sound-Studios den altbekannten Melodien überraschend aktuelle Stylings verpasst. Anders formuliert könnte man sagen, dass sie sie teilweise aus ihrem Musicalgewand gelöst haben und ganz neu gedressed auf eine Bühne stellen, auf der dem nun neuen Sound auch das passende Lichtdesign verpasst wird.

Auf der Bühne, das ist mittlerweile auch fixiert, werden zu sehen sein: Serkan Kaya, Mathias Edenborn, Jessica Kessler, Vincent Bueno, Anke Fiedler und Nadine Schreier sowie acht Tänzer. Dean Welterlen und Doris Marlis führen Regie und zeichnen für die Choroegrafie verantwortlich.

Event Info
3. bis 5.Dezember 2009, täglich ab 19.30 Uhr
110-minütige konzertante Aufführung
Sitzplätze an Galatischen
Arsenal Objekt 221, 1030 Wien, Faradaygasse 3

Links
- Website zu “Musical Rocks”
- MG-Sound

“The First Wives Club” - Francesca Zambello hat keine Zeit mehr

Den Broadway steuerte Francesca Zambello mit der Musical-Produktion «The First Wives Club” an, bei der sie Regie führte, doch nach der bei Kritikern nicht sehr erfolgreichen Premiere letzten Sommer in San Diegos Old Globe Theatre zieht sie nun einen Schlussstrich. Die Regisseurin hat das Leading Team verlassen. Die Produzenten dazu:

We wish Francesca the absolute very best in all of her future projects, but we are moving forward on the development of our new musical. Francesca has always been a member of the FWC family, and she will remain a trusted friend and supporter. Our engagement this summer at the Old Globe was a huge success, we have also learned a great deal from our audiences, investors and friends. With the departure of Francesca, we are now in the process of speaking to a select group of talented individuals interested in joining the creative team, and when the time is right, we will be making an announcement about future plans. Big musicals take time, and we have every intention of giving this one all the support and energy it needs. Like the three woman at the center of The First Wives Club, we are moving on, getting on with our lives and not stopping until we get what we want. And that means Broadway!

2010 wird auch ohne “The First Wives Club” ein arbeitsreiches Jahr für die Regiseurin. Auf dem Plan stehen die Shows: “Little House on the Prairie” (Walton Arts Center, Fayetteville, Arkansas, Januar 2010), “Porgy and Bess” (Washington National Opera, März 2010), “Madame Butterfly” (Dallas Opera, Mai 2010) und “Die Walküre” (San Francisco Opera, Juni 2010). Von einer “Rebecca”-Produktion liest man auf Zambellos Website bis dato nichts.

Schweewittchen live in Wien - das Event

Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen. (Matthäus 7,6)

Intelligente Texte, packende Musik, und umgekehrt, das Ganze auf Deutsch, “Perlen vor die Säue” heißt die noch immer aktuelle CD der Band “Schneewittchen”, und das könnte man auch als Motto nehmen, denn nach wie vor sind Marianne Iser und Thomas Duda zwar Kultstars der sagen wir mal Gothic-/Dark-Wave-Szene, aber noch ohne jene Breitenwirkung, die sie sich längst verdient hätten. Vielleicht ist es auch schlicht das “schräge” Image, das man ihnen verpasst hat, das die breite Masse abhält, diese Band in die Spitzenplätze der Charts zu peitschen. Andererseits, dazu sind manche der Chansons der dunkelsten Stunden dann auch wieder zu intelligent. Zwar bieten “Schneewittchen” sogar “Elisabeth”-Fans Identifikationsfragmente, wie man auf YouTube bei Songs wie “Der Tod hat sich verliebt” mit Schrecken feststellen muss, aber spätestens bei “Destruktiv” sind dann die Pseudoromantiker wohl wieder bei einem Lizzie-Bootleg von 1992 gelandet.

Tatsache ist, dass “Schneewittchen” schon bald in Wien gastieren werden, und zwar im Rahmen der von “specialedition” veranstalteten Show “Moments - Varietà© von Traum und Wirklichkeit”. Neben “Schneewittchen” werden bei diesem Event Nikolaus Habjan, Alexander Merk und Thomas Thalhammer mitwirken. Nähere Infos –> hier

Moments
16. Dezember 2009 | 19:30
Theater Akzent, Wien

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