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Outer Critics Circle Award 2009 - die Gewinner

Sieben Awards konnte Elton Johns “Billy Elliot” bei den diesjährigen Outer Critics Circle Awards abstauben, vier Awards gingen an “Shrek”. Einen “Special Achievement Award” erhalten zusätzlich die drei Billy-Darsteller aus “Billy Elliot”: David Alvarez, Trent Kowalik, Kiril Kulish. Insgesamt eine wenig innovative Wahl der Juroren, aber vielleicht bringt die nächste Saison ja mal wieder Schwung in die Sache. Mehr Infos unter www.outercritics.org.
Die Gewinner aus Musicalsicht:

Billy Elliot: The Musical
Outstanding New Broadway Musical
Outstanding New Score
Outstanding Director of a Musical, Stephen Daldry
Outstanding Choreographer, Peter Darling
Outstanding Lighting Design, Rick Fisher
Outstanding Featured Actor in a Musical, Gregory Jbara
Outstanding Featured Actress in a Musical, Haydn Gwynne

Shrek the Musical
Outstanding Set Design, Tim Hatley
Outstanding Costume Design, Tim Hatley
Outstanding Actor in a Musical, Brian d’Arcy James
Outstanding Actress in a Musical, Sutton Foster

The Toxic Avenger
Outstanding New Off-Broadway Musical

Hair
Outstanding Revival of a Musical

West Side Story
Outstanding Actress in a Musical, Josefina Scaglione

Vereinigte Bühnen Bozen: Cabaret (Premiere)

Am kommenden Donnerstag, den 14. Mai 2009, steht in Bozen die Premiere von “Cabaret”, einer Produktion der Vereinigten Bühnen Bozen, auf dem Programm. Wer die Musicalproduktionen des Hauses kennt, weiß auch um ihren Status als kleine und feine Prestigeobjekte. Man nimmt sich Zeit, eigenständige Inszenierungen zu erarbeiten, dieses Mal an die sieben Wochen, und engagiert gerne vielversprechende Nachwuchsdarsteller und auch Publikumslieblinge.

In den Hauptrollen sind Tomas Tomke als Confà©rencier, Franziska Lessing als Sally Bowles, Markus Pol als Cliff Bradshaw, Marion Schüller als Fräulein Schneider, Hans B. Goetzfried als Herr Schultz, Franz Frickel als Ernst Ludwig und die Südtirolerin Christine Lasta als Frl. Kost zu sehen. Weiters mit dabei: Cornelia Braun, Thomas Huber, Stefan Konrad, Esther Mink, Renee, Gernot Romic, Mathias Schiemann, Alice van der Beuken, Cornelia Waibel und Julia Waldmayer.

CABARET

Leading Team
von John Kander / Joe Masteroff
Nach dem Stück Ich bin eine Kamera von John von Druten und
Erzählungen von Christopher Isherwood
Gesangstexte von Fred Ebb
Deutsch von Robert Gilbert

REGIE: Paul Kribbe & James de Groot
MUSIKALISCHE LEITUNG: Stephen Lloyd
BÜHNE: Manfred Gruber
KOSTÜME: Kirsten Dephoff
REGIEASSISTENZ: Mirco Vogelsang

Darsteller
Conferencier: Tomas Tomke
Sally Bowles: Franziska Lessing
Clifford Bradshaw: Markus Pol
Frl. Schneider: Marion Schüller
Herr Schultz: Hans B. Goetzfried
Ernst Ludwig: Franz Frickel
Frl. Kost: Christine Lasta

Ensemble
Alice van den Beucken, Cornelia Braun, Cornelia Waibel, Esther Mink, Julia Waldmayer, Gernot Romic, Mathias Schiemann, Renee, Stefan Konrad, Thomas Huber

Kleindarsteller
Anton Gallmetzer
Luciano Di Dio
Simon Cazzanelli

Aufführungstermine
14., 15., 16., 21., 22., 23., 24., 27., 28., 29., 30. Mai 09 um 20.00 Uhr
Stückeinführung: 15. Mai 09 um 19.15 Uhr

Mel Brooks: Das Berliner Publikum ist klug

Mel Brooks anlässlich der Berlin-Premiere von “The Producers” [via Münsterländer Volkszeitung]

Berlin ist der natürlichste Ort in Deutschland für diese Show, denn dort ist so viel Kultur zu Hause. Berlin funktioniert, Berlin ist hip. Ich weiß, dass die Berliner den Plot verstehen werden. In anderen deutschen Städten weniger. Vielleicht noch in Hamburg. Das Publikum ist sehr klug, fast so wie in New York. München ist in der Mitte gespalten. Sie mögen dort Filme und Theater, sie haben Filmfestivals. Aber sie lieben auch Weißwurst, Brezeln und Lederhosen. Dieser Teil von München würde es nicht verstehen. Ich sage den Berlinern: Schaut, dass ihr eine Karte ergattert, auch wenn ihr eine alte Dame aus dem Weg schubsen müsst. Gott wird es verstehen.

Mel Brooks anlässlich der Wien-Premiere:

Don’t book another show. We’ll stay forever!

VBW-Intendantin Kathrin-Zechner anlässlich der Wien-Premiere von “The Producers”:

Das Wiener Publikum ist intelligent genug für diesen Humor.

Promotionvideo: The Producers/Berlin

Ronacher/Tanz der Vampire: Thomas Borchert macht den Grafen

Per Newsletter ließ es der Fanclub alle Newsletter-Abonnenten wissen:

Hi Leute !!!
Nach sechs Jahren meldet sich Thomas Borchert auf der Wiener Musicalbühne zurück. Nach Stationen wie Hamburg, Berlin und London, zieht es den gefragten Sänger und Entertainer wieder in südlichere Gefilde.
Ab September 2009 ist Thomas Borchert, im Wiener Ronacher Theater, in einer seiner Paraderollen zu sehen, mit der er bereits in Hamburg und Berlin außerordentliche Erfolge feierte. Als “Graf von Krolock”, in dem Musical “Tanz der Vampire”, wird Thomas Borchert wieder in der Wiener Theaterszene sein Unwesen treiben.
Weitere Infos zu Spielplänen, etc. folgen so schnell wie möglich.
Premiere : 19.09.2009
LG, Charly

ORF? Bravo?

Ohne Worte.

Der blonde Mädchenschwarm brach nach seinem Sieg in hemmungsloses Schluchzen aus. “Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll”, sagte er. Hatte Schuhmacher bei “Soulmate” von Natasha Bedingfield noch etwas nervös gewirkt, so geriet die Jury bei seiner Version von Bill Withers “Ain’t No Sunshine” regelrecht ins Schwärmen. Der Durchbruch gelang dem als Favorit gehandelten 22-Jährigen aber mit dem von Bohlen komponierten Siegertitel “Anything But Love”, den er mit samtiger Stimme und Engel-Outfit zum Besten gab und den es demnächst als Single im Handel gibt.

Auch Sarah Kreuz aus Poppenhausen bei Schweinfurt war für ihre gefühlvollen Balladen von der Jury geradezu mit Lob überschüttet worden. Die “Pop-Diva” getaufte Finalistin leistete sich keinen einzigen Patzer, schaffte es aber trotzdem nicht, in die Fußstapfen von Vorjahressieger Thomas Godoj zu treten. Die beiden Finalisten hatten es als beste von insgesamt gut 31.000 Bewerbern ins Finale geschafft.[via orf.at]

Azubi-Time? Schüleraustausch mit Bravo.de? Hab ich den Ironie-Smiley übersehen? Hilfe.

Kochen wir doch lieber mit Uwe:

Pfannengericht
Das Rezept von Uwe Kröger kann sowohl in einer großen Pfanne als auch im Wok zubereitet werden: gebratener Reis.

Zutaten:
- 1/4 kg Vollkornreis
- 1/2 l Gemüsesuppe
- 15 dag Hühnerbrust
- 2 Frühlingswieberl
- 20 dag Sojasprossen
- 30 dag Karotten
- 1 gelbe Paprikaschote
- 6 Paradeiser
- Sojasoße

Zubereitung:
Den Reis in einem Topf anwärmen, mit der Suppe aufkochen, ausquellen lassen. Hühnerbrust in Streifen schneiden, mit 1 EL Sojasoße beträufeln, ziehen lassen. Zwieberl in Ringe schneiden, Karotten grob raffeln, Paprikaschote würfeln.
In einer großen Pfanne oder im Wok etwas Öl erhitzen, das Fleisch anbraten, Paprika und Karotten dazu, ständig rühren. Nach einigen Minuten die Zwieberl und die Sprossen mitbraten. Zum Schluss den Reis mitrösten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Paradeiser blanchieren und schälen. In den Reis setzen und mitbraten, bis die Paradeiser heiß sind.

Beilage:
Blattsalate [via orf.burgenland]

Das Ganze gibts ungeschält als Podcast –> hier

Helfen wir dem ORF, an der richtigen Stelle zu sparen, und zwar nicht beim Radio-Symphonieorchester

Dem ORF gehts schlecht, die Werbeeinnahmen in Zeiten der Wirtschaftskrise sinken, Sparpläne wurden ausgearbeitet. Wo könnte man sparen, hat man sich in der Geschäftsführung gefragt. Nunja, nicht bei den Weißen Elephanten, das geht gar nicht. Nicht beim Fußball, das würden wir stolzen Fast-EM/WM/Whatever-Endrunden-Teilnehmer nicht überleben.

Sparen wir doch in einem Bereich ein, der eine etwas zurückhaltendere Lobby hat, also bei der Kultur. Was braucht der ORF schon ein Orchester? Den Mozart können uns nur die Deutschen irgendwie mit Hinweisen auf Herkunft und Lebensort, frühere Grenzen, was auch immer, abspenstig machen, wir werden also ein (ehemaliges) Musikland bleiben, einen Kulturauftrag gibt es im ORF sowieso schon lange nicht mehr, und wieso sollten wir auf die Idee kommen, den ORF etwa mit der ARD zu vergleichen, die nicht ein oder zwei Rundfunkorchester hat, sondern 14!

Auslagerung ist das Zauberwort. Alles, was ausgelagert ist, ist gut. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und weil diese Art und Weise, mit einer Kulturinstitution umzugehen, vielleicht doch nicht die richtige ist, gibt es die Onlinepetition zur Rettung des Radio-Symphonieorchester Wien. Es wäre keine so schlechte Idee, einfach gegen den Kulturabbau zu unterschreiben.

Link
- Petition zur Rettung des RSO Wien

Eric Whitacre dirigiert “Nox Aurumque” (Uraufführung)

Link
- SoaringLeap.com, Eric Whitacres Blog

“Rebecca”-Workshop am West End - “weils billiger ist”

Nicht dass es an die berühmtberüchtigte “große Glocke” gehängt worden wäre, aber dieser Tage ging in London ein “Rebecca”-Workshop über die Bühne. Mit dabei: Lisa O’Hare, Julian Ovenden, Anna Francolini, Susannah Fellows, David Burt und Jessica Martin. Gespielt wurde vor West End-Theaterbesitzern, Managern und anderem Theatervolk, auch von Übersee.

Ben Spreche, gemeinsam mit Louise Forlenza Produzent der Show, möchte zwar “Rebecca” nach wie vor an den Broadway bringen, aber den Workshop platzierte er lieber am West End. Und warum? “Es ist billiger”, so Spreche.

Theater an der Wien: Kann man den Intendanten noch ernstnehmen?

Zur Witzfigur macht sich Roland Geyer, Intendant des Theaters an der Wien, mit seinen morgen in News erscheinenden Aussagen die Musicalsparte der Vereinigten Bühnen Wien betreffend, wenn er sinngemäß meint, der Opernbetrieb im Theater an der Wien finanziere den Musicalbetrieb des Unternehmens.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Geyer schafft es nicht einmal, bei seinen Produktionen, die er durchschnittlich drei Mal (!) ansetzt, auf eine hundertprozentige Auslastung zu kommen, erklärt aber per Interview, wie es um die Musicalbranche derzeit bestellt ist und schädigt sein eigenes Unternehmen, indem er erklärt, dass die Musicalbranche einem “Verfall” unterzogen ist. Vielleicht, Herr Geyer, sollte man auch ein bisschen über die Wiener Decke hinaussehen, dann würde man vielleicht erkennen, was alles in der Musicalwelt heute vor sich geht.

Das seit 2006 wieder für den Opernbetrieb gewidmete Theater an der Wien finanziert die Musical-Sparte der Vereinigten Bühnen. Das erklärt Opernintendant Roland Geyer in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Die soeben gemeldeten Abgänge von 2,2 Millionen Euro für das Jahr 2008 würden sich laut Geyer auf fünf Millionen belaufen, hätte das Theater an der Wien nicht Überschüsse von 2,78 Millionen in das Gesamtbudget eingebracht.

Schuldzuweisungen nimmt Geyer dabei nicht vor. Das minder betuchte Musical-Publikum sei von der Krise eben stärker betroffen, und bis zu fünf Mal soviele Musical- wie Opernkarten müssten erst abgesetzt werden. “Außerdem”, so Geyer, “scheint das Musical einen Lebenszyklus wie seinerzeit die Operette zu haben. Die hat zwischen 1870 und 1930 einen ständigen Verfall vollzogen und war dann vorbei. Auch das Musical ist jetzt 60 Jahre alt und in einer sehr ähnlichen Situation.”

Laut NEWS-Information schreibt “Frühlings Erwachen”, die aktuelle Musical-Produktion im Ronacher, pro Monat 200.000 bis 400.000 Euro Minus. Auch “Rudolf” im Raimund Theater liegt unter Budget.

Geyer, der derzeit mit 94 bis 97 Prozent Auslastung bilanziert, befürchtet nun angesichts steigender Abgänge der Musical-Sparte auch Auswirkungen auf die Oper. Er sieht “ein Damoklesschwert, aber noch nicht unmittelbar vor mir. Ich würde jedenfalls auf die Barrikaden steigen, wenn die Oper auf noch mehr Subventionen verzichten müsste.”

Geyer kündigt zudem in NEWS Spektakuläres für 2010 an: Die Saison wird mit Händels “Semele” unter Robert Carsen und William Christie eröffnet. Für diese Produktion kehrt Cecilia Bartoli nach Jahren auf eine Wiener Bühne zurück. Im Dezember kommt Placido Domingo als Pablo Neruda mit der für ihn geschriebenen Oper “Il Postino” von Daniel Katan. Und zwischen 2011 und 2013 koproduziert man mit den Festwochen “Rigoletto”, “Traviata” und “Troubadour” von Verdi. Alle drei Werke sollen dann zum Verdi-Jahr 2013 zwischen Mai und August im Theater an der Wien gezeigt werden.” [Live-PR]

Man sollte hier noch einmal festhalten, dass nur aufgrund der völlig unsinnigen Umwidmung des Theaters an der Wien, also eines hochmodernen Musicalhauses, in ein Opernhaus, der Umbau des Ronachers nötig wurde. Man sollte festhalten, dass Geyer es bis jetzt nicht schafft, Produktionen auf die Beine zu stellen, die er mehr als drei Mal auf den Spielplan setzen kann, und man sollte nach wie vor festhalten, dass das Theater eine unzumutbare Anzahl an Schließtagen hat.

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