Martin Bruny am Samstag, den
3. Januar 2009 um 18:07 · gespeichert in Literatur
Mit zwölf Jahren, so besagt es seine offizielle Biographie, begann der Schriftsteller Benjamin Lebert (geboren 1982) zu schreiben. 1999 erschien sein erster Roman: “Crazy”. Ein Bestseller, übersetzt in 33 Sprachen und auch als Kinoverfilmung ein Hit. Mit “Der Vogel ist ein Rabe” (2003) und “Kannst du” (2005) bewies Lebert, dass er keine Eintagsfliege ist. Für seinen Verlag Kiepenheuer & Witsch und die Öffentlichkeit blieb er freilich der Nachwuchsautor, Jungautor, bis hin zum Teenieidol, da gibt es Etiketten und Schubladen genug. Sein Zielpublikum ortete man großteils bei jugendlichen Lesewilligen, daher wurden die Romane Leberts durchwegs als Taschenbücher erstveröffentlicht. Das hat ein wenig das Prestige von Hollywoodfilmen, die direkt auf DVD veröffentlicht werden, weil sich ein Kino-Release nicht rechnet.
Mit seinem neuesten Roman, “Flug der Pelikane”, ist Benjamin Lebert nun in der Hardcover-Liga angekommen und zeigt damit, so die Werbelinie des Verlags, “dass er eine feste Größe in der Literatur geworden ist”.
Worum geht’s in “Flug der Pelikane”?
Anton hält nichts mehr. Eleanor hat ihn verlassen, sein Job als Altenpfleger bietet keine Perspektive, und in Hamburg fühlte er sich noch nie zu Hause. Sein Ausweg: Pfannkuchen backen bei Onkel Jimmy in Manhattan.
Onkel Jimmys Luncheonette, das sind 30 geflieste Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen – und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Jimmys Welt besteht neben der Luncheonette, dieser Insel im Trubel Manhattans, aus einer anderen, der Öffentlichkeit lange nicht zugänglichen Insel: Alcatraz. Alles, was es über die legendäre Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco an Informationen gibt, findet sich in Jimmys großer weißer Kiste – und abrufbereit in seinem Repertoire von Fakten, Theorien und Anekdoten. Sein Hauptinteresse gilt dem berühmten Ausbruchsversuch von 1962, bei dem es drei Häftlingen tatsächlich gelang, die Gefängnismauern zu überwinden. Jimmys vehement vertretene Mindermeinung: Sie haben es geschafft, an Land zu kommen und eine neue Existenz zu führen. Anton gerät in den Sog dieser Geschichten und stößt dabei auf Stationen seiner eigenen Vergangenheit, denen er lieber auch entkommen wäre. Und er erkennt, warum es lebensnotwendig sein kann, daran zu glauben, dass man den Verhältnissen entfliehen kann.
“Flug der Pelikane” erscheint am 27. Februar bei Kiepenheuer & Witsch. Ein Audio-4-CD-Set wird im Lübbe Verlag für 2009 vorbereitet.
Benjamin Lebert: Flug der Pelikane
Roman
ISBN: 978-3-462-04095-1
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2009
208 Seiten, Gebunden
Euro (D) 14.95 | sFr 26.90 | Euro (A) 15.40
Benjamin Lebert: Flug der Pelikane
Audio CD (4 CD-Set)
Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378574109X
ISBN-13: 978-3785741092
Euro 19.99
Martin Bruny am Donnerstag, den
1. Januar 2009 um 20:19 · gespeichert in Musical
“Spring Awakening”, das Musical von Duncan Sheik und Steven Sater, basierend auf dem Drama “Frühlings Erwachen” von Frank Wedekind, feiert seine ungarische Erstaufführung am 7. Februar 2009 im Budapester Nyugati Teà¡trum. In der Eigeninszenierung sind die Rollen wie folgt besetzt:
Die Übersetzung ins Ungarische stammt von Gà¡bor Miklà³s und Szilà¡rd Somogyi. Die Musikalische Leitung übernimmt Richard Riederauer. Szilà¡rd Somogyi führt Regie, àkos Tihanyi ist für die Choreographie zuständig.
Martin Bruny am Dienstag, den
30. Dezember 2008 um 10:27 · gespeichert in West End, Broadway
Image via WikipediaIm Juni 2007 haben die Pläne Andrew Lloyd Webbers, seine neue Show, die Fortsetzung des Megahits “The Phantom of the Opera”, auf Schiene zu bringen, einen herben Rückschlag einstecken müssen. Otto, die damals sechs Monate alte Hauskatze des Komponisten, zerstörte die Notenberge (wie auch immer). Nun, Otto hat das Unglück nicht lange überlebt, wie man hört, ein paar Monate später wurde das Kätzchen von einem Auto auf offener Straße überrollt.
Mag das nur kein böses Omen für “Love Never Dies” sein, wie die mittlerweile nun fertiggestellte Fortsetzung des Phantoms heißt. “The Phantom of the Opera” haben in 124 Städten rund 80 Millionen Menschen gesehen. Man erwartet also viel von “Love Never Dies”. Und da Promotion alles ist, hat sich der Komponist auch etwas Besonderes für die Premiere ausgedacht. Die Show wird Ende 2009 in drei Städten, nämlich in London, in New York und in einer Stadt in Asien ihre Uraufführung feiern.
Die Handlung von “Love Never Dies” setzt zehn Jahre nach dem Ende von “The Phantom of the Opera” an. Der Schauplatz: Coney Island, ein gigantisches, am Meer gelegenes Vergnügungsviertel in Brooklyn, New York. Webber:
It was the place. Even Freud went because it was so extraordinary … people who were freaks and oddities were drawn towards it because it was a place where they could be themselves.
Das Phantom wird mit Christine wiedervereint sein, wer die Rollen verkörpern wird, steht noch nicht fest, auch wenn Webber meint:
We are pretty clear who our Phantom is going to be - I can’t say who.
Martin Bruny am Samstag, den
27. Dezember 2008 um 11:09 · gespeichert in Deutschland
Cover of The Producers (1968 Film)Am 15. Mai 2009 feiert das Mel Brooks-Musical “The Producers” seine Deutschland-Premiere. Gezeigt wird die Wiener Fassung mit den Darstellern der Wiener Produktion. Im Orchestergraben spielen fünfzehn Musiker aus Deutschland.
Anders als in Wien geht man in Berlin an die Bewerbung der Show heran. Das “H”-Wort wird nicht gänzlich verschwiegen. Auf der Homepage wird die Produktion als “THE PRODUCERS - Frühling für Hitler” angekündigt, in einem Mediaplayer wird aus dem “Producers”-Film von 1968 die “Frühling für Hitler”-Showsequenz gezeigt.
Danach kann man immer noch darauf eingehen, dass es sich bei “The Producers” um kein “Hitler”-Musical handelt, auch wenn es völlig unsinnig ist, weil ein Thema (in einem bestimmten Gebiet) auch von der Bedeutung her so übermächtig sein kann, dass es alles andere überwiegt. Wer das nicht begreift, wird “The Producers” nicht erfolgreich vermarkten können.
Martin Bruny am Freitag, den
26. Dezember 2008 um 17:52 · gespeichert in Filmmusical
Der Rummel um “Batman” mag größer gewesen sein, aber was letztendlich zählt, ist beispielsweise der DVD-Verkauf. Und auf diesem Gebiet liegt “Mamma Mia!” in den USA nun offiziell an der Spitze. Laut den von Nielsen VideoScan veröffentlichten Daten ist “Mamma Mia!” in den Staaten der DVD-Topseller des Jahres.
“The Dark Knight” (Veröffentlichungsdatum: 9. Dezember) hat dafür den Titel “Top-selling video release of the year” mit weltweit schätzungsweise 13,5 Millionen verkauften Einheiten in der ersten Verkaufswoche, 1,7 Millionen davon auf Blue-ray. [Yahoo/Reuters]
Martin Bruny am Donnerstag, den
25. Dezember 2008 um 11:07 · gespeichert in Wien
Image via WikipediaDie Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und die edu4you Bildungsakademie veranstalten im Sommersemester 2009 erstmals den »VBW-Musical School Award«.
Mit dem “VBW-Musical School Award” soll bei Schülern eine kreative Auseinandersetzung mit dem Musicalgenre gefördert und so die Begeisterung für modernes Musiktheater geweckt beziehungsweise vertieft werden.
Gesucht werden für den “VBW-Musical School Award” 2009 Schulprojekte zum aktuellen Broadwaymusical der VBW: »The Producers«. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise für die Klasse.
Für den Wettbewerb wurden von Pädagogen der edu4you in Kooperation mit den VBW eigene Projektunterlagen entwickelt, die als inhaltliche Unterstützung bei der Teilnahme am “VBW-Musical School Award” dienen und zum kostenfreien Download (siehe unten) zur Verfügung stehen.
Zur Vorbereitung bieten die VBW interessierten Schulklassen vom 7. Januar 2009 bis 22. Februar. 2009 Tickets für »The Producers« im Ronacher zu einem stark reduzierten Schulgruppenpreis (€ 15,-/Schüler statt € 26,-/Schüler), Karten nach Verfügbarkeit.
Kartenreservierung »The Producers« zum “VBW-Musical School Award”-Vorzugspreis: sales(at)vbw.at, Kennwort: edu4you
Einsendeschluss der Projektarbeiten: 4. Mai 2009
Preisverleihung: 10. Juni 2009 im Ronacher
Martin Bruny am Montag, den
22. Dezember 2008 um 22:02 · gespeichert in Musical
Image via WikipediaJetzt ist der (Alp-)Traum aller Musicalfans bald Wirklichkeit: Neben Sisi und Rudolf kommt auch der Papa, unser aller Franzl, Franz Joseph zu Musicalehren. Von 4. Juni bis 5. Juli 2009 wird in Oberwaltersdorf eine Musiktheaterproduktion namens »KFJ – Kaiser Franz Joseph. Das Musical« zu sehen sein.
Eingebettet in eine Rahmenhandlung, bei der eine Touristengruppe die Kaiservilla in Bad Ischl besucht, werden wir in eine Zeitreise entführt, die uns vom Leben des jungen Franz Joseph bis hin zu den Höhen und Tiefen seiner Psyche und Karriere führt. Beginnend mit der Thronbesteigung, nachfolgend seiner Heirat mit Elisabeth, die Geburt der Kinder, Sophie, Gisela, Rudolf und Marie-Valerie, der Tod seiner Mutter, sowie seinem Verhältnis zu Katharina Schratt, erleben wir viele seiner Schicksalsschläge, die nach dem Tod des Thronfolgers Franz Ferdinand schließlich zum Ausbruch des ersten Weltkriegs führen. Der Tod seines einzigen Sohnes Rudolf und die Ermordung seiner geliebten Gattin Elisabeth, entkräften den Kaiser immer mehr und er vereinsamt zunehmend, geplagt von Depressionen und Schuldgefühlen, die schließlich zu seinem Tod im Jahre 1916 führen. Das Werk zeigt vor allem Einblicke in seine psychische Verfassung, seine tiefliegenden Emotionen und das Verhältnis des Kaisers von Österreich zu den Frauen die ihn umgaben!
Termine: 4. Juni 2009 bis 5. Juli 2009. insgesamt 20 Vorstellungen, jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag um 19:30 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr in der Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf, Kulturstraße 1A, 2522 Oberwaltersdorf
Karten: 02253 609 609 09
PS: Gerüchte, wonach ab 2012 im Raimund Theater von Montag bis Mittwoch “Elisabeth”, von Donnerstag bis Samstag “Rudolf” und am Sonntag “KFJ - Kaiser Franz Joseph. Das Musical” zu sehen sein werden, haben sich als ebensolche herausgestellt: Gerüchte.
UPDATE
Der Verein Kultur Kreis Oberwaltersdorf teilt mit:
Auf Grund widriger Umstände konnten einige zugesagte Sponsorship-Verträge im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld nicht realisiert werden.
Die Produktion K F J – Kaiser Franz Joseph – DAS MUSICAL
wurde daher vom Veranstalter mit 29. Mai 2009 abgesagt!
Bereits bezahlte Karten können ab Dienstag, den 2. Juni 2009 im Kartenbüro des event- & kulturcenters bettfedernfabrik tel. +43(0)2253 / 609 609 09, Öffnungszeiten Mo - Do 09-16 Uhr, Fr 09-14 Uhr zurückgegeben werden.
Martin Bruny am Montag, den
22. Dezember 2008 um 20:33 · gespeichert in Netz, TV, Pop, Tonträger
Ramesh Nair ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil der Wiener Musicallandschaft, sei es als Darsteller oder in den letzten Jahren verstärkt als Choreograph und Gründer der “Sophistikids”.
Am Ende passiert dem “Musicaldarsteller” Nair nun als Galionsfigur einer Werbekampagne des Telekommunikationsunternehmens tele.ring der Traum vieler Musicaldarsteller: ein Sprung in die Popcharts.
Die Signation des Werbespots “Frag doch den Inder” wurde vom Plattenlabel MGSound/HitSquad zur Popnummer ausgebaut, ein Video steht auf YouTube (Link –> hier) bereit. Jetzt fehlen nur noch Fans, die sich die Scheibe auch kaufen und für Airplay im Radio sorgen.