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Verein Kultur Pur castet junge Talente in Oberösterreich

Am 10. und 11. Mai 2008 veranstaltet der oberösterreichische Verein Kultur Pur in der Landesmusikschule Gunskirchen ein Casting für sein neues Musicalprojekt “Edward”, das im Frühjahr 2009 zur Aufführung gebracht werden soll (Probenbeginn Herbst 2008).

Gesucht werden musicalbegeisterte und talentierte Darsteller ab 16 Jahren (bzw. für eine männliche Hauptrolle ein Junge zwischen 10 und 13 Jahren). Voraussetzungen: gute Gesangsstimme, schauspielerisches Talent und tänzerische Begabung. Wer mitmachen möchte, kann sich bis 25. April direkt beim Verein Kultur Pur anmelden (Claudia Beiganz, Tel.: 0699 81921802, Bahnhofstraße 5, 4623 Gunskirchen, E-Mail: claudiabeiganz@hotmail.com)

Mit dabei beim neuen Musicalprojekt: Gudrun Ihninger und Werner Mai, Teilnehmer am ORF-Castingformat “Musical! Die Show”. Die beiden Musicaldarsteller wurden von Claudia Beiganz, der Gründerin von Kultur Pur, entdeckt und gefördert. [Rundschau Online]

Sir Andrew Lloyd Webber als “Mentor” bei American Idol

“American Idol” ist das, was man als das Mothership der Castingshows bezeichnen könnte. In keinem anderen Land funktioniert das ursprünglich von Simon Fuller für England (”Pop Idol”) entwickelte Castingformat dermaßen gut wie im Land der unmöglichen Möglichkeiten.

Derzeit läuft in den USA die siebente Staffel, und mit mehr als 30 Millionen Zusehern pro Sendung ist “American Idol” eine der erfolgreichsten Shows derzeit.

Um dem Format zusätzlichen Glamour zu verleihen, gibt es nicht nur biedere Mottoshows, die beispielsweise in den letzten beiden Wochen dem Songkatalog der Beatles gewidmet waren, sondern auch Mentoren, die die Kandidaten mit ihrem Know-how auf die Sendungen vorbereiten. Bei der siebenten Staffel mit dabei: Dolly Parton, Mariah Carey, Sir Andrew Lloyd Webber und Neil Diamond. Die Kandidaten werden in den betreffenden Shows Songs dieser Interpreten und Komponisten performen, die Stars selbst werden auch live in der Show zu sehen sein beziehungsweise auch singen.

Stuttgart: Willemijn Verkaik & Mark Seibert in Concert

Verkaik & Seibert in ConcertAm Donnerstag, dem 20. März 2008, startet abends der Vorverkauf für “Willemijn Verkaik & Mark Seibert in Concert”, eine Show der beiden “Wicked”-Stars, die am 26. Mai 2008 im Stuttgarter Palladium Theater stattfinden wird.

Als “Special Guest” hat sich Lucy Scherer angekündigt.
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Willemijn Verkaik & Mark Seibert in Concert
26. Mai 2008
Palladium Theater
Beginn: 20 Uhr
Einlass ab 19:30 Uhr

Tickets
ticketonline.de
Tel.: 01805-4444
(0,14 Euro pro Min. aus dem dt. Festnetz)

Broadway: Spiderman statt Young Frankenstein im Hilton?

Vor einem Jahr besuchten Regisseurin Susan Stroman und ihr Team das Hilton Theatre, in dem gerade die Proben zum Megaflop “The Pirate Queen” voll im Gange waren. Stroman checkte das Theater auf seine Tauglichkeit für ihre nächste Produktion, “Young Frankenstein”. Die Darsteller auf der Bühne hörten, wie sie von ihren Umbauplänen erzählte. That’s Showbusiness.

Dieser Tage sah man Regisseurin Julie Taymor (”The Lion King”) das Hilton Theatre inspizieren. Ihre neue Produktion: “Spider-Man”. Sie sucht für ihr 20-Millionen-Dollar-Musical eine Location, in der Saison 2009-10 steht die Premiere auf dem Produktionsplan.

Michael Riedel von der New York Post fasst in einem seiner Artikel verschiedene Beobachtungen und Statements zusammen und kommt zu dem Schluss: “Young Frankenstein” könnte am Ende des Jahres Geschichte sein. [New York Post]

… und morgen die ganze Welt: “Spring Awakening” erobert laut Wikipedia 2009 die Welt

Vertraut man den Angaben der Online-Enzyklopädie Wikipedia, wird Duncan Sheiks Musical “Spring Awakening” (”Frühlings Erwachen”) spätestens 2009 fast überall auf der Welt gespielt, auch in Hamburg und Wien. Da warten wir mal bis 2010 für einen kleinen Reality-Check. Die laut Wikipedia geplanten Produktionsorte im Überblick:

Australien/Sydney: Frühjahr 2009
Israel/Tel Aviv: Ende 2009
Deutschland/Hamburg: 2009
Österreich/Wien: Ende 2009
Spanien/Madrid: Sommer 2009
Japan/Tokio: 2009
Frankreich/Paris: Ende 2009.
Niederlande/Amsterdam: Ende 2009
England/London: Anfang 2009
Südkorea/Seoul: Ende 2009
Schweden/Karlstadt: August 2008 (Europäische Erstaufführung)
[Wikipedia]

England sucht “Oliver” - “I’d do anything” auf BBC

Am 15. März 2008 startete BBC die Musical-Castingshow “I’d do anything”. Gesucht werden junge Talente für Andrew Lloyd Webbers Produktion des Musical-Klassikers “Oliver!”, die im Herbst 2008 im Theatre Royal, Drury Lane Premiere feiern soll.

Vergeben werden die Rolle der Nancy und die Rolle des Oliver, wobei für Oliver gleich drei Jungs gesucht werden, die abwechselnd in der Produktion eingesetzt werden.

BBC kann bereits auf zwei äußerst erfolgreiche Musical-Castingshows verweisen. 2006 besetzte man per TV die Hauptrolle des “The Sound of Music”-Revivals mit Connie Fisher, 2007 schaffte es Lee Mead als “Joseph” ins Adelphi Theatre.

Graham Norton moderiert wie bereits 2006 und 2007, Andrew Lloyd Webber, John Barrowman, Denise van Outen und die legendäre Dame Edna (Barry Humphries) fungieren als Juroren. Barry Humphries war 1967 im Piccadilly Theatre als Fagin in “Oliver!” zu erleben. [Playbill]

Broadway: Der junge Frankenstein für lau

Wer hätte das gedacht. Als Mel Brooks sein neues Musical “Young Frankenstein” vor ein paar Monaten an den Start gebracht hat, meinte er mit den Ticketpreisen neue Rekorde brechen zu müssen. Eintrittskarten um 450 Dollar, um 350 Dollar und 225 Dollar - das waren die Preise, die man zahlen musste, um an Plätze zu kommen, die halbwegs gut waren.

Nun, die Zeiten haben sich gewandelt, schneller als sich so mancher gedacht hat. Im neuesten TV-Werbespot für “Young Frankenstein” ist am Ende der Werbebotschaft zu hören: “All tickets $50 to $120.”

Kämpft der junge Frankenstein am Ende schon ums Überleben? [NY Times]

«Ich Tarzan, Du Jane” - Folge 2+3 oder Zur Fratze entstellt - Warum die Sat.1-Dschungelshow floppt

Die Einschaltquoten, das biedere Instrumentarium, mit dem man heutzutage misst, ob im TV ein Format erfolgreich ist oder nicht, sprechen stark dafür, die Sat.1-”Musical-Castingshow” “Ich Tarzan, Du Jane” als Flop zu bezeichnen. Schon werden Durchhalteparolen veröffentlicht wie “Wir ziehen die Show auf alle Fälle durch”. Die Frage ist, wie es so weit kommen konnte.

Die Antwort darauf ist nicht allzu schwer zu finden. Sat.1 hat einen klassischen Bastard in die Welt gesetzt. Nichts gegen Bastarde, das Wort triffts genau. “Ich Tarzan, Du Jane” ist bis dato weder eine “Musical-Castingshow”, noch hat es die Qualitäten einer “normalen” Castingshow.

Warum ist das Sat.1-Format keine “Musical-Castingshow”? Der Fernsehsender hat sich offensichtlich nicht getraut, sich voll und ganz auf Musicals einzulassen. Das, was man als Underscoring bezeichnen könnte, ist Pop und Rock, nicht Musical. Zwischen den Audition-Ausschnitten wird nur selten Musik aus dem Musicalbereich gespielt. Die Kandidaten selbst müssen zu ihren Auditions nicht wirklich Musicalsongs wählen, es darf ruhig auch mal Pop oder Rock sein. Nicht einmal bei der “Gruppenaufgabe” der dritten Folge wurden ausschließlich Musicalsongs eingesetzt. Ja wozu denn auch, schließlich
sagt Phil Collins, der Komponist des Musicals “Tarzan”, man suche ja auch keine Musicalsänger. Vibrato, oh Gott, nur nicht. Ist das alles? Musicalsänger = Vibrato? Sat.1, der Sender, der Definitionen sucht? Wenn geht, dann auch richtige?

Was sucht man also, einen Popsänger ohne Ausbildung, der acht Shows die Woche spielen soll? Wozu lädt man explizit Musicalsänger zu Auditions ein, wenn man eigentlich keine Musicalstimmen hören möchte. Das Schielen auf die Quote angesichts der Eingeladenen hat sich als falsche Strategie erwiesen, denn auch halbwegs etablierte Namen wie Mark Seibert kennt der durchschnittliche Sat.1-Zuschauer mit Sicherheit nicht. Wie auch, wenn nicht einmal die Redaktion der Show den Vornamen Seiberts richtig zu schreiben vermag. Darsteller wie Thomas Hohler erkennt man nur, weil ihre Namen für zwei Sekunden als Insert eingeblendet werden. Weder sieht man ihre Auditions, noch hört man sie einen Ton singen.

“Ich Tarzan, Du Jane” erweist sich immer mehr auch als Bumerang für Musicalstar Pia Douwes und ihre Kollegen in der Jury. Man setzt in der Show vor allem auf Großaufnahmen. Man setzt auf Slow Motion, Verfremdung, man vermisst in dieser Sendung jede Art der Natürlichkeit. So werden Grimassen der Juroren wahlweise eingesetzt, um Geilheit angesichts der Brustwarzen besonders bodygebuildeter Kandidaten lechzartig zu betonen, oder um falsche Töne zu bekritteln. Die Methode erinnert ein wenig an Stefan Raabs Buzzer-”Effektorgel”. Der Pro7-Moderator schneidet für seine Sendungen besonders witzige Clips zusammen und spielt sie dann per Knopfdruck immer wieder zur Gaudi des Publikums an passender und unpassender Stelle ein. Genau so völlig entmenschlicht werden hier die Grimassen der Juroren eingesetzt, wie Comics, entseelt, grell, zusammenhanglos. Das ist eine Strategie, die man bei DSDS und Dieter Bohlen meisterhaft verwendet, wohlgemerkt ist Dieter Bohlen aber längst zur kunstvoll gestalteten lebenden Comicfigur mutiert, man schätzt die Kaltschnäuzigkeit und den hohen Unterhaltungsfaktor. Bei den Grimassen Pia Douwes’ angesichts der Oberkörper von Auditionkandiaten kommt das schlecht rüber. Die betreffenden Szenen erinnern an billige Fleischbeschau. Generell ist der Schnitt bei der Sat.1-Show extrem schlecht. Es ist vor allem ein Wechsel von der Totalen auf die Großaufnahme ohne Mittelmaß. Ausleuchtung und Maske sind furchterregend, die Kandidaten wirken stellenweise entstellt. Das Prinzip kennt man von den Dschungelshows des Senders. Mit Hässlichkeit Quote machen, das übertragen auf Castingshows scheint das Ziel zu sein. In der dritten Folge erreichte diese Tendenz ihren Höhepunkt, als eine Art weiblicher Drill Inspector die Kandidaten so lange quälte, bis sie sich erbrachen. Ist es das, was man sehen will, wenn man sich Castingshows anguckt? Dann dürfen wir uns ja auf die nächste Folge freuen, da steht “Flugtraining” am Programm. Sehen wir dann offene Knochenbrüche, sehen wir endlich “the real deal”: das Erbrochene am Bühnenboden?

Sat.1 greift aber nicht nur beim Schnitt daneben, der Sender trickst auch mit dem Thema an sich. Großspurig spricht man von “Tarzan, dem Broadway-Hit”. Die Fakten sehen anders aus. Tarzan war am Broadway ein Flop (in Holland dagegen ein Erfolg), der frühzeitig abgesetzt wurde. Wenn deutsche Produzenten schon die Tendenz haben, Flops einzukaufen wie “Tarzan” oder “The Lord of the Rings”, sollten sie dann doch wenigstens das Publikum nicht mit gefälschten Erfolgsstories betrügen.

Ein großer Schwachpunkt der Sendung ist die Jury. Da stimmt weder die Chemie, noch sind die Dame und die Herren in der Lage, ihre Entscheidungen zu begründen. Sie speisen die Kandidaten mit einem Stehsatz ab, der immer der gleiche ist: Es wäre für uns ein Risiko, dich in die nächste Runde zu nehmen. Man fragt sich, ob sich der dafür verantwortliche Redakteur überlegt hat, wie sinnleer diese Phrase ist. Risiko? Von welchem Risiko sprechen wir? Wenn jemand schlecht singt in der zweiten Runde, dann mag er eben dann ausscheiden. Wo ist das Risiko?

Genug, freuen wir uns auf die nächste Gymnastikstunde, vielleicht wird ja auch mal zwischendurch gesungen.

West End: Aus für “The Lord of the Rings”

Für die West End-Produktion des Musicals “The Lord of the Rings” fällt am 19. Juli 2008 nach 492 Vorstellungen der letzte Vorhang. Die Previews starteten am 9. Mai 2007, am 19. Juni 2007 stieg die Premiere im Theatre Royal, Drury Lane.

Was nun? In Planung sind eine Deutschland-Produktion der Show (angepeiltes Premierendatum: November 2009) und eine Tourproduktion, die 2009 in Neuseeland an den Start gehen soll. [Playbill]

Produzent Kevin Wallace:

The show’s creative team has proven just how enchanting, exhilarating and powerfully entertaining “The Lord of the Rings” can be live on stage. We will continue to bring this incredible theatrical event to audiences in London until 19 July, and we look forward to presenting the show to new audiences abroad from 2009.

Holland sucht “Joseph” - Pia Douwes sucht mit

Auch in Holland geht der Musical-Castingwahn um, nach der erfolgreichen “Evita”-Suche 2007 wird man im Herbst 2008 nach einem bunten “Joseph” für eine Produktion von Andrew Lloyd Webbers Musical “Joseph and the amazing technicolor dreamcoat” Ausschau halten. In der Jury mit dabei: Pia Douwes, Moderator Paul de Leeuw und Theaterproduzent Erwin van Lambaart. [Op zoek naar Joseph]

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