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Broadway: “Beauty and the Beast”, Statistiken zum Abschied

Am 31. Juli 2007 findet im New Yorker Lunt-Fontane Theatre die letzte Broadway-Vorstellung des Disney-Musicals “Beauty and the Beast” statt. Wie immer bei letzten Vorstellungen ist das die beste Zeit für ein paar statistische Angaben.

Die Premiere der Show von Alan Menken (Musik), Howard Ashman (Texte) und Tim Rice (Texte) sowie Linda Woolverton (Buch) fand am 18. April 1994 statt. Bis zum 31. Juli 2007 werden insgesamt 5.464 reguläre Vorstellungen und 46 Previews zu sehen gewesen sein.

1994 wurde “Beauty and the Beast” für 9 Tony Awards nominiert und mit 1 Tony Award für “Best Costume Design” auch tatsächlich ausgezeichnet. Die Show wurde 1994 für 10 Drama Desk Awards nominiert, konnte aber in keiner Kategorie gewinnen. Neben dem einen Tony Award ging 1994 auch der Theatre World Award an die Disney-Show.

Unter den 17 Schauspielerinnen, die die “Belle” gespielt haben, waren Stars wie Susan Egan (Premierenbesetzung), Kerry Butler, Deborah Gibson, Toni Braxton, Andrea McArdle, Jamie-Lynn Sigler, Christy Carlson Romano und Annelise van der Pol.

Steve Blanchard, die momentane Erstbesetzung des Biests, wird seine Rolle mehr als 3.300 Mal gespielt haben. Davor hat er ein Jahr lang in derselben Produktion “Gaston” gespielt.

Mehr als 250 verschiedene Schauspieler waren im Laufe der Jahre Mitglieder des Ensembles von “Beauty and the Beast”.

Weltweit hat die Show mehr als 1,4 Milliarden Dollar umgesetzt. 26 Millionen Menschen haben Aufführungen in 13 verschiedenen Ländern gesehen. In den USA haben zwei Tourproduktionen in 90 Städten und 36 Staaten die Disney-Show zur Aufführung gebracht. [IBDB; SFGate.com]

The Lifehouse Method

Lifehouse-Method.com ist im Prinzip eine Audition-Website. “The Method” an sich ist eine Software, die Musik “erschafft”, mit deren Hilfe vom User ein “musikalisches Portrait” erstellt wird. Die Software “malt” Musik. Klingt ein bisschen verrückt - ist es auch, und auch wieder nicht.

Hinter der Website steckt im Wesentlichen ein kreatives Team rund um Pete Townshend von “The Who”. Jedes “musikalische Portrait” wird begutachtet, ab und zu vielleicht auch von Pete Townshend selbst.

Entwickelt wurde “The Method” vom Mathematiker und Komponist Lawrence Ball und Softwarespezialist Dave Snowdon. Mitmachen kann jeder. Das Ganze ist gratis. Man muss sich auf der Website registrieren, und man braucht für das “musikalische Portrait” auch ein Mikro, denn es wird verlangt, dass man eine zirka 15 Sekunden lange Stimmprobe abgibt. Man muss nicht singen, aber die Stimmprobe ist notwendig, wenn auch nicht zwingend, so ist es doch sinnvoll, diesen Schritt nicht zu überspringen.

Was ist das Ziel? Sollte dem Team hinter dieser Website ein Talent auffallen, mit dem sich eine kreative Zusammenarbeit lohnen könnte, wird man kontaktiert:

If one of your portraits is chosen, it does not mean it is better or worse than any other portrait, just considered by the composers to be technically more suitable to be elaborated into a “bigger” piece, possibly even a song.

Viel Erfolg!

Wiener Kammeroper: Rob Fowler & Caroline Frank in “The Last Five Years”

Am 22. November 2007 feiert Jason Robert Browns “The Last Five Years” in der Wiener Kammeroper Österreich-Premiere. Auf der Website der Wiener Kammeroper wurde nun die Besetzung bekannt gegeben. Kurz und knapp die Cast:

Catherine: Caroline Frank
Jamie: Rob Fowler

Broadway: R&B-Crooner Brian McKnight debütiert in “Chicago”

Brian McKnight (geboren am 5. Juni 1969 in Buffalo, New York) ist aus der Geschichte des R&B längst nicht mehr wegzudenken, auch wenn er in letzter Zeit nicht mehr wirklich Bedeutenswertes zu seinem Songkatalog hinzufügen konnte. Seit 1991 ist er im Geschäft, 16 Millionen Platten hat er verkauft, zeitweise war er in einer Liga mit Größen wie Michael Jackson, Luther Vandross und Stevie Wonder. Sein Stimmumfang umfasst vier Oktaven, wenn er seine Falsettstimme einsetzt, kann er einen Abend unvergesslich machen.

1999 gewann McKnight einen Soul Train Award für seine CD “Anytime”, 2000 einen Image Award als “Outstanding Male Artist”. 2001 wurde Brian McKnight mit einem American Music Award ausgezeichnet in der Kategorie “Favorite Male R&B/Soul Artist”, 16 Mal war er für einen Grammy nominiert. Seine CD “Anytime” verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Seinen größten Hit hatte er mit seinem Longplayer “Back at One” und der gleichnamigen Hitsingle (Nr. 1 der BILLBOARD Top 100 im Jahre 2000).

Vom 8. Oktober bis 18. November wird Brian McKnight die Rolle des Billy Flynn in der Broadway-Produktion des Musicals “Chicago” geben. Um sich einzuspielen, steigt er am 25. September in die Tourproduktion in Washington D. C. ein und wird da bis 7. Oktober zu sehen sein. Am Broadway wird McKnight an der Seite von Lisa Rinna als Roxie Hart, Brenda Braxton als Velma Kelly, Rob Bartlett als Amos Hart und Roz Ryan als “Mama” Morton agieren. [Broadway.com]

Staatz 2007: Österreichische Erstaufführung von Frank Wildhorns “The Scarlet Pimpernel”

Werner Auer, Elisabeth Sikora, Markus Neugebauer [Foto: Martin Bruny]

[mygal=staatz]

Am 20. Juli 2007 feiert Frank Wildhorns Musical “The Scarlet Pimpernel” auf der Felsenbühne Staatz seine Österreich-Premiere. Seit 1987 finden im ehemaligen Steinbruch am Fuße des Staatzer Berges Sommerfestspiele statt. 1987 bis 1995 wurden hier die niederösterreichischen Karl-May-Spiele veranstaltet, 1996 bis 1998 folgten die “Jugendfestspiele Staatz” mit Abenteuern des legendären “Buffalo Bill”.

Nach zwölf Jahren waren die Zuschauerzahlen dramatisch gesungen - das, was landläufig als “Winnetouspiele” bekannt war, hatte seine Attraktivität eingebüßt. Staatz hatte dringend einen Imagewechsel nötig, und der wurde vom neuen Intendanten vollzogen: Werner Auer.

1999 übernahm Auer die Spielstätte, taufte sie in “Felsenbühne Staatz” um und setzte auch ein neues Bespielungskonzept um: Mit Open-Air-Musicals wollte er neuen Schwung in die Sommerfestspiele bringen. Waren es in den ersten Jahren Familienmusicals, komponiert und getextet von österreichischen Autoren, setzte der Intendant 2004 zur Feinjustierung an - mit Andrew Lloyd Webbers “Jesus Christ Superstar”. Ein kurzer Überblick über die Produktionen seit dem Jahr 2000 liest sich folgendermaßen:

2000: “Der geflügelte Drache” (Chris Heller/Hubert Koci)
2001: “Robin Hood - und die Helden von Sherwood” (Chris Heller/Werner Auer/Gregor Sommer)
2002: “König ohne Krone” (Chris Heller/Werner Auer/Gregor Sommer)
2003: “1001 Nacht” (Hubert Koci)
2004: “Jesus Christ Superstar” (Andrew Lloyd Webber/Tim Rice)
2005: “Jekyll & Hyde” (Frank Wildhorn/Leslie Bricusse)
2006: “Les Misà©rables” (Claude-Michel Schönberg/Alain Boublil)
2007: “The Scarlet Pimpernel” (Frank Wildhorn/Nan Knighton)
2008: “Joseph & the Amazing Technicolor Dreamcoat” (Andrew Lloyd Webber/Tim Rice)

Die Felsenbühne Staatz entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem überregionalen Ereignis und lockt von Saison zu Saison mehr Zuschauer an. 1200 Zuschauer fassen die Tribünen der Spielstätte. 14.000 Zuschauer zählte man 2004, 2005 waren es 15.500, 2006 insgesamt 17.000.

Neben der Hauptproduktion wird seit dem Jahr 2005 auch ein Kindermusical in Szene gesetzt. Im ersten Jahr zeigte man “Ritter Jost”, 2006 folgte “Ritter Jost & das Gespenst”, 2007 gibt es “Ritter Jost & die Hexe Verstexe” (für 2008 ist “Ritter Rost & Prinz Protz” geplant).

Die Produktionen der Felsenbühne Staatz haben einen eigenen Charme. Beispielsweise kann es passieren, dass man drei Stunden lang im Regen sitzt - so ist das eben bei Open-Air-Veranstaltungen -, gleichzeitig jedoch kann man sich darauf verlassen, dass auch bei Regen durchgespielt wird, so lange es eben geht. Taktiererei (man spielt bis zur Pause und bricht die Vorstellung dann ab), wie sie bei anderen Festivals durchaus vorkommt, gibt es hier nicht. Das ist ein wesentlicher Faktor, denn man kann zumindest mal sicher sein, dass fast immer auch tatsächlich gespielt wird.
Ein weiterer Faktor, der den ganz eigenen Charme dieser Produktionen prägt, ist die Besetzung. Geld für die Stars der Musicalszene ist nicht da, so greift man beispielsweise auf jene zurück, die am Anfang ihrer möglichen Karrieren stehen - Musicalstudenten von der Konservatorium Wien Privatuniversität, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, vom Vienna Conservatory und wie sie alle heißen. Profis und Studenten ergeben zusammen mit Laiendarstellern aus der Staatzer Gegend, für die die Sommerfestspiele tatsächlich ein Fest sind, eine Mischkulanz, die was hat.
Ein letzter Faktor noch: die Felsenbühne selbst. Sie ist eine der beeindruckendsten Naturkulissen für Theateraufführungen, die man sich nur vorstellen kann.

2007 bringt Staatz mit Frank Wildhorns “The Scarlet Pimpernel” zum ersten Mal eine Österreich-Premiere eines Musicals. Rechtzeitig zur ersten Vorstellung erscheint eine Cast-CD der Produktion, die an den Verkaufsständen bei der Felsenbühne erhältlich sein wird.

The Scarlet Pimpernel
Musik: Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte: Nan Knighton
Deutsche Übersetzung: Wolfgang Adenberg
Uraufführung: 9.11.1997, New York
Deutsche Erstaufführung: 14.2.2003, Halle
Österreichische Erstaufführung: 20.7.2007, Staatz

Kreativ-Team
Inszenierung: Werner Auer
Musikalische Leitung: Gregor Sommer
Choreografie: Eva Klug
Choreinstudierung: Doris Graf-Sommer
Bühne: Jack Hamal, Franz Fröhlich
Kostüme: Kostümwerkstatt Felsenbühne Staatz - Brigitte Hamal, Inge Föderler
Maske: Doris Meisl
Tondesign: Georg Hrauda
Lichtdesign: Jürgen Erntl

Cast
Sir Percy Blakeney: Markus Neugebauer
Marguerite St. Just: Elisabeth Sikora
Chauvelin: Werner Auer
Armand St. Just: Stefan Bischoff
Lord Anthony Dewhurst: Peter Kratochvil
Sir John Osbert: Oliver Roitinger
Fredereic Elton: Michael Konicek
Lord Andrew Farleigh: Alexander Voß
Hal Stenton: Felix Rank
Benjamin Stubbs: Marco Maurer
Marie Grosholtz: Elisabeth Heller
Tussaud/Jessup: Florian Schützenhofer
Prince of Wales/Robespierre: Sascha Naubauer
Coupeau: Reinhard Hirtl
Mercier: Jürgen Janitsch

Es spielt das Orchester der Felsenbühne Staatz unter der Leitung von Gregor Sommer

Vorstellungstermine:
20., 21., 27., und 28. Juli; 3., 4., 10. und 11. August 2007
Vorstellungsbeginn: 20:30 Uhr; Vorstellungsende ca.: 23:30 Uhr

Tickets:
- in allen Filialen der Raiffeisenbanken in NÖ und Wien
- Ticketcorner, ÖTicket, Wien-Ticket

“My Fair Lady”: Broadway-Debüt für Claire Danes

Am 18. Oktober 2007 wird Hollywood-Star Claire Danes (”Romeo and Juliet”, “The Rainmaker”, “The Hours”, “Shopgirl”) im New Yorker Roundabout Theatre ihr Broadway-Debüt als Eliza Doolittle im Musical “My Fair Lady” geben. An ihrer Seite agiert Jefferson Mays als Henry Higgins.

“My Fair Lady” (Alan Jay Lerner / Frederick Loewe) feierte am 15. März 1956 seine Broadway-Premiere und wurde 1957 mit insgesamt 7 Tony Awards ausgezeichnet. Die Produktion im Roundabout Theatre wird zwei Monate zu sehen sein. [Reuters]

Stockerau Open Air Festival 2009: “La Cage Aux Folles”

Nach “C’est la vie” (2007) und “Dornenvögel” (2008) bringt das Stockerau Open Air Festival im Sommer 2009 “La Cage aux Folles”. Alfons Haider und Gregor Bloeb werden die Rollen von Zaza (Georges) und Albin abwechselnd spielen.

thunerSeespiele 2008: “West Side Story”

Nächsten Dienstag, 17. Juli 2007, ist Premiere von “Les Misà©rables” im Schweizer Thun. Eine Woche vorher präsentierten die thunerSeespiele die Pläne für die nächste Saison.

Nach “Evita” (2003), “Anatevka” (2004), “Miss Saigon” (2005), “Elisabeth” (2006) und “Les Misà©rables” (2007), kommt rechtzeitig zum 50-jährigen Jubiläum: die “West Side Story”. [Story]

Was wäre die Welt ohne Fehlprognosen?

Eine erstaunliche Erfindung. Aber wer sollte sie jemals benutzen wollen? [US-Präsident Rutherford B. Hayes über das Telefon, 1877]

Der Fernseher wird sich nicht auf dem Markt durchsetzen. Die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren. [Vizepräsident der Filmgesellschaft 20th Century Fox Darryl F. Zanuck, 1946]

Wer braucht eigentlich diese Silberscheibe? [Philips-Vorstand Jan Timmer über die CD, 1982]

Jeder, der heute über 50 ist, wird, bis er in die Kiste hüpft, beim traditionellen Medium bleiben. [Chef der Universal-Austria und der IFPI Austria Hannes Eder auf die Frage, ob die Musikindustrie noch vom Tonträgerverkauf leben kann, 2007]

Die ersten drei Zitate sind im Magazin “Tomorrow” (Ausgabe 7/2007) zu finden, das letzte Zitat im Wochenmagazin “Profil” (Ausgabe 25/2007). Bedenkt man, dass ein heute 50-Jähriger durchaus noch eine Lebenszeit von vier bis fünf Jahrzehnten vor sich hat, wagt sich Herr Eder auf dünnes Eis. Aber es ist gerade diese Überheblichkeit, die schon oft dazu geführt hat, dass Entwicklungen verschlafen wurden.

Herbst & Winter im Magna Racino

Das Magna Racino versucht seit einigen Jahren auch musicalartige Elemente in sein Unterhaltungsprogramm zu integrieren, so auch im Herbst 2007. Unter dem Titel “Broadway Musical Gala” finden wir folgende Beschreibung:

Eine mitreißende Show mit den besten Songs und Szenen der Broadway Musical Hits bildet den Auftakt der Herbstsaison im Magna Racino.
Ein internationales Ensemble von Sängern und Tänzern präsentiert die Ohrwürmer aus “Phantom der Oper”, “Elisabeth”, “Grease”, “Hair” und “König der Löwen”. Eine farbenfrohe Tanz- und Musikrevue für alle Liebhaber des Musicals.
Das Magna Racino bietet dem Besucher eine geniale Kombination zwischen Showevent, Dinner und Spiel. Alles in einem angenehmen Ambiente und nur 10 Autominuten von der SCS entfernt.
Die Speisen werden auf die »Themen« des jeweiligen Wochenendes abgestimmt – dazu werden erlesene Weine namhafter Winzer aus verschiedensten Anbaugebieten angeboten. Der Eintritt für das 4-gängige Menü und das Showprogramm beträgt nur € 69,–
Für Kinder unter 14 Jahren gibt es ermäßigte Karten zum Preis von € 49.
Einlass: 19.00 Uhr
Showbeginn: 20.00 Uhr

Abgesehen davon, dass kaum ein Showtitel korrekt geschrieben wird, ist “Elisabeth” alles andere als ein “Broadway”-Musical. Und selbst wenn man darüber hinwegsieht, kann man bei der Angabe “ein internationales Ensemble” schon mal nur abraten, Geld dafür auszugeben. Die Besucherklientel dürfte dieselbe sein, die im Buchhandel zwei Meter Buch für die Stellage kauft. So für eine Show zu werben, ist völlig sinnlos.

Weitere musicalartige Shows im Magna Racino:
- “A Tribute To Falco” mit Axel Herrig
- “Night Of The Dance” mal wieder mit einem “internationalen Ensemble”
- “Best of Rocky Horror Show” natürlich auch mit einem “internationalen Ensemble”.

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