Martin Bruny am Dienstag, den
24. Juli 2007 um 10:07 · gespeichert in Pop
Dass vier gestandene Broadway-Stars mit Barbra Streisand durch Europa touren, ist den Presseberichten und Kritiken, die in Europa anlässlich der Konzertserie erschienen sind, nicht zu entnehmen.
Michael Arden (”The Times They Are A-Changin’”, “Bare”), Hugh Panaro (”Lestat”, “Side Show”, “The Phantom of the Opera”, “Les Misà©rables”, “The Red Shoes”), Peter Lockyer (”Miss Saigon”, “The Phantom of the Opera”) und Sean McDermott (”Grease, Falsettos”, “Miss Saigon”) waren mit Streisand in Zürich, Wien, Paris, Berlin, Manchester, Dublin und London.
Für BroadwayWorld.com haben sie ihre Eindrücke von Europa und der Streisand-Tour in Tagebuch-Form festgehalten. Das und jede Menge an Fotos bietet das “Barbra Streisand European Tour 2007 Scrapbook” der “Broadway Guys”.
Martin Bruny am Dienstag, den
24. Juli 2007 um 09:11 · gespeichert in Broadway
Vergangene Woche wurde in einem ersten Reading ein Musical von Country-Sängerin Dolly Parton präsentiert. “Nine to Five” basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (der in der deutschen Fassung unter dem Titel “Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?” zu sehen war) in dem Jane Fonda, Lily Tomlin und Dolly Parton in den Hauptrollen zu sehen sind.
Der Inhalt: Den ekelhaften, widerlichen, kaffeetrinkenden, unfähigen, sexbesessenen und diktatorischen Chef aus dem Verkehr zu ziehen - welche Sekretärin hat nicht schon einmal davon geträumt. Aber Judy, Doralee und Violet reden nicht nur über eine solche Arbeitserleichterung, sie nehmen diese Angelegenheit auch gleich in Angriff.
“Nine to Five”, der Titelsong aus dem Film, brachte Dolly Parton 1981 eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung ein, und es war ihr erster Nummer-1-Hit in den Pop-Charts. Für ihre darstellerische Leistung wurde sie für einen Golden Globe in der Kategorie “New Star Of The Year” nominiert.
Für die Musicalversion hat Parton neue Lieder rund um die Nummer-1-Hymne “Nine to Five” komponiert, “signature Dolly songs that also work as musical theater songs; the show feels like a real Broadway musical, not one of those movies like ‘The Wedding Singer’ where you just shove the songs into the screenplay”, so ein Insider.
Das Buch stammt von Patricia Resnick, die auch das Drehbuch für den Kinohit geschrieben hat. Als Regisseur wurde Joe Mantello (”Wicked”) verpflichtet
Beim Reading vergangene Woche spielte “West Wing”-Star Allison Janney die Rolle von Lily Tomlin, Megan Hilty jene von Dolly Parton (die selbst nicht in der Show mitmacht), die Rolle von Jane Fonda hat Stephanie J. Block verkörpert. Marc Kudish spielte den Big Boss.
Produzent Bob Greenblatt plant die Broadway-Premiere für die Saison 2008/09. [GAC; New York Post]
Martin Bruny am Montag, den
23. Juli 2007 um 14:53 · gespeichert in Broadway
Manchmal dauert es ein paar Jährchen, bis man sein Ziel erreicht. Manchmal muss man auch Umwege gehen, um dahin zu kommen. Davon können John L. Haber (Autor) und Jack Herrick (Komponist) ein Lied singen. Die beiden wollten ihr Musical “Lone Star Love” 2004 an den Broadway bringen, geklappt hat aber “nur” eine Produktion am Off-Broadway, die am 8. Dezember 2004 ihre Premiere feierte und bis zum 6. Februar 2005 im John Houseman Theatre lief.
“Lone Star Love” ist die Übertragung von Shakespeares “Die lustigen Weiber von Windsor” ins Texas zur Zeit des Sezessionskriegs (1861-1865) und wurde 2005 für 2 Lucille Lortel Awards nominiert (”Outstanding Musical” und “Outstanding Choreographer, Randy Skinner”).
2007 werden die Karten neu gemischt, eine neue Produktion geht an den Start und bevor die am 3. Dezember 2007 (Previews ab 1. November 2007) tatsächlich im Belasco Theatre ihre Broadway-Premiere erleben wird, gibt es in Seattles 5th Avenue Theatre die Chance, vom 8. bis 30. September ein Try-Out mitzuerleben.
Die Stars der Neuproduktion:
- Broadwaystar Robert Cuccioli, bekannt aus Musicals wie “Jekyll & Hyde” (wofür er mit einem Drama Desk Award ausgezeichnet wurde), “On the Twentieth Century” oder “Les Misà©rables”.
- Hollywoodstar Randy Quaid, bekannt aus Filmen wie “Brokeback Mountain”, “Hard Rain”, “Texasville”, “Fool For Love”, “Midnight Express” oder “The Last Picture Show”.
- Broadwaystar Dee Hoty, die für ihre Rollen in “Footloose”, “The Best Little Whorehouse Goes Public” und “The Will Rogers Follies” jeweils für einen Tony Award nominiert wurde.
Was man sich musikalisch von der Show erwarten kann, erklärte John L. Haber im Jahre 2000 folgendermaßen:
“It’s a cowboy Western, with music not normally what you hear on Broadway. Very eclectic, with a vast array of American sounds. [Playbill, 2004]
Eine Cast-CD der Off-Broadway-Produktion von 2004 ist bei PS Classics erschienen. Einige wenige Hörproben gibt es >hier<.
[International Herald Tribune; TheaterMania; Lortel Archives]
Martin Bruny am Montag, den
23. Juli 2007 um 09:50 · gespeichert in Filmmusical
“I Now Pronounce You Chuck and Larry” mag mit einem Einspielergebnis von 34,8 Millionen Dollar vor “Harry Potter and the Order of the Phoenix” (32,2 Millionen Dollar) der Sieger in den amerikanischen Box-Office-Charts des vergangenen Wochenendes sein, “Hairspray” jedoch sorgte für die Überraschung schlechthin.
In 3.900 Kinosälen bzw. insgesamt 3.121 Kinos spielte die Musicalverfilmung mit John Travolta in einer der Hauptrollen 27,8 Millionen Dollar ein. Innerhalb des Filmmusical-Genres ist das der offensivste Start der Geschichte, ganz simpel gemessen an der Anzahl der Leinwände, auf denen der Streifen angelaufen ist. Mit einem Einspielergebnis von 27,8 Millionen Dollar pulverisierte “Hairspray” auch sämtliche Rekorde innerhalb des Genres “Filmmusical”, was das Einspielergebnis am Startwochenende betrifft. [Zum Vergleich: Das “Hairspray”-Original aus dem Jahre 1988 spielte in seiner gesamten Laufzeit 6,7 Millionen Dollar ein, was heute einem Betrag von 11 Millionen Dollar entsprechen würde.]
“Hairspray”, produziert von New Line Cinema, ist aber nicht nur innerhalb des eigenen Genres ein Erfolg. Es ist der erste “New Line”-Film seit “Wedding Crashers” vor zwei Jahren, der am Startwochenende mehr als 20 Millionen Dollar einspielen konnte. [Box Office; Boxofficemojo]
Martin Bruny am Samstag, den
21. Juli 2007 um 20:14 · gespeichert in Musical, TV
Am 17. August, wenn Disney in den USA den zweiten Teil des erfolgreichen TV-Formats “High School Musical” ausstrahlt, wird man zum ersten Mal die richtige Singstimme eines der Hauptdarsteller hören: jene von Zac Efron. Für den ersten Teil sang er zwar seine Songs ein, Disney jedoch engagierte einen besseren Sänger und ließ die betreffenden Passagen einfach synchonisieren. Zac Efron mag “Troy” zwar spielen, Drew Seeley jedoch singt die Songs von “Troy”. Efron:
I had to put my foot down and fight to get my voice on these tracks. In the first movie, after everything was recorded, my voice was not on them. I was not really given an explanation. It just kind of happened that way. Unfortunately, it put me in an awkward position. It’s not something I expected to be addressed. Then High School Musical blew up. I’m very fortunate that Drew has gotten proper credit and also that I’ve gotten the opportunity to come back and try it again with my own voice. [buddytv.com; orlandosentinel]
Martin Bruny am Samstag, den
21. Juli 2007 um 14:20 · gespeichert in Skurriles
Amstetten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, ist kein Problem. Es fahren Züge zur Genüge. Von Amstetten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien zu kommen, und zwar nach einer Vorstellung der aktuellen Produktion “Hair” in der Eishalle von Amstetten, dürfte allerdings seit diesem Jahr etwas schwierig sein beziehungsweise unmöglich. Der letzte Zug, der von Amstetten Richtung Wien startet, fährt um 22:17 ab, während in der Eishalle gerade das Finale von “Hair” abgeht. Bis zum Vorjahr gab es eine Rückfahrmöglichkeit gegen 23:30 Uhr.
Martin Bruny am Samstag, den
21. Juli 2007 um 11:09 · gespeichert in Musical
Manches kann man bei Musicals tricksen, manches geht nicht. Stephen Sondheims “Company” um 20 Minuten zu kürzen, weil eine Darstellerin krankheitsbedingt ausfällt, ist eher etwas, was man nicht machen sollte. Das beweist ein Vorfall bei einer australischen Produktion dieses Musicals.
Kookaburra, eine australische Musiktheater-Produktionsfirma, zeigt derzeit in Sydney Stephen Sondheims “Company”. Mit David Campbell ist ein Darsteller von Rang und Namen an Bord, an seiner Seite agieren Tamsin Carroll, Simon Burke u. a. Am 27. Juni fand die Premiere statt, noch bis zum 4. August steht die Show auf dem Spielplan des Theatre Royal.
Den 18. Juli 2007 wird der Gründer von Kookaburra, Peter Cousens, wohl so schnell nicht vergessen. Christie Welan, die Darstellerin der “April”, meldete sich krank. Was dann geschah, ist die reinste Posse. Die Vorstellung ging über die Bühne, allein, ein paar Zuschauer, die das Musical kannten, beschwerten sich über merkwürdige Kürzungen. Es fehlten wichtige Szenen, es fehlten zwei ganze Songs, die Show war beträchtlich kürzer als gewohnt.
Als Cousens am Donnerstag von Reportern darauf angesprochen wurde, meinte er über eventuelle Kürzungen nichts zu wissen. Das hätte vielleicht gutgehen können, wenn, ja wenn nicht Stephen Sondheim, der zwei Wochen zuvor bei der Premiere persönlich anwesend gewesen war, von der Sache Wind bekommen hätte. Seine Reaktion war knapp und heftig. Der Komponist drohte Cousens mit dem Entzug der Aufführungsrechte und verlangte die Veröffentlichung eines ganzseitigen Zeitungsinserats mit einer Entschuldigung an das Publikum. Alle Zuschauer wurden zu einer extra angesetzten Charity-Aufführung des Musicals am 31. Juli 2007 gratis eingeladen beziehungsweise zu einer Vorstellung ihrer Wahl.
Und Cousens stellte seine Handlungsweise nun etwas anders dar:
I was trying to put a very positive spin on the fact that all was well [and] that nothing had gone on at the theatre that was a problem for the public to be made aware of. This is always my attitude as audiences are not interested in problems.
I instructed the director, musical director, cast and crew to make the cuts to the show, and of course it was my decision to keep the curtain up. I would appreciate you making this clarification.
Kookaburra celebrates the work of Stephen Sondheim and George Furth and apologises for interfering with the integrity of their work.
Die Vorstellung am Donnerstag wurde gecancelt, um Whelans “Zweitbesetzung”, Chloe Dallimore, Zeit zum Proben zu ermöglichen. Alles war klar für die Aufführung am Freitag, da fiel Pippa Grandison mit Migräne aus. Mittlerweile stehen die Chancen gut, dass die heutige Vorstellung gut über die Bühne geht. [smh.com.au]
Martin Bruny am Freitag, den
20. Juli 2007 um 19:41 · gespeichert in Broadway
In einem interessanten Artikel auf New York Business.com wird unter anderem darauf Bezug genommen, wieviele Shows der Saison 2006/07 schon in der Gewinnzone sind.
Producers say that although overall grosses are robust—Broadway took in a record $939 million last season—most of the increases have been achieved by a small number of breakout hits. On average, they say, only 20% of shows recoup their investment, and it takes them nearly two years to do so.
Of the 27 shows that opened in the 2006-07 season, for example, 23 have not yet recovered their investment. Of that total, 11 have closed, with cumulative losses of more than $52 million. [New York Business.com]
Martin Bruny am Donnerstag, den
19. Juli 2007 um 09:25 · gespeichert in Wien, Castingshows
Glaubt man dem Wochenmagazin “tvmedia”, stehen die Chancen nicht schlecht, dass im Herbst im ORF die erste Musical-Castingshow startet. Zu gewinnen wären zwei Hauptrollen in der VBW-Produktion von “The Producers”, die am 30. Juni 2008 im Etablissement Ronacher Premiere feiern wird.
Martin Bruny am Donnerstag, den
19. Juli 2007 um 06:15 · gespeichert in West End
Andrew Lloyd Webbers “Joseph”-Revival kann als Erfolg abgehakt werden. Am 17. Juli ging im Adelphi Theatre die Premiere über die Bühne - und die Kritiken sind großteils fabelhaft. [Telegraph.co.uk-”First Night Report”-Video, BBC-Bericht mit Link zu einem Videoreport]
Even more cause for scepticism surrounds the «Phantom Lord‒s decision to cast his leading man via yet another reality TV show (BBC’s «Any Dream Will Doâ€). But, yet again, this seems to have worked: on the whole, Lee Mead delivers a first rate performance. Though not totally convincing as the younger, naà¯ve and rather pompous Joseph - and his rendition of «Close Every Door To Me†lacks perhaps the pathos and vulnerability that the moment requires - still Mead possesses immense stage presence, moves very well, produces a winning smile right on cue and when he sings he is a true vocal powerhouse. [broadwayworld.com]
Rising star Lee Mead has managed to pull off a dream debut in Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat despite a nightmare technical hitch at the start of the show. Just six scenes into the opening night of the hit musical with Mead - winner of the BBC’s Any Dream Will Do - playing his first ever West End lead role, the performance ground to a halt.
The audience was told there were “technical difficulties” and had to wait for 10 minutes while the problem - thought to be an issue with the rotating floor - was fixed. But the show must go on, and in time it did, with the audience so impressed at the end that they gave the cast of the Andrew Lloyd Webber musical a standing ovation. [The Press Association Newsdesk]
As it happens, it threw up Lee Mead, who turns out to be both talented and enthusiastic. Not much is asked of him as an actor. He needs to be melancholy when he’s thrown into prison, imperious when he greets the brothers who sold him into slavery, kindly when he forgives them, happy when he’s reconciled with that glum old dodderer, his grieving dad.
All this Mead manages well enough; but what distinguishes him is an attractive singing voice and, coming from beneath hair that owes more to Uncle Esau than father Jacob, lots of affable charisma.
He certainly makes a stronger star than Jason Donovan, whose underpowered, blonde-wigged Joseph in 1991 came across as the Goldilocks of Genesis. The director then was the late Steven Pimlott, and is so now, since this Dreamcoat is a restaging of his production. And I must say, I enjoyed it more last night than I did 16 years ago, even though I’d have liked more rough-theatre simplicity, less ostentatious ado. [Times Online]
Lee Mead, fresh-faced and chubby-thighed in his white loin cloth, is a perfectly decent Joseph; but you feel it didn’t need the ludicrous rigmarole of a TV reality show to discover him since he’d already played Pharaoh in the West End. He also misses the faint element of self-satisfaction in Joseph’s character just as Preeya Kalidas’s leggy Narrator lacks the necessary vocal crispness. [Gurdian Unlimited]
As expected from the most professionally qualified of the contestants of BBC’s star search “Any Dream Will Do,” Mead makes a highly respectable Joseph. He has more charm than charisma, but when it comes to the necessary energy, empathy and, above all, strong voice, Meads delivers. And, to the evident delight of screaming fans, he looks good in a loincloth. [Variety]
Ein Video vom Schlussapplaus schließlich hat der Lord selbst auf seiner Website gepostet. Weitere Kritiken-Clippings sind auf der Website der BBC nachzulesen.
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