Martin Bruny am Mittwoch, den
17. November 2004 um 10:04 · gespeichert in Tod, Flicks
Famed composer Michel Colombier has passed away of cancer at age 65. He died peacefully at home in Santa Monica CA. He is survived by his wife Dana, three daughters Emily, Siena and Arabella, and his sister, Marie-Francoise Hoessler. There are also 3 other children from previous marriages in France, Christian, Agathe & David.
Es ist ein trauriges Jahr, in dem drei der bekanntesten Filmkomponisten von uns gegangen sind: Elmer Bernstein starb am 21. August, Jerry Goldsmith am 25. Juli, Michel Colombier am 14. November. Ihre Musik machte sie unsterblich.
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. November 2004 um 10:03 · gespeichert in Musical
Frank Wildhorns neues Jazz Age Musical “Scott & Zelda: The Other Side of Paradise” feiert in New Jerseys Lenape Regional Performing Arts Center im Sommer 2005 Premiere. In Wildhorns neuem Opus dreht sich alles um den Schriftsteller F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda. Die Previews starten am 16. Juli 2005. +++++++++++++++ In der österreichischen Presse und Wiener Gemeindepolitik wird wieder mal die Kunstform “Musical” zu vernichten versucht. Man träumt von einer musicallosen Zukunft, in der alle kulturinteressierten Menschen ausschließlich in die Oper gehen oder ins Burgtheater. Lange Jahre der Aufbauzeit werden mit Zeitungsterror gefährdet und in Grund und Boden kommentiert. Freuen wir uns auf die Zukunft, wo man in Wien nur mehr Oper hören wird. Freilich darf die dann bis zum Exzess subventioniert werden, versteht sich von selbst. +++++++++++++++ Denzel Washington ziehts an den Broadway. Ab nächsten April wird er den Brutus in einer neuen Inszenierung von Shakespeares “Julius Caesar” geben. +++++++++++++++ Komponist Jason Robert Brown und Drehbuchautor Andrew Bergman arbeiten an einem neuen Musical, basierend auf Bergmans Komödie “Honeymoon in Vegas” aus dem Jahre 1992.
Martin Bruny am Sonntag, den
14. November 2004 um 10:02 · gespeichert in Fotos

Am 13. November hat in diesem Jahr der traditionelle Wiener Adventzauber begonnen. Noch glaubt man kaum, dass bald Weihnachten vor der Tür steht, aber die Kulisse steht, das Fest kann beginnen.




Martin Bruny am Sonntag, den
7. November 2004 um 10:01 · gespeichert in Musical, Broadway
Die 14-Uhr-Matinee des 10. November 2004 in Broadways Majestic Theatre wird allen “Phantom der Oper”-Fans mit Sicherheit in Erinnerung bleiben. Mit dieser Aufführung katapultiert sich Andrew Lloyd Webbers Kultshow in eine Erfolgsdimension, in die es bisher nur eine einzige andere Show geschafft hat: Cats. Kein anderes Musical wurde 7000 Mal aufgeführt, und während Cats Geschichte ist, stürmen Musical-Fans auch 17 Jahre nach der Premiere ungebremst Broadways “Phantom der Oper”.
Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht abzusehen, ganz im Gegenteil, wird doch der Start der Filmversion in diesem Winter noch mehr Zuschauer in das Broadway-Livespektakel locken. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen bestätigt die Erfolgsbilanz. In der 44. Woche des Jahres 2004 überstiegen die Box-Office-Einnahmen des aktuellen Jahres jene des Vorjahrs um fast 2 Millionen Dollar (2003: $23,576,095; 2004: $25,225,741), und das bei gleichen Ticketpreisen. Weltweit konnte man bis dato mehr als 3,2 Milliarden Dollar einnehmen. Im Vergleich dazu brachte es der erfolgreichste Film aller Zeiten, “Titanic”, auf 1,9 Milliarden Dollar weltweit. 100 Millionen Theaterbesucher verfolgten das Schicksal des Phantoms bisher, 10 Millionen davon allein am Broadway (mit Einnahmen von 550 Millionen Dollar).
Martin Bruny am Freitag, den
5. November 2004 um 10:00 · gespeichert in Fotos

Martin Bruny am Donnerstag, den
4. November 2004 um 10:00 · gespeichert in Fotos

Martin Bruny am Montag, den
25. Oktober 2004 um 09:56 · gespeichert in Literatur, Netz
Bücher über Blogs, das ist wie eine Videokassette, auf der die Vorzüge des Mediums DVD erklärt werden. Immer wieder ist es ärgerlich, ein Buch über Weblogs in die Hände zu bekommen und dann doch nur festzustellen, dass ein Autorenteam mal wieder das Phänomen “Blogging” auf etwas reduziert, was dem Ganzen nie und nimmer gerecht wird. Jüngstes Beispiel: die 1-Kilo-Schwarte “Blogs!“, herausgegeben von “Don Alphonso” und Kai Pahl. Das Buch bietet auf den ersten Seiten altbekannte Vergleiche zwischen der Journaille und den Webloggern und versucht danach, sich auf den “Inhalt” einiger Weblogs zu konzentrieren, was jedoch nichts anderes bedeutet, als dass versucht wird, Weblogeinträge krampfhaft in den Rang von Literatur zu erheben. Nun mag es durchaus Weblogs von literarischem Niveau geben, aber das Phänomen Weblogging auf diesen Aspekt einzuschränken und damit dann auch noch auf eine Lesetour zu gehen, das ist, mit Verlaub, völlig am Thema vorbeikonzipiert.
Mit Verwunderung muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass es zwar wunderbar gestaltete Blogs gibt, die auch manchmal geradezu atemberaubendes Bildmaterial bieten, wenn es aber dann daran geht, ein Buch über Blogs zu schreiben, bringt man die hässlichsten und abstoßendsten Cover auf den Markt, die man sich nur vorstellen kann.
Martin Bruny am Montag, den
25. Oktober 2004 um 09:55 · gespeichert in Literatur, Sprache
… als Kriterium bei der Wahl zum “schönsten Wort” gilt, dann gilt vielleicht auch bald das schönste Kaffeehäferl, aus dem ein Maler beim Malen eines Bildes getrunken hat, als ausschlaggebender Faktor bei der Bestimmung des Marktwerts eines Kunstwerks.
Wenn “Habseligkeiten” “Geborgenheit” und “Liebe” sowie andere vielleicht wirklich “schöne” Worte auf die Plätze verweist, nur weil sich jemand eine reichlich konstruierte, wenn auch semantisch durchaus plausible Begründung dafür ausdenken kann, dass Habseligkeiten “schöner” als Liebe sind, dann könnte man ja auch annehmen, dass in Zeiten, die zur Befürchtung Anlass geben, dass man dereinst im hohen Alter praktisch ohne dem, was das schönste Wort ausdrückt, dastehen könnte, Geborgenheit und Liebe eben nunmal erst an zweiter und dritter Stelle kommen beziehungsweise von den Juroren gereiht werden. Es wäre kein Wunder gewesen, wenn auch “Angst” in den Top 10 gelandet wäre, eine Begründung dafür würde man sicher irgendwie basteln können.
Martin Bruny am Sonntag, den
24. Oktober 2004 um 09:54 · gespeichert in Event-Tipps

Das Tiroler Landestheater und das Wiener sireneOperntheater stellen in einer Koproduktion die Uraufführung sieben österreichischer Opernminiaturen (”Operellen“) vor. Nach der Uraufführungspremiere am 31. Oktober in den Kammerspielen des Tiroler Landestheater finden im Anschluss 5 Vorstellungen statt; auf die Wiener Premiere am 17. November 2004 im Wiener Jugendstiltheater folgen zwei weitere Vorstellungen.
Die Versuchsanordnung: Ein kleiner Planet, bewohnt von nur 5 Personen - Johanna und Johann, Zwerg, Dieb und Voltaire. Was lässt sich anstellen mit der Population dieser Miniaturwelt. Welche Miniaturkatastrophen und Millimeterkrisen spielen sich ab? Was geschieht?
In Walter Titz’s minimalistisch gereimter Landschaft “HerzLosZeitLos” findet sich Voltaires verlorenes Herz zwischen roten Rosen. Den Kampf um Herzen und Liebe, der sich daraus entspinnt, hat der Wiener Domorganist Peter Planyavsky in ein subtiles Ballett verwandelt.
Die Jüngsten, das Autoren-Duo Hosea Ratschiller und Lukas Tagwerker, denken sich einen Krieg, in dem keiner eine Chance hat, schon gar nicht der, der optimistisch in diese Welt geboren wird. Vom ungarisch-österreichischen Komponist Akos Banlaky ist dieses Szenario ins Absurde, fast Kabaretthafte gesteigert - “Schock - ein Hundeleben”.
Hermes Phettberg bleibt mit “Schutt” in seiner Tradition als pessimistischer Prediger. Er legt Voltaire freimütig biblische Worte in den Mund und lässt unter dem Gleichnis vom anvertrauten Geld seine Figuren rettungslos verschüttet gehen. Gilbert Handler interpretiert das Klagen der phettbergschen Figuren undramatisch, er entwickelt eine ganz eigene meditative musikalische Sprache.
Friederike Mayröcker hingegen lässt Lebende und Verstorbene Frieden finden, sensibel am Text entlang vertont von Wolfram Wagner. Wie eine autobiographische Zwiesprache zwischen ihr und ihrem Lebensgefährten Ernst Jandl führt “Stretta” das Duett aus Monologen liebevoll weiter - Liebende kann der Tod nicht scheiden, und wenn ein zwergenhafter Beagle der Bote sein muss.
Friedlich und witzig löst Kurt Schwertsik mit Kristine Tornquists “Schlaf der Gerechten” den Generationenkonflikt - während die Eltern sich zur ewigen Ruhe betten, gehen die missratenen Kinder ihrer Wege.
Radek Knapp, ein Wiener aus Polen, erleichert kurzerhand Voltaires Schultern. “Die vertauschten Köpfe” - vom Tiroler Komponist Christof Dienz in ein feines Gewebe aus Clustern und zirpenden Mustern eingebettet, stehen im Spannungsfeld von Poesie und sprachlicher Bosheit.
Wolfgang Bauer lässt schliesslich das zu Beginn gestohlene Herz zu seinem rechten Platz zurückfinden: In Ägypten bei Pyramiden und Sphinxen wird alles wieder gut. Der in Wien lebende Berliner Komponist Jury Everhartz verdichtet Bauers Reime zu komplexen polyphonen Strukturen von barockem Witz.
Martin Bruny am Freitag, den
22. Oktober 2004 um 09:54 · gespeichert in Literatur
Für die Statistik-Freaks ein ganz erlesenes Ranking, erstellt von medienhandbuch.de.
Man könnte meinen, dass damit der Literatur eine Stellung zuerkannt wird, die sie eigentlich in unserer Gesellschaft gar nicht hat, aber können Zahlen lügen? (Klar können sie das!)

« zurueck ·
vor »