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Musicals »Outside The Box« – Episode 1

Outside The Box is a new web series created by Bruce Kimmel and debuting on You Tube in November. A musical, the episodes feature a wonderful array of talent including Tony Award-winning Beth Leavel (The Drowsy Chaperone, Baby, It’s You), Brad Oscar (The Producers, The Addams Family), Gregory Harrison (Trapper John, Steel Pier, Follies), Jason Graae (Forever Plaid, Falsettos, The Grand Tour), Nikka Graff Lanzarone (Women On The Verge Of A Nervous Breakdown, Chicago), Barry Pearl (Grease, the movie, Baby, It’s You), Sandy Rosenberg (Mamma Mia) and others to be announced.

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- »Outside the Box« @Facebook

Broadway: Musicals gesucht

Die »New York Times« berichtet über die Befürchtung, der Musicalscherz “Spider Man” könnte bei den nächsten Tony Awards in der Kategorie »Bestes Musical« nominiert werden – und gewinnen. Nicht, weil die Show etwa gut ist, sondern weil es nicht viele andere Shows geben wird, die man als Gegenkandidaten nominieren könnte.

Eine Strategie am Broadway lautet derzeit: Schaufeln wir alles, was taugt, vom Off-Broadway zum Broadway. Beispiele dafür: »Newsies the Musical«, »Once« und »The Toxic Avenger«.

Den neuen bereits angekündigten Shows wie »Bonnie and Clyde«, »Ghost« und »Rebecca« gibt man nicht viele Chancen im Rennen um die Gunst des Publikums, man sucht noch einen Außenseiter, der das Ruder rumreißen könnte und zum Hit mutiert. Einer das Kandidaten dafür: »Nice Work If You Can Get It«, eine Show, für die Joe DiPietro (»I Love You, You’re Perfect, Now Change«) das Buch geschrieben hat, mit Musik von George Gershwin und Texten von Ira Gershwin sowie Matthew Broderick und Kelli O’Hara als Stars der Produktion.

Die Gerüchte um »Rebecca« reißen nach wie vor nicht ab. Konkret geht es um die Finanzierung der Show. 13 Millionen Dollar soll »Rebecca« kosten. Die Shubert Organization dürfte nun als Produzent mit eingestiegen sein, und vielleicht läuft ja nun alles nach Plan – zumindest bis zur Premiere.

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- The New York Times: An Opening for Some Song and Dance

»Dirty Dancing« – Einmal geht’s noch

»Dirty Dancing«, der Film, wird erneut in den Kinos landen. 2013 kommt ein Remake in den USA in die Filmpaläste, bei dem Kenny Ortega Regie führen wird. Auch die Choreographien darf er beisteuern. So wie es derzeit aussieht, wird man beim Sound der sechziger Jahre bleiben und Songs aus der Verfilmung des Jahres 1987 verwenden wie »Do you love me?«, »Hungry Eyes« und »(I’ve had) the Time of my Life« plus einige neue Kompositionen. Noch überwiegt der Gähnfaktor den Spannungsfaktor, aber vielleicht fällt den Castingverantwortlichen ja etwas Aufsehenerregendes ein.

Die Tanzshow »Dirty Dancing«, basierend auf dem Originalfilm von 1987, feierte jüngst eine ihrer Premieren in Oberhausen. Und das einzig oder lieber wirklich Witzige an dieser Show sind die Videos von Matthias Bollwerk, der in seinem Notizblog die Arbeiten am Staging der Produktion dokumentiert, wie –> hier (Folge 1) und –> hier (Folge 2). Das ist unterhaltsam, und Oberhausen ist ja weit weg.

Frank Wildhorn & Friends: »Live from Vienna« [2011] / »Tears of Heaven – The Concept Recording« [2011]

wildhornfriends_cd_cover_hitsquadrecords2011.jpg Am 11. November 2011 erscheint bei HitSquad Records der Mitschnitt des Konzerts »Frank Wildhorn & Friends«, das der Komponist gemeinsam mit Linda Eder, Pia Douwes, Thomas Borchert und dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Koen Schoots im Vorjahr im Wiener Raimund Theater gegeben hat.
EAN: 9120006683340 / Catalogue: 668334 / Packaging: Doppel-CD

Tracklist
CD 1
01 Overture - Measure of a man (»Rudolf«) – Orchester der Vereinigten Bühnen Wien
02 When the World was mine (»The Count Of Monte Cristo«) – Pia Douwes
03 The Man I used to be (»The Count Of Monte Cristo«) – Thomas Borchert
04 Bring on the men (»Jekyll & Hyde«) – Linda Eder & Girls
05 Someone like you (»Jekyll & Hyde«) – Linda Eder
06 The longer I live (»Dracula«) – Thomas Borchert
07 Please don’t make me love you (»Dracula«) – Pia Douwes
08 Something more (»Rudolf«) – Linda Eder & Thomas Borchert
09 Swing Medley (Money To Burn – »Zelda« / The Mad Hatter – »Wonderland« / Big Time) – Borchert, Eder, Douwes

CD 2
10 Viva (»Carmen«) – Pia Douwes & Girls
11 Living in the shadows (»Victor/Victoria«) – Frank Wildhorn & Linda Eder
12 Where do broken hearts go? – Linda Eder & Ensemble
13 Only love (»Rudolf«) – Pia Douwes
14 In his eyes (»Jekyll & Hyde«) – Pia Douwes & Linda Eder
15 Go with the flow (»Wonderland«) – Thomas Borchert & Ensemble
16 Gold (»Camille Claudel«) – Linda Eder
17 This is the moment (»Jekyll & Hyde« Borchert
18 Finding Wonderland (»Wonderland«) – Pia Douwes
19 Vienna – Linda Eder

tears_of_heaven-cover_300à—300.jpgAuf Frank Wildhorns amerikanischem Label GlobalVision Records ist dieser Tage »Tears of Heaven – The Concept Recording« erschienen. Thema des Musicals ist Vietnam, die Texte stammen von Robin Lerner, die Songs von Frank Wildhorn, das Buch hat Phoebe Hwang geschrieben. Zu hören sind: Linda Eder, Rob Evan, Christiane Noll, James Barbour, Michael Lanning, Laura Osnes, Jackie Burns und andere mehr.

Der Inhalt der Show:

The year is 1967 and Vietnam is in the midst of a civil war involving many nations and taking countless lives. When Joon, a young Korean soldier at the end of his tour, falls in love with Linh, a beautiful Vietnamese singer, their lives are forever altered in this bittersweet tale of love, faith, and redemption.”

Tracklist
01 Between Heaven and Earth (Morgan James & Company)
02 Shadows on My Heart (Linda Eder)
03 Pearl of the East (Linda Eder, Christiane Noll & Company)
04 The First Time I Saw Paris (Linder Eder)
05 The Tiger and the Dove (Rob Evan)
06 Who Can You Trust? (Michael Lanning)
07 Morning Comes (Company)
08 I’ve Never Loved Like This (Rob Evan & Linda Eder)
09 Can You Hear Me? (Rob Evan, Linda Eder, James Barbour & Company)
10 I’ve Had To Learn (Rob Evan)
11 The End of the World (Jackie Burns & Company)
12 Tears of Heaven (Linda Eder & Company)
13 Moving On (James Barbour)
14 Raining Fire (Company)
15 Without Her (James Barbour)
16 Sweet Song of Life (Linda Eder)
17 This Is My Confession (Christiane Noll & Rob Evan)
18 Tiger and the Dove Finale (Morgan James & Company)
19 Can You Hear Me? (Deborah Lew) Radio Mix
20 Tears of Heaven (Deborah Lew) Radio Mix

Volksoper Wien: Probenbeginn für »Die spinnen, die Römer!«

© Rita Newman/Volksoper Am 17. Dezember 2011 geht in der Wiener Volksoper die Premiere von Stephen Sondheims Musical »Die spinnen, die Römer!« über die Bühne. Die Proben dafür haben am 2. November 2011 begonnen. Die Regie hat Werner Sobotka übernommen.

Die Besetzung
Herbert Steinböck spielt den lüsternen Senex, Ehekrüppel in den nicht mehr besten Jahren; seine gestrenge Gattin, die bezeichnenderweise auf den Namen Domina hört, wird von Dagmar Hellberg dargestellt. Paul Schweinester gibt deren Spross Hero, wenig heldenhaft, aber umso verliebter in die reizende Philia (Bettina Mönch), die er für eine Kurtisane halten muss; allerdings stellt sie sich als wartende Jungfrau und nicht als Angestellte des »Fleischhändlers« Marcus Lycus (Wolfgang Gratschmaier) heraus, als designierte Braut des ebenso breitschultrigen wie lautstarken Miles Gloriosus (Florian Spiess); notorisch überfordert von den Vorgängen ist der Sklave mit dem sprechenden Namen Hysterium (Boris Pfeifer); dessen Kollege schließlich ist die wahre Zentralfigur der tollen Verwechslungskomödie: Pseudolus (der »Lügenreiche«), der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine Freiheit zu erlangen; der Direktor der Volksoper, Robert Meyer, verkörpert diese Rolle, die Zero Mostel nicht nur kreiert, sondern auch in der Verfilmung gegeben hat. Der deutsche Verleihtitel dieses Streifens aus dem Jahre 1966 lautete »Toll trieben es die alten Römer« (auch die Eindeutschung »Zustände wie im alten Rom« ist bisweilen im Umlauf).

© Rudolf Klaban/Volksoper

Einige von Mostels Nachfolgern als Pseudolus waren Phil Silvers, Nathan Lane, Whoopi Goldberg und, am Wiener Graumanntheater 1992, Michael Niavarani. Der Regisseur dieser turbulenten Kellertheaterproduktion hieß Werner Sobotka; Sondheims »Römern« gilt nun auch Sobotkas Volksoperndebüt. Mit von der Partie ist Choreograph Ramesh Nair. Der Bühnenbildner ist Friedrich Despalmes.

© Rita Newman/Volksoper

Nach der ersten Vorstellungsserie im Dezember 2011 und Januar 2012 ist die Show ab Mai 2012 wieder auf dem Spielplan der Volksoper. In dieser zweiten Serie wird Sigrid Hauser die Hauptrolle übernehmen und Johanna Arrouas mit Bettina Mönch als Philia alternieren. Am Pult des Volksopernorchesters wird David Levi stehen.

»Die spinnen, die Römer!«
Premiere am Samstag, 17. Dezember 2011, 19:00 Uhr. Weitere Vorstellungen im Dezember 2011, Januar, Mai und Juni 2012. Nähere Infos & Tickets –> hier.

Die genaue Besetzung gibt’s –> hier.

Broadway: »Rebecca« im Broadhurst Theatre

Man ist fündig geworden. »Rebecca«, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, wird am 27. März 2012 mit Previews in sein Broadwayabenteuer starten. Als Schauplatz wurde das Broadhurst Theatre gewählt. 1917 eröffnet, verfügt es über 1156 Sitzplätze.

Das Premierendatum: 22. April 2012. Michael Blakemore und Francesca Zambello haben die Regie übernommen, Sierra Bogess wird die “Ich” spielen.

Volkstheater 2012: Andrà© Heller gestaltet Revue über Greta Keller

Die Schauspielerin Andrea Eckert wird im Mittelpunkt einer Revue mit Spielhandlung über die Wiener Diseuse Greta Keller (1903–1077) stehen, die Andrà© Heller 2012 am Wiener Volkstheater gestaltet.

Volkstheaterdirektor Michael Schottenberg über das Projekt:

»Wir wollen, dass der Andrea als Schauspielerin und Sängerin alles abgefordert wird, was sie kann, mit all ihren Emotionen und Talenten. Es wird eine Hommage an zwei Große der Bühne – an Greta Keller und Andrea Eckert, die permanent am Haus vorhanden sein wird. Wir suchen schon nach dem Folgestück. (Quelle: NEWS)«

Pompfüneberer am Catwalk

»Es ist absurd, dass wir geboren werden; es ist absurd, dass wir sterben.« (Jean-Paul Sartre)

Einmal jährlich treffen sich Bestatter aus ganz Europa auf der »Devota«, der Messe für Friedhof, Bestattungsbedarf, Grabmal und religiöse Artikel, um sich mit einem Fachpublikum auszutauschen.

Der Fotograf Robert Rutöd mischte sich diesmal unter die Gäste. Seit mehr als fünf Jahren besucht er für sein Projekt »Fair(y) Tales« das burleske Reich der Fachmessen und Ausstellungsflächen, um poetische Spurensicherung zu betreiben. Auf der diesjährigen »Devota« gab es neben Branchentrends wie buntbemalten Särgen, Designer-Urnen, aus Asche gepresste Erinnerungsdiamanten auch Außergewöhnliches aus der Automobilbranche zu entdecken: einen Leichenwagen des italienischen Sportwagenherstellers Maserati und ein Motorrad mit Sargbeiwagen. Weitere Highlights der Veranstaltung: Live-Abguss einer Totenmaske und die Modenschau der Bestatter.

Links
- rutoed.com
- facebook.com/robert.rutoed

Zwa Voitrottln: »Wann i da Jesus war«

HYBRIS oder Wenn man die Realität ausblendet

Gegessen, Michael Kunze ist ein »Storyarchitekt«, der seine Art, Musicals aufzubauen, zum Prinzip erhoben hat und einige Treffer landen konnte, neben Niederlagen wie »Marie Antoinette« beispielsweise und anderen Teilmisserfolgen.

Derzeit läuft in Deutschland und der Schweiz die Promotionmaschine für »Rebecca«, und dabei kommt Michael Kunze auch sein großes Talent zugute, über das, was er macht, in klaren, einfachen Worten Auskunft geben zu können.

Was Michael Kunze jedoch, und das scheinbar zunehmend, pflegt, ist eine gewisse Kultur der Hybris. Richtig ist, dass der Text eines Liedes – logischerweise – ein wichtiger Bestandteil ist, unrichtig ist, dass man davon ausgehen kann, dass der Texter es immer ist, der durch den Text den Zuhörer »berührt«. Diesen Eindruck könnte man nämlich gewinnen, wenn man sich den folgenden Beitrag über »Rebecca« ansieht. Den Namen des Komponisten des Musicals »Rebecca« wird man hier vermissen.

Kulturplatz vom 26.10.2011

Michael Kunze: »Ich habe nicht viele Talente, aber ich hab ein Talent, ich kann in der Tat, Menschen berühren.«

Wunderbar, dann sollte man doch »Rebecca« und »Elisabeth« als Sprechstücke aufführen, den Menschen würde vielleicht auffallen, wie teilweise unendlich banale Textstellen alleine durch die Musik von Sylvester Levay Substanz erhalten, dass es, nur allzu oft, die Musik ist, die berührt. Freilich, wenn man es zulässt, dass zunehmend Schlagerfuzzis die Musicalszene entern und Musicalproduktionen in Schlagermusiksendungen beworben werden, dann muss man sich nicht wundern, wenn das Dümmlichste des Dümmlichen völlig reicht.

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