Martin Bruny am Sonntag, den
10. Juli 2011 um 22:36 · gespeichert in Musical, Fotos
Am 7. Juli 2011 ging in Kittsee die Premiere von Cole Porters Musical “Kiss me, Kate” über die Bühne. In den Hauptrollen: Andreas Lichtenberger, Ann Mandrella, Johanna Maria Kräuter, Artur Ortens, Georg Kusztrich, Gerhard Ernst und Franz Suhrada.
Bis 24. Juli ist die Show noch zu sehen. Die Fotos von der Show stammen von Andrea Martin (aufgenommen am 9. Juli). Ticketinformationen gibt es auf der Website zur Produktion (–> hier)
Martin Bruny am Sonntag, den
10. Juli 2011 um 20:09 · gespeichert in Musical, Broadway
Das Fass brachte wohl Bono von U2 zum Überlaufen, als er seine Flugshow “Spider Man: Turn Off the Dark” mit der Genrebezeichnung “Pop-Art opera” etikettierte. Seitdem reißen die Diskussionen in amerikanischen Foren nicht ab und auch die New York Times widmet dem Thema unter dem Titel “Opera? Musical? Please Respect the Difference” einen Artikel. Nachzulesen –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
9. Juli 2011 um 22:44 · gespeichert in Theater
“Dynamic Pricing” - das soll das Prinzip der Zukunft im Ticketverkauf werden. Das, was beispielsweise an der Zapfsäule bei Tankstellen per Gesetz in Österreich in einem gewissen Rahmen gehalten wird, nämlich das Anpassen des Preises mehrmals täglich, das soll nun bei Konzert- und Theatertickets - in den USA - Standard werden.
Wie würde das ablaufen? Nun, Tickets für eine Show wie, sagen wir “Woyzeck” im MuseumsQuartier, nach denen derzeit scheinbar nur wenig Nachfrage besteht, würden im Verkauf billig abgegeben werden. Schafft man es, die Nachfrage zu steigern, dann steigen auch die Preise, unter Umständen mehrmals am Tag - bis zu einer gewissen Höchstgrenze.
Konzerte oder Theaterproduktionen, die sich nicht und nicht verkaufen, werden verbilligt abgegeben, Publikumshits werden solange im Preis steigen, bis die Höchstgrenze erreicht ist oder die Nachfrage wieder sinkt.
Warum hat man ein solches Preissystem nicht schon längst eingeführt? Weil natürlich damit klar erkennbar ist, wie verzweifelt ein Produzent gerade ist, welche Shows gut laufen und welche nicht. In den USA ist allerdings die Konzertsaison des Vorjahrs derart schlecht gelaufen, dass man dies nun in Kauf zu nehmen scheint. Ticketmaster setzt auf das neue Modell, aber auch ScoreBig, ein Start-up in Hollywood, entwickelt ein Ticketverkaufssystem, das automatisch die Höhe der Preise an Angebot und Nachfrage anpasst.
In Los Angeles wurde das System mittlerweile im Theaterbereich eingeführt. Für “God of Carnage”, eine Produktion des Ahmanson Theatre mit der Original-Broadway-Besetzung (Jeff Daniels, Marcia Gay Harden, James Gandolfini und Hope Davis) hatte man zu Beginn des Verkaufs bis zu 120 Dollar zu zahlen. Diejenigen, die zuwarteten, mussten bald 200 Dollar für die besten Plätze zahlen. Nicht alle Plätze, die ursprünglich für 120 Dollar ausgepreist waren, wurden auch gekauft. Schlechte Sicht, verminderte Nachfrage - die Folge: diese Plätze gingen an die Theaterbesucher, die knapp vor der Vorstellung ihre Tickets kauften, um 49 Dollar.
Die Manager des Ahmanson Theatre verweisen auf gute Erfahrungen mit dem neuen System. Sie haben mit “God of Carnage” 7,8 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Ohne Dynamc Pricing wären es 1,5 Millionen weniger gewesen.
Errechnet werden die jeweils aktuellen Preise von Computerprogrammen. Die Algorithmen basieren auf den laufenden Verkäufen im Onlinebereich und per Telefon, ein Zeitfaktor, wie viele Tickets in welchem Zeitraum im Vergleich zu anderen Produktionen verkauft werden, wird berücksichtigt.
Martin Bruny am Donnerstag, den
7. Juli 2011 um 20:25 · gespeichert in Literatur, TV, Sprache
Der Bachmannpreis lebt auch, und für manche zu einem Großteil, von den oft spannenden Diskussionen der Juroren über die vorgetragenen Texte. In den letzten Jahren wurde nicht nur der Termin des Bachmannpreises laufend hin und her geschoben, weil mal eine Fußball-WM im Weg war, dann wieder sonstige Veranstaltungen, es wurde auch die Lese- und Sendezeit verkürzt.
2011 nun ist man scheinbar an einem Tiefpunkt der Diskussionskultur angekommen. Nicht nur, dass sich die Moderatorin Clarissa Stadler auch inhaltlich in die Diskussionen einbringt, was völlig entbehrlich ist, sie drängt auch ständig darauf, die Beiträge zu kürzen, die Diskussionen knapp zu halten. Sie verleiht der gesamten Veranstaltung etwas Gehetztes, was ganz und gar nicht zum Bachmannpreis passt. Morgen: Tag 2 des Lesens –> hier.
Listen zu erstellen, ist eine feine Sache. Man kann das nach gut überlegten Kriterien machen oder gänzlich sinnfrei, als Anregung oder im Sinne eines Rankings. Und man kann es auch so machen wie das deutsche Magazin “Focus”, nämlich völlig sinnfrei. Sinnfrei warum? Sinnfrei aufgrund der Kriterien, die dazu dienen sollten, die “wichtigsten Autoren des deutschen Sprachraums” zu erheben. Es sind dies:
- Buch-Verkaufszahlen (25 Prozent)
- Berichterstattung der Publikumspresse (25 Prozent)
- Präsenz im Fernsehen (20 Prozent)
- Berücksichtigung bei Literaturauszeichnungen (15 Prozent)
- Platzierung in Fachmedien (5 Prozent)
- Platzierung auf Empfehlungslisten (5 Prozent)
- Platzierung im Google-News-Index (5 Prozent)
Ausgewertet wurde der Zeitraum 2005 bis 2010.
Ist es wichtig für die literarische Bedeutung eines Autors, im Fernsehen präsent zu sein? In welche Sendungen wird man Lyriker einladen, wenn sie nicht etwa über Sex mit Ziegen schreiben? Ist es wichtiger, im Fernsehen präsent zu sein als bei literarischen “Wettbewerben” ausgezeichnet zu werden?
Der Focus wundert sich über die Ergebnisse, die man aufgrund dieser Kriterien erhalten hat, und schreibt: “Renommierte Großautoren wie Siegfried Lenz, Christa Wolf oder Botho Strauß kommen nur auf hintere Listenplätze – auch weil die Medien über sie inzwischen weniger berichten als zum Beispiel über die Gewinner des Deutschen Buchpreises, Arno Geiger, Uwe Tellkamp oder Julia Franck.” Ist das ausschlaggebend für die generelle Bedeutung eines Autors?
Sascha Lobo, auf Platz 37 gereiht, wundert sich über die völlige Bedeutungslosigkeit dieses Focus-Rankings in der öffentlichen Wahrnehmung. Er schreibt: “Der Print-Focus ermittelte im Juni die 50 wichtigsten deutschsprachigen Autoren, ich bin auf 37. Irre, aber auch -levant. Das mediale Echo war 0. Es wurde nirgends erwähnt, keiner meiner 2149 Alerts ging los. Vielleicht sollte der Focus an seiner Resonanz feilen.”
Nein, man sollte lieber an der Auswahl der Kriterien feilen!
01 GÜNTER GRASS
02 MARTIN WALSER
03 HERTA MÜLLER
04 CORNELIA FUNK
05 PETER HANDKE
06 ELFRIEDE JELINEK
07 DANIEL KEHLMANN
08 MARTIN MOSEBACH
09 HANS MAGNUS ENZENSBERGER
10 INGO SCHULZE
11 ILIJA TROJANOW
12 RAOUL SCHROTT
13 PETER SCHNEIDER
14 WILHELM GENAZINO
15 ARNO GEIGER
16 GEORG KLEIN
17 FRANK SCHÄTZING
18 HANNS-JOSEF ORTHEIL
19 JULI ZEH
20 UWE TELLKAMP
21 FERDINAND VON SCHIRACH
22 MICHAEL KRÜGER
23 JULIA FRANCK
24 UWE TIMM
25 MORITZ RINKE
26 KAREN DUVE
27 WOLF HAAS
28 PETER STAMM
29 KATJA LANGE-MÜLLER
30 DURS GRÜNBEIN
31 WLADIMIR KAMINER
32 BRIGITTE KRONAUER
33 FERIDUN ZAIMOGLU
34 ELKE HEIDENREICH
35 KATHRIN SCHMIDT
36 JULIA SCHOCH
37 SASCHA LOBO
38 BERNHARD SCHLINK
39 SIBYLLE LEWITSCHAROFF
40 WALTER KAPPACHER
41 MAXIM BILLER
42 ALEXANDER KLUGE
43 CHRISTOPH HEIN
44 SIEGFRIED LENZ
45 CHRISTA WOLF
46 FRIEDRICH CHRISTIAN DELIUS
47 HANS CHRISTOPH BUCH
48 JANA HENSEL
49 BOTHO STRAUß
50 THEA DORN
Martin Bruny am Montag, den
4. Juli 2011 um 02:00 · gespeichert in Musical, Wien
Fünf Mal ging die Konzertserie “Musical Unplugged” in den letzten Jahren in wechselnder Besetzung bereits über die Bühne. “Musical Unplugged 6″ findet am 27. September 2011 (Beginn: 19:30 Uhr) in der Neuen Burg Perchtoldsdorf statt.
Diesmal auf der Bühne: Stefan Bischoff, Luc Devens, Andreas Guganeder, Christof Messner, Peter Neustifter, Martin Pasching, Florian C. Reithner, Florian Schützenhofer und Jakob Semotan.
Das Programm der “Musical Unplugged”-Shows bietet unter anderem Hits von hierzulande als Klassiker geltenden Musicals wie zum Beispiel “Elisabeth”, “Mozart!” oder “Tanz der Vampire” bis hin zu Werken von Frank Wildhorn, Stephen Schwartz oder Jeanine Tesori. Mit dabei auch (Austro-)Pop-Klassiker und Abstecher in Klassik und Schlager, serviert mitunter mit einer gehörigen Portion Ironie.
Die Tickets zu “Musical Unplugged 6″ sind seit 1. Juli 2011 im Verkauf.
Martin Bruny am Freitag, den
1. Juli 2011 um 00:17 · gespeichert in Musical, Wien
… und man ihn ständig gefragt hätte, ob er denn nicht vorhabe, wieder zum ORF zu wechseln, hätte er wohl eine “notarielle Beglaubigung” angeboten, in der er festgehalten hätte, nie in seinem ganzen Leben mehr zum ORF zu wechseln. Wenn er das denn auch tatsächlich nicht vorgehabt hätte.
Der verstorbene Bürgermeister wählte in einem vergleichbaren Fall diese Vorgangsweise: Zilk ließ sich 1988 »notariell beglaubigen«, dass er kein weiteres politisches Amt anstrebe. Zilk wollte Spekulationen über eine Kandidatur als Bundespräsident oder SPÖ-Chef vorbeugen. Hätte Zilk aber Lust bekommen zu kandidieren, hätte ihm das niemand verwehren können.
Anders ist das im Fall Kathrin Zechner. Hier berichtet der KURIER:
Apropos: Das Wort ORF nimmt Zechner nicht in den Mund. Auch nicht auf mehrmaliges Fragen nach ihren Zukunftsplänen: “Ich will ,Little Big Voice’ auf die Bühne bringen - mit tollen Leuten, die man noch nicht kennt. Außerdem laufen ab September ,Woyzeck & Tiger Lillies’ und ,Sister Act’. Ich habe ein spannendes und anstrengendes, aber erfülltes VBW-Leben.”
Bis 9. August 2011 dürfte sich die Sache wohl vorläufig geklärt haben. Dann sind die ORF-Wahlen entschieden.