Martin Bruny am Montag, den
23. Januar 2012 um 14:33 · gespeichert in Musical, Wien
Die Volksoper Wien hat derzeit einen Lauf, was Musicals betrifft, Musicals, die sich dem, was man überhaupt allgemein unter dem Begriff »Musical« subsumieren könnte, nicht von unten, vom Seichten nähern, sondern Musicals, die, wie etwa »Candide«, filigrane Schnittmengen von zum Beispiel Oper und Operette bilden. Wenn man Musicals spielt an der Volksoper, wird, zumindest derzeit, nicht darum gefeilscht, ob man sich eine Harfe etwa gerade noch leisten kann oder nicht doch lieber den Pausenraum mit bunten Lampions neu dekoriert, den Billeteuren lustige Kostüme schneidern lässt und die Hauptdarsteller in Societysendungen einkauft, man spielt, zumindest hat man als Zuschauer den Eindruck, in einer dem Stück bestmöglichen Variante. Musical – Musik, liegt eigentlich ja auf der Hand (sollte man meinen).
Nach der großartigen Produktion von Sondheims »Die spinnen, die Römer!” feierte gestern Bernsteins »Candide«-Premiere. Es war eine viel bejubelte Vorstellung, es war ein bedeutender Abend in vielerlei Hinsicht. Will man Musicals in Wien sehen, muss man derzeit in die Volksoper.
Wer verstehen will, warum es eine solche Unerträglichkeit ist, was die Vereinigten Bühnen Wien als ehemaliger Musicaldominator derzeit (auf eine bessere Zukunft darf man hoffen) an »Musicals« auf die Bühne knallen, muss in die Volksoper kommen. DAS ist Musik, auch so kann »Musical« klingen.
Man sollte sich das nicht entgehen lassen. Drei Vorstellungen sind noch angesetzt: am 24., 26 und 29. Januar 2012. Zum Ticketverkauf gehts –> hier.
Mehr über »Candide« dann in »musicals« in der April/Mai-Ausgabe 2012.
Candide
A Comic Operetta in two acts (1956)
Konzertfassung von 1993
Musik: Leonard Bernstein
Gesangstexte: Richard Wilbur
Zusätzliche Gesangstexte: Stephen Sondheim, John La Touche, Dorothy Parker, Lillian Hellman und Leonard Bernstein
Deutsche Erzähltexte: Loriot
Konzertante Aufführung in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Erzähler: Robert Meyer
Candide: Stephen Chaundy
Cunegonde: Jennifer O´Loughlin
Old Lady: Kim Criswell
Pangloss/Martin: Morten Frank Larsen
Governor: Otoniel Gonzaga
Vanderdendur/RagotzkyJeffrey Treganza
Paquette: Beate Ritter
Maximilian/Captain: Steven Scheschareg
Junkman/Tsar Ivan: Karl Huml
Alchemist/Sultan Achmet: Andrew Johnson
Cosmetic Merchant/1. Inquisitor: Frederick Greene
Doctor/Stanislaus/2. Inquisitor: Thomas Plüddemann
3. Inquisitor/Bearkeeper: Heinz Fitzka
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
Chor und Orchester der Volksoper Wien
Martin Bruny am Mittwoch, den
18. Januar 2012 um 11:07 · gespeichert in Musical, Wien
Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. 33 Interessenten haben ihre Konzepte für eine dringend notwendige Sanierung der VBW, was die programmatische Ausrichtung betrifft, eingereicht. Was ist die Reaktion des Generaldirektors Thomas Drozda? Er meint:
“Wir haben im Grunde genommen keinen Zeitdruck.”
Wieso eigentlich?
- Weil sich ohnedies nichts ändern wird?
- Weil ohnedies wie bisher die Inhalte nicht vom Musicalintendanten bestimmt werden, mit dem Thomas Drozda, siehe Abschlusspressekonferenz zur Ära Zechner, bei den wöchentlichen Meetings zu 90 Prozent NICHT über Musicals gesprochen hat.
- Weil nur ein Büroleiterposten vergeben wird?
Fragen über Fragen …
———–
Die Online-Plattform “thatsMusical.de” (Dominik Lapp) zitiert ebenfalls den Standard, meint aber, dass “laut Informationen des Standard” 28 Männer und 5 Frauen ihre Bewerbungen eingereicht hätten. Der Standard hat jedoch hat lediglich eine APA-Meldung übernommen, textgleich. Ein manchmal nicht unwesentliches Detail bei so mancher Meldung.
Martin Bruny am Sonntag, den
15. Januar 2012 um 02:21 · gespeichert in Musical, Wien
Heute, am 15. Januar 2012, endet die Ausschreibungsfrist für den Posten eines »Intendanten/in für den Bereich Musical« bei den Vereinigten Bühnen Wien.
Wer sich noch bewerben möchte (Achtung, nicht mit dem Büroleiter-Posten verwechseln, andere Baustelle!), kann den genauen Ausschreibungstext –> hier lesen. Und dann gilt es, schnell zu reagieren, die Uhr tickt!
Martin Bruny am Montag, den
26. Dezember 2011 um 18:48 · gespeichert in Musical, Wien
Marcel Prawy:
Der Gedanke der Musicals an der Volksoper, die ich durchgeführt habe, immer unter dem Schutz von Marboe, war kurz gesagt der folgende:
1) Nur musikalische Meisterwerke haben Existenzberechtigung an der Volksoper, an einem Theater, das auch Verdi und Johann Strauss spielt. Die Partitur ist das wichtigste.
2) Es muss von richtigen Stimmen richtig gesungen werden.
Höhepunkt als Werk war Bernstein. Wir haben zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent Leonard Bernstein produziert. Es gab keine Theatervorstellung eines Werkes von Leonard Bernstein vor unserer Tätigkeit an der Volksoper, die wir zum interessantesten, modernsten und schönst singenden Theater in Europa in dieser Sparte machen wollten.
Die ORF-Doku »100 Jahre Marcel Prawy”, gestaltet von Heidelinde Rudy und Christoph Wagner-Trenkwitz, ist derzeit online verfügbar –> hier.
Martin Bruny am Mittwoch, den
21. Dezember 2011 um 19:47 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger, Kult
Das Wiener Singer/Songwriter-Duo »Zwa Voitrottln” (Johannes Glück & Dieter Hörmann) liefert knapp vor Weihnachten noch einen satirischen iTunes-Download ab, quasi als preisgünstiges Last-Minute-XMas-Gift für unser aller von der KRISE gebeuteltes Brieftascherl – und im Speziellen für all jene ins Musicalgenre Vernarrten, die in diesem Jahr Geld gespart haben, weil sie nicht auf das verlockende Angebot der Vereinigten Bühnen Wien eingegangen sind, statt einer Weihnachtsshow das Prequel zu »Ich war nichts, nicht mal in New York«, die lustige 50er- & 60er-Jahre-Show mit den Hits, die in den 70ern schon oarsch waren, zu buchen.
Die »VBW-Single« ist ab sofort erhältlich und kommt mit folgender Erklärung:
Um Gottes Willen! Zwa Voitrottln befinden sich plötzlich in einem Musical der Vereinigten Bühnen Wien. Das Stück ist typischer Weise teuer und schlecht aber hoch subventioniert. Albtraum oder Realität? Beides! Die VBW produzieren seit Jahren eigenartige kommerzielle Musicals, werden dafür jährlich mit vielen Millionen Steuereuros subventioniert - und machen trotzdem noch Verlust. Oida?! Wo geht die ganze Kohle hin?? Das fragen sich nicht nur Zwa Voitrottln, sondern u.a. der Rechnungshof, das Kontrollamt der Stadt Wien, die Opposition im Wiener Gemeinderat, aufmerksame Journalisten und immer mehr Theaterinteressierte, die ein wenig hinter die Kulissen blicken.
Zu diesem erschütternden Song haben Zwa Voitrottln eine wichtige persönliche Mitteilung an ihr geschätztes Publikum:
“Wir möchten uns ausdrücklich und schon im Vorhinein entschuldigen, dass wir dieses unappetitliche Thema aufgreifen mussten. Falls Sie - wie zu erwarten - während des Lieds schwere Übelkeit überkommt, vergessen Sie bitte eines nicht: Diese Nummer dauert nur vier Minuten. ‘Rebecca’ dauert zwei Stunden. Außerdem bekommen Sie bei den VBW für 90 Euro einen Schas. Bei uns bekommen Sie für 90 Cent Zwa Voitrottln. Dankeschön.”
Martin Bruny am Montag, den
12. Dezember 2011 um 16:19 · gespeichert in Musical, Wien
»Kill & Win« ist der Titel eines Musicals, dessen Entwicklung die Vereinigten Bühnen Wien im Jahr 2002 ankündigten. Die Idee dazu wurde von Christof Straub entwickelt, der sich seit Juli 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau Roumina diesem Projekt widmete, das einen Lebenstraum für ihn darstellt. Roumina ist Co-Autorin und Produktionsassistentin.
Die Geschichte soll sich um ein internationales Computerspiel drehen, bei dem es für die Teilnehmer um Leben und Tod geht und dem immer mehr Menschen verfallen.
Der Held heißt John Stalker. Er lebt im Jahre 2084 in einem Land namens Uceania. Dort breitet sich das Internetspiel »Kill & Win« aus, in dem es um Reichtum, Ruhm, Leben und Tod geht und das auch John Stalker ins Verderben zu reißen droht. Wie es sich für eine gute Geschichte gehört, darf natürlich auch eine Liebesbeziehung nicht fehlen.
Zunächst sollte das Musical in englischer Sprache aufgeführt werden, jedoch entschied man sich 2002 dazu, es in deutscher Sprache zu schreiben. Im selben Jahr lagen erste Demos und ein Buch vor. Man ging damals davon aus, dass die Arbeiten an diesem Musical bis zur Saison 2005/06 abgeschlossen sein könnten und es am Raimund Theater seine Uraufführung haben könnte.
Nachdem sich Christof seit 2004 verstärkt um das Comeback Papermoons bemühte, war dieser Termin nicht mehr zu halten. So war es auch keine Überraschung, als Christof im April 2004 mitteilte, das Musical liege derzeit »auf Eis«. Zudem scheinen die Vereinigten Bühnen Wiens derzeit auch kein Interesse an dem Wagnis zu haben, eine eigene Musicalproduktion auf die Füße zu stellen.
Bei einigen Liedern des Albums »Come Closer« – so z. B. bei »Over You und Mon Ange« – gewinnt man den Eindruck, dass hier Erfahrungen hineinspielen, die Christof im Rahmen des Musicalprojekts sammelte. So wird bei diesen Liedern sehr viel Wert auf die instrumentale Begleitung gelegt und ein schöner Klangteppich aufgebaut, dessen Fülle zu beeindrucken weiß.
Martin Bruny am Freitag, den
9. Dezember 2011 um 03:23 · gespeichert in Musical, Wien
Am 29. Dezember wäre Marcel Prawy 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass werden in Wien Ausstellungen, Matineen, Konzerte und Hörfunksendungen zu seinem Gedenken gestaltet. Die Wienbibliothek zeigt beispielsweise seit 1. Dezember im Rathaus einen kleinen Teil seines Nachlasses (nähere Infos –> hier).
Der Sänger Jan Kiepura rettete Marcel Prawy das Leben, indem er ihn als Sekretär aus dem Nazideutschland mit nach Amerika nahm, wo er Leonard Bernstein kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1946 kam Prawy als amerikanischer Kulturoffizier nach Wien zurück, ging später als Dramaturg an die Wiener Volksoper und brachte das Musical nach Wien.
Prawys Output, was sein Wirken im Musicalgenre betrifft, würde Thomas Drozda vielleicht nicht beeindrucken. Anlässlich des »Bilanz«-Pressekonferenz meinte der Geschäftsführer der VBW, angesichts der rund »20 Produktionen«, die es in der Ära Zechner gab, in Bezug auf die Ära Peter Weck beispielsweise:
Prawys Output als Chefdramaturg der Volksoper Wien von 1955 bis 1972 mag vielleicht keine 20 Musicalproduktionen (neben seiner Arbeit im Bereich der Oper und Operette) umfasst haben, doch waren es nicht die versammelten Werke der Tiger Lillies, die er propagierte, und auch kein Pastiche-Furioso Marke Christian Kolonovits in 200 ähnlichen Aufgüssen, es waren auch keine Schlagerergüsse made in Hamburg, sondern Klassiker wie »Kiss me, Kate« (1956), »Wonderful Town« (1956), »Annie, Get Your Gun« (1957), »Porgy and Bess« (1965), »West Side Story« (1968), »Show Boat« (1971) oder »Karussell« (1972), die er in Wien auf die Bühne brachte, er legte Grundlagen, und um noch einmal auf oben erwähntes Zitat zurückzukommen, auch Peter Weck legte in seiner Zeit Grundlagen. Man könnte in diesem Zusammenhang auch mal Kreisky zitieren, doch wozu der Aufwand.
Die Volksoper Wien widmet Marcel Prawy am 29. Dezember 2011 die Veranstaltung “Salut für Marcel Prawy”. Johanna Arrouas, Stefan Cerny, Sigrid Hauser, Boris Pfeifer, Alexander Pinderak, Marco Di Sapia und Adrineh Simonian werden Ausschnitte unter anderem aus »Kiss me, Kate«, »West Side Story« und »Porgy and Bess« singen. Als Gast wird Julia Migenes erwartet, durch den Abend führt Christoph Wagner-Trenkwitz, der auch das Event gestaltet.
Salut für Marcel Prawy
29. Dezember 2011, 3. Januar 2012
Beginn: 19.00 Uhr
Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1
Nähere Infos –> hier.
Martin Bruny am Dienstag, den
6. Dezember 2011 um 12:58 · gespeichert in Musical, Wien
Am 6. Dezember 2011 fand sie statt, die »Bilanz« Kathrin Zechners über ihre Zeit als Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien. »Bilanz« – es war wohl eher eine Art Abrechnung, denn vor allem ging es auch um Zahlen. In der gut aufbereiteten Pressemappe sind alle Produktionen der Ära Zechner aufgelistet. 30 an der Zahl, inklusive der Exportproduktionen. Beeindruckende Zahlen durchaus, 350.000 Besucher bei »Rudolf« weltweit, über 800.000 für »Rebecca«, 1,6 Millionen bei »Mozart!«, über 6 Millionen bei »Tanz der Vampire« und 8,5 Millionen bei »Elisabeth«.
30 Produktionen – eine beachtliche Zahl, mit einem Fehler, nur bei genau genommen 8 handelt es sich um »Musicalneuproduktionen« (»Ich war noch niemals in New York« war nie ein Musical, ist keines und wird nie eines sein, abgesehen davon ist es ein reines Shoppingprodukt), zu diesen Musicalproduktionen stammen die Ideen großteils (»Romeo & Julia«, »Rebecca«, »The Producers«, »Rudolf«, »Tanz der Vampire Jubiläumsfassung«) nicht aus der Ära Zechner, 2 davon wurden einfach in Deutschland geshoppt (»Sister Act«, »We Will Rock You«), bleibt eines, nämlich »Frühlings Erwachen« (geshoppt in den USA), das man marketingmäßig nicht auf die Reihe bringen konnte. Ein großartiges Musical, das großartig gefloppt wurde. Keine Eigenentwicklung (maximal, bedingt, »Rebecca« und »Rudolf«). Der Rest? 8 »Musiktheaterproduktionen«, verbunden mit den Namen Tiger Lillies, John Malkovich und wie sie alle heißen mögen, Ausflüge mehr ins Sprechtheater als ins Musiktheater. Produktionen, die dem persönlichen Interesse der Intendantin entsprungen sind, die mit Musical nur bedingt zu tun haben. Und während in der Auflistung dieser Produktionen das Label »Musiktheater« verwendet wird, also eine durchaus korrekte Bezeichnung, liest man im Einleitungstext der Pressemappe:
»Projekte abseits des Mainstream, wie THE LITTLE MATCHGIRL, DIE WEBERISCHEN, DIE HABSBURGISCHEN, FORBIDDEN RONACHER, JOSEPHINE, THE INFERNAL COMEDY, THE GIACOMO VARIATIONS oder auch WOYZECK & THE TIGER LILLIES, zeigten auch andere Seiten des Genre Musicals auf und bewiesen so einmal mehr Zechners Mut zur Vielfalt.«
Manchmal, und gar nicht so selten, habe ich das Gefühl, dass in der Ära Zechner als Überbegriff, in der Hierarchie noch über dem Label »Musiktheater«, der Begriff »Musical« steht, so dass man alles, und wirklich alles, als Musical dann auch bezeichnen darf. Wie absurd.
Verloren hat mich Thomas Drozda, der im Rahmen der Pressekonferenz eine Art »Laudatio« auf Kathrin Zechner hielt, als interessierten Zuhörer genau nach 1 Minute und 40 Sekunden mit dem Satz:
»Hätte sozusagen, man im Jahr 1992, Bilanz über 10 Jahre Peter Weck gezogen, hätte man 6 Produktionen erwähnen können.«
Natürlich durfte man von einer Pressekonferenz, die sich mit den Leistungen der Intendanz Zechner beschäftigt, nicht wirklich kritische Worte erwarten, aber ich hätte doch gerne die eine oder andere Schnurre aus dem Berufsleben der Intendantin gehört. Wie war denn der Tag im Jahre 2007, an dem der Anruf aus der Stadthalle kam: »Frau Zechner, wir haben eine Anfrage von BB-Promotion, die möchten sich ein halbes Jahr in die Halle F einmieten.« Panik? Da war von dem Mut und der Begeisterung für die Vielfalt des Musicals nicht viel zu spüren. Denn da gab es wohl nur den Gedanken: Jeden Abend 2000 potentielle Zuschauer weniger für die Theater der VBW. Gab es eine Überlegung, mutig ein Stück dem Queen-Donnerwetter in den eigenen Häusern entgegenzuprogrammieren? Wohl nicht. Vielmehr dürfte der nächste Anruf wohl schon BB-Promotion gegolten haben, und die Folgen? Enteignung würde es wohl treffen Mit Sack und Pack war das Raimund Theater zu räumen. Und das war erst der Anfang. Als man 2008 im »Jahr der Krise« ein wunderbares, nein, das wunderbarste Argument gefunden hatte, sämtliche Kreativarbeit zu beenden und nur mehr daran zu denken, wie man auf gute Auslastungen kommt, wurden mit »Ich war noch niemals in New York« und »Sister Act« deutsche Produktionen geshoppt und musikalisch aufgepeppt.
Aber: 2,7 Millionen Besucher in 2705 Vorstellungen, im Jahre 2010 96,3 Prozent Auslastung und 560.819 Zuschauer. Die Zahlen, sie sprechen oft eine andere Sprache.
Mag sein, eine eher negative Einschätzung der Ära Zechner, aber zum Glück gibt es die Sichtweise der VBW nachzulesen –> hier. Und nachhaltig in positiver Erinnerung bleiben die Konzertreihen der Ära Zechner, bis auf die geradezu absurde Programmierung von »Musik liegt in der Luft« mitten in die Weihnachtszeit … aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Die Ära Zechner
MUSICALS:
1. ROMEO & JULIA
2. REBECCA
3. WE WILL ROCK YOU
4. THE PRODUCERS
5. RUDOLF – Affaire Mayerling
6. FRÜHLINGS ERWACHEN – das Rockmusical
7. TANZ DER VAMPIRE JUBILÄUMSFASSUNG
8. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
9. SISTER ACT
MUSIKTHEATER:
10. THE LITTLE MATCHGIRL
11. DIE WEBERISCHEN
12. DIE HABSBURGISCHEN
13. FORBIDDEN RONACHER
14. JOSEPHINE
15. THE INFERNAL COMEDY – JOHN MALKOVICH IST JACK UNTERWEGER
16. THE GIACOMO VARIATIONS – JOHN MALKOVICH IST CASANOVA
17. WOYZECK & THE TIGER LILLIES
KONZERTREIHEN:
18. MOZART! – in Concert
19. TANZ DER VAMPIRE – Musical in Concert
20. JESUS CHRIST SUPERSTAR
21. DONAUINSELFEST
22. A TRIBUTE TO BERNSTEIN
23. MUSICAL FOREVER I und II
24. MUSICAL CHRISTMAS
25. MUSIK LIEGT IN DER LUFT
INTERNATIONALES:
26. ELISABETH
27. TANZ DER VAMPIRE
28. REBECCA
29. MOZART!
30. RUDOLF
Martin Bruny am Freitag, den
2. Dezember 2011 um 12:51 · gespeichert in Musical, Wien
Natürlich, es gilt die Unschuldsvermutung, und wer weiß schon, ob er sich beworben hat … und überhaupt. Aber wie auch immer, wir lesen heute im »Standard«:
Mehr Logik erhält die Begründung hingegen angesichts eines Branchengerüchts, wonach der ORF-Moderator Haider als Nachfolger Zechners als Musicalchef bei den Vereinigten Bühnen kursiert. [Standard]
Martin Bruny am Montag, den
28. November 2011 um 04:29 · gespeichert in Musical, Wien
Am 12. Dezember 2011 spielt Andreas Bieber seine Weihnachtsshow “Alle Jahre … Bieber” im Wiener Theater Akzent. Als Gäste mit dabei: Drew Sarich, Ann Mandrella und Carin Filipcic.
Zu hören sind Hits aus jenen Shows, in denen Andreas Bieber im Laufe seiner Karriere aufgetreten ist, Ausschnitte aus seinen Soloprogrammen “You walk with me” und “No Frontiers” – und Weihnachtslieder.
Überraschenderweise gibt es noch Tickets, wer also noch dabei sein will, kann –> hier bestellen.