Martin Bruny am Freitag, den
15. April 2011 um 23:26 · gespeichert in Musical, Wien
2012 feiert das Levay/Kunze-Musical “Elisabeth” sein 20-jähriges Jubiläum. Spekulationen über eine neue Wiener Produktion gibt es schon länger, oder wird es doch eine Tourproduktion sein, die durch die Wiener Stadthalle pfeift?
Michael Kunze hat diesbezüglich gestern auf seiner Website gepostet:
“Wenn Elisabeth 2012 nach Wien kommt, dann in einer neuen Großproduktion. Mein Wunschtheater dafür wäre das Raimundtheater.” [storyarchitekt.com]
Martin Bruny am Montag, den
11. April 2011 um 09:50 · gespeichert in Musical, Wien
Marjan Shaki & Lukas Perman präsentieren mit Unterstützung der Vereinigten Bühnen Wien am 11. Mai im Ronacher die Highlights der größten Musicalerfolge der VBW in Originalbesetzung zu Gunsten der von Sean Penn gegründeten Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization. Deshalb bereisen Sie zurzeit das Land und berichten aus Haiti, wie die Hilfsorganisation die Erdbebenopfer tatkräftig unterstützt.
Das Reisetagebuch der beiden Musicaldarsteller gibt es auf musicalclub.at und auf Facebook.
Infos zum Benefiz-Konzert für Haiti finden sich –> hier.
Martin Bruny am Freitag, den
8. April 2011 um 11:57 · gespeichert in Musical, Wien
Die Volksoper Wien zeigt es vor. Obwohl Musical nur eine von vier Sparten ist, die man auch in der Saison 2011/12 bespielt, bringt Direktor Robert Meyer gleich zwei Klassiker neu auf die Bühne: Leonard Bernsteins “Candide” und Stephen Sondheims “A Funny Thing Happened on the Way to the Forum”. Als Wiederaufnahme ist “The Sound of Music” ab 30. April 2012 wieder zu sehen. Im Repertoire: “Hello, Dolly!” (wieder ab 17. September 2011) und “My Fair Lady” (wieder ab 5. Januar 2012)
Die spinnen, die Römer!
Die erste Broadway-Show, zu der Stephen Sondheim 1962 Musik und Text schrieb, wurde ein Sensationserfolg: »A Funny Thing Happened on the Way to the Forumâ€. Die Hauptrolle verkörperte damals (wie auch in der Hollywood-Verfilmung 1966) Zero Mostel. Nun wird Sondheims meist gespieltes Werk unter dem Titel »Die spinnen, die Römer!” zum ersten Mal an der Volksoper produziert, mit Robert Meyer in der Rolle des Sklaven Pseudolus, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine Freiheit zu erlangen. Seine Rolle übernimmt im Mai und Juni Sigrid Hauser. Sie tritt damit in die Fußstapfen von Whoopi Goldberg, die in einer späteren Broadway-Produktion den Pseudolus verkörperte.
In der Regie des Volksopern-Debütanten Werner Sobotka und der Choreographie von Ramesh Nair sind u. a. Dagmar Hellberg, Bettina Mönch, Boris Pfeifer und Herbert Steinböck als »alte Römer« zu erleben. Am Pult steht David Levi, der an der Volksoper bereits mit »The Sound of Musicâ€, »My Fair Lady†und »South Pacific†Erfolge feierte. Premiere am Samstag, 15. Dezember 2011.
Candide
Nach dem Sensationserfolg von »South Pacific« präsentiert die Volksoper mit Leonard Bernsteins »Candide« erneut ein Musical in konzertanter Fassung. Voltaires Satire »Candide†wurde nach ihrem Erscheinen 1759 in Genf öffentlich verbrannt. Der französische Aufklärer rechnet darin mit naivem Optimismus ab. Leonard Bernstein schuf auf dieser Basis 1956 eine seiner besten Partituren; eine szenische Umsetzung der komplizierten Story erwies sich jedoch als nahezu unmöglich. Von dem deutschen Humoristen Loriot stammt die unterhaltsame Konzertfassung des Werkes mit deutschen Zwischentexten, die nun erstmals an der Volksoper zur Aufführung kommt. Nach »Guys and Dolls« dirigiert Joseph R. Olefirowicz erneut ein Musical an der Volksoper. Nach der »besten aller Welten« suchen Stephen Chaundy (Candide), KS Marjana LipovÅ¡ek (Old Lady) – beide standen auch in »South Pacific« gemeinsam auf der Bühne der Volksoper - Jennifer O’Loughlin (Cunegonde), Morten Frank Larsen (Pangloss/Martin), u. a. Premiere am Sonntag, 22. Januar 2012.
Facts
Die spinnen, die Römer! (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum)
Musical in zwei Akten
Buch von Burt Shevelove und Larry Gelbart
Musik und Liedtexte von Stephen Sondheim
Deutsche Fassung von Martin Flossmann,
für die Volksoper eingerichtet von Werner Sobotka
Voraufführung am 15. Dezember 2011
Premiere am Samstag, 17. Dezember 2011
6 Vorstellungen bis 16. Januar 2012
Weitere 11 Vorstellungen von 12. Mai bis 28. Juni 2012
Dirigent: David Levi
Regie: Werner Sobotka
Bühnenbild: Friedrich Despalmes
Kostüme: Elisabeth Gressel
Choreographie: Ramesh Nair
Licht: Michael Grundner
Dramaturgie: Christoph Wagner-Trenkwitz
Pseudolus, Sklave des Hero: Robert Meyer/Sigrid Hauser
Philia, eine Jungfrau: Bettina Mönch/Johanna Arrouas
Erronius, Bürger von Rom: Gernot Kranner
Miles Gloriosus, ein Offizier: Florian Spiess
Hysterium, Sklave von Senex und Domina: Boris Pfeifer
Lycus, ein Kurtisanenhändler: Wolfgang Gratschmaier
Senex, Bürger von Rom: Herbert Steinböck
Hero, Sohn von Senex und Domina: Paul Schweinester
Domina, Frau des Senex: Dagmar Hellberg
Candide (Konzertant)
Comic Operetta in zwei Akten
Buch von Hugh Wheeler nach Voltaires gleichnamiger Satire
Liedtexte von Richard Wilbur, zusätzliche Liedtexte von Stephen Sondheim,
John Latouche, Dorothy Parker, Lillian Hellman und Leonard Bernstein
Erzähltexte von Loriot
Konzertante Aufführung in englischer und deutscher Sprache
Premiere am Sonntag, 22. Januar 2012
4 Vorstellungen bis 29. Januar 2012
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
Erzähler: Robert Meyer
Candide: Stephen Chaundy
Cunegonde: Jennifer O’Loughlin
Pangloss/Martin: Morten Frank Larsen
Old Lady: Marjana Lipovšek
Paquette: Beate Ritter
Gouverneur/Vanderdendur: Otoniel Gonzaga
Ragotzky: Jeffrey Treganza
Inquisitor/Zar Iwan: Karl Huml
Martin Bruny am Dienstag, den
5. April 2011 um 08:46 · gespeichert in Musical, Wien
Am 5. April 2011 wird Maya Hakvoort mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Auf ihrer Facebook-Site schreibt sie dazu:
Heute 05 April 2011 ist es soweit, ich kann euch The big secret “verraten”… Dieser Tag ist für mich eine der schönste und ich habe nie gedacht oder geglaubt das mir so etwas mal passieren sollte.. was vor einige Monate mit einem Anruf begonnen hat wird heute ernst und ich kann euch sagen ich bin doch etwas nervös… aber gut das war ich schon öfters bei eine Premiere.. ;-))
Wo dieser erste Anruf kam konnte ich es nicht glauben und habe doch ein paar tagen gebraucht um das mal so richtig setzen zu lassen.. und trotzdem ist es für mich immer noch ein bisschen wie in einem Traum… Ich Maya Hakvoort die die 1994 nach Wien gekommen ist um Elisabeth zu spielen.. Schauspielerin und Sängerin war die Antwort auf der frage was ich als Job Bezeichnung habe.. na gut Ich sag jedenfalls mal DANKE.. [Maya Hakvoort@Facebook]
Martin Bruny am Dienstag, den
29. März 2011 um 18:06 · gespeichert in Musical, Wien
Keine Frage, wenn man möchte, kann man alles relativieren. Auch schon unter dem Vorgänger von Peter Weck als Intendant des Theaters an der Wien, Rolf Kutschera, gab es Musicals von Andrew Lloyd Webber in Wien zu sehen, wenn man möchte, ja, dann kann man sogar anmerken, dass “Elisabeth” als Idee auf die Ära Kutschera zurückgeht. Man kann sogar so weit gehen, Peter Weck ein enormes Geschick an Selbstvermarktung einzugestehen, und versuchen, ihn mit diesem Lob quasi seiner Leistungen auf dem Gebiet des Musicals zu entwürdigen. Das wäre eine Sicht der Dinge. Die Frage ist, ob es die richtige Sicht der Dinge ist.
Peter Weck hat mit seinem Antritt als Direktor des Theaters an der Wien Anfang der 1980er Jahre auf dem Gebiet des Musiktheaters die Produktionsbedingungen revolutioniert. Erwähnt man heute, wie etwa in der Pressekonferenz in der Wiener Sky Bar am 29. März 2011, mit der das Wiener Revival von “Cats” angekündigt wurde, dass es ohne ihn nie einen derartigen Musicalboom im deutschsprachigen Gebiet gegeben hätte, dann lächelt der Ex-Intendant. Nicht, weil er es einfach lächelnd akzeptiert, sondern weil er weiß, wie man mit Schmeicheleien umzugehen hat. Er ist Schauspieler, und kein schlechter noch dazu.
Peter Weck hatte natürlich Glück bei der Stückwahl, aber genausogut hätte er Anfang der 1980er Jahre Gottfried von Einem beauftragen können, gemeinsam mit der Kultband “Die Schmetterlinge” ein Crossover-Musical über Georg Büchners “Woyzeck” zu schreiben. Hat er nicht gemacht. Hat er nicht gemacht, weil Peter Weck Musical machen wollte. “Phantom der Oper”, “Freudiana”, “Elisabeth”, “A Chorus Line” und so weiter. Weck war vom Musicalgenre überzeugt und hatte keinerlei Alibiproduktionen nötig. Peter Weck wollte Musical machen, und er wollte ein Ausbildungssystem in Wien etablieren, das ihm (und natürlich sämtlichen Produktionen im deutschsprachigen Raum) die für seine Musikproduktionen nötigen Schauspieler zur Verfügung stellte. Weck gründete das “Tanz-Gesang-Studio Theater an der Wien”, eine Ausbildungsstätte, die nach dem Ende seiner Intendanz prompt geschlossen wurde. Weck dazu: »Es hieß von kulturpolitischer Seite – unterstützt von der kaufmännischen Leitung des Hauses –, es koste zu viel. Ein weiteres Argument lautete. ‚Wir werden doch nicht Musicaldarsteller ausbilden, die dann ins Ausland und nach Deutschland gehen …‘ So einen Unsinn muss man sich erst einmal einfallen lassen Aber man sieht, welche profunden Theaterleute die Geschicke nach mir übernommen haben. Mit einem Weitblick für die Sparte Musical, der dann dort hingeführt hat, wo man jetzt steht.”
Anfang 2012 gibt es die Möglichkeit, den Anfang noch einmal zu sehen, die Show, mit der alles begann. Ja, das ist übertrieben, es gab, natürlich, auch ein Musical vor Peter Weck und viele nach Peter Weck, und doch: Die Show, mit der der Boom begann, “Cats”, gastiert ab Januar 2012 in Wien, in einem Theaterzelt in Neu-Marx. 1650 Zuschauer fasst dieses extra für die Produktion designte Zelt, es hat mit Teppichen ausgelegte Böden, es ist vollklimatisiert, das hat man sich einiges kosten lassen. Kein Zuschauer wird mehr als 20 Meter von der Rundbühne entfernt sein, für die Saison in Wien werden Teile des Ensembles und der Hauptrollen neu gecastet, gespielt wird die Wiener Fassung mit der Übersetzung von Michael Kunze. 4 Wochen möchte man bleiben, wer weiß, vielleicht werden es ja doch eher 4 Monate.
Peter Wecks Statement zur “Cats”-Tourproduktion im Rahmen der Pressekonferenz am 29. März 2011 im O-Ton:
CATS im Theaterzelt
ab dem 29. Januar 2012 in Wien Neu-Marx, Karl-Farkas-Gasse
Tour Creative Team
Sound Designer: Greg Pink
Lighting Designer: Howard Eaton
Associate Scenic Designer: Alan Walker
Make-up developed by: Karen Dawson
Musical Director: Heribert Feckler
Production Musical Supervisor: Daniel Bowling
Assistant Associate Director: Marina Stevenson
Direction and Choreography recreated by: Chrissie Cartwright
German Lyrics by: Michael Kunze
Fakten und Daten
- Das CATS-Theaterzelt hat eine Höhe von 25 Metern und einen Durchmesser von 60 Metern. 300 Dimmer, 450 Scheinwerfer und ca. 10.000 Glühlampen in Lichterketten sorgen auf der Bühne und im Foyerzelt für die stimmige Atmosphäre. Insgesamt sind 45 Trucks notwendig, um das komplette Equipment von Gastspiel zu Gastspiel zu transportieren.
- 30 Darsteller und 10 Musiker erwecken den berühmtesten Schrottplatz der Welt jeden Abend auf der 270° Rundbühne zum Leben. Hinter der Bühne kümmern sich ca. 30 Personen nicht nur um die 86 Perücken und 124 Kostüme, sondern auch um vollkommen reibungslose Abläufe.
Martin Bruny am Donnerstag, den
24. März 2011 um 02:24 · gespeichert in Musical, Wien
Ein wenig untergegangen in den letzten Wochen ist die Veröffentlichung einer Benefiz-Single, die im Rahmen der diesjährigen MiA-Awards-Gala präsentiert wurde. MiA ist eine Initiative, deren Ziel es ist, die Integration von Personen mit Migrationshintergrund zu forcieren und zu ermöglichen sowie durch Beispiele von Role-Models dazu beizutragen, dass ein positiveres Bild von Migrantinnen und Migranten in der Öffentlichkeit entsteht.
Die Uraufführung der MiA-Hymne »Nicht dort, nicht hier«, komponiert von Sylvester Levay, getextet von Michael Kunze, fand 2010 im Rahmen der Verleihung der letztjährigen MiA-Awards statt, 2011 konnte man eine CD-Produktion des Songs vorstellen. Der Reinerlös der CD kommt gemeinnützigen Organisationen, die sich für Frauen einsetzen, zugute.
Neben dem Song “Nicht dort, nicht hier”, gesungen von Sandra Pires, findet man auch eine neue Version des “Elisabeth”-Klassikers “Ich gehör nur mir”, interpretiert von Maya Hakvoort, auf dieser CD.
Maya Hakvoort dazu:
Die Einnahmen aus diesem Song gehen an Integrationsprojekte in Österreich (die mir ein sehr großes Anliegen sind), gedacht vor allem für Frauen. Der Verein MiA hilft Frauen, ihren Weg in Österreich zu finden. Ich, als “Ausländerin”, weiß, wie schwer es manchmal ist, den eigenen Weg in eine neue Kultur zu finden, und oft ist es nur ein kleiner Schritt, um diesen Weg zu finden - nur manche brauchen für diesen kleinen Schritt ein wenig Hilfe.
Tracklist
1) “Nicht dort, nicht hier” - Sandra Pires
2) “Ich gehör nur mir” - Maya Hakvoort
3) ” Nicht dort, nicht hier” (Instr.) - Österreichisch-Koreanische Philharmonie /Orchester der VBW
4) “Ich gehör nur mir” (Instr.) - Orchester der VBW
Erhältlich ist diese Single über den ORF, den Online-Shop der VBW und über die MiA-Website.
Die “Ich gehör nur mir”-Special-Version kann man auch über Maya Hakvoorts Bandcamp-Site (siehe Linkverzeichnis unten) als Download kaufen.
Martin Bruny am Samstag, den
12. März 2011 um 20:27 · gespeichert in Musical, Wien
Zwölf Zentimeter Durchmesser, eine blutrote Glasur, feinster Germteig und frische Ribiselmarmelade, rechtzeitig zum Start der Fastenzeit gibt es ab sofort in den 45 Wiener Filialen der Bäckerei Felber den “Vampir-Krapfen”. Kostenpunkt: 1,40 Euro.
Blättern wir doch einmal im Geschichtsbuch: Schon im 13. Jahrhundert kommt er vor, anno 1486 wird seine Existenz in der »Köchordnung« der Stadt Wien erwähnt. Die Rede ist damals von “Krappffenpacherinnen”. Drei Jahrhunderte später geben schon Krapfenbäckerinnen Annoncen in der “Wiener Zeitung” auf. Auch in der Politik gibt es den ein oder anderen Krapfen – natürlich zum Verzehr: Während der Zeit des Wiener Kongresses im Jahr 1815 sollen rund zehn Millionen Krapfen verspeist worden sein. Dass der Krapfen letztendlich zum typischen Faschingsgebäck wurde, dafür sorgten die Mönche. Sie schlugen vor, sich vor der Fastenzeit – die ja bis Faschingsdienstag dauert – den Ranzen noch einmal so richtig vollzuschlagen.
Wenn der Krapfen nun also nicht zum Beginn der Faschingszeit, sondern am Ende bzw. zum Beginn der Fastenzeit beworben wird, was soll uns das sagen? Wie auch immer: Bei Nennung des Kennworts »Felber-Krapfen« erhalten die Besucher des Wiener Ronacher bei ihrer Ticketbestellung 15 Prozent Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis (in den Kategorien A bis D) an allen Tageskassen der Vereinigten Bühnen Wien bzw. telephonisch unter +43 1 58885 bei Wien-Ticket. Gültig für Vorstellungen von »Tanz der Vampire« bis 31. März 2011. (Karten nach Verfügbarkeit; max. 2 Stück pro Gutschein. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Änderungen vorbehalten. Keine Barablöse möglich.)
Eine kleine Statistik für alle Krapfen-Lover: durchschnittlich schlägt sich so ein Krapfen mit 300 Kalorien zu Buche.
Die Kalorien eines Faschingskrapfens wird man so wieder los:
- 50 Minuten Skifahren oder Snowboarden
- eine halbe Stunde Langlaufen oder Tourengehen
- eineinhalb Stunden durch die Winterlandschaft spazieren
- 40 Minuten Schneeschuhwandern oder Eislaufen
- 40 Minuten Schnee schaufeln
- 4 Stunden rodeln
- eine Stunde Schneeballschlacht
- 70 Minuten Schnee kehren
- eine Stunde Schneestapfen
- eineinhalb Stunden Eis kratzen
Martin Bruny am Dienstag, den
8. März 2011 um 01:47 · gespeichert in Musical, Wien
Ein Wien-Gastspiel der unter der Schirmherrschaft von Peter Weck stehenden “Cats”-Tournee von BB Promotion ist nach wie vor nicht unter Dach und Fach. Eine Pressekonferenz, die für den 7. März 2011 angesetzt war, musste verschoben werden.
“Aller Voraussicht nach” werde man noch 2011 in Wien im großen Theaterzelt spielen, “möglicherweise in Neu-Marx”, so BB Promotion.
Peter Weck dazu: “Ich freue mich darauf, “Cats” nach so langer Zeit wieder in Wien erleben zu dürfen. Die Rundbühne ist für das Publikum hervorragend.”
Stellt sich die Frage, ob sich irgendwer darüber vielleicht nicht gar so freut.
Frank Wildhorns Musical “Wonderland - A New Alice. A New Musical” startet am 21. März 2011 in die Broadway-Previews, angestrebtes Premierendatum: 17. April 2011. Bereits am 6. März 2011 fanden für Masterworks Broadway die Aufnahmen für die Cast-CD zur Show statt, die ab Mai 2011 erhältlich sein wird. Broadwayworld.com war mit dabei und liefert Fotos aus dem Studio –> hier.
Produziert wird die CD von Frank Wildhorn, David Lai und Jason Howland. Masterworks Broadway ist ein Label von Sony Masterworks.
Ensemble
April Berry, Grady McLeod Bowman, Joey Calveri, Sae La Chin, Mallauri Esquibel, Derek Ferguson, Wilkie Ferguson, Laura Hall, Natalie Hill, Lauren Lim Jackson, Morgan James, Ryan Link, Kate Loprest, Renee Marino, Heather Parcells, Stefan Raulston, Julius Anthony Rubio und Tanairi Vasquez.
Ein 26-minütiges Interview mit Frank Wildhorn bietet “InnerVIEWS with Ernie Manouse” –> hier.
Am 28. Februar 2011 fand in Wien die erste “Listening Party” für “Iron & Coal”, das neue Konzeptalbum des Komponisten Jeremy Schonfeld (”37 Notebooks”, “Drift”, “Blue Skies and All”), statt.
“Iron & Coal”, das in Berliner und Wiener Tonstudios eingespielt wurde, ist ein Konzeptalbum in Erinnerung an die Millionen Opfer des Holocaust - und für die, die überlebt haben, für Schonfelds Familie, für Jeremy Schonfeld selbst und vor allem für seinen Vater.
Jeremy Schonfelds Vater Gustav Schonfeld (78) ist ein Auschwitz-Überlebender. Seine Autobiographie “Absence of closure” ist im Februar 2009 erschienen. Gustavs Schicksal und sein Umgang damit waren dominante Themen im Leben von Jeremy Schonfeld. Als Gustav an seinem Buch arbeitete, war Jeremy sein erster Leser.
Als Komponist war es Jeremy Schonfeld eines Tages klar, dass er das Thema musikalisch verarbeiten wollte. Zuerst überlegte er, die Biographie seines Vaters als Basis eines Musicals oder einer Oper zu verwenden, erkannte aber rasch, dass das die Geschichte seines Vaters war und er für seine Aufarbeitung einen eigenen Zugang brauchte. Er entwickelte eine Parallelhandlung von Vater und Sohn.
“Iron & Coal” handelt von einem Vater, Mitte 20, der mit dem Umstand umzugehen lernen muss, dass er überlebt hat, und andere nicht. Seine Reise endet mit der Geburt seines Sohnes. Als Parallelgeschichte wird die Entwicklung seines Sohnes erzählt, dessen Reise mit dem Tod seines Vaters beginnt. Sein Leben ist von dessen Leiden, von Auschwitz überschattet. Seine Reise führt ihn in einen Zustand, in dem er sich von dem Schatten von Auschwitz endlich befreit fühlt.
Der Komponist beschreibt sein Projekt folgendermaßen:
My father, Dr. Gustav Schonfeld, was a mere 10 year-old boy in May of 1944 when the Nazis marched into his hometown of Munkacs, a villiage nestled near the Carpathian mountain range close to the Hungarian border. Shortly thereafter, he was forced, along with my grandparents, his baby brother, and several relatives, into the overcrowded cattle cars that brought countless numbers of Jews to Auschwitz for ‘extermination’. For an entire year my father endured what most of us can never truly imagine or comprehend.
In a preserved class photo featured in his memoirs (”Absence of Closure”), my father sits center amongst a group of 30 of his young classmates and their rabbinical teacher. My father is the only survivor from that photo.
My grandfather used to say that he could ‘break iron’ with his will.
My grandfather, Dr. Alexander Schonfeld, was a very successful and highly respected doctor in Munkacs before the war. With his wife, Helena, and his three sons Fredi, Gustav, and baby Solomon, Grandpa built a large home with a separate office suite for his thriving practice near the center of town at Munkacsy Mihaly Street 10. When the Nazis finally ‘cleansed’ Munkacs, it was my grandfather’s finely-honed skills as both steady and knowledgeable doctor and trusted leader that helped spare his and my father’s lives. He was also famous for saving others. As a child, I remember an older man approached my grandfather while our family was in Miami on vacation. He had tears in his eyes as he thanked my grandfather for saving his life.
When I first set out to create “Iron and Coal” I didn’t know precisely what I was doing or why. After all, the experiences my father shared in his memoir were his alone. What business did I have attempting to ‘musicalize’ his story? After much soul-searching, I decided the best course of action was to focus on the emotional toil and fallout of the Holocaust over the victim (my father) and his son (me). I gave myself artistic license to explore these emotional perspectives through my own eyes, freeing myself from the burden of specific linear storytelling. The result is an album covering three main areas: 1) A father as he attempts to create a life out of the ashes, 2) A son as he attempts to come to terms with his fractured life after his father has passed away, and 3) The ghosts of a distant, vanished world.
Erste musikalische Proben aus “Iron & Coal” bietet Jeremy Schonfeld auf seiner Website –> hier.
“Iron & Coal”-Team
- Martin Gellner
- Jeremy Schonfeld
- Werner Stranka