Archiv - Wien
Martin Bruny am Donnerstag, den
8. April 2010 um 17:38 · gespeichert in Musical, Wien
Die Wirtschaftskrise beschert den Vereinigten Bühnen Wien wohl eines der umsatzstärksten Jahre ihrer Geschichte. Mit einem Programm, das als Sicherheitsanker des Musicalproduzentenfrachters gelten mag, segelt man sicher durch die stürmische See.
Sowohl im Ronacher wie auch im Raimund Theater sind die beiden Produktionen “Tanz der Vampire” beziehungsweise “Ich war noch niemals in New York” mit einer Auslastung von praktisch 100 Prozent sichere Einnahmequellen auf absehbare Zeit.
“Ich war noch niemals in New York”, die Schlagerrevue von Udo Jürgens, ist mit einer Auslastung von 99,06 Prozent der ersten 16 angesetzten Vorstellungen ein Hit, auch die 19 Vorstellungen, die im April über die Bühne gehen werden, sind so gut wie ausgebucht. Wer also gute Plätze will, kann sich schon mal den Herbst vormerken. Alle Termine bis Dezember 2010 sind im Vorverkauf, bis März 2011 steht die Show mit Sicherheit am Programm des Raimund Theaters. Eine Verlängerung ist ziemlich sicher.
Bei “Tanz der Vampire” im Wiener Ronacher sieht die Situation nicht viel anders aus. Seit September 2009 wird das Polanski-Revival gespielt und 99,60 Prozent Auslastung beziehungsweise bis dato 193.390 Zuschauer erfreuen den Kassenwart der VBW.
Martin Bruny am Montag, den
5. April 2010 um 22:02 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger, Rezensionen, Tonträger, 2010

Etwas mehr als eineinhalb Stunden Schönklang schenkt uns Uwe-Fans MG-Sound/HitSquad Records mit der DVD-Veröffentlichung “Absolut Uwe”. Das Label bietet beeindruckende Ton- und Bildqualität, dem Meister kommt kein Missklang aus, das Ganze ist wunderbar … sagen wir abgemischt. Und wenn wir schon beim Abmischen sind: Das Interessanteste an “Absolut Uwe” ist sicher das absolute Geheimnis der Tonspur. Obwohl, was soll da schon so Geheimnisvolles dran sein?
Wie bei den meisten Künstlern hat man für diese DVD einfach live mitgeschnitten und ein bisschen was bearbeitet, das wars. Natürlich, ein klein wenig Bearbeitung muss sein, man kann keinem Künstler zumuten, ein Produkt quasi als Visitenkarte auf den Markt zu bringen, das nicht zumindest den Anschein erweckt, so produziert worden zu sein, dass es perfekt ist, absolut perfekt sozusagen, im Rahmen der Mittel. Ich meine, Uwe ist nicht Elvis, und “wirklich absolute” “Live”-DVDs sind doch sowieso nicht mehr als ein Mythos, oder?
Was die Performance von Uwe Kröger betrifft, so gut hat man den Meister ja in den ganzen letzten neun Jahren nicht mehr gehört. Absolut glauben wir ihm, dass er das live genau so gebracht hat. Absolut sind wir überzeugt, dass hier nicht im Tonstudio fast an jedem Song da ein bisschen geschnipselt und dort ein bisschen akustisches Botox injiziert wurde. Und selbst wenn, wer kommt heute ohne Botox und Augenlidstraffung aus. Ich meine, man muss ja schon froh sein, wenn man das Ganze nachher noch wiedererkennt - oder in real life, wenn der/die Betroffene nachher die “behandelten” Augen noch ganz zubekommt. Hach, so ist das eben im Künstlerleben. Showbusiness! Tadaaa!
Nie könnte man auf die Idee kommen, ein Bild vor sich zu haben, in dem Uwe Kröger seine eigene Performance quasi lippensynchron, in wochenlanger Kleinarbeit Take um Take, wieder und wieder einsingt, bis dann genügend Schnipsel vorhanden sind, um ganze Szenen zusammenzusetzen. Das wäre ja kompletter Irrsinn. Wenn man da und dort Uwe Kröger den Mund bewegen sieht, obwohl man ihn nicht singen hört, so liegt das am trockenen Auge des Betrachters. Absolut klar ist das allen. Wer wird sich über ein paar “babababaabdudbidu” bei zum Beispiel “Bin nur für die Liebe da”, die da zu wenig auf der Tonspur sind, schon beschweren. Es gibt ja afrikanische Künstler, die können irre Dinge mit ihren Stimmbändern machen, und vielleicht kann Uwe das auch. Nö, Uwe ist wieder absolut da und wird uns das total beweisen, bei seinen Konzerten im Sommer. Denn da wird er genauso gut singen wie auf DVD, denn die ist ja live, absolut live, und krank wird er diesmal sicher nicht vor der Vorstellungsserie, schließlich gibt es jetzt niemanden mehr, der helfend mit “Tralala, gerne opfert man einen Ton für eine Emotion” einspringt. Bis dahin hat er dann auch sein Ensemble zu Übungen verdonnert, damit es ohne all die schiefen Töne den Wohlgesang des Meisters adäquat unterstützt. Dass auf der DVD das Ensemble beispielsweise beim “Fame”-Medley derartig jenseitig performt, dass man sich nach dieser Sequenz gern mal eine Pinkelpause genehmigt, mein Gott. Es ist das Ensemble - so wichtig war es nicht, wirklich ALLES perfekt zu machen. Das liegt absolut nicht daran, dass Studiozeit Geld kostet, und das Ensemble etwa nicht wichtig genug wäre, um einige Stellen neu einzusingen, das ist einfach sagen wir mal passiert.
Die Frage ist auch, wieviel von dem, was nach dem Konzert im Tonstudio nicht neu aufgenommen wurde, nicht vorher schon als Playback existierte und einfach eingespielt wurde. Des Öfteren ist Uwe Kröger allein auf der Bühne und ein gar wunderbarer Chor begleitet ihn, allein, der Künstler ist tatsächlich allein auf der Bühne mit seiner Band - ohne “Ensemble”. Dass man sich da denken muss: “Ahja, klassischer Playback-Titel”, liegt das nicht auf der Hand? Vielleicht vermeiden die meisten Künstler bei Live-Konzerten daher solche Szenen. Naja, egal. Ist eben passiert, war ja nicht viel Zeit zum Proben, Ramesh Nair gab die Choreografie ab, Simon Eichenberger musste übernehmen, Vincent Bueno sagte seine Teilnahme ab - und dann noch der Stress aus lauter Freude über den Vorverkaufsrekord. Da musste man noch schnell eine Eilmeldung an die Medien rausformulieren, die dann folgendermaßen lautete:
“Absolut Uwe« erzielt absoluten Kartenverkaufsrekord! In nur zwei Wochen konnten beinahe 1000 Tickets für Uwe Krögers Sologeburtstagskonzert am 4.12. in der Wiener Stadthalle abgesetzt werden.
Na ist das nicht super? 1000 Tickets in zwei Wochen. Mal überlegen, wenn andere das Praterstadion in 10 Minuten ausverkaufen, wieviel Stadien würden die dann in zwei … Nein, das ist doch unfair. Und überhaupt, sicher hat ja das Ensemble absolut live von der Kantine aus gesungen … oder so.
Aber gehn wir weg vom Geheimnis der Tonspur. Die DVD hat zwei Highlights. Das eine: Pia Douwes generell und vor allem mit “All That Jazz“, das zweite: Uwe als Tänzer. Ja ehrlich, das hat was. “Dancing fool” aus Barry Manilows “Copacabana” ist schwungvoll, es ist mitreißend choreografiert und voller Elan auch von Uwe Kröger getanzt. Douwes’ “All that Jazz” ist der klassische Showstopper. Da merkt man jedes Mal, was für ein Genie Bob Fosse war, da hat auch MG Sound mit sehr guter Schnittarbeit zur tollen Wirkung beigetragen. Aber weil wir schon bei Barry Manilow sind. Ein paar Mitschnitte von Shows des legendären Entertainers sollte sich Uwe noch reinziehen. Kröger ist sicher auf gutem Weg zum Status eines Entertainers, wären da nicht manche noch ein wenig geschraubt klingende Moderationen. Würde da noch manches etwas natürlicher kommen und nicht im einstudierten Tonfall “Mr. de Winters”, wäre schon viel gewonnen. Szenenfolgen wie die völlig abstruse, wenig lustig erzählte und nicht auf den Punkt inszenierte “Kofferszene” und das darauf folgende mit Pathos zum Bersten gespickte “Stern” aus “Les Misà©rables”, das ungefähr das letzte Lied ist, das darauf passen würde - da kann man einfach nur sprachlos warten, bis das Entsetzen nachlässt. “Vater und Sohn” dagegen, ein Lied von Udo Jürgens, “Is it okay if I call you mine”, das sind Stilrichtungen, die Uwe Kröger vielleicht verstärkt in sein Repertoire aufnehmen sollte. Und Musical hat weit mehr zu bieten als “Das Phantom der Oper” oder “Les Misà©rables”, zwei Shows, mit denen Kröger live, und das mal ganz ohne Ironie: wirklich live, nicht mehr punkten wird können. Das ist ja das wahre Ärgernis, das hinter dieser DVD steckt. Sie täuscht etwas vor, was de facto nicht (mehr) existiert. Wenn die Fans damit leben können, ist das schön, aber nur mit seinen Fans wird Uwe Kröger auf Dauer keine Tourneen ausverkaufen. Er muss - als Sänger - LIVE mit stimmlicher Qualität überzeugen.
Die DVD hat auch bemerkenswerte Tiefpunkte. Ich beispielsweise habe noch nie erlebt, dass ein Darstellerensemble einen Showstopper wie “Let the sunshine in” dermaßen versenkt, wie es hier auf der DVD passiert. Die Choreografie wirkt peinlich, es ist auch absolutes Unvermögen zu spüren, das Publikum mitzureißen. Eines ist mal klar: Bei einer solchen Nummer hat am Ende der Sequenz keiner mehr zu sitzen. Bei “Absolut Uwe” saßen sie alle. Und man kann es ihnen nicht verübeln. Man wende sich an Rob Fowler. Er hat es im kleinen Finger, Performances so zu gestalten, dass die Zuschauer vor Begeisterung rasen.
Uwe Kröger konzentriert sich derzeit laut eigenen Angaben voll auf Auftritte mit dem Programm “Absolut Uwe”. Im Sommer stehen einige Konzerte in Österreich auf dem Programm, im Winter eine Deutschlandtournee. Die derzeit aktuellen Termine:
05.08.2010: Kufstein/Festung (mit Pia Douwes)
06.08.2010: Finkenstein/Burgarena (mit Pia Douwes)
07.08.2010: Tulln/Donaubühne
25.08.2010: Graz/Open Air Gelände/ Messehalle A
11.11. bis 28.11.2010: Deutschlandtournee (mit Annemieke van Dam)
Auch eine Autobiographie will Uwe Kröger veröffentlichen. Er schreibt, so die Formulierung, die der Sänger unlängst in der ORF-Show “Frühlingszeit” verwendet hat, er schreibt also selbst und lässt nicht schreiben, davon muss man jedenfalls nach dieser Aussage ausgehen. Man darf gespannt sein.
DVD: Absolut Uwe
VÖ: 19.3.2010
Label: HitSquad Records
Laufzeit: ca. 110 Min.
Tracklist
01. Chicago Ouvertüre (Chicago)
02. Bin nur für die Liebe da (Chicago)
03. Born free (Born free – Frei geboren)
04. California Dreamin’ – The Mamas and The Papas
05. Is it okay if I call you mine (Fame)
06. Hair Medley (Hair)
07. Starlight Express (Starlight Express)
08. Stern (Les Misà©rables)
09. Fame Medley (Fame)
10. Time of my life (Dirty Dancing)
11. Erinnerung (Cats)
12. Wenn ich tanzen will (Elisabeth)
13. Ich gehör nur mir (Elisabeth)
14. Der letzte Tanz (Elisabeth)
15. Goldfinger (James Bond)
16. Diamonds are forever (James Bond)
17. Unchained Melody (Ghost – Nachricht von Sam)
18. All I want
19. Vater und Sohn – Udo Jürgens
20. All that Jazz (Chicago)
21. Die Musik der Nacht (Das Phantom der Oper)
22. Das Phantom der Oper (Das Phantom der Oper)
23. Life is just a bowl of cherries (Fosse)
24. Dancing Fool (Copacabana)
25. The wind beneath my wings (Beaches – Freundinnnen)
26. Sweet Transvestite (The Rocky Horror Show)
27. Meine Herzwunschliste – My grown up Christmas List
28. Uwe Krögers privates Fotoalbum
PS: Kleine Anmerkung noch: Man kann mich ja gerne widerlegen und die Originaltonspur zum Download bereitstellen, dann hören wir uns das alle gemeinsam noch mal durch. Ansonsten, einfach mal darauf achten, wenn jemand schreibt “der Großteil klingt so wie im Konzert”.
PPS: Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit, Existenzberechtigung dieses Blogs und worüber wir nicht sonst noch alles anhand von Uwe Kröger reden könnten, scheint dieses Mal ausgelagert in der Musicalzentrale über die Bühne zu gehen. Greifen Sie sich ein Cola und ein paar Fritten, zur Vorstellung gehts –> hier
Martin Bruny am Mittwoch, den
31. März 2010 um 01:06 · gespeichert in Musical, Broadway, Wien, Tonträger
“Wonderland” machts möglich. Frank Wildhorn hat für sein jüngstes Musicalbaby und für viele weitere Projekte ein starkes Team gefunden: Sony Masterworks und Soul Bear Records.
Gemeinsam wird man in einem ersten Schritt versuchen, die Konzept-CD von “Wonderland” international zum Hit zu machen. Seit 30. März 2010 ist die Aufnahme in digitaler Form erhältlich.
Die 15 Tracks von “Wonderland” werden unter anderem von Janet Dacal, Jose Llana, Karen Mason, Darren Ritchie, Nikki Snelson, Tad Wilson, Julie Brooks und Ed Staudenmayer gesungen. Als Bonustrack ist die Demoversion des Songs “Go With the Flow”, gesungen von Rob Evan, zu hören.
Frank Wildhorn zu seiner Partnerschaft mit Sony:
I am so excited, honored, and grateful to begin what I hope will be a wonderful, longtime musical adventure with SONY MASTERWORKS. I hope we will be able to create and bring out exciting new works from the new shows and the artists that come from them, both in the U.S. and just as important, internationally.
Alex Miller, General Manager von Sony Masterworks:
As the home of world’s largest and greatest catalog of Broadway cast albums it brings me great pleasure to announce MASTERWORKS’ association with Frank Wildhorn. Frank’s talents as composer and producer are well known, respected, and admired. We all look forward to the new productions that he’ll create, discover and develop, joining the legacy of this venerable label.
In Österreich, Deutschland und der Schweiz, den so genannten GAS-Ländern, wird “Wonderland” im April exklusiv auf Hitsquad Records veröffentlicht, wo Frank Wildhorns »Music Without Borders« zu Hause ist. Bisherige Veröffentlichungen: »Dracula«, »Der Graf von Monte Christo«, «Rudolf« (CD & DVD).
Tracklist
01 Worst Day of My Life (Alice)
02 Advice from a Caterpillar (The Caterpillar)
03 Keep On Dancin’ (El Gato)
04 The Mad Hatter (The Mad Hatter)
05 One Knight (The White Knight)
06 Home (Chloe)
07 Once More I Can See (Alice)
08 Through the Looking Glass (Alice & The White Knight)
09 I Give You the Queen of Hearts (The Rabbit)
10 Off With Their Heads (The Queen of Hearts)
11 Don’t Wanna Fall in Love (Alice & The White Knight)
12 Love Begins (Alice & The White Knight)
13 The Nick of Time (The Mad Hatter)
14 Misunderstood (Jabberwock)
15 Finding Wonderland (Alice)
16 (Bonus Track) Go with the Flow (original demo) (Rob Evan)
Credits
Alice: Janet Dacal
The Caterpillar: Eugene Fleming
Chloe: Julie Brooks
El Gato: Jose Llana
Mrs. Everheart / The Queen of Hearts: Karen Mason
Jack / The White Knight: Darren Ritchie
Madeline / The Mad Hatter: Nikki Snelson
Richard / The Rabbit: Ed Staudenmayer
Jabberwock: Tad Wilson
Background Vocals: Andrea Burns, Janet Dacal, Rogelio Douglas, Jr., Henry Gainza, Zach Hanna, Natalie Hill, Darren Ritchie, Nikki Snelson, Shaun Taylor-Corbett
Piano, Keyboards, & Programming: Jeremy Roberts
Guitars: Kevin Kuhn
Drums: Rich Pagano, David Ratajczak
Bass: Dave Kuhn, Jeremy Roberts
Trumpet: Tony Kadleck
Saxophones & Flute: David Mann
Solo Violin: Antoine Silverman
Solo Cello: Dave Eggar
«Go with the Flow†(original demo) vocals: Rob Evan
Music Direction, Vocal & Dance Arrangements and Incidental Music by Ron Melrose
Album Coordinator: Nicholas Cheng
Kaleidoscopic Sound Sessions Engineered by Sal Mormando
Rich Pagano Drums Recorded at New Calcutta Recordings, Engineered by Rich Lamb
Recorded, Mixed, and Mastered by Jeremy Roberts
Arranged, Orchestrated & Conducted by Jeremy Roberts
Produced by Frank Wildhorn & Jeremy Roberts
Martin Bruny am Samstag, den
27. März 2010 um 19:06 · gespeichert in Musical, Wien
Wachsen durch Niederlagen.
Mit Sport hatte die aus Graz stammende Theaterintendantin Kathrin Zechner auch als früher Teenager gelernt, ihren Status als Außenseiterin in der Klasse zu überwinden: »Ich war 13, als wir nach Wien gezogen sind. Es war schrecklich. Ich war klein, hatte eine Zahnspange und sprach im tiefsten steirischen Dialekt. Keiner wollte mit mir was zu tun haben. Erst beim Schulskikurs konnte ich die Barrieren zum Fallen bringen. Ich war eine sehr gute Skiläuferin. Plötzlich wurde die kleine Steirerin mit der Zahnspange auch auf die Geburtstagsfeste eingeladen und in die Klassengemeinschaft integriert.« Möglicherweise gab dieses prägende Teenager-Erlebnis die Initialzündung für ihre spätere Erfolgsstory.
Widerstände dienten der 158 Zentimeter großen, die mit 32 Jahren unter Gerhard Zeiler als erste Frau die ORF-Programmintendanz übernahm, wie den meisten Machttalentierten vor allem dazu, um an ihnen zu wachsen.
»Geborene Erfolgsmenschen besitzen oft die Gabe, aus Niederlagen eine ungeheure Produktivität zu beziehen«, so der Personalberater und Partner im Headhunting-Unternehmen Neumann-International Peter Gusmits, »aber natürlich ist Machtmotivation im Sinne von Gestaltungswillen neben der Leistungsorientierung der ausschlaggebende Erfolgsfaktor in Spitzenkarrieren, nur ist in unseren Breiten Macht ein so negativ besetzter Begriff.« [profil.online]
Martin Bruny am Donnerstag, den
25. März 2010 um 10:27 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Eine Gesamtaufnahme der aktuellen Wiener Version von Roman Polanskis Musical “Tanz der Vampire” kommt noch im Laufe des Frühjahrs auf den Markt. Produziert wurde die Doppel-CD von MG-SOUND Studios & HitSquad Records. Ein genaues Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt.
Martin Bruny am Dienstag, den
23. März 2010 um 21:46 · gespeichert in Musical, Wien, Deutschland
Martin Bruny am Dienstag, den
23. März 2010 um 14:23 · gespeichert in Musical, Wien, Deutschland, Tonträger

Fix hat man diesmal agiert und bereits die Premierenvorstellung (17. März 2010) der Udo-Jürgens-Nummernrevue “Ich war noch niemals in New York” auf Tonträger gebannt. Alle Songs der Wiener Fassung werden darauf vertreten sein. Erscheinungstermin: demnächst.
In der Zwischenzeit jubelt man bei Stage Entertainment, ist doch “Ich war noch niemals in New York” der erste Auslandsexport des Unternehmens. Stage Entertainment Deutschland Chef Johannes Mock-O`Hara betont die besondere Bedeutung für sein Unternehmen:
Erfolgreiche Eigenproduktionen sind für uns als Musicalproduzenten in mehrfacher Hinsicht spannend: Neben der künstlerischen Freiheit brauchen wir keine Tantieme an andere Lizenzgeber zu zahlen. Im Gegenteil: Dank eigener Lizenzvergabe wie jetzt bei ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ergibt sich für uns eine zusätzliche Einnahmequelle. Dies bestärkt uns in unserem strategischen Ziel, unser Musical-Portfolio neben internatonalen Hit-Shows auch künftig durch eigene Entwicklungen zu ergänzen. [UnitedNetworker.com]
Martin Bruny am Freitag, den
19. März 2010 um 13:06 · gespeichert in West End, Musical, Broadway, Wien, Ungarn

“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, basierend auf einem Roman von Daphne du Maurier, feierte am 18. März 2010 seine Ungarn-Premiere im Rahmen des renommierten Budapester Frühlingsfestivals (19. März bis 5. April 2010).
Die Show folgt damit den anderen Musical-Exporten der Vereinigten Bühnen Wien wie “Elisabeth” (seit 1996), “Mozart!” (seit 2003), “Tanz der Vampire” (seit 2007) und “Rudolf” (seit 2006) nach Ungarn.
In der Regie von Attila Bà©res ist die Show 2010 mindestens 40 Mal zu sehen, weitere Vorstellungen sind für die Spielzeit 2010/2011 in Planung.

Seine Uraufführung feierte “Rebecca” am 26. September 2006 im Wiener Raimund Theater. Bis zur Dernià¨re am 30. Dezember 2008 sahen weit über 500.000 Besucher die Show. 2008 erlebte “Rebecca” Premieren in Tokio, Moskau (Workshop) und Helsinki, 2010 sind weitere Produktionen in Tokio, Nagoya und Osaka sowie Kouvola (Finnland) geplant - und 2011 steht das Musical in St. Gallen auf dem Spielplan.
Im Herbst 2009 fand ein erstes Reading für eine englischsprachige Version des Musicals in London statt. Ob und wann es zu einer Premiere am West End oder am Broadway kommen wird - lassen wir uns überraschen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. März 2010 um 20:00 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
Anlässlich der Wien-Premiere der Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York”, die in ebendiesen Minuten im Raimund Theater über die Bühne geht, strahlte der ORF eine altbekannte, aber etwas aufgefrischte Doku über die Erfolgsgeschichte des Musicalgenres in Wien aus. Lustigerweise setzte ja der richtige Musicalboom in Wien natürlich genau in dem Augenblick ein, in dem für die meisten, die sich als die wahren Experten bezeichnen, das Musical zu sterben begann, nämlich mit dem Einzug des Megamusicals in Gestalt der Webberschen Erfolgsshows wie “Cats” oder “Das Phantom der Oper”.
Was wäre das doch für eine wunderbare Musicalwelt gewesen, hätte es diese Webberschen Shows nicht gegeben. Wir hätten sicher 90 Prozent weniger Musicalschulen, aus Holland würden wir nur Käse kennen, und an der Volksoper würde man vielleicht nach wie vor ohne Mikros singen. Fällt uns sonst noch was ein? Naja, man hätte Heinz Sichrovsky, einen der “geliebten” Wiener Theaterkritiker, für die zuerst der Teufel und danach gleich das Musical kommt, in ebendieser alten, etwas aufgefrischten Sendung vielleicht nicht so viel Platz eingeräumt. Wunderbar sind seine Ausführungen ja aber dennoch, wunderbar um ihres skurrilen Moments, wenn er meint:
Ich halte das Musical für eine kurzfristige, lukrative Verirrung der Kulturgeschichte. Sowas wie die Glockenhose oder die Vogelgrippe. Kurze Zeit verdient jemand sehr gut daran, in kurzer Zeit wird’s das nicht mehr geben. Ich glaube, dass in 20 Jahren das Musical als Form gar nicht mehr existieren wird. Ich muss hinzufügen, ich bezweifle, dass es das Musical überhaupt jemals gegeben hat.
“My Fair Lady” ist meines Erachtens die letzte erstklassige Operette, die geschrieben wurde, “West Side Story” ist ein bedeutendes Opernwerk. Es kam dann der Verfall mit Lloyd Webber, der das Ganze zu einer Maschinerie, zu einer Industrie gemacht hat, der auf eine sehr kalte, professionelle Art Gefühle herzustellen versucht hat. Das ist dann wunderbar gegangen eine Zeit lang. Nur – wenn der fünfte, sechste und siebte Lloyd Webber beginnt Gefühle herzustellen, werden die halt nicht mehr professionell und sehr schlecht und sehr maschinell und ein Wegwerfprodukt
Schön ist, dass Herr Sichrovsky offenbar ein begeisterter Belletristik-Fan ist. In einem seiner für NEWS geschriebenen Artikel bezeichnete er das “Libretto” für die Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York” als “brillant”. Es ist davon auszugehen, dass Heinz Sichrovsky genau in diesen Minuten der optischen, tänzerischen und gesanglichen Umsetzung des “brillanten” Librettos gebannt lauschen wird, und es sei ihm von Herzen gegönnt.
Aber wie ist das nun, hat es tatsächlich nie ein Musical gegeben? Wurde das Publikum etwa betrogen und hinterrücks mit operettenunterspickten Pseudo-Opern zugedröhnt? Interessant ist die Tatsache, dass man in bezug auf “Ich war noch niemals in New York” Aussagen hört wie das sei “broadwayreif”. Hat jemals schon ein Zuschauer nach dem Besuch einer Vorstellung der Wiener Staatsoper Statements abgegeben wie “Das war …reif?” Wie siehts mit Besuchern des Wiener Burgtheaters aus?
Irgendwas läuft da schief im Staate VBW. Aussagen wie “Nichts mehr im Griff - auf dem sinkenden Schiff” auf beliebten Social-Network-Plattformen lassen erahnen, wohin der Weg führt, den die Frau Kapitän der VBW eingeschlagen hat. Am Ende hat Sichrovsky doch noch recht. Unglaublich!
Kritiken
- TT.com: Kitsch-Orgie und Retro-Charme: Udo-Jürgens-Musical in Wien
- Marler Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- KURIER: Udo-Jürgens-Musical: Bejubelter Retrokitsch
- Kleine Zeitung: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- APA.OTS: Musikalische Seereise: Udo Jürgens-Musical im Raimundtheater
- wienweb.at: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- puls4.com: Premierenfeier von `Ich war noch niemals in New York`
- derStandard.at: Hitfabrik auf dem Musicaldampfer
- Die Presse.com: Mitreißendes Jürgens-Musical
- WienerZeitung.at: Alter Wein in jungen Schläuchen
- Neues Volksblatt: Mit Udo von Hit zu Hit
- Ahlener Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- musicalvienna.at: Galapremiere ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
- Der neue Merker: WIEN / Raimundtheater: ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (17. März 2010)
- KURIER: Julian Fritz - Für Udo auf die Bühne
- York Blog: Ich War Noch Niemals in New York
- Wien Holding: Eine Kreuzfahrt mit Pfiff
- Salzburger Nachrichten: Eine Telenovela wird durch Hits geadelt
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. März 2010 um 00:47 · gespeichert in Musical, Wien

Der Tag 0 ist in Greifweite. Wir schreiben den 10. März 2010 und sind somit exakt fünf Tage von den Iden des März entfernt - es ist der Moment der ersten öffentlichen Präsentation von Songs aus der Revue “Ich war noch niemals in New York” gekommen: Die Foto- und Fernsehprobe geht im Raimund Theater über die Bühne. Ist es ein gutes Omen für die Show, die, aufbauend auf Lieder des deutschsprachigen Sängers Udo Jürgens, die Atmosphäre eine Kreuzfahrtstripps in den Musicaltempel namens Raimund Theater beamen will? Man wird sehen, was die Kritiker nach den Iden des März, am Tag nach der österreichischen Erstaufführung (17. März 2010) über die Nummernshow schreiben werden.
Aber gehen wirs langsam an, nehmen wir uns Zeit. Bevor uns Gesang und Tanz (und Schauspiel) erwarten, begrüßt uns das ganz auf Kreuzfahrt gestylte, wenn man so sagen will, retuschierte Raimund Theater. Die Fotografin Isabell Schatz war bei der Fotoprobe vor Ort und hat alle Fotos aufgenommen, die sich in diesem Beitrag finden. Mehr davon, andere Motive gibts dann auf der Website von Isabell Schatz –> hier.









Folgende Songs waren im Zuge der Fotoprobe zu hören:
1) Alles im Griff (1. Akt, Szene 6) Ann Mandrella, Andreas Lichtenberger, Ensemble






2) Im Seniorenheim (1. Akt, Szene 2c), Hertha Schell, Peter Fröhlich




3) Bleib doch bis zum Frühstück (2. Akt, Szene 8) Ann Mandrella, Andreas Lichtenberger, Ensemble








4) Griechischer Wein (2. Akt, Szene 7) Andreas Bieber, Gianni Meurer, Peter Fröhlich, Julian Fritz, Ensemble










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