Archiv - Musical
Martin Bruny am Montag, den
6. August 2007 um 10:28 · gespeichert in Broadway
Mel Brooks macht Ernst. Wer sein neues Musical “Young Frankenstein” sehen will, muss, wie ansatzweise schon Anfang Juli berichtet, tief in die Tasche greifen. Die offiziellen Ticketpreise:
PREMIER SEATING
US $450 (unter der Woche: $350)
PREMIUM SEATING
US $375 (unter der Woche: $275)
ORCHESTRA SEATING
US $120
DRESS CIRCLE/MEZZANINE
US $120
BALCONY SEATING
US $60-$80 (unter der Woche: $50-$75)
Wie geschäftstüchtig Brooks ist, lässt sich daran erkennen, dass er bei “Young Frankenstein” so richtig abcashen wird, falls die Show ein Renner wird. 24 Prozent des Nettogewinns wandern in seine Tasche. Wird “Young Frankenstein” ähnlich erfolgreich wie “The Producers”, das einen Gewinn von 70 Millionen Dollar erzielen konnte, macht Frankenstein Brooks um 17 Millionen Dollar reicher.
Kein Autor konnte jemals einen solchen Deal abschließen. Andrew LLoyd Webber beispielsweise bekommt 12 Prozent vom Gewinn, den “Das Phantom der Oper” einspielt. 12 Prozent von bisher 2,5 Milliarden Dollar ist freilich auch kein schlechtes Ergebnis.
Mel Brooks wird zusätzlich auch als Komponist, Texter, Koproduzent und Koautor einen ordentlichen Batzen Geld verdienen, und zwar wöchentlich (wenn die Show ausverkauft ist) bis zu 100.000 Dollar, was pro Jahr die Summe von 5,2 Millionen Dollar ergibt.
Susan Stroman führt bei “Young Frankenstein” Regie und ist für die Choreographie verantwortlich. Ihr Anteil am Gewinn beträgt 4 Prozent. Damit spielt sie ungefähr in einer Liga mit den reichsten Broadway-Regisseuren: Hal Prince bekommt 7 Prozent von den Gewinnen des “Phantoms der Oper”, Mike Nichols 5 Prozent von “Spamalot”. [NY Post]
Martin Bruny am Sonntag, den
5. August 2007 um 23:18 · gespeichert in Wien
Lang hat es gedauert, aber jetzt ist er online: ein Mitschnitt des Musicals “udo 77″ von monochrom.
“Wie ein Societythriller von John Grisham liest sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall jenes Mannes, der auszog, um ein Schiff im Sumpf der österreichischen Politik zu versenken. Wenn es wahr ist … Aber was ist wahr? Bei Udo Proksch verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Legende, bei seiner Biografie endet die Geschichtsschreibung. Proksch ist Mythos.”
Premiere im Wiener Rabenhof-Theater am 15. September 2004 // Aufführungen am 17., 18., 24., 25. September sowie am 1., 2., 8., 9. Oktober 2004
Aufgrund des großen Erfolges: Wiederaufnahme. Termine: 18., 20., 21., 24., 25., 26., 27., 28., 31. Mai 2005 sowie am 1., 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10., 11. Juni 2005.
Cast
Alexandra Schmid/Anna Behne, Sonja Romei, Lukas Sartori, Christian Strasser sowie Homolka List (monochrom), Johannes Grenzfurthner (monochrom) und Robert Stachel
Musiker
Otto Europa, Tunakan und Gollini (cheap), Vibemaster, Alfons Bauernfeind und Ingmar Versolmann (von Blockwerk), Arteom Denissov, Michael Mautner, Reinhold & Weiß, Matthias Kertal (von Mika), From Beyond Inc Allstars (Nitram Tamtin Vs Canon McQuadratin), Peter Dusl, Max of Prey, Richard Wientzek, Rupert Schellenberger, Fadi Dorninger, 100% Meskalin, Trishes
- Downloadlink
- Website von monochrom
Martin Bruny am Sonntag, den
5. August 2007 um 19:28 · gespeichert in Musical, Wien, TV
Disneys “High School Musical” geht am 17. August in die zweite Runde. Was liegt näher, als vor der amerikanischen Erstausstrahlung von “High School Musical 2″ mal ein paar Zahlen auf den Tisch zu legen.
Die Chance, keine Möglichkeit gehabt zu haben, das TV-Musical im Fernsehen sehen zu können, lag in, Stand August 2007, Kroatien, China, Russland und anderen ehemaligen Ostblockländern bei 100 Prozent. Mit Ende des Jahres sollte mit der Show allerdings die totale globale Eroberung gelungen sein.
In den 18 Monaten, seit “High School Musical” das erste Mal in Amerika auf Sendung ging, scheffelte Disney mit dem Filmchen Einnahmen in der Höhe von 100 Millionen Dollar. 170 Millionen Menschen haben die TV-Show gesehen, 7,8 Millionen DVDs wurden verkauft, der Soundtrack ging weltweit 7 Millionen Mal über den Ladentisch.
Zirka 2000 High Schools haben “High School Musical” als Bühnenversion aufgeführt (und entsprechende Lizenzgebühren an Disney abgeführt). Mehr als 100 verschiedene Merchandising-Artikel, vom Heferl bis zum Poster, wurden lizensiert.
Im Juli ging das “High School Musical” in den USA mal wieder auf Sendung, und 5,8 Millionen Zuseher waren dabei, was - natürlich - im gebührenpflichtigen Kabelfernsehen Amerikas wieder Rekord bedeutet. “Mal wieder” auf Sendung bedeutet in diesem Fall nicht etwa zum 5. Mal, oder zum 10. Mal, nein, wir sprechen vom 21. Mal.
Richard Ross (Disney):
There’s never been a more exciting time at the network. Everyone says, ‘There you go, you have it, you’ve reached a crescendo and it’s all downhill from there.’ But what has happened, it’s been a steady climb. We knew we’d do an album and have a merchandising program. But then everything just took off. We had to move quickly, and thankfully, having worked at Disney for 10 years, I knew this was the perfect company to move fast.
In Österreich ist eine Bühnenfassung des High School Musical ab September in der Wiener Stadthalle zu sehen. [Variety]
Martin Bruny am Freitag, den
3. August 2007 um 12:51 · gespeichert in Broadway
Vergangenen Sonntag fiel für das Broadway-Musical “Grey Gardens” der letzte Vorhang. 307 Vorstellungen wurden gegeben, die Show wird als finanzieller Flop in den Geschichtsbüchern des Broadway aufscheinen.
Produziert wurde das 5-Millionen-Dollar-Debakel von Edwin Schloss & Schloss Associates. Seit 33 Jahren ist das Theaterbusiness eine der kleineren Investmentschienen, die die Firma unter seiner Leitung fährt, nach dem “Grey Gardens”-Flop zieht er er jedoch die Konsequenzen. Schloss:
I felt wounded by the experience. If a serious musical like “Grey Gardens” can’t make it, I feel producing quality is an exercise in masochism.”
In der vergangenen Broadway-Saison schafften es nur fünf Shows von mehr als 24, zumindest die Produktionskosten wieder hereinzuspielen. Nach drei Flops hintereinander zieht Schloss einen Schlussstrich.
Edwin Schloss wuchs in New York auf, war immer schon ein begeisterter Theaterbesucher, studierte “Playwriting” an der North Carolina School of Arts, war sich aber unsicher, ob sein Talent auch tatsächlich ausreichen würde, um in dieser Branche erfolgreich zu sein. Er stieg daher in die Investmentfirma seines Vaters, Walter Schloss, ein. Warren Buffet, ein amerikanischer Investor mit einem geschätzten Privatvermögen von 52 Mrd. US-Dollar und Studienkollege von Walter Schloss, gab Edwin folgenden Rat, als er zum Thema “Investieren in Broadway-Produktionen” befragt wurde:
If the music is wonderful, with the best script in the world and the most gifted cast, just shut your eyes and say no.
Edwin Schloss produzierte nicht nur Flops. Sein erstes Stück, “Gypsy” (1974, Revival) mit Angela Lansbury, machte Gewinn. Insgesamt 15 Broadwaystücke hat er (mit)finanziert, “Kiss me, Kate” (1999) war sein größter Erfolg. Die Show wurde mit 5 Tony Awards ausgezeichnet, allerdings kein Tony für Edwin als “Associate Producer”, denn nur “Full Producer” können gewinnen.
2003 steckte Schloss Geld in den Flop “Wonderful town” mit Donna Murphy. 2005 floppte seine Produktion “Sweet Charity”.
Den Misserfolg von “Grey Gardens” führt Schloss zum Teil auf eine falsch konzipierte Werbekampagne zurück, zum Teil bezweifelt er auch, dass eine Show wie “Grey Gardens” Touristen anzusprechen vermag, dass eine Show ohne bekannte Hits, ohne einen Star, ohne einen Rockmusik-Score heute noch Chancen hat.
Schloss plant, sich in der Nonprofit-Theaterszene von New York oder Connecticut zu engagieren. Seine Investments wird er auf Aktien und Wertpapiere konzentrieren. Schloss:
If you make a mistake on a stock, most of the time you get 70 percent back. With a show, it’s all or nothing.” [bloomberg]
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. August 2007 um 16:17 · gespeichert in Filmmusical

Martin Bruny am Sonntag, den
29. Juli 2007 um 19:08 · gespeichert in Netz, Deutschland
Noch bis zum 5. August 2007 ist in Bad Hersfeld (Deutschland) das Musical “Les Misà©rables” in der Inszenierung von Helmuth Lohner zu erleben.
Auf der Website von Musicaldarsteller Tomas Tomke gibt es zu dieser Produktion mittlerweile zwei Backstage-Videos, ein dritter Teil ist in Planung. Die Links zu den Videos findet man im Blog der Website.
Martin Bruny am Samstag, den
28. Juli 2007 um 06:32 · gespeichert in Musical
Auf dem Weg zum Broadway hat das Musical “The Legend Of Sleepy Hollow” die nächste Stufe erreicht: Das New York Cast Album ist erschienen.
James Crowley (Musik & Texte) und Robert Stempin (Buch) haben für ihre Show den gleichnamigen Klassiker von Washington Irving verwendet.
Das 2-CD-Set ist auf der Website zum Musical erhältlich und kostet 24 Dollar. Auch diverse Audiofiles sind vorhanden.
Zu hören sind jene Darsteller, die im vergangenen Jahr beim New Yorker Reading der Show dabei waren: Perry Ojeda als Ichabod Crane, Ann Rooney als Katrina Van Tassel und Matt Stokes als Brom Van Brunt u. a.
Martin Bruny am Samstag, den
28. Juli 2007 um 00:22 · gespeichert in Netz, Musical
“Joined At The Heart”, basierend auf Mary Shelleys Roman “Frankenstein”, wird das erste Musical sein, das live auf der virtuellen Plattform “Second Life” gestreamed wird. Übertragen wird die Show am 4. August 2007 um 19:30 Uhr englischer Zeit.
Auch wenn das Musical in der virtuellen Umgebung von “Second Life” erlebt werden kann - als Darsteller sind echte Menschen an Bord, und keine Musical-Avatare. Bevor die Show ins Virtuelle abgesetzt wird, geht in Cambridge am 1. August die Uraufführung über die Bühne (zu sehen bis zum 4. August). Danach ist “Joined At The Heart” beim Edinburgh Fringe Festival zu sehen (12. bis 18. August 2007). [vnunet.com]
Hörproben gibt es auf der MySpace-Site, die für das Musicalprojekt eingerichtet wurde.
Cast
The Creature: James Stuart
Victor Frankenstein: Adam Bonner
Elizabeth Lavenza: Lisa Norman
Mrs. Moritz: Judith Juden
Caroline Frankenstein & Sarah: Claire Mayne
Professor Waldman: Peter Crussell
Peggy: Gerry Goodjohn
Bob & Edward: Matt Bullen
Florence: Lydia Crussell
William: James Crussell
Ensemble: James Camp, Jade Fallon, Pam Brown, Jane Crussell
Kreativ-Team
Composer & Musical Director: Graham Brown
Lyricist & Sound Designer: Geoff Meads
Martin Bruny am Freitag, den
27. Juli 2007 um 19:44 · gespeichert in Musical
30 bis 40 Millionen Zuschauer, auf sie kann die japanische TV-Station NHK verweisen.
Der Genfer David Zoppetti lebt seit 21 Jahren in Japan, produziert Sendungen für NHK und hat große Pläne mit dem zweiten Teil des Schweizer Musicals “Heidi”, das am Donnerstag auf der Walenstadter Seebühne Premiere feierte.
Neben Szenen aus dem Heidi-Musical soll auch die ganze Region mit ihren Schön- und Eigenheiten gezeigt werden. Für die Moderation will Zoppetti eine der berühmtesten Schauspielerinnen Japans verpflichten.
Zoppetti: “NHK ist so etwas wie das BBC Japans. Geplant ist, alleine das Musical selber mit vier bis fünf TV-Kameras auf Film zu bannen. Das Budget für ein solches Projekt beläuft sich schnell einmal auf mehrere Millionen.”
“Heidi” ist in Japan enorm populär. Der bekannteste Heidi-Zeichntrickfilm stammt aus Japan und feiert 2008 sein 35-Jahr-Jubiläum. [St. Galler Tagblatt]
Martin Bruny am Freitag, den
27. Juli 2007 um 10:38 · gespeichert in Musical
Harald Serafin, der kauzige Operettenintendant der Seefestspiele Mörbisch, und sein Verständnis der Grenze zwischen Operette und Musical, in einem Interview mit der Burgenländischen Volkszeitung:
BVZ: 2009 wird es noch interessanter; da macht Mörbisch eine Wende. Dann soll statt Operette Musical kommen. Kann dieser Schwenk eigentlich gut gehen?
Serafin: Musical geht nicht. 50 Jahre Operette – wenn man damit bricht, dann irritierst du das Publikum. Darum: »Bleib bei deinen Leisten.«
BVZ: Nun steht 2009 aber doch »My fair Lady« auf dem Programm. Das ist doch ein Musical, oder?
Serafin: Ja, bestimmt: »My fair Lady« werde ich machen. Das ist aber die Grenze. Weiter kann ich nicht gehen. Für mich ist es eine Mischung – ein Übergang von der Operette zum Musical. Bis dahin kann ich gehen. »Kiss me Kate« kann ich schon nicht mehr geben.
BVZ: Das heißt, »My fair Lady« kann man in Mörbisch noch spielen?
Serafin: So ist es. Und dann muss man wieder zurück zur »goldenen Operette«.
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