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Archiv - Musical

Seattle: “Young Frankenstein”- Bericht von der ersten Preview

Schriftsteller, Regisseur, Schauspieler und Moderator Frank Buxton hat die erste Preview von Mel Brooks’ neuem Musical “Young Frankenstein” besucht. Auf der Website POVONLINE schildert er seine Eindrücke von der Show:

Last night, August 7th, 2007 was the first performance before a full audience of Mel Brooks’ new musical, Young Frankenstein, at the magnificent Paramount Theatre in Seattle, Washington and we were there. Seattle has become a “try-out” town where musicals such as Hairspray and plays like Angels in America have their pre-Broadway runs before heading to New York just as they used to do in New Haven and Boston. It was a treat to see this big, big show in our wonderful town, forgive the pun.

In a nutshell, it’s going to be a big hit, as big, if not bigger, than Brooks’ The Producers. Young Frankenstein is a three-hour romp, staged at a breakneck pace. There’s hardly a pause in the action. Whether you loved the movie or never saw it (there are those people) you’ll be more than satisfied and you’ll have a great evening in the theatre. [… weiterlesen]

Auch Michael Riedel beschäftigt sich in in der New York Post mit der “Young Frankenstein”-Preview:

Sitting in what, in New York, will be the $450 seats, Brooks roared at all his old jokes - and some new ones like: “I’m on my way to the Johns Miriam and Anthony Hopkins School of Medicine.” Brooks may have been laughing, in part, because he was relieved.
The dress rehearsal the night before did not go over well at all.
“There were very few laughs and long stretches of silence,” says my source, whom we’ll call Deep Abby Normal.
And so the cast was shocked when, as soon as the curtain went up on a winding road leading to a gigantic castle, the audience cheered and stomped its feet. When the first clap of thunder hit, they screamed.
“These were hard-core ‘Young Frankenstein’ fans,” Deep Abby Normal says. [… weiterlesen]

Wien: Gloria Theater zeigt “Little Shop Of Horrors”

Little Shop of Horrors; Foto: Gloria Theater
Am 10. Oktober 2001 öffnete das Gloria Theater mit dem Programm “Mich hätten Sie sehen sollen” erstmals seine Pforten. Gerald Pichowetz, Direktor des Hauses und Schauspieler, bringt in seinem Theater, das mitten in Floridsdorf liegt und über 350 Sitzplätze verfügt, u. a. Komödien, Boulevard-Stücke, Singspiele - und Musicals.

Am 16. November 2007 steigt im Gloria Theater die Premiere von “Little Shop of Horrors”. Die Uraufführung dieser Show von Howard Ashman (Buch, Texte) und Alan Menken (Musik), die auf dem gleichnamigen Film von Roger Corman aus dem Jahre 1960 basiert, fand am 27. Juli 1982 im New Yorker Orpheum Theatre, Off-Broadway, statt. Für 2209 Vorstellungen war die Produktion bis zum 1. November 1987 zu sehen. David Geffen und Cameron Mackintosh produzierten die Show, Howard Ashman führte Regie.

Nach dem Off-Broadway-Erfolg lief es bei einer Broadway-Produktion der Show nicht mehr gar so gut. Im Virginia Theatre starteten die insgesamt 40 Previews am 29. August 2003. Die Premiere ging am 2. Oktober 2003 über die Bühne. Nach 372 Vorstellungen wurde die Show am 22. August 2004 abgesetzt. Hunter Foster in der Rolle von Seymour wurde für einen Tony Award als “Best Actor in a Musical” nominiert und für einen Drama Desk Award in der Kategorie “Outstanding Actor in a Musical”. An seiner Seite agierten Kerry Butler, Douglas Sills, Rob Bartlett, Anthony Asbury, Carle J. Hargrove, Trisha Jeffrey, DeQuina Moore, Don Morrow, Bill Remington, Martin P. Robinson, Matt Vogel und Michael-Leon Wooley.

Bei der Produktion im Wiener Gloria Theater führt Gerhard Ernst Regie, Mario Pecoraro hat die Musikalische Leitung übernommen.
Gespielt werden insgesamt 28 Vorstellungen vom 16. November bis 27. Dezember 2007.

Cast
Rounder Girls (Tini Kainrath, Kim Cooper und Lynne Kieran)
Caroline Vasicek
Eddie Cole
Gernot Kranner
Gerald Pichowetz
Mat Schuh

Mel Brooks: Mit “Young Frankenstein” casht er ab wie keiner zuvor

Young Frankenstein - Mel BrooksMel Brooks macht Ernst. Wer sein neues Musical “Young Frankenstein” sehen will, muss, wie ansatzweise schon Anfang Juli berichtet, tief in die Tasche greifen. Die offiziellen Ticketpreise:

PREMIER SEATING
US $450 (unter der Woche: $350)

PREMIUM SEATING
US $375 (unter der Woche: $275)

ORCHESTRA SEATING
US $120

DRESS CIRCLE/MEZZANINE
US $120

BALCONY SEATING
US $60-$80 (unter der Woche: $50-$75)

Wie geschäftstüchtig Brooks ist, lässt sich daran erkennen, dass er bei “Young Frankenstein” so richtig abcashen wird, falls die Show ein Renner wird. 24 Prozent des Nettogewinns wandern in seine Tasche. Wird “Young Frankenstein” ähnlich erfolgreich wie “The Producers”, das einen Gewinn von 70 Millionen Dollar erzielen konnte, macht Frankenstein Brooks um 17 Millionen Dollar reicher.

Kein Autor konnte jemals einen solchen Deal abschließen. Andrew LLoyd Webber beispielsweise bekommt 12 Prozent vom Gewinn, den “Das Phantom der Oper” einspielt. 12 Prozent von bisher 2,5 Milliarden Dollar ist freilich auch kein schlechtes Ergebnis.

Mel Brooks wird zusätzlich auch als Komponist, Texter, Koproduzent und Koautor einen ordentlichen Batzen Geld verdienen, und zwar wöchentlich (wenn die Show ausverkauft ist) bis zu 100.000 Dollar, was pro Jahr die Summe von 5,2 Millionen Dollar ergibt.

Susan Stroman führt bei “Young Frankenstein” Regie und ist für die Choreographie verantwortlich. Ihr Anteil am Gewinn beträgt 4 Prozent. Damit spielt sie ungefähr in einer Liga mit den reichsten Broadway-Regisseuren: Hal Prince bekommt 7 Prozent von den Gewinnen des “Phantoms der Oper”, Mike Nichols 5 Prozent von “Spamalot”. [NY Post]

“udo 77″ - Udo Proksch-Musical online & zum Download

udo 77Lang hat es gedauert, aber jetzt ist er online: ein Mitschnitt des Musicals “udo 77″ von monochrom.

“Wie ein Societythriller von John Grisham liest sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall jenes Mannes, der auszog, um ein Schiff im Sumpf der österreichischen Politik zu versenken. Wenn es wahr ist … Aber was ist wahr? Bei Udo Proksch verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Legende, bei seiner Biografie endet die Geschichtsschreibung. Proksch ist Mythos.”

Premiere im Wiener Rabenhof-Theater am 15. September 2004 // Aufführungen am 17., 18., 24., 25. September sowie am 1., 2., 8., 9. Oktober 2004
Aufgrund des großen Erfolges: Wiederaufnahme. Termine: 18., 20., 21., 24., 25., 26., 27., 28., 31. Mai 2005 sowie am 1., 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10., 11. Juni 2005.

Cast
Alexandra Schmid/Anna Behne, Sonja Romei, Lukas Sartori, Christian Strasser sowie Homolka List (monochrom), Johannes Grenzfurthner (monochrom) und Robert Stachel

Musiker
Otto Europa, Tunakan und Gollini (cheap), Vibemaster, Alfons Bauernfeind und Ingmar Versolmann (von Blockwerk), Arteom Denissov, Michael Mautner, Reinhold & Weiß, Matthias Kertal (von Mika), From Beyond Inc Allstars (Nitram Tamtin Vs Canon McQuadratin), Peter Dusl, Max of Prey, Richard Wientzek, Rupert Schellenberger, Fadi Dorninger, 100% Meskalin, Trishes

- Downloadlink
- Website von monochrom

“High School Musical” - der globale Megaerfolg

Disneys “High School Musical” geht am 17. August in die zweite Runde. Was liegt näher, als vor der amerikanischen Erstausstrahlung von “High School Musical 2″ mal ein paar Zahlen auf den Tisch zu legen.

Die Chance, keine Möglichkeit gehabt zu haben, das TV-Musical im Fernsehen sehen zu können, lag in, Stand August 2007, Kroatien, China, Russland und anderen ehemaligen Ostblockländern bei 100 Prozent. Mit Ende des Jahres sollte mit der Show allerdings die totale globale Eroberung gelungen sein.

In den 18 Monaten, seit “High School Musical” das erste Mal in Amerika auf Sendung ging, scheffelte Disney mit dem Filmchen Einnahmen in der Höhe von 100 Millionen Dollar. 170 Millionen Menschen haben die TV-Show gesehen, 7,8 Millionen DVDs wurden verkauft, der Soundtrack ging weltweit 7 Millionen Mal über den Ladentisch.

Zirka 2000 High Schools haben “High School Musical” als Bühnenversion aufgeführt (und entsprechende Lizenzgebühren an Disney abgeführt). Mehr als 100 verschiedene Merchandising-Artikel, vom Heferl bis zum Poster, wurden lizensiert.

Im Juli ging das “High School Musical” in den USA mal wieder auf Sendung, und 5,8 Millionen Zuseher waren dabei, was - natürlich - im gebührenpflichtigen Kabelfernsehen Amerikas wieder Rekord bedeutet. “Mal wieder” auf Sendung bedeutet in diesem Fall nicht etwa zum 5. Mal, oder zum 10. Mal, nein, wir sprechen vom 21. Mal.

Richard Ross (Disney):

There’s never been a more exciting time at the network. Everyone says, ‘There you go, you have it, you’ve reached a crescendo and it’s all downhill from there.’ But what has happened, it’s been a steady climb. We knew we’d do an album and have a merchandising program. But then everything just took off. We had to move quickly, and thankfully, having worked at Disney for 10 years, I knew this was the perfect company to move fast.

In Österreich ist eine Bühnenfassung des High School Musical ab September in der Wiener Stadthalle zu sehen. [Variety]

Broadway/Edwin Schloss: “Producing quality is an exercise in masochism”

Vergangenen Sonntag fiel für das Broadway-Musical “Grey Gardens” der letzte Vorhang. 307 Vorstellungen wurden gegeben, die Show wird als finanzieller Flop in den Geschichtsbüchern des Broadway aufscheinen.

Produziert wurde das 5-Millionen-Dollar-Debakel von Edwin Schloss & Schloss Associates. Seit 33 Jahren ist das Theaterbusiness eine der kleineren Investmentschienen, die die Firma unter seiner Leitung fährt, nach dem “Grey Gardens”-Flop zieht er er jedoch die Konsequenzen. Schloss:

I felt wounded by the experience. If a serious musical like “Grey Gardens” can’t make it, I feel producing quality is an exercise in masochism.”

In der vergangenen Broadway-Saison schafften es nur fünf Shows von mehr als 24, zumindest die Produktionskosten wieder hereinzuspielen. Nach drei Flops hintereinander zieht Schloss einen Schlussstrich.

Edwin Schloss wuchs in New York auf, war immer schon ein begeisterter Theaterbesucher, studierte “Playwriting” an der North Carolina School of Arts, war sich aber unsicher, ob sein Talent auch tatsächlich ausreichen würde, um in dieser Branche erfolgreich zu sein. Er stieg daher in die Investmentfirma seines Vaters, Walter Schloss, ein. Warren Buffet, ein amerikanischer Investor mit einem geschätzten Privatvermögen von 52 Mrd. US-Dollar und Studienkollege von Walter Schloss, gab Edwin folgenden Rat, als er zum Thema “Investieren in Broadway-Produktionen” befragt wurde:

If the music is wonderful, with the best script in the world and the most gifted cast, just shut your eyes and say no.

Edwin Schloss produzierte nicht nur Flops. Sein erstes Stück, “Gypsy” (1974, Revival) mit Angela Lansbury, machte Gewinn. Insgesamt 15 Broadwaystücke hat er (mit)finanziert, “Kiss me, Kate” (1999) war sein größter Erfolg. Die Show wurde mit 5 Tony Awards ausgezeichnet, allerdings kein Tony für Edwin als “Associate Producer”, denn nur “Full Producer” können gewinnen.

2003 steckte Schloss Geld in den Flop “Wonderful town” mit Donna Murphy. 2005 floppte seine Produktion “Sweet Charity”.

Den Misserfolg von “Grey Gardens” führt Schloss zum Teil auf eine falsch konzipierte Werbekampagne zurück, zum Teil bezweifelt er auch, dass eine Show wie “Grey Gardens” Touristen anzusprechen vermag, dass eine Show ohne bekannte Hits, ohne einen Star, ohne einen Rockmusik-Score heute noch Chancen hat.

Schloss plant, sich in der Nonprofit-Theaterszene von New York oder Connecticut zu engagieren. Seine Investments wird er auf Aktien und Wertpapiere konzentrieren. Schloss:

If you make a mistake on a stock, most of the time you get 70 percent back. With a show, it’s all or nothing.” [bloomberg]

“Sweeney Todd” - das erste Filmplakat

Sweeney Todd

Bad Hersfeld: Backstage-Videos von “Les Misà©rables”

Noch bis zum 5. August 2007 ist in Bad Hersfeld (Deutschland) das Musical “Les Misà©rables” in der Inszenierung von Helmuth Lohner zu erleben.

Auf der Website von Musicaldarsteller Tomas Tomke gibt es zu dieser Produktion mittlerweile zwei Backstage-Videos, ein dritter Teil ist in Planung. Die Links zu den Videos findet man im Blog der Website.

“The Legend Of Sleepy Hollow” - Cast Album ab sofort erhältlich

The Legend Of Sleepy Hollow - The MusicalAuf dem Weg zum Broadway hat das Musical “The Legend Of Sleepy Hollow” die nächste Stufe erreicht: Das New York Cast Album ist erschienen.

James Crowley (Musik & Texte) und Robert Stempin (Buch) haben für ihre Show den gleichnamigen Klassiker von Washington Irving verwendet.

Das 2-CD-Set ist auf der Website zum Musical erhältlich und kostet 24 Dollar. Auch diverse Audiofiles sind vorhanden.

Zu hören sind jene Darsteller, die im vergangenen Jahr beim New Yorker Reading der Show dabei waren: Perry Ojeda als Ichabod Crane, Ann Rooney als Katrina Van Tassel und Matt Stokes als Brom Van Brunt u. a.

Musical goes “Second Life”: “Frankenstein” - das erste “virtuelle Musical”

Joined At The Heart“Joined At The Heart”, basierend auf Mary Shelleys Roman “Frankenstein”, wird das erste Musical sein, das live auf der virtuellen Plattform “Second Life” gestreamed wird. Übertragen wird die Show am 4. August 2007 um 19:30 Uhr englischer Zeit.

Auch wenn das Musical in der virtuellen Umgebung von “Second Life” erlebt werden kann - als Darsteller sind echte Menschen an Bord, und keine Musical-Avatare. Bevor die Show ins Virtuelle abgesetzt wird, geht in Cambridge am 1. August die Uraufführung über die Bühne (zu sehen bis zum 4. August). Danach ist “Joined At The Heart” beim Edinburgh Fringe Festival zu sehen (12. bis 18. August 2007). [vnunet.com]

Hörproben gibt es auf der MySpace-Site, die für das Musicalprojekt eingerichtet wurde.

Cast
The Creature: James Stuart
Victor Frankenstein: Adam Bonner
Elizabeth Lavenza: Lisa Norman
Mrs. Moritz: Judith Juden
Caroline Frankenstein & Sarah: Claire Mayne
Professor Waldman: Peter Crussell
Peggy: Gerry Goodjohn
Bob & Edward: Matt Bullen
Florence: Lydia Crussell
William: James Crussell
Ensemble: James Camp, Jade Fallon, Pam Brown, Jane Crussell

Kreativ-Team
Composer & Musical Director: Graham Brown
Lyricist & Sound Designer: Geoff Meads

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