Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - Musical

Broadway: 2006/07, erste Bilanz

Das Fachmagazin “Variety” hat eine erste Zwischenbilanz der Broadway Season 2006/07 gebracht.
Der Broadway boomt, so Davis Rooney in seiner Analyse. 32 Produktionen waren vom 29. Mai bis 17. Dezember 2006 am Broadway zu sehen, 500 Millionen Dollar Einspielergebnis mit einer durchschnittlichen Auslastung von 82,7 Prozent - das kann sich sehen lassen. Die Vorjahressaison brachte 461 Millionen Dollar mit 28 Shows und einer durchschnittlichen Auslastung von 80,5 Prozent. Derzeit schaffen sechs bis sieben Shows einen Umsatz von einer Million Dollar pro Woche, vor zwei Saisonen war das nur bei zwei bis drei Produktionen der Fall. Ausschlaggebender Faktor für das Umsatzplus ist die Erhöhung der Ticketpreise auf bis zu 110 Dollar (Musical) bzw. 95 Dollar (Sprechtheater).

Ungewöhnlich viele Musicals feierten im Herbst Premiere. Normalerweise warten Produzenten bis zum Frühjahr, um ihre Stücke rechtzeitig vor den so wichtigen Tony Awards am Markt zu positionieren:

Die Top-Musical-Premieren:
- Grey Gardens (Premiere: 2.11.2006)
- Spring Awakening (Premiere: 10.12.2006)

Die Flop-Musical-Premieren:
- The Times They Are A-Changin’ (25.9.-19.11.2006: 35 Previews, 28 Vorstellungen)
- High Fidelity (7.12.-17.12.2006: 19 Previews, 13 Vorstellungen)

Musical-Publikumshits:
- Mary Poppins (Premiere: 16.11.2006)
- Dr Seuss’ How the Grinch Stole Christmas! The Musical (Premiere: 8.11.2006)

Musical-Revivals:
- A Chorus Line (Premiere: 5.10.2006)
- Les Misà©rables (Premiere: 9.11.2006)
- Company (Premiere: 29.11.2006)
- The Apple Tree (Premiere: 14.12.2006)

Solo-Shows:
- Martin Short: Fame Becomes me (Premiere: 17.8.2006)
- Jay Johnson: The Two and Only (Premiere: 28.9.2006)
- Kiki and Herb: Alive on Broadway (Premiere: 15.8.2006)

Linktipp: Susan Rigvava-Dumas

Oft gesucht, nie gefunden - eine Homepage von Susan Rigvava-Dumas, jedenfalls wenn es nach den Referrals des kultur-channels geht. Die Mrs. Danvers des Levay/Kunze-Musicals “Rebecca” scheint dieser Tage aber nun doch online gegangen zu sein. Einiges gibt es noch zu tun auf susanrigvava-dumas.com, aber eingezogen ist man schon mal.

Musical-Castingshows 2007

Mit “How Do You Solve A Problem Like Maria” hat es begonnen - ein Trend, Musicalrollen mittels Castingshows zu besetzen. Andrew Lloyd Webber castete im Sommer 2006 seine “Maria” für eine Londoner Revival-Produktion von “The Sound Of Music” im Rahmen einer TV-Sendereihe, nicht ohne vorher darauf hinzuweisen, wie schlecht er die Musicalausbildung in England findet. Die Show wurde ein Quotenhit, das Revival selbst kam bei den Kritikern gut an. Lloyd Webber:

“The success of How Do You Solve a Problem Like Maria? this summer was a real boost for musical theatre in Britain and I was particularly thrilled with the reaction from schoolchildren up and down the country. I cannot wait to get them involved in Any Dream Will Do and to get back into the studio with Graham. Joseph started in schools and I am looking for a great school choir - to play in the West End, we need a smashing girl, a great boy and of course a Pharaoh/Elvis.”

Demnächst gehen zwei weitere Musical-Castingshows in England über die Bühne. Lloyd Webber sucht für “Joseph” einen Hauptdarsteller, “Pop Idol”-Erfinder Simon Cowell wird auf ITV für eine Bühnenproduktion von “Grease” die Hauptrollen “Danny” und “Sandy” im Rahmen einer Castingshow besetzen. Cowell:

“Very simply, Grease is the word. In my opinion, Grease is the best musical on the planet. These two parts will be the most sought-after roles in the West End.”

Na Gott sei Dank. Wenn jemand “Grease” für das beste Musical hält, muss man sich keine Sorgen machen. Da darf er schon mal ein paar Jungs und Mädchen von der Straße holen. Viel Erfolg auch.

“Elisabeth” in Japan

In diesen Tagen gingen Promotionveranstaltungen für die “Elisabeth”-Auffühungen 2007 in Japan über die Bühne. Berichte über die Events:
- nifty Theater Forum
- sponichi.co.jp
- yahoo.jp
- pia.co.jp

New York Times: Die besten 10 Broadway-Shows 2006

Die Kritiker der New York Times wählten die folgenden 10 Shows zu ihren Favoriten aus dem Angebot von 2006 (in alphabetischer Reihenfolge):

- THE COAST OF UTOPIA, PART I — VOYAGE

- COMPANY
- GREY GARDENS
- THE HISTORY BOYS
- KIKI AND HERB: ALIVE ON BROADWAY
- THE LIEUTENANT OF INISHMORE
- THE LITTLE DOG LAUGHED
- THE PAJAMA GAME
- SHINING CITY
- SPRING AWAKENING

Broadway-Premiere für “Xanadu” im Mai 2007

Kaum zu glauben, aber “Xanadu”, ein Musical basierend auf dem gleichnamigen Box-Office-Flop (in den Hauptrollen: Olivia Newton-John und Gene Kelly) aus dem Jahre 1980, wird im Mai am New Yorker Helen Hayes Theatre seine Premiere feiern.
Den Inhalt der Show liest man besser irgendwo anders nach, zum Beispiel hier, was an “Xanadu” tatsächlich jedoch interessant werden könnte, ist die Transformation des 80er-Sounds der Songs von Jeff Lynne (“Electric Light Orchestra”) und John Ferrar in sagen wir mal die Gegenwart.
Details die Besetzung betreffend sind noch keine bekannt. Bei einem Workshop, der vor ein paar Monaten stattfand, waren Jane Krakowski, Cheyenne Jackson, Ben Vereen, Mary Testa, Annie Golden, Asa Somers, Leslie Kritzer und Darius de Haas mit dabei - durchaus also eine Cast, die sich sehen und hören lassen könnte.

“Dreamgirl” Jennifer Hudson auf Erfolgskurs

Jennifer Hudson begeistert mit ihrer Darstellung der Effi in der Verfilmung des Broadway-Musicals “Dreamgirls” auch die Jury der 64. “Golden Globe Awards”. In der Kategorie “Best Motion Picture, Musical or Comedy” wurde Hudson als “Best Supporting Actress” nominiert.
Die “Golden Globe”-Nominierungen für “Dreamgirls” im Überblick und im Konkurrenzumfeld:

Best Motion Picture/Comedy or Musical
1) Borat
One America; Twentieth Century Fox
2) The Devil Wears Prada
Twentieth Century Fox; Twentieth Century Fox
3) Dreamgirls
DreamWorks Pictures/Paramount Pictures; DreamWorks Pictures/Paramount Pictures

4) Little Miss Sunshine
Big Beach/Bonafide Productions; Fox Searchlight Pictures
5) Thank You For Smoking
Room 9 Entertainment/David O. Sacks Production/Content Film; Fox Searchlight Pictures

Best Performance by an Actress In A Motion Picture/Comedy or Musical
1) Annette Bening: Running With Scissors
2) Toni Colette: Little Miss Sunshine
3) Beyoncà© Knowles: Dreamgirls
4) Meryl Streep: The Devil Wears Prada
5) Renee Zellweger: Miss Potter

Best Performance By An Actress In A Supporting In A Motion Picture

1) Adriana Barraza: Babel
2) Cate Blanchett: Notes On A Scandal
3) Emily Blunt: The Devil Wears Prada
4) Jennifer Hudson: Dreamgirls
5) Rinko Kikuchi: Babel

Best Performance By An Actor In A Supporting Role In A Motion Picture
1) Ben Affleck: Hollywoodland
2) Eddie Murphy: Dreamgirls
3) Jack Nicholson: The Departed
4) Brad Pitt: Babel
5) Mark Wahlberg: The Departed

Best Original Song/Motion Picture

1) “A Father’s Way”: The Pursuit Of Happiness
Music by: Seal and Christopher Bruce
Lyrics by: Seal
2) “Listen”: Dreamgirls
Music & Lyrics by: Henry Krieger, Anne Preven, Scott Cutler and Beyoncà© Knowles

3) “Never Gonna Break My Faith”: Bobby
Music & Lyrics by: Bryan Adams, Eliot Kennedy and Andrea Remanda
4) “The Song Of The Heart”: Happy Feet
Music & Lyrics by: Prince Rogers Nelson
5) “Try Not To Remember”: Home Of The Brave
Music & Lyrics by: Sheryl Crow

“Frankenstein” geht 2007/08 auf große US-Tour

2007/08 wird das Musical “Frankenstein” (Musik: Mark Baron, Texte: Jeffrey Jackson) durch die USA touren. Nächste Woche bereits findet in Manhattan ein Reading statt. Mit dabei: Drew Sarich, der für dieses Reading als Victor Frankenstein gecastet wurde, sowie Ron Bohmer als die von Frankenstein geschaffene Kreatur.
Gerald A. Goehring und Douglas C. Evans, die Produzenten des Stücks, wollen Frankenstein für 20 bis 40 Wochen zum (Bühnen)leben erwecken, mit Ron Bohmer als die von Frankenstein geschaffene Kreatur. Wer im Rahmen der Tour als Victor zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.
Ganz taufrisch ist “Frankenstein”, das Musical, freilich nicht. Eine Cast-CD aus dem Jahre 2002 ist bei amazon.com derzeit um 8,99 Dollar erhältlich. Ja, und “Musical” soll es eigentlich auch keines mehr werden, sondern eine “bold new theatrical experience”. Weitere Einzelheiten zu diesem Projekt bei playbill.com.

Schuss - Treffer - Versenkt: “High Fidelity” gibt auf

Die Broadway-Kritiker haben mal wieder demonstriert, welche Macht sie haben. “High Fidelity”, ein Musical nach dem gleichnamigen Roman von Nick Hornby aus dem Jahre 1995 und der Verfilmung aus dem Jahre 2000, mit Produktionskosten in der Höhe von an die zehn Millionen Dollar, wird nur noch bis 17. Dezember zu sehen sein. Damit wird es die Show auf exakt 18 Previews und 14 reguläre Vorstellungen bringen. Die Musik sei schlicht und einfach zum Vergessen, das Showkonzept schlecht, urteilten die Kritiker.
Produzent Robyn Goodman über die Rezensionen: “The critics decided the material was not appropriate for a musical. Or maybe they just didn’t like it.”

Oscar 2007 - die Favoriten

Am 23. Januar 2007 werden die Nominierungen für die 79. Oscar-Verleihung (”Academy Awards”) bekannt gegeben. Langsam kristallisieren sich einige Favoriten in den einschlägigen Wettbüros heraus. Derzeit sollten folgende Filme die größten Chancen auf Oscars haben:
01) Dreamgirls
02) Letters from Iwo Jima
03) Flags Of Our Fathers
04) Babel
05) Little Children
06) Volver
07) The Departed
08) The Queen

« zurueck · vor »