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Archiv - Musical

Die Wiener Grünen und ihre VBW-Phobie

Eines haben alle Kultursprecher der Wiener Grünen immer und jederzeit drauf: Slogans gegen Musicalförderungen für die Vereinigten Bühnen Wien. Marco Schreuder ist derzeit der Sprecher der Wiener Grünen, und was dieses Thema betrifft, kaut er nur die Aussagen seiner Vorgängerin wieder, er macht sich austauschbar, bringt keinerlei neue Argumente, wirft völlig abstruse Behauptungen in den Raum wie:

Warum Wien immer noch Millionen in Musicals investiert, ist eine der großen kulturpolitischen Fragezeichen der Stadt und ein Erbe aus Zilks Zeiten. Musicals als Tourismusmagnet spielen keine große Rolle mehr. Trotzdem kosten uns zwei Musicalbühnen immer noch ein Vermögen.

… und ist nicht in der Lage, dies auch mit Fakten zu untermauern.

Aber ja, spielen wir Kafka, setzen wir doch eine Kommission ein (wir haben eh so wenige davon), die, so Schreuder, “entscheidet, ob Musicals überhaupt Förderungen bekommen sollen”. Sehr clever. Und klar, sehen wir uns “vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland an”, Herr Schreuder. Das Pech ist nur, dass es vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland nicht gibt. Aber die Grünen haben sicher Umschulungsprogramme für all jene Angestellten der Vereinigten Bühnen parat, die dann ihren Job verlieren würden, wenn der Betrieb bei den VBW eingestellt werden müsste, wenn wir die Orchester abbauen würden, die Kostümwerkstätten und so weiter.

Doch Rettung naht, denn in diesem Fall hat vor allem die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, für die Arbeitslosen, die dann am Existenzminimum um den Anschluss ins Erwerbsleben kämpfen müssten, einen guten Tipp, wie man sparen kann. Auf die Frage, welche Kosten sie in einer derartigen Situation einsparen würde, meinte Glawischnig kürzlich: die Internetkosten. Das ist die Realität der Grünen. Das wäre ungefähr so, als würde man Robinson auf seiner Insel raten, das Ruderboot zu zerlegen und zu verfeuern, damit ihm in der Nacht nicht so kalt ist.

Erschreckend oberflächlich findet Schreuder beispielsweise die Aussagen des Wiener Kulturstadtrats Mailath-Pokorny zu MigrantInnen in der Kultur. Erschreckend populistisch und engstirnig könnte man die Haltung der Wiener Grünen zum Musicalgenre bezeichnen. Schade drum.

Link
- Der Standard: “Musicalbühnen kosten uns ein Vermögen”

Josef Ernst Köpplinger übt “keine Kritik an Kathrin Zechner” - Warum eigentlich nicht?

In der österreichischen Tageszeitung KURIER darf Regisseur Josef Ernst Köpplinger die Werbetrommel für das von ihm an der Wiener Volksoper inszenierte Musical “Hello, Dolly!” rühren. Gute Sache. Gleichzeitig übt er auch Kritik an der Volksoper, noch besser! Denn dass man sich da noch immer nicht traut, einen Schritt weiter in die Moderne zu tappsen, Richtung Sondheim, ist einfach nur lächerlich.

Die Zeit sei reif für Sondheim, meint Köpplinger. Ach wirklich? Sondheim ist 80 geworden heuer, man könnte meinen, die Zeit sei überreif. Selbstverständlich wäre “Sweeney Todd” wunderbar geeignet gewesen für die Volksoper. In Klagenfurt, so Köpplinger, habe man bei 25 Vorstellungen eine Auslastung von 80 Prozent erreicht. 2012/13 hatte Köpplinger für Klagenfurt “A Little Night Music” geplant, nun, da er ja 2012 für sechs Jahre als Intendant ans Gärtnerplatztheater nach München wechselt, wird er das Stück woanders inszenieren.

Ganz sicher nicht am Raimund Theater, im Ronacher oder im Theater an der Wien. Ja, da darf man ganz sicher sein. Und man darf auch sicher sein, dass das nicht an Köpplinger scheitert. Oder, wie es der Regisseur im KURIER formuliert:

Musical haben in Österreich einen durchaus hohen Stellenwert, aber es gehe nicht nur um Kassenfüller. “Das ist jetzt keine Kritik an Kathrin Zechner”, sagt Köpplinger. “Aber ich halte die überteuerten Long-Runs für überaltet und finde es nicht nötig, dass mittelmäßige Stücke mit mittelmäßiger Musik eine Musikstadt wie Wien zwei Jahre langlähmen. Dazu gibt es viel zu gute, ungespielte Musicals.”

“Meine Liebe zum Musical lässt mich einiges vermissen an einer Weltstadt wie Wien”, sagt Köpplinger. “Man müsste im Ronacher Musical-Repertoire spielen, im Raimundtheater die Long-Runs oder neue Stücke, kombiniert mit einer Work-in-Progress-Unterhaltungstheaterwerkstatt etwa im MuseumsQuartier, wo mit Autoren, Komponisten und Dramaturgen Tolles entstehen kann. Das hielte ich für eine gute Abdeckung im Musical-Bereich.”

Keine Kritik an Kathrin Zechner? Wieso eigentlich nicht? Die “Schonzeit” sollte vorbei sein. Selbstverständlich ist die völlig ideen- und konzeptfreie Bespielung der beiden Top-Musicalhäuser in Wien ein Ärgernis. In jeder ernstzunehmenden “Musicalstadt” dieser Welt ist es möglich, dass man einen Sondheim in einem großen Musicaltheater zu sehen bekommt. In den Häusern der VBW wird das allerdings nicht sein. Hier wird in den letzten Jahren eine der peinlichsten Strategien exekutiert, die das Unternehmen je entwickelt hat. Man setzt a) auf altbewährte Musicalhits, die immer und immer wieder, und laufend billiger und schlechter produziert wiederaufgenommen werden und b) entwickelt man um teures Geld Nischenproduktionen, die mit dem Musicalgenre nichts zu tun haben, aber ein sicherer Hit bei den Kritikern sind. Neuester Fall: das erneute Engagement von John Malkovich mit einer Produktion, die nichts mit Musicals zu tun hat und wesentlich besser ins Theater an der Wien mit seiner derzeitigen Programmausrichtung passen würde.

Es fehlt an Mut, es fehlt an Ideen, es fehlt an der Überzeugung, dass man Intendantin eines Unternehmens ist, das Musicals macht. Fehlt die Liebe zu Musicals? Man will das nicht wirklich wahrhaben. Ein Sondheim, ja, das wäre überfällig, ein Ende des Schlagerkarussels, ein Ende der Wiederaufnahmen der Wiederaufnahmen, ein Ende des Anbiederns an Wiener Kritiker mit vermeintlich hochwertigen Produkten, die nichts mit dem eigentlichen Sinn und Zweck des Unternehmens zu tun haben.

Keine Kritik? Schade!

Link
- KURIER: Musical “Hello, Dolly!” an der Volksoper

Webtipp: “Musicalausbildung Blog” der Joop van den Ende Academy, Hamburg

Seit Juni 2008 betreiben Studenten der Joop van den Ende Academy, Hamburg, einen Musicalausbildungsblog, in dem sie über ihre Erlebnisse im Zuge des Studiums berichten. Dieser Tage ist natürlich der Workshop, den Jason Robert Brown geben wird, ein Thema, aber nicht nur deswegen lohnt sich ein Klick auf die Website.

Link
- “Musicalausbildung Blog” der Joop van den Ende Academy

Wien: Premiere für die Bühnenversion von “Camp Rock” in der Wiener Stadthalle

25. November 2010
19:00bis21:00

Fotografie: Bernhard Fritsch
“Camp Rock”, eine für die Bühne erstellte Version eines Disney-Fernsehmusicals, wird am 25. November 2010 in der Wiener Stadthalle, Halle F, seine deutschsprachige Erstaufführung feiern. “Camp Rock”, das Bühnenmusical” basiert nicht auf “Camp Rock”, dem ersten Teil des Disney-Fernsehmusicals, sondern auf dem Sequel “Camp Rock 2 - The Final Jam”, das in Europa und den USA am 3. September 2010 zum ersten Mal gesendet wurde.

In den USA konnte “Camp Rock 2 - The Final Jam” an den Erfolg des ersten Teils anschließen. 8 Millionen schalteten ein und machten den Film zum meistgesehenen “Cable Movie” 2010. Kleine Zahlenspielerei: Wäre das Fernsehmusical im Kino gestartet und hätte sich jeder, der den Streifen im TV gesehen hat, eine Kinokarte gekauft, hätte “Camp Rock 2″ am Premierentag 63,2 Millionen Dollar eingespielt. Die österreichische Free-TV-Premiere von “Camp Rock 2 - The Final Jam” findet am 19. September 2010 statt: ORF 1, 16:15 Uhr.

Bei der Bühnenfassung, die in der Wiener Stadthalle vom 25. November bis 5. Dezember 2010 zu sehen sein wird, handelt es sich um eine Produktion des Performing Center Austria (PCA) gemeinsam mit der Wien Holding und der Wiener Stadthalle. Die Rollen wurden mit Studenten und Absolventen des PCA besetzt, dazu kommen einige Gäste wie Norbert Holoubek oder Karsten Kammeier. Für Kleinstrollen findet am 9. Oktober in der Wiener Stadthalle ab 14 Uhr auf der Probebühne der Halle F ein Casting statt.

Inhalt

Keine andere als Mitchie freut sich mehr auf den Sommer voller Spaß und Musik im »Camp Rock«. Endlich sieht sie Shane wieder, der mit seinen Brüdern Nate und Jason auch in diesem Jahr wieder dabei sein wird. Doch als Mitchie ankommt, muss sie feststellen, dass auf der anderen Seite des Sees ein weiteres Musik-Camp, »Camp Star«, eröffnet hat. Mit seinem Hochglanz-Profi-Equipment lockt es nicht nur viele ehemalige »Camp Rock« Teilnehmer an, auch die meisten Betreuer wandern ab. »Camp Rock« steht kurz vor dem Aus, wären da nicht Mitchie, Shane, seine Brüder und all die Freunde, die kurzerhand selbst in die Rollen der Tanz- und Musiklehrer schlüpfen, um ihr Camp zu retten. Welches Camp das Beste ist, soll sich im ultimativen »Final Jam« – live im TV – entscheiden. Kann »Camp Rock« gegen »Camp Star« bestehen? Und warum muss sich Nate ausgerechnet jetzt in die Tochter des »Camp Star« Besitzers verlieben …

Leading Team
Text: Robert L. Freedman/Faye Greenberg
Deutsche Übersetzung: Jürgen Kapaun
Musik: David N. Lawrence
Regie: Rita Sereinig
Musikalische Leitung: Marie Landreth, Bernd Leichtfried
Choreographie: Sabine Arthold, Susanne Rietz
Bühnenbild: Hans Kudlich
Kostüme: Richard Panzenböck
Lichtdesign: Michael Grundner

Cast
Mitchie: Anna Carina Buchegger/Denise Jastraunig/Anetta Szabo
Shane: Peter Neustifter/Jakob Semotan
Nate: Peter Knauder/David Schuler/Peter Neustifter
Andy: Peter Neustifter/Christoph Graf
Jason: Markus Hareter/Thomas Poms
Luke: Ivo Giacomozzie/Michael Höfner
Sander: Ivo Giacomozzie/Michael Höfner/Peter Knauder
Barron: Thomas Poms/Lukas Ruziczka
Tess: Jasmin Andergassen/Judith Jandl
Dana: Astrid Golaub/Anetta Szabo
Cesario Brown: Norbert Holoubek
Axel Turner: Karsten Kammeier
Caitlyn: Eva Prenner/Julia Wenig
Ella: Aline Herger/Jasmin Shah Ali
Peggy: Jeannine Allieri/Claudia Artner
Rosie: Franziska Fröhlich/Angelika Ratej/Gloria Veit

Ensemble
Lara Arth, Saskia Arth, Michà¨le Blättler, Melanie Böhm, Sarah Est, Julia Edtmeier, Bernadette Fröhlich, Sascha Gruber, Clara Sophia Karzel, Katharina Lenz, Nicole Gabriela Lubinger, Roberto Martinelli, Michael Mayer, Clara Montocchio, Johanna Mucha, Marcus Richter, Stefanie Steindl, Tiziana Turano

Die offizielle Website zur Show stammt von Disney & dem PCA und ist unter camprock-musical.at zu erreichen. Mittlerweile gibt es auch einen Blog zur Show, den “CampBlog” –> hier

Aufführungstermine
Premiere: Donnerstag, 25. November 2010, 19.00 Uhr
Freitag, 26. November 2010, 19.00 Uhr
Samstag, 27. November 2010, 15.00 Uhr
Samstag, 27. November 2010, 19.00 Uhr
Sonntag, 28. November 2010, 15.00 Uhr
Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Freitag, 3. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Samstag, 4. Dezember 2010, 15.00 Uhr
Samstag, 4. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Sonntag, 5. Dezember 2010, 15.00 Uhr

Tickets
www.stadthalle.com

Der Tag, an dem im Raimund Theater die Träume eines kleinen Mädchens zerplatzten

This is the Raimund Theatre in vienna, once a very well known place for musicals and home of the first german production of “Les Misà©rables”! We are here now, because there is a story i wanna share with you!

When the show was in town there was a little girl who was totally in love with “Les Mis”. She was listening to the songs and singing them at home as often as possible. So one day her mother surprised her with 2 tickets for the show! As you can imagine she was totally thrilled!

At the night of the performance in the theatre she was enchanted by the special atmosphere and she couldn’t wait to see her most favorite song “One Day More” performed live in front of her! The show started and she forgot everything around her.

During act 1 after the first excitement was gone she suddenly realized that she had to go to the restrooms as soon as possible. A few minutes before the final song of act 1 the little girl couldn’t help herself and left the auditorium! On her way back, expecting to see “One Day More” live, she was stopped by an usherette.

There she was, the sweet 13 year old girl, now being told that “it’s not allowed” to go back into the auditorium during the show! Sadly she had to wait outside and listen through closed doors while the people where singing her favorite song!

When I heard the story I felt so sorry for her!

That’s a story I always remember, when I’m listening to the music, seeing the show live or talking about it! And it is a running gag: don’t forget to see the loo before act 1 or you can’t stay for one day more!

Hope to hear lots of those stories from you see you at the O2 barricades for one day more!

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- Les Miserables 25th Anniversary Meeting - die Facebook-Gruppe

Liebeslieder & Chansons: Wolfgang Groller singt im stadtTheater Walfischgasse

15. September 2010
20:30bis22:30

grollersliebeslieder.jpg
Am 15. September 2010 ab 20.30 Uhr singt Wolfgang Groller (seit 1985 Lehrender an der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität) Liebeslieder von Herman van Veen, Jacques Brel, Andrà© Heller und Robert Opratko.

Musikalische Leitung und Klavier: Gerhard Geretschläger
Arrangement: Robert Opratko
Akkordeon: Nikola Djoric
Schlagzeug: Gerfried Kraine
Gitarre: Arnoldo Moreno
Violine: Alina Pinchas
Kontrabass: Heinrich Werkl
Klarinette: Reinhard Wieser

Karten: 20 Euro /ermäßigt 15 Euro; Reservierung unter 01/512 4200 oder unter stadttheater.org
stadtTheater Walfischgasse, Walfischgasse 4, 1010 Wien

Pflichttermin für alle Musicalfans: Peter Lunds und Thomas Zaufkes “Babytalk” im Wiener Gloria Theater

3. September 2010
20:00bis22:00

Ein Mal noch, heute, am 5. September 2010, ist im Wiener Gloria Theater “Babytalk” zu sehen. Diesen Spielort haben sich Tina Schöltzke und Stefan Bischoff ausgesucht, um in Kooperation mit dem Verein “my productions ON STAGE” Peter Lunds und Thomas Zaufkes Musical auf die Bühne zu bringen.

Handlung

Seit 14 Jahren sind Charlotte (Tina Schöltzke) und Robert (Stefan Bischoff) bereits ein Paar. Und nun ist er mit einem Mal da – der Babywunsch. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung dieses Wunsches etwas schwieriger als gedacht. Während Charlotte fürchtet, von überlebensgroßen Pampers-Packungen von jedem Berufswiedereinstieg abgeschnitten zu werden, sieht sich Robert bereits zu einem 20 Jahre währenden emotionalen Hausarrest verdammt. Nach außen hin wollen sich die beiden keine wie immer gearteten Unsicherheiten anmerken lassen, und dennoch steht das Thema »Baby« im Mittelpunkt jedes Gespräches. Doch eigentlich geht es gar nicht mehr um das Kinderkriegen als solches, sondern um Beziehung und Sex, Liebe, Einsamkeit und Zukunftsängste.

»Babytalk«, ein im wahrsten Sinne des Wortes »Kinder-Krieg-Musical«, ist unterhaltsam und tiefgründig zugleich. Mit mitreißenden Songs, überaus witzigen Songtexten und pointierten Dialogen haben Peter Lund (Autor) und Thomas Zaufke (Komponist) ein kleines Musical voll Witz und Tiefgang geschaffen, das bereits bei der Premiere in Berlin im Jahr 2000 Zuschauer und Presse zu Begeisterungsstürmen hinriss. »Mein Körper und ich«, ein Song, in dem Charlotte mit sich selbst hadert, hat inzwischen beinahe schon Kultstatus erreicht.

Die neue Wiener Produktion, die mit einem bewusst einfach gehaltenen Bühnenbild auskommt und so die beiden Figuren umso mehr in den Mittelpunkt stellt, hat mit Tina Schöltzke und Stefan Bischoff zwei Profis der Musiktheater-Szene aufzuweisen.

Tina Schöltzke
Die gebürtige Berlinerin war bereits am Theater an der Wien in der Uraufführung von »Mozart!«, in »Jekyll & Hyde« und in »Elisabeth«, in der halbkonzertanten Fassung von »Tanz der Vampire« und in »Rebecca« – beides im Wiener Raimund Theater – sowie am Stadttheater Klagenfurt in »Casanova« und »Sweeney Todd« zu sehen. Neben ihren Musical-Engagements spielte Tina Schöltzke auch bereits in mehreren Opernproduktionen. Mit dem »Orangenmädchen« feierte sie 2008 gemeinsam mit Noud Hell ihr Regie-Debüt im Wiener Off-Theater, ab September 2010 steht sie mit »Hello Dolly« auf der Bühne der Volksoper Wien.

Stefan Bischoff
Der Absolvent der Konservatorium Wien Privatuniversität war 2007 auf der Felsenbühne Staatz in “The Scarlet Pimpernel” zu sehen und gab 2008 ebenda den »Joseph« in Andrew Lloyd Webbers Musical-Evergreen. 2009 spielte er bei den Festspielen Gutenstein in »Gustav Klimt: Das Musical« und den Anthony in »Sweeney Todd« am Stadttheater Klagenfurt, wo er im Dezember 2010 auch in »Der Bettelstudent« zu sehen sein wird.

Regie bei der Wiener »Babytalk«-Produktion führt Katharina Dorian, bekannt aus “The Producers” (Ronacher) sowie der neuen Wiener Version von »Tanz der Vampire«, in der sie als Rebecca zu sehen ist.

Babytalk
von Peter Lund und Thomas Zaufke
Premiere: 3. September 2010, 20.00 Uhr
Gloria-Theater, Prager Straße 9, 1210 Wien
Weitere Vorstellungen am 4.9. und 5.9. jeweils um 20.00 Uhr

Tickets
- online unter tickets.jet.at/gloriatheater
- und an der Abendkassa des Gloria-Theaters

“The Juliet Letters” - Drew Sarich & The Dead Poet Quartet in Seekirchen

18. September 2010
20:00bis22:00

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Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.

Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 18. September 2010 ist die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett in Seekirchen am Wallersee bei Salzburg zu sehen. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.

“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.

Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.

Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.

DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang

Aufführungstermin
18. September 2010, 20 Uhr, EmailWerk in Seekirchen am Wallersee

Kartenreservierung zum Vorverkaufspreis nur über www.kunstbox.at

Vorverkauf bei RAIBA Seekirchen: 18 Euro
Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 12 Euro
Ö1-Clubmitglieder: minus 15 %
S-Pass: minus 2 Euro
Abendkassa: 20 Euro
Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 14 Euro
Ö1-Clubmitglieder: minus 15 %
S-Pass: minus 2 Euro

Linda Eder - die einzige echte Wienerin bei “Frank Wildhorn & Friends”

wnf-raimund-en.pngStudiert man die Biographien Linda Eders, die man in den Weiten des WWW findet, so findet man bei WIKIPEDIA beispielsweise folgende Angabe:

Eder was born in Tucson, Arizona on February 3, 1961 and raised in Brainerd, Minnesota. Her parents, Georg (from Austria) and Leila (from Norway), exposed her to music at an early age. [Wikipedia]

Linda Eder schreibt auf Ihrer Website über ihren Geburtsort:

Born in Brainerd, Minnesota, her immigrant parents exposed her to many different types of music. [lindaeder.com]

Beide Angaben dürften nicht wirklich richtig sein, wie sich im Zuge der Promotion für das Wien-Konzert von Frank Wildhorn & Friends herausstellt. So lässt Frank Wildhorn allen Fans ausrichten:

To be able to bring Linda to Vienna, the city of her birth, together with the amazing Thomas, the incredible Pia, and the amazing orchestra under the baton of Koen Schoots is a once in a lifetime chance. I believe this night will be magical.

Und Linda Eder meint dazu:

I am very excited to be performing in Vienna. I am Austrian. My father’s side of the family all live in or near the city. Vienna is beautiful and has a long history filled with the most amazing music. Performing here with Pia and Thomas is an honor for me. One of my most popular songs is called VIENNA. Frank wrote it for me years ago so it’s time that I finally perform it in Vienna. It has been 12 years since Frank and I have performed together on stage. Austrians like music that is melodic, and Frank Wildhorn is a master at writing beautiful melodies.

So ist also am 4. Oktober 2010 Linda Eder die einzige Wienerin (abgesehen von einigen Damen und Herren des Orchesters der VBW), die auf der Bühne neben Frank Wildhorn (New York), Thomas Borchert (Essen), Pia Douwes (Amsterdam) und Koen Schoots (Veghel) zu sehen sein wird.

Tickets für “Frank Wildhorn & Friends” sind bei “Wien-Ticket” erhältlich. Pomp Duck and Circumstance präsentieren das Konzert, unter der Leitung von Koen Schoots spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien. Zu hören sind Songs aus «Jekyll & Hyde”, «Dracula”, «Der Graf von Monte Christo”, «Rudolf”, «Bonnie & Clyde” und «Wonderland”.

Rainer Maaß: “Mut zur Tat”

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