Archiv - Musical
Martin Bruny am Mittwoch, den
12. August 2009 um 12:20 · gespeichert in Deutschland, Event-Tipps
| 21. Oktober 2009 |
| 19:30 | bis | 22:30 |

Am 21. Oktober 2009 startet in München die Tournee des Levay/Kunze-Musicals “Elisabeth” - dieser Tage wurde die Tourcast bekanntgegeben.
Promotionmäßig macht sich der Name Uwe Kröger als Gaststar für die Rolle des Todes in Frankfurt, wo das Musical vom 18. Dezember 2009 bis zum 14. Januar 2010 zu sehen ist, sicher gut. Als Elisabeth wird Annemieke van Dam zu sehen sein. Oliver Arno ist Erstbesetzung Tod, Bruno Grassini spielt Luigi Lucheni und Markus Pol gibt Kaiser Franz Joseph.
Für die Tourneeproduktion wurde die Wiener Urfassung von Regisseur Harry Kupfer und Bühnenbildner Hans Schavernoch weiterentwickelt. Kupfer:
Ich musste viele Szenen völlig neu machen, und diese sind, wie ich jetzt sehe, spannender geworden als in der alten Variante.
Hans Schavernoch (Bühnengestaltung) über das Downgrading des Bühnenbilds, das im Rahmen einer Tourneeproduktion notwendig ist:
Ich wollte ein Instrument schaffen, das nicht nur dazu dient, Bilder und Licht aufzunehmen, sondern das aus sich heraus eine treibende Funktion für die Dynamik szenischer Abläufe entwickelt. Entstanden ist eine gläserne Wand, die sich auflösen lässt in einzelne Segmente, die große und kleine Öffnungen bilden, Passagen, durch die wiederum die beweglichen Kreisringe wie Straßen durchführen. Im Zusammenwirken mit dem Licht und den Videoprojektionen entsteht Magie, die etwas von der Irrealität und Phantastik in sich trägt, die charakteristische Elemente des Stückes sind.
Die Neuinszenierung feierte im April 2008 im Berliner Theater des Westens ihre Premiere. Für die Tour sind bis jetzt folgende Termine fixiert:
21. Oktober bis 12. Dezember 2009
München, Deutsches Theater (Tickets von 52,82 bis 86,72)
18. Dezember 2009 bis 14. Januar 2010
Frankfurt, Alte Oper (Tickets von 29,50 bis 79,50)
19. Januar bis 14. Februar 2010
Bremen, Musical Theater (Tickets von 27,50 bis 79,50)
24. Februar bis 14. März 2010
Bregenz, Festspielhaus (Tickets von 34,35 bis 87,84)
18. März bis 25. April 2010
Düsseldorf, Capitol Theater (Tickets von 38,40 bis 85,50)
Cast
Annemieke von Dam: Elisabeth
Oliver Arno: Tod
Thomas Hohler: Kronprinz Rudolf
Bruno Grassini: Luigi Lucheni
Markus Pol: Kauser Franz Joseph
Christa Wettstein: Erzherzogin Sophie
Susanna Panzner: Herzogin Ludovika/Frau Wolf
Thomas Bayer: Herzog Max in Bayern
sowie:
Uwe Kröger: Tod/Alternate in Frankfurt
Zum Ensemble liegen keine Angaben vor. Details auf www.elisabeth-das-musical.com
Martin Bruny am Sonntag, den
9. August 2009 um 18:48 · gespeichert in Deutschland
Ina Trabesingers Traum: einmal in einem Disney-Musical dabeizusein. Erster Versuch: Teilnahme an der ominösen Casting-Show für die Hamburger Produktion von Phil Collins’ “Tarzan”. Ergebnis: Sie landet nur auf Rang 2, muss sich Elisabeth Hübert geschlagen geben.
Eigentlich ja kein Grund zur Trauer, denn Rollen gibt es auch anderswo, sogar viel bessere, zum Beispiel Eponine in “Les Misà©rables” (Graz, Klagenfurt). 2010 soll Trabesinger in Klagenfurt die Hauptrolle in “Singing in the rain” übernehmen …
… aber es kommt anders. Hamburg calling. Über die Bande kann die Darstellerin doch ihren Traum erfüllen. Von Januar bis März 2010 ist sie die Jane in “Tarzan”. Das ist der “Kleinen Zeitung” eine nette kleine Story wert, die es –> hier nachzulesen gibt.
Martin Bruny am Sonntag, den
9. August 2009 um 16:00 · gespeichert in Filmmusical
Unter der Regie von Mike Marzuk (”Sommer”) und nach einem Drehbuch von Peer Klehmet Sebastian Wehlings (”Sommer”, “Gangs”) wird seit dem 4. August 2009 und noch bis 21. September 2009 in Passau und Umgebung das deutsche Filmmusical “Rock It!” gedreht, für das Tobias Kuhn die Songs geschrieben hat. Der als Solokünstler Monta bekannte Musiker ist Musikalischer Leiter und Koproduzent des aktuellen Sportfreunde Stiller-Albums »MTV unplugged in NY” sowie Produzent des Albums »Heureka” der Hamburger Band Tomte.
Der Kinostart dieser SamFilm (München)-Produktion ist für 18. Februar 2010 angesetzt. In den Hauptrollen sind Daniel Axt (Nick), Katja Keller (Frau Winterfeld), Rick Okon (Dennis), Lucas Reiber (Marc), Emilia Schüle (Julia), Maria Ehrich (Francesca) und Vivien Wulf (Betty) zu sehen. In weiteren Rollen: Petra Nadolny, Oliver Korittke, Heio von Stetten und Max Herbrechter.
Als Choreograph ist Selatin Kara dabei, als Produzenten fungieren Andreas Ulmke-Smeaton und Ewa Karlström (”Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit”).
Die Finanzierung wurde durch den FilmFernsehFonds Bayern, den Bayerischen Bankenfonds, die Filmförderungsanstalt und den Deutschen Film Förderfonds unterstützt. Walt Disney Studios Motion Pictures Germany bringt “Rock It!” in die Kinos.
Die Handlung:
Die 15-jährige Julia (Emilia Schüle), Tochter eines Dirigenten und einer preisgekrönten klassischen Pianistin, kommt gemeinsam mit vielen anderen Jugendlichen zur sechswöchigen Vorbereitungszeit auf die Aufnahmeprüfung an das renommierte private Musikinternat “Amadeus”. Dort jobbt der 15-jährige Nick (Daniel Axt) als Elektriker. Nick ist Sänger der Band “Rock it”. Als Julia eine Probe von “Rock it” belauscht, verliebt sie sich in Nick und stellt fest, dass Rockmusik ihr Herz mehr berührt als Klassik, die sie vor allem ihren Eltern zuliebe spielt.
Als der Keyboarder von “Rock it” aussteigt, sieht Julia ihre Chance gekommen. Mit Hilfe von Stylingtricks ihrer Freundin Francesca (Maria Ehrich) verkleidet sie sich, schlüpft in eine andere Rolle und lässt sich unerkannt als neue Keyboarderin der Band casten. Die intrigante und karrierebesessene Betty (Vivien Wulf) befürchtet jedoch, dass sie Julia als Duett-Partnerin für die Aufnahmeprüfung verliert und lässt ihre Tarnung auffliegen. Nun steht Julia vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens: einer Karriere als gefeierte Pianistin oder der Erfüllung ihrer geheimsten Träume …
Martin Bruny am Samstag, den
8. August 2009 um 12:11 · gespeichert in Wien

“Tanz der Vampire”, die nächste Premiere der Vereinigten Bühnen Wien, geht in etwas mehr als einem Monat an den Start. Demgemäß laufen die Promotionaktivitäten nach dem Masterplan der Marketingabteilung an.
Features beispielsweise im KURIER heute –> hier oder in ÖSTERREICH –> hier und in VIENNA ONLINE –> hier gehören da dazu.
Ein wenig muss man um “Rudolf” Angst haben, bereits am 10. September ist die erste Vorstellung nach der Sommerpause angesetzt, und man könnte fast ein wenig befürchten, dass das Wildhorn-Musical im Promotiongewitter um die Vampire untergeht.
Martin Bruny am Samstag, den
8. August 2009 um 09:01 · gespeichert in Broadway
Das Branchenfachblatt “Variety” berichtet von finanziellen Problemen, oder wie es offiziell formuliert heißt “cash flow obstacles”, bei den Vorbereitungen der Broadway-Premiere des programmierten U2-”Mega-Musicals” “Spider Man, Turn Off the Dark”. Wurde ein Produktionsstopp verfügt?
Der Beginn der Previews ist für den 25. Februar 2010 im Hilton Theater geplant, allein, wer soll “Peter Parker” werden? Auch diese Frage ist noch immer nicht geklärt.
Ein möglicher Grund für den möglichen Produktionsstopp: Marvels Gewinneinbruch (-38 Prozent) im zweiten Quartal 2009.
Link
- Variety: ‘Spider-Man’ musical halted?
Martin Bruny am Freitag, den
7. August 2009 um 10:25 · gespeichert in Wien
In einem Interview mit dem KURIER analysiert VBW-Intendantin Kathrin Zechner die Finanzkrise und wie darauf vom Unternehmen reagiert wird:
(…) das finanzielle Ergebnis ist keines zum Jubeln. “The Producers” war auch in Berlin nach - mangels Publikum - abgesagten Vorstellungen kommerziell ein Misserfolg. Interesse an der Produktion hat indes das Deutsche Theater in München.
Ein Schlag ins Kontor ist die Finanzkrise. Zechner: “Unsere Kunden kaufen sich ein Erlebnis, eine Erinnerung.” Aber jetzt fragen sich viele: Kann ich mir einen Theaterbesuch überhaupt leisten? 60 Prozent des Musical-Publikums verdienen höchstens 2000 Euro brutto. Hochpreis-Kategorien in den Musical-Häusern lassen sich nur schwer verkaufen. Und wer früher bis zu sieben Mal kam, geht heute oft nur noch in eine Vorstellung.
Die Reaktion der VBW: Tantiemen-Verhandlungen werden härter geführt, Ausstattungen rationeller gestaltet und preisgünstige Packages angeboten (VBW-Familyticket mit 35 % Rabatt auf den Ticketpreis für Kinder in Begleitung mindestens eines Erwachsenen).
Der Bus-Tourismus verzeichnet ein Minus von bis zu 25 Prozent. “Das alles bewirkt, dass wir bis zu 15 Prozent weniger verkaufen”, sagt Zechner. “Das trifft uns schmerzlich.”
Das Musical ist nicht tot. Aber die Zeit schnelllebiger. “Wie sich das Theater an der Wien in drei Jahren hervorragend etabliert hat”, sagt Zechner, “so muss man auch dem Ronacher eine Chance und den Leuten Zeit geben, um das Haus wiederzuentdecken.”
Das Ziel kann nicht die industrielle Entertainment-Produktion sein im Sinne von: Was geht - egal in welcher Qualität - sicher? Zum Beispiel alles von Disney. [KURIER]
Das wahre Problem der VBW ist, dass sie gerade das in diesem Interview angesprochene Publikum, das 2000 Euro brutto verdient, mit einem Arschtritt aus sämtlichen Theatern des Unternehmens befördert haben. Und zwar mit der Anhebung der Ticketpreise in den unteren und mittleren Kategorien der Theater und mit der Ticketpreisgestaltung im Ronacher generell. Dass es anders geht, beweisen Volksoper und Burgtheater. Hier kann man aus einer Vielzahl von leistbaren Kategorien wählen, während man im Ronacher entweder um 5,60 Euro ein paar Stehplätze zur Verfügung hat oder sonst ab 39 Euro auf den billigsten Plätzen dabei ist. Schätzungsweise drei Viertel der Plätze im Ronacher kosten über 60 Euro, bekommt man dafür auch die entsprechende Gegenleistung? Wer einmal um viel Geld auf einem schlechten Platz gesessen ist, kommt so schnell nicht wieder. Es ist dringend notwendig, das Preisgefüge in diesem Theater einem Realitycheck zu unterziehen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
5. August 2009 um 21:24 · gespeichert in Broadway

Der amerikanische Country-Sänger Joe Nichols wird, wenn alles gut geht, 2010 den Broadway erobern. An seiner Seite: Lorrie Morgan, ebenfalls unter Country-Fans ein bekannter Name.
Nichols und Morgan sind als Stars des neuen Musicals “Pure Country” gebucht, einer Show aus der Feder von Peter Masterson, Steve Dorff, John Bettis und Rex McGee, die Anfang 2010 ihre Broadway-Premiere feiern soll. Regie wird Peter Masterson führen.
“Pure Country” basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1992, in dem George Strait in der Hauptrolle zu sehen war. Die Story handelt von Rusty, einem Country-Music-Superstar, der, und das muss man einfach unübersetzt lassen, weil es so herrlich werbetechnisch pathethisch formuliert ist “at the height of his career (…) walks out of an overblown concert tour and goes on a journey to find himself — and the love he left behind.”
Das Kreativteam: Derek McLane (Sets), Ann Roth (Kostüme), Kevin Adams (Licht), Acme Sound Partners (Sound) und Eugene Gwozdz (Musikalische Leitung).
Peter Masterson (1934) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er schrieb unter anderem das Drehbuch zum Hollywoodfilm “Das schönste Freudenhaus in Texas” (”The Best Little Whorehouse in Texas”) und war in Blockbustern wie “Der Exorzist”, “Dre Frauen von Stepford” (1973) oder “In der Hitze der Nacht” als Schauspieler zu sehen.
Dorff wurde als Songwriter mehrfach für Grammys und Emmys nominiert. Er komponierte Hits wie “Through the Years” und “I Just Fall in Love Again”. Auch Betis ist ein mehrfach für Grammys und Emmys nominierter Songwriter, der für Evergreens wie “One Moment in Time”, “Human Nature” und “Top of the World” verantwortlich zeichnet.
Lorrie Morgan hat bis dato 15 CDs veröffentlicht und kann auf 3 Nummer-1-Hits in den Billboard Country Music Charts verweisen. Ihre neueste CD “A Moment in Time” erscheint im Oktober. Joe Nichols wurde für vier Grammy Awards nominiert und hat zahlreiche andere Awards mit seinen Songs gewonnen. Seine letzte CD “Real Things” wurde 2007 veröffentlicht.
Diverse Hörbeispiele aus dem Country-Broadway-Musical gibt es auf der offiziellen Website zu “Pure Country” –> hier
Martin Bruny am Dienstag, den
4. August 2009 um 20:51 · gespeichert in Musical
Seit einigen Jahren schon arbeiten Caden Jones (Musik) und Robert Gould (Texte) an ihrem Musical “After the turn” - einer Show, die eine wohltuende Alternative zu all den Happy-Peppi-Musicals sein könnte, die sich derzeit in Deutschland und zunehmend auch in Österreich breitmachen.
Die Story des Musicals dreht sich um Michael Brook, einen 21-jährigen hochbegabten Musiker mit schwerwiegenden emotionalen und psychischen Problemen, seit er vor vier Jahren zusehen musste, wie man seine Mutter Amanda ermordete. Seit seinem neunten Lebensjahr sorgte Amanda allein für ihren Sohn, nach der Scheidung von ihrem gewalttätigen Mann. Die beiden hatten ein enges Verhältnis, Michael war von seiner Mutter emotional abhängig. Seit ihrer Ermordung leidet er an schweren Depressionen, er spricht kein Wort mehr, ist unfähig, das Trauma zu verarbeiten. Seine Kommunikation mit der Umwelt findet ausschließlich per Laptop statt (beziehungsweise auf der Bühne in Form von Songs).
Lauren Danner, eine 23-jährige Krankenschwester, kümmert sich aufopfernd um Michael. Das Musical beginnt mit ihrer Ankunft in Michaels Apartment in New York City, begleitet von ihrem Arbeitgeber, Michaels Psychiater, Dr. Black.
Von Michaels Vergangenheit erfahren die Zuschauer in Form von Flashbacks, die sich unter anderem aus seiner Beziehung zu Lauren ergeben, der er sich anfangs gegenüber feindlich eingestellt zeigt, sie aber dann langsam als Krankenschwester und schließlich als Freundin akzeptiert. Und am Ende ist da auch sowas wie Liebe.
Am 1. und 2. August 2009 fand in Birmingham unter der Regie von Clare Smith ein Workshop statt. Die Cast:
LAUREN: Hannah McCormack
MICHAEL: Caden Jones
TEENAGE MICHAEL: Jonathan Sterling
AMANDA: Mara Ashton
DR. BLACK/MR. WOLF: Rick Carter
YOUNG MICHAEL: Oliver Dunlea
Eine Konzept-CD wird in den nächsten Monaten erscheinen. Darauf werden zu hören sein:
LAUREN: Hannah McCormack
MICHAEL: Caden Jones
TEENAGE MICHAEL: Olof Lonnroth
AMANDA: Mara Ashton
Links
- “After the turn” @MySpace
- “After the turn” - Offizielle Website
- Robert Gould @MySpace
- Caden Jones @MySpace
Martin Bruny am Dienstag, den
4. August 2009 um 10:08 · gespeichert in Deutschland
Am 5. September 2009 geht im Park Hotel in Bremen die dritte UNICEF-Gala über die Bühne. Beim Auftritt des “Elisabeth”-Ensembles wird Sylvester Levay dirigieren. [weser-kurier.de]
Martin Bruny am Sonntag, den
2. August 2009 um 14:05 · gespeichert in Wien
Sie haben Mörbisch erwähnt: Dort hat man heuer mit “My fair Lady” immerhin einen Erfolg gefeiert.
Wann hat Mörbisch keinen Erfolg gehabt? Genauso sinnlos ist die Frage: Wann hat Salzburg keinen Rekord beim Kartenverkauf gehabt? Da lobe ich mir Baden: Dort habe ich den besten “Zigeunerbaron” gesehen. Oder Reichenau: Dort gibt es einfach gutes Theater mit guten Leuten.
Waren Sie bei Verdis “Aida” in Bregenz?
Ich bin nicht neugierig auf technische Wunder am Wasser. Vielleicht gäbe es im Technischen Museum sogar noch mehr zu sehen. Schuhgröße 2400, wie ich gelesen habe, hat nichts mit “Aida” zu tun. Ebenso wie das Auge nichts mit der “Tosca” zu tun hatte. Ich bin nicht interessiert zu erfahren, was man heutzutage alles bauen kann, wenn Musik der störende Vorwand ist. Aber vielleicht kommt ja wieder James Bond. Diesmal auf dem Riesenelefanten.
In vielen Kommentaren hieß es zuletzt: Das Theater an der Wien hätte mehr Erfolge als die Staatsoper. Wie erklären Sie sich das?
Was ist Erfolg? Das Theater an der Wien zeigt im Unterschied zur Staatsoper Inszenierungen, die anderswo gespielt wurden, im zweiten bis vierten Aufguss. Ich finde es nur gut, dass im Theater an der Wien Oper gespielt wird. Es sollte jedoch im Haus mehr entstehen. Und es ist bedauerlich, dass keine neuen Sänger gefördert werden.
In der Kritik stand in der abgelaufenen Saison auch das Musical - durch einen Kontrollamtsbericht und die Absetzung von “Producers” im Ronacher.
Alle haben sich bei der teuren Investition im Ronacher gefragt: Was wird man in zwei Häusern spielen, wenn es doch keine Literatur gibt? Musical ist keine Kunst-, sondern eine Kommerzsparte. Es war eine falsche kulturpolitische Entscheidung, das Ronacher umzubauen. Wir brauchen keine Varietà©-Bühne - es gibt kein Varietà© mehr. Der Intendantin Kathrin Zechner gebe ich aber keine Schuld: Sie macht aus dem Nicht-Vorhandenen das Bestmögliche. Musikalische Unterhaltung verändert sich eben.
Link
- KURIER: Holender rechnet ab: Was alles falsch läuft
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