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Archiv - News

Theater an der Wien: Silvestergala 2008

31. Dezember 2008
19:30bis22:30

Theater an der Wien: Silvestergala 2008
Mittwoch, 31. Dezember 2008, 19.30 Uhr

Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor
Erwin Ortner Musikalische Leitung
Intendant Roland Geyer Moderation
Angelika Kirchschlager & Überraschungsgäste

Der Jahresausklang im Theater an der Wien hat bereits Tradition. Heuer wird erstmals Intendant Roland Geyer am 31. Dezember persönlich ein Galaprogramm präsentieren. Es spielt und singt das Radio-Symphonieorchester Wien und der Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner. An seiner Seite: Angelika Kirchschlager und weitere Künstler aus der Welt der Oper und der Ope­rette.

Auf dem Programm stehen Ausschnitte aus den Operetten Die Fledermaus, Der Graf von Luxemburg und La Pà©richole sowie aus den Opern Don Giovanni, Hoffmanns Erzählungen, Die verkaufte Braut, Carmen, Don Pasquale u. a.

Theater an der Wien: Beethoven-Akademie 1808

22. Dezember 2008
18:30bis21:30

Theater an der Wien, 22. Dezember 2008, 18.30 Uhr
Beethoven-Akademie 1808

Radio-Symphonieorchester Wien
Bertrand de Billy Musikalische Leitung
Arnold Schoenberg Chor
Boris Berezovsky Klavier
Annette Dasch Sopran
Anja Nina Bahrmann Sopran
Magdalena Anna Hofmann Mezzo
Menyhert Gergely Nemeti Tenor
Klemens Sander Bariton

Am 22. Dezember 1808 fand im Theater an der Wien die letzte und zugleich gewichtigste jener »Akademien« statt, die Ludwig van Beethovens künstlerische Verbundenheit mit dem Theater an der Wien dokumentieren. Exakt zwei Jahrhunderte später unternimmt nun Bertrand de Billy mit dem RSO Wien den Versuch, diesen wahren Marathon in der historisch korrekten Abfolge für ein Publikum von 2008 zu realisieren; unterstützt wird er dabei vom Arnold Schoenberg Chor sowie von den Solisten Annette Dasch, Sopran, und dem Pianisten Boris Berezovsky.

Zur Einstimmung auf diese Akademie veranstaltet das Theater an der Wien in Zusammenarbeit mit der Wiener Beethoven-Gesellschaft am 12. Dezember ein Symposium in der Hölle; 14.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt frei.

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Sinfonia pastorale
Ah perfido!, Szene und Arie für Sopran und Orchester op. 65
Gloria aus der Messe C-Dur op. 86
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Sanctus aus der Messe C-Dur op. 86
Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80

Porgy & Bess: Sabina Hank & Band »Inside amplified«

15. Dezember 2008
20:30bis22:30

Porgy & Bess: Sabina Hank & Band »Inside amplified«
15. 12. 2008: 20:30 Uhr

Sabina Hank: vocals, fender rhodes
Tom Reif: guitar, vocals
Alex Meik: bass, vocals
Christian Lettner: drums

Mit glockenheller, schwereloser Stimme führt Sabina Hank durch die Schluchten Melancholias. All die Momente der Wendung, wenn Fremde zu Liebenden werden, oder ehemals einander Liebende sich zu verlieren drohen, stehen im Fokus dieses aufwühlenden Liederzyklus. Mannigfaltige Sehnsucht wird hier derart zelebriert, die an die Weisheit Laotses denken läßt, der da versprach, daß die biegsamsten Teile der Welt, die starrsten Teile der Welt überwinden werden. Nur das Hauchzarte kann schließlich in die letzten Winkel des Menschen vordringen. Ganz weit weg von der Hektik des Zerstreuungsuniversums namens Unterhaltungsmusik, ist Hanks Tonkunst, die nun deutsch lyrifiziert ist, ein ebenso fragiles wie charakterstarkes Statement, das ungeschminkt körperliche Sehnsucht aber auch seelische Erschöpfung kommuniziert. Intensiv und beschwörend, huldigt sie der Unzeitgemäßheit des Herzens. Wie Liebende wissen: emotionale Illusion, sie kann wirklicher sein, als Raum und Zeit. (Samir H. Köck)

Eintritt: EUR 15,00

Tickets online kaufen (inkl. Sitzplatzreservierung)

Wiener Stadthalle, Halle D: Atemberaubend 08

22. November 2008
19:30bis22:30

Wiener Stadthalle, Halle D: Atemberaubend 08
Das Benefizkonzert zugunsten der Initiative gegen Lungenhochdruck

22. November 2008 | 19:30 Uhr
Wiener Stadthalle | Halle D

Unter der Leitung von Christian Kolonovits und in Begleitung der All Star Band und des Wiener Sinfonie Orchesters werden die Stars der heimischen Musikszene erstmals gemeinsam und unentgeltlich für die Initiative gegen Lungenhochdruck auf der Bühne stehen.

Wolfgang Ambros, Andy Baum, Beckermeister, Sabina Hank, Marianne Mendt, Mondscheiner, Opus, Schiffkowitz, She Says, Christina Stürmer, Valerie und Stefanie Werger werden neben ihren größten Hits auch Duette anstimmen. Ein weiterer Höhepunkt dieser einmaligen Show sind aber auch die nur für diesen Abend speziell arrangierten Danzer und Falco-Songs, die einige Künstler interpretieren werden.
Durch diesen Abend wir Arabella Kiesbauer im wunderschönen Ambiente einer Galabühne führen.

Sämtliche Einnahmen aus diesem Abend gehen an die Initiative für Lungenhochdruck.

Lungenhochdruck ist schwer diagnostizierbar – es beginnt mit Müdigkeit und Atemlosigkeit – und führt ohne Behandlung binnen 3 Jahren zum Tod. Lungenhochdruck kann jeden treffen, in jedem Alter.
Der Verein HEILUNG FÜR LUNGENHOCHDRUCK akquiriert in Eigeninitiative Gelder, um die Frühdiagnose zu verbessern und die Heilung dieser Krankheit zu erforschen.

Kartenverkauf: Wiener Stadthalle, unter www.stadthalle.com und 01 - 79 999 79, bei ÖTICKET unter www.oeticket.com und 01 - 96 0 96, bei Ticket Online Austria unter www.ticketonline.at und 01- 88 0 88 in allen Filialen der Bank Austria, unter www.clubticket.at und 01- 24 9 24 und bei Wienticket unter 01-58885, www.wien-ticket.at.

Brigitte Schwaiger: “… nicht vergessen, wie verlogen die Österreicher sind

Der Doktor, der uns begleitet, sagt: Jeder dritte Wiener gehört psychiatriert. Ah, geh, sagt die Schwaiger, wenn ein Wiener den Namen Freud hört, kriegt er doch solche Angst, dass er gar nicht wissen will, wer das war. Dann breitet sie die Arme aus und sagt: Das ist er. Wer? Der Park. Wo? Da sind drei Bäume, sieben Penner und tausend Tauben im kalten Wind. [SZ: Der Schmerz: Besuch bei einer kranken Bestsellerautorin]

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper [Premiere]

26. März 2009
19:30bis22:30

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper
Stück von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Premiere 26. März 2009

Musikalische Leitung: Peter Marschik
Regie: Henry Mason
Choreographie: Karl Alfred Schreiner
Bühne und Kostüme: Heidrun Schmelzer
Lichtgestaltung: Klaus Emil Zimmermann
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Mit: Antje Eckermann, Katarina Hartmann, Dagmar Hellberg, Michaela Mock, Patricia Nessy, Bettina Oswald, Stà©phanie Signer, Katja Tippelt, Nadine Zeintl | Frank Berg, Christian Graf, Maximilian Hilbrand, Otto Jaus, Willi Jeschofnik, Tino Leo, Alexander Lhotzky, Herwig Hans Ofner, Boris Pfeifer, Jens Schnarre, Krassimir Tassev, Ernst Gabriel Vokurek, Erwin Windegger. Mitglieder des Kärntners Sinfonieorchesters

Einführungsmatinee 15. März 2009, Moderation Christoph Wagner-Trenkwitz, Bühne

»Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.«
Die Dreigroschenoper, in England durch zwei Jahrhunderte unter dem Titel The Beggar‘s Opera in allen englischen Theatern gespielt, führt in das Milieu von den Verbrechervorstädten Londons, Soho und Whitechapel, die vor zweihundert Jahren so wie heute die Zufluchtsstätte der ärmsten und nicht immer durchsichtigsten Schichten der Londoner Bevölkerung waren. Herr Jonathan Peachum schlägt aus dem Elend auf seine originelle Weise Kapital, indem er gesunde Menschen künstlich zu Krüppeln herausstaffiert und sie betteln schickt, um aus dem Mitleid der wohlhabenden Stände seinen Profit zu ziehen. Er tut das keineswegs aus angeborener Schlechtigkeit.
»Ich befinde mich auf der Welt in Notwehr«, das ist sein Grundsatz, der ihn in allen seinen Handlungen zur schärfsten Entschiedenheit zwingt. Er hat in der Londoner Verbrecherwelt nur einen ernsthaften Gegner, und das ist der junge, von den Dämchen vergötterte Gentleman Macheath. Dieser hat Peachums Tochter Polly entführt und auf eine ganz groteske Weise in einem Pferdestall geheiratet.
Als Peachum von der Heirat mit seiner Tochter erfährt – die ihn nicht so sehr aus moralischen Gründen schmerzt wie aus sozialen – beginnt er einen Krieg auf Tod und Leben mit Macheath und seiner Gaunerplatte, dessen Hin und Her den Inhalt der Dreigroschenoper bildet. Aber schließlich wird Macheath in des Wortes wirklichster Bedeutung vom Galgen herab gerettet, und in einem großen, etwas parodistischen Opernschluß geht die ganze Affäre gut aus. The Beggar‘s Opera wurde im Jahre 1728 zum ersten mal im Lincoln‘s Inn Theatre aufgeführt. Der Titel bedeutet nicht etwa, wie manche deutsche Übersetzer geglaubt haben: »Die Bettleroper«, d. h. eine Oper, in der eben Bettler vorkommen, sondern »Des Bettlers Oper«, d. h. eine Oper für Bettler. The Beggar‘s Opera, auf Anregung des großen Jonathan Swift verfaßt, war eine Händel-Travestie und hatte,, wie berichtet wird, den großartigen Erfolg, daß Händels Theater ruiniert wurde. Da uns heute ein so grosser Anlaß zur Parodie wie die Händelsche Oper fehlt, wurde jede Absicht zu parodieren aufgegeben: die Musik ist vollständig neu komponiert.
Nicht fehlen uns Heutigen soziologischen Anlässe von The Beggar‘s Opera: wie vor zweihundert Jahren haben wir eine Gesellschaftsordnung in der so ziemlich alle Schichten der Bevölkerung, allerdings auf die allerverschiedenste Weise, moralische Grundsätze berücksichtigen, indem sie nicht in Moral, sondern natürlich von Moral leben. Formal stellt die Dreigroschenoper den Urtypus einer Oper dar: sie enthält die Elemente der Oper und die Elemente des Dramas.
Bertolt Brecht (1928)

Stadttheater Klagenfurt: Cinderella [Premiere]

15. November 2008
14:30bis16:30

Stadttheater Klagenfurt: CINDERELLA
Familienmusical von Thomas Pigor
Premiere 15. November 2008

Musikalische Leitung: Daniel Große Boymann
Regie: Alexander Kuchinka
Choreographie: Ernst Gabriel Vokurek
Bühne und Kostüme: Judith Leikauf, Karl Fehringer
Dramaturgie: Sylvia Brandl

Mit: Antje Eckermann, Katarina Hartmann, Dagmar Hellberg, Nora Schleicher, Angela Schneider, Nadine Zeintl, Frank Berg, Otto Jaus, Willi Jeschofnik, Alexander Moitzi, Herwig Hans Ofner, Christian Schleinzer, Erich
Schleyer, Andreas Wanasek. Die Cinderella-Band

Einführungsmatinee: 9. November 2008, Moderation Sylvia Brandl, Foyer
Ein Stück für die ganze Familie (empfohlen für Kinder ab 6 Jahren).

»Es war einmal ein frommes und gutes Mädchen, dem war seine liebe Mutter gestorben. Da nahm sich der Mann
eine andere Frau. Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren,
aber garstig und schwarz im Herzen…«Wer kennt es nicht, das Märchen vom Aschenputtel? Thomas Pigor,
Liedermacher, Komponist und Buchautor in Personalunion, hat es etwas umgeschrieben und die Charaktere von
Cinderella, ihrem Prinzen und dem restlichen Personal hier und da verändert und zudem hinreißende
Gesangsnummern komponiert. Seine Märchenversion ist erfrischend neu. Er erzählt die uralte Geschichte vom
geknechteten Mädchen, das in Sack und Asche leben muss, bis es endlich durch die Liebe eines Prinzen erlöst
wird, auf besonders vergnügliche Weise.
Vor gar nicht allzu langer Zeit, in einem Königreich gleich um die Ecke, lebte die Familie Zinder: Vater, böse
Stiefmutter und die Töchter Olga, Emilie und Ella. Eines schönen Tages wurde der Märchenkönig des Landes
von der Opposition so bedrängt, dass er der Vermählung seines Sohnes zustimmen musste. Ein großer Ball
wurde ausgerichtet und das ganze halbe Königreich stand Kopf. Natürlich wollte Ella Zinder, eigentlich Cinderella
genannt, auch auf den Ball. Ihre ungemütliche Stiefmutter und die garstigen Stiefschwestern hatten ihr das
natürlich verboten. Auf dem Ball war es schrecklich langweilig. Der Prinz las heimlich Märchenbücher und ließ die
Damenwelt links liegen. In der Zwischenzeit kam Cinderella doch noch mithilfe ihrer Freunde auf dem Schloss an.
Dort traf sie natürlich auf ihren Märchenprinzen, nein also, um ehrlich zu sein, rannte sie ihn fast über den
Haufen. Kein Wunder, denn beide waren vom vielen Lesen extrem kurzsichtig und ohne Brille hilflos. Und dann
ging alles ganz schnell. Sie gestanden einander ihre Liebe zur Literatur. Cinderella verlor den Schuh. Der Prinz
und sein steppendes Pferd Horst nahmen die Verfolgung auf, die Tauben waren wegweisend. Und wenn sie nicht
gestorben sind, dann leben Cinderella und der Prinz noch immer glücklich im Königreich gleich um die Ecke.

Theater Die Neue Tribüne: Premiere für “zeit zum essen” mit Lukas Perman & Lukas Johne

Foto: Isabell SchatzAm 6. November 2008 findet im Wiener Theater Die Neue Tribüne die Premiere des Schauspiels “zeit zum essen” statt. Auf der Bühne: Lukas Perman als Lasse und Lukas Johne als Toben.

Das Stück entspringt einer intensiven Auseinandersetzung mit dem über allem stehenden Thema “Liebe”. Dynamiken in der Liebe sind geschlechtsunspezifisch, und auf keinen Fall abhängig von bestimmten sexuellen Präferenzen.

Das Interesse bei “zeit zum essen” gilt dem Beleuchten zweier Menschen, die rein äußerlich, und auch innerlich, unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch fällt die Liebe, wo sie fallen möcht’. Auch gilt das Interesse dem Mysterium “Tabu”: Tabus einer Gesellschaft sind dem normativen Wandel unterworfen und ändern sich mit ebendieser Gesellschaft. Das Thema Homosexualität gilt nach wie vor in weiten Kreisen unterschiedlicher Gesellschaften als die Kastration des Mannes per se. Wenn Normen, Doktrinen und eigene Ängste aufeinander treffen, werden Dynamiken in Gang gesetzt, die nicht mehr beherrschbar sind … Mann/Mann, Mann/Frau, Frau/Frau … es gilt schlicht das eine festzustellen: Liebe kommt - Liebe geht.

Der Plot

Lasse und Toben, ein homosexuelles Männerpaar Ende 20, trennen sich nach einer vierjährigen Beziehung. “zeit zum essen” erzählt, wie unspektakulär und dennoch bedrückend eine Liebe sich verändern kann, und demonstriert Umstände, die das Ende einer Beziehung durchaus fördern können. Das Stück zeigt auch die Normalität einer schwulen Beziehung in alltäglichen Dynamiken - es gibt keinen Anspruch auf das ewige Glück. Manchmal ist bereits der Wunsch “nach den Sternen” stark genug, innere Kräfte zu mobilisieren und Festgefahrenes loszueisen. Realitäten werden erkannt, der Leidensdruck wird zum Verbündeten.

Die Schauspieler
Norman Stehr zeichnet für Regie und Buch verantwortlich. Über die Wahl der Hauptdarsteller meint er:

Ich habe mich für Lukas Perman und Lukas Johne entschieden, da es sich um zwei großartige Persönlichkeiten sowohl im Leben als auch auf der Bühne handelt. Sie entsprechen genau meiner Vorstellung von Unterschiedlichkeit und dem Phänomen, dass sich so oft Gegensätze anziehen.

Lukas Perman wurde bislang in seinem “Allround-Genie” von den großen Bühnen engagiert, und es war genau dieses Können, welches in der Regel die Ränge füllte und füllt und ihm einen großen Namen einbrachte. Ich habe Lukas Perman als Schauspieler engagiert, um ihm das Sicherheitsnetz zu entreißen und ihm die Möglichkeit zu bieten, noch weiter über seine Grenzen hinaus zu gehen … er ist quasi “nackt” auf einer kleinen Kammerbühne, und es zählt jeder Atemzug, jedes Wort und jeder Gedanke, ohne dass ein Fortissimo aus dem Orchestergraben seinen Höhepunkt unterstützt. Eine äußerst direkte, “ehrliche” Art also, Charaktäre zu porträtieren und erlebbar zu machen …

Lukas Johne durfte ich im Sommer dieses Jahres in einer gemeinsamen Produktion kennenlernen, wo er in einer stattlichen Rolle, einer Bühnenadaptation des Films “Fight Club”, hervorragend spielte. Johne ist als “reiner” Schauspieler den direkten Ton gewohnt und eine ideale Ergänzung zu Perman. Er hat mit Sicherheit von der großartigen Musikalität, welche im Schauspiel eine ebenso entscheidende Rolle spielt wie im Musiktheater, von Lukas Perman profitiert.

Und so gehen diese beiden jungen Schauspieler Hand in Hand mit einem Thema um, das für viele nicht alltäglich sein dürfte. Homosexualität muss den elitären Anspruch verlieren und auch aufgeben … auch und besonders, um dem Stempel der immer wiederkehrenden “Abnormität” zu entkommen.

“zeit zum essen” - Schauspiel für zwei
Premiere: 6. 11. 2008, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen : 7. 11., 10. 11. und 12. 11.
Theater DIE NEUE TRIBÜNE
Dr.-Karl-Lueger-Ring 4, 1010 Wien
Tickets für 20,00 € bis 23,00 € (diverse Ermäßigungen für Schüler, Studenten etc. möglich) gibt es telefonisch unter +43 (0) 664-2344256 oder per E-Mail: office@tribuenewien.at

“I was born to love you” - “RUDOLF”-Vorab-Single ab 21. November im Handel

Am 26. Februar 2009 feiert Frank Wildhorns Musical “RUDOLF” am Wiener Raimund Theater seine deutschsprachige Erstaufführung. In den Hauptrollen: Drew Sarich und Lisa Antoni.

Bereits am 21. November 2008 wird ein erster akustischer Eindruck dieser Show in den Plattenläden stehen: “I was born to love you”, das Liebesduett von Rudolf (Drew Sarich) und Mary von Vetsera (Lisa Antoni).

Foto: HitSquad

Der in englischer Sprache gesungene Song (Frank Wildhorn/Jack Murphy) wurde mit eindeutiger Zielrichtung Charts von HitSquad/MG-Sound als poppige Ballade auf Augenhöhe mit Produktionen internationalen Formats feinjustiert produziert, und auf diesem Terrain ist Frank Wildhorn, der unter anderem Whitney Houstons Hit “Where do broken hearts go” (1987) sowie zahlreiche andere Lieder für Stars wie Travis Tritt, Natalie Cole oder Linda Eder komponierte, ein Garant für Gefühlvolles mit Gänsehautfaktor. Ich persönlich vergleiche ja die Wildhorn’schen Powerballaden immer mit kleinen Euphorie-Drops, die in der Intensität und Vielzahl nur beim “Bigger-than-Life”-Maestro zu finden sind. Schmuseballaden wie “I was born to love you” kreiseln natürlich immer im am Rand zwischen Edel und Kitsch, aber da sind es letztendlich Interpretation und Produktion, die einen Song aus dem Schmalz in den Balladenolymp schießen.

“I’m called ‘That Pop Guy’”, sagte der Komponist einmal in einem Interview mit der Los Angeles Times, angesprochen auf die “bigger than life”-Popmelodien, die seine Musicals immer schon auszeichneten. Und in Richtung der New Yorker Kritiker, die Musicals mit Pop-Touch meist als völlige Fehlentwicklung betrachten: “What do they want me to be? ‘The Unpop Guy?’” Wildhorn weiter:

I just love music. I’m a composer. When I work in the theater, I’m a theater composer. When I’m writing for Whitney Houston or Kenny Rogers or Natalie Cole, I’m a pop composer. I’ve been commissioned by the Bolshoi Ballet to do a full length ballet, so I’m a classical composer when I’m doing that. I’m just a composer, and depending on the medium I work in, that’s what I am that day.

Der Pop-Appeal ist also eines der Markenzeichen der Musicalsongs à  la Wildhorn. Ein weiteres: Seine Lieder wachsen mit der “Qualität” des Performers und lassen sich wunderbar gestalten, man kann sie im wahrsten Sinn des Wortes zum Leben erwecken - anders etwa als die Lieder von Phil Collins, die mal als “Tunnelsongs” bezeichnet worden sind: Augen zu und geradlinig durch, jedes Abweichen von der Ideallinie wird mit einem bösen Crash geahndet, eigenständige Phrasierungen unerwünscht.

Lisa Antoni und Drew Sarich jedenfalls gehen ganz in “ihrem” Liebeslied auf. Man muss wohl kein großer Prophet mehr sein, um Lisa Antoni eine schöne Karriere zu prognostizieren und Drew Sarich ein weiteres Karrierehoch.

“I was born to love you”
(Frank Wildhorn/Jack Murphy)

Tracks:
1) “I was born to love you” (Radio Edit) [03:26]
2) “I was born to love you” (Acoustic Version)
3) “I was born to love you” (Dance Mix)
4) “I was born to love you” (Instrumental Version)

Mehr von “RUDOLF” auf CD wird es frühestens im April 2009 geben, da sollte das Cast-Album fertig sein.

Stadthalle Wien, Halle F: Die Konferenz der Tiere

15. November 2008
18:00bis20:00

Stadthalle Wien, Halle F: Die Konferenz der Tiere
von Erich Kästner

Das neue Musical von teatro für die ganze Familie ist jetzt auch in Wien zu sehen
Aufführungen am 15. und 16. November 2008
in der Wiener Stadthalle, Halle F

Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Uwe Weitendorf GmbH
Illustration: Walter Trier, Atrium Verlag

teatro feierte im Juli 2008 bei der Uraufführung des neuen Musicals und den anschließenden 8 Vorstellungen einen großen Erfolg. 3.000 große und kleine Menschen waren mit Begeisterung dabei.
Nun ist »Die Konferenz der Tiere« von teatro noch einmal auch in Wien zu sehen:

Am Sa, 15. 11. 2008, 18 Uhr und am So, 16. 11. 2008, 16 Uhr feiert
das Musical in der Wiener Stadthalle seine Wien Premiere!

Norberto Bertassi (Künstlerischer Leiter von teatro und Mitglied der Vereinigten Bühnen Wien) und sein teatro brachten anlässlich 10 Jahre teatro den Klassiker von Erich Kästner als neues Musical auf die Bühne des neuen Spielortes in der bettfedernfabrik in Oberwaltersdorf. Die Musik wurde von Walter Lochmann (Vereinigte Bühnen Wien) komponiert. Sieben Stars aus der Musicalszene wie Martin Berger (derzeit in »We will Rock you« zu sehen), Andrea Malek (Musicalstar aus Ungarn), Kathleen Bauer (spielt in Rebecca), Manfred Schwaiger, Rita Nikodim, Norbert Holoubek und Bea Knoth erarbeiteten das Musical gemeinsam mit 45 Kindern und Jugendlichen! Musikalisch begleitet werden sie von Musikern der Vereinigten Bühnen Wien unter der musikalischen Leitung von Walter Lochmann.

mit
Martin Berger, Andrea Malek, Rita Nikodim, Manfred Schwaiger, Norbert Holoubek, Kathleen Bauer und Bea Knoth
in weiteren Rollen: Sabrina Bartl, Roberto Razenberger und Angelika Schiffer
sowie mit mehr als 40 Kindern und Jugendlichen
und 7 Musikern von den Vereinigten Bühnen Wien

Regie: Norberto Bertassi
Buch: Norberto Bertassi, Barbara Karolyi
Musik: Walter Lochmann
Bühne: Germano Milite
Kostüme: Orsi Tiara

Norberto Bertassi: »Wir wollen Menschen jeden Alters mit unserer Arbeit begeistern. Wir wollen Brücken bauen, wo noch keine sind; wir versuchen mit Hilfe künstlerischer Ausdrucksmittel dem Lebenssinn und einer Lebensaufgabe näher zu kommen. Wir wollen unsere psychischen und sozialen Kompetenzen stärken, um sie in die gemeinsame Arbeit einfließen zu lassen. Durch die gemeinsame künstlerische Arbeit erfahren Kinder, Jugendliche, professionelle Künstler und Menschen mit Behinderung eine tiefe Sinnerfahrung und das kreative Wirken einer Gemeinschaft. Wir etablieren Kunst auch im ländlichen Bereich.«

Die Geschichte:
Um die Menschen, die immer weiter Kriege führen, zur Vernunft zu bringen, halten die Tiere im “Hochhaus der Tiere” ihre erste und letzte Konferenz ab. Parallel zur Konferenz der Tiere tagen in Kapstadt, Südafrika, die Staatsoberhäupter, Ministerpräsidenten und ihre Ratgeber. Als ihnen die Forderungen der Tiere “um der Menschen Kinder Willen” überbracht werden, sind sie sich erstmals einig: Die Tiere sollen sich nicht einmischen! Alle Mittel der Tiere, die Menschen zur Vernunft zu bringen, bewirken keine Einsicht. Erst als alle Kinder der Welt verschwinden, bewegen die Tiere die Menschen zur Unterzeichnung eines “ewigen Friedensvertrages”, der in gewisser Weise Kästners Utopie für eine friedliche Welt beinhaltet.

Erich Kästners “Konferenz der Tiere”
Nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg, als Reaktion auf die immer wieder gescheiterten Konferenzen der Mächtigen dieser Welt, schrieb Erich Kästner 1947 “Die Konferenz der Tiere”. Es ist eine märchenhafte Tierparabel, die aber auch als bittere Satire verstanden werden kann - nicht nur für Kinder, sondern auch “für Kenner”, wie der Autor
vermerkte. Illustrator ist Walter Trier, der über 100 zum Teil farbige Bilder schuf. Erst 1949 erschien das Buch bei Emil Oprecht in Zürich. Trier hatte sich viel vom Welterfolg des pazifistischen Kinderbuchs versprochen und fürchtete, seine Wirkung könne verpuffen. Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass das Buch (leider) nichts von seiner aktuellen Brisanz verloren hat.

Aufführungen in der Wiener Stadthalle, Halle F
Sa, 15. November, 18 Uhr sowie So, 16. November 16 Uhr

Tickets gibt es unter
www.stadthalle.com sowie unter 01 / 79 999 79

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