Archiv - News
Martin Bruny am Montag, den
24. Oktober 2005 um 13:38 · gespeichert in Musical, Broadway, Tonträger
Playbill bietet exklusiv 3 Tracks des neuen Broadway-Musicals The Color Purple zum Download an. Die Show basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Walker und dessen Verfilmung durch Steven Spielberg.
Für die Hauptrolle in der Broadway-Produktion konnte LaChanze (”Once on This Island”) gewonnen werden, Regie führt Gary Griffin; die Pulitzer Preis- und Tony Award-Gewinnerin Marsha Norman adaptiert den Stoff für die Bühne. Musik/Lyrics steuern die Grammy Awards-Preisträger Brenda Russell, Allee Willis und Stephen Bray bei, für die Choreographie zeichnet Donald Byrd verantwortlich.
Martin Bruny am Sonntag, den
23. Oktober 2005 um 13:37 · gespeichert in Pop
Verena Araghi veröffentlichte dieser Tage im SPIEGEL eine Mischung aus Konzertbericht und zynischen “Nachrufversuch” anlässlich des Comebackversuchs der Backstreet Boys. Allein, ich werde den Eindruck nicht los, dass hier mit Wertigkeiten operiert wird, die nicht angemessen sind. Der Begriff “Jugendkultur” scheint mir etwas hoch gegriffen. Man sollte nicht vergessen, dass wir es hier mit einer Popband zu tun haben, die zwar viele Platten verkauft haben mag, aber dennoch nichts weiter ist als eben eine Boyband, die in Zeiten ihre größten Erfolge hatte, als auch ein Michael Jackson sehr erfolgreich war. Sollten wir nun für jede Boyband und One-Man-Boyband einen eigenen Jugendkulturbegriff definieren?
Die “Backstreet Boys” sind oder besser - im Sinne von Frau Araghi - waren natürlich Teil einer Jugendkultur, aber ein kleiner Teil. Boygroups einen so mächtigen Part zuzuschreiben, scheint mir mächtig überzogen. Wir können natürlich nun einen Jugendkulturbegriff für die Boygroups reservieren und einen für die Girlbands, einen für all jene Sänger, sie aus Castingshows kommen, einen für Schauspieler, die auch mal gerne Popstar werden wollen, aber was soll uns das an Erkenntnis bringen?
Dass die Mitglieder der Band heute älter sind als am Start ihrer Karriere, das scheint das Hauptargument, das in diesem Artikel redundant platziert wird. Dass die Fans älter geworden sind und nun nicht mehr schwitzend und stinkend im Konzertsaal bouncen, all das kann doch nicht als Argument verwendet werden. Dürfen Künstler nicht älter werden? Was bringt es, Publikumsbeschimpfung zu betreiben und von “kindischen Alten” zu sprechen? Normalerweise ist es ein positives Zeichen, wenn sich das Publikum einer Band, eines Künstlers, aus möglichst vielen verschiedenen Altersgruppen zusammensetzt. Normalerweise würde niemand auf die Idee kommen, das in Frage zu stellen. Wieso klammern sich manche Journalisten so engstirnig an die Vorstellung, dass ein Bandname, in dem der Begriff “Boys” vorkommt, für erwachsene Entertainer unangemessen ist. Die “Beach Boys” werden sich freuen, die “Beastie Boys” wohl nur ein nonchalantes “##*#” rüberschleudern.
Bleiben wir doch bei den Fakten. Und die sind klar. Die “Backstreet Boys” versuchen ein Comeback. Ob sie das schaffen, wird sich weisen. Es ist ihnen nur zu wünschen, dass sie auch ein erwachsenes Publikum ansprechen und begeistern können. Dieses Publikum muss erstmal gewonnen werden. Daher ist jetzt noch viel zu früh, vom Scheitern eines Comebackversuchs zu sprechen. Die Behauptung von Frau Araghi “die Ära der Boygroups ist endgültig zu Ende”, dagegen, schießt völlig an der Realität vorbei. In den deutschen Charts regiert seit Wochen der Inbegriff einer Boyband: Tokio Hotel. Ein stärkeres Lebenszeichen konnte dieser Part der “Jugendkultur” kaum von sich geben.
Martin Bruny am Freitag, den
21. Oktober 2005 um 13:35 · gespeichert in TV, Pop
Shirley Horn ist tot. Sie starb am 20. Oktober 2005 im Gladys Spellman Nursing Home in Cheverly, USA, an den Folgen ihres schweren Diabetes-Leidens. Trotz ihrer schweren Krankheit nahm sie bis zuletzt Songs auf und tourte mit ihrem hervorragenden Jazz-Ensemble um die ganze Welt. Herausragend ihr spätes Meisterwerk “Here’s to life” aus dem Jahre 1992.
Here’s To Life
No complaints and no regrets.
I still believe in chasing dreams and placing bets.
But I have learned that all you give is all you get so you give it all you got.
I had my share. I drank my fill, and even though I’m satisfied I’m hungry still
to see what’s down another road, beyond a hill and do it all again.
So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life the dreamers and their dreams.
Funny how the time just flies.
How love can turn from warm hellos to sad goodbyes
and leave you with the memories you’ve memorized to keep your winters warm.
There’s no yes in yesterday.
And who knows what tomorrow brings or takes away.
As long as I’m still in the game I want to play
for laughs, for life, for love.
So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life.
The dreamers and their dreams.
May all your storms be weathered.
And all that’s good get better.
Here’s to life.
Here’s to love.
And here’s to you.
Martin Bruny am Samstag, den
15. Oktober 2005 um 13:33 · gespeichert in Tonträger
Die CD ist de facto tot. Die Plattenindustrie mag noch so viele Auswege suchen, wie man dieses tote Format wiederbeleben könnte, der Patient ist nicht mehr zu retten. Vor ein paar Monaten startete man angesichts dramatisch sinkender Verkäufe den Versuchsballon, eine CD (die damals aktuelle der Gruppe “2raumwohnung”) in verschiedenen Ausstattungen auf den Markt zu bringen. Von der Deluxe-Version mit besonders dickem Booklet, bis hin zur Sandler-Edition, die nur mehr die nackte CD enthält. Was wurde aus dem Projekt? Nie mehr davon gehört. Der Preis allein kann für das Multiorganversagen der CD-Industrie nicht verantwortlich gemacht werden. Nun wird die DUAL-Disc heavy promotet - eine auf beiden Seiten bespielte CD, die auf der Bonus-Site ein paar Goodies beinhaltet. Nett, und für Fans sicher ein Kaufanreiz, aber auch damit rettet man die CD nicht mehr.
Wer heutzutage mit dem Musiksammeln beginnt, kauft praktisch keine CD mehr. Wenn etwas online verfügbar ist, so reicht das. Und online verfügbar ist heutzutage praktisch alles, durchaus online legal verfügbar. Ein paar Musiksparten wie zum Beispiel das Musical mag es geben, die sich online rar machen, aber auch da sollten sich die Labels, wenn sie ihre Absatzzahlen wieder steigern wollen, überlegen, ob die Zukunft von Musicalproduktionen etwa nicht gerade der Onlinemarkt ist. Aktuelle Broadwaymusicals sind in Europa nur als noch immer recht teurer Import erhältlich - doch wieso all das Plastik importieren, wo man in wenigen Sekunden die Daten von A nach B beamen kann?
Wenn ich mir heute die Berge an unnützem Speichermaterial (CDs, Vinyl) ansehe, das ich in den letzten Jahren angesammelt habe, stellt sich mir die Frage nach der Digitalisierung immer dringender. Noch ist nichts wirklich Befriedigendes am Markt, aber es wird nicht mehr lange dauern. Noch ist es zu mühsam, Tausende CDs privat zu digitalisieren. Es kostet zu viel Zeit, und dann stellt sich die Frage nach dem Speicherplatz. Externe Festplatten würden sich anbieten, aber was, wenn sie, was sie durchaus gerne machen, kaputtgehen. Spezielle Sicherungssysteme sind für den privaten Haushalt nicht wirklich eine Lösung, iPods und Konsorten sind in der derzeitigen Entwicklungsstufe noch steinzeitähnliche Tools, was Usability betrifft. Daten für den privaten Bedarf nach Wunsch zu digitalisieren, wird ein zunehmend gefragter Job im Bereich des Dienstleistungssektors. Für den derzeit beliebten iPod gibt es bereits diverse Digitalisierungsunternehmen. Aber auch da stellt sich die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis.
In einer nicht allzu entfernten Zukunft, so meinte unlängst der Zukunftsforscher Matthias Horx, werden wir auf eine - heute noch - futuristisch anmutende, dann aber doch Retro-Art Musik genießen. Wie schon Kal-El mitten in einer Eiswüste aus einem Eiskristall einen Eispalast erstehen ließ, in dem Jor-El ihn mit seinen Superkräften vertraut machte, werden wir ein Kristall in ein hüsch anzusehendes Schälchen legen, und aus den Wiedergabezellen unserer Wände wird Musik erklingen. Eine schöne Vorstellung. Jedenfalls angesichts der CD-Türme, die sich in meiner Wohnung ziemlich viel an Wohnraum geschnappt haben.
Martin Bruny am Sonntag, den
9. Oktober 2005 um 13:32 · gespeichert in Pop
Wie nehmen Bands heutzutage ihre CDs auf? Strenges Geheimnis? Nö, die englische Boyband Westlife gibt folgendes zu Protokoll:
After seven years together, Westlife will return with a new album, “Face To Face”, on October 31, a week after the release of new single “You Raise Me Up”.
The lads also plan to team up with Diana Ross on “When You Tell Me That You Love Me” as their Christmas single, but admit she didn’t even join them in the studio.
Shane said: “It’s a great song for our Christmas single. It’s an amazing achievement to sing with someone of her stature. We recorded the song separately because she was in Los Angeles and isn’t coming over until later this month.” Kian added: “That’s the way any recording is done these days. Even Westlife have never been in the studio together.You’re only in the studio as individuals. Things are so advanced with computers these days that Diana’s recording was brought over on a hard drive. We added our vocals later.”
Another absentee for the album sessions was Shane, who recorded his vocals for the album in advance of the other band members to allow him paternity leave.
“Because my wife was having a baby, I recorded the album earlier in the year in Sweden and London,” said Shane. “Then the boys went in recording while I was at home changing nappies. It was different but the only way to do it because I needed to be at home with the baby. It enabled me to get the recording out of the way.”
Jaja, der Fortschritt. Coole Sache. Ich wär ja dafür, eigene virtuelle Charts zu etablieren, so nach dem Motto: Wie hätte der Song geklungen, wenn xyz tatsächlich gemeinsam im Studio gewesen wären. Keine Frage, dass heutzutage Bands nicht mehr sehr oft gemeinsam ins Studio gehen, entweder weil sie längst zerstritten sind oder eine gemeinsame Aufnahmesession nicht mehr für nötig erachten, weil sie eh nur ausführende Püppchen sind. Aber vielleicht sollten Westlife noch einen Schritt weiter gehen. Vielleicht wäre es sinnvoll, das ABC und ein paar saftige Knacklaute, gesungen von den einzelnen Mitgliedern der Band in verschiedenen Tonlagen, aufnehmen zu lassen. Bei der tollen Technologie unserer Zeit reicht das vielleicht völlig, und sie müssen danach gar nicht mehr ins Studio. Der Tonmeister puzzelt sich dann einfach alles aus dem vorhandenen Material zusammen, und das wars. Noch steriler als die letzten Westlife-Aufnahmen würden so produzierte Lieder wohl auch nicht klingen.
Martin Bruny am Samstag, den
8. Oktober 2005 um 13:32 · gespeichert in Pop, Tonträger

Stevie Wonders letzte CD “Conversation Peace” ist vor unglaublichen 10 Jahren erschienen. Ich persönlich finde es ja immer schade, wenn Entertainer vom Stile eines Wonder einfach abtauchen und privatisieren, quasi am Höhepunkt ihres Künstlertums, aber Stevie Wonder wird Gründe für seine lange Pause gehabt haben.
Mit 55 Jahren liefert er 2005 A time 2 love ab, und es ist eines seiner besten Alben geworden, freilich nicht zu vergleichen mit “Innervisions”, “Talking Book” oder “Songs in the Key of Life”, aber wer überhaupt hat in den letzten drei Jahrzehnten Alben auf den Markt gebracht, die daran heranreichen?
Angekündigt war “A time 2 love” schon lange, eine Singleauskopplung “So what the fuss” floppte im Sommer, und es scheint, als könne sich Wonders Plattenfirma nicht so richtig entscheiden, wie und wo die CD erscheinen soll. Einerseits ist sie bei iTunes/USA bereits erhältlich, andererseits ist auf Wonders Website, Stand April 2005, eine völlig andere Tracklist zu lesen als auf der bei Amazon angepriesenen CD, die erst ab 18. Oktober erhältlich sein wird - kurzum, es herrscht das perfekte Chaos.

Stimmlich zeigt sich der Meister in Hochform, und es macht Freude, seinen zeitlosen Kompositionen, die er mit seiner unverwechselbaren Stimme interpretiert, zuzuhören. “A time 2 love” bietet Wonder pur, kein Duets-Album oder eine Horde der derzeit angesagten Topstars, die um viel Geld mal eben einen kleinen Gastauftritt absolvieren. Die Auswahl der Gäste ist geradezu elitär, wir hören die Gospelsängerin Kim Burrell beim Opener “If your love cannot be moved”. India.Arie singt gemeinsam mit Wonder den Titelsong “A time 2 love”, und Aisha Morris, Wonders Tochter, gibt sich auf “How will I Know” die Ehre. Sämtliche der von Wonder gesungenen Balladen (”Moon blue”, “From the bottom of my heart”, “How will I know”, “Passionate raindrops”, “True love”, “Shelter in the rain” und “Can’t imagine love without you”) sind, das kann man gar nicht oft genug betonen, zeitlose Juwele, reinste Evergreens aus dem Stand. Die Frage, ob sich damit die Charts erobern lassen, ist aber eine andere. Wonder bietet “Adult Contemporary” in Reinstform, und wenn Künstler dafür in den USA eigene Charts vorfinden, in denen sie mit ihren CDs punkten können, so müssen sie sich in Europa mit US5 und anderen Maistreammarionetten matchen, ohne wirklich eine Chance zu haben. Wie auch immer, Stevie Wonder hat mit “A time 2 love” eine der besten CDs des Jahres abgeliefert, und auf die nächste müssen wir hoffentlich nicht wieder 10 Jahre warten.
Martin Bruny am Freitag, den
7. Oktober 2005 um 13:31 · gespeichert in Literatur, Sprache
Im Radio und den Charts treibt seit ein paar Wochen ein Song sein Unwesen, dessen Interpret ernsthaft der Meinung ist, ein “Liebeslied” geschrieben zu haben. Die Rede ist von “Die Eine 2005″ von der Gruppe “Die Firma”. Man glaubt es kaum, dass jemand, der nicht aus der Bronx stammt, tatsächlich einen Refrain wie den folgenden im deutschen Sprachraum veröffentlicht:
“Die eine, die eine oder keine
für keine andre Frau ging ich lieber in den Bau
und keiner andren Frau trau ich mehr über den Weg,
es gibt keine andre Frau mit der ich mich lieber schlafen leg.”
Ein Gefängnisaufenthalt als Liebesbeweis, das kommt sicher gut bei der Angebeteten, zum Drüberstreuen holprige Reime wie:
“hört ihr die Liebe aus den Versen nicht? Es ist kein Märchen,
es war Liebe auf den ersten Blick, du bist mein Mädchen.
bis zu Deiner Entscheidung, waren es schwere Wochen,
aber jedes neue Treffen hab ich mehr genossen”
Haarsträubende Metaphern, Sexismen en masse, wechseln mit tollpatschigen Passagen:
Ich hab die Frau fürs Leben und auch ein Leben danach
und wir fliegen um die Planeten, um die Venus, um Mars
wir waren auf Kuba und in L. A., Miami Beach
und auf der ganzen Welt, gibt es nicht eine wie sie, denn du bist meine Cleopatra.
Möge die Firma nur nicht auf die Idee kommen, uns nochmal mit Ähnlichem zu erfreuen, etwa zur Goldenen Hochzeit.
Martin Bruny am Dienstag, den
27. September 2005 um 13:29 · gespeichert in Musical, Tonträger
Frank Wildhorn, Komponist (”Jekyll & Hyde”, “The Scarlet Pimpernel”, “The Civil War” & “Dracula”), und Jeremy Roberts, Musical Director, sind mit GlobalVision Records, einem brandneuen Plattenlabel, an den Start gegangen.
Was darf man sich von GlobalVision Records erwarten? Nun, vor allem Aufnahmen zeitgenössischer Musicals. Die ersten Projekte sind bereits fixiert. Die erste CD, die man auf den Markt bringen will, ist ein brandneues Konzept-Album von Frank Wildhorns Musical “Jekyll & Hyde”, das derzeit als Tourproduktion mit Rob Even in der Hauptrolle durch die USA tingelt.
In der Planungsphase befindet sich ein Konzeptalbum von Frank Wildhorns (& Leslie Bricusses) Musical “Cyrano der Bergerac”. Die Show wird 2006 in London seine Premiere feiern. Bereits finalisiert ist das Konzeptalbum von Wildhorns “Dracula”, ein Veröffentlichungsdatum steht da noch aus.
Martin Bruny am Samstag, den
17. September 2005 um 13:19 · gespeichert in Musical, Pop, Fotos

Der verregnete und trübe Nachmittag des 17. September 2005 stand am Wiener Stephansplatz ganz im Zeichen der “Rote Nasen Clowndoctors“.

Zahlreiche Künstler haben sich für dieses Event, das dem Wetter zum Trotz jede Menge gute Laune in den Zuschauerbereich zauberte, zur Verfügung gestellt, unter anderem auch der Hauptdarsteller der Wiener “Romeo & Julia”-Inszenierung Lukas Perman. Er präsentierte gegen 15:30 zwei Songs aus seiner ersten Solo-CD “Hier im Jetzt”.

Lukas Perman ist natürlich auch auf der brandneuen “Deutschsprachigen Gesamtaufnahme” des Musicals “Romeo & Julia” zu hören. Die äußerst gelungene Aufnahme macht Lust auf mehr und gleichzeitig aufmerksam darauf, dass ein Livemitschnitt dieses Musicals wohl die bessere Alternative gewesen wäre. Vieles der atemberaubenden Stimmung, die Abend für Abend die Bühne des Raimundtheaters zum Beben bringt, kann mit einer Studioaufnahme nicht eingefangen werden.

Das Booklet wiederum trägt auch nicht viel dazu bei, die Fantasie der Hörer zu beflügeln. Nur ein Bild der beiden Hauptdarsteller, sonst keine optischen Eindrücke der gerade auch ihrer Optik wegen gelobten Inszenierung ist einfach zu wenig. Fazit: Eine äußerst gelungene Aufnahme, aber den ganz großen Wurf hat man nicht gewagt.

Martin Bruny am Donnerstag, den
15. September 2005 um 16:18 · gespeichert in Event-Tipps

Das Racino Dinner Varietਠgeht in die Verlängerung. Der künstlerische Leiter des Racino, Gernot Kranner, selbst erfolgreicher Schauspieler, Entertainer und Regisseur, schuf mit “Sommernachtsträume” eine Komposition aus Gesang, Tanz und Akrobatik, ganz in der alten Kunst des Varietà©s. “Selbstverständlich wollten wir die Varietà©form weiter entwickeln und subtiler machen, als die zur Zeit gängigen Nummershows”, sagt Kranner.

Lana Gordon spielte mehrere Produktionen am Broadway, unter anderem Hauptrollen in “König der Löwen” und “Jesus Christ Superstar”. Jana Werner lieh ihre Stimme mehreren Figuren erfolgreicher Disney-Filme, unter anderem der “Belle” in “Die Schöne und das Biest” und an der Seite von Uwe Kröger der “Christine” in der jüngsten Verfilmung von “Das Phantom der Oper”. Aris Sas begann seine Karriere bereits als Kind in “Les Miserables”. Seine Freundschaft mit Gernot Kranner rührt von der Uraufführung von Roman Polanskis Musical “Tanz der Vampire”, in dem sie als “Professor Ambrosius” und sein Atlatus “Alfred” gemeinsam auf der Bühne standen. Seither ist Sas ausgezogen, um die größten Bühnen des deutschsprachigen Raums zu erobern. Ramesh Nair ist wiederum allen Musicalbegeisterten von Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien wie “Hair!” oder “Barbarella” und des Musicalsommers Amstetten ein Begriff. Die vier Hauptdarsteller der von Shakespeares Sommernachtstraum inspirierten Bühnenshow werden von einem exzellenten Tanz- und Gesangsensemble ergänzt.
Die ComiCompany, Duo Simma&Riffel, vormals bei Cirque du Soleil und Palazzo, bleibt der Produktion erhalten, genauso wie der marokkanische Handstandkünstler Abdul und die Artistentruppe “Novabatics”, die mit ihren einzigartigen Darbietungen auf dem Vertikaltuch eine der Höhepunkte der Show bilden.
Racino Dinner Varietà© “Sommernachtsträume”
Wiederaufnahme: 29.9.2005, 19:30; Eintritt inkl. Show, Menü, Begrüßungscocktail und Wettgutscheine: 59.- Euro; Weitere Vorstellungen: Jeweils Freitag, Samstag, Sonntag, 19:30 - Einlass 18:30; Um Tischreservierung wird gebeten unter 02254 9000-1400
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