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Archiv - News

“Becoming Peter Pan” - wütende Jackson-Fans spammen das Schubert Theater voll

Zeit für ein Outing. Mein Name ist Martin Bruny und ich bin Michael-Jackson-Fan - schon länger als ich mich mit Musicals beschäftige. Ich kenne die Szene der Jackson-Fans aus eigener Erfahrung - die guten als auch die bösen Seiten. Für Michael Jackson jedenfalls galt, und das ist unbestreitbar, dass er nie destruktiv dachte und Kunst auf seine Art und Weise, in Tanz und Musik auf einzigartige Weise schuf.

Ganz sicher nicht in Michael Jacksons Sinn ist das Vorgehen einiger “heutiger” Jackson-Fans, die, weil sie eine Ankündigung von Nikolaus Habjans Puppen- und Schauspiel “Becoming Pater Pan” auf dieser Website (–> hier) gelesen haben, nun den Schöpfer dieser Show mit nennen wir es ruhig Schmähbriefen zuspammen. Nur um das etwas klarer darzustellen: “Becoming Peter Pan” ist ein Theaterstück, das noch nicht Premiere hatte, das nicht vorgibt, etwas zu sein, was es nicht ist, weil es einfach noch selbst nicht einmal so hundertprozentig weiß, was es sein wird. Beim Schubert Theater wiederum handelt es sich um ein kleines Wiener Theater, das nur deswegen existiert, weil ambitionierte Theaterleute ihr Herzblut in dieses Haus investieren und immer wieder großartige Produktionen herausbringen. Gerade Nikolaus Habjan beispielsweise ist es in den vergangenen Jahren am Schubert Theater gelungen, sich mit seiner innovativen Art des Puppentheaters einen Ruf zu erarbeiten.

Worüber regen sich die “Fans” denn nun auf? Konkret scheint es um die folgende Passage der Ankündigung zum Stück zu gehen, in der die künstlerische Umsetzung des Theaterstücks beschrieben wird:

Michael Jacksons Biografie rollt sich in diesem fiktivem Epilog neu auf. Seine eigene Geschichte und die Originalerzählung «Peter Pan” bilden die Grundlage. Michael Jackson hat selbst dafür gesorgt, dass sein Leben «zur größten Show auf der Welt” wurde. Es gibt unzählige verschiedene Versionen seines Lebens. Wie sein großes Vorbild, der Zirkusdirektor Phineas Taylor Barnum, hat auch er bewusst sein Leben zur fiktiven Geschichte gemacht. Der Konflikt der sich daraus ergibt, dass diese übermächtige künstliche Version seiner selbst ein Eigenleben entwickelt, ist ein großes Thema des Stücks. Was bleibt zurück vom ursprünglichen Menschen, der sich selbst neu erschaffen hat?
Das zweite große Thema ist die Konfrontation und der Stellenwert von Michael Jacksons Kindheit und seiner Weigerung erwachsen zu werden. Ganz genau wie sein Vorbild Peter Pan, lehnt es Jackson konsequent ab Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden. Ganz genau wie bei Peter Pan sind die Konsequenzen daraus Einsamkeit und Isolierung. Jacksons Kindheit wird in dem Stück lebendig, es findet ein direkter Dialog zwischen Jackson selbst und seinem kindlichen Alter Ego statt.
Die «Peter Pan”-Geschichte dient als Rahmen und wird immer wieder zitiert. Wie bei Peter Pan hat auch Michael Jacksons Schatten in dieser Version ein Eigenleben. Dieser wird mittels Videoprojektion dargestellt und repräsentiert das perfekte Ebenbild aus der
Vergangenheit, das mittlerweile auch ohne den Menschen Jackson selbst weitertanzt.
Das Stück wird in englischer Sprache gespielt, um die Kunstfigur Michael Jackson möglichst authentisch aufleben zu lassen. Es sollte jedoch möglich sein, dem Stück auch ohne große Englischkenntnisse folgen zu können.

Das wars. Und das ist ein Grund, sich aufzuregen? Ist das ein Grund, wenn es überhaupt je einen geben sollte, eine konzertierte Aktion gegen einen Künstler zu starten? Die gute Nachricht für Nikolaus Habjan und das Wiener Schubert Theater: Wir leben in Wien, und da gilt für Vorfälle dieser Art immer noch: Ned amoi ignorieren. Es handelt sich bei all den Protesten, die im Theater eingelangt sind, um Mails von Mitgliedern eines oder mehrerer Fan-Foren, die sich untereinander abgesprochen haben. Mögen sie in ihren Foren die Sache ausdiskutieren.

Fazit: Freuen wir uns auf eine interessante und, davon bin ich überzeugt, großartige Produktion Nikolaus Habjans und des Wiener Schubert Theaters.

Ronacher Wien: “Zum Tod lachen” (2010)

10. November 2010
19:00bis22:00

Am 10. November 2010 stehen ab 19 Uhr Granden der deutschsprachigen Kabarett-, Musik- und Schauspielszene auf der Bühne des Wiener Ronacher.

Werner Brix, Ottfried Fischer, Paul Gulda, Josef Hader, Karlheinz Hackl, Robert Meyer, Erwin Steinhauer, Ernst Stankovsky, Otto Tausig, die Strottern und 5/8erl in Ehr’n - sie alle leisten ihren Beitrag zur Entwicklungshilfe für Steinbruchkinder in Indien.

Der Ertrag des Benefizabends wird dazu beitragen, die Lebensumstände von Steinbruchkindern in Indien zu verbesern. Organisiert wird der Abend für das Projekt des Entwicklungshilfeclubs von Schauspieler und Kabarettist Werner Brix, dem es seit 2008 immer wieder gelingt, hochkarätige Künstler auf die Bühne zu bringen, die für den guten Zweck auf ihre Gage verzichten.

Ronacher Wien: “Zum Tod lachen”
10. November 2010, 19 Uhr
Ronacher Theater
Seilerstätte 9, 1010 Wien
Karten bei Wien Ticket : www.wien-ticket.at oder 01/58885

WUK Wien: Kinderliteraturwoche 12. bis 19.10

12. Oktober 2010 10:00bis19. Oktober 2010 14:00

Bereits zum 17. Mal findet die Kinderliteraturwoche mit österreichischen AutorInnen im WUK statt.

Dieses Jahr stellen Adelheid Dahimà¨ne, Franzobel, Saskia Hula, Andrea Karimà¨, Christoph Mauz und Oliver Steger ihre (fast) brandaktuellen Kinderbücher vor.

Das Programm findet im WUK vom 12. bis 19. Oktober statt, beginnend mit: »Carlas musikalische Reise« , von und mit dem Musiker Oliver Steger; dreizehn schadenfrohe Gedichte, schräge Poesie und frische Reime von Adelheid Dahimà¨ne »Da vorne gibt es was zu lachen« ; das neue Abenteuerbuch von Christoph Mauz »Motte Maroni und die Flossen des Grauens«, über ein schreckliches Monster im Badesee; - eine Stille Post Buch » Oje, sagt die Fee« von Saskia Hula; Franzobel liest aus seinem bekannten »Schmetterling Fetterling« und seinem aktuellem Kinderkuch »Phantastasia«, beide Lesungen von ihm finden am Sonntag, den 17.10 statt. Zu Gast aus Köln ist die deutschlibanesische Autorin Andrea Karimà© mit ihrem aktuellen Buch »Kaugummi und Verflixungen«.

12. bis 19. Oktober 2010
WUK, 9., Währinger Str. 59, www.wuk.at
Reservierung: Tel 40121-70; kinderkultur@wuk.at

Programmübersicht
Oliver Steger: »Carlas musikalische Weltreise«, ab 5
Dienstag, 12.10.2010, 10 Uhr
Ein Mädchen entdeckt die Welt des Zirkus – Das Lied von »Bruder Jakob« in 11 verschiedenen Variationen. Mit Richard Barus

Adelheid Dahimene: »Da vorne gibt es was zu lachen«, ab 8
Mittwoch, 13.10. 2010, 10 Uhr und 15 Uhr
13 schadenfrohe Gesichte, schräge Poesie, frische Reime

Christoph Mauz. »Motte Maroni und die Flossen des Grauens«, ab 8
Freitag, 15.10.2010, 10 Uhr und 15 Uhr
Ein schreckliches Monster im Badesee ist der neue Fall für Motte Maroni.

Saskia Hula: »Oje, sagt die Fee« und andere Geschichten der Autorin, ab 5
Samstag, 16.10.2010, 15 Uhr
Stille-Post Geschichte über einen Hilferuf, der ganz anders ankommt.

Franzobel: »Schmetterling Fetterling«, ab 5
Sonntag, 17.10.2010, 11 Uhr, Matinee
Wie eine Fitnessfliege einem fetten Schmetterling ein paar Tipps gibt.

Franzobel : »Phantastasia«, ab 10
Sonntag, 17.10. 2010, 14 Uhr
Hannibal versucht seine grenzenlose Traurigkeit zu besiegen und muss viele Abenteuer bestehen.

Andrea Karimà©: »Kaugummi und Verflixungen«, ab 6
Dienstag, 19.10.2010, 9 Uhr und 10.30 Uhr
Zwei Außenseiter werden Freunde und helfen einander bei ihren geheimnisvollen »Verflixungen«.

Geschichtenwerkstatt
Montag, 18.10.2010, 14.30 -16.30 Uhr

Genaue Termine unter: www.wuk.at

Wiener Sicherheitsfest 2010: Vereinigte Bühnen Wien zeigen “Best of …” aus “Tanz der Vampire”

26. Oktober 2010
16:00bis16:45

Am 25. (von 11.00 Uhr bis 18 Uhr) und 26. Oktober 2010 (von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr) findet auch heuer wieder das Sicherheitsfest am Wiener Rathausplatz statt.

Die Vereinigten Bühnen Wien bieten am 26. Oktober ein “Best of …” von “Tanz der Vampire”. Wann dieses “Best of …” genau stattfindet, wie lange das Konzert dauern wird und wer singen darf … finden wir sicher demnächst –> hier oder gar auf musicalvienna.at.

Update/13.10.2010
Es singen: Barbara Obermeier, Alexander Di Capri, Sebastian Smulders und Gernot Kranner
Termin: 26.10.2010, 16 Uhr

Theater Akzent: XMAS Gift

17. Dezember 2010
19:00bis21:30

Theater Akzent: XMAS Gift
Premiere: Theater Akzent, 17. Dezember 2010, 19.00 Uhr

Im neuen Weihnachtsjugendmusical des Performing Center Austria geht es heuer um ein unfreiwilliges »Geschenk” eines Engels, das dazu führt, dass sich zwei Mädchen plötzlich im Körper ihrer jeweiligen größten Konkurrentin wiederfinden.

Natürlich ist das für beide zuerst einmal ein großer Schock, aber die daraus resultierenden Erfahrungen und entstehenden Situationen öffnen beiden die Augen und führen sie letztendlich zu einem größeren Verständnis und Toleranz.

Bis es aber so weit ist, müssen beide viele witzige Situationen meistern. Auch der kleine Engel, der das alles ausgelöst hat, hat alle Hände voll zu tun, das daraus entstehende Erden-Chaos den Chefs im Himmel erst einmal plausibel zu erklären. Dass so etwas natürlich nicht ganz ohne Komplikationen abläuft ist klar, aber das macht ja auch den Reiz von XMAS-Gift aus.

XMAS-Gift ist ein neues Jugendmusical, das ungewöhnliche Wendungen und Ideen beherbergt und viele unterschiedliche Rollen für junge Darsteller im Alter von 10-18 Jahren vorsieht.

Das XMAS-Projekt feierte im vergangenen Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Zahlreiche junge Darsteller konnten in den bisherigen Musicals ihr Talent zeigen. Einige Darsteller, die beim XMAS-Projekt entdeckt wurden, stehen heute als Profis auf großen Theaterbühnen. Die mehr als 40.000 Zuseher innerhalb der letzten zehn Jahre zeigen, dass dieses Projekt nicht nur vom Publikum hervorragend angenommen wird, sondern dass dieses Konzept in der Lage ist, einmal im Jahr das öffentliche Interesse in Wien auf den talentierten musischen Nachwuchs und dessen großartige Leistungen zu lenken.

Aufführungstermine
16. Dezember 10:00 Uhr
17. Dezember 10:00 Uhr
17. Dezember 19:00 Uhr
18. Dezember 19:00 Uhr
21. Dezember 10:00 Uhr
21. Dezember 14:00 Uhr
22. Dezember 10:00 Uhr
22. Dezember 19:00 Uhr
23. Dezember 10:00 Uhr

Ticketinfos –> hier

Theater Nestroyhof Hamakom: UNDERGROUND CITY 21 Vienna - die fragmentierte stadt

4. Oktober 2010 19:00bis10. Oktober 2010 22:00

UNDERGROUND CITY 21 Vienna
die fragmentierte stadt

Bei «Underground City 21 Vienna» handelt sich um eine Realsimulation der virtuellen Untergrundstadt. Eine Reise durch einen performativ-installativen Parcours entlang der Achse der Praterstrasse im 2. Bezirk in Wien erzeugt einen interaktiven Theaterraum und wird zur Reise durch die virtuelle Underground City 21.

Internationale und lokale KünstlerInnen, TheoretikerInnen, WissenschaftlerInnen AlltagsexpertInnen und Self-Made-SpezialistInnen erzeugen zusammen mit dem Publikum in 7 Tagen festival-ähnlicher Ballung von Geschehnissen eine Simulation einer urbanen Situation, eines Stadtraums der (individuellen) Gegenöffentlichkeit. Der Prozess dieser Tage wird aufgezeichnet und als digitale Skulptur in die entstehende 3D-Struktur des gleichnamigen EU-Projekts eingespeist.

Durch den gesamten Parcours der Fragmente, Situationen und des Programms führen Guides, KennerInnen und Informierte der Underground City 21. Man kann diese an verschiedenen Punkten des Netzwerks treffen und kennenlernen, sich an sie wenden und mit ihnen durch das Underground City Gewirr und das Programm gehen. Sie sind die Personen unseres Vertrauens. Sie garantieren eine sichere Reise durch die Underground City 21.

Ein transdisziplinäres Projekt von «Nomad.Theatre» im Kontext des EU-Projekts “Underground City 21, in Kooperation mit Partnern aus Kroatien, Frankreich und der Tschechischen RepublikL.A.E.XXI (Labin art express XXI) Kroatien / Libat, Frankreich / Prague College, Tschechische Republik / Nomad.Theatre, Österreich

Underground City 21 Vienna
Die fragmentierte Stadt
Eine Real-Simulation der virtuellen
Untergrund-Stadt

4. bis 10. Oktober 2010
täglich ab 19.00 Uhr
Eröffnung: Montag, 4. Oktober 10

Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1
A - 1020 Wien
T 0043 (0)1 8900314
F 0043 (0)1 8900314-15

contact@hamakom.at

Weitere Programminformationen finden Sie unter www.hamakom.at

Who the Fuck is Kreisky? - das Palais Nowak und sein Promotionproblem

Nein, keine Sorge, natürlich wissen wir alle, wer Kreisky ist. Kreisky ist eine deutschsprachige Indie-Rock-Band aus Wien. [–> Wikipedia] Und wer dieser Tage mit dem Autochen durch Wien braust, sieht ab und an ein Plakat, auf dem zu lesen ist: “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten!” Hübsch. Eine helle Schrift auf schwarzem Hintergrund, oder umgekehrt, wars ne rote Schrift, war der Hintergrund rot? Na wurscht. Und ganz unten so ein Krixikraxi, wahrscheinlich hat das der Drummer von Kreisky auf seinen Trommeln, als ne Art Logo.

“Die Presse”-Leser haben es da natürlich besser (–> hier). Die wurden dieser Tage informiert, dass die neueste Musikshow des Palais Nowak, die “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten” benannt wurde, mit einem zweistufigen Promotionkonzept beworben wird. Bei Stufe 1 handelt es sich um das Originalplakat aus dem Jahre 1971, mit dem “Sonnenkönig” Bruno Kreisky in die Nationalratswahlen ging. Also ehrlich, dieser Wiedererkennungswert muss enorm sein, für die, keine Ahnung, 60-, 70- oder 80-Jährigen, die die Chance haben, dieses Plakat zu sehen.

In Stufe 2 dann, folgt laut “Die Presse”, ein “Aha-Erlebnis”:

“Die zweite Plakatserie der neuen Show ist immer noch vom Slogan »Lasst Kreisky und sein Team arbeiten« dominiert, aber das 70er-Jahre-Design und die Köpfe, die neben Kreisky abgebildet sind, geben preis, dass es sich hierbei nicht um eine Kreisky-Huldigung handelt.”

Wenn mans genau nimmt, sieht man auf Plakat Nummer 2 “Kreisky, Slime & Paiper” und weiß verdammt nochmal noch immer nicht, was das Ganze eigentlich soll. Wo wird was gespielt, worum handelt es sich, wer spielt mit, wer ist die Zielgruppe?

Ein paar Antworten darauf liefern die VBS vulgo Vereinigte Bühnen Schmidleitner, wie man das Kabarett-Triumvirat von Simpl, Palais Nowak und Vindobona, symbolisiert durch Eigentümer Albert Schmidleitner, auch nennt, im “Die Presse”-Artikel vom 19.9.2010, aber wer das Ganze servieren soll, darauf gibt der Artikel keine Auskunft. Zwar soll am 15. Oktober Premiere sein, doch über die Cast gibt auch die offizielle Website des Palais Nowak keine Auskunft (–> hier), dafür sehen wir hier seit ein paar Monaten die Stufe 2 des ausgeklügelten Promotionplakatwahnsinns, ohne hier allerdings je Stufe 1 gesehen zu haben. Auch auf der Website des Kabarett Simpl finden sich keine Angaben zur Cast. (–> hier)

Was täten wir ohne die TV-Sendung “Was gibt es Neues?”? Vielleicht liegts daran, dass Michael Niavarani, der nicht unwesentlich mit den VBS verbunden ist, auch an diesem ORF-Format nicht unwesentlich beteiligt ist, oder dass ein Fanblog leichter administrierbar ist als eine sooooo komplizierte Site wie jene des Palais Nowak, jedenfalls haben wir hier nun die Angaben zur Cast der Show (–> hier):

Nina Tatzber, Roman Straka, Wilbirg Helml, Marco Maurer, Roman Frankl, Ariane Swoboda, Doris Hindinger, Thomas Dapoz, Georg Leskovich, Kudra Owens

Ein Problemchen gibts nun noch. “Die Presse” meldet als Premierentermin den 15. Oktober, “Was gibt es Neues?” den 5. Oktober, das Palais Nowak den 5. Oktober. Sagma Mehrheitsentscheidung, nehma den 5. Oktober und gut is.

Und toi, toi, toi!

Die Wiener Grünen und ihre VBW-Phobie

Eines haben alle Kultursprecher der Wiener Grünen immer und jederzeit drauf: Slogans gegen Musicalförderungen für die Vereinigten Bühnen Wien. Marco Schreuder ist derzeit der Sprecher der Wiener Grünen, und was dieses Thema betrifft, kaut er nur die Aussagen seiner Vorgängerin wieder, er macht sich austauschbar, bringt keinerlei neue Argumente, wirft völlig abstruse Behauptungen in den Raum wie:

Warum Wien immer noch Millionen in Musicals investiert, ist eine der großen kulturpolitischen Fragezeichen der Stadt und ein Erbe aus Zilks Zeiten. Musicals als Tourismusmagnet spielen keine große Rolle mehr. Trotzdem kosten uns zwei Musicalbühnen immer noch ein Vermögen.

… und ist nicht in der Lage, dies auch mit Fakten zu untermauern.

Aber ja, spielen wir Kafka, setzen wir doch eine Kommission ein (wir haben eh so wenige davon), die, so Schreuder, “entscheidet, ob Musicals überhaupt Förderungen bekommen sollen”. Sehr clever. Und klar, sehen wir uns “vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland an”, Herr Schreuder. Das Pech ist nur, dass es vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland nicht gibt. Aber die Grünen haben sicher Umschulungsprogramme für all jene Angestellten der Vereinigten Bühnen parat, die dann ihren Job verlieren würden, wenn der Betrieb bei den VBW eingestellt werden müsste, wenn wir die Orchester abbauen würden, die Kostümwerkstätten und so weiter.

Doch Rettung naht, denn in diesem Fall hat vor allem die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, für die Arbeitslosen, die dann am Existenzminimum um den Anschluss ins Erwerbsleben kämpfen müssten, einen guten Tipp, wie man sparen kann. Auf die Frage, welche Kosten sie in einer derartigen Situation einsparen würde, meinte Glawischnig kürzlich: die Internetkosten. Das ist die Realität der Grünen. Das wäre ungefähr so, als würde man Robinson auf seiner Insel raten, das Ruderboot zu zerlegen und zu verfeuern, damit ihm in der Nacht nicht so kalt ist.

Erschreckend oberflächlich findet Schreuder beispielsweise die Aussagen des Wiener Kulturstadtrats Mailath-Pokorny zu MigrantInnen in der Kultur. Erschreckend populistisch und engstirnig könnte man die Haltung der Wiener Grünen zum Musicalgenre bezeichnen. Schade drum.

Link
- Der Standard: “Musicalbühnen kosten uns ein Vermögen”

Landestheater Linz: Frühlings Erwachen!

2. Oktober 2010
19:30bis22:30

Landestheater Linz: Frühlings Erwachen!
David Nuran Calis nach Frank Wedekind
Schauspiel
Eine Koproduktion von Schauspiel und u\hof:

Premiere am 02.10.2010
Spielstätte Kammerspiele

Stückinfo
Wendla steht auf Melchior, doch der ist viel zu sehr damit beschäftigt, über die Probleme der Welt nachzudenken. Ilse steht auf Moritz, der seinerseits schon auch auf Ilse stehen würde, wenn er sich nur traute. Sie sind jung, sie sind wild, und irgendwie wissen sie nicht, was sie tun. Denn während man früher zu wenig darüber wusste, wie »es« eigentlich
geht, weiß man heute zu viel darüber. Liebe, Sex – was ist das eigentlich? Gehören Liebe und Sex zusammen? Jeder scheint zu wissen, wie Sex
geht, doch keiner weiß, was Liebe ist. Vieles darüber findet man im Internet, in Heften, Büchern, hört man von Freunden, Eltern und Lehrern. Und irgendwie ist es nach wie vor ein Tabuthema.
Aktuellen Studien zufolge befindet sich Österreich am letzten Platz in Europa, was die Sexualaufklärung von Jugendlichen betrifft – ein trauriger Befund.

Nachdem Frank Wedekind (1864-1918) einen ersten Entwurf zu Frühlings Erwachen in Zürich verfasst hatte, schrieb er das Drama zwischen Oktober 1890 und April 1891 in München. Das Stück ist von eigenen Erlebnissen des Autors und seiner Mitschüler inspiriert. Als Vorbild für Moritz Stiefel dienten ihm etwa zwei Mitschüler, Frank Oberlin und Moritz Dürr, die 1883 bzw. 1885 Suizid begangen hatten. Dürr hatte dem Schriftsteller von seinem Vorhaben, zu sterben, berichtet, woraufhin Wedekind ihm versprach, ein Drama über ihn zu schreiben. Nachdem ein Münchner Verlag eine Publikation des Stücks aus Angst vor rechtlichen Problemen abgelehnt hatte, brachte es
Wedekind im Oktober 1891 auf eigene Kosten beim Verlag Jean Groß in Zürich heraus. Frühlings Erwachen wurde 1906 an den Berliner Kammerspielen uraufgeführt.

Eine Kindertragödie nannte Wedekind sein Stück, das aufgrund seiner angeblichen Obszönität zensiert bzw. verboten wurde und es mittlerweile zur Schullektüre gebracht hat. 2010 ist Frühlings Erwachen immer
noch aktuell – ein Stück über Träume und Hoffnungen der Generation Y

Leading Team

Inszenierung: Holger Schober
Bühne: Christian Etsch Elgner
Kostüme: Richard Stockinger
Musik: Sue-Alice Okukubo
Dramaturgie: Elisabeth Strauß
Theaterpädagogik: Katrin Maiwald

Besetzung
Mutter: Katharina Vötter
Vater: Joachim Rathke
Wendla: Katharina Wawrik
Melchior: Bastian Dulisch
Ilse: Katharina Halus
Moritz: Ralf Wegner
Martha: Elisabeth Hütter
Hans: Julian Sigl

Nähere Infos –> hier

Landestheater Linz: Linie 1

25. April 2011
11:00bis13:00

Landestheater Linz: Linie 1

Text: Volker Ludwig
Musik: Birger Heymann
Premiere am 25.04.2011
Spielstätte Kammerspiele

Stückinfo
Ein junges Mädchen aus der Provinz, von Zuhause ausgerissen, landet am Berliner Bahnhof Zoo. Sie ist auf der Suche nach ihrem »Märchenprinzen« Johnnie, einem Berliner Rockmusiker. In der Bahnhofshalle trifft sie auf die »Überreste der Nacht«, Obdachlose, Spinner, eine alkoholisierte Nachtschwärmerin, nur nicht auf Johnnie. So macht sie sich auf den Weg nach Kreuzberg mit der U-Bahn-Linie 1 und gerät in einen Strudel von Begegnungen mit Typen der anderen Art.
Ein Musical über Leben und Überleben in der Großstadt, über Hoff nung und Anpassung, Mut und Selbstbetrug, zum Lachen und Weinen, zum Träumen – und zum Nachdenken über sich selbst.

Weitere Infos –> hier

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