Es ist in diesen Tagen faszinierend zu beobachten, wie viel negative Energie von Michael-Jackson-Fans ausgehen kann. Sie werden nicht müde, sich zum Teil unflätig in diversen Foren zu äußern. Zu äußern in Bezug auf eine Theaterproduktion, die im Dezember 2010 erst ihre Premiere feiern wird.
Interessant ist es, mitzuerleben, wie Menschen, die Michael Jackson nie persönlich kennengelernt haben, ihre eigenen Probleme in diese für die Öffentlichkeit von Michael Jackson selbst modellierte Kunstfigur projizieren. Wie sie sich auf Facebook, in Foren und auf andere Weise absprechen, konzertierte Mailwellen in die Welt setzen - und das alles nur, um die von ihnen so verstörend vereinnamte Person zu “beschützen”. Wovor? Das wissen wir nicht, denn worum es hier geht, ist die Produktion eines Theaterstücks.
Schon aus Prinzip wird es daher auf dieser Site jede Menge News über “Becoming Peter Pan” geben, heute zum Beispiel das finale Plakatmotiv der Produktion. Die Freiheit der Kunst hat Vorrang.
Martin Bruny am Dienstag, den
19. Oktober 2010 um 08:52 · gespeichert in Musical, Wien, Theater, Pop
Michael Niavarani: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt? Drew Sarich: Ich wusste schon mit 6, als ich Neil Diamond: “Hot August Night Live” hörte, dass ich kein Anwalt werden wollte. Ich habe mit 7 angefangen, im Chor zu singen. Mit 11 entdeckte ich die Gitarre UND das Theater. Hausaufgaben haben zum Zeitplan einfach nicht gepasst.
MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status? DS: Ich glaube, dass kein Künstler jemals zufrieden sein kann. Man sehnt sich schon immer nach Abwechslung. Momentan sind meine Ziele Erfahrungen. Ich würde gern mit meiner Musik auf Tournee gehen. Ein paar Monate das Rock & Roll Leben führen. Ich würde gerne eine Kochschule besuchen, Fallschirmspringen, und vielleicht eine Kunstaustellung mit meinen Werken organisiere
MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum? DS: Der Vorgang. Ich bin kein Fan von Schmerz. Ich hasse auch die Idee, dass jemand mein Leben irgendwie aufräumen müsste. Sobald ich weg bin, kann ich mir nur vorstellen, dass mir alles ziemlich wurscht ist.
MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum? DS: Da ewige Leben kommt mir ziemlich lang vor. Gib mir 88 Jahre und Geld, um das Leben mit meiner Familie zu genießen, und ich werde nicht jammern.
MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun? DS:Ich glaube, dass man Verantwortung für seine Taten übernehmen muss. Ich hoffe, ich erziehe meine Kinder so, dass sie das Leben eines anderen Menschen über alles respektieren. Dann stellt sich diese Frage nicht.
Martin Bruny am Samstag, den
16. Oktober 2010 um 23:24 · gespeichert in Theater, Pop, Event-Tipps, Kult
25. November 2010
19:30
bis
21:30
Take 6 ist ein amerikanisches A-cappella-Gospel-Sextett, das 1980 am Oakwood College in Huntsville, Alabama, von Claude McKnight gegründet wurde. Contemporary, R&B, Jazz, Soul & Gospel - das brachte Take 6 bis dato zehn Grammys, zehn Dove Awards, einen Soul Train Award und zwei Nominierungen für den NAACP Image Award. Grammys gewann Take 6 1988, 1989, 1990, 1991, 1994, 1997 und 2002. Stevie Wonder, Whitney Houston, Don Henley, Ray Charles, Queen Latifah, Joe Sample, Quincy Jones, Marcus Miller, Brian McKnight, Gordon Goodwin und Luis Miguel sind nur einige der Stars, die mit Take 6 zusammengearbeitet haben.
Einem breiteren Publikum wurde Take 6 bekannt, als Quincy Jones sie 1989 für seine CD “Back on the block” engagierte. Gemeinsam mit Al Jarreau, Ella Fitzgerald und Bobby McFerrin sangen sie “Wee B. Dooinit” a capella und untermalten ein Instrumentalstück des brasilianischen Sängers und Komponisten Ivan Lins (”Septembro - Brazilian Wedding Song”).
Charakteristisch für Take 6 sind stimmliche Prägnanz und Klarheit, häufige virtuose Melismen und eine selbst für professionelle Gesangsgruppen außergewöhnlich saubere Intonation sowie eine erstaunliche Homogenität des Gruppenklangs. Diese von den Aufnahmen bekannten Merkmale können Take 6 mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit auch live bieten.
Eine Möglichkeit, das zu überprüfen, bietet sich am 25. November 2010 im Festspielhaus St. Pölten. Im Großen Saal starten Take 6 ihr Konzert um 19:30 Uhr. Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Freitag, den
15. Oktober 2010 um 20:42 · gespeichert in Theater, Absurditäten
Zeit für ein Outing. Mein Name ist Martin Bruny und ich bin Michael-Jackson-Fan - schon länger als ich mich mit Musicals beschäftige. Ich kenne die Szene der Jackson-Fans aus eigener Erfahrung - die guten als auch die bösen Seiten. Für Michael Jackson jedenfalls galt, und das ist unbestreitbar, dass er nie destruktiv dachte und Kunst auf seine Art und Weise, in Tanz und Musik auf einzigartige Weise schuf.
Ganz sicher nicht in Michael Jacksons Sinn ist das Vorgehen einiger “heutiger” Jackson-Fans, die, weil sie eine Ankündigung von Nikolaus Habjans Puppen- und Schauspiel “Becoming Pater Pan” auf dieser Website (–> hier) gelesen haben, nun den Schöpfer dieser Show mit nennen wir es ruhig Schmähbriefen zuspammen. Nur um das etwas klarer darzustellen: “Becoming Peter Pan” ist ein Theaterstück, das noch nicht Premiere hatte, das nicht vorgibt, etwas zu sein, was es nicht ist, weil es einfach noch selbst nicht einmal so hundertprozentig weiß, was es sein wird. Beim Schubert Theater wiederum handelt es sich um ein kleines Wiener Theater, das nur deswegen existiert, weil ambitionierte Theaterleute ihr Herzblut in dieses Haus investieren und immer wieder großartige Produktionen herausbringen. Gerade Nikolaus Habjan beispielsweise ist es in den vergangenen Jahren am Schubert Theater gelungen, sich mit seiner innovativen Art des Puppentheaters einen Ruf zu erarbeiten.
Worüber regen sich die “Fans” denn nun auf? Konkret scheint es um die folgende Passage der Ankündigung zum Stück zu gehen, in der die künstlerische Umsetzung des Theaterstücks beschrieben wird:
Michael Jacksons Biografie rollt sich in diesem fiktivem Epilog neu auf. Seine eigene Geschichte und die Originalerzählung «Peter Pan†bilden die Grundlage. Michael Jackson hat selbst dafür gesorgt, dass sein Leben «zur größten Show auf der Welt†wurde. Es gibt unzählige verschiedene Versionen seines Lebens. Wie sein großes Vorbild, der Zirkusdirektor Phineas Taylor Barnum, hat auch er bewusst sein Leben zur fiktiven Geschichte gemacht. Der Konflikt der sich daraus ergibt, dass diese übermächtige künstliche Version seiner selbst ein Eigenleben entwickelt, ist ein großes Thema des Stücks. Was bleibt zurück vom ursprünglichen Menschen, der sich selbst neu erschaffen hat?
Das zweite große Thema ist die Konfrontation und der Stellenwert von Michael Jacksons Kindheit und seiner Weigerung erwachsen zu werden. Ganz genau wie sein Vorbild Peter Pan, lehnt es Jackson konsequent ab Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden. Ganz genau wie bei Peter Pan sind die Konsequenzen daraus Einsamkeit und Isolierung. Jacksons Kindheit wird in dem Stück lebendig, es findet ein direkter Dialog zwischen Jackson selbst und seinem kindlichen Alter Ego statt.
Die «Peter Panâ€-Geschichte dient als Rahmen und wird immer wieder zitiert. Wie bei Peter Pan hat auch Michael Jacksons Schatten in dieser Version ein Eigenleben. Dieser wird mittels Videoprojektion dargestellt und repräsentiert das perfekte Ebenbild aus der
Vergangenheit, das mittlerweile auch ohne den Menschen Jackson selbst weitertanzt.
Das Stück wird in englischer Sprache gespielt, um die Kunstfigur Michael Jackson möglichst authentisch aufleben zu lassen. Es sollte jedoch möglich sein, dem Stück auch ohne große Englischkenntnisse folgen zu können.
Das wars. Und das ist ein Grund, sich aufzuregen? Ist das ein Grund, wenn es überhaupt je einen geben sollte, eine konzertierte Aktion gegen einen Künstler zu starten? Die gute Nachricht für Nikolaus Habjan und das Wiener Schubert Theater: Wir leben in Wien, und da gilt für Vorfälle dieser Art immer noch: Ned amoi ignorieren. Es handelt sich bei all den Protesten, die im Theater eingelangt sind, um Mails von Mitgliedern eines oder mehrerer Fan-Foren, die sich untereinander abgesprochen haben. Mögen sie in ihren Foren die Sache ausdiskutieren.
Fazit: Freuen wir uns auf eine interessante und, davon bin ich überzeugt, großartige Produktion Nikolaus Habjans und des Wiener Schubert Theaters.
Martin Bruny am Dienstag, den
12. Oktober 2010 um 20:43 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
10. November 2010
19:00
bis
22:00
Am 10. November 2010 stehen ab 19 Uhr Granden der deutschsprachigen Kabarett-, Musik- und Schauspielszene auf der Bühne des Wiener Ronacher.
Werner Brix, Ottfried Fischer, Paul Gulda, Josef Hader, Karlheinz Hackl, Robert Meyer, Erwin Steinhauer, Ernst Stankovsky, Otto Tausig, die Strottern und 5/8erl in Ehr’n - sie alle leisten ihren Beitrag zur Entwicklungshilfe für Steinbruchkinder in Indien.
Der Ertrag des Benefizabends wird dazu beitragen, die Lebensumstände von Steinbruchkindern in Indien zu verbesern. Organisiert wird der Abend für das Projekt des Entwicklungshilfeclubs von Schauspieler und Kabarettist Werner Brix, dem es seit 2008 immer wieder gelingt, hochkarätige Künstler auf die Bühne zu bringen, die für den guten Zweck auf ihre Gage verzichten.
Ronacher Wien: “Zum Tod lachen”
10. November 2010, 19 Uhr
Ronacher Theater
Seilerstätte 9, 1010 Wien
Karten bei Wien Ticket : www.wien-ticket.at oder 01/58885
Martin Bruny am Freitag, den
24. September 2010 um 00:39 · gespeichert in Theater
Nein, keine Sorge, natürlich wissen wir alle, wer Kreisky ist. Kreisky ist eine deutschsprachige Indie-Rock-Band aus Wien. [–> Wikipedia] Und wer dieser Tage mit dem Autochen durch Wien braust, sieht ab und an ein Plakat, auf dem zu lesen ist: “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten!” Hübsch. Eine helle Schrift auf schwarzem Hintergrund, oder umgekehrt, wars ne rote Schrift, war der Hintergrund rot? Na wurscht. Und ganz unten so ein Krixikraxi, wahrscheinlich hat das der Drummer von Kreisky auf seinen Trommeln, als ne Art Logo.
“Die Presse”-Leser haben es da natürlich besser (–> hier). Die wurden dieser Tage informiert, dass die neueste Musikshow des Palais Nowak, die “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten” benannt wurde, mit einem zweistufigen Promotionkonzept beworben wird. Bei Stufe 1 handelt es sich um das Originalplakat aus dem Jahre 1971, mit dem “Sonnenkönig” Bruno Kreisky in die Nationalratswahlen ging. Also ehrlich, dieser Wiedererkennungswert muss enorm sein, für die, keine Ahnung, 60-, 70- oder 80-Jährigen, die die Chance haben, dieses Plakat zu sehen.
In Stufe 2 dann, folgt laut “Die Presse”, ein “Aha-Erlebnis”:
“Die zweite Plakatserie der neuen Show ist immer noch vom Slogan »Lasst Kreisky und sein Team arbeiten« dominiert, aber das 70er-Jahre-Design und die Köpfe, die neben Kreisky abgebildet sind, geben preis, dass es sich hierbei nicht um eine Kreisky-Huldigung handelt.”
Wenn mans genau nimmt, sieht man auf Plakat Nummer 2 “Kreisky, Slime & Paiper” und weiß verdammt nochmal noch immer nicht, was das Ganze eigentlich soll. Wo wird was gespielt, worum handelt es sich, wer spielt mit, wer ist die Zielgruppe?
Ein paar Antworten darauf liefern die VBS vulgo Vereinigte Bühnen Schmidleitner, wie man das Kabarett-Triumvirat von Simpl, Palais Nowak und Vindobona, symbolisiert durch Eigentümer Albert Schmidleitner, auch nennt, im “Die Presse”-Artikel vom 19.9.2010, aber wer das Ganze servieren soll, darauf gibt der Artikel keine Auskunft. Zwar soll am 15. Oktober Premiere sein, doch über die Cast gibt auch die offizielle Website des Palais Nowak keine Auskunft (–> hier), dafür sehen wir hier seit ein paar Monaten die Stufe 2 des ausgeklügelten Promotionplakatwahnsinns, ohne hier allerdings je Stufe 1 gesehen zu haben. Auch auf der Website des Kabarett Simpl finden sich keine Angaben zur Cast. (–> hier)
Was täten wir ohne die TV-Sendung “Was gibt es Neues?”? Vielleicht liegts daran, dass Michael Niavarani, der nicht unwesentlich mit den VBS verbunden ist, auch an diesem ORF-Format nicht unwesentlich beteiligt ist, oder dass ein Fanblog leichter administrierbar ist als eine sooooo komplizierte Site wie jene des Palais Nowak, jedenfalls haben wir hier nun die Angaben zur Cast der Show (–> hier):
Nina Tatzber, Roman Straka, Wilbirg Helml, Marco Maurer, Roman Frankl, Ariane Swoboda, Doris Hindinger, Thomas Dapoz, Georg Leskovich, Kudra Owens
Ein Problemchen gibts nun noch. “Die Presse” meldet als Premierentermin den 15. Oktober, “Was gibt es Neues?” den 5. Oktober, das Palais Nowak den 5. Oktober. Sagma Mehrheitsentscheidung, nehma den 5. Oktober und gut is.
Martin Bruny am Sonntag, den
19. September 2010 um 12:25 · gespeichert in Musical, Wien, Theater
Eines haben alle Kultursprecher der Wiener Grünen immer und jederzeit drauf: Slogans gegen Musicalförderungen für die Vereinigten Bühnen Wien. Marco Schreuder ist derzeit der Sprecher der Wiener Grünen, und was dieses Thema betrifft, kaut er nur die Aussagen seiner Vorgängerin wieder, er macht sich austauschbar, bringt keinerlei neue Argumente, wirft völlig abstruse Behauptungen in den Raum wie:
Warum Wien immer noch Millionen in Musicals investiert, ist eine der großen kulturpolitischen Fragezeichen der Stadt und ein Erbe aus Zilks Zeiten. Musicals als Tourismusmagnet spielen keine große Rolle mehr. Trotzdem kosten uns zwei Musicalbühnen immer noch ein Vermögen.
… und ist nicht in der Lage, dies auch mit Fakten zu untermauern.
Aber ja, spielen wir Kafka, setzen wir doch eine Kommission ein (wir haben eh so wenige davon), die, so Schreuder, “entscheidet, ob Musicals überhaupt Förderungen bekommen sollen”. Sehr clever. Und klar, sehen wir uns “vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland an”, Herr Schreuder. Das Pech ist nur, dass es vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland nicht gibt. Aber die Grünen haben sicher Umschulungsprogramme für all jene Angestellten der Vereinigten Bühnen parat, die dann ihren Job verlieren würden, wenn der Betrieb bei den VBW eingestellt werden müsste, wenn wir die Orchester abbauen würden, die Kostümwerkstätten und so weiter.
Doch Rettung naht, denn in diesem Fall hat vor allem die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, für die Arbeitslosen, die dann am Existenzminimum um den Anschluss ins Erwerbsleben kämpfen müssten, einen guten Tipp, wie man sparen kann. Auf die Frage, welche Kosten sie in einer derartigen Situation einsparen würde, meinte Glawischnig kürzlich: die Internetkosten. Das ist die Realität der Grünen. Das wäre ungefähr so, als würde man Robinson auf seiner Insel raten, das Ruderboot zu zerlegen und zu verfeuern, damit ihm in der Nacht nicht so kalt ist.
Erschreckend oberflächlich findet Schreuder beispielsweise die Aussagen des Wiener Kulturstadtrats Mailath-Pokorny zu MigrantInnen in der Kultur. Erschreckend populistisch und engstirnig könnte man die Haltung der Wiener Grünen zum Musicalgenre bezeichnen. Schade drum.
Das südlichste Bundesland Kärnten hat den Schritt gewagt: Es hat sich von Restösterreich abgespalten und fungiert seitdem als eigener Staat. Da diese Abspaltung allerdings einen Rückgang der Bevölkerungszahlen mit sich gebracht hat, gilt es nun, neue Bewohner für den Staat anzuwerben. Zu diesem Zweck werden von RaDeschnig diverse Kärntner Bräuche und Eigenheiten vorgestellt, sowie unter anderem folgende Fragen aufgeworfen:
- Wohin ist das Ch verschwunden?
- Wie wurde der Schnapskrapfen zum Alkoholiker?
- Was hat es mit dem ominösen Schild â€Nach Kärnten†auf sich?
- Und: Warum bekommt man den Villacher Fasching nur noch auf Rezept?
Termine in Wien
25./30. September: Schubert Theater
21.Oktober/23.November: Theater am Alsergrund
Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.
Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 18. September 2010 ist die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett in Seekirchen am Wallersee bei Salzburg zu sehen. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.
“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.
Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.
Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.
DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang
Aufführungstermin
18. September 2010, 20 Uhr, EmailWerk in Seekirchen am Wallersee
Kartenreservierung zum Vorverkaufspreis nur über www.kunstbox.at
Vorverkauf bei RAIBA Seekirchen: 18 Euro
Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 12 Euro
Ö1-Clubmitglieder: minus 15 %
S-Pass: minus 2 Euro
Abendkassa: 20 Euro
Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 14 Euro
Ö1-Clubmitglieder: minus 15 %
S-Pass: minus 2 Euro
Die Verantwortung der Wissenschaft als Kernthema dieser Inszenierung führt auch in die Abgründe der menschlichen Seele: der Wahnsinn des Wissenschaftlers, die Sehnsucht des Wesens nach Liebe, die Angst vor der Einsamkeit, die Furcht vor dem Unbekannten.
Die klassische Horrorgeschichte, geschrieben von einer jungen Frau vor beinahe 200 Jahren - erzählt aus dem Blickwinkel des modernen Menschen, heute, wo die Wissenschaft durch die Möglichkeit der Genmanipulation vor eine ethische Herausforderung gestellt wird.
Leading Team
Regie: Michael Schefts
Bühne: Nik Raspotnik
Kostüme: Aleksandra Kica
Musik: Stefan Wolf
Lichtdesign: Michaela Studeny
Special-Make-up-Design: Andreas Moravec
Assiszenz: Birgit Elian
Darsteller
Victor Frankenstein: Nicho Harras
Das Wesen: Michael Schuberth
Walton/Shelley: Dina Kabele
Elisabeth/Agatha: Barbara Grahsl
Prof. Waldmann/Der alte deLacey: Alois Frank
Henry Clerval/Prof. Krempe: Nikolaus Raspotnik
3-raum Anatomiethater: Frankenstein oder der moderne Prometheus PREMIERE 20.Oktober 2010
Vorstellungen: 21.10. bis 23.10, 26.10. bis 30.10.
Beginn: 19:30
Beatrixgasse 11, 1030 Wien
Karten: 0650/323 33 77; info@3raum.or.at; booking@wort-ensemble.com