Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 09:53 · gespeichert in Netz
Ein Clip aus “Horizont”:
Die Digital Relations und Social Media Agentur hat drei Neukunden: ATV, Vereinigte Bühnen Wien und Festo.
Die im März 2010 gegründete und auf Digital Relations und Social Media spezialisierte Agentur Digital Affairs freut sich über drei Neukunden: ATV, Vereinigte Bühnen Wien und Festo AG (Anbieter im Bereich Industrieanlagenbau und Pneumatik). »Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial der zielgerichteten Online-Kommunikation. Der Kundenzuwachs und Branchenmix zeigt, dass das Thema Web 2.0 weiterhin an Aktualität und Priorität gewinnt«, freut sich Gerald Bäck, Geschäftsführer von Digital Affairs.
Dabei ist für jeden Kunden und jedes Projekt ein maßgeschneiderter Web 2.0. Auftritt vorgesehen, der Teil einer allumfassenden strategischen Beratung und Konzeption ist: Vom eigenen Firmenblog inklusive digitaler Vernetzung (»Blogger Relation«) bis zur gesamten cross-medialen Online-Kommunikation. So wurden zum Beispiel die ATV-Sendungen »Am Punkt« und »Meine Wahl« auf allen Social Media Kanälen (Schwerpunkt Facebook, Twitter) gepusht und begleitet. [Horizont]
Martin Bruny am Sonntag, den
23. Mai 2010 um 11:32 · gespeichert in TV, Castingshows
Im Herbst geht der ORF mit einer neuen Castingshow an den Start. Über die (un)sinnige Titelfindung wurde an dieser Stelle schon mal referiert (siehe –> hier), und wie das bei einem so sinnigen Titel nun mal ist: Keiner weiß wohl, wie man ihn schreiben soll. Der ORF begibt sich auf die sichere Seite und griffelt: HELDEN VON MORGEN, die Presse meint “Helden von Morgen”, tvmatrix, OE24.at, die Oberösterreichischen Nachrichten und die Kleine Zeitung benennen das Ding “Helden von morgen”. Korrekt ist “Helden von morgen”.
Die Fakten
- Castingstart: 12. Juni 2010 im Marx Palast in Wien
- Castingfinale: 4. Juli, Salzburg
- Weitere Castingorte: Graz, Linz, Klagenfurt, Bregenz, Innsbruck
- Zugelassen sind alle von 16 bis 35 Jahren
- Austrahlungsstart: Oktober 2010, freitags 20.15 Uhr
- Finale: Ende Januar 2011
- Gewinn: 100.000 Euro
- Akzeptierte Stilrichtungen: Pop, Rock, Punk, R’n'B oder Soul, auch Rapper werden gesucht (das wird lustig)
- Nicht akzetierte Stilrichtungen (???): Musical, Schlager, Metal, etc. ja/nein, man weiß es nicht so genau, das lässt der ORF offen, denn in seiner Aussendung sind die Worte “egal” und “Crossover” enthalten, vielleicht dürften auch die Hintertupfinger Alpenrösleins mitmachen
- Jede Woche gibts für die Kandidaten 2 “Popstars” als “Trainer”
- Das Ziel ist, Starpotenzial “zu erreichen”, lustigerweise soll man, laut ORF, beim Casting eben dieses schon “beweisen”. Man sieht also, es ist alles egal, Hauptsache, die Quote stimmt, wer tatsächlich zum Star geeignet ist, wird sich erst lange nach dem Finale erweisen, und es kann auch einer der vielen “Verlierer” sein
- Beim Casting soll man sich für eine Stilrichtung entscheiden und “darin besonders überzeugen” (was sonst?)
- Musiktrainer helfen bei der Wahl der Lieder und bei der Einstudierung der Auftritte
Fazit
Was ist bei dieser Sendung anders als bei “Starmania”? Nichts. Zusätzliches Gimmick sind ein paar “Popstars”, die man als Zugpferde in die Liveshows holt. Oliver Wimmer, Sieger der letzten Starmania-Schnapsrunde, beispielsweise würde auch diese Show gewinnen, er müsste nicht mal eine Nuance ändern.
Wolfgang Lorenz, Meister des Kaschierens aller Ziele in seiner Aussendung:
Österreichisches Talent zu fördern ist wesentliche Triebfeder unseres Programmangebots. Ob Kino- oder TV-Film, Comedy, Dokusoap oder Unterhaltungsevent - stetige rot-weiß-rote Frischblutzufuhr in den ORF-Produktionen zeugt vom schier unerschöpflichen kreativen Potenzial dieses Landes. Und genau jenes suchen wir nun mit “Helden von morgen”, einem zur Gänze eigenentwickelten ORF-Castingformat, das so unverwechselbar ist wie die Stars von morgen, die es zu Tage fördern soll.
Die Frage ist, warum wird bei einer Aussendung anlässlich des Starts einer Musik-Castingshow von Kino, Comedy und Dokusoap erzählt. Hat nichts mit der Sache zu tun, lenkt ab. Dass das Format eigenentwickelt ist, kann man geradezu als Farce bezeichnen. Auch “American Idol” setzt auch Popstars als Coaches und verlangt von den Kandidaten, ihren Stil zu finden und zu fördern. Hier geht es schlicht und einfach darum, sich einiges an Lizenzkosten zu ersparen, wie das auch schon bei “Starmania” der Fall war.
Verallgemeinernd, unrichtig, Humbug, Klischee. What next? Frauen an den Herd? Resultiert aber vielleicht aus dem Umstand, dass die Autorin –> dieses Artikels keine Ahnung vom Musicalgenre hat? Könnte man auch so mir nichts dir nichts ableiten. Generell scheint es um den Bereich Musical in eurer Redaktion schlecht bestellt zu sein. Eure Frau Rathhammer hat wiederholte Male die “West Side Story” als die erste Musicalproduktion am Stadttheater Baden bezeichnet. Nun kaut die liebe Frau Steininger an stumpfen Klischeehalmen. Schön langsam wirds peinlich. Es gibt ein Musical abseits des Schwachsinns am Raimund Theater. Es kommt nicht darauf an, ob man vor 10, 50 oder 1200 Leuten spielt, wenn es um Qualität geht. Man sollte das vielleicht auch mal zur Kenntnis nehmen.
Martin Bruny am Freitag, den
14. Mai 2010 um 21:20 · gespeichert in Skurriles
Gott steh uns bei! Da schafft es mal nach langer Zeit wieder ein Tonaufnahme einer Showproduktion der Vereinigten Bühnen Wien in die Pop-Charts fast bis ganz nach oben, und worum handelt es sich? Um “Ich war noch niemals in New York”, eine altbachene Revue. SONY Music wird sich jedenfalls freuen, die Udo Jürgens-Fans haben mächtig zugeschlagen. [Austrian Charts]
Ein recht interessanter Kommentar zu einem Beitrag (siehe –> hier) des Kultur-Channels könnte die Frage aufbringen: Ist es legitim, den Titel eines Musicals am Cover einer Cast CD abzukürzen?
Wenn die links stehende Abbildung das finale Cover der (irgendwann) bald erscheinenden Cast CD zur aktuellen Wiener Version von “Tanz der Vampire” sein sollte, dann heißt das Musical, mit dem wir es zu tun haben, eigentlich “Vampire”, und nicht “Tanz der Vampire”. Wenn man nun die Meinung vetritt, naja, der Schriftzug ist doch eindeutig, dann könnte man ja gleich “Vamperl” draufschreiben und als Bonustrack “Draußen ist Freiheit” als Wiener Dialektversion dazustempeln.
Martin Bruny am Donnerstag, den
13. Mai 2010 um 11:22 · gespeichert in Netz, Pop, Newcomer
So schnell wurde noch kaum jemand zum YouTube-Superstar. Greyson97 erreichte mit seiner Performance des Lady Gaga-Hits “Paparazzi” innerhalb nur weniger Stunden mehr als 7 Millionen Visits. Eine kleine Übersicht, was seit gestern (–> siehe hier) passiert ist:
12. Mai 2010: 07:46 Uhr: 300.000 Visits
12. Mai 2010: 23:43 Uhr: 1,2 Millionen Visits
13. Mai 2010: 09:00 Uhr: 5,2 Millionen Visits
13. Mai 2010: 12:10 Uhr: 7,5 Millionen Visits
14. Mai 2010: 02:40 Uhr: 9,2 Millionen Visits
14. Mai 2010: 12:37 Uhr: 10,9 Millionen Visits
15. Mai 2010: 02:55 Uhr: 11,9 Millionen Visits
15. Mai 2010: 12:37 Uhr: 12,8 Millionen Visits
16. Mai 2010: 02:53 Uhr: 13,7 Millionen Visits
16. Mai 2010: 13:58 Uhr: 14,5 Millionen Visits
17. Mai 2010: 13:59 Uhr: 15,8 Millionen Visits
19. Mai 2010: 11:20 Uhr: 17,8 Millionen Visits
21. Mai 2010: 23:37 Uhr: 19,6 Millionen Visits
25. Mai 2010: 14:19 Uhr: 20,5 Millionen Visits
27. Mai 201ß: 09:16 Uhr: 21,3 Millionen Visits
Hier das jetzt schon legendäre Video:
Das Medienfachblatt BILLBOARD schreibt über den Erfolg von Greyson Michael Chance:
Just when Justin Bieber thought he could singlehandedly claim the heart of every young girl on the planet, one YouTube video at a time, here comes Greyson Michael Chance with his own viral clip, a piano cover of Lady Gaga’s “Paparazzi” that leaves his classmates speechless.
Known by his YouTube handle Greyson97, the budding online sensation made his fellow sixth graders swoon with this rendition of Gaga’s hit song. Chance rocks a Bieber-esque hairstyle in the video, but the similarity ends there. Whereas Biebs will only tell his lady “One Time” how he feels and flash an innocent smile, Greyson pounds out “Paparazzi” with creepy-good emotional intensity and repeatedly warns that he’ll “follow you until you love me.”
The reactions that Chance gets from his all-female audience are priceless: Some giggle, others react as if they’ve seen a ghost (is that girl on the top left alright?), and the brunette in the middle just looks like she can’t wait until someone covers Fall Out Boy instead.
“Paparazzi” isn’t the only trick in Greyson97’s bag, either. The 13-year-old also apparently writes his own material, and though the subject matter seems a bit mature for his age, it’s not too shabby. [BILLBOARD]
Die aktuellsten News liefert Greyson natürlich selbst - über Twitter –> hier
Zum YouTube-Video mit dem Auftritt bei Ellen gehts –> hier
Martin Bruny am Mittwoch, den
12. Mai 2010 um 07:47 · gespeichert in Netz, Pop
Er sorgt derzeit im Internet via YouTube für Furore, ein User mit dem Accountnamen “Greyson97″. Nicht (noch nicht) allerdings mit der hier eingebundenen Performance seines sebst komponierten Songs “Broken hearts”, sondern mit einem Cover von Lady Gagas “Paparazzi”. Zu diesem fabulösen Video gehts –> hier
Eine kleine Selbstbeschreibung von Greyson97:
I am very inspired by Lady Gaga and Augustana. Lady Gaga is a freak but she has so much talent and her style of music is what I would like mine to be when im older. Augustana is one of the most underated bands I think ever to step the planet. They have so much talent it is not funny. They have such a good concept with folk and rock. It is very sad that they are so unknown.
Castingshows sind im Trend, nach wie vor, keine Frage. Man kann Talentwettbewerbe dieser Art perfekt planen, das passiert meistens in England und in den USA bei Formaten wie “Pop Idol” oder “American Idol”, wo Künstler tatsächlich Karrieren aus ihrer Teilnahme an solchen Shows ziehen können.
Oder man macht es wie der ORF. Da scheitert man zuerst schon mal am Titel für eine neue Sendung dieser Art. Im Hause am Küniglberg hat man ein Konzept am Start mit der Bezeichnung “Helden von morgen”. Bitte? Helden? Das Wort “Held” gibt es heutzutage eigentlich nur mehr in Verwendung a) rückblickend auf die Helden der Geschichte, b) für all die liebgewonnenen Superhelden, angefangen von Spider- über Super- bis X-Men und c) abwertend im Dialekt als “Na ihr seids Helden”. Das Wort könnte vielleicht gerade noch in einem Text von Falco vorkommen, als sarkastische Bezeichnung für eine Loser-Generation, aber ernsthaft, HELDEN? Was soll der Gewinn einer solchen Show sein? Der Titel “Held”? Selten so gelacht. Bekommt man dann Superkräfte und darf die neuen U-Bahnlinien eröffnen? Wird man dann so glorios vom ORF unterstützt wie Oliver Wimmer es derzeit wird, der Gewinner der letzten im ORF gelaufenen Pop-Castingshow? Lange nichts von ihm gehört … zum Beispiel im Radio.
Als Mentoren scheinbar fix: Wolferl Ambros und Rainhard Fendrich. Bitte? Was sollen diese Austropopper der 80er Jahre unseren “Helden” des 21. Jahrhunderts beibringen? Wie man es schafft, NICHT mehr vom einzig relevanten Popsender des Landes, Ö3, gespielt zu werden? Was will uns der ORF damit sagen? Dass die beiden jetzt doch wieder gespielt werden (sollten) und man es sich überlegt hat, doch wieder auch österreichische Popmusik zu spielen, mit deutschsprachigen Texten, außer das ewig gleiche Lied von Herbert Grönemeyer im Wecker? Christina Stürmer, die Vera Russwurm des Austropops? Was will man uns damit sagen? Soll sie den Kandidaten beibringen, wie man mit Nonsens-Texten das Publikum zwei Jahre lang an der Nase herumführen kann und dann in der Versenkung verschwindet? Wie man als österreichische Popsängerin seine Sprachfärbung beinhart abschaben muss, damit man, keine Ahnung, wie ein nicht real existenter Deutscher mit Hybridsprachfärbung klingt, einfach dialektlos - stillos?
TV-Media textet in der jüngsten Ausgabe: “Casting-Start” kommende Woche. Na hoffentlich gibt es bis dahin eine kleine Website, damit unsere “Helden von morgen” rechtzeitig erfahren, wo man sich auf ein erstes Plauscherl mit Ambros, Stürmer und Fendrich treffen kann.