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Archiv - Vermischtes

Die GEMA will ein Zeichen setzen und schießt sich doch nur ein Eigentor

Lange haben die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA und die Online-Plattform YouTube verhandelt, nun hat man die Verhandlungen abgebrochen. Insgesamt acht Verwertungsgesellschaften wollen insgesamt rund 600 Videos der von ihnen vertretenen Künstler von YouTube löschen lassen.

Fein, nur zu. Da im TV ja ohnedies eine Sendung nach der anderen heute noch Videoclips spielt, macht das ja gar nichts aus. Selbstverständlich “schloss” sich auch die österreichische GEMA “an”, man wolle nicht tatenlos zusehen, wie das Repertoire der Mitglieder illegal zugänglich gemacht werde.

Fein, nur zu, nun sind die paar Videos, die österreichische Sänger und Bands manchmal noch produzieren und für die es beispielsweise im österreichischen Rundfunk nicht eine einzige Sendung mehr gibt, die als Ausstrahlungsplattform zur Verfügung stünde, auch über YouTube nicht mehr zu sehen - in Deutschland, einem Markt, der nicht ganz unwesentlich ist.

Der Effekt solcher Aktionen: Man blendet sich aus der Wahrnehmung aktueller Musikproduktionen aus. YouTube ist ein wesentlicher Faktor für das Marketing jedes Tonträgers, das mag man bei der GEMA erkennen oder nicht. Vielleicht ist die Zeit nicht so fern, da die von der GEMA vertretenen Organisationen froh sein werden, dafür zahlen zu dürfen, dass YouTube ihre Videos online stellt.

“Will you” - neuer Song von Robert Stadlobers Band Gary als Gratis-Download


Copyright: Freshmilk.TV

Schlimm, wenn man bei den Bands von Personen aus der schauspielenden Zunft immer als erstes und fast ausschließlich über ebendiesen bekannten Typen spricht. Haken wir es also ab: Robert Stadlobers Band Gary hat ein neues Album gemacht. Und fortan lasse man die Indie-Töne sprechen.

Auch wenn man nach dem 2002 erschienenen Debüt “The Lonely Cnorve Machine” und den diversen Umbesetzungen und Selbstauflösungsgedanken nicht mehr viel von Gary erwartet hatte, wird man nun eines Besseren belehrt: Gary spielt wieder als eine Band. Und diese will es nicht wissen, sondern hat etwas zu singen - aus dem Bauch und Herzen heraus.

Selbst wenn man es bei einem Albumnamen wie “One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji” nicht auf Anhieb antizipieren mag, so steckt hinter diesem Titel doch ein großer Batzen Indierock der poppig charmanten Sorte. Da fällt man gerne mal mit der Refrain-Tür in den Song und singt man auch nicht um den heißen Brei herum. Unbeschwert und losgelöst, heiter bis wolkig und immer charmant geschröddelt erklingen hier 12 Songs, die in einer Pavement-Tradition und Sebadoh-Schule stehen und dieses Album so zu einer auf Tonträger gepressten Herzensangelegenheit machen. Gary sind also keine musikalische Eintagsfliege. Gary sind: Astrid Noventa, Rasmus Engler und Mensch und Musiker Robert Stadlober. [tonspion.de]

“Will you”, das brandneue Lied von Gary, gibt es als Gratis-Download –> hier

Gary sind derzeit auf Deutschland- und Österreich-Tour. Die aktuellen Termine gibt es –> hier. Der nächste Wien-Termin: 2 Juni 2010 im Flex.

Casting made in Austria: Das “Simpl” sucht den Wunderfuzzi - hopp oder tropp

7. Juni 2010
20:00bis22:00

n111359385571339_3887.jpgSind Sie/bieten Sie/… Akkordeonspieler, Alleinunterhalter, Artisten, Ballonkünstler, Bands, Bauchredner, Bauchtanz, Blues, Bodypainter, Burlesque, Chanson, Clowns, Comedy, Conferencier, Country, Doubles/Doppelgänger, Drehorgel, Dichter, Didgeridoo, Dudelsack, Entertainer, Entfesselungskünstler, Equilibristik, Fakire, Flamenco, Gaukler, Geiger, Gitarristen, Gospel, Harfe, Hellseher, Heurigensänger, Hütchenspieler, Hypnotiseure, Illusionisten, Imitatoren, Improvisationstheater, Irish, Folk, Jazz, Jongleure, Kabarettisten, Kammermusik, Komiker, Komische, Kellner, Living Dolls, Lyriker, Märchenerzähler, Magier, Marionettentheater, Mentalisten, Moderatoren, Musical, Musiker, One-Man-Band, Oper, Orchester, Orientalischer Tanz, Panflöte, Pantomime, Parodisten, Pianisten, Puppenspieler/Puppentheater, Sänger, Saxophonisten, Schauspieler, Scherenschnitt, Schlager, Schnellzeichner, Seifenblasen-Show, Seiltanz, Sprecher, Stand up Comedy, Stelzenläufer, Tänzer, Tango, Theater, Travestie, Volksmusik, Wahrsager, Witze-Erzähler, Zauberer, Zitherspieler? Ja?

Dann zählt nur mehr eines: Sind Sie hopp oder tropp?

Das Kabarett Simpl und die Gebhardt-Produktion suchen Talente für alle möglichen und unmöglichen Produktionen im Bereich der Unterhaltungskünste. Allen Talenten zwischen 8 und 80, Einzelpersonen und Gruppen, Schwer- und Leichtgewichten wird eine Möglichkeit geboten, ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen – ohne Zugangsbeschränkung und ohne Jury im herkömmlichen Sinne (Uwe wird nicht anwesend sein). Jede/jeder, die/der sich anmeldet, darf direkt auf die Bühne! Das Publikum bestimmt, was gefällt! Moderiert werden die einzelnen Showabende von Stefano Bernardin und Bernhard Murg.

Spielregeln
# Teilnahmeberechtigt sind alle Talente im Alter von 8 bis 80 und darüber.
# Anmeldung unter www.vindo.at
# Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zur moralischen und lautstarken Unterstützung zwischen 0 und 50 Freunde mitzubringen. Eintrittspreis pro Person Euro 7.- (freie Platzwahl)
# Ein Auftritt dauert mindestens 2 Minuten und maximal 10 Minuten.
# Das Publikum darf jederzeit und ungehemmt (mit den in der Theaterwelt bekannten Mitteln: Applaus, Pfeifen, Lachen, Buhen, peinliche Stille, Standing Ovations etc.) Freude oder Unmut, Zustimmung oder Ablehnung äußern, muss aber der Darbietung auf jeden Fall 2 Minuten Gehör schenken. Sollte dann wider Erwarten der Unmut eindeutig überwiegen, wird die/der Darbietende vom Moderator höflichst gebeten, den Vortrag zu beenden.
# Der Wettbewerb findet in 3 Kategorien statt: Wort, Musik und diverse andere Unterhaltungskünste.
# Pro Abend treten zwischen 10 und 18 Künstlerinnen und Künstler auf. Unabhängig von der Länge der Darbietung werden die Siegerinnen und Sieger in der jeweiligen Kategorie des jeweiligen Abends erst am Schluss der Veranstaltung mittels eines echten Applausometers gekürt.
# Die jeweiligen Gewinnerinnen oder Gewinner der einzelnen Abende laden wir im Herbst zu einer Finalrunde ein, die im Rahmen einer Fernsehaufzeichnung im Vindobona stattfinden wird.

Termine
Folgende Castingtermine im Wiener Vindobona wird es geben:

Montag, 07.06.2010 - 20:00 Uhr
Dienstag, 08.06.2010 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 09.06.2010 - 20:00 Uhr
Donnerstag, 10.06.2010 - 20:00 Uhr
Freitag, 11.06.2010 - 20:00 Uhr
Samstag, 12.06.2010 - 20:00 Uhr
Sonntag, 13.06.2010 - 20:00 Uhr

Montag, 14.06.2010 - 20:00 Uhr
Dienstag, 15.06.2010 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 16.06.2010 - 20:00 Uhr
Donnerstag, 17.06.2010 - 20:00 Uhr
Freitag, 18.06.2010 - 20:00 Uhr
Samstag, 19.06.2010 - 20:00 Uhr
Sonntag, 20.06.2010 - 20:00 Uhr

Montag, 21.06.2010 - 20:00 Uhr
Dienstag, 22.06.2010 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 23.06.2010 - 20:00 Uhr
Donnerstag, 24.06.2010 - 20:00 Uhr
Freitag, 25.06.2010 - 20:00 Uhr
Samstag, 26.06.2010 - 20:00 Uhr
Sonntag, 27.06.2010 - 20:00 Uhr

Montag, 28.06.2010 - 20:00 Uhr
Dienstag, 29.06.2010 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 30.06.2010 - 20:00 Uhr

Links
- Website zur Show
- Twitter
- Facebook

Fundstücke und Vorschläge: Abstruses und Kurioses, von Uwe Kröger bis Professor Udo Jürgens

Zuallererst Nachschub für all die treuen Leserinnen aus der Sparte Uwe-Kröger-Maniac: Man kann eine klitzekleine Dosis UK jetzt online sehen. Das Performing Center Austria hat in der Rubrik “Webvideos” den in der ORF-Sendung “Frühlingszeit” gesendeten Beitrag “Audition für die Profiausbildung” online gestellt, und just an dem Tag, als der erste Teil dieser Doku ausgestrahlt wurde, war Uwe Kröger zu Gast. Reinschauen lohnt sich. Zum Video gehts –> hier

iphone.jpgFür alle, die eher als Außenstehende am Phänomen UK interessiert sind, ein Blick in die Merchandising-Ecke seines Managements: In der Annahme, dass der typische Kröger-Fan stylish, iPhoneaffin und betucht ist, gibt es ganz spezielle Devotionalien Marke Fechter:

So zum Beispiel eine iPhone-Hülle um geschenkte 79 Euro oder ein Hoodie um 99 Euro. Super Sache, nur, fehlt da zwischen den Ziffern nicht ein Komma? Und wäre die für Hoodies gebräuchliche alternative Bezeichnung Bunnyhug nicht noch treffender?

hoodie.jpgInteressant ist es ja, dass ausgerechnet Hoodies in den Shop Eingang gefunden haben, in allen Größen, von XS über S, M, L bis zu XL. Wikipedia erklärt das plausibel:

Angela McRobbie, professor of communications at Goldsmiths College in the UK, says the appeal of the hoodie is because of its promise of anonymity, mystery and anxiety. “The point of origin is obviously black American hip-hop culture, now thoroughly mainstream and a key part of the global economy. Leisure and sportswear adopted for everyday wear suggests a distance from the world of office suit or school uniform. Rap culture celebrates defiance, as it narrates the experience of social exclusion. Musically and stylistically, it projects menace and danger as well as anger and rage. The hooded top is one in a long line of garments chosen by young people, usually boys, to which are ascribed meanings suggesting that they are ‘up to no good’.” [Quelle: Wikipedia]

Da hat Herr Fechter also die klassische Zielgruppe im Auge: All die Jungs, die vor den Bühnentürln jeden Abend auf Uwe Kröger warten. Zum Fanshop gehts –> hier

musicalforever2.jpgMittlerweile tröpfeln auch die News in Sachen “Musical Forever 2″ ein. Das Abschiedskonzert für Caspar Richter geht am 27. Juni 2010 über die Bühne des Etablissement Ronacher. Die Bezeichnung “Musical Forever 2″ scheint anzudeuten, dass es sich um eine Fortsetzung der “Musical Forever”-Konzertserie aus dem Jahre 2007 handeln dürfte. Sehen wir uns mal die Liste der Musicals an, aus denen die Produzenten der Show wählen werden:

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

JESUS CHRIST SUPERSTAR
THE PRODUCERS
RUDOLF

Zum Vergleich die Auswahlliste von “Musical Forever 1″

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

CATS
JOSEPH
BERNSTEIN-Medley
KUSS DER SPINNENFRAU
GREASE
CATCH ME IF YOU CAN
CHICAGO
A CHORUS LINE
POP-Medley

Neu also mit dabei Songs aus “Jesus Christ Superstar”, “The Producers” und “Rudolf”. Kann man nur hoffen, dass es tatsächlich ein “Teil 2″ wird und kein bloßes Remake mit dem Ewiggleichen.

Ein bisschen Abwechslung könnte schon eine pfiffige Sänger- bzw. Liedauswahl bringen. Noch wissen wir nicht, wer in der Show auftreten wird, aber gehen wir mal davon aus, dass wir alles, was derzeit bei den VBW unter Vertrag ist, zur Verfügung haben. Dann wäre es sicher recht interessant, alle drei “Alfreds” aus “Tanz der Vampire” gemeinsam auf der Bühne zu sehen, ebenfalls die drei Grafen, wie sie miteinander oder bisweilen auch gegeneinander singen. Das unkaputtbare “Cats” scheint zwar nicht mehr dabei zu sein, aber wenn einer noch “Mondlicht” singen sollte, dann Lukas Perman, das hätte was. “Die unstillbare Gier” hätte ich gern in einer Version von Alexander Goebel und “Ich gehör nur mir” sollte Drew Sarich bringen. Für die Damen würde sich ähnlich Ungewohntes anbieten.

Scheinbar nicht bei “Musical Forever 2″ dabei: die Evergreens von Professor Udo Jürgens. Wir vergießen eine Runde Tränen, gerade sein “Ich war noch niemals in New York würde doch sicher für eine Bärenstimmung sorgen.
erwarnochiemalsinnewyork.jpg

Und es sprach Maik Klokow

“Cats” ist die Mutter aller Musicals. [Maik Klokow im Interview mit WELT ONLINE am 20. April 2010]

Und die Griesnockerlsuppe ist die Mutter aller Suppen.

Stuart Matthew Price: “FREE”

Stuart Matthew Price singt den Song “Free” aus Scott Alans “Home: The Scott Alan Song Cycle”.

Link
- Scott Alan @YouTube
- Website von Stuart Matthew Price

“Der Keks des Dracula”: Marketing oder Abwarten - das ist die Frage

Marketing ist alles, vor allem beispielsweise in einem so umkämpften Markt wie jenem der Tonträger. Stellen Sie sich vor, sie haben eine Hitshow am Laufen, nennen wir sie “Der Keks des Dracula” - irgendeinen Namen muss sie ja haben. Jeden Abend steht sie am Spielplan eines rustikalen Etablissements und sie beschließen, eine Cast-CD machen zu lassen oder sie lassen zu, dass jemand eine macht, ist ja völlig egal. Sie haben jedenfalls ein Interesse daran, an dieser CD, vielleicht sogar Doppel-CD, zu verdienen.

Was machen Sie? Ein Weg wäre es, nichts zu machen, und bumsti ist die CD einfach irgendwann mal da. Ein paar Fanatiker werden schon jeden zweiten Tag anrufen und fragen, wann sie erscheint - und dies dann brühwarm in zwei Trilliarden Foren mit vier Quantilliarden Smileys verziert posten. Nicht, dass Sie davon viel haben, weil a) diese Foren nicht sooo populär sind, wie viele meinen, und b) in den Foren ohnedies meist dieselben Leute aktiv sind. Das liegt vielleicht an den manchmal teilweise paramilitärischen Strukturen, die einige dieser Foren durchziehen, manchmal, bei einigen Darstellerforen, kann man nicht umhin, fast so etwas wie faschistoide Züge festzustellen, wenn die “Forenfeinde” an virtuelle Pranger gestellt werden, wenn Hausmütterchen die Pseudojuristen des Forums mimen und laienhaft zusammengestümmelte juristische Phrasen in ihre Postings knallen, ohne Sinn und Verstand, wenn zensiert und mundtot gemacht wird, was gegen die “Linie” läuft. Da könnte man fast Angst bekommen. Andererseits - meistens lacht man einfach nur und denkt sich seinen Teil.

Sinnvoller wäre es natürlich, wenn Sie in Ihrem Interesse handeln würden, um das vorhandene Basisinteresse an dieser Castaufnahme zu verstärken. Angenommen, Sie haben so etwas wie einen Musicalclub am Laufen. Ja, vielleicht wäre es dann nicht unklug, öfter als ein Mal darauf hinzuweisen, dass eine CD erscheinen wird, Sie könnten vielleicht sogar einige Einzelheiten der Produktion featuren. Wir wissen doch, dass es da allerlei Interessantes geben würde. Sie könnten auf YouTube Interviews mit, keine Ahnung, beispielsweise den Produzenten, den Sängern, egal was, posten. Fast alles wäre von Interesse, es muss nur mal online gestellt werden. Sie könnten vielleicht exklusiv vorab einen Track der CD streamen, das würde Ihnen für Ihre Website Hits bringen.

Eines ist übrigens sicher: Eine oder zwei Wochen vor, vielleicht auch erst drei Stunden nach der Veröffentlichung der CD wird sie im Netz sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Da können Sie dann die Verbrecher verfluchen, die sich an “Ihrem” Eigentum vergangen haben, sicher auch mit einiger Berechtigung, aber verhindern werden Sie es nicht können. Da gilt es im Vorhinein dafür zu sorgen, dennoch genug abzusetzen. Sie können jetzt einfach nichts tun und darauf vertrauen, dass Musicalliebhaber sich garantiert die physischen CDs kaufen werden.

Sie können es aber auch beispielsweise wie Olafur Arnalds machen, dessen neue CD “… and they have escaped the weight of darkness” in zwei Wochen erscheinen wird - und die seit gestern bereits illegal im Netz zu finden ist (wie er auf Twitter mit einigem Sarkasmus, nicht mal böse, festgestellt hat). Er hat vorgesorgt und die CD mit Bonustracks nun vorzeitig über iTunes freigeschaltet, und er liefert auch die physische CD mit diversen Bonustracks und einer DVD aus, er produziert zusätzlich eine Vinyl-Edition, kurz: Er MACHT etwas. Etwas MACHEN und nicht einfach abwarten, das wäre schon mal ein Ansatz. In Zeiten von Mailinglisten und Websites ist es nicht so wahnsinnig schwer, Infos und Goodies unter die Leute zu bringen. Man muss natürlich motivierte Mitarbeiter haben. Denn wenn alles schiefläuft, kann man sich mit ein paar Grantscherben auch ein blühendes Geschäft verderben.

Ein Beispiel? Nun, sprechen wir wieder von unserer Hitshow “Der Keks des Dracula”. Der Vorverkauf läuft wunderbar. Etwaige Unregelmäßigkeiten beim telefonischen Vorverkauf, über die auf irgendwelchen obskuren Blogs im Kommentarfeld gepostet wurde, werden von Mitarbeitern des Hauses im internen Musicalforum prompt als bloße “Gerüchte” hingestellt. Aber es gibt dann eben auch Erfahrungen, die man tatächlich erlebt hat. Wenn man beispielsweise zwei Sitzplätze für je 29 Euro im wunderbaren Etablissement für Mai telefonisch bestellen möchte und als Antwort bekommt, dass es solche Plätze dann doch erst frühestens Ende Juni, keinesfalls aber schon im Mai gibt, was soll man da schon machen? Man sieht halt vorsichtshalber selbst im Netz nach - und wird bereits am 3. Mai fündig. Zwei Tickets nebeneinander, je 29 Euro, wären buchbar. Aber was solls, als Geschenk gibt es ja auch diverse andere Theaterprouktionen am Wunschzettel, alles kein Problem.

Burgarena Finkenstein: “Dracula Story” oder irgendwas mit Vampiren halt

Vampire sind in. Wer sich derzeit eine Story rund um ein paar Blutsauger zusammenbastelt, hat vermutlich schon gewonnen. Den Verdacht könnte man auch bei “Dracula Story” haben, einer Produktion der Burgarena Finkenstein, die ab 7. August 2010 gezeigt werden soll.

Die offizielle Website zur Show (–> hier) ist derzeit ein ziemliches Chaos. Als einziger “Darsteller” ist bis jetzt der Promi-Prinz “Dr. Mario-Max Schaumburg-Lippe bekanntgegeben worden, die Seitennavigation funktioniert großteils nicht.

Wer hat die “Dracula Story” geschrieben, die offensichtlich auf Bram Stokers Roman beruht? Wer führt Regie? Wer hat die Musik komponiert? Was macht es für einen Sinn, drei Trillionen Plakatentwürfe auf eine Website zu knallen, aber keine Basisinfos? Wieso sind “die Darsteller” “eine Klasse für sich”, wenn es bis auf einen noch gar keine gibt?

Fragen über Fragen.

Spiel mir das Lied vom Tod: Kröger versus Lichter vor Gericht

–> hier

12 Monate später …

Am 20. April 2009 schrieb DIE PRESSE:

Das Ronacher wurde für 47 Mio. Euro zum zweiten Mal saniert. Es geht trotzdem nicht. Der neue VBW-Geschäftsführer Thomas Drozda, SP-nahe, tüchtig, will sich nicht auf die Wirtschaftskrise ausreden. Das ist löblich.

Das Argument, dass jeden Abend 2000 Plätze zu füllen halt nicht leicht sei, hat Drozda schon als Burgtheater-Geschäftsführer gebracht. Da hatte er aber in Klaus Bachler einen klugen künstlerischen Partner. Der fehlt Drozda jetzt, jedenfalls beim Musical. Dort lebt die Intendantin Kathrin Zechner ihre Ideen von Bildungstheater aus und übersieht, dass Musicals sich heutzutage an TV und Performance anpassen müssen. Die Bildsprache von C.S.I. ist das Vorbild, die Musik sollte z.B. wie Beyoncà© oder Peter Fox klingen. Altmodische, traurige Nummernrevuen sind out, so gut können sie gar nicht gemacht sein. [DIE PRESSE]

12 Monate später haben wir den Salat.

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