Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. Oktober 2007 um 18:00 · gespeichert in Castingshows
Das ORF-Magazin “Szene” hat sich für seine Berichterstattung über die Castings von “Musical! Die Show” einen Musicalstar angelacht. Lukas Perman war am 6. Oktober und am 8. Oktober für “Szene” bei den Tanzcastings dabei und wird am Samstag (13. Oktober) noch einmal über das Schicksal der mittlerweile auf 20 Leute geschrumpften Gruppe von Musicaltalenten berichten.
Die Sendung vom 6. Oktober und 8. Oktober kann auch online abgerufen werden, und zwar bei “Szene On Demand”.
Update:
Die Sendungen vom 6. und 8. Oktober sind nun nicht mehr abrufbar, einige Tage gibt es aber noch die Sendung vom 13. Oktober online.
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. Oktober 2007 um 15:21 · gespeichert in Listen, Flicks
In einer Umfrage, welchen Filmen amerikanische Kinobesucher am meisten entgegenfiebern, steht “Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull”, die neueste Folge der “Indiana Jones”-Saga, unangefochten an erster Stelle. “Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull” wird weltweit im Mai 2008 in den Kinos starten, fast 20 Jahre nach dem dritten Teil “Indiana Jones and the Last Crusade”.
Weitere Kinoevents 2008: zum Beispiel das neueste Batman-Abenteuer “The Dark Knight”, aber auch “Mamma Mia!”, die Verfilmung des gleichnamigen ABBA-Musicals.
Insgesamt wurden 2000 amerikanische Kinobesucher befragt, die auf einer Liste ihr Interesse an den aufgeführten Filmen auf einer Skala von 1 bis 5 einstufen mussten.
Die Top 20 der “Most Expected Movies” liest sich wie folgt:
01. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
02. The Dark Knight (Batman Begins 2)
03. National Treasure: Book of Secrets
04. American Gangster
05. The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
06. Iron Man
07. I Am Legend
08. Get Smart
09. The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor
10. Charlie Wilson’s War
11. Hancock
12. Beowulf
13. His Dark Materials: The Golden Compass
14. Mamma Mia!
15. The Incredible Hulk
16. Speed Racer
17. Step Brothers
18. Bee Movie
19. Mr. Magnorium’s Wonder Emporium
20. Starship Dave
Martin Bruny am Dienstag, den
9. Oktober 2007 um 01:45 · gespeichert in Wien, Castingshows
Seit 8. Oktober 2007 sind auf “Musical! Die Show” die ersten Auditions für die neue Castingshow des ORF als Stream online. Das meistgebrauchte Wort der Juroren scheint “super” zu sein, auch wenn der/die Kandidat/in ganz offensichtlich völlig falsch singt. Von der ursprünglichen Forderung des ORF, dass nur Kandidaten mit Ausbildung antreten dürfen, hat man sich meilenweit entfernt, zeitweise könnte man fast der Meinung sein, dass bei “Starmania” die besseren Stimmen zu hören waren, freilich ist erst eine erste Tranche der Kandidaten online (ca. 45 Minuten). Die Juroren Jack Poppell, Cedric Lee Bradley und Alexandra Frankmann-Koepp haben im Gegensatz zu “Starmania” nicht die Aufgabe, jedem Kandidaten unmittelbares Feedback zu vermitteln. Das macht ihre Aufgabe leichter und das Streaming langweiliger. Bleibt also das Können der Kandidaten, das unterhalten soll, und da kann man gespannt sein, wer überzeugen oder gnadenlos scheitern wird.
Martin Bruny am Donnerstag, den
4. Oktober 2007 um 11:41 · gespeichert in Broadway, Tonträger, Castingshows
Aus einem Musical-TV-Casting gingen Laura Osnes und Max Crumm, die Stars des Broadway-Revivals von “Grease”, als Sieger hervor. Die Produzenten der Musical-Castingshow “Grease: You’re the One That I Want” suchten die beste neue “Sandy” und den besten neuen “Danny” - und hatten tatsächlich auch einen attraktiven Preis zu vergeben. Nein, nicht etwa eine Weiterbildungsmaßnahme, sondern Hauptrollen in einer Broadway-Show.
12 Wochen lang sangen Max Crumm und Laura Osnes für ihren Traum, am 25. März 2007 bestimmten insgesamt 90 Millionen Zuschauer per Telefon & SMS die Sieger der US-TV-Show.
Am 19. August war es dann soweit: Broadway-Premiere im Brooks Atkinson Theatre. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 94,74 Prozent kann man derzeit von einem Erfolg sprechen.
Seit 2. Oktober ist die “New Broadway Cast”-CD erhältlich, produziert von David Lai für Masterworks Broadway, aufgenommen am 16. August 2007 in den New Yorker Legacy Studios.
TRACKLIST
01. Prologue
02. Grease
03. Summer Nights
04. Those Magic Changes
05. Freddy, My Love
06. Greased Lightning
07. Rydell Fight Song
08. Mooning
09. Look at Me, I’m Sandra Dee
10. We Go Together
11. Shakin’ at the High School Hop
12. It’s Raining on Prom Night
13. Born to Hand Jive
14. Hopelessly Devoted to You
15. Beauty School Dropout
16. Sandy
17. Rock & Roll Party Queen
18. There Are Worse Things I Could Do
19. Look at Me, I’m Sandra Dee (Reprise)
20. You’re the One That I Want
21. We Go Together (Reprise)
Martin Bruny am Sonntag, den
30. September 2007 um 10:41 · gespeichert in Wien, Fotos
Ein paar Momentaufnahmen von der “High School Musical”-Vorstellung vom 27. September 2007 sind ab sofort bei flickr abrufbar.
Wahleise als Slideshow oder in Einzelbildern, wobei man sich jedes Foto auch bis zu einer Größe von 640 x 450 Pixel anzeigen lassen kann.
Martin Bruny am Samstag, den
29. September 2007 um 10:34 · gespeichert in Wien, Castingshows
Noch weiß niemand, was es eigentlich bringen soll, bei dem ORF-Castingbewerb “Musical - Die Show” mitzumachen. Gerüchten zufolge sollte es mal eine Rolle bei “The Producers” gewesen sein - einer Produktion, die Mitte 2008 im Wiener Ronacher Premiere feiern wird. Danach hieß es, eine kleine Rolle in “We Will Rock You” könnte es sein - wobei sich das “winzige” Problem stellt, dass “We Will Rock You” bereits ab Ende Januar 2008 im Wiener Raimund Theater zu sehen ist, “Musical - Die Show” aber erst im November auf Sendung geht und acht Wochen dauern soll.
Würde man für eine Rolle in “We Will Rock You” eine geeignete Besetzung suchen, wäre es, nur mal so laut gedacht, ja auch nicht so ganz egal, wer schlussendlich in die weiteren Runden kommt. Dann würde auch nicht “der/die beste Musicalsängerin” gesucht (was ohnedies ein völlig falscher Ansatz ist), sondern eine für genau die Rolle passender Typ. Der kann dann nicht männlich oder weiblich sein.
Und nur so nebenbei: Wenn das Publikum abstimmt, wer in der Show weiterkommt, nach welchen Kriterien sollte es sich da richten? Andrew Lloyd Webber hatte es vergleichsweise leicht. “Joseph” oder “Maria” - die Probleme konnte das Publikum für ihn lösen, denn das sind populäre Musicals, vor allem in England. Wer aber kennt in Österreich “We Will Rock You”?
Aber egal, das sind Probleme des ORF. Obwohl, dem ORF kann es wurscht sein, was schließlich mit dem “Gewinner” passiert, er ist nur einer von vielen “Gewinnern” von ORF-Shows. Dass ein Castingprozess ohne konkretes Ziel aber eine Farce ist, wen kümmert das schon.
Momentan ist die Medienresonanz jedenfalls eine, die dem Genre als solchem nicht gut tut. Was in TV und Print/Internet an Statements rüberkommt, ist alles andere als positiv. Zitat aus dem Online-Standard:
Gloria, 23, am Wiener Konservatorium musicalgeschult, will unbedingt im Inland zu einer Hauptrolle kommen: “40 Leute passen in ein Musical, und darauf warten 1000 Ausgebildete!” ORF-Publicity hilft da. Wahrscheinlich.
Das ist die Frage, ob Publicity da hilft. Ausgebildete Musicalsänger haben sich auch bei “Starmania” immer wieder versucht. Nutzen konnte es nur wenigen (und die, die ich meine, hätten es ohne die Show vielleicht leichter gehabt, so generell in ihrem Leben), andere tauchten in der Rubrik “The Best of the Worst” auf.
Der “Standard” schließt mit:
Ein Gutteil der Bewerber wirkt abgeklärt – vorerst jedenfalls. Nicht die beste Voraussetzung für ein TV-Spektakel, das von Emotionen lebt.
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UPDATE, 1. Oktober 2007
Was den Gewinner der Show nun tatsächlich als Preis erwartet, steht mittlerweile, glaubt man den Oberösterreichischen Nachrichten, fest: Weiterbildung.
Die zuständige ORF-Redakteurin Katja Pokorny zum Siegerpreis: »Erst war an eine Mitwirkung in der Musical-Produktion ,We Will Rock You’ (Vereinigte Bühnen Wien) gedacht. Nach intensiven Verhandlungen kam das doch nicht zustande. Nun ist es so: Wir schauen uns an, welche Ausbildung der Sieger oder die Siegerin bisher genossen hat, dann verhelfen wir ihm/ihr zu einer maßgeschneiderten Fortsetzung dieser Ausbildung.”
Martin Bruny am Freitag, den
28. September 2007 um 22:35 · gespeichert in Broadway, Sprache

Am 4. September 2007 veröffentlichte der amerikanische Verlag “Faber & Faber” ein neues Werk von Bestsellerautor Jonathan Franzen (”Die Korrekturen”, “Die siebenundzwanzigste Stadt”, “Anleitung zum Einsamsein”, “Die Unruhezone”). Diesmal handelt es sich um keinen neuen Roman, sondern um eine Neuübersetzung des Frank Wedekind-Dramas “Frühlings Erwachen”.
Im Vorwort zu seiner Neuübersetzung kritisiert Franzen das gleichnamige Musical von Duncan Sheik scharf und bezeichnet es als “insipid” und “instantly overpraised”.
Das New York Magazine nahm das als Anlass, Jonathan Franzen ein wenig genauer zu “Frühlings Erwachen” und das Musical-Genre zu befragen:
So what’s your beef, exactly?
I care a lot about American theater, and I’m loath to criticize any spark of excitement anywhere. But what happened to the play is, I think, it became dishonest on the road to being that musical. The real way to any theatergoer’s heart is to tell some kind of truth about their experience, not flatter them with some kind of pleasant lie they’d like to tell themselves. It turns it into a kind of self-righteous Avril Sà©vignà©…[A follow-up e-mail confirmed that, in fact, he meant pop star Avril Lavigne.]
So this is why you decided to try your own translation?
No. Fifty dollars made me do it in 1986 for the Swarthmore College theater department. It was a memorable production. It sat in a drawer for twenty years, and when the musical came along I remembered it. I knew it was a good translation, better than anything else out there.
One of the essays in your memoir, The Discomfort Zone, connects your love of German lit with your own sexual awakening. Is that why you love this play so much?
The play appealed to me primarily because it’s just rocking good. It’s funny and the characters are amazingly vivid. That’s why I’m so cruelly hard on a basically sunny Broadway musical. This stuff does matter to me—the German-literature stuff and the teen-sex part, it all matters.
Do you expect critics to whip out the elitist label again after they read this foreword?
Except for Harper’s, for whom I’m too populist. Having been through it once, I’m less afraid to go through it again. The fact is, I position myself in the middle. I am a theatergoer who has a brain, who knows the difference between good and bad, who wants to enjoy himself but also doesn’t want to have to put his brain to sleep.
Surely there was something redeeming about Spring Awakening?
There are four good musical numbers in there. What was unsatisfying was the disconnect between the excitement of those rocking numbers and the ostensible themes of the play.
Is there anything you really loved recently in the theater?
I actually saw The Drowsy Chaperone twice. I love it. Twice I came out just bursting from laughter, really in physical pain.
Anything you’ve hated?
If you want an example of what I think theater should not be, Embedded is a good example. I practically came out of Embedded ready to join the Republican Party.
Martin Bruny am Samstag, den
15. September 2007 um 17:19 · gespeichert in Wien, Fotos, Theater, 2007
Am 13. September 2007 feierte das Musical “Carmen Cubana” in der Halle F der Wiener Stadthalle als Tourproduktion seine Wien-Premiere.
In Anlehnung an die Novelle von Prosper Mà©rimà©e und Georges Bizets Oper erzählt das Stück die Geschichte der verführerischen Carmen, projiziert die ursprünglich in Sevilla spielende Handlung jedoch auf Kuba und den US-Stützpunkt Guantà¡namo.
1994 versuchen mehr als 30.000 Kubaner, mit Booten nach Miami zu flüchten. Unter ihnen ist Carmen, die in Amerika als Sängerin Karriere machen will. Das Floß mit ihr und ihrer Familie kentert, sie werden von amerikanischen Soldaten verhaftet und mit anderen Flüchtlingen nach Guantà¡namo gebracht. Dort verführt sie den schüchternen Soldaten Joe (bei Bizet Josà©), der ihr schließlich aus Liebe zur Flucht verhilft. Zurück auf Kuba verlässt Carmen Joe und lässt sich mit dem Pop-Sänger Escamillo ein, um ihren Traum von der großen Bühne, Berühmtheit und Luxus zu verwirklichen.
“Carmen Cubana” überzeugt am meisten, wenn Bühnenpersönlichkeiten wie Walter Reynolds (Lilas Pastia), Alvin Le-Bass (Sergeant Cooper) oder Dennis Le Gree (Rum) performen. Nehmen wir als Beispiel das groovige “Nothing is for free”, gesungen von Dennis Le Gree - ein Highlight von “Carmen Cubana”. In solchen Momenten hebt das Musical ab und erreicht Qualitäten einer perfekten R’n'B-Show. Hier verlassen sich Beat For Feat auf ihre wahre Stärke: auf das Redesign von Grooves & Sounds. Musterbeispiel für gutes Redesign: “L’amour est un oiseau rebelle”, die berühmte Arie aus Georges Bizets “Carmen”, die auf einer der populärsten Habaneras, “El arreglito”, beruht. Für ein paar Sekunden bauen Beat For Feet da eine Rhythmussequenz ein, die den Weg hätte weisen können und zeigt, was alles möglich gewesen wäre, um dann zwar in eine gute groovige Version einzumünden, aber letztlich doch eher konventionelle Neubearbeitung. “Habanera” hätte etwas wirklich Großartiges werden können innerhalb von “Carmen Cubana”, so ist immer noch ein stimmiges Redesign herausgekommen.

Nicht immer ganz glücklich sind die Versuche geraten, opernhafte Elemente in diese Latin Pop Opera zu flechten. Weder hat Lana Gordon in dieser Hinsicht bestechende Qualitäten, noch passen gesynthesizerte Violinverwaberungen in den dominierenden Latin Rhythm Sound von “Carmen Cubana”. Das könnte man schon machen, aber dann müssten echte Streicher her und eine andere Carmen, die auch klassisch geschult ist. In diesen Passagen klingt Gordon seltsam dünn. Manche Zitate aus Bizets “Carmen” sind nett gemeint, aber letztlich im Rahmen des Gebotenenen dann doch eher Schnickschnack. Musterbeispiel: “Lena”, eine schöne, groovige Nummer, ein wenig im Earth, Wind & Fire-Stil, die kein “Carmen”-Zitat nötig gehabt hätte. Keine schlechte Idee wäre es übrigens gewesen, anzumerken, welche Songs tatsächlich neu für die Show geschrieben beziehungsweise welche Zitate für die einzelnen Songs verwendet wurden. Ein idealer Platz für diese Infos wäre das Programmheft gewesen.
Punkten kann “Carmen Cubana” vor allem auch mit Balladen, selbst wenn diese teilweise zu sehr zu Whitney-Houston-Soundalikes gestaltet wurden. “The Rose Song”, gesungen vom souveränen Rob Fowler, hat seine Qualitäten ebenso wie “If I had to do it all again”, sehr schön von Lana Gordon interpretiert, auch wenn man hier Whitney Houston fast schon mitsingen hört.

Der größte Minuspunkt der Produktion sind die Dialoge. Wenn man die Darsteller bei den in englischer Sprache performten Songs besser versteht als bei den in deutscher Sprache gesprochenen Dialogen, ist etwas schiefgegangen. Es wirkt manchmal so, als würden die Musicalsänger nicht einmal wissen, was die Worte, die sie aufsagen, bedeuten. Sie betonen falsch, haben eine völlig kervehrte Satzmelodie und rauben sich selbst auf diese Weise jeglichen dramatischen Effekt. So wirkt “Carmen Cubana” in den Dialogszenen manchmal wie eine Schüleraufführung. Schade. Das “burst out in song”-Phänomen wird hier in ein “burst out in dialogue”-Phänomen transferiert. Vielleicht hätte man ein bisschen radikaler sein müssen und eine gänzlich englischsprachige Version produzieren sollen. Wenn dann noch, wie in der Schlussszene, die Regie danebengreift, hat das Konsequenzen. Joe ersticht Carmen, ohne dass diese Szene tatsächlich effektvoll gestaltet wurde. Fast hat man den Eindruck, dass sich Regisseurin Kim Duddy an diesem tragischen Ende vorbeischwindeln wollte, um die gute Laune nicht zu massakrieren. Ein paar Sekunden später ist die Show auch schon vorbei und das Publikum ratlos, bis dann eine schmissige Zugabe den Showkarren wieder auf Touren bringt.
Hervorragend und mitreißend die Tanzszenen, bei denen Kim Duddy in ihrer Funktion als Choreographin ihre Qualitäten voll ausspielen kann. Man spürt die Energie des Ensembles, und das könnte theoretisch sogar ansteckend sein, allerdings sind wir in Wien, und da sitzt man doch eher auf seinem Sesselchen und schaut anderen beim Tanz zu. Aus dem Tanzensemble hervorstechend: Josà© Wanderley. Er ist in den meisten Szenen purer Tanz, wie man es sehr selten erlebt. Sprühend im Ausdruck und äußerst präzise, ein Ausnahmetalent. Am Schluss hält es an doch niemanden in den Sitzen: Standing Ovations!

Für eine Tourproduktion sind die Kulissen sehr ordentlich und multifunktional ausgefallen, Andrew Follers Lichtdesign sorgt für viel Abwechslung und interessante Nuancen.
“Carmen Cubana” ist in der Halle F der Wiener Stadthalle zu sehen. Die Halle F dient seit Anfang 2006 als Alternativlocation zur großen Halle D der Wiener Stadthalle. Bietet die Halle D bis zu maximal 16.000 Besuchern Platz, hat man in der Halle F für rund 2000 Zuschauer eine Showbühne geschaffen, die wenig bekanntere Pop- und Rock-Acts heutzutage füllen können. Sicher ist diese Halle auch für Musicals geeignet, allein man müsste zwei Dinge beachten. Der Ton müsste besser ausgesteuert werden. Wie, ist mir als Konsument egal. Von einer modernen Halle erwarte ich mir, dass der Sound glasklar ist und nicht schlechter als im Happel-Stadion. Ich möchte keinen Hall bei Sprechszenen und keine Trommelfellverletzung bei den Songs (insofern enthalte ich mich beim Sounddesigner von “Carmen Cubana”, Andreas Frei, der Stimme).
Zweitens müsste die Ticketpreisgestaltung adaptiert werden. Sowohl die ganz rechte als auch die ganz linke Tribüne sind zumindest in den ersten Reihen Positionen mit Sichtbehinderung. Diese Plätze der teuersten Kategorie zuzuordnen, ist fahrlässig. Man hat in den ersten Reihen eine “Säule” vor sich, und wenn man Pech hat, einen Fotografen, der tatsächlich glaubt, direkt an der Bühne stehen zu müssen. Das ist, mit Verlaub, eine Zumutung, vor allem, wenn man weiß, welche Anweisungen Fotografen erhalten. Sitzt man ganz rechts beziehungsweise ganz links, hat man auch keine Möglichkeit, die ganze Tiefe der Bühne zu erfassen. Man nimmt also alles bruchstückhaft auf. Da müssen sich die Verantwortlichen sicher mal Gedanken machen, ob das Sinn macht, den vollen Preis abzukassieren.

Fazit: Alle, die bei Tourproduktionen normalerweise mit allergischen Reaktionen zu kämpfen haben und die eine oder andere dieser Shows schon mal fluchtartig verlassen haben, können sich an “Carmen Cubana” vielleicht kurieren. Das Level ist recht hoch, die Darsteller zwar keine Household Names, aber immer für eine Überraschung gut. Und, was nicht unwesentlich ist: Nach all den Dramen, die man in Wiener Musicals oft geboten bekommt, ist man am Ende dieser Show mit Sicherheit besser gelaunt als am Anfang.
Carmen Cubana - a latin pop opera
Nach der Novelle von Prosper Mà©rimà©e und der Oper »Carmen« von George Bizet
Kreativteam
Buch: Kim Duddy
Musik: Martin Gellner & Werner Stranka
Regie & Choreographie: Kim Duddy
Musikalische Leitung Martin Gellner & Werner Stranka / Beat 4 Feet
Dt. Buch: Mike Majzen
Bühne: Walter Vogelweider
Kostüme: Robert Schwaighofer
Lichtdesign: Andrew Voller
Tondesign: Andreas Frei
Produzent: Peter Fröstl / mc events & musicpromotions Gmbh
Produktionsleitung: Ulrike Bruckner / mc events & musicpromotions Gmbh
Cast
Carmen: Lana Gordon
Joe: Rob Fowler
Escamillo: Ruben Heerenveen
Lilas Pastia: Walter Reynolds
Francesca: Kudra Owens
Mercedes: Jacqueline Braun
Rum: Dennis Le Gree
Sergeant Cooper: Alvin Le-Bass
Morales: Pehton Quirante
Chuck: Steven Seale
Sam: Dominik Hofbauer
Jimmy: Andras Simonffy
Gabriella: Kenia Bernal Gonzales
Rum’s Girl: Michelle Marier
Rum’s Girl: Karen Henry
Rum’s Girl: Ines Hengl-Pirker
Rum’s Girl/Dance Captain: Lorna Dawson
Alicia: Laura Fernandez
Margarite: Carla Weissmann
Cousin Carlos: Brian Carmack
Juan: Hugo Cortes
Barato: Jose Wanderley
Band
Gitarre: Martin Gellner (Musical Director), Ariel Ramirez, Pedro Tagliani
Bass: Peter Schönbauer, Mathias Petereit
Keyboards: Martin Payr, Bernie Eder
Drums: Shayan Fathi, Florian Holoubek
Martin Bruny am Samstag, den
8. September 2007 um 18:32 · gespeichert in Netz, Broadway
hey everyone adam here. wanted to thank you all again for the amazing support in my return to rent. it has been more fun than the first time around!!i am blessed to have such fans like you all. on another note please dont compare, or say nasty things about the guys coming in after me and anthony. not to sound arrogant, but we(like any other original cast member) are a tough act to follow. that does not mean that we are the only ones that can play these roles, as is evident by the fact that the show has been running without us for many years. when i played the emcee in cabaret, i could not help but feel like i was always being compared to all the other emcees that came before me. i know its part of the business. but actors should be able to come into a role without feeling like they cant win. be nice!, and give these guys a chance
much love
adam, 01 Sep 2007
Links
- MySpace-Site von Adam Pascal
- MySpace-Posting von Adam Pascal vom 1. September 2007
Martin Bruny am Mittwoch, den
5. September 2007 um 19:21 · gespeichert in Broadway, TV
MTV geht neue Wege, was den Bereich Musical betrifft, und sendet die Broadway-Version des Musicals “Legally Blonde”. Noch im Laufe des September wird eine Vorstellung der Show im Palace Theatre aufgezeichnet, bereits im Oktober 2007 wird gesendet. Was für ein Glück für die Produzenten von “Legally Blonde”, denn nach einem starken Sommer beginnt das Musical leicht zu schwächeln. Der Vorverkauf für September und Oktober ist schwächer als erwartet, der Vorverkauf fürs nächste Jahr ebenso.
Sind nun alle happy, dass ein Broadway-Musical auf dem Clip- & Switchkanal Numero uno gesendet wird? Nicht wirklich. Nehmen wir die Schauspieler. Besonders viel bekommen sie nicht für die Aufzeichnung ihrer Darbietung - aus ihrer Sicht - bezahlt. Und noch sind, so hört man, die Verhandlungen bezüglich der Gagen nicht unter Dach und Fach.
Letztlich ist niemand so ganz glücklich, schreibt Michael Riedel in seinem Artikel für die New York Post und zitiert dabei einen nicht namentlich genannten Interviewpartner:
This is all about promoting the show for the long term. Actors are always complaining that they don’t make enough money for this or that. But the longer the show runs, the more money everybody makes.
Für die Produzenten von “Legally Blonde” ist es einerseits ein später Triumph. Bei den Tony Awards im vergangenen Juni wurde die Show nicht in der Kategorie “Bestes Musical” nominiert. Die bittere Folge: kein Auftritt bei der Live-Übertragung der Awards im TV. Und dennoch, andererseits sind nicht alle Produzenten sicher, dass es richtig ist, Broadway-Shows im Fernsehen zu zeigen. Einige befürchten, viele könnten nun nicht mehr bereit sein für etwas zu bezahlen, das sie im TV gratis sehen können.
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