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Broadway: Da hilft auch kein Tony mehr - Aus für “Enron”

22 Previews, 16 reguläre Vorstellungen und zumindest mal vier Nominierungen für die begehrten Tony Awards (Original Score, Featured Actor Stephen Kunken, Lighting Design und Sound Design), damit wird die Broadwayproduktion “Enron”, die auf dem Finanzskandal aus dem Jahre 2001 beruht, in die Geschichte eingehen. Erfolg wird diese erste Laufzeit allerdings keiner mehr, denn am 9. Mai 2010 ist Schluss. [theatermania.com]

Rupert Goold, der Regisseur des Stückes, meint zur Schließung:

The really sad thing about the play’s closure is that, in directing it, I was really influenced by American showbiz and the Broadway musical, while Lucy [Prebble, the writer] was drawing on all the current great American TV drama. The Broadway cast felt that the text was really American, too – it didn’t feel as if we were bringing an English play over to the Americans.
And it’s sad that there was no consensus among audiences – some people, like the New York Times critic Ben Brantley, clearly found it problematic, but a lot of people raved about it.
Maybe it was a generational thing – in London, we were lucky to play to younger audiences. It’s a loud, fun, rock’n'roll show, so perhaps some people found that a little aggressive. It’s just a shame that now more New Yorkers won’t get a chance to decide for themselves. [guardian.co.uk]

Update Musical Sommer Amstetten/”The Full Monty”: Martin Pasching, Claus Dam, Julian Looman mit beim fröhlichen Strippen

Hat ein bisschen gedauert, aber nun scheint die Cast für die diesjährige Show des Musical Sommer Amstetten endgültig zu stehen. Die Meldung vom Februar 2010 ergänzend (siehe –> da) hier also nun die Cast von “The Full Monty”:

JERRY LUKOWSKI: Otto Jaus
DAVE BUKATINSKY: Frank Winkels
ETHAN GIRARD: Julian Looman
MALCOLM MacGRGOR: Rory Six
HAROLD NICHOLS: Claus Dam
NOAH “HORSE” T. SIMMONS: Eddie Jordan
NATHAN LUKOWSKI: N.N.
PAM LUKOWSKI: Anita Holm
GEORGIE BUKATINSKY: Carin Filipcic
VICKI NICHOLS: Jacqueline Braun
JEANETTE BURMEISTER: Betty Vermeulen
BUDDY “KENO” WALSH: N.N.
TEDDY SLAUGHTER: Martin Pasching
ESTELLE GENOVESE: Abbie Guilding
ENSEMBLE: Teri Huprich, N. N.

Broadway im Kreativtief? Kein New York Drama Critics’ Circle Award in der Kategorie “Musical”

Wenn eine der vielen Award-Jurys beschließt, den Preis für das “beste Musical” lieber stecken zu lassen, dann ist das für das Image des Musicalgenres zumindest nichts Positives. Diese Entscheidungen kommen vor, man muss sie nicht verstehen, man könnte auch davon ausgehen, dass Jurys das an Material bewerten, was vorhanden ist, und aus dem Vorhandenen das Beste zum Sieger küren.

Wie auch immer, der New York Drama Critics’ Circle Award für das “beste Musical” der vergangenen Saison wird nicht vergeben, das wurde am 30. April publik. Interessanterweise wird auch kein Preis in der Kategorie “best Foreign Play” verliehen. An sich keine Tragödie, gerade dieser Preis wird alle paar Jahre lieber nicht verliehen als an Produktionen, die die für die Jury notwendigen Kritierien nicht erfüllen. Die Gewinner der letzten Jahre in der Kategorie “bestes Musical” hießen: “Billy Elliot” (2008/09), “Passing Strange” (2007/08), “Spring Awakening” (2006/07) und “The Drowsy Chaperone” (2005/06).

Die New York Drama Critics’ Circle Awards werden seit 1936 vergeben und sind nach dem Pulitzer-Preis die zweitälteste Auszeichnung für Theaterproduktionen. Die Jury setzt sich aus 22 Kritikern zusammen, rekrutiert aus Tageszeitungen, Magazinen, und Websites aus dem Großraum New York.

Gratulation an diejenigen Produktionen und Personen, die in diesem Jahr nicht leer ausgingen:

Best Play: The Orphans’ Home Cycle, by Horton Foote
Special Citation: The Lincoln Center Festival for visionary international programming
Special Citation: Viola Davis for sustained achievement
Emerging Talent Special Citation: Annie Baker for Circle Mirror Transformation and The Aliens

Wer braucht Sister Act? Non(n)sens in Wien

nonsense.jpg

Nonnen als Hauptdarsteller eines Musicals, das gibt es bald auch in Wien. Zwar ist es nicht eine Produktion des aktuellen Nonnen-Musical-Wahnsinns “Sister Act”, aber genau genommen sieht man in Wien vom 12. Mai bis zum 5. Juni 2010 die bessere Show: “Non(n)sens” (im Original “Nunsense”) aus der Feder von Dan Goggin.

“Nunsense” feierte am 12. Dezember 1985 seine Uraufführung off-Broadway am Cherry Lane Theatre und übersiedelte dann ins Douglas Fairbanks Theatre. Insgesamt 3672 Vorstellungen machten es nach “The Fantasticks” zur zweiterfolgreichsten Off-Broadway-Show aller Zeiten.

Doch nicht nur am Off-Broadway wurde “Nunsense” zum Smash. Das Stück wurde in 26 Sprachen übersetzt und in mehr als 6000 Inszenierungen weltweit zum Phänomen. Mehr als 25.000 Frauen wurden als “Nonnen” besetzt, darunter bekannte Namen wie Edie Adams, Maxine Audley, Kaye Ballard, Honor Blackman, Pat Carroll, Peggy Cass, Phyllis Diller, Sally Struthers, Louise Gold, Maggie Fitzhugh und JoAnne Worley.

Vier Outer Critics Circle Awards konnte “Nunsense” abstauben, unter anderem die Auszeichnungen für bestes off-Broadway Musical, bestes Buch und beste Musik.

Handlung
Aufgrund eines unglücklichen Kochunfalls in einer Klosterküche müssen 48 Nonnen ihr Leben lassen. Doch nicht genug damit die Trauer zu bewältigen, stehen die letzten 5 überlebenden Ordensschwestern nun vor einem großen finanziellen Problem, denn wie sollen sie 48 Beerdigungen bezahlen. Der Verkauf von selbst fotografierten Postkarten bringt nicht die erhofften Gewinne und so müssen die Damen zu drastischeren Maßnahmen greifen und organisieren eine schrille Benefizveranstaltung, wo jeder der Damen ihr komisches, individuelles Showtalent unter Beweis stellt.

Non(n)sens

Cast
Irene Budischowsky: Schwester Maria Hubert
Anna Sophie Krenn: Schwester Maria Leo
Sandra Högl: Schwetser Robert Anna
Michaela Mock: Mutter Oberin
Eva Reinold: Schwester Maria Amnesia

Leading Team
Regie: Georg Mittendrein
Musikalische Leitung: Franz Alexander Langer
Kostüme: Ingrid Sulzenauer
Choreographie: Anna Sophie Krenn
Assistenz: Nicole Spröte
Assistenz & Ton: Matthias Gerstl
Beleuchtung: Franz Reindl


Theater Brennessel

Auerspergstraße 19
1090 Wien

Preise
Kategorie 1: 25 Euro (ermäßigt: 20 Euro)
kategorie 2: 20 Euro (ermäßigt: 17 Euro)

Produktion: Maintal Theater e. V., D-63925 Laudenbach, Obernburger Straße 20, www.maintal-theater.de

Tiroler Landestheater: Premiere für “Lulu - das Musical” mit Mà¡tà© Kamarà¡s als Jack the Ripper

Als Brigitte Fassbaender 1992 am Tiroler Landestheater Alban Bergs “Lulu” inszenierte, hätte sie wohl kaum gedacht, dass sie im Jahr 2010 ein Musical gleichen Namens schreiben würde. Die Idee stammt von Regisseur und Choreograph Pierre Wyss, ein Komponist war bald gefunden: Stephan Kanyar, der bereits ein erfolgreiches “Frankenstein”-Musical geschrieben hat.

Als Vorlage dient mit Frank Wedekinds “Erdgeist und Die Büchse der Pandora” die Geschichte einer schillernden Frauenfigur der Weltliteratur – Lulu. Sie ist sprichwörtliche Kindfrau und Femme fatale, Unschuld und Verführerin, arglose Naive und gefährliches Tier, Projektionsfläche für männliche Sehnsüchte und Begierden. Lulu eilt von einem Mann zum nächsten. Ihrem beispiellosen Aufstieg zur Gattin des Chefredakteurs Dr. Schön folgt ein atemloser Abstieg, der mit ihrem Tod durch den Frauenmörder Jack the Ripper endet.

In einer revuehafte Erzählweise mit eindringlichen Liedern, lasziven Tangos und ironischen musikalischen Kommentaren zeigt “Lulu – das Musical” nicht nur das Schicksal einer Frau mit ihrem kompromisslosen Anspruch auf ein intensives Leben, sondern auch das bizarre Tableau einer bürgerlich-verlogenen Gesellschaft, in der Heuchelei höher geschätzt wird als lustvolles Begehren.

In den Hauptrollen zu sehen: Lucy Scherer als Lulu und Mà¡tà© Kamarà¡s als Jack the Ripper. Kamarà¡s über seine Rolle:

“Lulu” ist eine bekannte Geschichte, durch Wedekind und Berg, hier im Musical ist die Rolle des Jack beziehungsweise Erzählers neu definiert. Ich versuche zunächst, die emotionale Ebene des Charakters und sein Verhältnis zu Lulu gemeinsam mit dem Regisseur und dem Kreativteam zu erarbeiten. [Theaterzeitung]

Stephan Kanyar und Brigitte Fassbaender zur Musik:

Die Musik ist geprägt von einem eigenständigen Zugriff, kraftvoll und schmissig. Es gibt viele musikalische Ohrwürmer. Nicht alltäglich ist die durchkomponierte Form - und die Tatsache, dass “Lulu - das Musical” durchgereimt ist, mit Raffinesse und auch Ironie. Musical kann mehr sein als seichte Samstagabendunterhaltung. Das Wunderbare an Musilk ist, dass sie den Zuhörer treffen und berühren kann, ohne eine Verständnisebene dazwischen zu schalten. Das fordert Aufrichtigkeit in der Emotion, dann ist es niemals Kitsch. [Theaterzeitung]

Lulu – Das Musical
Musik: Stephan Kanyar
Texte: Brigitte Fassbaender
Nach einer Idee von Pierre Wyss, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
Uraufführung am Samstag, 15. Mai 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung: Michael Mader
Inszenierung: Pierre Wyss
Choreographie: Enrique Gasa Valga
Bühne: Helfried Lauckner
Kostüme: Michael D. Zimmermann

Cast
Lulu: Lucy Scherer
Prolog / Jack the Ripper: Mà¡tà© Kamarà¡s
Dr. Schön: Kenneth Derby
Schwarz: Thomas Paul
Alwa: Ansgar Matthes
Schigolch: Dale Albright
Gräfin Geschwitz: Anne Schuldt
Castipiani: Marc Kugel
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor des TLT, Tanzcompany des TLT

Weitere Vorstellungen:
Mai: 22., 28. / Juni: 4., 13., 16., 22., 24.

Moe & Cosplay: Reni Mimura oder So wird man in New York zur Szenefigur

Im Jahre 2008 beschloss die japanische Popsängerin Reni Mimura, es auch in Amerika zu versuchen und ihren ganz persönlichen Stil in den Staaten zu promoten. Seit zwei Jahren ist sie nun ein Mal pro Monat im “Top Tunes”, einer Bar in Manhattan, mit ihrer “Maid”-Show zu erleben und tritt bei “Anime”-Fantreffen in ganz Amerika auf. Schön langsam wird das was mit der angestrebten Popularität in den Staaten.

Begonnen hat Reni im Showbusiness bereits mit sieben Jahren in Japan- mit Tanz. Im Laufe der Jahre versuchte sie sich in praktisch jeder Branche der Glitzerwelt: Theater, Film, vor und hinter der Kamera, sie schrieb Drehbücher - und es wollte doch nicht so recht klappen, bis sie mit einigen Freunden eine Band gründete, Leadsängerin wurde, Songs schrieb und Demobänder produzierte. Bei einem Castingwettbewerb wurde eines ihrer Demobänder zum Sieger gekürt. Takahiro Yamautsuri, ein Komponist, der die Musik für viele Pokemon-Filme geschrieben hat, wählte ihre Einsendung aus und produzierte 2006 ihre erste CD.

Was an Reni Mimura faszinieren könnte, ist die absolut gewollte Konstruktion ihres Images. Sie selbst beschreibt diese Konstruktion in einem Interview mit TheEpochTimes folgendermaßen.

My performance includes many different elements, but it is mainly based on the word Moe.

“Moe” also. Interessant. “Moe” ist nämlich als Wort nicht wirklich existent oder sagen wir besser bedeutungsleer. Japanische Jugendliche verwenden es zur Beschreibung von Personen, die die Fähigkeit haben, überaus süß und unschuldig zu wirken.

Mimuras Performance wiederum besteht aus verschiedenen Elementen gegenwärtiger japanischer Popkultur. Hauptsächlich aber setzt die Sängerin “cosplay” ein. “Cosplay” setzt sich aus den englischsprachigen Worten “costume” und “role-play” zusammen. Was damit gemeint ist? Nun, Mimura kleidet sich für ihre Auftritte wie eine berühmte Figur eines typisch japanischen Animes beziehungsweise einer Heldin eines Videospiels, dessen Rolle sie während der Performance auch spielt. “Cosplay” ist eines der Lieblingshobbys von japanischen Jugendlichen.

Alternativ wird Mimuras Stil auch als «Akihabara style” bezeichnet, was nichts anderes bedeutet als

emphasizes the cute look of Japanese pop-culture with the hip appeal of Japanese animation.

Reni Mimura:

Cosplay is my life! While doing cosplay, people can easily change their personality, and in so doing, they can make many friends…what I wanted since the beginning is for people to come to my show, become friends, socialize and meet new people while being physically in the same place.

Reni ist selbstverständlich auch im WWW vertreten:
- sie twittert –> hier
- sie hat eine eigene Website –> hier
- sie hat ein eigenes Reverbnation-Profil
- sie hat ein eigenes Facebook-Profil –> hier
- und natürlich bloggt sie auch –> hier

Fundstücke und Vorschläge: Abstruses und Kurioses, von Uwe Kröger bis Professor Udo Jürgens

Zuallererst Nachschub für all die treuen Leserinnen aus der Sparte Uwe-Kröger-Maniac: Man kann eine klitzekleine Dosis UK jetzt online sehen. Das Performing Center Austria hat in der Rubrik “Webvideos” den in der ORF-Sendung “Frühlingszeit” gesendeten Beitrag “Audition für die Profiausbildung” online gestellt, und just an dem Tag, als der erste Teil dieser Doku ausgestrahlt wurde, war Uwe Kröger zu Gast. Reinschauen lohnt sich. Zum Video gehts –> hier

iphone.jpgFür alle, die eher als Außenstehende am Phänomen UK interessiert sind, ein Blick in die Merchandising-Ecke seines Managements: In der Annahme, dass der typische Kröger-Fan stylish, iPhoneaffin und betucht ist, gibt es ganz spezielle Devotionalien Marke Fechter:

So zum Beispiel eine iPhone-Hülle um geschenkte 79 Euro oder ein Hoodie um 99 Euro. Super Sache, nur, fehlt da zwischen den Ziffern nicht ein Komma? Und wäre die für Hoodies gebräuchliche alternative Bezeichnung Bunnyhug nicht noch treffender?

hoodie.jpgInteressant ist es ja, dass ausgerechnet Hoodies in den Shop Eingang gefunden haben, in allen Größen, von XS über S, M, L bis zu XL. Wikipedia erklärt das plausibel:

Angela McRobbie, professor of communications at Goldsmiths College in the UK, says the appeal of the hoodie is because of its promise of anonymity, mystery and anxiety. “The point of origin is obviously black American hip-hop culture, now thoroughly mainstream and a key part of the global economy. Leisure and sportswear adopted for everyday wear suggests a distance from the world of office suit or school uniform. Rap culture celebrates defiance, as it narrates the experience of social exclusion. Musically and stylistically, it projects menace and danger as well as anger and rage. The hooded top is one in a long line of garments chosen by young people, usually boys, to which are ascribed meanings suggesting that they are ‘up to no good’.” [Quelle: Wikipedia]

Da hat Herr Fechter also die klassische Zielgruppe im Auge: All die Jungs, die vor den Bühnentürln jeden Abend auf Uwe Kröger warten. Zum Fanshop gehts –> hier

musicalforever2.jpgMittlerweile tröpfeln auch die News in Sachen “Musical Forever 2″ ein. Das Abschiedskonzert für Caspar Richter geht am 27. Juni 2010 über die Bühne des Etablissement Ronacher. Die Bezeichnung “Musical Forever 2″ scheint anzudeuten, dass es sich um eine Fortsetzung der “Musical Forever”-Konzertserie aus dem Jahre 2007 handeln dürfte. Sehen wir uns mal die Liste der Musicals an, aus denen die Produzenten der Show wählen werden:

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

JESUS CHRIST SUPERSTAR
THE PRODUCERS
RUDOLF

Zum Vergleich die Auswahlliste von “Musical Forever 1″

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

CATS
JOSEPH
BERNSTEIN-Medley
KUSS DER SPINNENFRAU
GREASE
CATCH ME IF YOU CAN
CHICAGO
A CHORUS LINE
POP-Medley

Neu also mit dabei Songs aus “Jesus Christ Superstar”, “The Producers” und “Rudolf”. Kann man nur hoffen, dass es tatsächlich ein “Teil 2″ wird und kein bloßes Remake mit dem Ewiggleichen.

Ein bisschen Abwechslung könnte schon eine pfiffige Sänger- bzw. Liedauswahl bringen. Noch wissen wir nicht, wer in der Show auftreten wird, aber gehen wir mal davon aus, dass wir alles, was derzeit bei den VBW unter Vertrag ist, zur Verfügung haben. Dann wäre es sicher recht interessant, alle drei “Alfreds” aus “Tanz der Vampire” gemeinsam auf der Bühne zu sehen, ebenfalls die drei Grafen, wie sie miteinander oder bisweilen auch gegeneinander singen. Das unkaputtbare “Cats” scheint zwar nicht mehr dabei zu sein, aber wenn einer noch “Mondlicht” singen sollte, dann Lukas Perman, das hätte was. “Die unstillbare Gier” hätte ich gern in einer Version von Alexander Goebel und “Ich gehör nur mir” sollte Drew Sarich bringen. Für die Damen würde sich ähnlich Ungewohntes anbieten.

Scheinbar nicht bei “Musical Forever 2″ dabei: die Evergreens von Professor Udo Jürgens. Wir vergießen eine Runde Tränen, gerade sein “Ich war noch niemals in New York würde doch sicher für eine Bärenstimmung sorgen.
erwarnochiemalsinnewyork.jpg

Weihnachten beginnt jetzt: Performing Center Austria castet für “XMAS-GIFT” 2010

Foto: Martin Bruny

Eine Ausbildung zum “Musicalstar” gibts nicht, eine Garantie für eine Karriere als Musicaldarsteller schon gar nicht - wer aber die Absicht hat, sich beruflich im Genre Musiktheater zu verwirklichen oder ein ausfüllendes Hobby ebenda zu suchen, dem bietet sich jetzt die Möglichkeit eines ersten Einstiegs. Für seine alljährliche Weihnachtsproduktion castet das Performing Center Austria am 13. Mai 2010 hoffnungsvolle Nachwuchstalente.

Foto: Martin Bruny

Viele Darsteller der letzten zehn Weihnachtsproduktionen des Perfoming Center Austria konnten ihre Bühnenerfahrungen als Sprungbrett für spätere Karrieren nutzen. Linda Geider, Birgit Wanka und Georg Prohaska sind drei aktuelle Beispiele. Sie sind derzeit in der Udo-Jürgens-Revue »Ich war noch niemals in New York« im Raimund Theater zu sehen, nachdem sie bereits in zahlreichen Musicals in Deutschland im Einsatz waren. Alle drei spielten vor Jahren bei einem der “XMAS”-Projekte des Performing Center Austria im Theater Akzent zum ersten Mal Hauptrollen und entschlossen sich danach – sehr erfolgreich - für eine Bühnenkarriere.

Foto: Martin Bruny

In jedem Fall ist für Kinder die Beschäftigung mit dem Musiktheater ein wunderschönes, gesundes und persönlichkeitsförderndes Hobby. So manches tanzbegeisterte Kind zeigt bereits früh den Willen und das Potential, einmal im Rampenlicht zu stehen. Nachwuchstalente die »echte« Bühnenluft schnuppern wollen und zwischen 10 und 18 Jahre alt sind, haben die Möglichkeit, ihr Können am 13. Mai, ab 9 Uhr, im Performing Center Austria bei der Audition für das diesjährige Weihnachtsmusicalprojekt »XMAS-GIFT« zu zeigen.

Foto: Martin Bruny

Mitglied der “XMAS”-Company zu sein, bedeutet das Einstudieren eines gesamten Musicals mit durchgehender Handlung. Dementsprechend werden jetzt in einem ersten Schritt bestimmte Charaktere für die im Buch vorgegebenen Rollen gecastet. Vorkenntnisse in Tanz sowie eine gewisse darstellerische Präsenz sind hilfreich und erwünscht. Innerhalb von drei heißen Sommerwochen wird die Hauptprobenzeit für eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte stattfinden, die dann kurz vor Weihnachten ihre Premiere erlebt.

XMAS GIFT – AUDITION
am 13. Mai 2010 ab 9:00 Uhr im Performing Center Austria, Zieglergasse 7; A-1070 Wien; Tel.: 01/523 56 56
Weitere Infos –> hier
Anmeldeformular –> hier

Und es sprach Maik Klokow

“Cats” ist die Mutter aller Musicals. [Maik Klokow im Interview mit WELT ONLINE am 20. April 2010]

Und die Griesnockerlsuppe ist die Mutter aller Suppen.

Wien: “Tanz der Vampire”-Gesamtaufnahme 2010: Liver gehts ja gar nicht!

Interessante Antworten hat eine simple Frage hervorgerufen, die sich der Kultur-Channel unlängst gestellt hat, nämlich, ob es sich denn bei der bald erscheinenden Castaufnahme der “neuen Wiener Fassung” von “Tanz der Vampire” um eine “Live-CD” handelte.

Die Reaktionen reichten von der Frage, ob man denn überhaupt noch eine Castaufnahme braucht bin hin zu Mails von besorgten Verkäufern, die jetzt gar zahllose Mehrarbeiten befürchten, wenn nun durch den Kultur-Channel verunsicherte KäuferInnen sich en masse per Mail oder Telefon erkundigen würden: “Ist sie LIVE?”. Eine Richtigstellung wäre vonnöten. Sorry, es gibt nichts richtigzustellen, so, wie der Beitrag formuliert und gemeint war.

In aller Bescheidenheit waren wir uns hier in Wien auch gar nicht bewusst, derartige Wellen zu schlagen mit der simplen Frage: Live oder nicht live? Oder um es mit Herbert Grönemeyer zu formulieren: Ab wann ist ein Live-Mitschnitt live?

Nun, die Antwort auf die gestellte Frage ist befriedigend und unbefriedigend zugleich. Fast neun Monate sind seit jenem Termin vergangen, an dem Vorstellungen von “Tanz der Vampire” im Wiener (Etablissement) Ronacher LIVE mitgeschnitten wurden. Eine lange Zeit. Die Väter nennen das Baby nun “Live”, und so wird es in den offiziellen Dokumenten vermerkt werden, egal, was in diesen neun Monaten alles passiert ist.

Was ist in den neun Monaten geschehen? Eine interessante Frage. Oder, wie es eine Leserin dieses Blogs wohl ausdrücken würde: scheißegal. In diesem Sinne: Gutes Geschäft!

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