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Broadway: “Tony”-Opfer Nummer 2 - Aus für “A Catered Affair”

A Catered AffairImage via WikipediaAm 27. Juli 2008 fällt für das Broadway-Musical “A Catered Affair”, eine der derzeit mit Abstand meist unterschätzten Shows, der letzte Vorhang. Fast keine “Tony”-Nominierungen, kein Tony Award, da müssen die Produzenten Konsequenzen ziehen. Auf 27 Previews und 166 Vorstellungen wird es die Produktion im Walter Kerr Theatre bringen.

Das 6,5 Millionen Dollar teure Musical war kein Favorit der Kritiken, aber Harvey Fierstein, der das Buch der Show geschrieben hat, sieht eine Zukunft für “A Catered Affair”:

I assume we are going to have a huge life after Broadway. We have genuine interest in foreign markets around the world. … It is a show that can be produced by almost anyone. The show needs very little - or as much as you want to give. It will have a life in universities, regional theaters. Any place where they have a great leading lady, a great leading man. And what theater doesn’t have a man to play the uncle?
I’ve never seen an audience in a musical do what our audience does - the weeping and the crying and the love. A lot of women have come time and time again. It’s becoming the ‘Rent’ of middle-aged women - which they haven’t had since Hugh Jackman shook his tuchas in “The Boy From Oz”.

Was auf alle Fälle bleibt, sind die Songs & Lyrics von John Bucchino. Er mag am Broadway mit seiner ersten Show keinen Erfolg eingefahren haben, aber die Cast-CD ist für viele eine der besten seit langer Zeit.

Zemanta Pixie

“Evil Dead: The Musical” - Die Marketingkampagne der anderen Art


Eine Anzeigenkampagne für die Toronto-Produktion der Show “Evil Dead: The Musical” macht Schlagzeilen. Das verantwortliche Marketingteam hat ein paar bemerkenswerte Sujets entwickelt, die auf jeden Fall aufsehenerregend sind. Mehr davon auf “Everything I Know I Learned from Musicals - Musical musings from Chris Caggiano”.

Zemanta Pixie

Broadway: Kein Tony, kein Baby - Aus für “Cry-Baby”

Wie immer nach den Tony Awards kommt es auch in diesem Jahr zu einem Freimachen der Theaterkapazitäten am Broadway. Wer keinen Tony abstauben konnte, bei dem sind die Chancen besonders groß, bald Musicalgeschichte zu sein. Die erste Show, die es trifft, ist “Cry-Baby”, das zweite Musical, das auf einem Film von John Waters beruht.

Ab 23. Juni 2008 ist das Marquis Theatre wieder frei für neue Mieter, denn am 22. Juni fällt für “Cry-Baby” der letzte Vorhang - nach 45 Previews und 68 regulären Vorstellungen. Ein Wiedersehen gibt es eventuell im Herbst 2009, da steht die Premiere einer US-Tour am Plan.

Legally Blonde: TV-Casting pusht Broadway-Show

Legally Blonde (musical)Image via WikipediaTV-Castingshows für Musicals können, wenn man sie halbwegs gescheit aufzieht, durchaus positive Nebenwirkungen auf Musicals haben. Ein Beispiel dafür ist das MTV-Format “Legally Blonde The Musical: The Search for Elle Woods”, das seit 2. Juni 2008 in den USA ausgestrahlt wird.

Mittlerweile konnte Ghostlight Records von der Cast-CD 100.000 Exemplare absetzen, auch die Broadway-Show profitiert vom TV-Casting: Lag die Auslastung am 1. Juni noch bei 58,2 Prozent, kletterte sie bis 15. Juni auf 73,8 Prozent.

Zemanta Pixie

EM 2008: Unschickliche Zungenküsse

Foto: Martin BrunyDer österreichische Werberat fordert den sofortigen Stopp der Plakatkampagne “Life is a Game!”, die von gantnerundenzi für den Wettenanbieter bet-at-home.com entwickelt wurde. Stein des Anstoßes ist das Zungenspiel zwischen einem Fan der deutschen Nationalmannschaft und einer Österreicherin.

In der Begründung der Jury heißt es, dass das Sujet den “ethischen Grundsätzen der Werbung” widerspreche. Werbung im öffentlichen Raum habe “auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen”. “Ungewollte Nachahmeffekte” könnten hervorgerufen werden, so der Werberat. (via STANDARD)

US-Wahlkampf: Rassenhass in Texas

DallasNews berichtet von einem bezeichnenden Vorfall bei einer Parteiversammlung der Republikaner vergangenen Samstag in Texas. Verteilt wurden unter anderem Buttons wie der rechts abgebildete oder auch beispielsweise einer, auf dem zu lesen stand:

Press 1 for English. Press 2 for Deportation

Tony Awards 2008 - Triumph für das REVIVAL

In der Nacht zum Montag fand in New York die diesjährige Tony-Awards-Verleihung statt. Wer waren die großen Favoriten? Zur Erinnerung eine kleine Auflistung der nominierten Musicals: “In The Heights” (13), “South Pacific” (11), “Sunday in the Park with George” (9), “Passing Strange” (7), “Gypsy” (7), “Xanadu” (4), “Cry-Baby” (4), “Young Frankenstein” (3), “A Catered Affair” (3), “A Little Mermaid” (2), “Grease” (1).

Der große Sieger der diesjährigen Awards im Bereich “Musical” heißt: REVIVAL - oder auch: “South Pacific” & “Gypsy”. Im Wettstreit der eher konservativen Verehrer des sagen wir mal “klassischen Musicals” und der eher modern orientierten Erneuerer hat sich in diesem Jahr das “Klassische” durchgesetzt. Mit insgesamt 7 Tony Awards ist das “South Pacific”-Revival der überragende Gewinner. Das “Gypsy”-Revival konnte 3 Mal punkten, weiters gingen Preise an “In The Heights”, darunter jener für das “Beste Musical”, und “Passing Strange”.

Die ersten Tony Awards wurden im Jahre 1947 verliehen. Die ersten zehn Musicals, die die seit 1949 bestehende Kategorie “Best Musical” für sich entscheiden konnten, waren: “Kiss Me, Kate” (1949), “South Pacific” (1950), “Guys and Dolls” (1951), “The King and I” (1952), “Wonderful Town” (1953), “Kismet” (1954), “Pajama Game” (1955), “Damn Yankees” (1956), “My Fair Lady” (1957) und “The Music Man” (1958). Es ist fraglich, ob man sich in 50+ Jahren an so manches 2008 nominierte Musical überhaupt noch erinnern wird. Vielleicht war auch das ein nicht zu unterschätzender Grund dafür, eine Show wie “South Pacific”, die schon vor 58 Jahren zu den Gewinnern zählte, erneut mit Preisen zu überhäufen.

Ein wenig sollte sich American Theatre Wing, der Gründer der Tony Awards, Gedanken machen, wie man in Zukunft die Preisverleihung auch online besser zugänglich machen könnte. Per Webcast die Verleihung der weniger prestigeträchtigen Awards zu zeigen und dann während der Livesendung im US-Fernsehen eine Thank-You-Cam (die nur sehr wenige Künstler überhaupt nutzten) ins Netz zu senden, ist eine Art Anfang, aber ein doch recht spärlicher.

Wenn ein Musical so viele Awards für sich entscheiden kann wie “South Pacific”, ist die Enttäuschung bei vielen anderen Mitbewerbern meist groß. So sind die Verlierer dieser Tony Awards jene Produktionen, die ganz leer ausgegangen sind: “Sunday in the Park with George” (9 Nominierungen), “Xanadu” (4 Nominierungen), “Cry-Baby” (4 Nominierungen), “Young Frankenstein” (3 Nominierungen), “A Catered Affair” (3 Nominierungen), “The Litttle Mermaid” (2 Nominierungen) und “Grease” (1 Nominierung).

Die vollständige Liste der Gewinner liest sich wie folgt:

Musicals

South Pacific (7)
- Best Revival of a Musical
- Best Direction of a Musical (Bartlett Sher)
- Best Performance by a Leading Actor in a Musical (Paulo Szot)
- Best Lighting Design of a Musical (Donald Holder)
- Best Sound Design of a Musical (Scott Lehrer)
- Best Costume Design of a Musical (Catherine Zuber)
- Best Scenic Design of a Musical (Michael Yeargan)

In The Heights (4)
- Best Musical
- Best Original Score (Lin-Manuel Miranda)
- Best Choreography (Andy Blankenbuehler)
- Best Orchestrations (Alex Lacamoire, Bill Sherman)

Gypsy (3)
- Best Performance by a Leading Actress in a Musical (Patti Lupone)
- Best Performance by a Featured Actor in a Musical (Boyd Gaines)
- Best Performance by a Featured Actress in a Musical (Laura Benanti)

Passing Strange (1)
- Best Book Of A Musical (Stew)

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Sprechstücke

August: Osage County (5)
- Best Play (Tracy Letts)
- Best Direction of a Play (Anna D. Shapiro)
- Best Performance of a Leading Actress in a Play (Deanna Dunagan)
- Best Scenic Design of a Play (Todd Rosenthal)
- Best Performance by a Featured Actress in a Play (Rondi Reed)

The 39 Steps (2)
- Best Lighting Design of a Play (Kevin Adams)
- Best Sound Design of a Play (Mic Pool)

Boeing-Boeing (2)
- Best Revival of a Play
- Best Performance by a Leading Actor in a Play (Mark Rylance)

Les Liaisons Dangereuses (1)
- Best Costume Design of a Play (Katrina Lindsay)

The Seafarer (1)
- Best Performance by a Featured Actor in a Play (Jim Norton)
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Weitere Gewinner
- Best Regional Theatre Award: Chicago Shakespeare Theater
- Special Tony Award: Robert Russell Bennett (1894-1981)
- Special Tony Award for Lifetime Achievement in the Theatre: Stephen Sondheim
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Japan: Videoclips der “Wien Musical”-Konzerte

Ende Mai 2008 gaben Maya Hakvoort, Marjan Shaki, Lukas Perman, Mate Kamaras und Andre Bauer in Osaka einige Konzerte unter dem Motto “Wien Musical”.
Kurze Videoclips der Auftritte im Umeda Arts Theatre bietet die Site umegei.com.

Die Tony-Awards 2008 - Webcast vor der Awards-Show online abrufbar

Radio City Music HallImage via WikipediaHeute Nacht geht in der New Yorker Radio City Music Hall die Verleihungszeremonie der Tony Awards 2008 über die Bühne.

Auf der offiziellen Homepage der Tony Awards wird vor der CBS-Übertragung ein exklusiver Webcast abrufbar sein. Zu sehen:

Our webcast will include the Creative Arts Tony Awards, presented by Hilton Hotels, which honor behind-the-scenes excellence on Broadway. It also covers the Regional Theatre Tony Award (presented by Visa), and a number of competitive categories.

Links:
- The official Website of the American Theatre Wing’s Tony Awards
- MySpace-Site der Tony Awards
- RSS-Feed der Tony-Awards-News
- Videoclips rund um die Tony Awards

Zemanta Pixie

Broadway Podcasts

Masterworks Broadway ist für alle Musicalinteressierten eine gute Adresse. Unter anderem gibt es hier Podcasts zu aktuellen Musicalthemen.

Derzeit zu hören: Interviews mit Darstellern des Erfolgsrevivals “South Pacific”: Kelli O’Hara, Paulo Szot, Matthew Morrison, Danny Burstein, Loretta Ables-Syre, weiters mit dem “South Pacific”-Regisseur Bartlett Sher und dem Musikalischen Leiter Ted Sperling.

Abonnieren kann man die Podcasts via RSS oder iTunes. Auch auf der Site selbst ist eine Abspielfunktion integriert.

Link
Masterworks Broadway

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