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Wiener Urania: Musicalschwerpunkt 2008/09

2008/09 präsentiert die Wiener Urania eine Reihe musicalischer Themenveranstaltungen zu den Lebensbiografien großer Persönlichkeiten aus dem Bereich Musik und Entertainment.

Im Februar 2008 feiert ein Werk Renà© Rumpolds (Sänger in den Sparten Oper, Operette, Musical und Lied sowie Regisseur, Autor und Schauspieler) Wien-Premiere, das den musikalisch-biografischen Weg des Komponisten George Gershwin nachverfolgt. Nach der Uraufführung von “The George Gershwin Story” in Baden bei Wien und vor der englischen Uraufführung in New York und Boston/USA sieht man Renà© Rumpold und Ingrid Habermann wieder - diesmal an der Wiener Urania.

Nach George Gershwin wird im Herbst 2008 ein Werk über Edith Piaf und im Frühling 2009 ein Werk über Marlene Dietrich aufgeführt.

The George Gershwin Story
Wien-Premiere: 14.2.2008, weitere Vorstellungen: 19., 26. und 28.2. und 4.3.2008
Vorstellungsbeginn: 20.00 Uhr / Einlass: 19.30 Uhr

Buch und Regie: Renà© Rumpold
George Gershwin: Renà© Rumpold
Die Frauen in Gershwins Leben: Ingrid Habermann
Musikalischer Leiter: Frizz Fischer
Veranstaltungsort: Wiener Urania - Mittlerer Saal –
Uraniastraße 1 - 1010 Wien

Eintritt: Euro 18,- pro Person Abendkassa / Euro 15,- pro Person im Vorverkauf sowie für Ö1 Club Mitglieder

“Musical! Die Show” präsentiert Werner Mai als Baronin von Waldstätten

Vielleicht muss man es mir erklären, als wäre ich sechs Jahre alt. Kann sein. Also. Im ORF läuft eine Show zum Thema Musical. Die Kandidaten werden von der Jury dieser Show immer wieder dazu ermuntert, die Rollen, die sie mit ihren Liedern transportieren, auch zu spielen. Nun will es der Herr Zufall, oder wer immer dafür verantwortlich ist, dass einer der Kandidaten, Werner Mai, in der nächsten Sendung das Lied “Gold von den Sternen” zu singen hat, aus dem Musical “Mozart!” (ein Lied, das Wolferl singt, wäre ja auch eine zu logische Wahl gewesen, eh kloa). Im Musical singt diesen Song Baronin von Waldstätten. Hm. Ist das eine Umdeutung? War sie eine der ersten Drag Queens der Geschichte und erleben wir mit Werner Mais Interpretation eine wunderbare Neuinterpretation? Fragen über Fragen.

Nazide darf “And I’m telling you” aus “Dreamgirls” singen. Was das Thema Fehlbesetzung betrifft, stellen die Sendungsverantwortlichen damit ohnedies alles in den Schatten. Mehr geht einfach nicht.

Nehmen wir also zur Kenntnis, dass diese Sendung mit Musicals im engeren Sinn nichts zu tun hat. Es ist Starmania mit Musicalsongs, nicht mehr und nicht weniger.

USA/National Board Review: “Sweeney Todd” einer der 10 besten Filme 2007

Alljährlich kürt das National Board Revue die besten Filme des Jahres. Man kann, wenn man möchte, das als ersten Fingerzeig in Richtung Oscars verstehen, interessant ist es allemal. Dieses Jahr findet sich auch eine Musicalverfilmung unter den Top 10 des Jahres: Tim Burtons “Sweeney Todd”. Tim Burton konnte auch die Kategorie “Best Director” mit “Sweeney Todd” für sich entscheiden.

Top Ten Films (In alphabetischer Reihenfolge)
THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD
ATONEMENT
THE BOURNE ULTIMATUM
THE BUCKET LIST
INTO THE WILD
JUNO
THE KITE RUNNER
LARS AND THE REAL GIRL
MICHAEL CLAYTON
SWEENEY TODD

Off-Broadway: Aus für “Frankenstein”

Dracula, Frankenstein, Vampire - irgendwie keine erfolgversprechenden Themen für New York. Das aktuelle “Frankenstein”-Musical (Musik: Mark Baron, Buch und Text: Jeffrey Jackson), das derzeit Off-Broadway im 37 Arts Theatre läuft, ist fast schon Geschichte. Heute, am 9. Dezember 2007, geht bereits die letzte Vorstellung über die Bühne. Insgesamt wird die Produktion auf 25 Previews und 70 reguläre Aufführungen kommen.

Eine Cast-CD soll in den kommenden Wochen produziert werden, immerhin hat man eine recht attraktive Cast mit Hunter Foster als Victor Frankenstein, Christiane Noll als Elizabeth und Steve Blanchard als The Creature sowie Jim Stanek als Henry und Mandy Bruno als Justine. Das Ensemble: Becky Barta, Nick Cartell, Casey Erin Clark, Struan Erlenborn, Eric Michael Gillett, Leslie Henstock, Patrick Mellen und Aaron Serotsky. Eine US-Tour wird von den Produzenten in Erwägung gezogen.

Musical! Die Show - Folge 3

Geld an sich ist keine Motivation. Geld ist abstrakt. Niemand erbringt Höchstleistungen, um Geld zu erhalten. Das merkt man der Sendung “Musical! Die Show” an. 50.000 Euro bekommt der Sieger. Super. Fragt man die Leute, was sie mit dem Geld machen würden, ist eine der Standardantworten: “Weiß nicht” oder “Mal sehen” oder “Vielleicht auf eine Musicalschule in Deutschland gehen”.

Genau so “klingt” dann auch die Show. Die dritte Folge war uninspiriert, sowohl, was die Performances der Kandidaten, als auch die musikalische Aufbereitung der Songs betrifft. Wildhorns “This is the moment” aus “Jekyll & Hyde” zimmerte man zu einem musikalischen Torso, bewusst ignorierend, dass der Song nichts anderes macht, als auf einen Höhepunkt hinzusteuern. Das wäre das Ziel gewesen, ein sehr konkretes.

Das Finale von “This is the moment” einfach zu kappen, ist andererseits bezeichnend für eine Sendung, in der man einen jungen Sänger, nennen wir ihn Vincent, als Traumtänzer in der Figur des Phantoms der Oper durch die Szenerie tapsen lässt. Das war mehr ein Raoul-Crossover als ein Phantom, da war nichts, aber auch gar nichts von dem da, was diese Rolle definiert, bis auf die Maske.

Hauptsache die Requisitenabteilung ist ausgelastet. Man hat sogar eigens die Songcontest-Abteilung angezapft und für Nazide den berühmt-berüchtigten Ventilator angeworfen. Kein Wunder, dass ihre “Totale Finsternis” dann wie Schlager für Angeschlagene geklungen hat.

Das waren die schlechten Aufritte, der Rest war dann wirklich ganz schlecht, wobei da nur einige der Teilnehmer tatsächlich etwas dafür konnten und es immer wieder interessant ist, wie unterschiedlich die Jury ihre Wertungen handhabt. Es gibt tatsächlich Teilnehmer, die rein vom Gesang her jeden Song in den Sand setzen dürfen und trotzdem von Sendung zu Sendung mehr Lob einsacken, mit dem Argument, dass das Schauspiel ja so toll war.

Andere bekommen Tanznummern, obwohl sie in der Realität nie für solche Rollen vorsingen würden, sie werden gelobt, weil sie sich das “getraut” haben. Leute, die tatsächlich Charisma haben, eine Ausnahmestimme und Potential, landen in dem, was man in den USA bei American Idol “bottom 2″ nennen würde.

Allerliebst die Erklärung von Alice für ihr Ausscheiden. Sie meinte, sinngemäß, das unbekannteste Lied bekommen zu haben - wir reden von “Mackie Messer” aus der Dreigroschenoper. Wow, das ist tatsächlich kreativ. Der wahre Grund liegt meiner Meinung ganz woanders. Die Verantwortlichen für die Arrangements wollten sich wieder mal in der Kunst des Grenzwertigen üben und verpassten der Nummer einen Swing-Rhythmus. Nun ist “Mackie Messer” nicht gerade die einfachste Nummer, und es wäre für Alice schon schwer genug gewesen, sie halbwegs gut über die Bühne zu bekommen. Dann aber das Ganze auch noch zusätzlich als Swing interpretieren zu müssen, ist einfach lächerlich. Wie lautet schnell noch das Motto der Show? Im Übrigen ist auch die Auswahl des Stücks grenzwertig, denn die Dreigroschenoper ist nunmal ein Theaterstück mit Musik, wogegen ja nichts einzuwenden ist, aber gibt es nicht genug “reine” Musicals?

50. Grammy Awards 2008 - die Nominierungen aus “Musical”sicht

Am 10. Februar 2008 werden zum insgesamt 50. Mal die Grammys verliehen. Aus allen Tonaufnahmen, die vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 erschienen sind, kürt die National Academy of Recording Arts and Sciences in über 100 Kategorien Sieger. Am Freitag wurden die Nominierungen bekanntgegeben. Aus “Musical”sicht sind davon relevant:

Best Musical Show Album
* A Chorus Line
David Caddick, producer (Marvin Hamlisch, composer; Edward Kleban, lyricist); (2006 New Cast Recording With Various Artists); [Masterworks Broadway]
* Company
Tommy Krasker, producer (Stephen Sondheim, composer/lyricist); (2006 Cast Recording With Raàºl Esparza & Others); [Nonesuch Records/PS Classics];
* Grey Gardens
Steven Epstein, producer (Scott Frankel, composer; Michael Korie, lyricist); (Original Broadway Cast With Christine Ebersole, Mary Louise Wilson & Others); [PS Classics]
* Spring Awakening
Duncan Sheik, producer; Duncan Sheik, composer; Steven Sater, lyricist (Original Broadway Cast With Jonathan Groff, Lea Michele & Others); [Decca Broadway]
* West Side Story
Nick Patrick, producer (Leonard Bernstein, composer; Stephen Sondheim, lyricist); (Vittorio Grigolo, Hayley Westenra, Connie Fisher & Others); [Decca Broadway]

Best Compilation Soundtrack Album For Motion Picture, Television Or Other Visual Media
* Across The Universe
Various Artists; [Interscope Records]
* Dreamgirls
Various Artists; [Music World Music/Sony Urban Music/Columbia/Sony Music Soundtrax]
* Hairspray
Various Artists; [New Line Records]
* Love
(The Beatles); [Apple Records/Capitol Records]
* Once
Glen Hansard & Marketa Irglova; [Canvasback/Columbia/Sony Music Soundtrax]

Best Song Written For Motion Picture, Television Or Other Visual Media
* Falling Slowly (From Once)
Glen Hansard & Marketa Irglova, songwriters (Glen Hansard & Marketa Irglova); Track from: Once; [Canvasback/Columbia/Sony Music Soundtrax; Publisher: Copyright Control]
* Guaranteed (From Into The Wild)
Eddie Vedder, songwriter (Eddie Vedder); Track from: Into The Wild; [J Records; Publisher: Monkey Wrench]
* Love You I Do (From Dreamgirls)
Siedah Garrett & Henry Krieger, songwriters (Jennifer Hudson); Track from: Dreamgirls; [Music World Music/Sony Urban Music/Columbia/Sony Music Soundtrax; Publishers: Miroku Music/Williamson Music/Black Chick Music Publishing, SKG Songs]
* The Song Of The Heart (From Happy Feet)
Prince Rogers Nelson, songwriter (Prince); Track from: Happy Feet; [Warner Sunset/Atlantic; Publishers: Controversy Music/Universal Music Corp.]
* You Know My Name (From Casino Royale)
David Arnold & Chris Cornell, songwriters (Chris Cornell); Track from: Carry On; [Suretone/Interscope Records; Publishers: Disappearing One/EMI April Music/UA Music/New Columbia Pictures Music, Thrust/Magnum Music/Bucks Music/United Lion Music/Colpix Music]

Traditional Pop Vocal Album
* Call Me Irresponsible - Michael Bublà©; [143 Records/Reprise]
* Cool Yule - Bette Midler; [Columbia]
* Trav’lin’ Light - Queen Latifah; [Verve]
* Live In Concert 2006 - Barbra Streisand; [Columbia]
* James Taylor At Christmas - James Taylor; [Columbia]
* Cool Yule - Bette Midler ; [Columbia]

Weiters erwähnenswert: In der Kategorie “Best Pop Intrumental Performance” nominiert: Dave Koz mit “Over the Rainbow” aus seiner CD “At The Movies” [Capitol Records]; in der Kategorie “Best Jazz Vocal Album” hat Patti Austin mit ihrer CD “Avant Gershwin” [Rendezvous Entertainment] Chancen auf den Sieg.

Volksoper: Probenbeginn für “My Fair Lady”

Katharina Straßer; Foto: Volksoper

Unmittelbar nach der Nestroy-Verleihung 2007, bei der Katharina Straßer den Preis in der Kategorie »Bester Nachwuchs« erhielt, haben die Proben für die Neueinstudierung von »My Fair Lady« an der Volksoper Wien begonnen.

H. Föttinger, K. Strasser, P. Matić; Foto: Volksoper

Katharina Straßer spielt Eliza. An ihrer Seite debütieren Josefstadtdirektor Herbert Föttinger als grantelnder Higgins, Burgstar Peter Matic als dessen Freund Oberst Pickering, Louise Martini als Mrs. Higgins und Musicalstar Lukas Perman als Freddy. Volksoperndirektor Robert Meyer gibt Elizas Vater, den Müllkutscher Alfred P. Doolittle. Robert Herzl leitet die Neueinstudierung szenisch, die musikalische Neueinstudierung besorgt David Levi.

Robert Meyer, Katharina Straßer; Foto: Volksoper

My Fair Lady
1. Vorstellung nach der Neueinstudierung 3. April 2008
Weitere Vorstellungen am 5., 9., 11., 17., 20., 28., 30. April 2008, 1., 3., 11., 12. Mai 2008

Der Reigen, oder so … Ein Musical

Der Reigen, oder so: Foto: Martin Bruny

Ein Musical nach Arthur Schnitzlers “Reigen” zeigte der aktuelle Abschlussjahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität Wien am 6. Dezember im Leonie-Rysanek-Saal des Konservatoriums.

Der Reigen, oder so: Foto: Martin Bruny

Rainer Bräuer, Dea Andrea Frohn, Donja Daniela Golpashin, Elisabeth Heller, Peter Kratochvil und Richard Schmetterer sangen Lieder aus “Chicago”, “Songs for a New World”, “The Act”, “Parade”, “Gigi”, “Spring Awakening” und “Sweet Charity” sowie “El Tango De Roxanne” (”Moulin Rouge”), “Wenn du lachst” (Juli), “I’m still standing” (Elton John & Bernie Taupin), “Swing” (Louis Prima), “That Smile” (”It’s only Life” - John Bucchino), “Don’t let the sun go down on me (Elton John & Bernie Taupin) und spielten sechs Szenen aus dem “Reigen”. Von einer Nummernrevue zu sprechen wäre in diesem Fall nicht angebracht, vielmehr handelt es sich um ein klug durchdachtes und konzipiertes Stück Musiktheater. Mehr dazu in der Februar/März 2008-Ausgabe von “musicals”.

Der Reigen, oder so: Foto: Martin Bruny

Die weiteren Vorstellungstermine: 7. Dezember, 10. Dezember und 11. Dezember. Alle Shows sind bereits ausverkauft, es gibt allerdings Restkarten 15 Minuten vor jeder Vorstellung.

Der Reigen, oder so: Foto: Martin Bruny

Leading Team
Regie: Erhard Pauer
Musikalische Leitung: Lior Kretzer
Raum: Erhard Pauer, Ernst Wilfinger
Kostüm: Mimi Zuzanek
Choreografie: Marcus Tesch
Lichtdesign: Barbara Dulcinea Jan
Technische Leitung: Werner Eichelberger
Technische Koordination: Ernst Wilfinger
Bühnenmeister: Harald Lindermann
Ton: Martin Laumann, Michael Schmidt, Hannes Motal
Bühnenbild: Stefan Michaelfeit
Produktionsleitung- und Assistenz: Michaela Riedl-Schlosser
Inspizienz: Doris Richter

Musik
Vienna C@lling Muppets Band Reloaded:
Lior Kretzer, Manuel Brunner, Alfred Kern, Gerfried Krainer
Der Reigen, oder so: Foto: Martin Bruny

Musical! Die Farce

Mit Verlaub: Die ORF-Show “Musical! Die Show” entwickelt sich zur Farce. Angesichts der Songzuteilungen für die nächste Ausgabe, Folge Nummer 3, macht es fast keinen Sinn mehr, darüber zu berichten.

Vincent Bueno soll “The Music of the Night” aus “The Phantom of the Opera” singen, Werner Mai “This is the moment” aus “Jekyll & Hyde”.

Mehr ist dazu auch nicht zu sagen, damit hat sich diese Sendung aus dem Reigen auch nur halbwegs ernstzunehmender Musicalsendungen definitiv verabschiedet. Die Kandidaten sind nicht nur altersmäßig Dimensionen von diesen Rollen entfernt, zumindest bei Vincent Bueno kann ich mir nur schwer vorstellen, dass er je auch nur in Erwägung ziehen würde, zu einem Casting für “The Phantom of the Opera” zu gehen. Und wie zum Geier kann man einen 18-Jährigen “This is the moment” zum Singen geben?

Noch ein kleiner Tipp: Es wäre doch ganz nett, wenn man die Musicals und die Lieder daraus auf der Website des ORF auch korrekt bezeichnen würde. Es heißt “The Phantom of the Opera” oder “Das Phantom der Oper” und nicht “Phantom der Oper” und es heißt “The Music of the Night” bzw. “Die Musik der Nacht”, und nicht “Musik der Nacht”.

Blog der Woche

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nicht zu verwechseln mit

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