Martin Bruny am Montag, den
26. März 2007 um 14:33 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps

Vom 25. September bis 28. September sowie im November 2007 zeigt das Performing Center Austria die österreichische Erstaufführung der amerikanischen Hitshow “High School Musical” in der Wiener Stadthalle (Halle F).
Ermöglicht wird diese Produktion durch eine Kooperation der Musicalschule mit der Wien-Holding, dem größten heimischen Veranstalter.
Leading Team:
Hannes Muik: Regie
Werner Sobotka: Regie
Michael Schnack: Musikalischer Leiter
Sabine Arthold: Choreographie
Ramesh Nair: Choreographie
Alexander Tinodi: Produzent
Ernst Hoffmann: Künstlerischer Leiter, Stadthalle
Die nächsten Auditions des Performing Center Austria finden vom 31. März bis 2. April 2007 statt. [Story] [Showseite des Performing Center Austria]
Martin Bruny am Sonntag, den
25. März 2007 um 18:56 · gespeichert in West End, Musical, Castingshows
Lange hat es nicht gedauert. Connie Fisher (23), die 2006 die Rolle der “Maria” in der aktuellen West-End-Produktion von “The Sound Of Music” im Rahmen einer TV-Castingshow “gewonnen” hat, war nach 98 Vorstellungen k. o.
Acht Vorstellungen die Woche, Autogrammstunden bei jedem Wetter, das hält ein Castingstar eben nicht durch.
Andrew Lloyd Webber, ganz aufgehend in seinem Bestreben, das TV-Format zu retten, nimmt alle Schuld auf sich:
“Connie did an injury to her throat muscle because she got a cold and she tried to sing through a cold. She did 98 performances and was determined to do eight performances a week and should have done the six performances we originally announced. And she was signing autographs for 400 people in the cold. You have to protect them. The public think they own her now. Connie feels a responsibility to be the people’s Maria.”
Nach zwei Wochen Erholungspause ist Fisher nun wieder auf der Bühne, ihre Auftritte hat sie auf sechs pro Woche reduziert. Mittlerweile sucht Sir Andrew fleißig weiter: Es gilt, ein paar neue Josephs zu finden. [Story]
Martin Bruny am Samstag, den
24. März 2007 um 01:03 · gespeichert in Wien, Event-Tipps

Am 7. Januar 1991 feierte das Musical “Ein Käfig voller Narren” (”La Cage Aux Folles”) in der Wiener Volksoper Premiere. Am 14. April 2007 startet die Volksoper mit der insgesamt 175. Vorstellung in eine neue Aufführungsserie dieses Hits. Als Albin/Zaza auf der Bühne: Karlheinz Hackl. Er wird in dieser 175. Vorstellung zum 170. Mal die Hauptrolle verkörpern.
Wer Musicals auch nur im weitesten Sinne mag und die Volksopernproduktion mit Hackl noch nicht gesehen hat: Nichts wie hin. Erfahrungsgemäß sind Musicals an der Volksoper schneller ausverkauft als die warmen Semmeln beim Bäcker.
Folgende Termine stehen zur Auswahl: 21., 23., 28., 29. April; 4., 12., 17. (18 h), 22., 23. Mai 2007 * mit Karlheinz Hackl als Albin/Zaza 27., 28., 30., 31. Mai; 10. Juni (16.30 h) 2007 * mit Erwin Windegger.
Kreativteam:
Musikalische Leitung: Michael Tomaschek
Inszenierung: Heinz Ehrenfreud, Dennis Callahan, David Scala
Cast:
Karlheinz Hackl / Erwin Windegger (Albin/Zaza)
Kurt Schreibmayer (Georges)
Guggi Löwinger (Jacqueline)
Sascha Oskar Weis (Jean Michel)
Johanna Arrouas (Anne)
Sigrid Martikke (Marie Dindon)
Klaus Ofczarek (Edouard Dindon)
Handlung:
Schon seit Jahrzehnten betreibt Georges den Club “La Cage aux Folles” in St. Tropez. Gefeierter Star der glitzernden Travestie-Show ist Albin alias Zaza, die “Frau” an Georges Seite. Eines Tages kündigt sich Besuch an: Jean-Michel, Georges Sohn aus seinem früheren Leben. Er hat das Mädchen seiner Träume gefunden. Die Sache hat nur einen Haken: Der Vater der Verlobten ist als Politiker ein erzkonservativer Sittenwächter und möchte die Familie des zukünftigen Schwiegersohnes kennen lernen. Wo soll George nur so schnell eine Mutter für den Sohn hernehmen? Albin/Zaza bietet hilfreich seine Dienste an …
Karten:
Preis: € 22,* bis € 66,*; 75% Ermäßigung für Kinder
Kartenbestellung: +43/1/513 1 513, Information: +43/1/514 44-3670 www.volksoper.at , tickets@volksoper.at
Martin Bruny am Freitag, den
23. März 2007 um 01:53 · gespeichert in Literatur
Im April 2007 bringt Random House ein 4-CD-Hörbuch von Vicki Baums Roman “Die goldenen Schuhe”, gelesen von Marjan Shaki, auf den Markt.
Das CD-Set erscheint in der Serie “WOMAN Voices Edition”, die bereits einige der bekanntesten Schauspielerinnen der Gegenwart wie etwa Senta Berger, Christiane Hörbiger, Erika Pluhar oder Andrea Eckert als Vorleserinnen zu bieten hat.
Die österreichische Autorin Vicki Baum (1888-1960) schrieb neben ihrem mehrfach verfilmten Welterfolg “Menschen im Hotel” 30 weitere Bestseller, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden. Sie war die erfolgreichste deutschsprachige Autorin des 20. Jahrhunderts.
“Die goldenen Schuhe”, erschienen 1959 bei Kiepenheuer & Witsch in Köln, handelt von der Tänzerin Katja Milenkaja, die mit 45 auf dem Gipfel ihrer Karriere als Primaballerina steht und es recht schwer hat, Beruf und Ehe unter einen Hut zu bringen.
[ISBN: 978-3-86604-518-7; € 9,95 [D] / SFr 19,10]
Martin Bruny am Montag, den
19. März 2007 um 13:32 · gespeichert in Musical, Tonträger
Wie Wolfgang Adenberg auf seiner Homepage schreibt, wird Maury Yestons Liederzyklus «December Songsâ€, der auf Schuberts Winterreise basiert, in deutscher Sprache auf CD erscheinen. Adenberg hat die Songs ins Deutsche übertragen und konnte Pia Douwes als Interpretin gewinnen. Produziert wurde die CD in Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk.
Am Mittwoch, dem 18. 4. 2007 um 20:00 Uhr werden Pia Douwes und Marina Komissartchik (Klavier) die CD im großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken vorstellen und die Dezemberlieder live vortragen. Ab da wird auch die CD erhältlich sein.
Karten können ab sofort telefonisch gebucht werden unter 0681/93 69 90 oder im Internet auf www.proticket.de [Story]
Martin Bruny am Sonntag, den
18. März 2007 um 13:54 · gespeichert in Fotos, Rezensionen, Theater, 2007

Alain Boublils und Claude-Michel Schönbergs “Les Misà©rables” hat sich in den letzten Jahren zu einem Musical entwickelt, das auf praktisch jeder Bühne gespielt wird. 2007 gibt es eine wahre Unzahl an Produktionen im deutschsprachigen Raum. Wenn dieser Trend anhält, wird bald jede mittlere Bühne “Les Mis” im Repertoire haben. Am 17. Februar 2007 war Baden dran: Das Stadttheater brachte seine Premiere von “Les Misà©rables” an den Start.
Die Bühne des Stadttheaters ist eigentlich zu klein für “Les Mis”, es ist praktisch unmöglich, alle Darsteller von der Bühne aus agieren zu lassen, also hat man den “Chor” kurzerhand in die linke und rechte Balkonloge gepackt. Das ist eine Lösung, mit der man das Platzproblem in den Griff bekommt, die aber aus dem “Chor” tatsächlich so etwas wie einen (statischen) Chor macht, und das wiederum ist für den Flow der Inszenierung (Robert Herzl) nicht gerade förderlich. Eine weitere Lösung ist, das Prinzip der Guckkastenbühne aufzuknacken. Und so durchbrechen Darsteller alle paar Minuten die imaginäre vierte Wand, um durch den Zuschauerraum auf- und abzutreten, mal von links, mal nach rechts, mal von der Mitte. Eine Art Catwalk um den Orchestergraben sorgt zusätzlich für eine recht intime Nähe von Zuschauern und Darstellern. Nicht, dass das keine interessante Lösung wäre, aber durch die grelle Beleuchtung dieses Catwalks ist in den ersten Reihen dann doch recht viel an Ablenkung im Raum.
Bühnenerweiternde Elemente also sind es, die massiv eingesetzt werden und das Platzproblem lösen, aber selbst wieder eigene Probleme schaffen. Die intime Nähe führt ab und zu zu lustigen Beobachtungen. So hat sich eine Besucherin in der ersten Reihe während einer dieser Catwalk-Szenen mit ihrem Programmheft davor geschützt, mit eventuellen Flüssigkeiten des einen oder anderen Darstellers in Berührung zu kommen. Auf sowas muss man mal kommen.
Eines der Hauptprobleme jeder Aufführung in Baden ist das Nebeneinander von Profis und Laien. Nichts gegen Statisten auf der Bühne, aber auch dafür bedarf es einer gewissen Begabung. Eine brauchbare Stimme zu haben, aber sonst absolut nicht im Sinne eines Bühnenstücks agieren zu können, ist zu wenig. Man stelle einen unbegabten Statisten neben einen Profi, und die Szene verkommt zum Laienschauspiel, egal wie gut der Profi ist. Und genau das ist das Problem von “Les Mis” in Baden. Ja, es sind viele Rollen zu besetzen, und ja, mag sein, dass man da auf Statisten zurückgreifen muss, aber JA, sie müssen auch schauspielerisch etwas draufhaben, gerade bei “Les Mis”. Und das ist leider bei einem Großteil des Chors des Stadtheaters Baden nicht der Fall. So werden Szenen manchmal zur Lachnummer, so gehen emotionale Momente völlig unter und man wundert sich nur die ganze Zeit, wieso so viele Leute mit so ausdrucksfreier Mimik und Gestik auf der Bühne herumtrotten.
Lustig geht es im Orchestergraben zu, wenn man vom Schlagwerker und dem Mann am Xylophon auf den Rest schließen darf. Der Mann am Schlagzeug ist eine wahre Entertainmentmaschine. Keinen Moment scheint er auf sein Spiel fokussiert, ständig ist er damit beschäftigt, die Arbeit seiner Kollegen mit missbilligenden oder ermunternden Kopf-, Gesichtsmuskel- und sonstigen Bewegungen zu kommentieren. Dann
wieder lobt er den jungen Mann am Xylophon, scherzt mit ihm, lacht pausenlos, zuckt vor sich hin, kurz und gut: So kann man eigentlich kein perfekt musizierendes Orchester erwarten, wenn Leute dermaßen dauerabgelenkt agieren. Dementsprechend ist das auch so eine Sache, das mit den Noten und dem Orchester, ein klein wenig wie Hase und Igel. Man bemüht sich, zwar, alle Noten einzufangen, aber, naja, Schwamm drüber. Weit ärger ist das, sagen wir eigenwillige, Tempo, das von der Musikmaschinerie vorgelegt wird und die gesamte Aufführung in fast zeitrafferartige Momente zwingt.

Eine der größten Schwächen dieser Produktion ist die Rollengestaltung und -umdeutung des “Marius”. Mit Zoltà¡n Tombor hat man an sich leider einen etwas blass agierenden Darsteller engagiert, der in keinem Moment vermittelt, dass seine Rolle nicht gerade die unbedeutendste in diesem Musical ist. Das wahre Problem ist jedoch die Art und Weise, wie die Szene von Marius und Eponine auf der Barrikade umgedeutet wird. Als Eponine schwer verletzt zu Marius kommt, verzieht er angeekelt sein Gesicht und zuckt zurück, um nur ja kein Blut abzubekommen. Eponine stürzt zu Boden und stirbt, ohne dass Marius ihr zu Hilfe kommt. Das ist doch eine massive Rollenumdeutung, die man sich hätte sparen können. Sparen hätte man sich auch die diversen Änderungen und Streichungen können. Gestrichen unter anderem die komplette Hochzeitsszene, die Reprise von “Trink mit mir”, gestrichen weiters einzelne Zeilen … alle Textänderungen aufzuzählen würde keinen Sinn machen, genausowenig wie die Textänderungen selbst.

Mit Katrin Fuchs als Cosette verhält es sich so wie zwischen den Laien und den Profis auf der Bühne: die Homogenität fehlt. Katrin Fuchs hat so etwas von keiner Musicalstimme, dass man sich fragt, wie man auch nur auf die Idee kommen kann, sie für die Rolle der Cosette zu casten. Fuchs singt normalerweise Opern- und Operettenpartien, eine Fehlbesetzung, nicht mehr, nicht weniger.
Claudia Rohnefeld ist eine wunderbare Schauspielerin und Musicaldarstellerin, allein, sie ist kein kleiner Bub, die Rolle des Gavroche läuft also ebenso unter dem Titel Fehlbesetzung. Es gibt keine akzeptable Begründung dafür, Gavroche mit einer Frau zu besetzen.

Darius Merstein-MacLeod ist ein Valjean, der einen glaubwürdigen Alterungsprozess zu gestalten weiß. Das ist schon mal viel wert. Ich persönlich habe mit Merstein das Problem, dass bei Liedern mit vielen “L” seine Interpretationen für mich in den Schlagerbereich zu driften drohen, aber vielleicht hab ich ein latentes Karel-Gott-Syndrom, das bekanntlich als unheilbar einzustufen ist. Merstein ist jedoch zweifellos ein guter Valjean, auch wenn es ihm nur selten gelingt, zu berühren.
Chris Murrays Performance ist ganz und gar von Overacting geprägt. Wenn man von der Bühne weiter entfernt sitzt, mag das nicht sonderlich stören, sitzt man näher am Geschehen, ist die Mimik Murrays nicht weit von der Groteske entfernt. Stimmlich überzeugt er.
Wunderbar Patricia Nessy als Fantine, Johanna Arrouas als Eponine und Aris Sas als Enjolras. Vor allem Sas beweist, wie man mit Bühnenausstrahlung, glänzender Stimmtechnik und Schauspielkunst aus einer Rolle das Maximum herausholen kann.
Die Thà©nardiers (Franziska Stanner und Helmut Wallner) bleiben leider unterdurchschittlich. Sie schaffen es nicht, die volle Bandbreite an Ausgelassenheit, Frechheit, Vulgarität, Bosheit und was noch alles in diesen Glanzrollen steckt, auszuspielen. Schade drum.
Das Bühnenbild (Manfred Waba) ist eine Art Labyrinth aus Stiegen, kastenartigen Räumen, alles recht eng verschachtelt, aber mit ein wenig Phantasie dann doch als zweckmäßige Kulisse wahrnehmbar, die durch Projektionen recht interessant an die jeweiligen Szenen angepasst wird. Der Einsatz von Leinwänden, die ebenfalls mit Projektionen zu Kulissen werden, macht dieses Element zu einem bühnentauglichen Konstrukt. Bühnenumbauten gibt es keine. Das “Konstrukt” wird durch Projektionen, Leinwände etc. jeweils angepasst.
Passabel der Sound, auch wenn im hinteren Bereich des Theaters der Sound den Ticketpreisen maßgeschneidert angepasst erscheint.
Fazit: Musical in Baden ist ein Erlebnis, das man in den ersten Reihen des Theaters mit allen Sinnen genießen kann. Die Begeisterungsfähigkeit aller Mitwirkenden darf nicht unterschätzt werden, auch wenn man manchmal auf und unter der Bühne nichts davon mitbekommt. “Les Mis” auf die Bühne zu bekommen und die gesamte Laufzeit Wochen im Voraus auszuverkaufen, das ist eine Leistung, zu der man dem Team in Baden nur gratulieren kann.
Les Misà©rables - Ein Musical von Alain Boublil und Claude Michel Schönberg. Nach einem Roman von Victor Hugo.
Kreativteam:
Musik: Claude-Michel Schönberg / Buch: Alain Boublil, Jean-Marc Natel / Gesangstexte: Herbert Kretzmer / Deutsche Übersetzung: Heinz-Rudolf Kunze / Zusätzliches Material: James Fenton / Orchestrierungen: John Cameron
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik / Inszenierung: Robert Herzl / Ausstattung: Manfred Waba / Choreographie: Rosita Steinhauser / Choreinstudierung: Oliver Ostermann / Regieassistenz: Christa Ertl / Inspizienz: Denise Kaller / Technische Leitung: Ewald Baliko / Bühnenmeister: Franz Habres / Beleuchtung: Johann Quarda, Florian Neuber / Ton: Christoph Streicher / Sounddesign: Martin Mayer / Tonassistenz: Cornelia Ertl
Cast:
Johanna Arrouas (Eponine) / Katrin Fuchs (Cosette) / Darius Merstein-MacLeod (Valjean) / Chris Murray (Javert) / Patricia Nessy (Fantine) / Claudia Rohnefeld (Gavroche) / Aris Sas (Enjolras) / Zoltà¡n Tombor (Marius)
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Margarete Aron (Frau) / Beppo Binder (Bamatabois, Lesgles) / Elisabeth Drach (Kleine Cosette) / Mario Fancovic (Claquesous) / Franz Födinger (Seemann, Babet, Major Domus) / Zuzana Gyürky (Junge Hure) / Robert Herzl (Bauer, Joly) / Josef Kirschner (Wirt) / Galina Klingenberger (Wirtin) / Christina Köppl (Junge Hure) / Gabriele Marett (Frau) / Thomas Nestler (Brujon) / Artur Ortens (Vorarbeiter, Zuhälter, Combeferre) / Anna-Sophie Prosquill (Kleine Eponine) / Bettina Reifschneider (Alte Frau, Alte Bettlerin) / Walter Schwab (Polizist, Arbeiter, Seemann, Montparnasse) / Dietmar Seidner (Zuhälter, Courfeyrac) / Therese Spiegel (Kleine Eponine) / Franziska Stanner (Madame Thà©nardier) / Anghelusa Stoica (Hure) / Max Volt (Bischof, Jean Prouvaire) / Dessislava Valeva-Philipova (Fabrikmädchen, Hure, Madeleine) / Helmut Wallner (Monsieur Thà©nardier) / Stephan Wapenhans (Knecht, Arbeiter, Seemann, Grantaire) / Elisabeth Zeiler (Kleine Cosette) / Monika Zirngast (Hure) / Christian Zmek (Fauchelevant, Polizist, Feuilly)
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Sträflingskolonne, die Armen, Farbrikarbeiterinnen, Polizisten, Schaulustige, Huren und Hochzeitsgäste: Chor und Ballett des Stadttheaters
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Es spielt das Badener Städtische Orchester
Weitere Fotos bei Flickr
Martin Bruny am Freitag, den
16. März 2007 um 13:55 · gespeichert in Netz, Musical
MusicalRadio war gestern, MusicalTV ist heute, könnte man meinen. In Zeiten von YouTube prinzipiell sowieso kein Problem. Zeitlich umfangreichere Formate in besserer technischer Qualität brauchen ein etwas anderes Umfeld. Beispielsweise youmee.tv. Dieser Online-Sender bietet derzeit die erste Internet-TV-Musicalsendung des Magazins “Blickpunkt Musical” an.
Dennis Durant führt durchs rund dreißigminütige Programm, das aus drei Modulen besteht: ein Interview mit Thomas Borchert, Werbeclips für “Best of Musical” und ein News-Teil.
Borchert outet sich als Hamburger, der zwar ganz gern mal in Wien gelebt hat, aber eigentlich Wien als “keine Stadt zum Leben” definiert. Auch Berlin hat da keine Chancen, denn “entweder ist man Berliner oder Hamburger”, und Borchert ist nun mal eben Hamburger. Neuigkeiten hat Borchert ab 17. August showmäßig auf Lager, da startet er in Graz sein neues Soloprogramm “Musical swings”, in dem er bekannten Musicalsongs ein Big-Band-Swing-Mäntelchen überziehen will. Auch das “Phantom der Oper” swingt, so Borchert. Mit “Musical swings” will der Sänger dann auch ab Herbst auf Tour gehen.
Martin Bruny am Samstag, den
10. März 2007 um 14:54 · gespeichert in Musical
Auf ihrem Totenbett übergibt die alte Kammerzofe Christines einem Notar einen verschlossenen Brief. Er soll ihn in New York Erik Muhlheim persönlich übergeben. Erik lebt zurückgezogen als schwerreicher Mann in Manhattan. Kaum jemand hat ihn je gesehen, denn sein Gesicht ist entstellt. Sein Vermögen hat er in den Neubau eines pompösen Opernhauses gesteckt und wen wundert, dass er alles daran setzt, dass die berühmte Sopranistin Christine die Hauptrolle bei der Einweihung singt. Sobald sie mit ihrem Sohn in New York ankommt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. [Quelle]
So oder so ähnlich könnte die Story kurzgefasst lauten - die Story der Fortsetzung von Andrew Lloyd Webbers Musical “The Phantom of the Opera”. Nicht, dass das an sich etwas Neues wäre, die tatsächliche Neuigkeit ist, dass man es von Sir Andrew in seinem Video Blog erstmals sozusagen ganz persönlich erfährt:
“I am 60 floors up in my apartment in New York, having made a decision today that I will do the Phantom of the Opera sequel. I have met with a couple of people today that persuaded me to do it, who I will not reveal … (it’s a) very exciting day for me. I’m going to Los Angeles tonight and then I’m back for my son’s wedding on Saturday, but more of the Phantom sequel anon … it’s going to be very exciting, and I can reveal it will be set in New York.” [Story]
Martin Bruny am Samstag, den
10. März 2007 um 14:53 · gespeichert in Skurriles
Der 10. März 2007 wird wohl als jener Tag in die Geschichte eingehen, an dem der Wiener Staatsoperndirektor Ioan Holender den wahren Grund für die Theatermisere unseres Landes via “Österreich” aufgedeckt hat. Des Rätsels Lösung lautet:
“Politiker, Journalisten oder vermeintliche Promis pilgern zu Premieren und beanspruchen Freikarten. Die Folge: Gut besuchte Theater gehen bankrott. Karteneinnahmen sind aber wichtig für den Erhalt.”
Nein, nein, diese Sätze, die eigentlich so sinnvoll sind wie: “Morgen ist Sonntag, übermorgen ist Montag, es ist aber wichtig, dass jeden Tag die Sonne aufgeht”, diese Sätze also sind nicht aus irgendeinem Zusammenhang gerissen. Sie stehen genau so in der wunderbaren Tageszeitung “Österreich” vom 10. März 2007 auf Seite 21. Holender darf da täglich über Gott und die Welt plaudern und hat wohl keinen Endredakteur exklusiv zur Verfügung gestellt bekommen, der auch etwas Zusammenhang aus dem Zeichenkonvolut zu kitzeln imstande ist.
Was also wäre die Lösung? Premieren gehen ohne Journalisten, Politiker und “vermeintliche Promis” über die Bühne. Na, das passiert ohnedies recht oft. Allzu viele Politiker verirren sich nicht wirklich oft ins Theater. Journalisten würden sicher auch Events finden, die eine gewisse Berichterstattung zu schätzen wissen und die “vermeintlichen Promis”, die haben auch so genug Partys mit Gratisbuffet. Wenn DANN “gut besuchte Theater” nicht bankrott gehen, na das wär es doch wert.
Nur, wieso gehen eigentlich gut besuchte Theater bankrott? Ein einziger Premierenabend reicht dafür schon? Okay, wenn wir vom Theater an der Wien sprechen, dann vielleicht, denn da geht der Vorhang nur ein paar Mal pro Jahr auf, aber sonst?
Aber es ist ein so schönes Zitat, das muss man gleich noch einmal bringen:
“Politiker, Journalisten oder vermeintliche Promis pilgern zu Premieren und beanspruchen Freikarten. Die Folge: Gut besuchte Theater gehen bankrott. Karteneinnahmen sind aber wichtig für den Erhalt.”
Ja, die Theater haben es nicht leicht, immer diese Schmarotzer.
Martin Bruny am Freitag, den
9. März 2007 um 10:27 · gespeichert in Rezensionen, Bücher, 2007
Es ist das klassische Geschenkbuch für jeden Broadway-Fan. Auf 516 Seiten bietet das »Playbill Broadway Yearbook« zu allen 67 Produktionen, die in der Saison 2006/2007, also von Juni 2006 bis Mai 2007, am Great White Way zu sehen waren, ausführlichste Bild- und Textinformationen – zu neuen Musicals wie »Spring Awakening« oder »Curtains« genauso wie zu Dauerbrennern wie »Wicked« oder »Chicago«, Sprechstücken wie »The History Boys†oder »The Lieutenant of Inishmore«. Das Buch ist reich bebildert, und das ist noch untertrieben. Man muss es selbst gesehen haben. Robert Viagas hat buchstäblich tausende Fotos zusammengetragen, auf manchen Seiten bis zu 35. Abgebildet sind, zumindest mit Porträtfotos, alle Darsteller, Produzenten, Designer, Musiker, Maskenbildner, ja auch die Bühnenarbeiter und Billeteure der 67 Broadway-Shows. Alle bei Broadway-Produktionen Beschäftigte sind eingeladen, bei dieser Publikationsserie mitzumachen, und die Akzeptanz ist schon jetzt sehr groß. Die vorliegende dritte Ausgabe enthält, rein zahlenmäßig betrachtet, Informationen zu insgesamt 10.000 Menschen, die an den Broadway-Shows der Saison beteiligt waren – entsprechend umfangreich ist das Register ausgefallen. Sogenannte Korrespondenten liefern witzige Facts und Backstageberichte. Das können dann auch durchaus mal Musicalstars selbst sein, wie Victoria Clark, Darstellerin der Margaret Johnson in »The Light in the Piazza«, die von der emotionsgeladenen Derniere der Show erzählt und auch den Abdruck ihrer Rede anlässlich der letzten Vorstellung freigegeben hat. Andere Korrespondenten tragen lustige Facts zusammen wie Erzählungen über Backstagerituale, eine Auflistung der schnellsten Kostümwechsel oder Angaben zu den Spitznamen der Darsteller. Kris Koop Oulette, Mitglied des Ensembles von »The Phantom of the Opera«, erzählt von jenen Plätzen im Theater, an denen sich die Beschäftigten am liebsten treffen oder auch über den schönsten Moment in der Show. Im Anhang werden ausführlich Special Events wie »Broadway Bares«, »Broadway Under the Stars« und Preisverleihungen wie die Outer Critics Circle Awards« oder die »Tony Awards« dokumentiert.
Kurz zusammengefasst ist »The Playbill Broadway Yearbook« auf der einen Seite eine wertvolle Informationsquelle sowie Offline-Bilddatenbank und auf der anderen Seite eine amüsante Lektüre und ein Blick hinter die Kulissen. Das Ganze in Topqualität produziert und gebunden – und, was bei dieser Publikation vor allem auffällt – mit sichtlicher Begeisterung für das Theater zusammengestellt. Ein Buch, das man auch gerne immer wieder mal wie ein Erinnerungsalbum durchblättert. Playbill ist damit ein großer Wurf gelungen. Hat man einmal einen Band gekauft, ist man mit Sicherheit versucht, keinen mehr zu versäumen.
Robert Viagas (Herausgeber): The Playbill Broadway Yearbook – June 2006–May 2007. Third Annual Edition. Playbill Books, New York 2007, 516 S.; ISBN 978-1-55783-732-5. $ 35. www.playbill.com
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