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Der Sommer ist vorbei, »Elisabeth« regiert wieder im Theater an der Wien

Lukas Perman, 12.9.2004, Foto: Martin Bruny
Nadine Hammer, 12.9.2004, Foto: Martin Bruny
Mate Kamaras & Serkan Kaya, 12.9.2004, Foto: Martin Bruny

Lange mussten wir sie entbehren, nun ist sie wieder da: Elisabeth. Seit 10. September ist das Kult-Musical von Levay/Kunze wieder im Theater an der Wien live zu erleben. Besetzungsmäßig hat sich einiges geändert über das Sommerpäuschen. Lukas Perman (ehemals Permanschlager) ist nun Erstbesetzung Rudolf, Rob Fowler gibt den Tod alternierend. Für die Rolle des kleinen Rudolf wurden Gregor Hülbig, Matthias Ladstätter und Johann Ebert engagiert. Luzia Nistler, einst die Christine im »Phantom der Oper«, spielt Ludovika und Frau Wolf.
Weiters neu im Ensemble: Andrea Malek (Gouvernante, 2. Besetzung Ludovika/Frau Wolf), Wietske van Tongeren (Gräfin Sztaray), Fritz Schmid (Ein ungarischer Adeliger, 2. Besetzung Rudolf), Lars Stockmann (Ein Professor, 2. Besetzung Franz Joseph), Martina Dorothea Rumpf (Swing), Christoph Sommersguter (Swing), Vivianne Voge (Swing) und Murray Grant (Todesengel).

»Zuständ’ wie im alten Rom« - Das 82er spielt Sondheim

Stephen Sondheim-Fans haben in diesem Herbst noch eine Pflicht-Pilgerfahrt vor sich. Ort des Geschehens: Gablitz bei Wien. Genau da präsentiert das Theater 82er Haus ab 29. Oktober 2004 Sondheims Opus A Funny Thing Happened on the Way to the Forum (»Zuständ’ wie im alten Rom«). Die irrwitzige Handlung in Kurzfassung:

Ort der Handlung ist eine Straße im alten Rom. Im Zentrum steht das Haus des römischen Bürgers Senex und seiner herrschsüchtigen Frau Domina. Ihr Sohn Hero hat sich verliebt. Doch die Jungfrau Philia, seine Angebetete, ist das Prachtstück des angrenzenden Freudenhauses. Und sie ist von ihrem Besitzer Marcus Lycus bereits dem großen Hauptmann Miles Gloriosus verkauft worden. Dieser wird bald mit seinen Soldaten kommen, um seine Ware abzuholen. Was nur Senex’ halbblinder Nachbar Erronius mit der Sache zu tun hat, der seine schon lange verschollenen Kinder sucht?
Die Chancen für ein Happy End stehen gut: Senex und Domina verreisen. Hero verspricht seinem Leibsklaven Pseudolus die Freiheit, wenn er ihm zu seiner Liebsten verhilft. Und mit Hysterium, dem Chefsklaven, scheint Pseudolus leichtes Spiel zu haben.
Rasch denkt er sich einen Plan aus und schreitet zu dessen Verwirklichung. Doch das Leben hat seine Tücken: temporeiche Verwechslungen, böse Intrigen, schlimme Überraschungen und unvorhersehbare Turbulenzen vereiteln seine Absichten. Plötzlich werden die Jungfrauen immer zahlreicher, der lüsterne Senex ist auf der Flucht vor seiner Gattin, Miles Gloriosus hat genug von den Frauen, der greise Erronius sieht Gespenster, Lycus ist von der Pest befallen und Hero droht mit Selbstmord.
Ob Pseudolus unter diesen Umständen seine Freiheit erlangen kann?

Es spielen: Lilly Kugler, Julia Vurglics, Bernd J. Arends, Terry Chlat, Sam Madwar, Matthias S. Raupach, Markus Richter und als Gast: Otto Novacek

Robert Stadlober, der Sommerstürmer zwischen Wien und Rilke

Robert Stadlober, der Sommerstürmer

“Die Österreicher checken nicht, dass ich Österreicher bin. Die denken sich, depperter Piefke, den brauchen wir nicht besetzen. Leider, weil ich den österreichischen Film um einiges höher schätze als den deutschen. Barbara Albert, ein Genie, Ulrich Seidl … (…) Für die bin ich zu sehr in der Popkultur verhaftet. Die Filme, die ich mache, werden von einer bestimmten Intelligentsia nicht ernst genommen.” [Robert Stadlober, 3. August 2004]

Robert Stadlober, in Kärnten geborener Steirer mit (seit kurzem) Wohnsitz in Wien, hat gerade einen “Tatort” abgedreht, ist am 10. September mit Tom Hanks bei “Kerner” zu Gast, wird im Herbst mit Rilke-Texten durch Deutschland touren und wohl auch wieder mit Gary Konzerte geben. Er ist einer der “Großen 10″ im deutschsprachigen twentysomething Schauspielerpool und wird derzeit mit seinem neuesten Film Sommersturm mal wieder als “Shootingstar” abgefeiert. Das war schon bei Sonnenallee (1999) so und auch bei crazy (2000). Wollen wir doch hoffen, dass er vom Shootingstar-Status mal endlich wegkommt.

Grimms »Deutsches Wörterbuch« auf 2 CD-ROMs: für Österreicher zum »Wucherpreis«

49,90 Euro, so viel kostet das laut Marcel Reich-Ranicki “allerwichtigste Buch in deutscher Sprache” in digitaler Form in Deutschland, das Deutsche Wörterbuch von Wilhelm und Jacob Grimm. Das ist der Preis, den der Verlag, Zweitausendeins, festgesetzt hat. In Österreich kostet dasselbe Produkt 68 Euro, also um rund 35 Prozent mehr. Anfragen an den Verlag, warum es eine solch enorme Preisdifferenz für ein und dasselbe Produkt gibt, enden sehr unbefriedigend. In meiner ersten Anfrage erhielt ich zum Beispiel die folgende Auskunft:

Zweitausendeins liefert eigentlich nur direkt an den Kunden und nicht ueber Buchhandlungen. Die Preise bei uns sind sehr knapp kalkuliert um unseren Kunden die niedrigsten Preise offerieren zu koennen. Wenn eine Buchhandlung bei uns bestellt, so koennen wir keine Rabatte gewaehren und die Buchhandlung muss auch noch die Portokosten tragen. Dies fuehrt dann dazu, dass manche Buchhaendler, wenn sie denn bei uns bestellen, den Verkaufspreis unverhaeltnismaessig erhoehen.
Dies sollte aber in Zukunft nicht mehr passieren, da wir seit kurzer Zeit auch mit einem Auslieferdienst fuer Buchhaendler (ÖBZ) in Oesterreich zusammenarbeiten. Somit erhalten die Buchhaendler die Ware weit guenstiger und sind eigentlich auch der Preisbindung fuer Oesterreich unterworfen.
Nichtsdestotrotz scheint mir der Preis von Euro 68 zienlich unproportional erhoeht, auch wenn unsere Versandkosten nach Oesterreich Euro 8,80 betragen.

Nun, ich habe mein Exemplar des »digitalen Grimm« über das ÖBZ bestellt, und angenommen, dieser Auslieferer würde 8,80 Euro auf den Originalpreis von 49,90 draufschlagen, so würden wir bei 58,70 Euro liegen. Freilich gilt der »digitale Grimm« als Bestseller, und kein Kunde würde verstehen, wenn man auf Produkte, die ohnedies nicht extra für Einzelkunden bestellt werden müssen, noch Portokosten draufschlägt … Aber wie auch immer, bei 68 Euro würden wir nicht ankommen. Was das Ganze aber noch abstruser macht, ist der offizielle Eintrag für dieses Produkt im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB). Da kann man folgendes lesen:

Verlag : ZWEITAUSENDEINS
ISBN : 3-86150-628-9
Einband : CD-ROM
Seiten/Umfang : 14 schwarz-weiß Abbildung(en), mit 1 Begleitb. in Leinen: 131 Seiten, 1 Handb.: 44 Seiten - 24 à— 15,5 cm
Erschienen : 2. Auflage 08.07.2004
Gewicht : 300 g
Preisinfo : 49,90 Eur[D] / 68,00 Eur[A] / 140,00 sFr (unverb. Preisempfehlung

Oha, die 68 Euro sind also kein Produkt des Zufalls, kein Ergebnis eines Buchhändlers, der unverhältnismäßig viel Porto auf seine Produkte draufschlägt, nein nein, der Preis wurde vom Verlag selbst so festgesetzt. In der Regel ist es nämlich so, dass VLB-Einträge IMMER vom Verlag vorgenommen werden, und wieso sollte es in diesem Fall anders sein?
Gänzlich verwirrt richte ich eine neuerliche Anfrage an den Verlag “Zweitausendeins” und bekomme eine noch unverständlichere Antwort, die sich wie folgt liest:

Der Hintergrund ist leicht zu erläutern. Zweitausendeins liefert in Deutschland nicht über den Buchhandel aus, sondern nur über den Versand und die Zweitausendeins-Läden. Wir verzichten also auf buchhändlerische Infrastruktur und müssen sie deshalb auch nicht bezahlen: Unser deutscher Ladenpreis enthält weder Zwischenhändlerrabatte noch Buchhandelsrabatte.
Dafür kann man unsere Produkte auch nicht bequem innerhalb von einem Tag in jeder Buchhandlung bekommen.
Der ganze Service, den der Buchhandel leistet, wird mit den Rabatten finanziert (dazu natürlich auch das Buchhandelsunternehmen: Gehälter, Miete, Betriebskosten).
Wie gesagt: Wir machen da nicht mit, deshalb sind unsere Bücher billiger.
Das ÖBZ ist nicht unsere (!) Auslieferung. Zweitausendeins liefert selbst nicht an den Handel.
Seit ein paar Monaten gibt es eine engagierte Österreicherin, die unsere Bücher auf Ihr Risiko nach Österreich importiert und dort im Buchhandel anbietet. Diese Dame muß rechnen wie jeder andere Verlag auch: Sie muß das ÖBZ bezahlen (Auslieferungskosten), den Buchhändlern Rabatt vom Verkaufspreis geben und auf eigene Kosten reisen und die Bücher als Vertreterin anbieten.
Da wir selbst diese Kosten nicht in unserem Preis drin haben, bekommt sie unsere Bücher nur zu einem Preis, der all diese Kosten nicht deckt. Darum legt unsere Vertragspartnerin für Österreich höhere Preise fest (wir machen das nicht).
Wir haben mit ihr ausgemacht, daß wir Privatkunden von Deutschland aus zu deutschen Preisen beliefern dürfen, österreichische Buchhandlungen werden von ihr zu ihren Preisen beliefert. Beide Preise sind im Verzeichnis lieferbarer Bücher von uns angegeben. Unsere eigenen Euro (D)-Preise sind jederzeit in unserem Katalog und auf unserer Homepage www.Zweitausendeins.de nachzusehen.
Wer also in Österreich in die Buchhandlung geht, zahlt einen höheren Preis, als wenn er bei Zweitausendeins direkt bestellt. Bei niedrigpreisigen Büchern hat er dennoch einen Vorteil, weil der Ladenpreis niedriger als eine Einzelbestellung plus Porto ist. Und er kann sich die Titel gleich in der Buchhandlung anschauen.
Bei teureren Titeln lohnt sich das Nachrechnen und Bestellen in Deutschland.

Fazit: Ob das ÖBZ nun Auslieferer von Zweitausendeins ist, wissen wir nicht. Man scheint sich da selbst bei Zweitausendeins nicht sicher zu sein, vielleicht sollte man auch das ÖBZ bitten, den Eintrag aus der Kundenliste zu löschen. Auf der Strecke bleibt jedenfalls der Konsument, denn wer rechnet schon damit, dass ein und dasselbe Produkt um 35 Prozent teurer als im Ursprungsland verkauft wird.

Update 2012
Mittlerweile ist der »digitale Grimm« völlig gratis im Netz verfügbar –> hier.

Joey McIntyre: Vom New Kid on the Block zum Musicalstar

Joey McIntyre, Ex-New Kid, Neo-BroadwaystarAls Leadsänger der “New Kids on the Block” belächelt, verfolgt Joey McIntyre (31) spätestens seit Mitte der 90er-Jahre eine Musical-Karriere, die sich sehen lassen kann. 1995 übernahm er eine der Hauptrollen in der Verfilmung des Erfolgsmusicals The Fantasticks, 2001 feierte er sein New Yorker Bühnendebüt in Jonathan Larsons tick, tick … BOOM!, er wirkte beim “Reprise! concert” des Musicals “Babes in Arms” in L. A. mit und war bei einem Workshop von Stephen Schartzs The Baker’s Wife dabei (so wie auch Richard Chamberlain und Kerry O’Malley). Im Kino kann man ihn in den USA demnächst in dem Streifen “Tony n’ Tina’s Wedding” sehen (2004), im USA-TV war er in der Serie “Boston Public” präsent. So nebenbei veröffentlicht der Singer-Songwriter regelmäßig CDs, derzeit aktuell: 8:09, produziert von Emanuel Kiriakou.
Seit Juli 2004 steht Joey McIntyre in DER Hitshow des Broadways schlechthin auf der Bühne. In Wicked verkörpert er Fiyero - zweifellos einer der Höhepunkte in der Karriere des Broadwaystars. [Joey McIntyre; Photo by Ben Strothmann]

PS: Das Photo, das ich für dieses Posting verwende, stammt von Ben Strothmann - und er hat eine Website, die zu besuchen sich definitiv lohnt!

“Voice & Piano”: Andrea Malek präsentiert Solo-Show in Wien

Andrea Malek, ungarischer Musicalstar, auf Solo-Pfaden in Wien

Ab 10. September ist der ungarische Musicalstar Andrea Malek in der Wiener Produktion des Levay/Kunze-Musicals Elisabeth in den Rollen Fr. Wolf / Ludovika / Gouvernante zu sehen, am 21. und 22. Oktober präsentiert sie sich solo im Wiener Interkulttheater.
Andrea Malek gehört zu den bekanntesten und populärsten Künstlerinnen Ungarns, seit 2002 lebt sie in Wien. Sie verkörperte die Evita und die weiblichen Hauptrollen in Chess, Dorian Gray, in Les Misà©rables, in Sound of Music und in der Zauberflöte.
Das neue Konzertprogramm Voice & Piano beinhaltet intime, persönliche Melodien von Sondheim, Kander/Ebb, Harold Arlen uva. Die Zusammenstellung der Songs und die überleitenden Texte zeichnen das Portrait einer singenden Schauspielerin, die nun auf neuem Terrain versucht, mit dem Publikum zu kommunizieren: allein - begleitet nur von Walter Lochmann am Klavier.

Broadway: “Dracula” - das Desaster

Dracula, von Broadways Kritikern geschlachtet

USA TODAY: “(…) But few of the syrupy tunes that Wildhorn has concocted here are likely to stick in your brain as stubbornly as Phantom’s thicker sap did. Dracula is further saddled with dunderheaded lyrics and a witless book, both contributed by Don Black and Christopher Hampton, whose idea of comic relief is having an anxious Southerner declare, “I ain’t been on tenterhooks like this since that night we were waiting for the tiger to come for that tethered goat down in Sumatra.”
Other characters are British, though some of the American actors playing them speak with such erratic accents you might wonder whether they have multiple personality disorders. Hewitt sounds authentically exotic or he handles his cartoonish dialogue like a good sport. Errico looks and sounds lovely, as does Kelli O’Hara, playing another doomed damsel.
I can’t imagine how they all got sucked into this mess, but I hope they’re rescued from the walking, singing death that is Dracula as soon as possible.”

Fangoria: “After the terrific but failed DANCE OF THE VAMPIRES last year, DRACULA seemed a new hope for the genre on stage, but these hopes are dashed by an emotionless production that offers neither frights, humor nor sexy encounters, despite the gratuitous nudity. Too bad.”

Playbill: “A frequently asked rhetorical question among the critics was: Were no lessons learned by the Jim Steinman debacle Dance of the Vampires? They had a point. That’s two vampire musicals on Broadway in less than two years, and two critical shellackings. This record should ensure that those other regional musical celebrations of the undead, such as Dracula, The Chamber Musical and Dracula ? The Game of Love, will stay well away from New York, which may now well strike the creators of those shows as not so much a big apple as a huge bulb of garlic.
As for The Vampire Lestat, that’s a different beast, simply by virtue of its authors, and its source material, the popular novel by Anne Rice, “Interview With a Vampire.” A new musical by Elton John and Bernie Taupin can’t be denied. (Why is it always pop composers who are attracted to this grisly tale?) At last report, producers Warner Bros. Theatre Ventures were aiming for a 2005 staging, which sounds much too soon. Of course, there are other places to open a big new musical than Broadway. London, perhaps. Even better, Las Vegas.”

New York Times: “1) The show is perfectly safe for people with heart conditions. (Those with respiratory problems should be aware that “Dracula” does exhale the usual tired quota of stage smoke.) Though the production features the inevitable shooting of guns, hammering of stakes and biting of necks, it is guaranteed never, ever to raise anyone’s pulse, let alone induce screams and shivers. Though Tom Hewitt, in the title role, and several toothsome vampirettes can be seen moving through the air from time to time, the story never swoops or flies. It plods, plot point by plot point, over the terrain first landscaped by Bram Stoker in his novel and later covered by a multitude of films of varying quality.

2) You don’t have to give it your full attention. (Convention speakers, take note: “Dracula” provides the perfect refuge for orators looking for somewhere to ponder quietly the details of their presentations.) If you already know the story of “Dracula” as put forth by Stoker and Hollywood, you will find nothing to surprise you here. If you don’t know the story, you will find it impossible to follow. The show assumes the audience’s full acquaintance with the source material and delivers much of its crucial exposition through sung lyrics that are not always intelligible. Do not ? repeat, do not ? fall into the trap of trying to justify the logic of the would-be vampire killers’ methods of extermination, the consideration of which consumes a lot of stage time. That way madness lies.

3) There is no danger of gooey, irresistible melodies sticking to your memory. Though the songs have promisingly top 40-ish titles like “Forever Young” and “Life After Life,” they are unlikely to be recorded by Rod Stewart or Cher. Mr. Wildhorn may be famous for creating rafter-rattling soft rock anthems that are heard at sporting events and beauty pageants (e.g., “This Is the Moment” from “Jekyll and Hyde”). But for “Dracula,” he has created a score that is mostly rambling, monotonous pop recitative. (It is performed by a six-piece orchestra that is an advertisement for the ear-drowning capabilities of synthesizers.) Only one number ? which doesn’t make much sense in terms of the story (but no, don’t think about that) ? feels like a candidate for a Streisand album. It is called “The Heart Is Slow to Learn,” and it is sung in lovely voice by the ever-lovely Melissa Errico, who really deserves better. (…)”

Frank Wildhorns “Dracula” - ein Festschmaus für Broadway-Kritiker?

Frank Wildhorn hat es nun doch geschafft. Nach wochenlangen Previews, die von technischen Pannen und der Frage, wieviel Nacktszenen ein Broadway-Musical braucht, geprägt waren, ist die Premiere seiner Version des “Dracula“-Stoffs vor wenigen Stunden über die Bühne des New Yorker “Belasco” gegangen.
Prompt liefern New Yorks Kritiker ihre Urteile ab. Und das sieht bis jetzt nicht gut aus für Wildhorn. So meint die “Variety”:

A crippling case of anemia is the last thing you’d expect from a musical about literature’s most celebrated vampire. But so it is with Broadway’s bloodless “Dracula,” which frantically rattles the old bones of Bram Stoker’s novel without generating a moment of suspense, horror, romance or even vague interest.
With the aimlessly churning pop music of Frank Wildhorn underscoring Don Black’s typically banal lyrics and lumbering book, the musical plods doggedly through the creaky tale of ancient evil despoiling Victorian innocence. (…) The musical, in any case, is beyond saving. Raising neither smiles nor shudders, this turgid retread of Stoker’s sanguinary tale of sin, sex and salvation merely gives rise to the dire reflection that eternal damnation seems a benign fate when measured against the prospect of a lifetime of Frank Wildhorn musicals.

Die “New York Daily News” schreibt:

Black, the lyricist for Andrew Lloyd Webber’s “Sunset Boulevard,”
sometimes comes up with a mildly amusing rhyme, like “Thames” and “Requiems.” But most of his work is on the lackluster level of, “The ground moved as we kissed … I wish I could stay in the mist.” Deadly! Wildhorn’s music is similarly earthbound. He wrote a few soaring numbers in his best work, “Jekyll and Hyde,” but here his desire to write simple tunes - which I have nothing against - results in music that is melodically insipid and rhythmically inert. It has no pulse. Most disappointing is the book by Hampton, one of the most intelligent of contemporary English playwrights. He seems to have seen his task as merely providing filler between the musical numbers, since the plot has no logic of its own. (…) It is hard to imagine the usually canny Des McAnuff directed this anemic production. “Dracula” can be a lot of things, but it should never be bloodless.

“Broadwayworld.com” analysiert:

Which is all the more a shame because composer Frank Wildhorn seems to be trying a few new musical directions with this one. Fans of his scores for Jekyll & Hyde, The Scarlet Pimpernel and The Civil War shouldn’t worry. It’s not like he’s turning into Gershwin or — dare I say it — the “S” word. His music still provides the kind of pop-infused dramatics that have made him a favorite among a loyal league of theatre-goers, but Dracula is a bit subdued musically, compared with his previous scores, with no big, belty power ballad climaxes. He makes an obvious choice by providing the kind of generic horror movie music we’d expect from such a project (although the play-out music reminded me more of the score of a Superman movie), but African rhythms are peppered throughout, perhaps in reference to Van Helsing’s Johannesburg background. There’s also a charming comic waltz for Ms. O’Hara and company (Well, it would have been comic if the lyric was funny.) and for those who were really hoping to hear at least one song in the familiar Wildhorn vein there’s an “Into the Fire” clone late in Act II called “Deep in the Darkest Night.”
But despite weak material, director Des McAnuff has mounted a succulently beautiful production that delights the eyes as much as the authors punish the ears. Some of the show’s most beautiful moments come in the fluid coordination of Heidi Ettinger’s set (a gorgeous assortment of pieces accentuated by seductive curves and stained glass) and Howell Binkley’s lights with Wildhorn’s music set to Doug Besterman’s orchestrations. Every set change becomes an interesting ballet with music seeming composed to introduce each piece as it glides in and out on cue. Catherine Zuber’s period costumes are highlighted by some smashing and smart Gibson Girl dresses. (…) Yup, Dracula has all the ingredients needed to become a big Broadway hit. Now if you’ll excuse me, I’m going to pour myself a very large cognac and cry myself to sleep.

Man darf gespannt sein auf weitere Kritiken und darauf, ob die Show floppt oder das Publikum den Verrissen zum Trotz die Show stürmt.

Elmer Bernstein (1922-2004)

Elmer Bernstein ist tot. Im Alter von 82 Jahren starb der amerikanische Filmkomponist in Kalifornien. Einige seiner bekanntesten Scores:

- “Die zehn Gebote”

- “Die glorreichen Sieben”

- “Wer die Nachtigall stört”

- “Gesprengte Ketten”

Insgesamt wurde der Komponist 14 Mal für den Oscar nominiert, zuletzt 2002 für den Film “Dem Himmel so fern”.

Barry Manilow goes Broadway again … “Scores”

Long involved as a songwriter for musical theater, Manilow Scores - Songs from Copacabana and Harmony finally gives superstar singer-songwriter Barry Manilow the chance to record his personal renditions of songs he has written for two of his major musical properties, Harmony and Copacabana.
Harmony is based on the true story of Germany’s “Comedian Harmonists”. Recognized as the world’s first superstar boy band, The Comedian Harmonists enjoyed worldwide album and movie success before being forced to disband by the Nazi regime. Based on a book by Bruce Sussman, the songs for Harmony were co-written by Manilow and Sussman. After phenomenal reviews during its regional production at the prestigious La Jolla Playhouse, Harmony is scheduled to open on Broadway during the next season.
Copacabana, which Manilow wrote along with Bruce Sussman and Jack Feldman, started as a worldwide number one hit song in 1978 before morphing into an original musical movie made for CBS television and then ultimately a musical for the stage. Copacabana enjoyed a successful 14 month run on London’s West End before an 18 month tour of the UK. Since then, there have been more than 100 productions of Copacabana: The Musical on stage throughout the United States, the Netherlands, Canada, Europe, and India.
Manilow Scores - Songs from Copacabana and Harmony is co-produced by Manilow and legendary, multi-Grammy® award winner Phil Ramone. [Concorde Records]

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