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Archiv - Wien

Ronacher: Tanz der Vampire 09

Im Herbst 2009 feiert im Wiener Ronacher “Tanz der Vampire”, das Musical von Jim Steinman, Michael Kunze und Roman Polanski, ein Revival. Die Besetzung wurde noch nicht präsentiert, aber seit einiger Zeit liegen in den Theatern und Vorverkaufsstellen der VBW kleine Info-Blätter mit einem Bildchen auf, bei dem sich die Frage stellt: ein Wink mit dem Photoshop oder Rainer Zuhfall?

UPDATE:
Die Besetzung ist mittlerweile bekannt. Details –> hier

Ronacher: Premiere für “Frühlings Erwachen”

Am 21. März 2009 ging im Wiener Ronacher die Premiere von “Frühlings Erwachen”, einem Musical von Duncan Sheik und Steven Sater, über die Bühne. Fotos vom Schlussapplaus und der anschließenden Premierenfeier auf der Probebühne im Ronacher hat die Fotografin Isabell Schatz geschossen und für die Veröffentlichung dem Kultur-Channel zur Verfügung gestellt. (Copyright für alle Fotos: Isabell Schatz). Zu Ihrer Website mit einem sehenswerten Fotoarchiv gehts –> hier

Zusätzlich gibt es ein paar Fotos vom Schlussapplaus der Premiere in großem Format –> hier

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

Performing Arts Studio Vienna zeigt: “Women of the Year”

Am 1. und 2. April 2009 zeigt das Performing Arts Studio Vienna im Theater Akzent “Women of the Year”, die Abschlussshow der Studentinnen des 3. Jahrgangs der Wiener Musicalschule: Jasmin Bilek, Sabrina Eder, Wilbirg Helml, Teresa Huprich, Michaela Mark, Julia Tiecher und Melanie Wurzer. Bei der Show nicht dabei, obwohl auch Studentin im 3. Jahrgang: Hanna Kastner. Ihr Fehlen wird aber gerne toleriert, steht sie doch für die Vereinigten Bühnen Wien im Ronacher als Wendla in “Frühlings Erwachen” auf der Bühne.

“Women of the Year” ist eine Nummernshow, die einerseits die Bandbreite des Musicalgenres zeigt und andererseits den Studentinnen die Möglichkeit bietet, zu demonstrieren, wie sie mit unterschiedlichen Stücken aus Musicals wie »Sweet Charity«, »A Little Night Music«, »Annie Get Your Gun«, »South Pacific«, »The Pajama Game« und vielen mehr umgehen.

Die Gesamtleitung der Show hat Michael Schnack, die Choreographien stammen von Sabine Arthold und Alonso Barros.

WOMEN OF THE YEAR
1. und 2. April 2009 um jeweils 19:00 Uhr

Theater Akzent
Theresianumgasse 18; A-1040 Wien

Karten von 12.- bis 27.- € unter: www.akzent.at

Wiener Metropol: Premiere für “Charleys Tante”

Foto: Metropol Wien

Wenn in Wien der Frühling erwacht, dann kann auch ein brandneues Metropol-Musical nicht mehr weit sein. Dieses Jahr steht eine Musicalversion einer ganz ganz alten, aber sehr berühmten Klamotte auf dem Programm: “Charleys Tante”.

“Charley’s Aunt”, so der Originaltitel, stammt aus dem Jahre 1892 und wurde als Farce in drei Akten von Brandon Thomas geschrieben. Die Uraufführung des Stücks fand am 29. Februar 1892 im Theatre Royal, Bury St. Edwards statt, über 1500 Vorstellungen wurden gegeben. Eine erste Musicalversion des Werks erarbeiteten Frank Loesser und George Abbott. “Where’s Charley” lief 1948 bis 1950 am Broadway im St. James Theatre mit Ray Bolger als “Charley Wykeham”.

Foto: Metropol Wien

In der Metropol-Version von Sascha Peres & Tato Gomez ist der Ort der Handlung zwar nach wie vor die altehrwürdige Universität Oxford, die Zeit der turbulenten Tanten-Travestie wurde aber um rund 60 Jahre verlegt, und zwar ins Jahr 1969. Die elitäre Hochburg alterwürdiger englischer Traditionen prallt auf die sexuelle Revolution der End-60er.

Foto: Metropol Wien

Die Story
Charleys Tante soll nach Oxford kommen und helfen, den starsinnigen Onkel von Betty und Betsy zu überreden. Schließlich wollen die beiden Nichten in ein Sommercamp fahren und dort gemeinsam mit ihren Freunden Jack und Charley in die faszinierende Welt der neuen Jugendkultur eintauchen. Aber weil die echte Tante (Eva Maria Marold) auf sich warten lässt, muss Freund Babberley (Stefano Bernadin) in ihre Rolle schlüpfen.

Foto: Metropol Wien

Cast
Martin Bermoser, Stefano Bernardin, Christian Deix, Alexander Jagsch, Eva Klikovics, Ronald Kuste, Karin Lischka, Eva Maria Marold, Aris Sas, Sonja Schatz und Renà© Velasquez

Foto: Metropol Wien

Leading Team
Autoren: Peter Hofbauer & Vicki Schubert
Musik: Sascha Peres & Tato Gomez
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch
Licht: Sabine Wiesenbauer
Kostüme: Inge Stolterfoth
Choreographie: Sabine Bartosch

Foto: Metropol Wien

Termine
Premiere: 15. April 09
Weitere Vorstellungen: 23.-25. April, 28. April-2. Mai, 5.-9. Mai, 12.-14. Mai, 16. Mai, 18.-20. Mai, 26.-30. Mai

Preise
Kat 1: € 36,- nummeriert / Cercle & Rang
Kat 2: € 29,- nummeriert / Seitenränge & teilweise Parkett
Kat 3: € 21,- freie Platzwahl / Parkett

Musicals und Ö3 oder: “Frühlings Erwachen” verschlafen

Musicals und Radiosender wie das österreichische Pop-Programm Ö3, das passt in den meisten Fällen nicht. Im Radiosender entscheidet ein “Gremium”, das sich aus wenigen Entscheidungsträgern zusammensetzt, darüber, was ganz Österreich an aktuellen Neuerscheinungen zu hören bekommt. In diesem Gremium gibt es in der Regel keinerlei Sympathien für musicalbehaftetes Songmaterial. Ab und an ist es den Vereinigten Bühnen Wien gelungen, Songs aus Musicals auf Sendung zu bringen, der Aufwand dafür war aber kein geringer. Nicht nur, dass man die Musicaldarsteller bei den Songaufnahmen dazu bringen muss, möglichst nicht so zu singen, wie sie es im Theater tun (wenn sie das können), man muss die Lieder umarrangieren und bei jenem obskuren Gremium vorstellig werden, das dann eine Entscheidung fällt. Gelungen ist es zuletzt bei “Romeo & Julia”, gescheitert ist man bei “Rebecca” und “Rudolf”.

Nun, jetzt haben die Vereinigten Bühnen Wien mit “Frühlings Erwachen” ein Rockmusical am Start, dessen Komponist über genau die Credibility verfügt, von der so oft gesprochen wird, und die darüber entscheidet, ob ein Song gespielt wird oder nicht. Rockmusik, Ö3, das passt. Das Problem: Die Vereinigten Bühnen Wien haben es verabsäumt, genau bei jener Show eine Vorab-Single zu produzieren, bei der Radioairplay fast hundertprozentig sicher gewesen wäre. So muss man sich nicht wundern, wenn auf Ö3 in der Sendung “Treffpunkt Ö3″ zwischen 19:00 und 22:00 Uhr nun eine Woche lang der englische Originalsong “Bitch of Living” zu hören ist, und keine Neueinspielung mit der österreichischen Cast.

“So’n schöner Tag”: “Frühlings Erwachen”-Fotoprobe im Ronacher und Vertragsverlängerung für Kathrin Zechner

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Eine schöne Inszenierung: Am Morgen schickt die APA die Jubelmeldung in die Mailboxen der Redaktionen, wonach Kathrin Zechner bis vorläufig 2013 Intendantin des Musicalbereichs der Vereinigten Bühnen Wiens bleibt und auch Roland Geyer als Intendant des Theaters an der Wien nicht von Bord geht. In seiner Aussendung vermerkt VBW-Direktor Thomas Drozda, er sei “außerordentlich froh, dass er beide Intendanten für die Verlängerung gewinnen konnte. So ist es uns möglich, unsere bisherige höchst konstruktive und befruchtende Zusammenarbeit auch die nächsten vier Jahre fortzuführen.” Zechner habe “neue Farben des Musicals” gezeigt, “speziell mit den Ronacher-Produktionen wie ‘The Producers’ und ab 21. März ‘Frühlings Erwachen’, damit wolle man neue Publikumsschichten für dieses Genre begeistern.

Am Vormittag findet im Ronacher dann die Fotoprobe von “Frühling Erwachen” statt, jenem Musical von Duncan Sheik, das in einer Woche seine deutschsprachige Erstaufführung in eben diesem Etablissement feiern wird und dem Heinz Sichrovsky im neuen NEWS schon vor der Premiere huldigt. Na, nicht schwer, was soll schiefgehen aus Kritikersicht, wenn ein mehrfacher Tony-Gewinner in Wien einzieht:

Jetzt, wo sie (Julia Stemberger) es ruhiger angeht, kehrt sie zum Musical zurück. Und das Musical, für das sie Kathrin Zechner zugesagt hat, ist keineswegs mit dem heute obwaltenden Malheur zu verwechseln. “Das Bühnenbild wird für uns nichts erledigen, was wir nicht machen”, grenzt sie sich von aufgedonnerter Wegwerfware ab. “Es gibt keine riesigen Showeffekte. Was wir nicht energetisch mit unserer Spielfreude auf die Bühne bringen, wird nicht stattfinden.”

Das, liebe Julia Stemberger, würde auch nicht in aufgedonnerten Kulissen stattfinden. Und man lernt schon im kleinen 1 x 1 des Marketings, dass man seine eigene Produktion nicht besser macht, indem man andere schlechtmacht. Aber gehen wir mal davon aus, dass Herr Sichrovsky sich das schon schön zusammengedeichselt hat, und die Fragen dahingehend gestellt wurden, dass eben solche Plattheiten rausgekommen sind.

Doch was will man mehr. Die scharfzüngigsten Kritiker hat man auf seiner Seite, fehlen also nur noch gute Vorverkaufszahlen!

Kehren wir zurück zur Fotoprobe, die wie erwähnt heute Vormittag im Ronacher stattgefunden hat. Drei Songs waren zu hören: “Mama”, “So’n verficktes Leben” und “Mehr als nur Worte”. Die Fotografin Isabell Schatz war vor Ort und hat einige Fotos dem Kultur-Channel zur Verfügung gestellt. Das Copyright für alle Fotos liegt bei Isabell Schatz. Zu ihrer Website mit allen Kontaktdaten und einem starken Fotoarchiv geht es –> hier.

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

Leading Team
Musik: Duncan Sheik
Buch & Lyrics: Steven Sater
basierend auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Frank Wedekind
Regie: Michael Mayer
Choreographie: Bill T. Jones

Bühnenbild: Christine Jones
Kostüme: Susan Hilferty
Light Design: Kevin Adams
Sound Design: Brian Ronan
Orchestrator: Duncan Sheik
Vocal Arranger: AnnMarie Milazzo
Sdditional String Arranger: Simon Hale
Original Musical Supervisor: Kimberly Grigsby

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

Band
Keyboard / Ensembleeinstudierung: Michael Römer
Gitarre: Wilfired Modlik, Harry Peller
Bass: Heinz Jäger
Drums: Christian Ziegelwanger
Violine: Gürcan Tüyel Renate
Viola: Cordelia Kirchmayr
Cello: Maria Frodl

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

Cast
Melchior: Rasmus Borkowski
Wendla: Hanna Kastner
Moritz: Wolfgang Türks
Ilse: Jennifer Kothe
Hänschen: Johannes Huth
Martha: Sonja Dengler
Ernst: Matthias Bollwerk
Georg: Dominik Hees
Thea: Jeannine Wacker
Anna: Jana Nagy
Otto: Marlon Wehmeier

Erwachsene Frauen: Julia Stemberger / Michaela Christl
Erwachsene Männer: Daniel Berger / Martin Timmy Haberger

Swings:
Stefan Bleiberschnig, Andrà© Naujoks, Sebastian Smulders, Senta Sofia Delliponti, Jana Stelley, Patrizia Leitsoni

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

Die Songs von “Frühlings Erwachen”
Mama / Mama who bore me
Mama (Reprise) / Mama who bore me (Repr.)
Diese Welt / All that’s known
So’n verficktes Leben / The Bitch of living
Meine Sucht / My junk
Spür mich / Touch me
Mehr als nur Worte / The word of your body
Was sich nicht erzähl’n lässt / The dark I know well
Und dann ist’s vorbei / An then there were none
Die tiefblaue Nacht /The mirror-blue night
Ich vertrau / I believe

Die Schuldigen / The guilty ones
Mach mich nicht traurig / Don’t do sadness
Winterwind / Blue wind
Es bleibt zurück / Left behind
Im Arsch / Totally fucked
Mehr als nur Worte (Repr.) / The word of your body (Repr.)
Hör nur hin / Whispering
Nicht mehr hier / Those you’ve known
Das Lied vom Wind des Sommers /The song of purple summer

Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz
Frühlings Erwachen Copyright: Isabell Schatz

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Volksoper Wien: Erfolg für “Guys and Dolls”

© Dimo Dimov / Volksoper
Seit 1. März 2009 läuft “Guys and Dolls”, ein Musical von Frank Loesser (Musik), Abe Burrows und Jo Swerling (Buch), basierend auf einem Stoff des österreichisch-ungarischen Autors Felix Salten, an der Wiener Volkoper. Aufgrund des unerwartet großen Runs auf Tickets für diese Produktion, hat man kurzfristig den Spielplan geändert und zusätzliche Vorstellungen im April und Mai 2009 eingeschoben.

Zusätzliche Vorstellungen:
- Samstag, 4.4.2009, Beginn 19:30 Uhr, Preise A (statt »Die lustige Witwe«)
- Samstag, 11.4.2009, Beginn 19:00 Uhr, Preise A (statt »Die Fledermaus«)
- Donnerstag, 30.4.2009, Beginn 19.00 Uhr, Preise D (statt »Anatevka«)
- Freitag, 1.5.2009, Beginn 19.00 Uhr, Preise D (statt »Anatevka«)

Die Musical-eBayer - eine eigene Spezies

Wollten Sie immer schon mal einen Folder, keine Ahnung, sagen wir zur VBW-Produktion “Rudolf” besitzen? Kein Problem, alles nur eine Frage des Geldes. Die Folder, die es im Theater, an allen Vorverkaufsstellen und sonstwo gratis gibt, werden seit Monaten laufend für bare Münze via eBay angeboten. Startpreis: 1 Euro (eines der Angebote –> hier) Natürlich nicht nur jene von “Rudolf”, auch alle vergangenen Produktionen der VBW werden von einigen eBayern flächendeckend foldermäßig betreut.

Harmlos, klar, warum nicht. Nächste Stufe: Warum nicht alle billigen sichteingeschränkten Plätze einer Produktion aufkaufen und via eBay anbieten? Das wär doch was. Ein paar werden sich sicher finden, die sich von einem Angebot wie “1. REIHE” für dumm verkaufen lassen. Dass das Ganze dann Parterre, 1. Reihe ist, Pech, dass es sich dann noch um Plätze mit Sichteinschränkung (Parterre, 1. Reihe, Platz 2 und 3) handelt, wozu das schon groß erwähnen (ganz unten klein und mit dem Zusatz “gering” versehen, reicht doch), es ist doch “das ideale Geschenk für Freunde, Verwandte oder Bekannte oder sich selbst!!!” Für “Rudolf”, die letzte Premiere der VBW, gibt es Dutzende dieser Angebote derzeit bei eBay. Kein Wunder, dass die berühmt-berüchtigte “rosa” Kategorie derzeit nur mehr als eBayer-Kategorie bekannt ist (ein aktuelles Angebot –> hier).

PowerLeds - Das Lichtkonzept von “Rudolf”

Seit 26. Februar 2009 ist im Wiener Raimund Theater “Rudolf”, eines der neuen Musicals von Frank Wildhorn, zu sehen. In einem interessanten Artikel widmet sich das deutsche Fachmagazin “DieReferenz.de” dem Lichtkonzept, das für diese Produktion die Wiener Firma LDDE entwickelt hat: Mit LedCyc9*RGBW-Paneelen wurde eine der weltweit größten LED-Installationen verwirklicht.

Der Link zum Artikel –> hier

Ronacher: Verhaltensmaßnahmen bei “Frühlings Erwachen”

Am 21. März 2009 geht im Wiener Ronacher die Premiere des Rockmusicals “Frühlings Erwachen” über die Bühne. Auf eben dieser Bühne werden nicht nur Darsteller und Band Platz finden, sondern auch eine kleine Schar von Zuschauern, die spezielle Bühnentickets erstanden haben. Wer ein solches Ticket im Vorverkauf erwirbt, kann das Geschehen entweder auf der linken oder rechten Bühnenseite hatnah verfolgen und bekommt, quasi zur Einstimmung, ein Blatt mit Verhaltensmaßregeln, das sich wie folgt liest:

Vielen Dank, dass Sie die Bühnenplätze von FRÜHLINGS ERWACHEN im Ronacher gebucht haben. Diese Plätze eröffnen eine einmalige und spannende Sicht auf eine Aufführung, deren Handlung tatsächlich rund um Sie herum stattfindet. Um Ihre eigene Sicherheit und die der Darsteller zu gewährleisten, bitten wir Sie, folgende Regeln einzuhalten:

Zuspätkommen: Als Bühnenzuschauer müssen Sie unbedingt rechtzeitig im Theater eintreffen, damit Sie in Ruhe zu den Plätzen geführt werden können, bevor die Vorstellung beginnt. Sollten Sie nicht rechtzeitig vor Vorstellungsbeginn Ihre Plätze einnehmen können, kann es sein, dass wir Sie bitten müssen, bis zur Pause im hinteren Bereich des Zuschauerraumes zu stehen.

Persönliche Gegenstände: Da einige Szenen auch im Zuschauerbereich stattfinden, muss das Saalpersonal dafür Sorge tragen, dass Ihre persönlichen Dinge verwahrt werden. Alle Mäntel, Überjacken, Taschen und Rucksäcke oder ähnliche Gegenstände müssen vor der Vorstellung an der Garderobe abgegeben werden, um sowohl die freien Plätze, als auch die Durchgänge frei zu halten. Bitte achten Sie darauf, am Abend des Vorstellungsbesuchs so wenig wie möglich mit sich zu führen.

Kleidung: Bitte verzichten Sie auf allzu helle, farbenfrohe oder auffällige Bekleidung, die die anderen BesucherInnen bzw. die DarstellerInnen ablenken könnte. Mit Rücksicht auf die DarstellerInnen verzichten Sie bitte auch auf stark duftende Parfüms oder Lotions.

Programmheft: Aus künstlerischen Gründen können Sie das Programmheft erst nach Ende der Vorstellung erwerben.

Pause und Erfrischungen: Die Vorstellung hat eine Pause. Bitte richten Sie es so ein, dass Sie nur in dieser Zeit die Toilette aufsuchen bzw. Erfrischungen zu sich nehmen. Essen und Getränke dürfen keinesfalls auf die Bühnenplätze mitgenommen werden.

Sichtverhältnisse: Die Sitzplätze auf der Bühne eröffnen Ihnen eine außergewöhnliche Sicht von der Seite und manchmal auch von hinten auf die Szene, beachten Sie dabei aber bitte, dass Sie dafür manches nicht so sehen, wie es die ZuseherInnen vom Saal aus sehen.

Beachten Sie bitte, dass sich die Theaterleitung das Recht vorbehalten muss, einzelne BesucherInnen während der Vorstellung aufzufordern, die Bühnenplätze zu verlassen und einen anderen Platz einzunehmen.

Interessant dabei ist wohl vor allem die Passage “Pause und Erfrischungen”, beschreibt sie doch geradezu idealtypisch den Alltag in den Theatern der Vereinigten Bühnen Wien. Ich will jetzt nicht sagen, dass es vor allem Bustouristen sind, die beispielsweise bei gehauchten Balladen ihre Römerquelle rausholen und mit einem TSSSCHHHHHHHHHHHHHHHHHH öffnen oder dass nur Bustouristen ihre Schoki schmatzen, wenn sich Rudolf und Mary küssen, aber man macht ja seine Erfahrungen. Ist es eigentlich schwer, 75 Minuten (1. Akt Rudolf) oder 73 Minuten (2. Akt Rudolf) nichts zu essen und nichts zu trinken und nicht zwei Mal auf die Toilette, natürlich nicht allein, zu laufen (und natürlich die Tür zuzuknallen)? Ich vermisse die Verhaltensmaßregeln für die ganz normalen Plätze im Theater, manchmal, aber immer öfter.

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