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Archiv - Musical

Jason Robert Brown hat am Broadway kein Glück: Aus für “13″

Aus der Traum. Auch das jüngste Broadway-Abenteuer von Jason Robert Brown ist bald vorbei. Am 4. Januar 2009 fällt der letzte Vorhang für “13″. Insgesamt wird es die Show auf 22 Previews und 105 reguläre Vorstellungen bringen.

Produzent Bob Boyett:

In my entire career I have never seen so much talent in a single company as I have in 13. The joy and enthusiasm of the cast and band is genuinely matched by Jason’s remarkable music and the stellar creative team. I am happy to announce that although 13 is saying goodbye to Broadway, we’ve received much interest in a national and international tour.

Die Cast-CD von “13″ wird bei Ghostlight Records am 25. November erscheinen. Bereits seit 30. September ist in den USA eine Download-Version erhältlich.

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Wien: Aus für “The Producers”

Laut APA schließt die Wiener Produktion des Mel Brooks-Musicals “The Producers” frühzeitig, nämlich bereits Ende Februar 2009. Die komplette Show übersiedelt dann nach Berlin in den Admiralspalast, wo die deutsche Premiere der “Producers” im März stattfinden soll.

Die APA-Meldung im Wortlaut:

Wien - Trotz Anerkennung durch die Kritiker und anfänglich guter Verkaufszahlen konnte das Musical “The Producers” im neu eröffneten Ronacher nicht die erhofften Besucherzahlen erreichen. Bereits mit Ende Februar, also drei Monate früher als geplant, soll der Broadway-Hit laut durchgesickerten Informationen nun vom Spielplan genommen werden. Die komplette Produktion, inklusive Besetzung, soll im Anschluss als Gastspiel in den Admiralspalast nach Berlin übersiedeln.

Die Vereinigten Bühnen Wien bestätigen “eine seriöse Anfrage ” aus Berlin für das Frühjahr 2009. Die seit Anfang der Woche laufenden Verhandlungen mit allen Beteiligten seien “entsprechend heikel”. Laut gut informierten Kreisen verlieren die VBW pro Woche an die 20.000 Euro mit dieser Produktion, was das Haus jedoch nicht bestätigen wollte. Eine Sprecherin nannte eine Gesamtauslastung von 70 Prozent seit der Premiere am 30. Juni.

Laut Verträgen mit der Produktionsfirma von Mel Brooks in Hollywood muss die geplante, vertraglich festgesetzte Laufzeit ausbezahlt werden. Immerhin wurde die gesamte Produktion, Bühnenbild und Kostüme, direkt vom Broadway nach Wien geschifft. Dem Vernehmen nach bemühen sich die Anwälte der VBW gerade um eine Kompromisslösung bei der Auflösung des Vertrages. Sobald es eine konkrete Entscheidung gibt, wird es ein Pressekonferenz geben, heißt es von den VBW.

Es war bereits nach der länger als ursprünglich geplanten Sommerpause abzusehen, dass sich “The Producers” im Ronacher nicht zu einem Publikumsrenner wie “Elisabeth” oder “Rebecca” entwickeln würde. Daher wurde schon vor längerem der zweite Rang des Hauses für den Verkauf gesperrt. Und dennoch mussten die Darsteller immer wieder vor einem halb leeren Haus auftreten. Auch verstärkte Promotion-Aktivitäten in den vergangenen Wochen erzielten nicht den gewünschten Erfolg, so dass für die VBW-Intendantin, Kathrin Zechner, jetzt akuter Handlungsbedarf besteht. Jetzt wird bei den VBW fieberhaft daran gearbeitet, die geplante Folgeproduktion, den Broadway-Hit “Spring Awakening - Frühlingserwachen”, für das Ronacher auf die Beine zu stellen. Haus-Kompositeur Christian Kolonovits (”Die Habsburgischen”, “Die Weberischen”) wurde bereits vor Wochen wegen einer neuen, schnell zu erstellenden Eigenproduktion angefragt, winkte aber wegen Zeitmangel ab. (APA)

Links
- Der Standard: Ronacher: Vorzeitiges Ende für “Producers”-Musical
- ORF: Brechen “The Producers” vorzeitig ab?
- Kurier: Wien ist nicht Broadway-tauglich
- LivePR: Broadway-Hit wird in Wien zum Flop
- Österreich: “Producers”-Musical wird abgebrochen
- LivePR: Grüne Wien/Ringler zu Absetzung von Broadway-Hit: “Wird das Ronacher ein Riesengrab?”
- Die Presse: Kulturpolitik: »The Producers« mäßig ausgelastet
- LivePR: SP-Woller: “Interesse aus Berlin für Producer-Produktion ist ein Kompliment für künstlerische Arbeit der Vereinigten Bühnen Wien!”
- ORF: “The Producers”: Opposition kritisiert VBW

Star-Casting: Gareth Gates wird neuer “Joseph” am West End, Alexander Goebel & Chris Lohner “erzählen” die Rocky Horror Show

Fest in der Hand von Casting-Stars ist die Hauptrolle in Andrew Lloyd Webbers Musical “Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat”. Für die Premiere des Revivals wurde per Castingshow Lee Mead zum Joseph der Herzen der TV-Zuseher gekürt. Nun geht Mead oder wird gegangen, und im Januar 2009 folgt ein anderer Castingstar: Gareth Gates, vor Jahren Zweitplatzierter von “Pop Idol”, Teilnehmer von “Dancing on Ice”, Chartsstürmer und Lieblingskind der englischen Klatschpresse.

Auch in Wien ist Star-Casting angesagt. Alexander Goebel und Chris Lohner sind als Erzähler mit dabei, wenn die “Rocky Horror Show” ab 27. November im Wiener Museumsquartier gastiert. Lohner ist die erste Frau, die diese Rolle spielen wird. An sieben ausgewählten Abenden ist sie zu sehen.

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Josef E. Köpplinger initiiert MUT - den ersten österreichischen Wettbewerb für Musikalisches Unterhaltungstheater

Von Mitte März 2009 bis Anfang Juni 2009 findet MUT - der erste österreichische Wettbewerb für Musikalisches Unterhaltungstheater (Musical, Operette, Chanson) - statt.

Mit diesem Wettbewerb sollen herausragende künstlerische Persönlichkeiten des Musikalischen Unterhaltungstheaters entdeckt und prämiert werden. Künstlerinnen und Künstler von 18 bis 27 Jahren bekommen die Chance, ihr Talent in Tanz, Gesang und Darstellung vor einer internationalen Fachjury und vor Publikum zu präsentieren. Initiator von MUT ist Josef E. Köpplinger, Intendant des Stadttheaters Klagenfurt.

Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro, der zweite mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.000 Euro dotiert. Zudem wird im Finale ein Publikumspreis vergeben. Die Vorausscheidungen für den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb finden Mitte bis Ende März 2009 in Wien, Hamburg und München statt, Semi-Finale und Finale am 3. und 4. Juni 2009 in Klagenfurt.

Information und Anmeldung: www.stadttheater-klagenfurt. Einsendeschluss für die Anmeldung ist der 10. Februar 2009

Teilnahmebedingungen
• Alter 18 bis 27 Jahre (zum Zeitpunkt der Anmeldung)
• Abgeschlossene oder begonnene Ausbildung im Bereich Musical, Operette oder Chanson an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Institution (kein reiner Privatunterricht).

Die Jury
Für die Jury konnten herausragende Persönlichkeiten der heimischen und internationalen Musiktheaterszene gewonnen werden. Bei den Vorrunden sind einzelne Mitglieder der Jury anwesend. Im Semi-Finale und im Finale bewerten alle Jurorinnen und Juroren die Darbietungen.
• Josef E. Köpplinger (Vorsitzender der Jury, Intendant des Stadttheater Klagenfurt, Regisseur)
• Peter Back-Vega (Chefdramaturg der Vereinigten Bühnen Wien)
• Pia Douwes (Musical-Darstellerin)
• Josef Hussek (Operndirektor der Hamburgischen Staatsoper)
• Ricarda Regina Ludigkeit (Choreographin, Regisseurin, Dozentin)
• Peter Lund (Autor, Regisseur, Dozent)
• Peter Marschik (Musikdirektor des Stadttheaters Klagenfurt)
• Previn Moore (Musical-Darsteller, Dozent)
• Werner Signer (Geschäftführender Direktor des Theaters St. Gallen)
• Markus Spiegel (Musikproduzent und Medienberater)
• Gareth Valentine (BBC London)
• Kathrin Zechner (Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien)
Musikalischer Supervisor und Korrepetitor ist Martin Jeff Frohner

Ablauf des Wettbewerbs
Die Vorausscheidungen finden in Wien, München und Hamburg statt. Insgesamt qualifizieren sich in den Vorrunden ca. 20 Kandidatinnen und Kandidaten für das Semifinale in Klagenfurt.
1. Vorrunde Tanz: In einfachen Kombinationen werden Bewegung und Tanz geprüft.
2. Vorrunde Gesang: Vorzubereiten sind 5 Songs (2 davon aus dem Pflichtprogramm, 1 davon aus dem Bereich Operette oder Chanson, 2 in deutscher Sprache). Die aus der ersten Vorrunde verbliebenen Kandidatinnen und Kandidaten geben ein bis zwei Lieder je nach Stimmfach zum Besten.
3. Vorrunde Schauspiel: Vortrag eines von zwei vorbereiteten Monologen nach Wahl der Jury. Gegebenenfalls bittet die Jury die Kandidatinnen und Kandidaten im Anschluss um einen weiteren Text- oder Liedvortrag.
Semifinale
Die Semifinalistinnen und Semifinalisten präsentieren vor Publikum je eine Ballade, ein Uptempo-Lied bzw. Operettenlied/Chanson mit Klavierbegleitung und einen kurzen Monolog (Gesamtdauer 9 bis 12 Min.). Die Jury bestimmt maximal acht Kandidatinnen und Kandidaten für das ebenfalls öffentliche Finale.
Finale
Die Finalistinnen und Finalisten präsentieren auf der Bühne des Stadttheaters Klagenfurt ihr Soloprogramm (Gesamtdauer max. 15 Min.), das sie vorher mit den Jurorinnen und Juroren abstimmen. Es beinhaltet mindestens zwei Lieder und einen Monolog.

Termine
Vorausscheidung
Wien: 16. und 17. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Vereinigte Bühnen Wien
Hamburg: 22. und 23. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Hamburgische Staatsoper
München: 30. und 31. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Bayerische Theaterakademie
Semi-Finale
Mittwoch, 3. Juni 2009 , ab 11.00 Uhr, Stadttheater Klagenfurt
Finale
Donnerstag, 4. Juni 2009 , ab 19. 30 Uhr, Stadttheater Klagenfurt

Uraufführung von Eric Woolfsons “Edgar Allan Poe” im Berliner Admiralspalast 2009

Statt, wie ursprünglich geplant, in Wien, geht die Uraufführung der Musicalversion von Eric Woolfsons “Edgar Allan Poe” am 27. März 2009 im Berliner Admiralspalast über die Bühne.

Woolfson, Gründer des »Alan Parsons Project«, würdigt mit diesem Bühnenstück sein Idol Edgar Allan Poe und führt mit seiner Musik, die er unter dem Titel »POE: More Tales of Mystery and Imagination« veröffentlichte, den weltweiten Erfolg seines 1976 veröffentlichten Albums »Tales of Mystery and Imagination« fort, das sich bis heute knapp neun Millionen Mal verkaufte. Woolfson über seine Motivation, das Projekt “Poe” als Musical auf die Bühne zu bringen:

Als ich vor fast 30 Jahren “Tales of Mystery” aufgenommen habe, war mir sehr wohl bewusst, dass das Thema weit mehr hergibt, als ich bis zu dem damaligen Zeitpunkt herausgefunden hatte. Heute, viele Jahre später, fühle ich, dass die Zeit reif ist, meinem Helden Edgar Allan Poe einen weiteren Besuch abzustatten.

Aus der ersten, im November 2003 in den Londoner Abbey Road Studios aufgeführten konzertanten Preview von “Poe” entwickelte Eric Woolfson ein Bühnenstück, das nun 2009 als Produktion der INTERNATIONAL LIVE ENTERTAINMENT GROUP AG (www.ileg.ch) in Zusammenarbeit mit TIMES SQUARE PRODUCTIONS zur Aufführung kommt.

Für die deutsche Übersetzung wird der Schriftsteller Daniel Call verantwortlich zeichnen, Regie führt Frank Alva Buecheler, das Bühnenbild stammt von Christoph Weyers. Musikalische Leitung: Volker Plangg, Choreografie: Jaroslav Staniek.

Premiere für “XMAS 3″, das Weihnachtsmusical des Performing Center Austria

Foto: PCASeit dem Jahre 2000 bringt das Performing Center Austria in der Weihnachtszeit ein XMAS-Projekt zur Aufführung, das ein primäres Ziel hat: Nachwuchstalente aus Wien und Umgebung im Alter von 10 bis 18 Jahren im Rahmen einer professionellen Produktion zu präsentieren und einer breiten Öffentlichkeit das hohe Niveau dieser Jugendlichen zu zeigen.

Neu an diesem Konzept war nicht nur die Intention, besonders begabte Kinder und Jugendliche innerhalb einer professionell einstudierten Produktion zu vereinen, sondern auch der Ansatz, jedes Jahr neue Drehbücher speziell für dieses Alter zu entwickeln. Viele Schulen fungieren als Kooperationspartner und schicken ihre Talente mit schriftlichen Empfehlungen zu den Auditions. Das Publikum ist Jahr für Jahr vom Leistungspotential begeistert, und der Ansatz, Weihnachtsgeschichten einem jungen Publikum in unverkrampftem, witzigem, aber auch durchaus frechem Licht zu präsentieren, verleiht den Produktionen einen besonderen Charme.

Für einige junge Darsteller war das Xmas Projekt die entscheidende Initialzündung, diese Berufsbahn tatsächlich einzuschlagen. Viele ehemalige Darsteller sind mittlerweile auf internationalen Bühnen als professionelle Darsteller zu sehen, wie zum Beispiel Linda Geider, Daniela Golpaschin, Eva Zamostny, Georg Prohaszka, Jürgen Kapaun, Niklas Gertl u. v. a. m.

Innerhalb der letzten 8 Jahre wurden beim Xmas Projekt insgesamt mehr als 32.000 Besucher gezählt. Damit wird jedes Jahr ein weiteres wichtiges Ziel erreicht – nämlich zumindest einmal im Jahr den Fokus ganz bewusst auf die wichtige Nachwuchsarbeit im Musicalbereich zu legen.

Das Projekt des Jahres 2008 heißt “XMAS 3″. Die Handlung in Kurzfassung:

Gott erschuf die Zahlen und gab allen eine besondere Bedeutung wie zum Beispiel die »10 Gebote«, »Die glorreichen 7« oder »Die 7 Todsünden«, »Die fantastischen 4«. Die Zahl 3 aber ist seine Lieblingszahl, und so beschließt er, dass »Aller guten Dinge 3« ist. Doch wie wir wissen, schläft der Teufel niemals und nimmt sich eines Tages vor, gerade die Zahl 3 zu boykottieren, um zu zeigen, dass das Böse auf der Welt endgültig die Oberhand behält. Natürlich ahnt auf der Erde niemand etwas von diesem Plan, und so nimmt die Geschichte rund um die Schulklasse von Sophie, Marion, Lola und Florian ihren bedrohlichen Lauf. In der Hölle feiert man schon mit einem Tanz die Macht des bösen »3-Zacks« und den Untergang des Lichts, doch entgegen aller Erwartungen schafft es die kleine Sophie, der positiven Zahl gerade zu Weihnachten doch noch zum Durchbruch zu verhelfen und das Böse zu besiegen!

Leading Team
Idee & Buch: Tommy Tatzber
Regie: Thomas Frank
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Choreographie: Sabine Arthold & Rita Sereinig

Cast
AMREITER Nicole, ARTH Saskia, ARTH Lara, BARBORIK Theresa, FREY Verena, GARTENMAYER Manuela, GERSTACKER Carolina, GORGI Sophia, HAVEL Anna Maria, HEINRICH Melanie, HOFBAUER Stefanie, HOLLAUF Hannah, HUART Nicolas, LEONBACHER Kathrin, LÖW Sina, MUCHA Johanna, NADERER Annakathrin, NADERER Sophie, NEUMANN Patricia, OVAKà“Và Jana, OLIZYKOWSKI Melanie, PALLINGER Martina, POLLAK Kathrin, REITHER Ramona, RESCH Hanna, RESCH Max, RODRIGUEZ David Alejandro, RUZICZKA Lukas, SCHOLZ Marlin Sophie, SCHUCHTER Seraphim, SEMOTAN Jakob, TROJAN Sabina, VÖGERLE Michaela, WEINGUNY Jasmin, ZEICHMANN Mira

»XMAS 3«
Theater Akzent, Theresianumgasse 18; 1040 Wien
Aufführungstermine:
11., 14. und 22.12.2008 um jeweils 19:00 Uhr; 11., 12., 16., 18., 22.12.2008 um jeweils 10:00 Uhr; 18.12.2008 um 14:00 Uhr
Tickets:
€ 28,- / 24,- / 19,- / 14,-
Kartenbuchung unter Theater Akzent, Theresianumgasse 18; 1040 Wien, Telefon: 01/501 65/3306

Theater der Jugend zeigt “Anton - Das Mäusemusical”

Foto: Theater der Jugend

Anton: Und warum ist jetzt plötzlich Weihnachten?
Franz: Weihnachten ist so eine Art Hausputz. Und dann treffen sich plötzlich alle im Wohnzimmer, schenken sich gegenseitig
das ganze unnütze Zeug und sagen ständig “Frohes Fest, Frohes Fest, Frohes Fest”,
und das nennen sie dann Bescherung.
Anton: Komisches Fest, dieses Weihnachten.

Am 28. November 2004 fand im Stadttheater Konstanz, Deutschland, die Uraufführung des Mäusemusicals “Anton” statt. Seitdem ist die Show von Gertrud und Thomas Pigor (Buch und Text) sowie Jan Fritsch (Musik) auf den Spielplänen für die jüngsten Besucher der deutschen Theater ein gern gespielter Kontrapunkt zu all den Pippi Langstrumpfs, Heidis, Jim Knopfs und den putzigen Meerjungfrauen.
Als Österreichische Erstaufführung zeigt das Theater der Jugend ab dem 4. Dezember 2008 “Anton - Das Mäusemusical” oder auch Weihnachtsmäusemusical.

Inhalt

Was braucht es mehr im Leben der Mäusebrüder Franz, Willi und Anton als ein altes Sofa zum Unterschlüpfen, eine sorgsame Spinne und das wunderbare Geigenspiel des kleinen Anton? Manchmal auch noch jede Menge an Glück, Zusammenhalt und Verstand! Denn die Idylle trügt. Oder anders gesagt, nirgends kann das Leben so brutal sein wie in einem Wohnzimmer, weiß Franz, der Älteste. Mausefalle, Staubsauger und überhaupt: Diese Menschen können das Mäusedasein im Nu in ein wahres Hundeleben verwandeln. Und dann ist guter Rat teuer!
Glücklicherweise steht jedoch Weihnachten vor der Tür, die friedvollste, duftendste und mäuseparadiesischste Zeit im Jahr. Doch nicht diesmal! Eine Katastrophe reiht sich an die nächste: Zuerst bringen die Menschen die Kekse in Sicherheit, dann stellen sie eine riesige Mausefalle unter dem Sofa auf, völlig unerwartet kreuzt die nervig-anstrengende Mäuse-Tante Lizzy auf und – damit nicht genug – landet plötzlich auch noch der Wunschzettel eines dieser Menschenkinder auf dem Fußboden, worauf in großen Lettern prangt: «Liebes Christkind! Ich wünsche mir nichts sehnlicher als eine Katze!”

Die kleine Maus Anton spielt Peter Kratochvil. Markus Schöttl und Robert G. Neumayr geben Antons Brüder Franz und Willi. Weiters zu sehen: Bettina Reifschneider (Spinne) und Josefin Platt (Tante Lizzy). Bis zum 24. Januar 2009 ist “Anton” im Renaissancetheater zu sehen. Auf der Website der Pigors kann man schon vorab in ein paar Songs der Show reinhören –> hier.

Leading Team
Regie: Markus Felkel
Bühne: Andreas Lungenschmid
Kostüme: Polly Matthies
Licht: Lukas Kaltenbäck
Komposition und Arrangements: Klaus Erharter
Choreographie: Sabine Bartosch-Ziegler

Cast
Peter Kratochvil, Robert G. Neumayr, Josefin Platt, Bettina Reifschneider, Markus Schöttl sowie Klaus Erharter, Sophie Hassfurther, Jakob Kovacic und Robert Pistracher

Anton - Das Mäusemusical
Renaissancetheater, 7, Neubaugasse 36
Aufführungen ab 2. Dezember 2008
Premiere am 4. Dezember 2008 um 16 Uhr
Weitere Vorstellungen: täglich außer sonntags bis 24. Januar 2009
ab 6 Jahren

Raimund Theater: Ausgesprochen Goebel

31. Dezember 2008
19:30bis22:30

Foto: VBW/Alexander Ch. WulzAm Silvesterabend 2008 ist Musicalstar Alexander Goebel, begleitet von seiner Band, mit dem Soloprogramm “Ausgesprochen Goebel” im Wiener Raimund Theater zu sehen.

Ab 19:30 Uhr gibt es unterhaltsame Rückblicke auf vergangene Jahre, Stand-up-Comedy & blitzschnelle Improvisationen - und natürlich jede Menge Songs aus den letzten vier Jahrzehnten sowie die bekanntesten Goebel-Hits: Lieder, die ihn persönlich bewegen und sein Leben veränderten. Neu arrangiert für sein Publikum.

AUSGESPROCHEN GOEBEL - DIE SILVESTERSHOW
Raimund Theater, 31. Dezember 2008, 19:30
Tickets €28,- bis 98,- und Infos an allen Vorverkaufsstellen der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN (Raimund Theater, Theater an der Wien, Wien-Ticket-Pavillon an der Oper, Ronacher)
bei Wien-Ticket unter 01-58885 oder www.wien-ticket.at und unter www.musicalviennna.at

Stadttheater Baden: The Scarlet Pimpernel (Version 2008)

Foto: Martin Bruny

Fragt man Frank Wildhorn, welches seiner Musicals er am ehesten für “abgeschlossen” hält, in dem Sinn, dass eine Veränderung nicht mehr zwingend notwendig sei, so bekommt man von ihm stets nur eine Antwort, nämlich dass er ständig am Verändern und Adaptieren seiner Werke ist. Und doch ist der Komponist mit einer Show ziemlich zufrieden: “The Scarlet Pimpernel“. Wildhorn:

«The Scarlet Pimpernel”, ob Sie es glauben oder nicht, kommt meiner ersten Vorstellung vom Klang des Scores am nächsten. In dieser Hinsicht käme also »The Scarlet Pimpernel” einer «endgültigen Version” am nächsten.

Das freilich ist das Resultat einer Menge “Veränderungsarbeit”, die die Show im Laufe der Jahre zu dieser von Wildhorn angesprochenen Einheit werden ließ. Im Programmheft zur aktuellen Baden-Fassung von 2008 (Premiere am 18. Oktober 2008) geht Regisseur Robert Herzl näher auf diese “Veränderungsarbeit” ein. Zu dem Zeitpunkt, als er im Jahr 2003 die “Scarlet Pimpernel”-Fassung von Halle konzipierte, lagen bereits folgende Versionen vor:

- Eine “Original Broadway-Produktion”, die am 9. November 1997 am Minskoff Theatre Premiere hatte.
- “The New Version” (”The Scarlet Pimpernel 2.0″): eine totale Überarbeitung, die am 10. Oktober 1998 zur Aufführung kam, ebenfalls im Minskoff Theatre.
- Die dritte - reduzierte - Version (”The Sarlet Pimpernel 3.0″): Premiere am 10. September 1999 am Neil Simon Theatre in New York. Letzte Vorstellung: 2. Januar 2000.

Für die deutsche Erstaufführung in Halle (am 14. Februar 2003) stellte Herzl eine wiederum neue Version der Show zusammen, “mit allen Musiknummern” … aber das ist so eine Geschichte, denn es war einmal ein Song - “Only love” -, der ursprünglich für “Rudolf” gedacht war, dann in “The Scarlet Pimpernel 1.0″ zum Einsatz kam und schließlich, als “Rudolf” konkretere Formen annahm, doch wieder aus “The Scarlet Pimpernel” gestrichen wurde. Freilich gibt es auch andere Erklärungen, beispielsweise jene von Nan Knighton, die man auf ihrer Website findet.

Fakt ist, dass “The Scarlet Pimpernel” zwar vom Klang her “endgültig” erscheinen mag - das liegt aber nicht daran, dass die Songs immer alle vorhanden sein müssen oder die Szenen immer in derselben Reihenfolge gespielt werden müssen. Wildhorn hat für diese Show einen ganz eigenen Ton geschaffen und eine eigenständige Atmosphäre. So, wie ihm das auch bei “Jekyll & Hyde” geglückt ist.

Freilich ist diese Eigenständigkeit der Wildhorn’schen Musicals nicht unumstritten. Immer wieder wird eine gewisse willkürliche Austauschbarkeit der Songs des Komponisten postuliert (und dann durch Geschichten wie “Only love” unterfüttert). Generell aber erinnert mich das immer an den Witz über die zwei Analphabeten, die an einem Buchgeschäft vorbeigehen. Sagt der eine: “Fad!” Darauf der andere: “Du sagst es, lauter Bücher, immer das Gleiche.”

Wir hier im Kultur-Channel erkennen die Eigenständigkeit der Wildhorn’schen Musicals unumschränkt an, wie wir auch jene der Lloyd Webber’schen Shows hören, und auch jene von Stephen Sondheim. Das schließt nicht aus, dass man Werke der drei Komponisten intuitiv “erkennt”. Ganz im Gegenteil. Denn das Gütesiegel “Wildhorn” verspricht auf alle Fälle immer eines: wuchtige Balladen, oder, wie man das gerne formuliert: Bigger-than-life-Balladen. Und gerade in “The Scarlet Pimpernel” haben wir davon eine Menge.

Gesungen und interpretiert werden sie in Baden von einem Ensemble hervorragender Sänger. Man mag bei den schauspielerischen Leistungen bei dem einen oder anderen eventuell ein paar Ungereimtheiten erkennen, beispielsweise bei Chris Murray (Chauvelin), der manchmal ein wenig zu unbeteiligt an “Mauern” herumlehnt, dessen Motivation nicht klar genug gezeichnet scheint, der vielleicht hie und da ein wenig outriert und bei den Weggabelungen der verschiedensten Interpretationsmöglichkeiten vielleicht mal in die falsche Richtung geht - aber was hat er doch für eine Stimme und wie gut und wirkungsvoll “spielt” er die meisten seiner Gesangsnummern (beispielsweise “Falke auf der Jagd”).

Foto: Martin Bruny

Man mag entweder die Art und Weise, wie Darius Merstein-McLeod seinen Sir Percy Blakeney - einen Dreh zu albern vielleicht manchmal - anlegt, aber immerhin, die Szenen kommen gut rüber, und stimmlich ist Merstein eine Wucht. Völlig überzeugend in einer kleinen, aber feinen Rolle: Klaus Ofczarek als Prince of Wales, nie zu schmierig oder zu übertrieben blasiert.

Foto: Martin Bruny

Wenn sich also manchmal das Gefühl einschleicht, dass sich alle - Schauspieler und Publikum - bei den Songs viel wohler als bei den Sprechszenen fühlen, dann mag das ein rein subjektiver Eindruck sein, und immerhin gibt es eine ganze Menge an blendenden Musiknummern bei “The Scarlet Pimpernel”, warum sich also nicht darauf konzentrieren? Wie ein Traum wunderschön beispielsweise “Ich vertrau auf dich”, gesungen von Darius Merstein und Maricel Wölk, die schon in Halle das Publikum begeisterten. Das geht fast nicht eindrucksvoller.

Foto: Martin Bruny

Eine Inszenierung mit Pomp und Gloria hat Robert Herzl auf die Bühne des Stadttheaters Baden geknallt. Und recht hat er. Bei einer Show wie “The Scarlet Pimpernel” muss man klotzen, nicht kleckern. Mit Wucht und Gespür für Wirkung kommt “Mitten ins Feuer” daher. Fast erwartet man noch Böllerschüsse und “echtes” Feuer. Die Schauspieler gehen mal links, mal rechts in den Zuschauerraum ab, dann stürmen sie wieder durch die Mitte auf die Bühne, blendend bei Stimme auch das Grüpplein Aristokraten (Alois Haselbacher, Sam Madwar, Stephan Wapenhans, Dietmar Seidner, Jan Hutter sowie Christian Zmek), das mit Percy im Untergrund gegen die Schrecken der französischen Revolution kämpft. Genau so muss das stimmlich besetzt sein: voluminös, beeindruckend. Jan Hutter singt sich schön langsam ins Musicalschlaraffenland und besitzt die nötige Ausstrahlung, um bis in die letzten Reihen zu wirken - etwas, was er auch nächstes Jahr im Ensemble von “Rudolf” beweisen wird. Es ist immer wieder schön, jemanden zu sehen, auch im Ensemble, dem man es dermaßen deutlich ansieht, dass er das, was er macht, auch gerne macht.

Foto: Martin Bruny

Projektionen, eine effektvolle Lichtregie, ein stimmiges Bühnenbild, tolle Kostüme, bei dieser Produktion passt fast alles, und es sollte nicht nur bei einer Spielzeit von einer Saison bleiben. “The Scarlet Pimpernel” ist im November noch an folgenden Tagen zu sehen: November: 15/16 (15.00)/28/29/30 (15.00).

Foto: Martin Bruny

Leading Team
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Inszenierung: Robert Herzl
Bühnenbild: Manfred Waba
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Kostüm-Koordination: Friederike Friedrich
Choreographie: Rosita Steinhauser

Foto: Martin Bruny

Cast
Sir Percy Blakeney: Darius Merstein-MacLeod
Marguerite St. Just, seine Frau: Maricel Wölk
Chauvelin: Chris Murray
Armand St. Just, Marguerites Bruder: Zoltan Tombor
Marie Grosholtz: Christa Hertl
Tussaud, ihr Verlobter: Robert Sadil
Mercier, Chauvelins Adjutant: Franz Joseg Koepp
Lord Anthony Dewhurst: Alois Haselbacher
Sir John (Ozzy) Osbert: Sam Madwar
Frederic Elton: Stephan Wapenhans
Lord Andrew (Andy) Farleigh: Dietmar Seidner
Hal Stanton: Jan Hutter
Benjamin Stubbs: Christian Zmek
Marquis de St. Cyr: Mario Fancovic
Jessup, Percys Butler: Franz Födinger
Robespierre: Robert Herzl
Der Prince of Wales: Klaus Ofczarek
Helene: Dessislava Philipova
Cloe: Sonja Fischerauer

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Odeon Theater: Premiere für “Treibgut - Lieder der Donau”

Foto: Michael Schnack/hear it here

Ich schwimm’ in einem Meer von Wonne, wie ein Walfisch in der Donau.
[Ferdinand Raimund]

Ich bin nicht schön und mag nicht blaue Wellen, hört auf, mit dummen Walzern mich zu schwängern! Ich fluche der Geburt aus deutschen Quellen und hasse Wien mit seinen Dudelsängern. Viel eher laufe ich in Csà rdasschnellen Zigeunern nach und dunklen Bauernfängern. [Friedrich Peter Kreuzig]

Am Wasser, am Wasser, am Wasser bin ich z’haus. Beim Rudern, beim Schwimmen da kenn’ ich mich gut aus. Von der Früh bis auf d’Nacht sitz ich im Schinakel drin, Weil ich vom Donaukarpfenklub der Obergigerl bin. [Wienerisch]

“Dreißig Sprachen, vierzehn Darsteller, ein Fluss - die Donau”, so verschlagwortet Michael Schnack, der künstlerische Leiter der Performing Arts Studios Vienna, sein neues Musiktheaterprojekt »TREIBGUT - Lieder der Donau«, das am 11. Dezember 2008 seine Uraufführung im Wiener Odeon Theater feiert.

“Treibgut” - hinter diesem Titel stecken Menschenschicksale zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer, die in Form von Text und Musikcollagen gespielt und in zeitgenössischen Arrangements a cappella gesungen werden.

Chroniken, Tagebücher, Briefe, Reiseberichte, aber auch Volkslieder aus Ost- und Zentraleuropa - aus Texten in dreißig verschiedenen Sprachen von Altgriechisch über Donauschwäbisch bis hin zum Wienerischen formte Michael Schnack einen sehr persönlichen Zugang zu einem Fluss, der natürlich auch für Österreich zu jeder Zeit bedeutend war.

Alexander Pschill (”Julia”, “Kommissar Rex”, “SOKO Donau”, Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt) gibt mit “Treibgut” sein Regiedebüt.

Leading Team
Regie: Alexander Pschill (Österreich)
Musikalische Leitung: Michael Schnack (USA)
Arrangements: Paul Hille (Deutschland) und Michael Schnack (USA)

Besetzung
Kaoko Amano (Japan), Christian Ariel (Argentinien), Eugen Condria (Rumänien), Pà©ter Fogarassy (Ungarn), Florian Graf (Österreich), Johannes Karl (Deutschland), Joanna Luto (Polen), Max Mayerhofer (Österreich), Eva Maria Neubauer (Österreich), Alexandra Nutz (Österreich), Irina Platon (Russland), Andrea Profant (Slowakei), Gernot Romic (Österreich), Murielle Stadelmann (Frankreich)

Aufführungstermine
11., 16. und 17. Dezember 2008 um 19 Uhr 30 im Odeon Theater, Taborstraße 10, 1020 Wien

Tickets
Karten: € 25,- / ermäßigt € 20,- und € 18,- / ermäßigt: € 12,-
Theaterverein Odeon, 1020 Wien, Taborstraße 10
Telefon: + 43 1 216 51-27
Fax:+ 43 1 216 51 27-22
Mail: odeon(at)odeon-theater.at
WWW: Odeon

Links
- Hear it Here Productions
- ODEON-Theater

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