Martin Bruny am Donnerstag, den
28. Juli 2011 um 21:45 · gespeichert in Musical, Deutschland
Um zehn Jahre mit Option auf weitere zwei Mal fünf Jahre hat Stage Entertainment die Mietverträge für die Musical-Theater in Stuttgart und Hamburg verlängert: in Stuttart für die Musical-Theater Apollo und Palladium im SI-Centrum, in Hamburg für das Theaterhaus Neue Flora.
In einem Beitrag, betitelt “Stop Telling Me What to Think About Your Show: A Manifesto of Love and Annoyanceâ€, beschäftigt sich die Bloggerin Laura Motto (vulgo Lucky) mit Durchsagen, die vor Beginn von Theateraufführungen über Band in den Theatersaal eingespielt werden oder auch live von der Bühne kommen.
Heutzutage ist man es ja gewohnt, dass man daran erinnert wird, sein Handy auszuschalten, ja, auszuschalten, nicht auf lautlos zu stellen – nur um dann während der Show dennoch eine nette Sitznachbarin zu haben, die einen “ganz bedeutenden” Song live per Handy “übertragen” muss, oder eine SMS nach der anderen live aus dem Theater schicken muss.
In den USA scheinen sich belehrende Durchsagen in letzter Zeit zu häufen, so beispielsweise erlebte Laura Motto eine Preview des neuen Duncan Sheik/Steven Sater-Musicals «The Nightingale” und bekam als Intro die Warnung, dass man eine Show zu sehen bekäme, die noch nicht fertig sei. Es sei nicht erwünscht, dass man darüber bloggt, tweetet oder sich anders online darüber äußert.
Motto meint dazu:
I understand the value of the preview process, and it’s our blog’s policy to play by the rules: We generally don’t post reviews until previews have ended. But besides just being a total drag, the announcements, I couldn’t help but feel, infringed on something really basic: They wrecked the magic.
Musicals, like opera, require the suspension of disbelief in ways that almost no other kind of entertainment does. Preshow lectures don’t do much to preserve that. They took me out of the moment and distracted me from the work. And there was a more sinister implication, too: That the audience is not capable of fairly judging a show on its own.
Die Frage, die Motto stellt: Wenn sie für ihr Ticket bezahlt, wer kann ihr das Recht absprechen, ihre Meinung zu äußern, egal wie und egal wo.
Wir alle kennen die ungeschriebenen Regeln, dass man eine Show nicht vor der Premiere bespricht, aber wenn es denn ohnedies ungeschriebene Regeln sind, die für Journalisten gelten, die im Auftrag für ein Medium schreiben und nicht für ihre Tickets bezahlen, wenn es denn Regeln sind, die nur die befolgen, die sie befolgen wollen, warum müssen sich dann alle derartigen Schmafu vor der Show anhören?
Und was ist so positiv an all den falschen Lobgesängen, die man oft von unmittelbar oder mittelbar Involvierten über jede besuchte Show hört, was ist so großartig an jenen entsetzlichen Lobgesängen, die sie dann in Magazine, Foren und sämtliche meinungsbildenden Online-Medien einschleusen. Ein bisschen mehr Wahrheit wäre angebracht.
Martin Bruny am Samstag, den
23. Juli 2011 um 11:47 · gespeichert in Musical, Deutschland
Nicht im Herbst, sondern bereits im August 2011 geht die Deutschland-Premiere von “Rebecca” über die Bühne. Aufgeführt wird das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze in Prüm, einer Verbandsgemeinde mit rund 23.700 Einwohnern in Rheinland-Pfalz.
Die private Musikschule Kalimba, gegründet 1995 von Petra Theis und Reiner Klein, spielt die Show vom 12. bis zum 14. August 2011 in der Kapelle des Konvikts in Prüm.
Die künstlerische Gesamtleitung hat Petra Theis. Weiters mit dabei: Dieter Thömmes (Klavier), Dominik Feltes (Schlagzeug) und Jonas Fleck (Gitarre) sowie die 20 Sänger der Gesangsklasse. Gegeben wird eine leicht gekürzte Version.
Der Vorverkauf für die Termine am 12. und 13. August um 19 Uhr und am 14. August um 15 Uhr startet Anfang August. Die Tickets können in der Buchhandlung Hildesheim und bei der Musikschule Kalimba in Prüm gekauft werden.
Update
Die weiteren Entwicklungen wurden –> hier behandelt.
Martin Bruny am Dienstag, den
19. Juli 2011 um 03:10 · gespeichert in Musical, Kanada
Von Kanada in die USA hat es die “Jesus Christ Superstar”-Version des Stratford Shakespeare Festivals schon mal geschafft. Ab November ist die Inszenierung von Des McAnuff im La Jolla Playhouse zu sehen. Die gesamte Cast der kanadischen Produktion wird in die USA übersiedeln.
Im La Jolla Playhouse wird “Jesus Christ Superstar” vom 18. November bis 31. Dezember 2011 zu sehen sein. Des McAnuff:
Given my long, happy and fruitful history with La Jolla Playhouse, I am naturally thrilled by the prospect of this collaboration between our two great theatres. The pride I take in the magnificent work being done by our Festival artists in Jesus Christ Superstar is matched by my deep appreciation to La Jolla for giving us this wonderful opportunity to showcase that work to an audience of which I am very fond …
Andrew Lloyd Webber hat sich in den Medien in den letzten Wochen dafür eingesetzt, die Stratford-Version an den Broadway zu bringen. Das La Jolla Playhouse mag dafür eine gute Zwischenstation sein.
Martin Bruny am Dienstag, den
19. Juli 2011 um 01:20 · gespeichert in Netz, Musical, Wien, Skurriles
In Stockerau wird derzeit das Musical “Sie spielen unser Lied” gegeben, scheinbar mit überschaubarem Publikumserfolg. Der Vorverkauf für die Mittwochvorstellung hat sich am Dienstag wie folgt bei Wien-Ticket präsentiert:
Wer also die Show sehen möchte: –> hier kann man Tickets käuflich erwerben.
Uwe Kröger wird auf Facebook vermutlich von den üblichen Fans fest gegendert und auch noch gleich zum Regisseur, nein, tschuldigung, zur RegisseurIn erklärt. (LINK) Und eine Person mag das sogar. Wunderbar?
Und zum krönenden Abschluss präsentiert sich unser aller kathweb im Impressum als dem “Web” seit 1947 angehörig. (LINK) Gratulation!
Martin Bruny am Montag, den
18. Juli 2011 um 18:09 · gespeichert in Musical, Wien
Erdacht, geplant, erledigt. Auch der Laie Schönborn ist nun zum Thema der Katholischen Presseagentur (kathweb) geworden. Ein bisserl hats ja gedauert, aber heute haben sie sich getraut.