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Archiv - News

Was wäre die Welt ohne Fehlprognosen?

Eine erstaunliche Erfindung. Aber wer sollte sie jemals benutzen wollen? [US-Präsident Rutherford B. Hayes über das Telefon, 1877]

Der Fernseher wird sich nicht auf dem Markt durchsetzen. Die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren. [Vizepräsident der Filmgesellschaft 20th Century Fox Darryl F. Zanuck, 1946]

Wer braucht eigentlich diese Silberscheibe? [Philips-Vorstand Jan Timmer über die CD, 1982]

Jeder, der heute über 50 ist, wird, bis er in die Kiste hüpft, beim traditionellen Medium bleiben. [Chef der Universal-Austria und der IFPI Austria Hannes Eder auf die Frage, ob die Musikindustrie noch vom Tonträgerverkauf leben kann, 2007]

Die ersten drei Zitate sind im Magazin “Tomorrow” (Ausgabe 7/2007) zu finden, das letzte Zitat im Wochenmagazin “Profil” (Ausgabe 25/2007). Bedenkt man, dass ein heute 50-Jähriger durchaus noch eine Lebenszeit von vier bis fünf Jahrzehnten vor sich hat, wagt sich Herr Eder auf dünnes Eis. Aber es ist gerade diese Überheblichkeit, die schon oft dazu geführt hat, dass Entwicklungen verschlafen wurden.

Premiere: “HAIR”/Musical-Sommer Amstetten

18. Juli 2007
19:30bis22:30

Musical Sommer Amstetten 07: HAIR - The American Tribal Love-Rock Musical

Musik: Galt MacDermot
Buch und Gesangstexte: Gerome Ragni, James Rado

Rob Fowler: Berger
Mark Seibert: Claude
Sabine Mayer: Sheila
Kudra Owens: Dionne
Pehton Quirante: Woof
Ruben Heernveen: Hud
Christa Helige: Jeanie
Lucca Züchner: Crissy

Dave Moskin, Steven Seale, Simon Eichenberger, Giuliano Mercoli, Philip Ranson, Dominik Hofbauer, Brian Carmack,
Ramesh Nair, Jacqueline Braun, Cora Wütherich, Patrizia Meeden, Ines Hengl-Pirker, Lorna Dawson,
Kenia Bernal-Gonzales, Daniella Foligno

Premiere: “C’est la vie”/Stockerau Open Air Festival 2007

4. Juli 2007
20:00bis22:30

Buch und Liedtexte: Prof. Peter Orthofer
Musik: Michael Schnack
Regie: Alex Balga
Choreografie: Christoph Riedl
Bühnenbild: Walter Vogelweider
Kostüme: Mimi Zuzanek

Mit: Caroline Frank, Alfons Haider, Heidelinde Pfaffenbichler, Asha Lindsey, Christian Petru, Jörg Stelling und einem zehnköpfigen Tanzensemble

04. Juli - 18. Aug. 2007
Mi - Sa * 20:00 Uhr
Am Platz vor der barocken Stadtpfarrkirche Stockerau - Bei Schlechtwetter im Veranstaltungszentrum Z 2000

Karten: 02266/67 689 oder www.stockerau.gv.at

Ein aktuelles Musical, basierend auf der Geschichte der Jeanne d’Arc, der Retterin Frankreichs.

Premiere: “The Scarlet Pimpernel”/Felsenbühne Staatz

20. Juli 2007
20:30bis23:30

Auf der Felsenbühne Staatz findet am Freitag, dem 20. Juli 2007 um 20:30 Uhr die Österreich-Premiere des Frank Wildhorm-Musicals «The Scarlet Pimpernel” statt.
In den Hauptrollen: Markus Neugebauer (Sir Percy Blakeney), Elisabeth Sikora (Marguerite St. Just) und Werner Auer (Chauvelin)

Bachmannpreis: Pest, Cholera, Corino

Stichwahl für den 3sat-Preis und kelag-Preis im Rahmen des Bachmannwettbewerbs 2007. Zur Letztwahl stehen die Texte zweier Autoren: Thomas Stangl und PeterLicht. Man freut sich für die Autoren. Einer wird gewinnen. Beide Künstler sind anerkannt, auf verschiedensten Gebieten.

Was fällt Juror Karl Corino in diesem Moment ein, in dem von ihm vorgeschlagene Autoren nicht punkten konnten? Er meint, live auf Sendung: “Eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.”

Damit hat sich Corino selbst disqualifiziert. So kann man über Künstler vielleicht im Suff reden, aber sonst? Ein Mindestrespekt vor Autoren sollte zumindest bei einem Literaturwettbewarb vorhanden sein. Wir sind nicht im Wirtshaus. Aber vielleicht haben wir Glück und es war der letzte Auftritt von Karl Corino beim Bachmannwettbewerb.

Bachmannpreis 2007 - ein Tiefpunkt der Diskussionskultur

Der Bachmannpreis lebt von den Diskussionen der Juroren im Anschluss an die Autorenlesungen. 30 Minuten haben Autoren für ihre Lesungen zur Verfügung, 30 Minuten sind vorgesehen für die Diskussion der 9 Juroren.

Beim Bachmannpreis 2007 klappt das in der Regel. Die Juroren diskutieren recht brav, wenn auch im Gegensatz zu gloriosen vergangenen Jahren mit weitaus weniger Leidenschaft. Zu einem wahren Eklat kam es jedoch am zweiten Tag nach dem Vortrag des Schriftstellers Peter Licht. 6 Juroren gaben im Sinne von Statements ihre Meinung ab, 3 Juroren (Karl Corino, Ursula März und Ilma Rakusa) verzichteten auf eine Stellungnahme. Eine Diskussion rund um einen der bisher interessantesten Texte dieses Literaturwettbewerbs fand nicht statt, von den 30 zur Verfügung stehenden Minuten wurden nur 15 genutzt. Wie soll man das nennen? Feigheit, Arbeitsniederlegung, Unfähigkeit, Müdigkeit vor dem Feind?

Peter Licht zog es vor, sein Gesicht den TV-Zuschauern, die via 3Sat alle Lesungen verfolgen können (und via Stream im Internet), nicht zu zeigen. Er möchte sozusagen anonym bleiben. Ob das eine Masche ist, um scheinbar gegen seine Intention zusätzlich Aufmerksamkeit auf seine Person zu konzentrieren - egal. Das ist von der Jury nicht zu “ahnden”.

Fakt ist: Der Bachmannpreis lebt von der Diskussion der Juroren. Sie haben im Fall von Peter Licht die ganze Veranstaltung zur Farce verkommen lassen. Schade, Frau Vorsitzende Radisch. Unter Herrn Reich-Ranicki hätte es so etwas mit Sicherheit nicht gegeben.

Die Vereinigten Bühnen Wien am Donauinselfest 2007

Seit zehn Jahren sind die Vereinigten Bühnen Wien Stammgäste auf dem alljährlich stattfindenden Donauinselfest. “Best Of Musical” ist der Titel der Show, bei der die jeweiligen aktuellen Leading Ladies & Men Musicalhits von heute (und ein paar von gestern) interpretieren.

In diesem Jahr findet die Musicalshow am Sonntag, dem 24. Juni 2007, um 20 Uhr auf der Wien Energie-Radio-Wien-Krone-Festbühne statt. Folgende Damen und Herren haben sich angesagt: Wietske van Tongeren, Susan Rigvava-Dumas, Carin Filipcic, Marjan Shaki, Uwe Kröger, Matà© Kamarà¡s, Carsten Lepper und Lukas Perman. Caspar Richter wird das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien dirigieren, Alexander Goebel führt durch das Programm.

Der geplante Ablauf der Show:

- Beauty and the Beast - Entreakt
- Grease - Summer nights - Marjan Shaki , Matà© Kamarà¡s
- Grease - Hopelessly devoted to you - Marjan Sahki
- Grease - You´re the one - Marjan, Matà© Kamarà¡s
- Elisabeth - Ich gehör nur mir - Wietske van Tongeren
- Elisabeth - Todzeitwalzer
- Elisabeth - Der letzte Tanz - Uwe Kröger
- Elisabeth - Wenn ich tanzen will - Wietske van Tongeren, Matà© Kamarà¡s
- Elisabeth - Kitsch - Carsten Lepper
- Elisabeth - Die Schatten werden länger - Lukas Perman, Matà© Kamarà¡s
- Jekyll & Hyde - Mörder
- Jekyll & Hyde - Jemand wie Du - Susan Rigvava-Dumas
- Jekyll & Hyde - Walzer
- Jekyll & Hyde - Dies ist die Stunde - Carsten Lepper
- Tanz der Vampire - Für Sarah - Lukas Perman
- Tanz der Vampire - Draußen ist Freiheit - Lukas Perman, Marjan Shaki
- Tanz der Vampire - Die unstillbare Gier - Matà© Kamarà¡s
- Tanz der Vampire - Totale Finsternis - Marjan Shaki, Uwe Kröger
- Mozart! - Hier in Wien
- Mozart! - Gold von den Sternen - Carin Filipcic
- Romeo & Julia - Ball
- Romeo & Julia - Liebe - Marjan Shaki, Lukas Perman
- Romeo & Julia - Siehe da, sie liebt - Carin Filipcic
- Romeo & Julia - Herrscher der Welt - Lukas Perman, Uwe Kröger, Matà© Kamarà¡s
- Chicago - Ouvertüre
- Chicago - All that Jazz - Susan Rigvava-Dumas
- Rebecca - Ich hab geträumt von Manderley - Wietske van Tongeren
- Rebecca - Gott, warum? - Uwe Kröger
- Rebecca - Jenseits der Nacht - Wietske van Tongeren, Uwe Kröger
- Rebecca - I’m an American Woman - Carin Filipcic
- Rebecca - Rebecca - Susan Rigvava-Dumas, Wietske van Tongeren
- The Rocky Horror Show - Time Warp - Alle

Nadine Beiler singt Frank Wildhorns “Something to believe in”

Welcher österreichische Sänger bzw. welche Sängerin bekommt schon mal die Chance, ein Lied von Komponist Frank Wildhorn interpretieren zu dürfen. Nun, beispielsweise Nadine Beiler, Starmania-Siegerin des Jahres 2007. Auf ihrer ersten Solo-CD “Komm doch mal rüber” (Veröffentlichungsdatum: 25. Mai 2007) findet sich der Song “Was wir sind”. Dabei handelt es sich um die deutsche Version von “Something to believe in”, einem Lied, das Linda Eder 1997 erstmals für ihre Solo-CD “It’s time” aufgenommen hat. Im Booklet zu “It’s time” schreibt Linda Eder über “Something to believe in”:

One of my greater worries over the last three years has been that someone else would record this song before I got the chance. It was written at the same time as the material for my last album “AND SO MUCH MORE” (remember that “batch” thing) but I had no place on that album. I close every performance with that piece, because I like what it says, and because my soul just loves that song

Was mich am meisten an Beilers Version (zu hören als Stream auf ihrer Website) stört, sind diese wirklich ekelhaft billigen Synthesizer im Refrain. Wenn man kein Geld hat für Streicher, was ja keine Schande ist, dann bitte, um Himmels Willen, wenigstens nicht dieses Puppendigiquatschorchester. Es macht jedes Lied zur Lachnummer, egal, was sonst noch zu hören ist.
Beiler tritt mit dieser Nummer, ob sie will oder nicht, gegen Linda Eder an (Eders Version ist auf YouTube zu sehen). Songs von Frank Wildhorn leben von der Interpretation. Man kann alles aus ihnen machen. Ein schlechter Sänger macht Schlager draus, ein guter Sänger unvergesslichen Pop, Linda Eder Pop/Gospel-Crossover vom Feinsten.
Beilers “Was wir sind” wurde am 4. Mai 2007 als Singleauskopplung veröffentlicht. Am 18. Mai 2007 stieg sie auf Platz 15 der Austria Top 75 ein, konnte sich danach aber platzmäßig nicht mehr verbessern. Am 22. Juni 2007 ist sie noch auf Platz 43 zu finden.
Beilers Interpretation ist nett, aber hinterlässt keinen Eindruck. Gefühlsmäßig eine Nullnummer. Zusätzlich störend sind Probleme, die sie mit ihrer Artikulation hat - all das scheint am Produzenten vorbeigegangen zu sein. Schade um die vertane Chance.

“American Idol” schafft es an den Off-Broadway - als Musical

“American Idol”, die amerikanische Variante der englischen Castingshow “Pop Idol” beziehungsweise des deutschen “Deutschland sucht den Superstar”, feiert demnächst seine Off-Broadway-Premiere, und zwar als Musical.

In “Idol: The Musical” dreht sich alles um Clay Aiken, einen ehemaligen Teilnehmer von “American Idol”, der die zweite Staffel 2003 zwar nicht gewinnen konnte, dem aber als Zweitplatzierten eine Karriere sondergleichen gelungen ist. Im Jahre 2003 wurde seine Single “Bridge Over Troubled Water / This Is The Night” als bestverkaufte des Jahres mit einem Billboard Award ausgezeichnet, 2004 und 2005 folgten weitere Billboard Awards, jeweils für seine CD “Merry Christmas With Love”. 2004 wurde sie als “Best Selling Christmas Album” ausgezeichnet, 2005 als “Best Selling Christian Album”.

Einen Überblick über die Karriere von Clay Aiken bietet Wikipedia - in seinem Fall extrem ausführlich, und das hat seinen Grund. Aiken konnte durch “American Idol” eine dermaßen große, begeisterte und vor allem loyale Anhängerschaft, sprich Fans, generieren, dass der Begriff “Claymaniacs” zumindest in den USA zur Trademark avancierte. Exakt das ist auch das Thema des Musicals “Idol: The Musical”, das am 5. Juli 2007 im 45th Street Theatre mit den Previews startet. Der Inhalt der Show kurz zusammengefasst:

“There are eight of them; all belonging to the same cult-like club that meets daily in a barn that doubles as a shrine to Clay Aiken. They are actively ridiculed by the rest of Steubenville; a humiliating situation that doesn’t deter their quest for all things Clay. They are victims of A.D.D., Ritalin, their misguided obsessions and their innocent longing for their elusive ‘15 minutes.’ One of them pumps gas. One of them is home-schooled. One of them is a genius. And one of them is a basketball phenom who would rather be a Chippendales dancer. The other four have equally bizarre back-stories too complicated to tell here; but suffice it to know that the real bad-guy of the piece is a total harpy named Adrienne. She gives new meaning to the word villain. The story heats up when the mid-American leg of the ‘Idol Tour,’ starring Clay Aiken, is announced to be playing Chicago, Memphis, Louisville, Scranton, Charleston, Greensboro, Roanoke and Steubenville. Steubenville! False idols are a tricky bunch. Especially those that have lost national singing contests. Go ask Clay. I think he’ll know.”

“Idol: The Musical” wird als satirisches Musiktheaterstück angekündigt. Das Buch stammt von Bill Boland, die Musik von Jon Balcourt. Todd Ellis fungiert als Produzent der Show in Manhattan, Bill Boland übernimmt auch die Regie.

Wer nun mit dem Namen Clay Aiken gar nichts anfangen kann, findet unter dem Schlagwort “Aiken” im Kultur-Channel-Archiv eine ganze Menge an Meldungen über den Sänger, oder einfach hier klicken. Der Clip von YouTube zeigt fast schon idealtypisch, wie anders Aiken ist und wie dieses “Anderssein” frenetisch gefeiert wird. [Story]

Monteverdi als Visionär - “ensemble 15.21″ live in der Ruprechtskirche

Gegründet an der Wende zum 21. Jahrhundert, interpretiert das “ensemble 15.21″ einerseits Vokalmusik der Renaissance- und Barockzeit, andererseits zeitgenössische Kompositionen. “ensemble 15.21″ - ein Name also, der nicht nur Bedeutung hat, sondern auch Programm ist.

Das Repertoire des 8 Mitglieder starken Chors umfasst Messen, Motetten und Madrigale von Josquin Desprez bis Johann Sebastian Bach sowie Werke der Gegenwart von Benjamin Britten bis zu zeitgenössischen Komponisten. Gerade der Brückenschlag von alt zu neu ist es, der Konzerte des “ensemble 15.21″ zu spannenden Hörerlebnissen macht.

Christina Stegmaier (Sopran), Berta Elisabeth Zacharias (Sopran), Judith Mandlburger (Mezzosopran), Pia Ernstbrunner (Alt), Gottfried Mandlburger (Tenor), Johannes Kerschner (Tenor), Nikolaus Pont (Bariton) und Manfred Duchkowitsch (Bass) treten am Montag, dem 18. 6., und Dienstag, dem 19. 6. 2007, jeweils um 19:30 Uhr in der Wiener Ruprechtskirche im Rahmen von “Alte Musik in St. Ruprecht” mit ihrem Programm “Monteverdi, der Visionär” (3. Teil des dreiteiligen Zyklus mit Werken aus dem VI. bis VIII. Madrigalbuch von Claudio Monteverdi) auf.

An der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, von der Renaissance- zur Barockzeit, nimmt das Madrigalschaffen Claudio Monteverdis (1567–1643) einen ganz besonderen Rang ein. In einem dreiteiligen Zyklus bietet das “ensemble 15.21″ anhand seiner Madrigale die Möglichkeit, Monteverdi genauer kennen zu lernen und sich einzuhören in die Vielfalt des italienischen Madrigals rund um 1600.

Karten
Tel.: 0699/ 11 16 62 75
Mail: altemusik@aon.at

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