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Archiv - News

“American Idol”-Zweitplazierter Clay Aiken - der neue Retter der Plattenindustrie?

Ask the employees at Clay Aiken’s record label, RCA, if they would listen to Aiken’s debut album, Measure of a Man, by choice, and the response is almost uniform: a lengthy pause followed by laughter. RCA was the home of Elvis Presley, and its current roster includes critical favorites like the Strokes and the Foo Fighters. It’s a rock label. Aiken, who came in second on the most recent installment of American Idol, is not only not a rocker, but, as he says in his aggressively self-deprecating way, “I’m not an artist. I’m just a guy who was on a reality show—and I didn’t even win!” Humility aside, Aiken, 24, doesn’t mind being doubted because he believes in his bones that his detractors are wrong. “There are many people at the record label who are afraid of me,” he says. “They don’t understand the reasons that someone as uncool as me is here. In a way—and this is a horrible word to say, and once I say it you’re going to print it—it’s a revolution.” [story]

“Fame Academy”, England: Wieder mal fliegt der wahre Gewinner vorzeitig raus


Peter Brame, ein Name, den man sich merken muss - war und wird er doch für viele der wahre Gewinner der zweiten englischen Fame Academy-Staffel bleiben. Nichtsdestotrotz ist er dieser Tage ausgeschieden, und so hat BBC das Problem, mit drei Langeweilern das Finale bestreiten zu müssen. Herzlichen Glückwunsch auch! Peter Brame indes wird auch ohne die Academy seinen Weg machen, dessen bin ich mir sicher.

Elton Johns “Your Song” auf Klassik getrimmt


Julian Webber, seines Zeichens Cellist und Bruder von Andrew Lloyd Webber (oder umgekehrt), hat sich für seine Jubiläums-CD “Made in England” (er ist seit 20 Jahren bei Universal unter Vertrag) einen Star geangelt: Elton John. Ganz unter dem Banner des Crossovers unterwegs (Pop, Disco, Musical, Film …), fischt nun Elton John auch im Heiligen Meer der Klassik. “Your Song”, ein Lied, das nicht mal der unbegabteste Sänger killen kann, wird nun bald in instrumentaler Version, ganz Cello-erfüllt, aus den Boxen vieler Klassik-Fans wabern. [story]

West End: Michael Barrymore schmeisst Comeback-Show nach drei Aufführungen hin


Der eine schmeisst ein Engagement in Wien hin, weil er in Hamburg ne bessere Rolle hat (Thomas Borchert, die untreue Tomate), der andere schmeisst seinen Auftritt ein paar Minuten vor Beginn der Vorstellung hin, weil ihn die Kritiker in der Luft zerfetzt haben. Michael Barrymore, der legendäre TV-Komiker, brachte gerade drei Shows seines West-End-Engagements mit Anstand über die Bühne, danach gab er auf. Noch bis 8. November wollte er “Live on Stage” sein West-End-Debüt zelebrieren, doch die Londoner Kritiker machten dem ein schnelles Ende. Schlechte Kritiken - verheerender Vorverkauf, da verzweifelt wohl auch ein Starkomiker. [story]

Starmania - die neue Generation


Auch Österreich hat sich nun aufgemacht, einen neuen Superstar zu suchen. Freitag abends fand die Kick-off-Sendung als großteils Personality-Show der Jury statt - ab nächster Woche stehen dann hoffentlich die Kandidaten im Mittelpunkt.
Und dann wollen wir doch mal sehen, wie weit es Armin Beyer bringen wird. Der Anfang war schon mal ziemlich beeindruckend.

Streisands 60. CD - Minimalangebot in Topqualität


Über die Auswahl der Songs kann man streiten, über die Anzahl der Songs natürlich auch, aber Barbra Streisand hat mal wieder alles aufgefahren, was gut und teuer ist, um ihr neuestes Werk wie gewohnt (zumindest für eine Woche) auf die Nummer 1 der US-BILLBOARD-Charts zu pushen. “The Movie Album” lautet der wenig originelle Titel (und welcher Entertainer hat nicht schon mal ein “Movie Album” herausgebracht) der CD. Zu hören sind:

“Smile” (from Modern Times, 1936)
“Moon River” (from Breakfast at Tiffany’s, 1961)
“I’m in the Mood for Love” (from Every Night at Eight, 1935)
“Wild is the Wind” (from Wild is the Wind, 1957)
“Emily” (from The Americanization of Emily, 1964)
“More in Love with You” (from The 4 Horsemen of the Apocalypse, 1962)
“How Do You Keep the Music Playing?” (from Best Friends, 1982)
“But Beautiful” (from Road to Rio, 1947)
“Calling You” (from Bagdad Cafe, 1988)
“The Second Time Around” (from High Time, 1960)
“Goodbye for Now” (from Reds, 1981)
“You’re Gonna Hear from Me” (from Inside Daisy Clover, 1965)

Ja, Barbra, wir kaufen uns das natürlich, aber bei der Fortsetzung in fünf Jahren dann bitte eine originellere Songauswahl, vielen Dank auch und MERRY XMAS.

“Hurt”

I hurt myself today
to see if I still feel
I focus on the pain
the only thing that’s real
the needle tears a hole
the old familiar sting
try to kill it all away
but I remember everything
what have I become?
my sweetest friend
everyone I know
goes away in the end
you could have it all
my empire of dirt

I will let you down
I will make you hurt

I wear my crown of thorns
on my liar’s chair
full of broken thoughts
I cannot repair
beneath the stain of time
the feeling disappears
you are someone else
I am still right here
what have I become?
my sweetest friend
everyone I know
goes away in the end
you could have it all
my empire of dirt

I will let you down
I will make you hurt

if I could start again
a million miles away
I would keep myself
I would find a way

(Nine Inch Nails, performed by: Johnny Cash)

Tante Käthchen platzt der Kragen oder Warum auch Deutsche Ozzy Osbourne lieben - Ein Dramolett

0:0, das Fußballspiel Deutschland-Island ist vorbei. Der Nationaltrainer des deutschen Teams muss zum Interview. Was folgt, ist eine gelungene Mischung aus Freakshow Marke Ozzy Osbourne und einer schwächeren Folge der Lindenstraße, gewürzt mit etwas Schimanski. Vorhang auf:

1. Akt
Delling, das ist eine Sauerei, was der sagt. Die Geschichte mit dem Tiefpunkt, und nochmal ein Tiefpunkt. Da gibt’s nochmal einen niedrigen Tiefpunkt. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Da stelle ich mich vor die Mannschaft. Natürlich war das heute nicht in Ordnung. Aber ich weiß nicht, woher die das Recht nehmen, so etwas zu sagen. Das verstehe ich nicht. Dann soll er doch Samstagabend Unterhaltung machen und keinen Sport, keinen Fußball. Dann soll er ‘Wetten dass …’ machen und den Gottschalk ablösen.

2. Akt
Aber ich kann diesen Käse nicht mehr hören nach jedem Spiel, in dem wir kein Tor geschossen haben, dann ist noch ein tieferer Tiefpunkt. Das ist das Allerletzte. Wechselt den Beruf, das ist besser. Ich sitze jetzt seit drei Jahren hier und muss mir den Schwachsinn immer anhören. Das ist einfach so.

3. Akt
Wir haben 0:0 gespielt beim Tabellenführer. Das ist sicher ein Tick zu wenig für unsere Ansprüche, wir sind Vizeweltmeister. Da muss ein bisschen mehr kommen. Aber der Scheiß, der da immer gelabert wird. Da sollten sich alle wirklich mal Gedanken machen, ob wir in der Zukunft so weitermachen können. Immer diese Geschichte, alles in den Dreck ziehen, alles runterziehen. Das ist das Allerletzte - und ich lasse mir das nicht mehr so lange gefallen, das sage ich euch ganz ehrlich.

4. Akt
Wieso müssen wir denn die Mannschaften klar beherrschen? Die Isländer sind Tabellenführer, das weißt du, Waldi, oder nicht? Sind sie Tabellenführer oder nicht? Na also. Und da müssen wir den Gegner auswärts beherrschen. In welcher Welt lebt ihr denn alle. Ich habe doch die Mannschaft kritisiert, das war heute nicht in Ordnung. Ihr müsst doch mal von eurem hohen Ross runterkommen, was ihr euch immer alle einbildet, was wir für einen Fußball in Deutschland spielen müssen. Der Günter (Netzer, Anm.), was die früher für einen Scheiß gespielt haben, da konntest du doch früher überhaupt nicht hingehen, die haben doch früher Standfußball gespielt.

5. Akt
Die Schärfe bringt ihr doch rein. Müssen wir uns denn alles gefallen lassen? Du sitzt hier locker auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken. Natürlich war das von dem einen oder anderen nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Es kann doch keiner verlangen, dass wir hierher fahren und die Isländer 5:0 wegputzen. Aber so redet ihr doch alle. Das ist doch richtig, dass wir sicherlich in den letzten Monaten Spiele abgeliefert haben, die nicht in Ordnung waren. Nur wehre ich mich dagegen, dass man nach solchen Spielen alles total in den Dreck zieht. Das ist das Allerletzte, unterste Schublade.


Epilog

Gewisse Dinge gehören sich einfach nicht. Ich bin auch nicht so wie der Erich Ribbeck und der Berti Vogts, die jahrelang an ihrem Stuhl festgehalten haben, egal was die Journalisten geschrieben haben oder im Fernsehen gesagt haben. Das ist mir das Ding nicht wert.


Beim Abgehen

Das ist so ein bisschen ein Ausbruch von mir gewesen, das lag mir schon lange auf der Seele. Es war Pech für Delling/Netzer, dass die beiden es gerade waren. Das ist doch schon lange so im deutschen Fußball, das geht doch gar nicht so sehr nur um die deutsche Nationalmannschaft. Alle Gurus, diese Ex-Gurus, die irgendwann mal Fußball gespielt haben. Ob’s der ‘Kaiser’ (Franz Beckenbauer, Anm.) ist, den ich ja mag, der ja mein Trainer war, der mich nicht kritisieren würde. Der aber öfter in seinen Aussagen absolut überzieht, ob es bei Bayern ist oder bei uns. Und der Günter ja auch, und der Breitner auch. Natürlich sind sie Fußballexperten. Aber es gibt bei uns im Moment in Deutschland eine Steilkurve nach oben, diese Häme, diese Kritik, gerade von Ex-Trainern oder Spielern, die früher große Karrieren hatten. Natürlich müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, da habe ich absolutes Verständnis dafür. Aber ich finde es eben total überzogen.
Ich könnte es mir einfach machen, mich kritisiert ja keiner. Da wird der Sturm kritisiert, da wird der kritisiert, da wird die Abwehr kritisiert. Ich könnte mich locker zurücklehnen und sagen: Och, ich hab ja nichts damit zu tun. Aber da wäre ich natürlich an der falschen Position. Da müsste ich sofort aufhören. Da wäre ich als Trainer untragbar. Und dieses ganze Gebilde, unsere Nationalmannschaft, die muss ich in Schutz nehmen.
Was ich absolut ein Unding finde: dieser absolut fehlende Respekt auch vor unseren Gegnern. Natürlich haben wir schlecht gespielt und Glück gehabt, dass wir nicht verloren haben, aber diese ganzen Gurus. Wenn ich immer höre, wie gut die früher waren. Gegen die Isländer und gegen die Albaner haben sie alle nur hoch gewonnen früher. Das ist für mich eine absolute Sauerei. Das ist eine Meinungsmache. Das ist das Allerletzte. Das lasse ich mir nicht gefallen. Ich habe mit dem Berti Vogts ein sehr gutes Verhältnis, mit dem Erich Ribbeck sowieso, aber die haben sich das alles gefallen lassen. Die mussten das alles immer runterschlucken. Die haben sich nicht gewehrt. Und das mache ich nicht. Das ist mir die Geschichte nicht wert.

Artist of the Day: John Mayer


Deser Tage erscheint John Mayers neue CD “Heavier things” - Grund genug für BILLBOARD, den Jungen mal zum Artist of the Day zu küren. Keine schlechte Wahl!

Xavier Naidoo interpretiert Andre Heller

20 Jahre hat sich Andre Heller dem Plattenmarkt verweigert, nun hat er offenbar wieder was zu singen. Im November erscheint eine Dreifach-CD mit 21 selbstgeschriebenen Songs, auf einer zweiten Scheibe interpretieren diverse Künstler, unter anderem auch Xavier Naidoo, Thomas D. und die Walkabouts, alte Hits des Phantasiegartenzauberers, auf der dritten sind die Originalfassungen zu hören.. Ein Projekt jenseits von allem, was man sich vorstellen kann. Aber Heller wusste es schon immer: Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht in Deinem Kopf, dann sind sie nirgendwo … [story]

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