Archiv - Castingshows
Martin Bruny am Sonntag, den
24. Dezember 2006 um 01:20 · gespeichert in Musical, Castingshows
Mit “How Do You Solve A Problem Like Maria” hat es begonnen - ein Trend, Musicalrollen mittels Castingshows zu besetzen. Andrew Lloyd Webber castete im Sommer 2006 seine “Maria” für eine Londoner Revival-Produktion von “The Sound Of Music” im Rahmen einer TV-Sendereihe, nicht ohne vorher darauf hinzuweisen, wie schlecht er die Musicalausbildung in England findet. Die Show wurde ein Quotenhit, das Revival selbst kam bei den Kritikern gut an. Lloyd Webber:
“The success of How Do You Solve a Problem Like Maria? this summer was a real boost for musical theatre in Britain and I was particularly thrilled with the reaction from schoolchildren up and down the country. I cannot wait to get them involved in Any Dream Will Do and to get back into the studio with Graham. Joseph started in schools and I am looking for a great school choir - to play in the West End, we need a smashing girl, a great boy and of course a Pharaoh/Elvis.”
Demnächst gehen zwei weitere Musical-Castingshows in England über die Bühne. Lloyd Webber sucht für “Joseph” einen Hauptdarsteller, “Pop Idol”-Erfinder Simon Cowell wird auf ITV für eine Bühnenproduktion von “Grease” die Hauptrollen “Danny” und “Sandy” im Rahmen einer Castingshow besetzen. Cowell:
“Very simply, Grease is the word. In my opinion, Grease is the best musical on the planet. These two parts will be the most sought-after roles in the West End.”
Na Gott sei Dank. Wenn jemand “Grease” für das beste Musical hält, muss man sich keine Sorgen machen. Da darf er schon mal ein paar Jungs und Mädchen von der Straße holen. Viel Erfolg auch.
Martin Bruny am Freitag, den
15. Dezember 2006 um 14:57 · gespeichert in Flicks, Musical, Castingshows
Jennifer Hudson begeistert mit ihrer Darstellung der Effi in der Verfilmung des Broadway-Musicals “Dreamgirls” auch die Jury der 64. “Golden Globe Awards”. In der Kategorie “Best Motion Picture, Musical or Comedy” wurde Hudson als “Best Supporting Actress” nominiert.
Die “Golden Globe”-Nominierungen für “Dreamgirls” im Überblick und im Konkurrenzumfeld:
Best Motion Picture/Comedy or Musical
1) Borat
One America; Twentieth Century Fox
2) The Devil Wears Prada
Twentieth Century Fox; Twentieth Century Fox
3) Dreamgirls
DreamWorks Pictures/Paramount Pictures; DreamWorks Pictures/Paramount Pictures
4) Little Miss Sunshine
Big Beach/Bonafide Productions; Fox Searchlight Pictures
5) Thank You For Smoking
Room 9 Entertainment/David O. Sacks Production/Content Film; Fox Searchlight Pictures
Best Performance by an Actress In A Motion Picture/Comedy or Musical
1) Annette Bening: Running With Scissors
2) Toni Colette: Little Miss Sunshine
3) Beyoncà© Knowles: Dreamgirls
4) Meryl Streep: The Devil Wears Prada
5) Renee Zellweger: Miss Potter
Best Performance By An Actress In A Supporting In A Motion Picture
1) Adriana Barraza: Babel
2) Cate Blanchett: Notes On A Scandal
3) Emily Blunt: The Devil Wears Prada
4) Jennifer Hudson: Dreamgirls
5) Rinko Kikuchi: Babel
Best Performance By An Actor In A Supporting Role In A Motion Picture
1) Ben Affleck: Hollywoodland
2) Eddie Murphy: Dreamgirls
3) Jack Nicholson: The Departed
4) Brad Pitt: Babel
5) Mark Wahlberg: The Departed
Best Original Song/Motion Picture
1) “A Father’s Way”: The Pursuit Of Happiness
Music by: Seal and Christopher Bruce
Lyrics by: Seal
2) “Listen”: Dreamgirls
Music & Lyrics by: Henry Krieger, Anne Preven, Scott Cutler and Beyoncà© Knowles
3) “Never Gonna Break My Faith”: Bobby
Music & Lyrics by: Bryan Adams, Eliot Kennedy and Andrea Remanda
4) “The Song Of The Heart”: Happy Feet
Music & Lyrics by: Prince Rogers Nelson
5) “Try Not To Remember”: Home Of The Brave
Music & Lyrics by: Sheryl Crow
Martin Bruny am Freitag, den
8. Dezember 2006 um 16:44 · gespeichert in Musical, TV, Castingshows
In der Starmania-Show vom 8.12.2006 wird unter anderem ein Medley aus der “Rocky Horror Show” zu sehen & hören sein. Probenausschnitte sind als Videostream abrufbar, und zwar hier.
Martin Bruny am Dienstag, den
8. August 2006 um 23:18 · gespeichert in TV, Castingshows
Deutschland sucht den Superstar, aber erst wieder nächstes Jahr. Schließlich muss der aktuelle mal wieder richtig vergessen werden. Schon heuer sucht Österreich ein neues Sternlein. Die dritte Staffel der Castingshow Starmania ist seit heute on air, oder besser: im Netz. Was die Vermarktung betrifft, geht der ORF nämlich neue Wege. Die gesamte erste Castingrunde wird seit dem 7. August 2006 im Netz “gesendet” oder besser: gestreamt. Aufgeteilt auf Portiönchen von jeweils 2 Stunden kann man die 2486 Kandidaten bei ihrem ersten Vorsingen erleben, und natürlich die Juroren Monika Ballwein, Eberhard Forcher und Markus Spiegel. Ihren Kommentaren zuzuhören ist in den meisten Fällen dieser ersten Runde fast unterhaltsamer als so manche Darbietung des einen oder anderen potentiellen Sternleins. Im Gegensatz zu DSDS hat die österreichische Jury keinen Platzhirsch wie Dieter Bohlen zu bieten, es geht allgemein ein bisserl pssst zu. Die Kandidaten werden nicht erschossen und stranguliert, sie werden von Markus Spiegels ungeduldigem Schnaufen sanft wieder nach draußen befördert. Wenn Radiomoderator Eberhard Forcher ganz böse ist, dann betont er das doch vorhandene Potential der Kandidaten. Monika Ballwein grantelt vor sich hin, wenn die Herren der Schöpfung mit Hinblick auf die Vermarktung der Sendung dann doch den einen oder anderen männlichen Kandidaten in die zweite Runde lotsen, obwohl sie wohl jetzt schon weiß, dass da nichts draus wird. “Tits & Ass”, ja, aber, na egal …
Noch bis 8. August, 18 Uhr, sind die ersten 59 Kandidaten “on stream”, und viel düfte aus diesem Pool nicht ins Finale kommen. Vielleicht W27, aber wer kann das schon sagen?
Nach der ersten Runde ist nicht Schluss, nein, es werden alle Castingrunden ungeschnitten im Netz gesendet - ein Never-Ending-Leider-Nein, das für gute Unterhaltung sorgen wird, soviel verspricht schon der erste Tag. Und hier geht es zum Stream.
Martin Bruny am Freitag, den
28. Juli 2006 um 01:14 · gespeichert in Musical, Wien, Castingshows
Ganz eigene Ansichten hat “Cats”-Pappi Sir Andrew Lloyd Webber in Bezug auf Darstellerschmieden. Er meint an der Performance jedes Absolventen (fast) erkennen zu können, an welcher Schule dieser seine Ausbildung abgeschlossen hat. Im Originalwortlaut:
Stage schools tend to turn out performers with a certain patina. There is a certain sameness. You can almost tell which school they have come from.
Lloyd Webber geht daher einen ganz eigenen Weg beim Casting für die Hauptrolle in der Londoner Neuproduktion von The Sound of Music. Mit der Sendung How Do You Solve A Problem Like Maria? will der Komponist im Rahmen einer Castingshow seine ideale Erstbesetzung finden. 4 Millionen Pfund kostet der Spaß, der ab dem 29. Juli 2006 über die Bühne gehen und von BBC1 ausgestrahlt wird. Der Gewinnerin der Show winkt ein Vertrag für sechs Monate, für 6 Shows pro Woche.
Lloyd Webber betreibt für seine Londoner Produktion von “The Sound of Music” Promotion der etwas anderen Art. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn er im Rahmen einer Castingshow neue Talente entdecken will. Schließlich ist das nichts Neues. Josh Strickland, derzeit als “Tarzan” in der blutleeren Broadway-Produktion des Disney-Musicals zu sehen, wurde im Rahmen der US-Castingshow “American Idol” entdeckt, Jennifer Hudson, ebenfalls “American Idol”-Teilnehmerin, wurde für die Verfilmung des Kultmusicals “Dreamgirls” gecastet, Lukas Perman hat einen Gutteil seiner Publicity ebenfalls einer Castingshow (”Starmania”) zu verdanken, wenngleich er eine fundierte Musicalausbildung hat, und das sind nur einige Beispiele.
Die Art und Weise, wie Llyod Webber generell die Musicalausbildung in seinem Heimatland England diskreditiert, hat viele der Verantwortlichen auf die sprichwörtlichen Barrikaden getrieben. Allein die Vorstellung, dass jemand ohne Ausbildung 6 Shows pro Woche durchsteht, ist völlig illusorisch. Wer wird sich also bewerben? Kommt die große Überraschung erst im Ernstfall, wenn die Auserwählte nach zwei Wochen dann nicht mehr kann. Sie wäre kein Einzelfall. Vor ein paar Jahren erst erlebte Martine McCutcheon in einer Londoner Produktion von “My Fair Lady” ihr ganz persönliches Waterloo, brachte es aufgrund ihrer angeschlagenen Stimme auf weniger Vorstellungen als ihre Understudies und musste ihre Verpflichtung vorzeitig beenden. Promotion also für ein “neues” Sendungsformat, okay, aber nicht auf Kosten jener Studenten, die jahrelang hart trainieren und oft am Existenzminimum leben, nur um dann bei einem Casting mitgeteilt zu bekommen, dass sie zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn oder sonstwie nicht geeignet sind. So kontert denn auch Gerry Tebbutt, seines Zeichens “Head of Musical Theatre and Performance” am GSA Conservatoire von Guildford:
What is his point of reference? He should come here and see for himself, we seek out the individual and we look out for what is unique. We may not know what that is when they arrive, but we do when they leave.
Martin Bruny am Samstag, den
15. Juli 2006 um 10:07 · gespeichert in Musical, Castingshows
Edinburgh wird von Vampiren terrorisiert, das ist mehr oder weniger der Plot von “The Sundowe”, einem Musical, das als wilde Mischung von Michael Jacksons “Thriller”-Video und der Zombie-Komödie “Shaun of the Dead” daherkommt.
John, Gerry und James Kielty, drei Brüder, haben die Show geschrieben und damit “The Highland Quest Competition” gewonnen, eine Art “Schottland sucht das SuperMusical”-Wettbewerb, ins Leben gerufen von Sir Cameron Mackintosh vor genau 18 Monaten.
140 Einsendungen wurden gesichtet und nach folgenden Auswahlkriterien beurteilt: Die Musicals mussten auf neuen Ideen basieren und zeitgemäße Themen behandeln. Nicht mehr als 15 Künstler (inklusive Cast und Musiker) dürfen an der Aufführung beteiligt sein, die Zielgruppe war als “Highland, Scottish and international” definiert.
Die Endausscheidung fand am vergangenen Wochenende im Macphail Centre von Ullapool in Form einer Live-Veranstaltung statt, bei der auch das anwesende Publikum die Gelegenheit hatte, wie bei einer Reality-Show zu voten.
“The Sundowe” als Gewinner wird ab 12. Januar 2007 beim Highland Festival in Inverness, Schottland, zu sehen sein.
Martin Bruny am Montag, den
14. Februar 2005 um 11:23 · gespeichert in Musical, Castingshows
Die Grammy Awards 2005 sind Geschichte, die Sieger feiern sich noch eins, und zur besten Cast-CD wurde gewählt:
Wicked
Stephen Schwartz, producer; Stephen Schwartz, composer/lyricist (Original Broadway Cast Recording With Kristin Chenoweth & Idina Menzel)
[Decca Broadway]
Martin Bruny am Samstag, den
4. Dezember 2004 um 10:23 · gespeichert in Musical, Sprache, Castingshows
“Blog” ist in den USA das Wort des Jahres. Es verbuchte auf der Webseite von Merriam-Webster, dem Duden der USA, die meisten Anfragen. +++++++++++++++ Eine “First Edition” Cast Recording CD der Off-Broadway-Revue “NEWSICAL” ist über diesen Link erhältlich. +++++++++++++++ BBC 2 wird demnächst die “Jerry Springer Show” senden, erwähnenswert vor allem vielleicht deshalb, weil im Rahmen dieser Show gezählte 3.168 Mal das “F***”-Wort über den Bildschirm geschossen wird, auch nicht übel. +++++++++++++++ Frank Wildhorn arbeitet derzeit mit Librettist/Regisseur Gregory Boyd an einem Musical mit dem Titel “Mary Shelley’s Frankenstein“. Ein Konzeptalbum wird angestrebt, erste Produktionen der Show wird es 2006 geben, in Kooperation mit Goodspeed Musicals und dem Alley Theatre in Houston/USA. +++++++++++++++ Ruben Studdard, Gewinner einer der amerikanischen Pop Idol-Staffeln, ist mit seiner neuen Produktion die neue Nummer 1 der amerikanischen Gospel-Charts. Clay Aiken, der damals Zweitplatzierte, ist mit seiner neuen CD Nummer 1 der amerikanischen Christmas-CD-Charts.
Martin Bruny am Samstag, den
9. Oktober 2004 um 09:42 · gespeichert in Literatur, Pop, Castingshows

Er ist als absoluter Außenseiter in die zweite Staffel der Castingshow “American Idol” gestartet - völlig unvorteilhaft angezogen, pickelig. Eine Nerd-Brille war das, was am auffälligsten an seinem Gesicht war - was ihn durch die Audition gebracht hat, war nur eines: seine Stimme. Und das hat gereicht. Im Laufe der Show wurde aus Clay Aiken, dem unauffälligen Nerd, ein mehr oder weniger attraktiver Barry Manilow-Klon geformt. Und man könnte fast meinen, dass das den Juroren dann nicht wirklich recht war. Sie waren zwar angetan von seiner Stimme, befanden aber seine Performances als zu “musical”. Und was gibt es schließlich Verachtenswerteres für einen gestandenen Popstar als Musicalsänger. Das wissen wir ja alle spätestens seit der aktuellen Popstars-Staffel, in der Musical mit “unecht” und “Popstar” mit “real” verglichen wurde (was für ein Topfn, aber Lukas Hilbert wird schon davon überzeugt sein :-))
Doch kommen wir zurück zu Clay Aiken. In einem spannenden Run kämpfte er sich bis ins Finale von American Idol, wo er schließlich, unter reichlich dubiosen Umständen (angeblicher Ausfall von Telefonvotinganlagen), Ruben Studdard unterlag.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre ins Land gezogen, und der “Verlierer” Clay Aiken kann nicht nur auf ein Nr.-1-Album in den USA verweisen, sondern auch auf diverse Nr.1-Singles sowie auf eine loyale und stetig wachsende Fangemeinschaft.
Am 16. November wird die junge Karriere von Aiken um eine Facette reicher, wird doch an diesem Tag sein erstes Buch “Learning to Sing: Hearing the Music in Your Life” zeitgleich mit seiner ersten Christmas CD ausgeliefert.
Martin Bruny am Sonntag, den
9. Mai 2004 um 01:02 · gespeichert in Pop, Castingshows

Es ist gerade mal ein paar Wochen, von mir aus auch Monate her, da galt Gareth Gates, Zweitplazierter der ersten englischen “Pop Idol”-Staffel, als populärster Popstar Großbritanniens, mit besten Aussichten, auch in Deutschland den Durchbruch zu schaffen. Nun tickert die Meldung durch die Medienlandschaft, dass BMG den Jungstar gefeuert hat. Simon Cowell, Mastermind der “Pop Idol”-Serie und Boss von BMG, scheint keinen Wert darauf zu legen, einem Jungstar dabei behilflich zu sein, zum Entertainer zu reifen. Nicht genug damit, scheint man Gareth Gates plötzlich auch jegliches Talent absprechen zu wollen. So sei die Entscheidung, den Sänger zu feuern, nach einem Konzert in der Londoner Royal Albert Hall gefallen, die einige “Big Player” nicht beeindruckt habe. Wie tief kann man nur sinken, Herr Cowell? [Story]
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