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Archiv - Vermischtes

Performing Arts Studios Vienna: “Heart & Music” am 16. April im Theater Akzent

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«Heart & Music”, die Abschlussshow des 3. Jahrgangs der Performing Arts Studios Vienna, steht noch morgen, am 16. April 2010, ein Mal am Programm des Wiener Akzent Theaters.

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Unter der Regie von Rita Sereinig interpretieren Lisa Habermann, Julia Hinteregger, Denise Jastraunig, Hannah Kunz, Tabea Lendi, Rupert Preißler, Christian Schild, Bettina Schurek sowie Lisa Tatzber 34 bekannte Shownummern, von Solos über Duette bis hin zu großen Ensemblenummern.

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«Heart & Music” besteht aus acht Sequenzen, die thematisch durch Episoden verbunden sind, in denen die Studenten darstellen, warum sie ihren künstlerischen Weg für sich wählten. Diese Geschichten bilden den künstlerischen Bogen, der Auszüge aus bekannten Musicals wie «Footloose”, «Wicked”, «Rent”, «Avenue Q” oder «Legally Blonde” umfasst.

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Marie Landreth ist für die Musikalische Leitung zuständig, für die Choreografie verantwortlich sind: Sabine Arthold, Blair Darby, Tom Huber und Susi Rietz.

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Die Fotografin Isabell Schatz hat sich die Hauptprobe dieser Show angesehen und eine Fotodokumentation erarbeitet, von der einige Aufnahmen in diesem Posting verwendet werden. Wer mehr Fotos von Isabell Schatz sehen möchte: Zu ihrer Website gehts –> hier

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Theater Akzent: «Heart & Music”
Termine: 16. 04. 2010, 19.30 Uhr
Preise: Euro 29,-/ 24,-/ 19,-/ 13,-
Kartenvorverkauf: 1040 Wien, Argentinierstraße 37 von Montag bis Freitag von 13.00 bis 18.00 Uhr und Samstag von 14.00 bis 18.00 Uhr Karten Hotline: 01/501 65/3306 www.akzent.at

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Rechtzeitig zur Abschlussshow zeigt sich auch eine der Darstellerinnen von “Heart & Music” online per eigener Website: Denise Jastraunig. Ihre Homepage ist unter www.denise-jastraunig.at erreichbar.

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Matà© Kamaras vs. Marcus Loeber - they thought they were Rockstars ….

… und dann sind sie aufgewacht, könnte man fast meinen, wenn man sich das Programm des Wiener Metropol ansieht. Das spielen Matà© Kamaras und Marcus Loeber am 19. Juni 2010 ihr neues Musikprogramm “We thought we were Rockstars”, und nach der Show gibt es ein “Meet & Greet”, für das noch mal Tickets um 15 Euro käuflich zu erwerben sind. Da nimmts, könnte man meinen, wer ganz genau …

Letztens im Theater –

— eine ehemals spannende Show — etwas belanglos. Routine lässt Theater manchmal langweilig werden. Wenn Gesten wie runtergespult wirken. Man kann sich noch erinnern, wie andere seinerzeit mit letztem Einsatz gespielt haben .. und jetzt so vergleichsweise wenig Einsatz, dafür aber so vergleichsweise viel Unechtes. Da - ein Ausbruch aus der Routine, also der Ton, puh, der war dann doch recht knapp, aber richtig oder falsch gibt es nicht mehr, hat mir wer unlängst gesagt. Alles nach Madonna ist sozusagen richtig, weil die hat ja immer zu tief gesungen und alle anderen haben sich darauf eingestellt. Klingt absurd, doch vielleicht ist es so? Ein kleines Perlchen Speichel am Kinn eines Hauptdarstellers lenkt beim großen Solo ab. Wird er es sich vor dem großen Schlusston noch abwischen? Wenn er zum Bett im Bühnenhintergrund geht und die Gelegenheit hätte, da er doch mit dem Rücken zum Publikum steht; vielleicht hat er es durch die Schminke gar nicht mitbekommen. Aber seine Tiefen kommen jetzt noch schöner, das ist etwas Positives, dafür ist auch er bei “seinem” Lied Routine pur. Die Highlights eines Abends. Ehemals war packende Naturgewalt auf der Bühne, immer mit sich selbst ringend, glühende Augen der Verzweiflung, mit Wucht alle Sinne, den ganzen Körper einsetzend. Jetzt steht da ein perfekt geschminkter Meister Propper, die schwarzen Linien an den Handkanten exakt gleich lang gezeichnet, wie mit einem Lineal gezogen. Das patentierte, geschützte und mit strengem Fotografierverbot belegte Schminkresultat wirkt, und dieser Wirkung ist sich der drahtige Herr auf der Bühne bewusst. Er weiß, dass ihm in seinem Panzer nicht viel passieren kann. Es sind bestimmte mechanische Bewegungen, die er ausführen muss, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Wenns gut geht. Wenn nicht, dann eben das nächste Mal. Es ist nur eine Vorstellung. Und die Zuschauer heute sind ohnedies nicht gut drauf. Gestern, ja gestern, da haben sie getobt, aber heute. Connection error. Shit happens. Rechts neben mir rauschen die Vampire über die Bühne und durch den Saal ab, am Rand schläft ein Elfjähriger fast ein. Kein Twilight-Effekt. Aber was will man mehr erwarten, hat ihm doch die Mama vor Showbeginn gesagt: “Also die ersten 30 Minuten passiert nichts, gar nichts.” Das Problem in diesem Theater: Wenn man vorne sitzt, hört man gut, aber man sieht zu viel, wenn man hinten sitzt, kann man sich einen Besuch eigentlich ersparen, weil man den Sound wie aus einer zerbeulten Blechdose gequirlt ins Gesicht geworfen bekommt. Also sitzt man vorne, ganz vorne .. und sieht jede aufgesetzte Mimik, dafür riecht man auch den Trockeneisnebel und zumindest hier: ein leichtes Erschauern; war er wirklich kühl oder ist das nur die Vorstellung, dass er kühl gewesen sein müsste. Ich kann mich nicht mehr erinnern. Nicht alles ist aufgesetzt. Aber zu viel. Musical ist Gesang, Tanz und Schauspiel. Manches kommt zu kurz. Manchmal fehlt es gleich an zwei Disziplinen, aber vielleicht alles nur Tagesverfassung. Keine Frage, wenn man das für sich als Scheitern bezeichnen will, dann ist es ein Scheitern auf angemessenem Niveau. Aber bei den Preisen? Am Ende der Show der Lipsyncing-Overkill. Singt da überhaupt jemand live? Ja, Masken, Tanzen und so weiter, alles bekannt, wie soll man bei der Rumhupferei auch noch singen? Bekannt aber auch die Geschichten, beispielsweise der Dialog zweier Amerikaner: “Hör mal, wieviele Leute hast du eben singen gehört? Und wie viele waren auf der Bühne.” So entstehen Gerüchte. Manche meinen gar, Stimmen zu hören, die sie in den 90er Jahren auf der Bühne gehört haben. Aber da habe ich einen Spezialisten an der Hand. Michael Kunze. Er beantwortet auf seiner Website jede Frage, auch wenn sie noch so blöd ist, Und blöd ist meine ja nicht. Die Antwort ist fast wie erwartet ausgefallen, aber immerhin kaum 24 Stunden später online: “Ganz sicher werden in der Wiener Produktion keine Playbacks einer älteren Aufführung verwendet. Es gibt vereinzelt Zuspielungen von Soundelementen, wie das bei allen großen Produktionen üblich und unerlässlich ist. Ansonsten lege ich auf Live-Musik bei meinen Musicals großen Wert. Gerade in Wien, wo das hervorragende Orchester der Vereinigten Bühnen im Orchestergraben sitzt, wäre eine Playbackeinspielung absurd.”
Wie ebenfalls erwartet pflanzen sich am Ende der Show die PlatzanweiserInnen in den GartenzwergenkostümInnen wie Bajonette auf. Man wartet gespannt auf die ersten Bekloppten, die fotografieren wollen. Hat doch der Graf am Beginn der Vorstellung per Tonband extra gesagt, dass Vampire auf Blitzlicht irgendwie reagieren. Vermutlich würden sie alle auf der Bühne verdampfen. Es ist das alte Thema. Also lassen wir das. Sogar darüber zu lästern wird langweilig. Die Einschulung würde mich nur interessieren. Es sind ja taktische Maßnahmen, die ergriffen werden. Dazu zählen: Blenden, Anbrüllen, Drohen. Passt eigentlich alles nicht ins Theater. Schnellen Schrittes mach ich mich mal zum Ausgang, hol mein Handy raus und schalts wieder ein, nicht ohne das prüfende Auge eines Gartenzwergs … im Vorbeigehen zu bemerken. Habe die Ehre, bis zum nächsten Mal.

DSDS - Deutschland sucht Dominik Schwarzer oder 200 Folgen des Bollwerks

Ja, das wird ihm so leicht keiner nachmachen. Die mittlerweile 200. Folge von Matthias Bollwerks (”Buddy”, Essen) “Notizblog” ist online, und eine mehr als witzige noch dazu.

Links
Matthias Bollwerks MySpace-Site
Matthias Bollwerks YouTube-Account
Dominik Schwarzers YouTube-Account
Dominik Schwarzers Website

“South Park”: Das BÖSE des “Fängers im Roggen”

Link
- “South Park”-Website
- Mark David Chapman
- “The Catcher in the rye”

“Me and My Dick” - Überraschungserfolg in den BILLBOARD Cast-CD-Charts

Woche für Woche veröffentlicht das US-Branchenfachblatt BILLBOARD Charts in den verschiedensten Kategorien, sei es Jazz, Pop, Soul, Klassik, Hörbücher … Für das Musicalgenre gibt es eine Auflistung all jener Cast-CDs, die sich Woche für Woche in den Staaten am besten verkaufen.

Die Cast-CD-Charts dieser Woche sind recht interessant, beispielsweise für alle “Phantom”-Fans, denn Andrew Lloyd Webber konnte sich mit “Love Never Dies” natürlich an die Spitze der Charts setzen, aber mit 7000 abgesetzten Einheiten (davon 2400 Downloads) kann der Meister nicht wirklich zufrieden sein. Sicher wird sich das ändern, wenn die Show auch am Broadway startet.

Die Sensation der dieswöchigen Charts ist aber auf Platz 10 zu finden: “Me and My Dick”. Diese kaum bekannte Produktion schaffte den Sprung in die Charts letzte Woche auf Platz 11 und ist mit exakt 400 Downloads in dieser Woche in den Top 10 zu finden.

Und ja, es geht in der Show genau um das, was der Titel aussagt. Produziert wurde “Me and My Dick” von Studenten der Universität von Michigan. In der Hauptrolle ist Joey Richter zu erleben, als junger Mann, der Gespräche mit seinem Penis, gespielt von Joe Walker, führt. Die Show ist in voller Länge auf YouTube zu bestaunen, und, wieder ja, es lohnt sich, denn sie ist voller Sprachwitz und die beiden Darsteller sind ungemein unterhaltend. Wer die ganze Show sehen möchte: Zur Übersichtsseite mit einer Auflistung aller Einzelszenen bei YouTube gehts —> hier

Die Cast-CDs gibts als Download bei iTunes –> hier

Me and My Dick
Musik/Texte: A. J. Holmes, Carlos Valdes, Darren Criss
Buch: Brian Holden, Matt Lang, Nick Lang, Eric Kahn Gale

Charts der Woche: Top Cast Albums
01. Love Never Dies
02. Wicked
03. Jersey Boys
04. The Lion King
05. Spring Awakening
06. Mamma Mia!
07. In the Heights
08. Mary Poppins
09. Annie (OBC) und The Phantom of the Opera: Highlights (Gleichstand)
10. Me and My Dick
11. Rock of Ages
12. Hair (2009)
13. Next to Normal
14. Avenue Q
15. Finian’s Rainbow

Update
Auch BILLBOARD selbst berichtet recht ausführlich über den Charts-Erfolg des Musicals –> hier

Kooperation des Monats: Mit dem “Nordsee-Menü to go” ab ins Raimund Theater

Im neuen “musicals”, das Anfang April 2010 erscheint, wird in der Rubrik “Buchrezensionen” anlässlich einer Buchneuerscheinung eine Kooperation der Vereinigten Bühnen Wien mit dem Hotel Sacher angeregt. Doch wie so oft ist das Leben noch viel lustiger als jeder Spaß. So meldet eben die APA unter dem Titel “Das New York Menü zum Musical Hit “Ich war noch niemals in New York”":

Die mitreißenden Hits von Udo Jürgens und das Menü bei NORDSEE
Zum Start des Musicals mit den Kultsongs eines der größten österreichischen Entertainer bringt NORDSEE zwei spezielle Menüs im New York Style. Parallel verlost NORDSEE viele Sofortgewinne, Tickets oder Ermäßigungen und Fanpackages sowie als Hauptpreis drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei
Personen.

Robert Jung, Country Manager von NORDSEE Österreich freut sich über die Kooperation mit dem Raimund Theater: “Meer, Urlaubsfeeling, Fernweh aber auch die pure Lebenslust - das ist der gemeinsame Nenner für die Kooperation zwischen NORDSEE und dem Raimund Theater. NORDSEE steuert mit zwei speziellen Menüs die richtige Verpflegung bei! Wir bieten im Rahmen unserer Kooperation mit den Vereinigten Bühnen in allen unseren Filialen in Österreich das “New York Seafood” als Hauptgericht im Restaurant und das “New York Menu” als praktisches “Menü to go”.

Die New York Menüs zum Musical kommen von NORDSEE

Egal, ob als “Reiseverpflegung” vor dem Musicalabend oder danach - an 40 Standorten in ganz Österreich gibt es von 8. März bis 18. April das “New York Seafood” (Garnelen und Calamares mit Megafrites dazu Cocktail und BBQ Sauce um Euro 6,95) oder das “New York Menu” bestehend aus einem Bremer mit Megafrites und BBQ Sauce um nur Euro 3,95.

Bis 18. April: Das NORDSEE-Gewinnspiel “Ich war noch niemals in New York” Jedes Los gewinnt! 15 % Ermäßigung auf Tickets für “Ich war noch
niemals in New York” ab Juni und bis zur Sommerpause sowie im September.

NORDSEE verlost außerdem drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei Personen d.h. Dinner im NORDSEE Restaurant in der Kärntnerstraße, Transfer zum Raimund Theater und einzigartigem “Meet & Greet” mit den Hauptdarstellern, sechs Mal zwei Tickets, zehn Fanpackages bestehend aus je einem “Ich war noch niemals in New York”-Bademantel, Kaffeetasse, Badeente und “Rette Mich” T-Shirt des Erfolgsmusicals. Die Lose erhalten Musicalfans gratis in jeder
NORDSEE-Filiale oder unter www.nordsee.at. Karten sind über www.musicalvienna.at, telefonisch über Wien Ticket 01/588 85 oder an den Tageskassen der Vereinigten Bühnen Wien nach Vorweis des Gewinnloses buchbar.

Ich würde zur olfaktorischen Abrundung noch eine Kooperation mit Wrigley empfehlen und, allerdings betrifft das nur rein persönliche Traumata, eine Kooperation mit Tannalbin. Und dann gehts ab zum Schunkeln ins Raimund Theater.

Nichts mehr im Griff - auf dem sinkenden Schiff?

Anlässlich der Wien-Premiere der Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York”, die in ebendiesen Minuten im Raimund Theater über die Bühne geht, strahlte der ORF eine altbekannte, aber etwas aufgefrischte Doku über die Erfolgsgeschichte des Musicalgenres in Wien aus. Lustigerweise setzte ja der richtige Musicalboom in Wien natürlich genau in dem Augenblick ein, in dem für die meisten, die sich als die wahren Experten bezeichnen, das Musical zu sterben begann, nämlich mit dem Einzug des Megamusicals in Gestalt der Webberschen Erfolgsshows wie “Cats” oder “Das Phantom der Oper”.

Was wäre das doch für eine wunderbare Musicalwelt gewesen, hätte es diese Webberschen Shows nicht gegeben. Wir hätten sicher 90 Prozent weniger Musicalschulen, aus Holland würden wir nur Käse kennen, und an der Volksoper würde man vielleicht nach wie vor ohne Mikros singen. Fällt uns sonst noch was ein? Naja, man hätte Heinz Sichrovsky, einen der “geliebten” Wiener Theaterkritiker, für die zuerst der Teufel und danach gleich das Musical kommt, in ebendieser alten, etwas aufgefrischten Sendung vielleicht nicht so viel Platz eingeräumt. Wunderbar sind seine Ausführungen ja aber dennoch, wunderbar um ihres skurrilen Moments, wenn er meint:

Ich halte das Musical für eine kurzfristige, lukrative Verirrung der Kulturgeschichte. Sowas wie die Glockenhose oder die Vogelgrippe. Kurze Zeit verdient jemand sehr gut daran, in kurzer Zeit wird’s das nicht mehr geben. Ich glaube, dass in 20 Jahren das Musical als Form gar nicht mehr existieren wird. Ich muss hinzufügen, ich bezweifle, dass es das Musical überhaupt jemals gegeben hat.
“My Fair Lady” ist meines Erachtens die letzte erstklassige Operette, die geschrieben wurde, “West Side Story” ist ein bedeutendes Opernwerk. Es kam dann der Verfall mit Lloyd Webber, der das Ganze zu einer Maschinerie, zu einer Industrie gemacht hat, der auf eine sehr kalte, professionelle Art Gefühle herzustellen versucht hat. Das ist dann wunderbar gegangen eine Zeit lang. Nur – wenn der fünfte, sechste und siebte Lloyd Webber beginnt Gefühle herzustellen, werden die halt nicht mehr professionell und sehr schlecht und sehr maschinell und ein Wegwerfprodukt

Schön ist, dass Herr Sichrovsky offenbar ein begeisterter Belletristik-Fan ist. In einem seiner für NEWS geschriebenen Artikel bezeichnete er das “Libretto” für die Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York” als “brillant”. Es ist davon auszugehen, dass Heinz Sichrovsky genau in diesen Minuten der optischen, tänzerischen und gesanglichen Umsetzung des “brillanten” Librettos gebannt lauschen wird, und es sei ihm von Herzen gegönnt.

Aber wie ist das nun, hat es tatsächlich nie ein Musical gegeben? Wurde das Publikum etwa betrogen und hinterrücks mit operettenunterspickten Pseudo-Opern zugedröhnt? Interessant ist die Tatsache, dass man in bezug auf “Ich war noch niemals in New York” Aussagen hört wie das sei “broadwayreif”. Hat jemals schon ein Zuschauer nach dem Besuch einer Vorstellung der Wiener Staatsoper Statements abgegeben wie “Das war …reif?” Wie siehts mit Besuchern des Wiener Burgtheaters aus?

Irgendwas läuft da schief im Staate VBW. Aussagen wie “Nichts mehr im Griff - auf dem sinkenden Schiff” auf beliebten Social-Network-Plattformen lassen erahnen, wohin der Weg führt, den die Frau Kapitän der VBW eingeschlagen hat. Am Ende hat Sichrovsky doch noch recht. Unglaublich!

Kritiken
- TT.com: Kitsch-Orgie und Retro-Charme: Udo-Jürgens-Musical in Wien
- Marler Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- KURIER: Udo-Jürgens-Musical: Bejubelter Retrokitsch
- Kleine Zeitung: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- APA.OTS: Musikalische Seereise: Udo Jürgens-Musical im Raimundtheater
- wienweb.at: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- puls4.com: Premierenfeier von `Ich war noch niemals in New York`
- derStandard.at: Hitfabrik auf dem Musicaldampfer
- Die Presse.com: Mitreißendes Jürgens-Musical
- WienerZeitung.at: Alter Wein in jungen Schläuchen
- Neues Volksblatt: Mit Udo von Hit zu Hit
- Ahlener Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- musicalvienna.at: Galapremiere ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
- Der neue Merker: WIEN / Raimundtheater: ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (17. März 2010)
- KURIER: Julian Fritz - Für Udo auf die Bühne
- York Blog: Ich War Noch Niemals in New York
- Wien Holding: Eine Kreuzfahrt mit Pfiff
- Salzburger Nachrichten: Eine Telenovela wird durch Hits geadelt

Warum Musical nicht überall funktioniert … Teil 1

Castingshows, und zwar Castingshows, die nicht speziell Musicaltalente suchen, genau diese Formate sind es, die oft den sudden death von singwilligen Staranwärtern bedeuten, wenn sie Lieder aus Musicals interpretieren und das auch noch dazu genau so, wie sie es im Theater machen würden oder aus ihrem “Alltag” auf der Theaterbühne gewohnt sind.

Beispiele gibt es unzählige. Bei “Starmania” sind ausgebildete Musicalsänger der Reihe nach durchgeflogen, weil sie mit der einstudierten Theatralik im falschen Umfeld auftrumpfen wollten. Ein Powersong aus, sagen wir “Jekyll & Hyde”, im schwarzen Unterleiberl, in einem nackten Studio, ohne Orchester, ohne Theateratmosphäre, das war der Untergang für einen recht bekannten Musicalsänger, und zwar erst unlängst in der deutschen Show “Unser Star für Oslo 2010″. Noch ist das File online. Vielleicht nicht schlecht, als Beispiel dafür, wie und was man nicht machen sollte. Zum Video gehts –> hier

Udo Jürgens, das Genie - so wird Promotion unglaubwürdig

Power-Promotion der VBW in den Ösi-Illu-Wäldern. Nicht, dass das nicht zum Geschäft gehören würde, und all die schöne bunte und laute Werbung ist auch wunderbar. Aber der Stil wird schön langsam unerträglich.

NEWS schlagzeilt Herrn Prof. Jürgens zum “Genie” und die Autoren des Artikels, Sichrovsky, Zodl, Strausz, sumpern mit Sätzen wie

21 Lieder des ingeniösen Musikers Udo Jürgens, von Gabriel Barylli zur Handlung geordnet und schon in Hamburg ein Publikumskracher, sollen den Wiener Musical-Konzern aus der Bredouille führen. Nach sang- und klangarmer Absetzung des Rohrkrepieres “Rudolf” im Februar lässt sich der Vorverkuf für das Udo-Jürgens-Musical glänzend an

in die totale Unglaubwürdigkeit. Aber es kommt noch besser, denn Barylli, so NEWS, habe ein “brillantes Libretto” geschrieben. Warten wir doch mal die Kritiken ab, und was Herr Sichrovsky nach der Premiere schreiben wird.

Noch schöner Manfred Krammer in TV-MEDIA. Da lautet zwar die Headline “Udo Jürgens: Sein Wien-Musical kommt den Steuerzahler teuer”, Frau Intendantin Zechner darf aber mitteilen:

Die VBW bespielen in einem Markt von 8 Mio. Einwohnern zwei historische Theater mit etwas über 1000 Sitzplätzen. Stage Entertainment betreibt in Deutschland zehn Theater bei 80 Mio. Einwohnern und 28 Theater weltweit. Im Vergleich ist der kreative Output der VBW höher.

Mitnichten. Korrekt müsste es heißen: Er war höher, denn tatsächlich nähert er sich dem Nullpunkt. Der kreative Output bei den derzeitigen Produktionen “Tanz der Vampire” und “Ich war noch niemals in New York” beschränkt sich bei der Jürgens-Show auf die fabulöse Einwienerisierung, die man ohnedies kaum merkt und die Herr Barylli wohl zwischen Morgenkaffee und Vormittagsjause bewerkstelligt haben dürfte, wenn man es überhaupt gewagt hat, ihn damit zu belästigen.

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