Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Sonntag, den
6. November 2005 um 16:11 · gespeichert in Literatur, Netz
Eileen Stiller und Wolfgang Tischer waren mit dem Mikrofon auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und sprachen mit bekannten und unbekannten Autoren, Verlagen und Lesern. Unter anderem mit: Roger Willemsen, Elke Heidenreich, den 7 Todsünden, Robert Gernhardt, Jess Jochimsen, Klaus Bednarz, Hans-Ulrich Treichel, Kirsten Fuchs, Harald Welzer und Manuel Andrack. Das Ergebnis kann man sich im Literatur-Cafe kostenlos herunterladen: über 30 Interviews - gratis.
Martin Bruny am Mittwoch, den
26. Oktober 2005 um 13:39 · gespeichert in Tod, Skurriles
Nationalfeiertag in Österreich und Wien verwandelt sich in ein Militärkabarett. Als ich gestern in Richtung Rathausplatz nach Hause lustwandelte, musste ich denken unverwandt, hey, die Habsburger sind wieder im Land. Ein älterer Mann ging mit seinem Hund Gassi. Allein, er steckte in einer alten schmucken Generalsuniform, hatte einen Säbel umgeschnallt. Seine Haltung, sein schnackiger Habitus, dieses grobporige knallglatt rasierte Gesicht, das so fest in diesem Uniformgebilde steckte, eine perfekte Einheit, ready zum Losbrüllen und zackig über den Marsch paradieren. Irritiert auf dem Rathausplatz angekommen, kam ich mir da wiederum wie mitten in einer Generalmobilmachung vor. Geländewagen mit Besatzung in Tarnung schossen über den Platz. Die Soldaten mit völlig schwarz geschminkten Gesichtern, eine Hauptrolle im letzten Star Wars-Film hätten sie bestimmt bekommen, so wie sie pflichtbewusst grimmig in ihrem Wagen hockten und allein ihre weißen Glutpupillen über den Platz funkelten. Gulaschkanonen, Zelt an Zelt, besonders ulkig das Zelt der Garde - an dessen Eingang: ein Soldat, völlig bewegungslos. Einen Moment lang die verlockende Idee, ihn zu kitzeln, ihm begreiflich machen, wie lächerlich das alles ist. Hey Junge, das kann doch nicht Dein Ernst sein, Du stehst vor nem Zelt. Eine völlig sinnentleerte Geste und so bezeichnend für die gesamte Aktion, für all den Aufwand, den der Staat Österreich heute hier betreibt. Eine der größten Militärparaden der Geschichte geht in diesen Stunden über die Straßen Wiens. Die Ringstraße wird für Stunden gesperrt, Tausende, Zehntausende, ja von mir aus Hunderttausende Wiener im Geiste werden dem rollenden Blech zujubeln. So, als hätte das Bundesheer noch eine Bedeutung. Statt es auf eine professionelle Basis zu stellen, werden nach wie vor alle männlichen Bürger gezwungen, einen Pflichtdienst abzuleisten, an dessen Beginn sie persönliche Individualität, Freiheit und Selbstbestimmung vergessen müssen - und nicht selten nie wieder finden. Wie traurig und beschämend.
Was feiern wir eigentlich an diesem Tag? Hat sich unser glorreiches Heer an diesem Tag das Neutralitätsgesetz erschossen? Haben wir mit unseren tollen Panzern irgendwen überrollt, mit unseren maroden Fliegern irgend jemanden so beeindruckt, dass wir das nun feiern müssen? Eigentlich ja nicht. Vielmehr hat Österreich am 26. Oktober 1955 eine immerwährende Neutralität als Verfassungsgesetz beschlossen. Früher war es ja üblich, am Nationalfeiertag ein Fähnchen beim Fenster rauszuhängen. Quasi als Zeichen der “Feier”. In den Fensterrahmen waren kleine Vorrichtungen integriert, in die man die Fähnchen stecken konnte. Heutzutage hängen nur mehr einige wenige Wiener Fähnchen vor ihr Fenster, um den “Tag der österreichischen Fahne”, wie man den Nationalfeiertag auch nennt, gebührend zu würdigen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass sich viele Wiener in den letzten Jahrzehnten neue Fenster geleistet haben und es da keine Fähnchenfeiervorrichtungen mehr gibt, dafür sind sie energiesparend, leicht zu reinigen, einfach modern. Und so wie diese Geste des Fähnchen in den Wind des 26. Oktober Hängens verblasst ist, sollte man sich vielleicht auch in Österreich mal von der Idee verabschieden, einen solch bedeutenden Tag mit einer Parade von Kriegsspielzeug zu begehen. Alternativen bieten sich zuhauf an. Lasst eure Soldaten in ihren Kasernen, macht mit euren Panzern, was man so macht mit unnützem Blech, es gibt ja genug Spielplätze, und feiern wir am Nationalfeiertag das, was Österreich wirklich bedeutend gemacht hat: die Kunst und Kultur! Lasset Künstler und Kulturschaffende diesen Tag gestalten und nicht Panzerblut und Soldatenmief.
Martin Bruny am Samstag, den
22. Oktober 2005 um 13:36 · gespeichert in Flicks
Es gibt Filme, die ich aufgrund ihrer Bildsprache immer wieder gerne sehe. Dazu gehören zum Beispiel die großen Hitchcock-Klassiker wie “Marnie”, “Das “Fenster zum Hof”, “Der Mann, der zuviel wusste” oder “Vertigo”, um mal meine liebsten zu nennen; dazu gehören aber auch futuristische bzw. futuristisch anmutende Thriller wie zum Beispiel Coma und Soylent Green (deutscher Titel: “2022: Die die überleben wollen”).

Die Macher von “Coma” und Soylent Green haben in bestimmten Szenen Bilder (abgesehen von der Handlung) erschaffen, die zu ihrer Entstehungszeit futuristisch anmuteten, und, was noch bemerkenswerter ist, auch heute noch, zeitlos in ferner Zukunft angesiedelt, bestehen können. Das ist insofern erstaunlich, als kein anderes Genre mit zunehmendem Filmalter an Wirkung so sehr einbüßt wie das Science Fiction-Genre. Egal ob nun mit viel Aufwand produziert oder als Low Budget durchgezogen, die Anmutung, die Handlung spiele in ferner Zukunft, bricht meist nach 10, 20 oder 30 Jahren.
Der Öko-Thriller Soylent Green wurde im Jahre 1973 abgedreht. Der MGM-Film (Regie: Richard Fleischer) kann mit Topstars in den Hauptrollen aufwarten: Charlton Heston, Joseph Cotten, Leigh Taylor Young - und Edward G. Robinson, der in diesem Streifen seinen letzten Filmauftritt hat, kurz nach den Dreharbeiten starb und zugleich Hauptdarsteller jener Sequenz ist, die ich mit zeitlos futuristisch meine. Es ist eine zirka zehnminütige Sterbesequenz in einem “Suizidzentrum”, die nicht nur durch die außerordentlich bemerkenswerte schauspielerische Leistung von Robinson eine der klassischen Szenen der Filmgeschichte wurde, sondern auch durch ihre Bildsprache einzigartig ist.

In diesem “Suizidzentrum”, einer modern eingerichteten Klinik, werden den Todeswilligen während der “Einschläferung” Bilder und Filme der Erde gezeigt, wie sie einmal vor der großen ökologischen Katastrophe war. Während im Hintergrund klassische Musik spielt, laufen auf den Breitbildschirmen Filme von Wasserfällen, Sonnenuntergängen und grünen Wäldern …
“Soylent Green” läuft am 23.10.2005 um 0:55 auf ARD.
Martin Bruny am Freitag, den
21. Oktober 2005 um 13:35 · gespeichert in TV, Pop
Shirley Horn ist tot. Sie starb am 20. Oktober 2005 im Gladys Spellman Nursing Home in Cheverly, USA, an den Folgen ihres schweren Diabetes-Leidens. Trotz ihrer schweren Krankheit nahm sie bis zuletzt Songs auf und tourte mit ihrem hervorragenden Jazz-Ensemble um die ganze Welt. Herausragend ihr spätes Meisterwerk “Here’s to life” aus dem Jahre 1992.
Here’s To Life
No complaints and no regrets.
I still believe in chasing dreams and placing bets.
But I have learned that all you give is all you get so you give it all you got.
I had my share. I drank my fill, and even though I’m satisfied I’m hungry still
to see what’s down another road, beyond a hill and do it all again.
So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life the dreamers and their dreams.
Funny how the time just flies.
How love can turn from warm hellos to sad goodbyes
and leave you with the memories you’ve memorized to keep your winters warm.
There’s no yes in yesterday.
And who knows what tomorrow brings or takes away.
As long as I’m still in the game I want to play
for laughs, for life, for love.
So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life.
The dreamers and their dreams.
May all your storms be weathered.
And all that’s good get better.
Here’s to life.
Here’s to love.
And here’s to you.
Martin Bruny am Dienstag, den
18. Oktober 2005 um 13:34 · gespeichert in Fotos

Nicht lange ist es her, dass in Wien ein Elvis-Shop eröffnet wurde. Was kann man sich darunter vorstellen? Nun, es ist die Verwirklichung der abstrusen Vorstellung, in Wien ein Geschäft gewinnbringend führen zu können, in dem ausschließlich Elvis-Devotionalien feilgeboten werden. Wien is nich Memphis, mag sich da der eine oder andere denken.
Täglich bin ich nun an diesem Elvis-Schrein vorbeigebimt, immer wollte ich mal reinschaun - allein, nun ist es zu spät.

Elvis has left the building.
Martin Bruny am Freitag, den
7. Oktober 2005 um 13:31 · gespeichert in Literatur, Sprache
Im Radio und den Charts treibt seit ein paar Wochen ein Song sein Unwesen, dessen Interpret ernsthaft der Meinung ist, ein “Liebeslied” geschrieben zu haben. Die Rede ist von “Die Eine 2005″ von der Gruppe “Die Firma”. Man glaubt es kaum, dass jemand, der nicht aus der Bronx stammt, tatsächlich einen Refrain wie den folgenden im deutschen Sprachraum veröffentlicht:
“Die eine, die eine oder keine
für keine andre Frau ging ich lieber in den Bau
und keiner andren Frau trau ich mehr über den Weg,
es gibt keine andre Frau mit der ich mich lieber schlafen leg.”
Ein Gefängnisaufenthalt als Liebesbeweis, das kommt sicher gut bei der Angebeteten, zum Drüberstreuen holprige Reime wie:
“hört ihr die Liebe aus den Versen nicht? Es ist kein Märchen,
es war Liebe auf den ersten Blick, du bist mein Mädchen.
bis zu Deiner Entscheidung, waren es schwere Wochen,
aber jedes neue Treffen hab ich mehr genossen”
Haarsträubende Metaphern, Sexismen en masse, wechseln mit tollpatschigen Passagen:
Ich hab die Frau fürs Leben und auch ein Leben danach
und wir fliegen um die Planeten, um die Venus, um Mars
wir waren auf Kuba und in L. A., Miami Beach
und auf der ganzen Welt, gibt es nicht eine wie sie, denn du bist meine Cleopatra.
Möge die Firma nur nicht auf die Idee kommen, uns nochmal mit Ähnlichem zu erfreuen, etwa zur Goldenen Hochzeit.
Martin Bruny am Samstag, den
1. Oktober 2005 um 13:30 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Am 29. September 2005 ging in Frank Stronachs Magna Racino die Wiederaufnahme-Premiere der Dinner-Varietà©-Show Sommernachtsträume mit neuer Cast über die Bühne. Vor ausverkauftem Haus erlebten die Zuschauer das, was man wohl am besten mit perfekt organisiertem Wohlfühlabend beschreiben könnte.

Was in Frank Stronachs Center keinen Platz findet, sind Stress, schlechte Laune, unfreundliches Personal, Chaos. Das alles ist einfach nicht vorhanden. Und das ist für eine Wien-nahe Location, wenn wir mal ehrlich sind, ein Wunder. Man sieht nur freundliches Personal, bekommt überall freundlich Auskunft, und das durchaus charmant und ungekünstelt.

Nach einem Begrüßungscocktail, der im Spielhallenteil des Kasinos konsumiert wird, geht es ab in den Veranstaltungssaal. Ja, der Saal hat nicht das Flair einer Oper, aber hier wird auch nicht versucht, in noch einem Opernhaus noch eine bemühte La Traviata-Inszenierung zu geben, hier wird ein Dinner Varietà© geboten, und das Motto “Spiel, Spannung, Show und Schmankerl” umreisst exakt das, was man erlebt.

Die Hauptdarsteller Aris Sas, Lana Gordon, Ramesh Nair und Jana Werner waren am Abend der Premiere großteils krank und mussten während der Pausen mit Infusionen behandelt werden, dennoch, alle waren sie auf der Bühne und gaben ihr Bestes.

Einige der Akrobatik-Nummern waren geradezu atemberaubend, besonders hervorzuheben ist da die Artistentruppe “Novabatics”, die mit ihrem Vertikaltuch-Programm einfach nur für Staunen sorgt.


In den Showpausen wird ein dreigängiges Menü serviert, auf Leinwänden werden währenddesssen Pferderennen live übertragen. Wer will, kann zum Beispiel seinen im Eintrittspreis enthaltenen Wettgutschein im Wert von 2 Euro einsetzen. Man mag dieses Spielelement als “störend” betrachten, allein, das Ganze ist durchaus amüsant, und das Personal, das die Wetteinsätze entgegennimmt, macht auch das charmant und unterhaltsam, als wäre es Teil der Show - und letzten Endes beginnt die Show, die man an diesem Abend erlebt, tatsächlich beim Betreten des Magna Racino. Es ist eine Las Vegas-ähnliche Wohlfühloase, und das hat seinen Reiz. Für 59 Euro entspannt man sich drei Stunden, erlebt Stars wie Aris Sas, Jana Werner, Lana Gordon, Ramesh Nair oder die Novabatics, wird kulinarisch bestens bedient, und zum Drüberstreuen gibt’s ein bisschen Wett-Thrill. Schaun Sie sich das an!
Martin Bruny am Dienstag, den
27. September 2005 um 13:27 · gespeichert in Skurriles
In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Die Bundesregierung möge beschließen, in der österreichischen Bundeshymne den Begriff “Vaterland” durch “Heimatland” zu ersetzen. So wird der Antrag natürlich nicht wortwörtlich lauten, der dazu führen wird, dass alle Worte, Begriffe, die auch nur einen Touch von “Sexismus” (Vaterland, Bruderchöre, Söhne) beim Rezipienten auslösen könnten, getilgt bzw. neutralisiert werden.
Um sich so etwas auszudenken, bedarf es zunächst mal einer Unterstellung. Man unterstellt, die Autorin der Bundeshymne, Paula von Preradovic, habe es einfach nicht besser gewusst … oder unterstellt man ihr, sie habe absichtlich diese “benachteiligenden” Formulierungen verwendet? Oder lässt man es einfach gut sein und unterstellt nichts. Ist es so, dass man zu der Auffassung gelangt, die zu verändernde Bundeshymne sei ein Produkt ihrer Zeit, nun aber seien [Gott sei Dank] andere [geschlechtsneutrale] Zeiten angebrochen … und selbst wenn, wohin führt uns das? Ist die Bundeshymne ein Gebrauchstext, ein Text wie die Verkehrsordnung oder die Anleitung zur Verfassung wissenschaftlicher Arbeiten, die man beliebig den sich wandelnden Zeiten anpassen kann, oder aber ist die Bundeshymne ein literarisches Kunstwerk, das zumindest einen Funken Respekt verdient hat.
Ist die Zeit für Hymnen nicht vielleicht auch schon vorbei, sollten wir nicht einfach am Kamm blasen oder betroffen bei jeder sich bietenden Gelegenheit schweigen?
Der neue Text der österreichischen Bundeshymne ist zumindest für mich inakzeptabel. Hände weg von der Literatur!
Die österreichische Bundesregierung, sie möge beschließen, sich um die wirklich drängenden Probleme dieses Landes zu kümmern, wie Arbeitslosigkeit und Armut!
Martin Bruny am Samstag, den
24. September 2005 um 13:26 · gespeichert in Musical, Fotos
Das Naschmarktfest, der traditionelle “Tag der offenen Tür” der Vereinigten Bühnen Wien in und um das Theater an der Wien, fand heute begeisterten Anklang bei den Wiener Musicalfans.

Die Bühnenführungen im Theater an der Wien waren voll ausgebucht, auch die zahlreichen Workshops, angefangen von Schminkkursen, über Percussionworkshops bis hin zu Tanzblitzkursen waren dem Ansturm kaum gewachsen.

Peter Faerber, einer der vielen Stars der VBW, skizzierte auf der Bühne des Theater an der Wien die Erfolgsgeschichte des Hauses, erläuterte die technischen Möglichkeiten des Theaters und, mit einem Hinweis auf eine Detailzeichnung des Eisernen Vorhangs, bot er auch einige Hinweise, was die Zukunft dieser Spielstätte betrifft.

2006 lässt sich das knapp zusammenfassen: Mozart, nichts, nichts andres. Der langjährigen Tradition als eines der ersten Musicalhäuser Europas wurde der Garaus gemacht. Nach dem Mozart-Jahr 2006 wird das Haus nur mehr der Oper gewidmet sein. So wollen das die Kulturverantwortlichen dieser Stadt, so wurde es beschlossen, so wird es umgesetzt. Eines freilich bleibt: die Hoffnung auf ein baldiges Revival des Theater an der Wien als Musicalbühne.

Im Anschluß an die Bühnenführung bot das Ensemble des Erfolgsmusicals “Elisabeth” die Szene “Milch”.


Auf einer Showbühne neben dem Theater traten die Stars der beiden VBW-Produktionen “Elisabeth” und “Romeo & Julia” mit Ausschnitten aus den beiden Shows auf.







Martin Bruny am Samstag, den
17. September 2005 um 13:19 · gespeichert in Musical, Pop, Fotos

Der verregnete und trübe Nachmittag des 17. September 2005 stand am Wiener Stephansplatz ganz im Zeichen der “Rote Nasen Clowndoctors“.

Zahlreiche Künstler haben sich für dieses Event, das dem Wetter zum Trotz jede Menge gute Laune in den Zuschauerbereich zauberte, zur Verfügung gestellt, unter anderem auch der Hauptdarsteller der Wiener “Romeo & Julia”-Inszenierung Lukas Perman. Er präsentierte gegen 15:30 zwei Songs aus seiner ersten Solo-CD “Hier im Jetzt”.

Lukas Perman ist natürlich auch auf der brandneuen “Deutschsprachigen Gesamtaufnahme” des Musicals “Romeo & Julia” zu hören. Die äußerst gelungene Aufnahme macht Lust auf mehr und gleichzeitig aufmerksam darauf, dass ein Livemitschnitt dieses Musicals wohl die bessere Alternative gewesen wäre. Vieles der atemberaubenden Stimmung, die Abend für Abend die Bühne des Raimundtheaters zum Beben bringt, kann mit einer Studioaufnahme nicht eingefangen werden.

Das Booklet wiederum trägt auch nicht viel dazu bei, die Fantasie der Hörer zu beflügeln. Nur ein Bild der beiden Hauptdarsteller, sonst keine optischen Eindrücke der gerade auch ihrer Optik wegen gelobten Inszenierung ist einfach zu wenig. Fazit: Eine äußerst gelungene Aufnahme, aber den ganz großen Wurf hat man nicht gewagt.

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