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Michelle Nicastro (1960-2010)

Ein klein wenig untergegangen ist die Meldung, dass die wunderbare amerikanische Sängerin, Musicaldarstellerin, Synchronsprecherin und Schauspielerin Michelle Nicastro im Alter von 50 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen ist. Im Alter von 39 Jahren wurde bei der Künstlerin Brustkrebs (Stadium 4) festgestellt, drei Jahre später diagnostizierten die Ärzte bei Nicastro Knochenkrebs. Drei weitere Jahre dauerte ihr Kampf gegen diesen Krebs, und als sie glaubte, ihn endgültig überwunden zu haben, gründete sie das Unternehmen trulymom. Am 4. November 2010 musste Michelle Nicastro ihren Kampf gegen den Krebs aufgeben. Sie hinterlässt ihren Ehemann und ihre beiden Kinder.

Nicastro spielte unter anderem am Broadway die Rolle der Ariadne in “Merlin” (1983) und war die erste Eponine in der amerikanischen Tourproduktion von “Les Misà©rables”.

Als Schauspielerin war sie in an die 30 verschiedenen Serien wie “Who’s the Boss?”, “Wings”, “Beverly Hills 90210″, “Airwolf”, “Santa Barbara”, “Full House” oder “Knight Rider” zu sehen, eine kleinere Rolle hatte sie im Blockbuster “When Harry Met Sally” (1989).

Nicastro nahm im Laufe ihrer Karriere vier Solo-CDs auf, die vom Musicalpublikum sehr geschätzt wurden: “On My Own - Contemporary Songs from Broadway” (1997), “Reel Imagination - Songs from Family Films” (1994)”, “Toonful” (1993) und “Toonful Toonful Too” (1995), sowie diverse Cast-CDs wie “Masada” (1997), “Pardon My English” (1993) und “Lady, Be Good!”. Weiters steuerte die Sängerin immer wieder Songs zu Musicals-CDs bei, die bestimmten Themen oder Komponisten gewidmet waren. So ist sie beispielsweise auf den CDs der “Unsung Musicals”-Serie zu hören.

Wien: Aus für “Tanz der Vampire” im Juni 2011

Wieder einmal verabschieden sich die Vampire aus Wien, diesmal wohl für lange Zeit. Im Juni 2011 fällt im Ronacher der letzte Vorhang.

In einer Presseaussendung kündigten die Vereinigten Bühnen Wien die Nachfolgeproduktion an: “Sister Act”, das Musical, basierend auf dem gleichnamigen Film mit Whoopi Goldberg, mit Songs von Alan Menken, wird im September 2011 an den Start gehen.

Damit verabschieden sich die VBW auch gänzlich von Musical-Eigenproduktionen auf unbestimmte Zeit. Sowohl “Sister Act” als auch das im Raimund Theater zu sehende “Ich war noch noch niemals in New York” sind Lizenzproduktionen, die von Stage Entertainment eingekauft wurden.

Links
- OÖN: Nonnen statt Vampire: Musical »Sister Act« kommt nach Wien
- Österreich-Journal: Österreich Premiere für “Sister Act” im Herbst 2011 im Ronacher
- Der Standard: “Sister Act” im Ronacher
tt.com: »Sister Act«: Im Ronacher tanzen ab Herbst 2011 Nonnen statt Vampire
Kurier: “Sister Act” kommt 2011 ins Ronacher

“Have Yourself A Movie Litte Christmas” (2010)

have_yourself.jpgZur Weihnachtszeit gehören Kekse, Punschstände, Christkindlmärkte, Weihnachtslieder … und natürlich Weihnachtsfilme.

Limelight Editions bringt rechtzeitig zur bald startenden Weihnachtszeit mit “Have Yourself A Movie Little Christmas” einen kleinen Überblick über die besten und schlechtesten, die kultigsten und die schrägsten sowie die Klassiker der Weihnachtsfilme.

Alles ist dabei, vom Weihnachtshorror bis zum Weihnachtskinderfilm, von “White Christmas” über “Bad Santa” und “Die Hard” sowie “Eyes Wide Shut” bis zu den “Gremlins”. Jeder Film, in dem ein bisschen Weihnachten drinsteckt, wurde auf seine Tauglichkeit für die eine oder andere Erwähnung in diesem Buch geprüft.

Für alle, die Weihnachten mögen, ein Geschenktipp.

Have Yourself A Movie Little Christmas
Series: Limelight
Publisher: Limelight Editions
Format: Softcover
Author: Alonso Duralde
$16.99 (US)
ISBN: 9780879103767
260 Seiten

Mehr Infos –> hier

Der “Stadtsaal” - Wiens neues Kleinkunsttheater auf der Mariahilferstraße

Berlin hat seine Kleinkunstmeile am Kurfürstendamm und Hamburg auf der Reeperbahn. Ab Januar 2011 wird es auch in Wien auf der Einkaufsmeile Nummer 1 ein Kabaretthaus geben, das durch seine Architektur und Lage auf der Mariahilferstraße neue Akzente setzen soll.

Mit einer Besucherkapazität von rund 360 Personen wird der “Stadtsaal” im 6. Bezirk die Kulturszene mitgestalten. Wien wird damit um einen Ort bereichert, an dem sowohl die großen Stars und aufstrebenden Nachwuchskünstler der österreichischen Kabarettszene als auch die des benachbarten Auslands zentrumsnah ein Zuhause finden.

Die Leitung des neuen Theaters übernehmen Andreas Fuderer, Fritz Aumayr und Till Hofmann. Andreas Fuderer leitet seit vielen Jahren erfolgreich das Kabarett Niedermair, Fritz Aumayr hat das Spektakel, die Kulisse und das Vindobona gegründet, und Till Hofmann führt in München die Bühnen Lustspielhaus, Lach- und Schießgesellschaft, Vereinsheim und Oblomov.

Eröffnet wird der “Stadtsaal” am 3. Januar 2011 mit der Vorstellung “Ein Gemeinschaftsabend - Martina Schwarzmann, Willi Astor und Josef Hader”, danach folgt bis 10. Januar ein Kleinkunstfestival mit einem abwechslungsreichen Programm.

Stadtsaal
Mariahilferstraße 81
1060 Wien
Website: http://stadtsaal.com/

Facts
- Der Stadtsaal hat 364 Sitzplätze.
- Mit der Eintrittskarte kann man mit einem Tagesfahrschein um 50 Cent mit den Öffis anreisen und bis vier Stunden nach dem Programm heimfahren.
- Es gibt zwei Ticketkategorien: 19,50 Euro, vorne 24,50 Euro.
- Das Haus wird ohne Subventionen geführt.
- Es wird sieben Tage die Woche gespielt, kein Ruhetag.

Train: “Shake up Christmas” - der Titelsong der “Coke”-Xmas-Kampagne 2010

Spätestens wenn Coca-Cola Santa Claus auf Reisen schickt, ist klar, dass Weihnachten naht. In diesem Jahr ist es am 15. November so weit - dann präsentiert der Getränkeriese seine globale Weihnachtskampagne, die diesmal unter Federführung von Coca-Cola Deutschland entstand. Zentrales Element des weltweiten Auftritts ist ein neuer Weihnachtssong, den die US-Band Train eigens für Coke eingespielt hat. Der Titel des Stücks: “Shake up Christmas.” [–> weiterlesen bei horizont.net]

Musicalpromotion - da fehlt oft der Sinn …

Promotion. Promotion ist wichtig, man sollte sie nur sinnvoll angehen. Uwe Kröger beispielsweise bezeichnet, zitiert in der “Berliner Morgenpost”, seine Show “Absolut Uwe” als einen “Abend im Stil von Harald Juhnke oder Heidi Brühl”, und will mit seinen Auftritten zeigen, “dass hinter einem Musicaldarsteller eine Person steckt”. Außerdem fordert er für das Musical eine “zentrale Plattform” im TV, weil “heute geht nichts ohne Fernsehen. Da fehlt eine Sendung …”

Vielleicht hat ja wer verstanden, was uns Uwe Kröger sagen möchte, vielleicht sollte er sich auch einfach bessere Statements schreiben lassen. [Berliner Morgenpost: “Musicals werden in Deutschland zu wenig beachtet”]

Promotion machen auch die VBW derzeit mit viel finanziellem Aufwand. So ließ man etwa vom ORF die mediale Huldigung mit Namen “Erlebnis Österreich: Musikstadt Wien” produzieren (derzeit noch online –> hier, in der beispielsweise Komponist Sylvester Levay von seiner Wohnung in Schönbrunn mit Sicht auf die Gloriette aus wie weiland Kaiser Franz Josef dozieren durfte. Kathrin Zechner wiederum hat kein so schönes Zimmer mit Aussicht, doch auch sie durfte dozieren, beispielsweise darüber, dass die VBW von Stage Entertainment eine rührselige Nummernrevue eingekauft haben:

“Wir leben in einer Welt, wo der anschafft, der zahlt, und nicht der anschafft, der denkt. Und insofern muss man von unserer Seite her, die wir das Kreativpotential haben, schauen, dass wir in einem Deal mit Joop van den Ende gleichwertige Partner sind.”

Was soll uns das sagen? Wer ist jetzt beim Deal der Depp, und wer ist der, der denkt? Und wenn man schon so viel “Kreativpotential” hat, wieso denkt man dann nicht daran, es auch einzusetzen. Wo doch Frau Zechner auch meint:

“Die Vereinigten Bühnen Wien stehen dafür, dass sie die Klasiker von morgen schaffen. Das hat mit Geld zu tun, das hat mit Risiko zu tun, das hat aber auch mit Theaterleidenschaft und Theaterblut zu tun.”

Die Realität sieht leider derzeit so aus, dass das, was frühere Intendanten mit Theaterleidenschaft und Theaterblut geschaffen haben, nun mit möglichst wenig Risiko möglichst gewinnbringend vermarktet, zu Geld gemacht wird. Auch eine Möglichkeit, für eine Weile ein Theaterunternehmen zu führen.

Viennale-Chef Hans Hurch: “Ich verstehe nicht, (…) warum das Ronacher zum fünften Mal renoviert wird.”

Herr Hurch, ganz einfach: Es ist baufällig. Wollen wir warten, bis Oma Berta von einem Fassadenstück erschlagen wird?

Aber geht es Hans Hurch, dem Chef des Filmfestivals “Viennale”, eigentlich wirklich um die Gründe für die fünfte (?) Renovierung? Natürlich nicht. Er hätte gerne mehr Geld vom Subventionskuchen für das Filmgenre und meint selbst in einem Interview mit der Wiener Zeitung: “Kultur bleibt Verteilungskampf.” Ob das freilich eine Vision ist, auf die man bauen sollte, bleibt fraglich.

Zum Interview gehts –> hier.

Die VBW - ein Hit nicht nur auf hoher See, sondern auch am ULF

Der “Transport Media Award” für den Monat Oktober 2010 geht an Swatch, die Vereinigten Bühnen Wien und das Stadion Center.

Die VBW konnten mit ihrer Werbung für das Musical “Tanz der Vampire” auf einer Wiener Straßenbahn punkten. Die Mediaagentur und die Grafikabteilung der VBW verpassten einem ULF ein Total-Branding mit den Vampir-Sujets. (siehe Foto –> hier) Die Kampagne wurde in Kooperation mit LG Electronics gestaltet.

Der Jahres-”Transport-Media-Award” wird im Rahmen einer Veranstaltung Anfang des Jahres 2011 verliehen – gewählt wird das beste Sujet aus allen Monatssiegern. Der Transport Media Award ist eine Initiative der Plattform Out of Home, Gewista, buswerbung.at und 3M.

«Becoming Peter Pan - an epilogue to MICHAEL JACKSON”

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Das Wiener Schubert Theater präsentiert ab 16. Dezember 2010 Nikolaus Habjans «Becoming Peter Pan - an epilogue to MICHAEL JACKSON”, ein Panoptikum aus realer Biografie und Phantasie über den König des Pop und den verstörenden Menschen hinter der Kunstfigur Michael Jackson - als Puppentheater für Erwachsene.

Es ist in diesen Tagen faszinierend zu beobachten, wie viel negative Energie von Michael-Jackson-Fans ausgehen kann. Sie werden nicht müde, sich zum Teil unflätig in diversen Foren zu äußern. Zu äußern in Bezug auf eine Theaterproduktion, die im Dezember 2010 erst ihre Premiere feiern wird.

Interessant ist es, mitzuerleben, wie Menschen, die Michael Jackson nie persönlich kennengelernt haben, ihre eigenen Probleme in diese für die Öffentlichkeit von Michael Jackson selbst modellierte Kunstfigur projizieren. Wie sie sich auf Facebook, in Foren und auf andere Weise absprechen, konzertierte Mailwellen in die Welt setzen - und das alles nur, um die von ihnen so verstörend vereinnamte Person zu “beschützen”. Wovor? Das wissen wir nicht, denn worum es hier geht, ist die Produktion eines Theaterstücks.

Schon aus Prinzip wird es daher auf dieser Site jede Menge News über “Becoming Peter Pan” geben, heute zum Beispiel das finale Plakatmotiv der Produktion. Die Freiheit der Kunst hat Vorrang.

Infos zu “Becoming Peter Pan” –> hier

Michael Niavarani interviewt Drew Sarich

Michael Niavarani: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?
Drew Sarich: Ich wusste schon mit 6, als ich Neil Diamond: “Hot August Night Live” hörte, dass ich kein Anwalt werden wollte. Ich habe mit 7 angefangen, im Chor zu singen. Mit 11 entdeckte ich die Gitarre UND das Theater. Hausaufgaben haben zum Zeitplan einfach nicht gepasst.

MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?
DS: Ich glaube, dass kein Künstler jemals zufrieden sein kann. Man sehnt sich schon immer nach Abwechslung. Momentan sind meine Ziele Erfahrungen. Ich würde gern mit meiner Musik auf Tournee gehen. Ein paar Monate das Rock & Roll Leben führen. Ich würde gerne eine Kochschule besuchen, Fallschirmspringen, und vielleicht eine Kunstaustellung mit meinen Werken organisiere

MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?
DS: Der Vorgang. Ich bin kein Fan von Schmerz. Ich hasse auch die Idee, dass jemand mein Leben irgendwie aufräumen müsste. Sobald ich weg bin, kann ich mir nur vorstellen, dass mir alles ziemlich wurscht ist.

MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?
DS: Da ewige Leben kommt mir ziemlich lang vor. Gib mir 88 Jahre und Geld, um das Leben mit meiner Familie zu genießen, und ich werde nicht jammern.

MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?
DS:Ich glaube, dass man Verantwortung für seine Taten übernehmen muss. Ich hoffe, ich erziehe meine Kinder so, dass sie das Leben eines anderen Menschen über alles respektieren. Dann stellt sich diese Frage nicht.

Das ganze Interview gibt es –> hier

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