Martin Bruny am Sonntag, den
8. April 2012 um 01:32 · gespeichert in Rezensionen, 2012
Im Oktober 1956 stand Peter Kraus (geboren 1939) in München das erste Mal auf einer Konzertbühne – und, so heißt es, wurde bereits da vom Musikproduzenten Gerhard Mendelson entdeckt. Für Polydor Records Wien produzierte Mendelson mit Kraus 1957 seine erste Single, eine Coverversion von Little Richards Hit »Tutti Frutti«. Und seit diesem Zeitpunkt läuft die Karriere von Peter Kraus wie auf Schienen.
2012 ist der 73-jährige Entertainer mit seiner brandneuen Show »Für immer in Jeans« am Start und spielt rund 60 Konzerte. Am 28. und 29. März gastierte er in der Halle F der Wiener Stadthalle.
Für seine Tour hat sich Peter Kraus eine Revue mit Musicalelementen schreiben lassen, fast jeder Song ist in eine kleine Szene verpackt, Kraus erzählt aus seinem Leben, vom Business und vom Rock ‘n’ Roll, und er stellt Songs aus seinem neuen Album vor. Wie die Tour heißt auch die CD »Für immer in Jeans« und ist ein unterhaltender Mix aus Schlager, Rock, Blues und Swing. Unterstützt wird der Entertainer auf der Konzertbühne von einer großartigen Live-Band und einem perfekt gecasteten Ensemble von Tänzern und Sängern (Marco Maurer, Marvin Dietmann, Anna Carina Buchegger, Anna Weghuber und Beatrix Gfaller), die für richtige Power sorgen – und das Erstaunliche ist, dass Kraus, obwohl all die Tänzer schon seine Enkerl sein könnten, nicht abfällt oder gar großväterlich wirkt. Großartig etwa eine Szene fast wie aus dem Wiener »Simpl«, in der Kraus den heutigen Slang der ganz ultracoolen Jugendlichen karikiert, mit ganz tief hängender Hose, Marke Justin Bieber. Peter Kraus sagging, würde man das wohl bezeichnen. Sehr gelungen. Und auch beim Rock ‘n’ Roll lässt der Peter nach wie vor nichts anbrennen, weder tänzerisch, noch sonstwie, er erweist sich als schlagfertig, amüsant, manchmal etwas melancholisch mit jeder Menge Anspielungen auf das Alter, nicht nur auf seines, sondern auch auf das seines Publikums. Dass all diese Gags und Szenen völlig unpeinlich, ja, amüsant und unterhaltend über die Rampe kommen, dass es keine faden Momente in der Show gibt und immer wieder kräftig aufs Showpedal gedrückt wird, dafür sorgen Regisseur Thomas Smolej und Sabine Bartosch sowie Marvin Dietmann, die für die Choreographien zuständig sind.
Als Special Guest bringt Andy Lee Lang die Stimmung zum Kochen, wenn er seine berühmte Klaviernummer zu »Whole Lotta Shakin’ Going On« abzieht, als »Assistentin« und Duettpartnerin ist Barabara Endl mit dabei. Und auch Peter Kraus’ Sohn Mike ist ein wichtiger Teil dieser Tournee, spielt beispielsweise ein paar Vater-Sohn-Momente mit seinem alten Herrn, die besonders gut beim Publikum ankommen, und präsentiert mit »Mein Kosmos brennt« ein Lied aus seiner eigenen CD.
Herrlich die Fans, darunter viele muntere Ab-60er, gern auch in Jeans, die geflissentlich all die fetten Schilder ignoriert haben, und auch all die Durchsagen, dass Fotografieren usw. strengstens verboten ist. Da wurde mit den Handykameras geknipst, was das Zeug hält, und warum auch nicht, das gehört einfach dazu und sollte endlich mal gestattet werden. Doch es hat sich ohnedies kein Billeteuschen getraut, auch nur einen Mucks zu machen.
Peter Kraus ist ein Entertainer der alten Schule, er hat ein halbes Jahrhundert Showbusiness in den Knochen. Man merkt ihm sein Gespür für sein Publikum an. Er muss sich nicht bei seinen Fans anbiedern und sie zum Mitklatschen auffordern, das kommt, wenn es kommt, zum richtigen Zeitpunkt, und wenn dann am Ende der Show, man möchte fast sagen, alles, was gerade noch mit Krücken laufen kann, zur Bühne stürmt und den Star der guten alten Zeit wie damals, in den geilen 60ern, feiert, tanzt und mitklatscht, dann sind das gute Momente. Fazit: Eine Show für alle Fans – und für alle anderen eine gute Gelegenheit, eine perfekt produzierte und inszenierte Show mit allen großen Hits von Peter Kraus und erfrischend neuen Tönen zu erleben, eine Show eines der letzten Entertainer und Rock ‘n’ Roller der alten Schule.
Martin Bruny am Samstag, den
7. April 2012 um 13:30 · gespeichert in Rezensionen, Theater, 2012
“Wo sonst können neue Trends, neue Stücke und neue Kompositionen im Musiktheaterbereich quasi als ‚Offene Geheimnisse‘ durch die Räume schwirren und so immer wieder Neues entstehen lassen. In einer solchen Institution ist man am Puls der (Musical-)Zeit, und daher verwundert es Insider nicht, dass Jason Robert Brown, ein wahrer Könner seines Metiers, unter unseren angehenden AbsolventInnen omnipräsent ist.«
Das schreibt Alexander Tinodi, der Geschäftsleiter des Performing Center Austria, im Vorwort zum Programm zur Abschlussshow des aktuellen Jahrgangs der Performing Academy. »Hear my Song« hieß die Show, die am 24. und 25. März im Festsaal der Pratergalerien gezeigt wurde. Claudia Artner, Franziska Fröhlich, Aline Herger, Judith Jandl, Peter Knauder, Angelika Ratej, Jakob Semotan, Jasmin Shah Ali, Anetta Szabo und Gloria Veit waren die zehn Studenten, die damit ihre letzte Show im Rahmen ihres Studiums zeigten.
Ominipräsent ist er, Jason Robert Brown, das stimmt, wenn auch nur in den sagen wir Hardcore-Musicalkreisen, sozusagen abseits des Stroms, auf dem die Hochseedampfer tuckern. Brown ist, man muss es sagen, das, was man als Kassengift bezeichnen könnte. Das ist nicht mal eine Unterstellung, er wird mir sicher in diesem Fall nicht mit einem Rechtsanwalt drohen, es ist belegbar, und er selbst hat schon des Öfteren in seinem Blog darauf Bezug genommen.
Schaun wir uns alle Werke an, die von Jason Robert Brown geschrieben wurden beziehungsweise für die er Musik beigesteuert hat, und wie sie sich am (Off-) Broadway gemacht haben.
1) Songs For A New World (26.10.1995; WPA Theatre, Off-Broadway)
12 Vorstellungen
2) Long Day’s Journey Into Night (22.3.1998; Irish Repertory Theatre, Off-Broadway)
Incidental Music by Brown
49 Vorstellungen
10) Last Dance (3.6.2003, City Center Stage I, Off-Broadway)
Incidental Music by Brown
40 Vorstellungen
11) 13 (5.10.2008, Bernard B. Jacobs Theatre, Broadway)
105 Vorstellungen
Die finanziellen Flops, das ist eine Sache, sein Ruf ist ein anderer. Nach wie vor wird Brown in jeder Liste der wichtigsten »Nachwuchs«komponisten genannt, und auch wenn seine Musicals nur selten in großen Häusern laufen, werden sie von kleinen Theatergruppen gerne und häufig aufgeführt.
Das Perfoming Center hat sich aus Browns Musicals »Songs For A New World«, »Parade« und »13« ausgesucht. Weiters »Urban Cowboy«, eine Show, zu der der Komponist einige Songs beigesteuert hat, und Lieder aus seiner Solo-CD »Wearing Someone Else’s Clothes«. Rund um diese Songs hat Jürgen Kapaun eine Handlung gebaut: In der Grand Central Station von New York treffen zehn Menschen aufeinander. Jeder bringt den Zuschauern sein Leben nahe, in Form von Monologen, Dialogen, Liedern und Tanz. Vom tragischen Schicksal einer Suizidgefährdeten (Franziska Fröhlich) bis zur Shoppingtussy (Aline Herger), alles ist dabei. Ein Hollywood-Autor (Jakob Semotan), der sich aus seinen billigen Soaps wegträumt, ein Tänzer (Peter Knauder), dessen Lebenstraum, eine Karriere in New York, zerplatzt. Großteils interessante Handlungsskizzen, die das Gerüst für die Interpretationen der Songs von Jason Robert Brown bilden, die ja auch immer ihre eigene Geschichte erzählen. Ein Umstand, der der Show enorm zugutekommt, denn so gut die Ideen auch im Regiebereich waren (Jürgen Kapaun), so hätte man doch viel mehr Zeit haben müssen, um an der Gestaltung der Szenen, der Glaubwürdigkeit in Dialogszenen zu feilen.
Die Live-Band (Klavier, Schlagzeug, Bass, Violine) ist ein wesentlicher Plusfaktor in dieser Show, der Sound im Festsaal der Pratergalerie entspricht dem Setting der Revue – wie in einer Bahnhofshalle klingt es da. Generell ist alles etwas hallig und manchmal viel zu laut, die Mikros kommen manchen Stimmtechniken zugute, mitunter aber entsteht fast körperlicher Schmerz. Doch man spürt die Ambition und das Können, am Technischen wird es nicht immer scheitern.
Sabine Arthold hat für einige der Songs wirkungsvolle Gruppenchoreographien entworfen. Manchmal war mir der Tanzfaktor zu betont. Man muss nicht jedem Interpreten zwei Mädels/Jungs in den Background packen, die da ihre Tanzkünste demonstrieren, das lenkt dann doch vom Sänger und vom Song ab und wirkt manchmal so “typisch musicaaaal in a bad way”, ist aber sicher eine Geschmacksfrage. Denn letztendlich ist ja eine solche Show dazu da, zu zeigen, was jeder kann. Etwa auch Peter Knauder, der jenen jungen Tänzer aus Österreich spielt, der es in New York, »der Stadt, in der du endlich du sein darfst«, schaffen will und dann durch einen Autounfall stirbt, auf dem Weg zum … Geschichten, vielleicht manchmal fast zu sehr in Richtung Soap … Knauder, bei seinem letzten großen Tanzsolo wie ein Panther, eingesperrt in einem Käfig, auf der (scheinbar) viel zu kleinen Bühne. So kann der Panther natürlich nicht zeigen, wie schnell er wirklich laufen kann, verbeißt sich in nahezu grotesker Mimik, aber man weiß ja, was er alles kann (man weiß es nicht aus Disney-Shows).
»Hear My Song«, neben der Disney-Schiene in der Stadthalle, eine ungeheuer wichtige Produktion. Live-Musik, Arbeit an Kompositionen eines der ganz Großen gemeinsam mit Marie Landreth (Musikalische Leitung & Arrangements), die Entwicklung eines Buchs (Jürgen Kapaun), da macht es Spaß zuzusehen.
Leading Team
Regie und Buch: Jürgen Kapaun
Musikalische Leitung & Arrangements: Marie Landreth
Choroegraphie: Sabine Arthold
Dance Captain: Franziska Fröhlich, Claudia Artner
Band
Klavier: Chanda Vander Hart
Schlagzeug: Franz Hofferer
Bass: Gabor Farkas
Violine: Michael Guttierez
Cast
Claudia Artner, Franziska Fröhlich, Aline Herger, Judith Jandl, Peter Knauder, Angelika Ratej, Jakob Semotan, Jasmin Shah Ali, Anetta Szabo, Gloria Veit
Verwendete Songs
- On the deck of a Spanish Ship (»Songs For A New World«)
- The New world (»Songs For A New World«)
- Just One Step (»Songs For A New World«)
- What it means to be a friend (»13«)
- Do it alone (»Parade«)
- And I will follow you (»Wearing Someone Else’s Clothes«)
- Grow old with me (»Wearing Someone Else’s Clothes«)
- The River Won’t Flow (»Songs For A New World«)
- Brand New You (»13«)
- Pretty Music (»Parade«)
- King of the World (»Songs For A New World«)
- Dreaming wide awake (»Wearing Someone Else’s Clothes«)
- Mr. Hopalong Heartbreak (»Urban Cowboy«)
- You don’t know the man (»Parade«)
- Flying home (»Songs For A New World«)
- Hear My Song (»Songs For A New World«)
Martin Bruny am Freitag, den
6. April 2012 um 03:20 · gespeichert in Musical
Am 5. Mai 2012 feiert Willy Russels Kultmusical »Blutsbrüder« (»Blood Brothers«) im Theater im Neukloster in Wiener Neustadt Premiere. In der Regie von Florian Scherz spielen 21 Schauspieler im Alter von 16 bis 45 Jahren die Geschichte der Johnstones, zweier bei der Geburt getrennter Zwillinge, die im Liverpool der sechziger und siebziger Jahre aufwachsen.
Das Ensemble wird von einer Live-Band unter der Leitung von Joe Pinkl begleitet. Die Gesangseinstudierung hat Klemens Patek übernommen, die Choreographie kommt von der Britin Sarah Chiappi, die das Ensemble im Theater im Neukloster schon seit 1998 in Szene setzt.
Das Theater im Neukloster begann 1978 als Initiative für Jugendliche der Pfarre Neukloster in Wiener Neustadt mit vereinzelten Aufführungen von Sprechstücken und entwickelte sich zu einer kulturellen Institution, die Publikum aus dem gesamten östlichen Österreich anlockt. Im Advent stehen seit 1984 Kindermusicals auf dem Spielplan, die seit 1990 auch selbst geschrieben werden (Buch: Irene Scherz, Musik seit 2008: Florian Scherz) und jährlich etwa 6000 Besucher anlocken. Im Frühjahr werden seit 1996 Musicals gezeigt. Mit »Children of Edenâ€, »Beth und ihre Schwestern†oder »Eine Hochzeit zum Verlieben†gelang es dem Team des Theaters, deutschsprachige Erstaufführungen großer Musicals zu zeigen, 2004 gab es mit »Ein Sommernachtstraum†sogar eine Uraufführung.
Das Ensemble umfasst rund 30 Schauspieler, die im normalen Leben als Schüler, Studenten und in verschiedenen Berufen tätig sind.
Cast
Mrs. Johnstone: Michaela Mikesch
Michael “Mickey” Johnstone: Andreas Steiner
Edward “Eddie” Lyons: Klemens Patek
Linda: Stephanie Prandler
Erzähler: Florian Scherz
Mrs. Lyons: Pia Lauermann
Mr. Lyons: Alex Bechtloff
Sammy / Mr. Johnstone: Jakob Urani
Donna Marie: Magdalena Mikesch
Miss Jones: Karin Ötsch
Ensemble
Sandra Becher, Sabine Berger, Benedikt Berner, Julia Ehrentraud, David Lielacher, Magdalena Mikesch, Theresa Mikesch, Barbara Mitsch, Herbert Mitsch, Karin Ötsch, Elisabeth Piribauer, Lena Steyer, Michael Zeiner,
Aufführungstermine
05. Mai 19:30 Uhr (Premiere)
11., 12., 16., 17., 25., 26. Mai, 1. Juni jeweils ab 19:30 Uhr
20. Mai und 3. Juni ab 18:00 Uhr
Tickets
Telefonisch unter 02622/77814 bzw. 0676/700 6 889 (Abendkasse)
Martin Bruny am Freitag, den
6. April 2012 um 02:02 · gespeichert in Pop
Barry Manilow performing »Stay« from his new CD/DVD »Live In London«. It was recorded at the O2 Arena in London with the Royal Philharmonic Concert Orchestra.
Pre-order the LIVE IN LONDON CD/DVD for only $12.99 at www.starz.bz and automatically be entered into the pre-order sweepstakes for a trip to Hollywood to see Barry at the Hollywood Bowl on the 4th of July!
The CD/DVD will be released on April 24.
Martin Bruny am Donnerstag, den
5. April 2012 um 00:25 · gespeichert in Musical, Wien
Vom 22. Mai bis 6. Juni 2012 steht im Wiener Theater-Center-Forum das musikalische Schauspiel »Comedian Harmonists« von Ivaylo Guberov und Michael Rot auf dem Programm.
Mit viel Charme, Witz und einem Hauch Ironie erzählen die »Comedian Singers« die Geschichte vom Aufstieg und Fall des berühmten Gesangsensembles »Comedian Harmonists« der zwanziger und dreißiger Jahre. Mit dabei Evergreens wie »Mein kleiner grüner Kaktusâ€, »Ein Freund, ein guter Freundâ€, »Veronika, der Lenz ist daâ€, »Irgendwo auf der Welt†und viele mehr.
Mitwirkende
Gernot Heinrich: Harry Frommermann
Ivaylo Guberov: Robert Biberti
Georg Lehner: Erich Cycowski
Jörg Westerkamp: Erich Abraham Collin
Thomas Markus: Ari Leschnikoff
Michael Rot: Erwin Bootz (Pianist)
Tickets
Karten (von 20 bis 28 Euro) sind im Theater-Center-Forum (1090 Wien, Porzellangasse 50, Tel.: 01/3104646) und bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
Martin Bruny am Sonntag, den
1. April 2012 um 12:51 · gespeichert in Musical
Derzeit im Ronacher bei »Sister Act« engagiert und in der »Jesus Christ Superstar”-Produktion von 2012 als Peter/Simon ein Hit: Riccardo Greco.
Ebenfalls bei »Sister Act« und der »Jesus Christ Superstar«-Produktion von 2012 dabei: Gabriela Ryffel.
Martin Bruny am Sonntag, den
1. April 2012 um 00:01 · gespeichert in Musical, Skurriles
Wer lässt sich schon die Chance entgehen, am 1. April, dem Nationalfeiertag der blöden Scherze, einen ebensolchen zu machen. Also scherzen wir mal: »Robocop! The Musical!« kommt zurück. Letztes Jahr wurde es in Detroit uraufgeführt …
Nein, alles kein Scherz – derzeit läuft auf der Funding-Plattform »Kickstarter.com« ein Projekt, bei dem man noch fünf Tage mitmachen kann, um »Robocop” The Musical« demnächst als Cast CD live bei sich zuhause abspielen zu können, und eine Wiederaufnahme der Show ist für 31. Mai 2012 tatsächlich geplant, wenn man Berichten der Huffington Post glaubt (was ja manchmal ein Fehler ist). Geschrieben haben die Show Sean May (Buch) und Ryan Parmeter. Die erste Aufführungsserie war ein Hit!
Klingt absurd, fast blond, aber ehrlich, es könnte blondere Ideen auf dieser Welt, in dieser Stadt, also in Wien, für Musicalproduktionen geben, nicht wahr, und jeder würde auf solch blonde Aprilscherze reinfallen … Aber man sollte es nicht übertreiben mit schlechten Scherzen.
Martin Bruny am Freitag, den
30. März 2012 um 23:47 · gespeichert in Netz, Sprache
Zwirbler kommen die Zeichen bekannt vor. Koreanisch, wird das Internet besagen.
Aber er kann ihre Bedeutung nicht entziffern. Er hebt das Paket hoch, für die Größe ist es überraschend leicht. Darunter liegt ein Stück Papier. »Du solltest es probieren. Trotz dem
Schmerz.â€, hat eine Frau in schnörkelloser Handschrift geschrieben. In der Kiste bewegt sich
etwas …
Mit diesen Worten startete am 1. Juli 2010 »Zwirbler«, der erste Facebook-Roman der Welt. Anfangs erschienen zwei Statusmeldungen täglich, nun zwei bis drei die Woche, insgesamt sind bis dato 380 »Zwirbler«-Episoden online.
Worum geht‘s in diesem Roman, veröffentlicht in Form von Facebook-Statusmeldungen:
Handlungsgerüst
Zwirbler ist auf der abenteuerlichen Suche nach seiner Schwester. Danni hat sich einem Fruchtbarkeitsexperiment unterzogen, wurde schwanger, hat ihr Kind jedoch abgetrieben.
Zwirbler versucht, sie schneller zu finden, als der dunkle Schatten, der sie verfolgt. Kann er sie noch retten?
Jeder Leser kann den Fortgang der Handlung durch Facebook-Kommentare beeinflussen. Ziel ist es letztlich, einen interaktiven Roman zu gestalten.
Die Gebrauchsanleitung zu Zwirbler kann man –> hier nachlesen.
Wer nicht lesen mag, kann sich Zwirbler auch anhören. Zum Podcast geht es –> hier.
Die »Zwirbler«-Lesung – im Jenseits
Zwirbler hören, Whisky trinken und Gutes tun: All das an einem Abend am 19. April im Jenseits.
Der Autor TG liest aus »Zwirbler«, das Duo Jessica & David begleitet mit jazzigem Sound und der Sprecher Axel Grunt steuert seine Stimme bei.
Das Gute: Von jedem Whisky gehen zwei Euro an das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock.
Nähere Infos –> hier.