Martin Bruny am Montag, den
30. April 2012 um 14:57 · gespeichert in Skurriles
Die Zeitschrift »Bühne«, sozusagen die »Hauspostille« des Wiener Bühnenvereins, dessen Präsident Thomas Drozda (VBW) ist, dessen Vizepräsidenten Georg Springer (Bundestheater Holding), Alexander Götz (Theater in der Josefstadt) und Michael Schottenberg (Volkstheater) sind, publizierte in ihrer jüngsten Ausgabe (Mai 2012) unter dem Titel »Todessehnsucht einer Kaiserin« eine Art Glosse von Paul Blaha, die dieser mit dem Statement beginnt:
»Munter geht die Sisi unter«, titelte seinerzeit der KURIER, »Kaiserinnen-Schmarrn« DIE PRESSE. Doch nicht das Stück ist am 3. September 1992 bei seiner Uraufführung durchgefallen, sondern die Kritiker.
Interessant. Kritiker können also durchfallen. Was würde das eigentlich bedeuten, wenn es wirklich so wäre? Dass der Wiener Bühnenverein nach 20 Jahren, natürlich ganz objektiv, herangeht und beurteilt, dass die Aussagen der Kritiker von anno dazumal »falsch« waren? Falsch nach welchen Kriterien? Was steckt da für eine Vorstellung über die Aufgaben eines Kritikers dahinter? Ist es seine Pflicht, vorherzusehen, wie einem imaginären Publikum eine bestimmte Show gefallen wird? Muss er dann abwägen, seine Analyse dieser Show zu formulieren, oder doch den »richtigen« Geschmack des Publikums in für das produzierende Theater güldene Worte zu fassen? Glaubt hier wirklich jemand, dass 20 Jahre danach »Elisabeth« unumstritten ist, sozusagen die gestreckte FAUST des Musicalgenres ins Gesicht der Kritiker?
Herr Blaha schreibt auch:
Genau 20 Jahre nach der Uraufführung kehrt dieser österreichische Exportschlager der Vereinigten Bühnen Wien an seinen Ursprungsort zurück, selbstverständlich in neuer Besetzung.
Zuletzt war die Show 2003 bis 2005 in Wien zu sehen, innerhalb der letzten 20 Jahre war »Elisabeth« an die 10 Jahre in Wien am Programm des Theaters an der Wien. Und was ist so selbstverständlich daran, dass die Show in neuer Besetzung kommt? Nichts, gar nichts.
Martin Bruny am Sonntag, den
29. April 2012 um 12:05 · gespeichert in Musical, Wien, TV, Theater
Die Berliner Sopranistin Annette Dasch ist seit 2008 unter anderem auch Gastgeberin des TV-Formats »Annettes DaschSalon”, einer Mischung von Liederabend und Talkshow.
Derzeit probt Dasch an der Wiener Volksoper »Madame Pompadour« (Premiere 6. Juni 2012) und nutzte diesen Zwischenstopp in Wien, um eine Folge ihrer Sendung im Wiener Odeon Theater aufzuzeichnen. Unter dem Motto »Begegnungen« zu Gast: Michael Schade, Paul Schweinester (an der Volksoper unter anderem in »Die spinnen, die Römer!” zu sehen), Katharina Straßer (war an der Volksoper in »My Fair Lady« zu sehen, die Show steht ab 30. Dezember 2012 wieder am Spielplan der Volksoper) und Josef Hader.
Bis 5. Mai kann die Sendung online –> hier als Stream abgerufen werden.
Martin Bruny am Sonntag, den
29. April 2012 um 01:27 · gespeichert in Musical
Matt Doyle (War Horse, Spring Awakening) sings »What You Stole« written by Matt and Will Van Dyke at his concert at Joe’s Pub on November 28th, 2011, a benefit for Broadway Impact, an equal rights organization. Visit BroadwayImpact.com for more information.
Band: Will Van Dyke (Piano), Mason Ingram (Drums), Lou Garrett (Guitar), Allison Seidner (Cello)
Martin Bruny am Sonntag, den
29. April 2012 um 00:58 · gespeichert in Tonträger
Ein Interview mit Marjan & Lukas auf LT1, einem oberösterreichischen Lokalsender, finde ich persönlich ziemlich sehenswert und gelungen. Zum Interview geht es –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
28. April 2012 um 17:56 · gespeichert in Musical, Awards
Mind you, New York theatre musicians feel like they’re under siege all the time anyway. Pit orchestras have fewer and fewer players, the musicians themselves are often hidden away, miked to a level of utter artificiality, the quality of the music they make is more in the hands of the mix engineer than under their own very capable control, and there is constant pressure from producers to allow the music to be pre-recorded (a pressure that the Musicians’ Union, almost entirely on its own, has thus far managed to deflect, though I assure you that fight is far from over). Furthermore, even though the Tonys now do have an Orchestration award, there is no major award for Music Directors, a slight which drives those irreplaceable and versatile collaborators justifiably up a wall. So this kerfuffle about the Drama Desks, which might seem simply puzzling in any other year, this year seems like yet another shot across the bow.
Martin Bruny am Freitag, den
27. April 2012 um 15:41 · gespeichert in Musical
Das Grazer Schauspielhaus bringt DIE Musicalsensation der Saison 2012/13: “Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs”, ein Stück von von Jeffrey Lane und David Yazbek nach dem gleichnamigen Kultfilm von Pedro Almodà³var (Deutsch von Kevin Schroeder).
Erstmals ist ein Musical auf der Hauptbühne des Schauspielhauses zu sehen. Die deutschsprachige Erstaufführung inszeniert Bernadette Sonnenbichler. Ihre letzte Regiearbeit am Schauspielhaus Graz war “Blind Date” mit August Zirner in der Hauptrolle.
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs (Women on the Verge of a Nervous Breakdown)
von David Yazbek, Jeffrey Lane und Pedro Almodà³var
Buch von Jeffrey Lane
Musik und Liedtexte von David Yazbek
nach dem Film von Pedro Almodà³var
Original Broadway-Produktion vom Lincoln Center Theatre, New York City, 2010
Deutsch von Kevin Schroeder
6D, 3H, Nebendarsteller, Ensemble
Orchesterbesetzung: Reed I, II, III, Hr, Trp, Pos, Dr, Perc, Git, Keyb I, II, Vl I, II, Va, Vc, B
UA: 04.11.2010, Belasco Theatre New York
Martin Bruny am Freitag, den
27. April 2012 um 07:44 · gespeichert in Musical
Am 25. Oktober 2012 feiert das Musical »Fame« an der Grazer Oper Premiere. Mit dabei: Hannes Muik (Nick), Nina Weiß (Serena), Miriam Mayr (Iris Kelly), Otto Jaus (Schlomo) sowie Kevin Perry, Katharina Lochmann, Andreas Wanasek, Dagmar Hellberg, Carin Filipcic und Ann Mandrella. Ein Musical basierend auf dem gleichnamigen Film von 1980 – allerdings ohne dessen Songs. Mit einer Ausnahme: Das Titellied »Fame« darf verwendet werden.
Weiters im Programm der Saison 2012/13: die Wiederaufnahme von »My Fair Lady« (ab 7. Juni 2013).
Im Kinderprogramm läuft das Familienmusical »Honk! Das hässliche Entlein«, eine Musical-Comedy von Anthony Drewe und George Stiles, die man allen Kindern und Junggebliebenen, egal welchen Alters, empfehlen kann. Premiere: 25. November 2012.
Leading Team
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Inszenierung & Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Bettina Breitenecker
Dramaturgie: Bernd Krispin
Cast
Nick: Hannes Muik
Serena: Nina Weiß
Iris Kelly: Miriam Mayr
Schlomo: Otto Jaus
Joe: Kevin Perry
Grace: Katharina Lochmann
Goody: Andreas Wanasek
Ms Sherman: Dagmar Hellberg/Carin Filipcic
Ms Greta Bell: Ann Mandrella
Vorstellungstermine
Vor der Premiere
Sonntag, 7. Oktober 2012, 11.00 Uhr, Studiobühne
25.10., 26.10., 28.10. (18.00 Uhr), 3.11., 10.11., 11.11. (15.00 Uhr),
5.12., 19.12., 21.12., 22.12., 29.12., 30.12. (18.00 Uhr), 31.12. (18.00 Uhr), 13.01. (15.00 Uhr),
8.2., 14.2., 16.2., 23.3., 6.4., 14.4. (18.00 Uhr), 27.4., 12.5. (18.00 Uhr), 23.5., 25.5. und 1.6.
Beginn jeweils 19.30 Uhr, sofern nicht anders angegeben
HONK! Das hässliche Entlein
Musical-Comedy von Anthony Drewe und George Stiles nach dem berühmten Märchen von Hans Christian Andersen
Buch und Gesangstexte von Anthony Drewe, Musik von George Stiles
Deutsches Buch von Stephan Kopf, Zelma und Michael Millard
Musikalische Leitung: Maurizio Nobili
Inszenierung: Michael Schilhan
Bühne & Kostüme: Alexia Redl
Choreographie: Allen Yu
Singschul’ Andrea Fournier
Opernballettschule Diana Ungureanu
Martin Bruny am Donnerstag, den
26. April 2012 um 02:18 · gespeichert in Musical, Wien
Am 25. April 2012 präsentierte der Intendant der Vereinigten Bühnen Wien, Christian Struppeck, die Cast der Jubiläumsproduktion von »Elisabeth«, die am 5. September 2012 im Wiener Raimund Theater Premiere feiern wird.
Cast
Annemieke van Dam: Elisabeth
Mark Seibert: Der Tod
Kurosch Abbasi: Luigi Lucheni
Daniela Ziegler: Erzherzogin Sophie
Franziskus Hartenstein: Kaiser Franz Joseph
Anton Zetterholm: Erzherzog Rudolf
Carin Filipcic: Herzogin Ludovika
Christian Peter Hauser: Herzog Max in Bayern
Ensemble
Mary Vetsera, Cover Elisabeth: Alice Macura
Helene von Wittelsbach, Cover Elisabeth: Janneke Van Duijnhoven
Alternierend Erzherzogin Sophie: Dagmar Hellberg
Fürst Schwarzenberg, Cover Franz Joseph: Jörn Felix Alt
Ein Professor, Cover Franz Joseph: Wolfgang Postlbauer
Kardinal Rauscher, Cover Herzog Max: Karsten Kammeier
Maximilian von Mexiko, Cover Lucheni: Riccardo Greco
Eine Hofdame, Cover Erzherzogin Sophie: Linda Konrad
Walk in Cover Tod, Rudolf: Oliver Arno
Baron Hübner, Cover Rudolf: Gernot Romic
Fanny Feifalik: Marle Martens
Eine Gouvernante: Katrin Mersch
Baron Kempen: Jakob Semotan
Ungarischer Adeliger, Cover Tod: Rory Six
Gräfin Esterhazy-Lichtenstein, Cover Ludovika / Frau Wolf: Caroline Sommer
Ludwig Graf Grünne, Cover Herzog Max: Dean Welterlen
Gräfin Sztaray: Anja Backus
Fräulein Windisch: Silke Braas
Todesengel: Emma Hunter
Todesengel: Barbara Schmid
Todesengel: Stefan Mosonyi
Todesengel: Niran Straub
Todesengel: Katharina Strohmayer
Todesengel: Johan Vandamme
Swings
Swing, Cover Lucheni: Kai Hüsgen
Swing, Dance Captain: Jerà´me Knols
Cross Swing: Marianne Tarnowskij
Swing: Max Niemeyer
Swing: Bettina Bogdany
Swing: Juliane Katharina Maria Bischoff
Swing: Christoph Sommersguter
Leading Team
Buch: Michael Kunze
Musik: Sylvester Levay
Regie: Harry Kupfer
Musikalische Leitung: Koen Schoots
Choreografie: Dennis Callahan
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Licht Design: Hans Toelstede
Videoprojektionen: Thomas Reimer
Associate Choreograph: Doris Marlis
Sound Design: N.N.
Martin Bruny am Montag, den
23. April 2012 um 22:00 · gespeichert in Musical, Wien
Begonnen hat alles mit der Übertragung der Programmpräsentation des Theaters an der Wien vor ein paar Wochen. Die Vorstellung der Produktionen der Saison 2012/13 wurde live ins Netz gestreamt – mit Erfolg.
Was liegt also näher, als auch die nächst wichtigste Presseveranstaltung, die Castpräsentation der Jubiläumsfassung von »Elisabeth«, ebenfalls live ins WWW zu senden.
Und so kann am Mittwoch, dem 25. April 2012, jeder, der möchte, live dabei sein, wenn die Hauptdarsteller des Musicals »Elisabeth«, das am 5. September 2012 seine Premiere feiert, präsentiert werden und Ausschnitte aus der Levay/Kunze-Show, begleitet vom Orchester der VBW unter der Leitung von Koen Schoots, singen.
Zum Livestream geht es –> hier. Beginn: 25. April 2012, 11:30 Uhr.
Martin Bruny am Mittwoch, den
18. April 2012 um 17:09 · gespeichert in Musical, Wien
Als ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört habe, welche Show dem Nonnenspektakel »Sister Act« im Ronacher (im Ende Februar 2013) nachfolgen würde, kamen mir als Erstes die drei heiligen Buchstaben allergrößten Erstaunens in den Sinn, die Erzengeln der perplexen Verblüffung:
W T F
Freilich, wenn man sich das Ganze genauer überlegt, ist die Wahl des Stücks logisch. Wen hat man als Intendanten engagiert: Christian Struppeck. Was ist sein größter Kassenerfolg, an dem er selbst kreativ mitgewirkt hat: »Ich war noch niemals in New York«. Nicht gerade eine ernstzunehmende, aber perfekt fabrizierte Revue – für ein etwas betagtes, schlageraffines Publikum. Ein fein ziseliertes Hightech-Produkt ohne Kanten und Ecken, bis zum Exzess künstlich, triefend von falschen Emotionen, aufbauend auf den Gassenhauern von Udo Jürgens, die mitunter platten Lyrics gekonnt mit durchwegs peinlichen Dialogen gekoppelt. Mit »Legally Blonde« hat Struppeck jetzt ohne all den mühsamen kreativen Eigenimput ein Tuss’n-Pendant geshoppt. Bravo!
Natürlich, man kann einen Intendanten nicht darauf reduzieren. – Freilich kann man das, bis er das Gegenteil beweist. Mit der Wahl von »Legally Blonde” als »Sister Act«-Nachfolger hat Christian Struppeck eben das nicht bewiesen. Kann aber ja noch kommen.
Wer hätte gedacht, dass man einmal in Versuchung kommen würde, der Ära Zechner nachzuw … nein, so weit ist es natürlich noch nicht. Der Intendant hat ja sein Amt noch nicht einmal angetreten. Er tut dies erst mit 1. Mai 2012. Aber seriously, legally sozusagen, wo steckt die Umsetzung der Ankündigungen Thomas Drozdas von 2011, dass man das Orchester der VBW als Trademark etablieren möchte. Weder das Udo-Jürgens-Schiff, noch viel weniger das natürlich Blonde, »braucht« ein Orchester. Wenn man beim Chihuahua-Festival auf sagen wir 18 Musiker aufpimpt, wäre das für all die potentiellen It-Girlies, die ins Ronacher catwalken werden, schon fast überdimensioniert. Wo führt der Weg hin?
Die heutige Pressekonferenz Christian Struppecks war eine informative. Im Gespräch mit den drei Übersetzern des Musicals, Ruth Deny, Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder, gab es die eine oder andere Anekdote über die Hürden des Übersetzens zu hören. Das war der interessante Teil. Indem Struppeck sich alle Zeit der Welt nahm, den Anwesenden den Inhalt von »Legally Blonde« wirklich ausführlichst wiederzugeben, gelang ihm der Beweis, dass Rosamunde Pilcher geradezu eine Göttin der gehobenen Literatur ist.
Einen Stream der Pressekonferenz gibt es hier:
Struppecks Order für sein erstes Jahr im Amt muss ganz offensichtlich so lauten: »Herr Struppeck, stellen Sie sich vor, Sie sind für eine Spielzeit der Dagobert Duck des Wiener Musicals. Da unten, schauen Sie, ein ganzer Pool von Subventionen …« Dass man da dann mit Anlauf einen Köpfler in die Moneten macht und sich eines der mainstreamigsten, plattesten Entertainmentprodukte holt, ist doch klar. Man engagiert das Leading Team der Londoner Produktion, man scherzt, dass man sich sogar eventuell die beiden an der Londoner Show beteiligten Hunde rüberholt. Und all das ist ja auch wunderbar. Die Kreativen der heimischen Szene, naja, irgendwann wird der eine oder andere schon mal drankommen.
Niemand will bestreiten, dass ein Musical wie »Legally Blonde« eine Option ist, es kommt halt immer darauf an, was man sich unter Musicals, die es wert sind, für teures Steuergeld produziert zu werden, vorstellt. Wenn Stage Entertainment als privat geführtes Unternehmen das Risiko eingeht, ein solches Tuss‘n-Musical zu produzieren, ist das etwas anderes, als wenn sich die Vereinigten Bühnen Wien diese Show einkaufen und teuer nachbauen lassen, egal ob es eine deutschsprachige Erstaufführung ist oder nicht. Jeder österreichische Staatsbürger zahlt mit, und mir fiele kein Grund ein, warum ich auch nur einen Cent in diese Show investieren sollte. Denn ganz ehrlich: Wenn es wirklich nur ums Geld ginge, dann sollten doch Bund und Länder das Geld einfach in Aktien, Anleihen oder Ähnliches investieren. Und wenn es nicht nur ums Geld geht, sondern um das Genre Musical, dann sollte ein Unternehmen wie die VBW in Musicals investieren, die den Namen MUSICal wert sind.
Dass bei der heutigen Pressekonferenz über die Musik so gut wie gar nicht gesprochen wurde, hat einen Grund: Sie ist unbedeutend. Es ist ein Pop-Score, es gibt ein paar nette Liedchen, keine Frage, und wenn in der Pressemappe schon Jubelmeldungen aus der Presse zitiert werden, schauen wir uns doch einmal an, was die amerikanische Presse über die Musik tatsächlich zu sagen hatte:
NEWSDAY
The score has a solid Broadway-bubblegum sound and such endearingly overwrought lyrics as, “I’ve got tears coming out of my nose … of course he will propose.”
VARIETY
O’Keefe and Benjamin’s pop, soul and hip-hop inflected melodies are rarely as catchy as the cheeky humor and contemporary cultural references of their lyrics and they have failed to give Elle a defining song to echo her personal growth.
ASSOCIATED PRESS
So why, despite the expensive glitz and an aggressive, go-go attitude, does “Legally Blonde” only fitfully entertain? Most prominently because of a disappointing score. Its music and lyrics don’t add much to the story of Elle Woods, a perky sorority sister at Delta Nu who gets dumped by her Harvard Law School-bound boyfriend and decides to follow him to its rarified ivy halls. Along the way, this blond fashion-plate, with a propensity for wearing pink, discovers her self-worth, finds a new beau and gets a law degree to boot. Female empowerment has proven to be a gold mine on Broadway for another big
show: “Wicked,” and its green heroine, Elphaba. So you can see what the folks behind “Legally Blonde” might have been thinking as they set out to create their own musical-theater poster girl.
THE NEW YORK TIMES
With its pink-dominated color scheme and matching cherry-soda score of ballads of self-empowerment, “Legally Blonde” is infused on every level with the message that it’s O.K. to be a princess. This is a show aimed at the girls who flocked to the fairy-tale blockbuster “Wicked,” but left feeling secretly disappointed that it was the dour, green-skinned Elphaba who got the guy, not the glittery, popular Glinda.
amNEW YORK
But for all its relentless peppiness and “Think Pink” mentality, “Legally Blonde” feels awfully generic and mechanical. You might call it paint-by-the-numbers musical comedy. Except for some new one-line jokes, the story is identical to the film. Laurence O’Keefe’s bubblegum pop score, in spite of its dangerously catchy opening song “Oh My God, You Guys,” is mostly bland, and at times derivative of his musical “Bat Boy.” And in spite of its feel-good, have-fun, be-blonde messages, the show remains shallow and insincere.
BLOOMBERG NEWS
The songs are, however, a problem. With words and music by Laurence O’Keefe and Nell Benjamin, they verge on melodiousness and cleverness without teetering into memorableness. (The pleasurable exception is one number, wherein much depends on a trial witness’s sexual orientation, “Gay or European?” and the result is more than lethally bland.)
NEWARK STAR-LEDGER
Musical theater aficionados will find “Legally Blonde” no Broadway masterpiece but rather a trimly crafted piece of light entertainment generally wanting in brilliance, especially in the songs department.
NEW YORK DAILY NEWS
“Blonde’s” shortfalls are rooted in the score. Married songwriters Laurence O’Keefe and Nell Benjamin’s pop-centric tunes are serviceable, but few melodies prove catchy enough to stick. “Omigod You Guys,” the opener, is the exception. Jerry Mitchell, choreographer and first-time Broadway director, has picked odd moments to musicalize. Like when Emmett (Christian Borle), Elle’s Harvard mentor whom she comes to love, gets a new suit. Ditto a lengthy song about a peripheral trial witness’ sexuality.
“Ireland,” sung by Paulette (Orfeh), Elle’s lovably tacky salon-owner pal, doesn’t inform the character so much as serve as a setup for a later jokey jig. There are too many filler numbers and too few tunes in which Elle shows what makes her - and her heart - tick.
The real Elle finally breaks out with the title tune in the second act. The song begins as a lament and turns into a rousing declaration of big blond I-am-what-I-am confidence. At last Bundy, an appealing and talented actress, gets the chance to act (check out the tears in her eyes) and show off her pipes - and to step out of Witherspoon’s shadow.
“Blonde” needed a few more such highlights
NEW YORK POST
THE movie “Legally Blonde” had two fantastic things going for it - “Reese”
and “Witherspoon.”
The musical based on that 2001 movie, which opened last night at the Palace Theatre, has neither. It’s a loss - a palpable loss.
(…) the audience also has to deal with the amorphous, synthetic and maniacally empty-headed music. When was it that so many Broadway musicals took “Looney” to their hearts but managed to leave out the “Tunes”?
NEW YORK JOURNAL NEWS
So, why do we have to have a musical version of “Legally Blonde,” anyway?
Because that’s what people do with hit movies. They turn them into Broadway musicals. This one, by the way, cost $13 million.
What about the music in “Legally Blonde”?
It’s by the new team of Laurence O’Keefe and Nell Benjamin, and it is serviceable bubble-gum stuff that will not exactly go down in the annals of musical theater.
PHILADELPHIA INQUIRER
(…) Turning it into a robust Broadway musical makes sense, because the plot’s many twists can easily be sung and danced - which they are, in a simple and catchy score with lyrics that sometimes mock the notion of lyrics. (Music and lyrics are by Laurence O’Keefe and Nell Benjamin). “I’m not sure where this metaphor’s goin’ ” a character sings, “I just felt like it had to be said.”
Über die Musik einer Show beispielsweise zu meinen, sie sei heutig, ist etwas wenig. Das Ganze als Kontrastprogramm zu »Elisabeth« aufzufassen, ist bezeichnend. Auch bezweifle ich, dass »Legally Blonde« eine besonders große Zielgruppe hat. Es ist ein Tuss‘n-Musical erster Güte, und auch wenn wir in dem Fall hoffen wollen, dass es genug Interessenten gibt, ich würde nicht darauf setzen. Geplant ist eine Laufzeit von einem Jahr (rund 200 Vorstellungen).
Letztlich bleibt immer noch die Richtungsfrage. Ist »Legally Blonde« die Richtung, in die die VBW jetzt steuern? Bis jetzt wurde mit keinem Wort erwähnt, ob es abseits der Großproduktionen auch Konzertantes geben wird. Ist eine konzertante Aufführung eines Werks von Sondheim in der Ära Struppeck vorstellbar? Solche Fragen im Rahmen einer Pressekonferenz zu stellen, ist sinnlos. Fragen zu »Legally Blonde« hatte aber praktisch niemand der Journalisten an diesem 18. April 2012. Vielleicht hatten auch sie gerade ihr ganz persönliches »WTF«-Erlebnis.
Legally Blonde
Musik/Liedtexte: Laurence O’Keefe & Nell Benjamin
Buch: Heather Hach
Basierend auf einem Roman von Amanda Brown
Basierend auf einem Film von MGM
Regie & Choreographie: Jerry Mitchell
Uraufführung: 29. April 2007, Palace Theatre Broadway
Letzte Vorstellung: 19. Oktober 2008 (insgesamt 595 Vorstellungen)
West End Premiere: 13. Januar 2010
Letzte Vorstellung: 7. April 2012 (insgesamt 974 Vorstellungen) weiterlesen »