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We Are The World 25 For Haiti

We Are The World 25 For Haiti @ Yahoo! Video

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- “We Are The World 25″ - Official Website

Ronacher: “Gemeinsam für Haiti” mit Lukas Perman und Marjan Shaki

haiti.jpgBenefizkonzerte mit Beteiligung von Musicaldarstellern haben in Wien Tradition. Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es mehrmals pro Jahr, allein im Wiener Metropol, Benefizveranstaltungen für die verschiedensten Organisationen. Diese ewig wogende Welle der Hilfsbereitschaft scheint von Seiten der Veranstalter mit den Jahren immer weniger in Anspruch genommen worden zu sein. Die Benefizveranstaltungen jedenfalls sind mittlerweile rar geworden.

Die jüngsten Geschehnisse in Haiti haben zwei prominente Musicaldarsteller, Marjan Shaki und Lukas Perman, nun aber zum Anlass genommen, ihre Popularität einzusetzen, um gemeinsam mit den VBW und Freunden für die Erdbebenopfer Geld zu sammeln.

Ein Abend im Wiener Ronacher unter dem Titel “Gemeinsam für Haiti” findet am 3. März um 19.30 Uhr statt. Die verschiedensten Künstler aus Musik, TV und Theater wie Rainhard Fendrich, Ina Wagler, Wolfgang Ambros, Alexander Goebel, Uwe Kröger, Thomas Borchert, Maya Hakvoort, Simone, Sigrid Hauser, Vera Böhnisch, Katharina Straßer, Nicole Beutler, Ramesh Nair, Else Ludwig, Norman Stehr, Die Echten, Martin Grubinger and the Percussive Planet Ensemble, Ferhan & Ferzan Önder, Drew Sarich and the Dead Poet Quartet sowie das Ensemble von “Tanz der Vampire” haben sich spontan bereit erklärt, an diesem Konzert teilzunehmen und ihren ganz persönlichen Beitrag für die Menschen in Haiti zu spenden.

Der Gala-Abend soll den Zuschauern einen Einblick in die Kultur, das Leben, die Geschichte und die Tradition Haitis geben – eingebettet in künstlerische Darbietungen. Grenzüberschreitend werden sich Musicaldarsteller mit Pop-Musikern und Kollegen aus der Klassik, Schauspieler mit Tänzern und Künstlern aus den verschiedensten Länder mischen, um zu zeigen, dass sie alle Menschen sind, die Menschen helfen wollen.

Der Erlös dieses Benefiz-Gala-Abends, der von den Vereinigten Bühnen Wien unterstützt wird, kommt der Organisation NACHBAR IN NOT zu Gute. Karten zu € 20,-, € 40,- und € 60,- sind an allen Kassen der Vereinigten Bühnen Wien, unter der Telefonnummer 01/588 85 und online auf www.musicalvienna.at und www.wienticket.at erhältlich.

Alex Gardner - der Shooting-Star 2010?

Es wird wieder Zeit für einen neuen Superstar. Mika ist etabliert, Paolo Nutini hat sich zum Liebling der Kritiker gemausert, und er war es auch, der vor einigen Monaten einen jungen Newcomer als Support-Act für seine Schottland-Tour an Bord geholt hat. Der Name des Newcomers: Alex Gardner.

Glaubt man den englischen Medien, wird 2010 sein Jahr. Gardner feilt zur Zeit an seiner für März geplanten Debüt-CD mit dem englischen Produzententeam Xenomania, die für Hits von Cher, Kylie Minogue, den Pet Shop Boys und Girls Aloud verantwortlich zeichneten.

Alex Gardner schreibt seine Songs selbst und wird von Journalisten als der neue George Michael gepusht. Ganz schön viel an Vorschusslorbeeren für den 18-Jährigen, der zur Zeit auf Promotion-Tour und als Support-Act für Scouting For Girls durch England und Schottland unterwegs ist.

Im Internet hat er sein Quartier bereits flächendeckend aufgeschlagen. Man findet Alex bei

- My Space –> hier
- Twitter –> hier
- YouTube –> hier
- Facebook –> hier
- Offizielle Website von Alex Gardner –> hier

We are the world (2010) - die ersten Szenen


Zum offiziellen Videorelease gehts –> hier

Michael Bublà©: Haven’t met you yet [2009]

Der Videoclip zu einem Song von Michael Bublà© überrascht mit einem völlig überdrehten, hinreißenden Finale. Den Clip gibts –> hier auf YouTube, in Michael Bublà©s eigenem Channel.

Vom Musical-Mainstream, Tenören, einem ach-so-überraschenden Besucher-Plus in Wiens Museen und dem offenen Bücherschrank in Wien

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Ich bin mir immer noch nicht unsicher, dass “Musical Tenors” ein richtig schlechter Name ist für eine Formation von Musicaldarstellern, die Musicalsongs als quasi Quartett interpretieren wollen. Zu sehr ist der Begriff von den “klassischen” Formationen diverser Tenöre besetzt, und warum will man sich stilistisch da unbedingt anhängen? Warum ist schon der Name so unoriginell angelegt? Jan Ammann, Christian Alexander Müller, Mark Seibert und Patrick Stanke - als “Musical Tenors” wollen sie 2010 durchstarten. Wer von ihnen wird den Pavarotti machen? Klischee, o. k. Aber in den Köpfen verwurzelt. Im Herbst wollen die vier Tenöre in Essen, Oberhausen und Stuttgart gastieren, 2011 sind weitere Auftritte geplant. Was erwartet das Publikum? Zuallererst würden mir die schwülstigsten Songs aller Megamusicals einfallen, die x-ten Versionen aus dem Phantom, aus Les Mis, all die konzertanten Belanglosigkeiten, die Tourneen wie “Best of Musical” so “wunderbar” unters Volk bringen. Da folgt dann, wie beispielsweise im aktuellen “Best of Musical”, auf “Er lebt in dir” aus dem “König der Löwen” der Song “Alles im Griff”. Das hat zumindest Sprachwitz auf einer unbeabsichtigten Ebene, aber sonst ist vor allem der Gähnfaktor ein großer. Das “Holiday on Ice”-Publikum ist wohl dankbar dafür, die Fans der Darsteller ebenso, aber all das sind musicalische Unbedeutsamkeiten, in die von den Zuschauern Geld investiert wird, das die Stadttheater derzeit so dringend benötigen würden. Während sie ums Überleben kämpfen, strömen die Musicalfans ins “Best of Musical”.
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“Best of Musical”, allein der Titel ist einigermaßen lächerlich, wenn man sich die Setlist der aktuellen Tournee ansieht: “Dirty Dancing”, “We Will Rock You”, “Ich war noch niemals in New York”, jaja, Musicals kommen dann auch noch: “Hair” beispielsweise oder “Buddy”, und dann Kaumerträglichkeiten wie “Der Schuh des Manitu” oder “Tarzan”, und schließlich sogar ein paar Songs aus großartigen Musicals wie “Brooklyn” oder “Hairspray”. Der eine oder andere Sänger dieser Tour kann Popularitätsgewinne verzeichnen. Patrick Stanke zum Beispiel. Unter dem merkwürdigen Titel “Zwölf Städte – eine Show: Patrick Stanke rockt das Land”, der eher auf eine Solotour des Sängers schließen ließe, wird die “Best of Musical”-Tour mit Metaphern aus den Koch-Shows von Sat 1 etc. abgefeiert, von einem “leicht bekömmlichen Menü” ist die Rede, von Musical-Häppchen. Genau das hat das Musical-Genre in Zeiten von “Ich war noch niemals in New York” gebraucht.
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Lustig auch ein Artikel der Wiener Tageszeitung “Die Presse”, in dem unter dem Titel “Gratis-Eintritt bringt Wiener Museen Besucher-Plus” eine gewisse Verwunderung zum Ausdruck gebracht wird, dass sich der Gratis-Eintritt in die Museen der Stadt Wien für Jugendliche und Kinder deutlich gezeigt hat. Was hat der Redakteur erwartet? Dass bei einem Gratisangebot weniger Besucher kommen werden? Würden die VBW ihre Theater auch allen Jugendlichen und Kindern zum Nulltarif öffnen, kaum vorstellbar wären da die Rekorde, die da purzeln würden. “Rudolf” hätte eine Auslastung wie die erfolgreichsten Broadway-Shows gehabt: + 103 Prozent, mindestens.
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Gratis gibt es in Wien demnächst Bücher. Jeder darf sich bedienen. Jeder darf Bücher nehmen und auch Bücher in den Schrank legen. In der Tat wäre es ganz nett, wenn man sich nicht nur bediente, sondern aktiv beteiligen würde am Geben und Nehmen. “Offener Bücherschrank” nennt sich ein Konzept, das Frank Gassner verwirklicht hat. Angewidert von dem nahezu ausschließlichen Überlassen des öffentlichen Raumes an kommerzielle Nutzungen, hat er sich um die Behördenwege, Entwurf und Bau des Schrankes, Gestaltung der Flyer usw. gekümmert, sowie die gesamte Finanzierung der Material- und Behördenkosten in der Höhe von etwa € 1700 übernommen. Für den Schrank wurden also keinerlei öffentliche Gelder verwendet. Die unmittelbare Umsetzung erfolgte mit Hilfe des Vereins WERKIMPULS, einer selbstverwalteten Werkstatt. Diese geht ebenfalls auf Initiative von Frank Gassner zurück. Der Schrank, der ab 5. Februar 2010, 14.00 Uhr, zugänglich sein wird, ist von zwei Seiten zu öffnen und bietet auf 3 Ebenen Platz für ca. 250 Bücher. Der Kasten steht etwas schief. Das ist Absicht. Dadurch wird ein besserer Witterungsschutz erreicht. Die Bücher fallen nicht um. Die Türen schließen leichter und sicher. Der Korpus besteht aus 24 mm zementgebundenen Holzfaserplatten. Die Türen sind aus kalt brünierten und lackierten Stahlprofilen mit einem bruchsicheren Kunststoffglas als Füllung. Wer diese Aktion, die vorläufig bis 11. Juni 2011 befristet ist, unterstützen will, kann sich –> hier Infos holen.

“We Are the World” 2010 - nicht originell, aber wichtig

Barbra StreisandBarbra Streisand via last.fm

Besonders originell ist es nicht, eine alte Nummer wie “We Are The World” neu aufzunehmen, aber der erwartete Scheck für Haiti heiligt die Mittel, und so fanden sich am 1. Februar 2010 Dutzende Stars zu einer - natürlich - “historischen” Session in den Jim Henson Studios in Hollywood ein, um den Chartbreaker von 1985 noch einmal einzusingen.

“We Are The World” wurde von Lionel Richie und Michael Jackson geschrieben und von Quincy Jones vor rund 25 Jahren produziert. Auch die Version von 2010 kann mit Topstars aufwarten. Als Solisten am Werk: Barbra Streisand, Celine Dion und Jungstar Justin Bieber. Der Kleine ist 15 Jahre alt, singt bei “We Are The World” (2010) die erste Zeile, ist bei Ushers Label unter Vertrag (tanzt auch gerne mal mit Usher live in TV-Shows siehe –> hier) und tweetete während der Session ganz begeistert:

Singing We Are The World right now with Celine Dion next to me!! Everyone is here!! I’m meeting everyone!! This is insane! Ok ok chill

“We are the World” (2010) wird gesungen von: Lady Gaga, Akon, India.Arie, Patti Austin, Tony Bennett, Justin Bieber, Bone Thugs-n-Harmony, Ethan Bortnick, Brandy, Jeff Bridges, Toni Braxton, Zac Brown, Kristian Bush, Natalie Cole, Harry Connick Jr., Kid Cudi, Miley Cyrus, Celine Dion, Snoop Dogg, Drake, Earth Wind & Fire, Faith Evans, Melanie Fiona, Jamie Foxx, Sean Garrett, Tyrese Gibson, Josh Groban, Anthony Hamilton, Keri Hilson, Julianne Hough, Jennifer Hudson, Enrique Iglesias, LL Cool J, Janet Jackson, Randy Jackson, Taj Jackson, Taryll Jackson, TJ Jackson, Al Jardine, Joe Jonas, Kevin Jonas, Nick Jonas, Rashida Jones, Gladys Knight, Adam Levine, Jimmy Jean-Louis, Benji Madden, Joel Madden, Mary Mary, Katharine McPhee, Jason Mraz, Mà½a, Jennifer Nettles, Orianthi, Freda Payne, P!nk, A. R. Rahman, Nicole Richie, Raphael Saadiq, Carlos Santana, Nicole Scherzinger, Isaac Slade, Trey Songz, Musiq Soulchild, Jordin Sparks, Barbra Streisand, T-Pain, Robin Thicke, Rob Thomas, Usher, Vince Vaughn, Lil Wayne, Kanye West, Will.i.am, Ann Wilson, Brian Wilson, Nancy Wilson, BeBe Winans.

Zum ersten Mal wird man den Song am 12. Februar hören. NBC wird ihn im Rahmen der Berichterstattung über die Olympischen Winterspiele senden.

UPDATE
Den fertigen Clip gibt es –> hier

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Broadway 2.0: Die spektakuläre HAIR “eParty”

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Eine neue Form der Vermarktung haben sich die Produzenten der aktuellen Broadway-Produktion von HAIR einfallen lassen. Nach dem Motto Kundenbindung über alles, wurden im Balkon-Bereich des Al Hirschfeld Theaters High-Definition-Kameras postiert. Der Sinn dahinter? Am Ende der Show, wenn alles tobt und tanzt, holen sich einzelne Mitglieder der Cast Zuschauer auf die Bühne, um mit ihnen gemeinsam ein wenig die Knochen durchzuschütteln. Genau diese Sequenzen werden nun seit Dienstag in HD-Qualität eingefangen und schlummern dann nicht etwa in den großen Archiven des Theaters, sondern werden prompt online gestellt. Und zwar bereits vier Stunden nach der jeweiligen Vorstellung. Abrufbar ist diese “HAIR eParty” –> hier

Per Mail oder Twitter kann man diese Sequenzen gleich selbst weltweit in Umlauf setzen, auch ein Download aufs Facebook ist möglich. Auf der HAIR-Website können alle, die auf dem Video zu sehen sind, sich selbst vertaggen, sodass Freunde genau wissen, wann mit ihrem Auftritt zu rechnen ist.

So genial die Idee ist, die Umsetzung dürfte nicht gar so leicht gewesen sein, musste doch zuvor ein Deal mit den Gewerkschaften der Schauspieler und Musiker abgeschlossen werden. Joe Parnes, Executive Producer von HAIR: “The unions were great in seeing how this could help a show, which means jobs.”

Und ganz ehrlich, wer darauf steht, sich selbst mitten im Geschehen auf der Bühne auf Video in bester Qualität gebannt zu sehen, hat damit ein besseres Erinnerungs-Goodie als mit einem Kaffeehäferl, oder nicht?

Wenn man das mit den “nomalen” Zuständen vergleicht, die dadurch gekennzeichnet sind, dass man nicht mal mit einer lausigen Handy-Kamera Szenen vom Schlussapplaus einfangen darf, ohne gleich von einem wütenden Ticketbehüter attackiert zu werden, kommt man sich bei einer solchen Produktion sicher vor wie nach einem Sprung direkt aus dem Mittelalter in die Neuzeit.

Man kanns auch anders formulieren: Bedenkt man, wieviele “Freunde” jeder Facebook-Nutzer durchschnittlich hat, kommt man zu einem Statement wie jenem von Damian Bazadona, dem Vorsitzenden von Situation Interactive, einer Firma, die das interaktive Marketing vieler Broadway Shows entwickelt: “We’ll be looking for other ways to connect theater to its audience, and get that word out to the larger public. Since the average person has 130 friends on Facebook, I think “Hair” will see huge organic growth from this.”

Links
- The New York Times: ‘Hair’ Has New Way to Spread the Love
- Situation Interactive

Alt, aber gut: Drew Sarich im Interview [2009]

Drew SarichImage via Wikipedia

Als Glöckner von Notre Dame wurde er im deutschsprachigen Raum bekannt. Zehn Jahre später mit Broadway- und Westend-Erfahrung im Interview auf der Bayern 1-Showbühne: Drew Sarich.

Bayern 1-Showbühne: Interview mit Drew Sarich vom 29. August 2009 –> Zum Podcast

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Die Wiener Volksoper - “in” wie nie

Es gab Zeiten, da führte die Wiener Volksoper in der Musiktheaterlandschaft der Bundeshauptstadt so etwas wie ein Schattendasein. Einziges Thema waren der entsetzlich schlechte Kartenverkauf und der hohe Anteil an Freikarten.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein, seitdem Robert Meyer am Ruder des Währinger Flagschiffs steht. Und ganz ehrlich, wer hätte ihm vor Antritt seines Postens zugetraut, (künstlerische) Führungsqualitäten in allen Bereichen, die das Haus abdeckt, also in Ballett, Oper, Operette und Musical, zu zeigen?

Ein Erfolgsgeheimnis mag der Umstand sein, dass Robert Meyer kein Schreibtischhengst ist, kein Beamter, kein Manager. Meyer ist ein begnadeter Schauspieler und abgesehen davon ein Allroundtalent, einsetzbar in so gut wie jedem der Bereiche des Hauses, grad halt nicht im “Schwanensee”. Die Manager an der Spitze von Theatern, sie sind ein Fluch der Gegenwart. Oft fehlt es einfach am Gespür fürs Theater, etwas, was Robert Meyer allerdings mehr als genug zu bieten hat. Und auch in seiner Funktion als Manager macht er alles wunderbar.

Der Zufall will es, dass heute eine neue Ausgabe des Kundenmagazins der Wiener Volksoper in der Post war. 24 informative Seiten über die Produktionen des Hauses, über Pressereaktionen auf Erfolge wie das “Ballett: Carmen” oder “Antonia und der Reißteufel”, ein Ausblick auf die kommenden Premieren wie Paul Abrahams “Die Blume von Hawaii“. Eine Produktion, in der Eva Maria Marold zu sehen sein wird, an ihrer Seite Gaines Hall. Regie führt Helmut Baumann, Choreographie: Kim Duddy. Ja, wir sprechen nach wie vor von der Wiener Volksoper, auch wenn uns einige der Namen eventuell von den Häusern der Vereinigten Bühnen Wien bekannt vorkommen. Wie angenehm sich die Beiträge in diesem Magazin lesen. Es hat so gar nichts “fanartiges” an sich.

Mit einem solchen Magazin beweist das Haus, dass es sich selbst und auch das Publikum ernstnimmt. Man möchte ansprechend informieren und nicht Seitenblicke auf die flüchtigen Stars bieten. Hintergrundinformationen bereitet Chefdramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz auf und er macht das auch in Form von Veranstaltungen auf der Bühne des Hauses, ganz in der Tradition von Marcel Prawy.

Nun ist es ja nicht so, dass es nicht auch bei den Vereinigten Bühnen Wien eine Phase gab, in der man das Musicalgenre mit gebührendem Ernst pflegen wollte. Vor ein paar Jahren fand eine “Bernstein”-Konzertserie statt, und es war ein Einführungsabend dazu geplant. Der Unterschied zur Volksoper? Diesen Einführungsabend in das musicalische Werk von Bernstein hat es letztlich doch nicht gegeben - angeblich wegen akutem Publikumsdesinteresse. Und vielleicht war gerade das der berühmte Turning Point, der Moment, von dem aus mittelfristig aus dem Musicalunternehmen VBW, das eigenständige, interessante MUSICAL-Premieren erarbeitete, ein reiner Zukäufer von Produktionen aller Art wurde. “We Will Rock You”, “Ich war noch niemals in New York”, Revuen wie “Josephine Baker”, die dreitrillionsten Reprisen von “Elisabeth”, “Tanz der Vampire”, “Mozart”, die galoppierende Einfallslosigkeit, die Wiederaufnahmen, die schon stattgefunden haben und noch bevorstehen … “Mozart” mal als Musical, mal konzertant, “Elisabeth” als Musical, konzertant, wieder als Musical, wieder konzertant? Ach, das kommt sicher auch wieder mal, und klar, dann kommt noch mal “Elisabeth” als Musical. Der Unterschied zu Stage Entertainment? Die schicken ihre Shows wenigstens von Stadt zu Stadt, die VBW lassen nur ein paar Jährchen vergehen, bis die nächsten Generation an Bütüs die Kreischreife erreicht hat.

Vielleicht ist die Volksoper für am Musiktheater Interessierte in Wien derzeit einfach die interessantere Wahl - warum nicht!

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