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Oberwaltersdorf - “das Tschernobyl der Thermenregion”

Kein gutes Haar lässt das Ensemble des im letzten Moment abgesagten Musicals “KFJ - Kaiser Franz Joseph” am Kulturkreis Oberwaltersdorf unter der Leitung von Helene Auer. Der Grund: Die ehemalige Bürgermeisterin hatte die Produktion, die ab Donnerstag in der Bettfedernfabrik in Szene gesetzt hätte werden sollen, nur eine Woche vor der Premiere abgesagt. Für Regisseur Gerhard Ernst “eine Riesensauerei”, er vergleicht Oberwaltersdorf gar als “das Tschernobyl der Thermenregion”. Das Produktionsteam bereitet nun eine Sammelklage vor. [via KURIER]

Denkt Uwe Kröger ans Aufhören?

Fast könnte man dieser Meinung sein, wenn man eine Vorab-Pressemeldung einer NEWS-Story von morgen liest, in der spekuliert wird, ob Uwe Kröger Musical-Intendant in Wien werden könnte:

Die Übernahme einer solchen Funktion wäre allerdings mit dem Ende der Bühnenkarriere verbunden, sagt Kröger und verweist auf den grassierenden Jugendwahn der Branche: “Einerseits bin ich einer der Wenigen, die das Gegenteil bewiesen. Ich spiele ja interessante Rollen. Aber ich finde es furchtbar, dass die Musical-Ensembles im deutschsprachigen Raum immer jünger werden. In einem Stück wie ,Les Miserables’ braucht es doch gestandene Menschen! Ich bin ein Arbeitsvieh und denke mir, ich werde es den Leuten schon zeigen. Junge Liebhaber will ich ohnehin nicht mehr spielen. Aber wie vor allem mit Kolleginnen umgegangen wird, wenn sie nicht mehr 20 sind, das ist sehr beleidigend. Auch in Film und TV ist die Situation bedrückend.”

Ist die Intendanz seit heute an die Frage gebunden: Intendant oder Darsteller? Das wäre eine brandneue Entwicklung, und was würde der Direktor des Theaters in der Josefstadt dazu sagen, was der Direktor der Wiener Volksoper? Ist der Jugendwahn wirklich das in der Branche vorherrschende Problem? Oft haben gerade die jungen Darsteller und im Ansatz arrivierten Darsteller Probleme, oft werden nach wie vor Musicaldarsteller von “Schauspielern” als Bühnendarsteller zweiter Klasse betrachtet, und von Regisseuren, Intendanten und so weiter.

Warten wir also auf die morgige NEWS-Ausgabe und möge uns die Erleuchtung zuteil werden, wie sich Uwe Kröger denn den Wechsel in die Musicalintendanz genau vorstellt.

Link
- ots.at: Uwe Kröger an Wiener Musical-Intendanz interessiert

Die Tony Awards - getwittert

Am 7. Juni 2009 geht in New York die Verleihung der Tony Awards über die Bühne. Live dabei zu sein, ist etwas schwierig, es sei denn, man empfängt gewisse amerikanische TV-Sender oder hat eine Einladung zur Show in der Radio City Music Hall.

PLAYBILL wird jedoch vor Ort sein und die aktuellsten News via Twitter übermitteln - und zwar direkt aus der Radio City Music Hall. Um also auf diese Weise live dabei zu sein, muss man sich ein Account bei Twitter anlegen, und dann folgendem User “folgen”: playbillmag

Schubert Theater Wien: Premiere für “Elling”

In Wien ist man, so wie jedes Jahr, auch 2009 der Meinung, dass man im Sommer das Publikum nicht mit Theater belästigen sollte. Die meisten Theater machen also einfach dicht. Kurz vor diesen Sommerferien feiert im Schubert Theater am 6. Juni noch eine Produktion Premiere, die interessant werden könnte: “Elling”, ein Schauspiel von Axel Hellstenius nach dem Roman «Blutsbrüder” von Ingvar Ambjà¸rnsen.

Inhalt
Nach ihrer Entlassung aus der psychiatrischen Anstalt wird den beiden Freunden Elling und Kjell Bjarne vom norwegischen Staat zwecks Wiedereingliederung in die Gesellschaft eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Nun gilt es, sich vor dem Sozialarbeiter Frank zu beweisen und nicht an der neu gewonnen Freiheit zu scheitern. Es sind schon die kleinen Dinge des Alltags, die ernormen Mut verlangen: Ein Restaurant zu besuchen, einzukaufen, mit fremden Menschen (gar Frauen!) zu sprechen oder einfach nur ans Telefon zu gehen. So versuchen sie, sich an die Welt »da draußen« zu gewöhnen, bis diese in Gestalt einer schwer betrunkenen Frau eines Tages unvermittelt in ihr Leben stürzt und sie vor eine neue Herausforderung stellt. Die beiden Neurotiker haben nun nicht nur die Probleme des Alltags zu lösen, sondern eine durchaus existentielle Krise zu bewältigen. Aber lapidar gefragt: Was ist schon »normal«?

Leading Team
Regie: Nikolaus Habjan
Produktionsleitung und Co-Regie: Simon Meusburger

Darsteller
Elling: Alexander E. Fennon
Kjell Bjarne: Christoph Hackenberg
Frank: Adnan Taha
Gunn/Kellnerin/Reidun: Franziska Singer

Termine
6., 7., 8., 10., 11., 12., 13., 14. Juni 2009
Beginn: 19.30 Uhr

Weitere Infos
schuberttheater.wordpress.com
www.wien-ticket.at

Wie stehen Sie zu Kritiken? Lesen Sie die, Klaus Maria Brandauer?

Mich interessiert sehr, was über mich gesagt wird. Doch im Theater zählt der Besucher. Die Zeitung macht Kritiken, nicht die Charts. Meine Inszenierung der »Dreigroschenoper« 2006 war immer ausverkauft, aber die Kritiken waren so, dass ich mich eigentlich hätte erschießen müssen. Der Taxifahrer hat mir am nächsten Morgen gesagt: »Also, nach diesen Kritiken würde ich mich heute nicht auf die Straße trauen!« Das macht aber nichts. Der eine findet es großartig, der andere grauenvoll. Beide wissen oft nicht einmal warum. Der Zugang zum Theater ist ein emotionaler. Das Spielen ist ein Balancehalten zwischen kritischer Kraft und Sich-gehen-Lassen.[via Die Presse]

Matthias Bollwerk feat. Cast of “Frühlings Erwachen”: “Spür mich” unplugged

Vorbei ist es mit “Frühlings Erwachen” in Wien. In einem Abschiedsvideo singt Matthias Bollwerk in seinem “Notizblog” mit seinen Kollegen eine spezielle Version von “Spür mich”. Sehr sehr schön.

Links
- Matthias Bollwerk @MySpace
- Matthias Bollwerk @ YouTube

Short&Sexy: Follow me on TWITTER

140-Zeichen-Meldungen gibts ab jetzt in der Sidebar rechts, ab und an mit ein paar Linktipps. Wer mir beim “tweeten” “followen” will, kann das ganz leicht mit einem Klick –> hier tun.

Archiv ade? - alles neu auf vbw.at

In einigen Tranchen wurde der Internetauftritt der Vereinigten Bühnen Wien in den letzten Monaten erneuert. Mal wurde ein Logo upgedatet, mal bei neuen Produktionen die dazugehörige Website nach dem neuen Schema erstellt. Nun, in der aktuellen Aktualisierungstranche ist ein Großteil der Site dem neuen Layout angepast worden. Wie es ankommen wird, lässt sich jetzt nicht sagen, ob es gefällt, ist Geschmackssache.

Was mir nicht gefällt, ist die Streichung des Archivs. Wer nun wissen will, von wann bis wann “Barabarella” floppen durfte - nun auf vbw.at wird er nicht fündig, auf musicalvienna.at bekommt man die neben der Zeitansage so beliebte Site “404″. Und wer auf musicalvienna.at nach dem Stichwort “Elisabeth” sucht, findet –> das. Auf vbw.at findet man zu “Barbarella” gar nichts.

Wie auch immer. Die Vereinigten Bühnen Wien haben einen Website-Relaunch vollzogen, und mit Ausnahme des Archivs und des Musicalclubforums (das im alten Design ist) sowie der nicht funktionierenden Stichwortsuche klappt es technisch.

Alles Kafka: Zeitansage unter neuer Nummer erreichbar & das “echte” Wiener Schnitzel

Warum auch immer, wird die Telefonnummer 1503, die 600.0000 Mal pro Monat gewählte “Zeitansage”, im Laufe des heutigen Tages “abgeschaltet”, “stillgelegt” oder auch “begraben”.

Warum das so ist, kann dem Konsumenten egal sein, es ist eine Lachnummer für sich. Egal war es den Konsumenten allerdings nicht, DASS die Zeitansage abgeschafft werden sollte. Daher hat man reagiert und ab sofort ist die Zeitansage unter einer neuen Numemr ereichbar. Nun muss man nicht mehr 1503 wählen, das wäre also wirklich zu einfach, sondern 0810 001503, zu einem Preis von 0,067586 Euro pro Minute.

Aus irgendeinem Grund musste man für ebendiesen Zweck jede einzelne der Quadrillionen Ansagen, oder wie viele es eben sind, neu aufnehmen. Und nun sagt uns allen Angelika Lang die Zeit an. [via ORF]

Und weil der Tag heute eh schon so lustig ist. In einem Musicalforum (Link –> hier) wird schon seit Tagen nicht etwa über die Bedeutung des Sondheimschen Musicals in einem von Compilationshows überfluteten, rezessionsgeschwächten Musicalklima diskutiert, sondern darüber, was ein “echtes” “Wiener Schnitzel” ist. Einfach abschreiben, KÜRZEN, nochmal KÜRZEN, und noch einmal KÜRZEN, und schon hat man einen Sketch fürs neue Simpl-Programm. Köstlich.
P.S.: Mittlerweile hat sich die Unterhaltung im Forum auf “Schnitzel - das Musical” verlegt.

Wien: Kabarett Spektakel schließt aufgrund Nichterfüllung “formaler Kriterien”

Kafka

–> Link zum Standard-Bericht

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