Martin Bruny am Sonntag, den
10. August 2008 um 06:23 · gespeichert in Literatur
Am 15. September 2008 erscheint “Defying Gravity: The Creative Career of Stephen Schwartz, from Godspell to Wicked”, ein 544-Seiten starker Paperback-Wälzer über die Karriere des Komponisten Stephen Schwartz.
Basierend auf 80 Stunden an Interviewmaterial mit Schwartz und mehr als 100 Interviews mit Kollegen, Freunden und der Familie von Schwartz analysiert Carol de Giere sowohl die Erfolge als auch die Flops des Komponisten - mit einem speziellen Augenmerk auch auf die negativen Kritiken, die der Künstler als Broadway-Komponist immer wieder wegstecken muss.
Die Website zum Buch bietet das Inhaltsverzeichnis der Biographie, die Flappentexte, biographische Infos, Kaufargumente für “Wicked”- und “Gospell”-Fans, Links und vieles mehr.
Martin Bruny am Mittwoch, den
6. August 2008 um 21:15 · gespeichert in Deutschland
Spannendes und weniger Spannendes bietet das Stuttgarter Kelley Theatre in der kommenden Saison. Unter anderem wird die ambitionierte Theater-Company die Deutschland-Premiere (in englischer Sprache) von Mel Brooks’ “The Producers” auf die Bühne bringen, weiters die spannenden Projekte “High School Musical 2″ und, sicher ein absolutes Highlight: “Curtains” von John Kander & Fred Ebb.
Update, 20. November 2008
Das Kelly Theatre wird “The Producers” nicht spielen, aus “Urheberrechtsgründen”. Ob dies mit einer eventuellen Tour der österreichischen Produktion der “Producers” 2009 in Deutschland zu tun hat, bleibt offen.
Martin Bruny am Dienstag, den
5. August 2008 um 19:34 · gespeichert in Netz, Deutschland
Der erste Song, der für das Musical “Tarzan” (Phil Collins) in deutscher Sprache produziert wurde, geht per Gratis-Download an alle Interessierten, und zwar –> hier. Es handelt sich dabei um “Dir gehört mein Herz” (”You’ll be in my heart”), gesungen von Anton Zetterholm und Elisabeth Hübert.
Martin Bruny am Montag, den
4. August 2008 um 12:13 · gespeichert in Musical
Aufgrund des großen Erfolgs der Stockerauer Produktion von “La Cage Aux Folles” muss sich Alfons “Zaza” Haider um eine Programmierung des Stockerauer Open Air Festicals 2009 keine Sorgen machen. Die Show wird erneut gezeigt. Der Kartenvorverkauf startet Mitte September 2008.
Als Abschluss des Stockerauer Open Air Festivals 2008 findet am 17. August 2008 um 20:00 Uhr auf der Open Air Bühne die Alfons Haider Jubiläums-Revue »For Once In My Life« mit Gastauftritten einiger Ensemblemitglieder des »Käfigs voller Narren« statt.
Karten unter: 02266/ 67 689 oder www.stockerau.gv.at
Martin Bruny am Samstag, den
2. August 2008 um 23:36 · gespeichert in Wien
“We Will Rock You” ist aus dem Wiener Raimund Theater abgezogen, “Rebecca” wird ab 6. September 2008 wieder Einzug halten, aber so ein ganz kleines Stückchen von “We Will Rock You” wird uns erhalten bleiben. Denn wie bereits vor der Premiere von “We Will Rock You” befürchtet, hat das Preisniveau, das die deutschen Einmieter für ihre Show festgesetzt haben, seine Eindrücke hinterlassen, oder um es anders zu formulieren: Die VBW haben die Eintrittspreise für “Rebecca” erhöht. Und weil man das am besten in einem kleinen Verlauf nachvollziehen kann, schauen wir uns doch kurz die Preise von “Rebecca 1″/ “We Will Rock You” / “Rebecca 2″ an:
Jetzt wollen wir doch nicht so dumm herummosern wegen den läppischen Erhöhungen, könnte man sagen. 5 Euro für einen Stehplatz, also bitte, dafür kommt man nicht mal ins Kino. Das ist richtig, aber das ist nicht der Punkt. Vielmehr geht es darum, dass die Schere zunehmend geschlossen wird. Es gibt die Tendenz, die unterste Preisschwelle sukzessive massiv anzuheben, während man im obersten Sektor fast schon von einer lächerlichen Erhöhung sprechen muss.
Stehplätze im Raimund Theater werden mit einem Schlag um 100 Prozent teurer, die teuerste Kategorie wird um knapp 1 Prozent teurer. Die 10-Euro-Kategorie, also jene Plätze, auf denen man unmittelbar vor einer Säule sitzt und nur einen Teil der Bühne sieht, wird von den unverschämten 20 Euro wieder auf 10 Euro zurückgestuft, und die tatsächlich zweitniedrigste Kategorie wird für die Freitag- und Samstag-Vorstellungen um 40 Prozent erhöht (Mo bis Do um ca. 23 Prozent).
Nein, das ist nicht generell in Wien in den Theatern so. Die Hochburg des Sprechtheaters, das Wiener Burgtheater, bietet seinen Zuschauern Stehplätze um 1,5 Euro, weiters gibt es Kategorien um 4 Euro, um 7 Euro und so weiter. Die Wiener Volksoper bietet Stehplätze um 1,5 Euro und hat weitere Billigpreissegmente um 2, 4 und 6 Euro. Man hat sich etwas dabei gedacht, als man vor vielen Jahren Billigpreissegmente eingerichtet hat, um all jene ins Theater zu holen, die nicht gar so viel Geld haben, um es in Kultur zu investieren. Genau diese Gruppe wird als erste wieder aussteigen. Schade drum.
Martin Bruny am Montag, den
28. Juli 2008 um 18:09 · gespeichert in Skurriles
In einer Besprechung zum “Nicht-’Hitler’-aber-doch-’Hitler’-Musical” “The Producers” meint der KURIER-Kritiker Werner Rosenberger en passant:
Einige rauschen in der Pause ab mit einem erbosten “Schwachsinn” auf den Lippen. Aber nicht so viele wie seinerzeit bei Stephen Sondheims “Sweeney Todd” im Theater Akzent.
Immerhin bemerkenswert, dass sich Herr Rosenberger nach ungefähr fast zehn Jahren daran erinnern kann, dass bei der fabelhaften Produktion von “Sweeney Todd” im Theater Akzent Leute in der Pause das Theater verlassen haben. Mir persönlich sind solche Erlebnisse bei Stephen-Sondheim-Shows, wo Musik nicht nur als Überbrückung zum nächsten “Gag” “gebraucht”, manche sagen auch missbraucht, wird, Gott sei Dank nicht widerfahren, und ganz ehrlich, ich bezweifle doch sehr, dass dieser Schlusssatz mehr als eine notdürftig relativierende Bemerkung dahingehend darstellen soll, dass tatsächlich Leute “The Producers” in der Pause verlassen. Mel Brooks als Komponist und Stephen Sondheim auch nur im Ansatz vergleichen zu wollen, ist wohl mehr als lächerlich.
Martin Bruny am Montag, den
28. Juli 2008 um 08:35 · gespeichert in Netz, Broadway
Jason Robert Browns neues Broadway-Musical “13″ wird derzeit onlinemäßig mit der Videopremiere des Titelsongs abgefeiert, das Lied selbst steht auch zu kostenfreien Download bereit.
Weiters online: Videos zu den Proben von “13″, Photos und vieles mehr. Abrufbereit –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
26. Juli 2008 um 19:54 · gespeichert in Musical, Sprache
Image via WikipediaUniv.-Prof. MMag. DDr. Oliver Rathkolb, Professor für Zeitgeschichte an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, meldet sich via bloomberg.com mit einem interessanten Statement zum Mel-Brooks-Musical “The Producers” zu Wort:
“The Producers” is not the only production currently playing in Vienna that features Nazis. Hitler plays the main role in George Tabori’s 1987 play “Mein Kampf”, which examines the dictator’s time in Vienna before his rise to power as he frantically attempted to gain admission to the Academy of Fine Arts and shared a room in the poor house with an elderly Jew.
Tabori’s text mostly consists of direct quotes from Hitler’s autobiography. Hearing them out of context highlights how ridiculous their author was, while at the same time reminding those in the audience that while they may be laughing, the ludicrous ideas they’re hearing had far-reaching consequences.
“The two plays can’t be compared”,’ says Oliver Rathkolb, a professor of contemporary history at the University of Vienna. “The one is a serious attempt to deal with the past by means of art, the other is a completely inappropriate approach to this topic. The historical background of Europe is simply not taken into consideration.”