Martin Bruny am Samstag, den
24. November 2007 um 00:33 · gespeichert in Castingshows
Die erste Folge der ersten Staffel von “Musical! Die Show” ist geschlagen. Lustig wars. Gefehlt hat einiges, beispielsweise ein, nur ein einziger Juror, der das, was an stimmlicher Leistung serviert wurde, auch fachgerecht zu sezieren imstande gewesen wäre. Jack Poppell beispielsweise. Nicht dass Doris Fuhrmann und Alexander Goebel nicht wüssten, wo was nicht wirklich sitzt, aber das Vermögen, das auch in wenigen Worten exakt auf den Punkt zu bringen, ist nicht ihr Job. Insofern hätte es eines Jurymitglieds, eines Gesangslehrers, zusätzlich bedurft. Rein aus dem Bauch heraus war Alexander Goebel, was die Einschätzung der Kandidaten betraf, am ehrlichsten, pointiertesten und auch unterhaltendsten. Niemand hat etwas von allzu viel Geschleime und Statements wie “super”, “wunderbar” oder “toll”. Wenn jemand total versagt hat oder einen Song gewählt hat, der nicht mal im entferntesten in seinem stimmlichen Vermögen lag, Goebel brachte es auf den Punkt und gab ihm gleich den Rat, sich auf den Joker-Song einzustellen. In dem Fall zu sagen, dass es schauspielerisch aber doch akzeptabel war, empfanden wohl auch alle Zuschauer als völlig sinnlos - schließlich hatten auch sie gehört, dass kein Ton knallhart saß.
Nicht größer hätte der Unterschied sein können zwischen den Teilnehmern Werner Mai und Nazide Aylin. Die Jury, vor allem Thomas Borchert und Doris Fuhrmann, waren von Nazide Aylin begeistert, Werner Mai attestierten sie eher die Qualitäten eines Popstars - was besonders lustig ist, weil es Werner Mai bei der letzten Staffel von “Starmania” als, so die dort engagierten Juroren, eher fürs Musicalfach geeigneter Typ, nicht ins Finale schaffte. Noch viel lustiger ist, dass hier mit einem gewissen, aber doch deutlich hörbaren Unterton das Musicalgenre höher eingestuft wurde als das Popgenre. An sich kein Problem, denn bei “Starmania” verfolgte man denselben Ansatz, nur umgekehrt, und eine Nazide Aylin, man möge es mir verzeihen, wäre vermutlich nicht mal in die zweite Vorrunde von “Starmania” gekommen. Wenn ich die Wahl habe zwischen der Natürlichkeit eines Werner Mai und der (heute) doch extrem unnatürlich wirkenden Nazide, würde ich der Natürlichkeit, zumal bei einem Song wie “Can you feel the love tonight”, den Vorzug geben. Insofern war die harte Kritik an Werner Mai, die, Goebel sei Dank, nicht von allen Jurymitgliedern so formuliert wurde, völlig fehl am Platze. Man kann “Can you feel the love tonight” schon auch anders performen, aber gerade Werner Mai hatte, was die Szenerie betraf, überhaupt keine Unterstützung. Keine Backgroundtänzer, kein “Kostüm” (wie beispielsweise Vincent Bueno bei “Hair”). Insofern war seine Leistung sehr ansprechend.
Etwas überraschend war, wie so oft, die Entscheidung des Publikums. Bernhard Viktorin und Werner Mai erhielten die wenigsten Stimmen. Das Stechen entschied Werner Mai für sich. Mit Bernhard Viktorin ist mit Sicherheit nicht der schwächste Kandidat ausgeschieden, aber so sind Castingshows.
Die Songs:
Alle: “We Go Together” aus “Grease”
Gudrun Ihninger: “Mein Herr” aus “Cabaret”
Bernhard Viktorin: “Don’t Stop Me Now” aus “We Will Rock You”
Alice Macura: “Beauty And The Beast” aus “Beauty And The Beast”
Markus Neugebauer: “Wie wird man seinen Schatten los” aus “Mozart!”
Vincent Bueno: “Hair” aus “Hair”
Eva Klikovics: “I Dreamed A Dream” aus “Les Misà©rables”
Werner Mai: “Can You Feel The Love Tonight” aus “The Lion King”
Nazide Aylin: “I Got Rhythm” aus “Crazy For You”
Alexander Donesch: “All I Ask Of You” aus “The Phantom of The Opera”
Simone Fetz: “Diamonds Are A Girl’s Best Friend” aus “Blondinen bevorzugt”
Alle: “One” aus “A Chorus Line”
Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 20:13 · gespeichert in Castingshows
In einem etwas merkwürdig anmutenden Interview mit der Tageszeitung DER STANDARD nimmt Dagmar Koller zu Kollegen und zum “Musicalstar 07/08″ Stellung:
Über Ute Lemper meint der ehemalige Volksopernstar:
Die Musicals, bei denen die Darsteller Mikrofone direkt vor dem Mund haben: Das ist leichter, aber dafür werden sie auch nur noch nach Typ und Timbre ausgesucht. Früher gab es nicht so ein großes Angebot. Ute Lemper zum Beispiel hat sich entwickelt, obwohl sie nie eine große Stimme hatte. Und sie ist eine hervorragende Tänzerin und starke Persönlichkeit.
Die Mär, dass es leichter ist, mit Mikroport zu singen, verbreitet kaum noch jemand, der im heutigen Theaterbetrieb arbeitet, nicht einmal Christoph Wagner-Trenkwitz, seines Zeichens Direktionsmitglied der Wiener Volksoper. Es ist eine andere Technik nötig, um mit Mikro zu singen, und genausogut könnte man von all jenen, die es nicht schaffen, mit Mikro akzeptabel zu singen, sagen, dass sie keine große Mikrostimme haben.
Auf die Frage: “Können die Talente später auf der Bühne bestehen?, meint Dagmar Koller:
Nein. Das wäre zu schnell. Im Fernsehen kann man technisch einiges steuern, so dass der Gesang gut klingen wird. Wenn Sie eine Kandidatin alleine auf die Bühne stellen und sie das “Evita”-Lied singen lassen, wird’s heiße Luft sein. Sie werden sicher nicht gleich Engagements kriegen. Aber sie werden ein Jahr Star sein, und man wird mit ihnen Abende organisieren. Es gibt ja genug Agenturen, damit kann man dann von Amstetten bis Villach die Hallen füllen. Schauen Sie sich “Starmania” an, bis auf die großartige Stürmer sind alle weg vom Fenster. Die Tragik ist der Fall danach. Da gibt es in Deutschland einen … Silberkübel, oder wie heißt der?
Nachzulesen ist das Interview –>hier<--
Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 14:45 · gespeichert in Wien, Fotos
Am 22. November 2007 ging in der Wiener Kammeroper die österreichische Erstaufführung von Jason Robert Browns Musical “The Last Five Years” über die Bühne.
Leading Team
Musikalische Leitung: Michael Schnack
Inszenierung & Choreographie: Alonso Barros
Ausstattung: Duncan Hayler
Lichtdesign: Harry Michlits
Cast
Catherine: Caroline Frank
Jamie: Rob Fowler
Weitere Vorstellungen: 24., 27., 29. November;
01., 04., 06., 08., 11., 13., 14., 15., 18., 19., 20. Dezember 2007
Beginn: 19.30 Uhr
Vormittagsvorstellung:
26. November 2007, Beginn: 11.00 Uhr
Im Folgenden ein paar Bilder vom Schlussapplaus.









Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 12:50 · gespeichert in Skurriles, Castingshows
Seit “Musical! Die Show” als DAS Fernsehevent der Herbstsaison 07 von den Illustrierten dieses Landes gefeatured wird, versucht man so ganz nebenbei auch tatsächlich ein paar musicalrelevante Aspekte in Artikel einzubauen.
Das Wochenmagazin “News” beispielsweise bringt in seiner Ausgabe vom 22. November 2007 ein “Musicalquiz”. Amüsant ist Frage 6:
Mit welchem Song aus dem Musical “Cats” wurde Barbra Steisand berühmt?
A: Memory
B: Aquarius
C: The Time Warp
Grandios, jetzt hat Barbra Steisand also ihren “Durchbruch” Andrew Lloyd Webber zu verdanken.
Martin Bruny am Freitag, den
23. November 2007 um 02:04 · gespeichert in Wien, Fotos


Am 24. Januar 2008 feiert das Queen-Musical “We Will Rock You” im Wiener Raimund Theater Premiere. Die Liste der beteiligten Produzenten ist lang:
- Brian May & Roger Taylor
- Queen-Manager Jim Beach
- Regisseur und Erfolgsautor Ben Elton
- Set Designer Mark Fisher
- Robert De Niro
- Michael Brenner, Dagmar Windisch (BB-Promotion)
- Queen Theatrical Productions
- Phil McIntyre Entertainments and Tribeca Theatrical Productions
- Vereinigte Bühnen Wien

Am 22. November 2007 fand im Wiener Raimund Theater eine Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Premiere von “We Will Rock You” statt, die so gar nichts von dem an sich hatte, was man sonst von Musical-Pressekonferenzen in Wien kennt. “We Will Rock You” ist eben nicht einfach ein Musical, “We Will Rock You”, das sind nach wie vor: Queen. Demgemäß kamen zur Präsentation des Produzenteams mit Sicherheit mehr als zehn Mal so viele Journalisten wie zu normalen Musical-Pressekonferenzen. Dass manche Fotografen schon nach dem Gruppenbild zu Beginn der Pressekoferenz wieder das Weite suchten, spricht für die These, dass etliche der anwesenden Damen und Herren Stephen Sondheim vermutlich für einen Jugendbuchautor gehalten hätten, wären sie dazu befragt worden. Aber das ist okay, das ist Entertainment, und Queen spielen nach wie vor in einer eigenen Liga.

Die wichtigste ungestellte Frage des Nachmittags wäre vermutlich dann ohnedies jene gewesen: Was wäre passiert, wenn sich die “We Will Rock You”-Produzenten für ein halbes Jahr in der Halle F der Wiener Stadthalle eingenistet hätten? Es gibt Berechnungen, mit wieviel Musical-Publikum in Wien zu rechnen ist. “We Will Rock You” in der Wiener Stadthalle, das wäre, zumindest, ein recht ordentlicher Brocken gewesen, den die Vereinigten Bühnen Wien zu verdauen gehabt hätten. In diesem Sinne ist dann wohl auch der Einleitungssatz von Kathi Zechner zu verstehen gewesen, als sie meinte: “Sie können sich vorstellen, wie stolz ich heute bin, mit diesen Herrschaften auf einer Bühne sitzen zu dürfen, und die Intendantin des Theaters zu sein, das ausgesucht wurde, um “We Will Rock You” zu beherbergen, für sechs Monate.”

Was danach folgte, war eine ausführliche Präsentation des Musicals durch Autor Ben Elton und eine Fragestunde mit Queen. Sehr professionell, sehr fokussiert, sehr informativ. Wer bis dahin noch nicht überzeugt war, dass zumindest etwas “Großes” ins Raimund Theater kommen wird, der war es jetzt mit Sicherheit.
Link
- Videobericht von Krone TV
Martin Bruny am Donnerstag, den
22. November 2007 um 03:39 · gespeichert in Fotos, Castingshows

Nach einem eher verwirrenden Produktionsbeginn nimmt das ORF-Castingformat “Musical! Die Show” Fahrt auf. Am Freitag, dem 23. November 2007, geht um 21.15 Uhr der Auftakt des Herbstevents über die Bühne des ORF-Zentrums. Die Kandidaten sind mit den Vorbereitungen für die Performance ihrer ersten Songs in der Endphase. Folgende Lieder werden zu hören sein:

Nazide Aylin: “I Got Rhythm” (”Crazy For You”)
Vincent Bueno: “Hair” (”Hair”)
Alexander Donesch: “All I ask of you” (”The Phantom of the Opera”)
Simone Fetz: “Diamonds are a Girl’s Best Friend” (”Gentlemen Prefer Blondes”)*
Gudrun Ihninger: “Mein Herr” (”Cabaret”)*
Eva Klikovics: “I dreamed a dream” (”Les Misà©rables”)
Alica Macura: “Beauty and the Beast” (”Beauty and the Beast”)
Werner Mai: “Can you feel the love tonight” (”The Lion King”)
Markus Neugebauer: “Wie wird man seinen Schatten los” (”Mozart!”)
Bernhard Viktorin: “Don’t stop me now” (”We Will Rock You”)

Anhand der Auswahl der Songs lässt sich die musikalische Richtung der Castingshow leicht erkennen. Es sind die großen Evergreens und die Blockbuster, die man serviert, weniger die ambitionierten Alternativproduktionen oder die Werke der neuen Generation der Broadwaykomponisten. Doch selbst das kann passieren, und zwar bei den Joker-Songs. Jene beiden Kandidaten mit den wenigsten Publikumsvotes haben am Ende jeder Show noch einmal die Gelegenheit, die Fernsehzuschauer von ihrem Können zu überzeugen. Nur von einem Korrepetitor begleitet (Michael Römer oder Lior Kretzer) bringen sie einen Song ihrer Wahl, den außer ihnen und dem Korrepetitor niemand kennt. Danach stellen sie sich einem erneuten Publikumsvoting. Und genau diese Jokersongs sind es, die evetuell auch die eine oder andere Überraschung bringen könnten. Ist natürlich die Frage, ob es jemand wagt, beispielsweise “Moving too fast” aus Jason Robert Browns “The Last Five Years” zu singen, oder “Learning to let go” aus Bill Russells “Elegies for Angels, Punks & Raging Queens”, “I’d rather be sailing” aus William Finns “A New Brain” oder “14 Dwight Ave., Natick, Massachusetts” aus William Finns “Elegies”.

Was die Technik betrifft, ist der ORF gut unterwegs. Die Bühne ist schön und riesengroß, der Sound in der Halle ist grandios, Lichteffekte und alles andere, was die Kandidaten gut aussehen lässt, stehen bereit. Für Technikfreaks: 500 Quadratmeter Projektionsflächen, 250 Studioscheinwerfer, 100 Quadratmeter LED-Bühnenboden und ein Wasserfall - nicht zum Abkühlen, sondern als Special-Effects-Quelle, beispielsweise, um Regen zu simulieren. Für den einen oder anderen Knaller sorgen dann noch diverse Pyrotechnik-Gimmicks.

Als Juroren hat man sich zwei Profis geholt: Alexander Goebel und die Agenturchefin Doris Fuhrmann. Für den Sound sorgt Thomas Rabitsch mit einem 80-köpfigen Team. Das Orchester besteht aus acht Streichern, acht Bläsern, einem Schlagzeuger, einem Bassisten, einem Gitarristen, zwei Keyboardern und Percussionisten sowie Dirigent Herbert Pichler. Pro Woche gilt es, zwölf Songs einzustudieren, insgesamt werden 100 Titel arrangiert, 78 davon gehen tatsächlich auf Sendung.

Als prominenten Aufputz wird in jeder Sendung ein Gaststar auftreten. In der ersten Folge gibt sich Thomas Borchert die Ehre, am 30. November kommt Marika Lichter, in der dritten Show Maya Hakvoort. Alfons Haider ist bei jeder Sendung dabei - als Moderator.

Musical! Die Show, Folge 1:
Freitag, 23. November 2007, ORF 1 um 21.15 Uhr
Musical! Die Entscheidung, Folge 1
Freitag, 23. November 2007, ORF 1 um 22.55 Uhr

Martin Bruny am Mittwoch, den
21. November 2007 um 23:04 · gespeichert in Wien, Fotos, Theater, 2007

“Schnurlos” nannten Marjan Shaki und Lukas Perman ihr zweites Soloprogramm, das sie am 17. und 18. November 2007 im Wiener Szenelokal Cenario zur Aufführung brachten. Schnurlos im Sinne von konzeptlos, also ohne roten Faden. Roterfadenlos geht nicht wirklich, also: schnurlos. Natürlich war der Abend alles andere als konzeptlos, aber schnurlos ist auch als Untertreibung ein sympathischer Titel, in den man auch manch anderes hineininterpretieren konnte, zumindest bis zur Erklärung des Titels.

Das Cenario ist an und für sich schon ein sehr gemütliches Lokal, mit Platz für schätzungsweise 40 bis 60 Leute, je nach Kuschelwilligkeit. Stimmungsmäßig waren die Abende dann auch von den Performern ganz auf Gemütlichkeit getuned. Es gab Räucherkerzen und eine Sweetie-Time, in der Marjan Shaki Schokolade verteilte. Das alles kann so ungeheuer peinlich rüberkommen, wenn man nicht weiß, wie man diese Stimmung vermitteln soll, dafür gibt es unter all den Soloprogrammen, die in Wien im Laufe der letzten Jahre über die Bühne gegangen sind, wahrhaft schreckliche Musterbeipiele.

Bei “schnurlos” ging das alles problemlos und ganz natürlich. Natürlichkeit hat man oder nicht, sie allerdings einem Publikum vermitteln zu können, ist auch Teil einer persönlichen Entwicklung. So kann ich mich noch an eine ganz in sich versunkene Marjan Shaki bei einem Benefiz-Konzert im Wiener Museumsquartier am 29. Dezember 2003 erinnern. Sie sang Songs von Tori Amos und Barbra Streisand und hatte die Augen meist geschlossen. Den Wechsel zum Singing Actor, der auch zeigt, dass die Augen neben der Stimme ein enorm wichtiges Instrument des Performens sind, den hat sie mittlerweile auch für das Publikum sichtbar vollzogen.

Die Gemütlichkeit des Abends war eine Art Konzept, und zwar ein sympathisches, und eines, das voll aufging. Umgesetzt wurde das Konzept beispielsweise mit zum Großteil improvisierten Zwischenmoderationen. Wer Konzerte, Shows und Musicals gerne öfter sieht und bei beiden Abenden dabei war, hatte so die Chance, zwei doch in vielen Nuancen sehr unterschiedliche Performances der beiden Darsteller zu erleben.

Die “Band” der beiden bestand aus Lior Kretzer am Keyboard und Ulrich Permanschlager an der Gitarre und am Bass. Zum Saxophon hat Lukas Perman bei einigen Songs selbst gegriffen. Lior Kretzer, von Lukas Perman und Marjan Shaki als “bester Pianist Wiens” gelobt, ist all jenen, die beispielsweise die Aufführungen der Konservatorium Wien Privatuniversität besuchen, mit Sicherheit ein Begriff. Er ist derzeit stellvertretender Abteilungsvorstand für Musikalisches Unterhaltungstheater, Korrepetitor und Musikalischer Leiter der Eigenproduktionen des Hauses - und er ist vor allem Klavierspieler mit Drive und Seele. Er liefert die nötige Power an den Tasten und das gewisse verspielte Etwas bei Balladen. Neben Ulrich Permanschlager am Bass und der Gitarre wäre auch noch Lukas Permans Schwester am zweiten Abend als Bandmitglied zur Verfügung gestanden, allerdings spielt sie Harfe, und da hätte man zum Cenario vermutlich noch ein Lokal dazumieten müssen.

Es waren unterhaltsame Shows mit gut gewählten Songs aus Musicals wie “Annie Get Your Gun”, “Phantom”, “Mozart!”, “The Lion King”, “City of Angels” oder “The Scarlet Pimpernel” - und klassische Pop-Balladen wie “Promise me” von Beverly Craven oder “Just the way you are” von Billy Joel. Ein Song aus Frank Wildhorns “Civil War” (”Sarah”) wurde am zweiten Abend durch das etwas flottere “Have you met Miss Jones” von Richard Rodgers & Lorenz Hart aus dem Musical “I’d rather be right” ersetzt. Balladen blieben aber dennoch dominant, und das ist auch gut so.

Nicht zuletzt war “schnurlos” ein Benefiz-Konzert. Rund 1700 Euro Reinerlös brachten die beiden Abende der Aktion “Menschen für Menschen” - ein schöner Erfolg auch in dieser Hinsicht.

Setlist:
01) Unehrlichkeiten - Lukas Perman (”City of Angels”, Cy Coleman/David Zippel)
02) My Funny Valentine - Marjan Shaki (”Babes in Arms”, Richard Rodgers/Lorenz Hart)
03) Can You Feel The Love Tonight - Lukas Perman (”The Lion King”, Elton John/Tim Rice)
04) Promise Me - Marjan Shaki (Beverly Craven)
05) Dich kennen heißt dich lieben - Marjan Shaki & Lukas Perman (”Mozart!”, Sylvester Levay/Michael Kunze)
06) Have You Met Miss Jones - Lukas Perman (”I’d Rather Be Right”, Richard Rodgers/Lorenz Hart)
07) When I Look At You - Marjan Shaki (”The Scarlet Pimpernel”, Frank Wildhorn/Nan Knighton)
08) Medley: Hasta que vuelvas - Lukas Perman (Felipe Gil/Mario Arturo)/Historia de un amor - Marjan Shaki (Carlos Eleta Almaran)
09) Who Could Ever Have Dreamed Up You (in japanischer Sprache gesungen) - Lukas Perman (”Phantom”, Maury Yeston)
10) Rosen und Prinzen - Marjan Shaki (Marjan Shaki)
11) Anything You Can Do, I Can Do Better - Marjan Shaki & Lukas Perman (”Annie Get Your Gun”, Irving Berlin)
12) Fly Me To The Moon - Lukas Perman (Bart Howard)
13) Autumn Leaves - Marjan Shaki (Joseph Kosma/Johnny Mercer)
14) Just The Way You Are - Lukas Perman (Billy Joel)
15) I’m With You - Marjan Shaki (Avril Lavigne/Lauren Christy/Graham Edwards/Scott Spock)
16) Endless Love - Marjan Shaki & Lukas Perman (Lionel Richie)

Martin Bruny am Mittwoch, den
21. November 2007 um 17:04 · gespeichert in Deutschland, Castingshows
Im April 2008 sendet das ZDF eine Musical-Castingshow unter dem Titel “Musical-Showstar 2008″. Bis 14. Dezember 2007 können sich Interessierte (ab 18) bewerben, die Castings finden im Januar 2008 in mehreren deutschen Städten sowie in Wien statt.
Eine dreiköpfige Jury, der unter anderem auch Uwe Kröger angehören wird, hat die Aufgabe, die zehn Finalisten auszuwählen, deren Verbleib im Bewerb dann vom Voting der Fernsehzuschauer abhängt.
Gewinnen kann diesmal nicht nur einer, gewinnen werden zwei der zehn Finalisten, was immer auch sie gewinnen werden. Das ZDF formuliert das so: “eine Hauptrolle in einem der weltweit bekanntesten Musicals”.
Martin Bruny am Mittwoch, den
21. November 2007 um 16:22 · gespeichert in Wien
Die Vereinigten Bühnen Wien haben laut “Live-PR” die Vertragsunterzeichnung mit Serkan Kaya für die Rolle des “Galileo” im Queen-Musical “We Will Rock You” bestätigt.
“We Will Rock You” ist von 24.1. bis 10.7. 2008 im Wiener Raimund Theater zu sehen.
Martin Bruny am Dienstag, den
20. November 2007 um 12:48 · gespeichert in Wien, Fotos, 2007

Am Donnerstag, dem 22. November 2007, geht die Musicalpremiere der diesjährigen Wiener Herbstsaison schlechthin über die Bühne der Wiener Kammeroper: “The Last Five Years” von Jason Robert Brown (geboren 1970). Man kommt, wenn man sich mit der Zukunft der Kunstform Musical beschäftigt, am Komponisten (und Texter und Autor) dieser Show nicht vorbei.

Jason Robert Brown liefert mit “The Last Five Years” einen sensiblen, feinen Score mit Elementen aus Pop, Jazz, Latin, Klezmer, Klassik, Rock und Folk. Jeder einzelne Song ist ungeheuer fein gepinselt, kann für sich allein stehen und hat eine Vielzahl an Melodie-Nuggets in sich geborgen, die, wenn man auch nur halbwegs dafür offen ist, eine unverwechselbare Wohlfühlstimmung schaffen.

“The Last Five Years” ging Off-Broadway am 3. März 2002 im Minetta Lane Theatre ins Rennen und war da bis zum 5. Mai 2002 zu sehen. Jason Robert Brown wurde für seine Show mit einem Drama Desk Award ausgezeichnet (”Outstanding Music and Lyrics”). Nominiert war das Musical auch in den Kategorien “Outstanding Musical”, “Outstanding Actor [Norbert Leo Butz]”, “Outstanding Actress [Lauren Kennedy]”, “Outstanding Orchestrations” und “Outstanding Set Design”. Weitere Nominierungen: Lucille Lortel Award Nominierung als “Outstanding Musical” und “Outstanding Actor” sowie Outer Critics Circle Award Nominierung als “Outstanding Off-Broadway Musical”.

In der Wiener Kammeroper ist, und das ist eine Ideallösung, die englischsprachige Originalversion zu sehen. Es spielen Rob Fowler (Jamie) und Caroline Frank (Catherine). Die Musikalische Leitung hat Michael Schnack übernommen, Alonso Barros zeichnet für Inszenierung und Choreographie verantwortlich.
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