Archiv - 2010
Martin Bruny am Samstag, den
20. März 2010 um 12:23 · gespeichert in Netz, Musical, Newcomer, Tonträger
Woche für Woche veröffentlicht das US-Branchenfachblatt BILLBOARD Charts in den verschiedensten Kategorien, sei es Jazz, Pop, Soul, Klassik, Hörbücher … Für das Musicalgenre gibt es eine Auflistung all jener Cast-CDs, die sich Woche für Woche in den Staaten am besten verkaufen.
Die Cast-CD-Charts dieser Woche sind recht interessant, beispielsweise für alle “Phantom”-Fans, denn Andrew Lloyd Webber konnte sich mit “Love Never Dies” natürlich an die Spitze der Charts setzen, aber mit 7000 abgesetzten Einheiten (davon 2400 Downloads) kann der Meister nicht wirklich zufrieden sein. Sicher wird sich das ändern, wenn die Show auch am Broadway startet.
Die Sensation der dieswöchigen Charts ist aber auf Platz 10 zu finden: “Me and My Dick”. Diese kaum bekannte Produktion schaffte den Sprung in die Charts letzte Woche auf Platz 11 und ist mit exakt 400 Downloads in dieser Woche in den Top 10 zu finden.
Und ja, es geht in der Show genau um das, was der Titel aussagt. Produziert wurde “Me and My Dick” von Studenten der Universität von Michigan. In der Hauptrolle ist Joey Richter zu erleben, als junger Mann, der Gespräche mit seinem Penis, gespielt von Joe Walker, führt. Die Show ist in voller Länge auf YouTube zu bestaunen, und, wieder ja, es lohnt sich, denn sie ist voller Sprachwitz und die beiden Darsteller sind ungemein unterhaltend. Wer die ganze Show sehen möchte: Zur Übersichtsseite mit einer Auflistung aller Einzelszenen bei YouTube gehts —> hier
Die Cast-CDs gibts als Download bei iTunes –> hier
Me and My Dick
Musik/Texte: A. J. Holmes, Carlos Valdes, Darren Criss
Buch: Brian Holden, Matt Lang, Nick Lang, Eric Kahn Gale
Charts der Woche: Top Cast Albums
01. Love Never Dies
02. Wicked
03. Jersey Boys
04. The Lion King
05. Spring Awakening
06. Mamma Mia!
07. In the Heights
08. Mary Poppins
09. Annie (OBC) und The Phantom of the Opera: Highlights (Gleichstand)
10. Me and My Dick
11. Rock of Ages
12. Hair (2009)
13. Next to Normal
14. Avenue Q
15. Finian’s Rainbow
Update
Auch BILLBOARD selbst berichtet recht ausführlich über den Charts-Erfolg des Musicals –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
20. März 2010 um 02:21 · gespeichert in Ausbildung

Vom 26. bis 28. März 2010 gehen im Wiener Performing Center Austria die Auditions für den nächsten Jahrgang der Performing Arts Studios Vienna über die Bühne. Tanz, Gesang und Schauspiel, das sind die drei Disziplinen, in denen sich Talente, die ihre Berufsausbildung an der Wiener Musicalschule beginnen wollen, beweisen müssen. Eine Berufsausbildung, die im besten Fall den jungen Talenten dabei hilft, Starqualitäten zu entwickeln.
Damit das Ganze in diesem Jahr noch ein wenig spannender, aufregender und um einen Touch interessanter wird, filmt der ORF das Aufnahmeverfahren für eine Casting-Doku, die im Rahmen der Vorabendsendung “Frühlingszeit” am 29. und 30. März 2010 ausgestrahlt wird.
Der erste “Frühlingszeit”-Beitrag wird Auszüge aus dem Audition-Ablauf, die Zwischenentscheidungen, Statements dazu sowie Reaktionen darauf und natürlich das mit Spannung erwartete Ergebnis zeigen. In einem zweiten Beitrag, am Tag darauf, kommt die Jury zu Wort. Das Team des Performing Center Austria wird erklären, worauf es bei der Einschätzung der Kandidaten besonders achtet und was wirklich wichtig und entscheidend ist.
Wer sich vorab informieren möchte, wie eine Aufnahmeaudition der Performing Arts Studios Vienna abläuft, lädt sich am besten ein PDF von der Website des Instituts, in dem alles sehr ausführlich beschrieben wird. Zum Download gehts —> hier
Die Voraussetzungen
* Alter zwischen 17 und 23 Jahren
* Musikalität und stimmliche Eignung
* Bewegungstalent (gute Ballettvorkenntnisse)
* Schauspielerische Begabung
* Bühnenausstrahlung
* professionelle Einstellung
* Beherrschung der deutschen Sprache
Das Anmeldeformular zur Audition kann man sich –> hier runterladen, weiterführende Infos finden sich –> hier.
Martin Bruny am Freitag, den
19. März 2010 um 20:16 · gespeichert in Absurditäten
Im neuen “musicals”, das Anfang April 2010 erscheint, wird in der Rubrik “Buchrezensionen” anlässlich einer Buchneuerscheinung eine Kooperation der Vereinigten Bühnen Wien mit dem Hotel Sacher angeregt. Doch wie so oft ist das Leben noch viel lustiger als jeder Spaß. So meldet eben die APA unter dem Titel “Das New York Menü zum Musical Hit “Ich war noch niemals in New York”":
Die mitreißenden Hits von Udo Jürgens und das Menü bei NORDSEE
Zum Start des Musicals mit den Kultsongs eines der größten österreichischen Entertainer bringt NORDSEE zwei spezielle Menüs im New York Style. Parallel verlost NORDSEE viele Sofortgewinne, Tickets oder Ermäßigungen und Fanpackages sowie als Hauptpreis drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei
Personen.
Robert Jung, Country Manager von NORDSEE Österreich freut sich über die Kooperation mit dem Raimund Theater: “Meer, Urlaubsfeeling, Fernweh aber auch die pure Lebenslust - das ist der gemeinsame Nenner für die Kooperation zwischen NORDSEE und dem Raimund Theater. NORDSEE steuert mit zwei speziellen Menüs die richtige Verpflegung bei! Wir bieten im Rahmen unserer Kooperation mit den Vereinigten Bühnen in allen unseren Filialen in Österreich das “New York Seafood” als Hauptgericht im Restaurant und das “New York Menu” als praktisches “Menü to go”.
Die New York Menüs zum Musical kommen von NORDSEE
Egal, ob als “Reiseverpflegung” vor dem Musicalabend oder danach - an 40 Standorten in ganz Österreich gibt es von 8. März bis 18. April das “New York Seafood” (Garnelen und Calamares mit Megafrites dazu Cocktail und BBQ Sauce um Euro 6,95) oder das “New York Menu” bestehend aus einem Bremer mit Megafrites und BBQ Sauce um nur Euro 3,95.
Bis 18. April: Das NORDSEE-Gewinnspiel “Ich war noch niemals in New York” Jedes Los gewinnt! 15 % Ermäßigung auf Tickets für “Ich war noch
niemals in New York” ab Juni und bis zur Sommerpause sowie im September.
NORDSEE verlost außerdem drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei Personen d.h. Dinner im NORDSEE Restaurant in der Kärntnerstraße, Transfer zum Raimund Theater und einzigartigem “Meet & Greet” mit den Hauptdarstellern, sechs Mal zwei Tickets, zehn Fanpackages bestehend aus je einem “Ich war noch niemals in New York”-Bademantel, Kaffeetasse, Badeente und “Rette Mich” T-Shirt des Erfolgsmusicals. Die Lose erhalten Musicalfans gratis in jeder
NORDSEE-Filiale oder unter www.nordsee.at. Karten sind über www.musicalvienna.at, telefonisch über Wien Ticket 01/588 85 oder an den Tageskassen der Vereinigten Bühnen Wien nach Vorweis des Gewinnloses buchbar.
Ich würde zur olfaktorischen Abrundung noch eine Kooperation mit Wrigley empfehlen und, allerdings betrifft das nur rein persönliche Traumata, eine Kooperation mit Tannalbin. Und dann gehts ab zum Schunkeln ins Raimund Theater.
Martin Bruny am Freitag, den
19. März 2010 um 13:06 · gespeichert in West End, Musical, Broadway, Wien, Ungarn

“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, basierend auf einem Roman von Daphne du Maurier, feierte am 18. März 2010 seine Ungarn-Premiere im Rahmen des renommierten Budapester Frühlingsfestivals (19. März bis 5. April 2010).
Die Show folgt damit den anderen Musical-Exporten der Vereinigten Bühnen Wien wie “Elisabeth” (seit 1996), “Mozart!” (seit 2003), “Tanz der Vampire” (seit 2007) und “Rudolf” (seit 2006) nach Ungarn.
In der Regie von Attila Bà©res ist die Show 2010 mindestens 40 Mal zu sehen, weitere Vorstellungen sind für die Spielzeit 2010/2011 in Planung.

Seine Uraufführung feierte “Rebecca” am 26. September 2006 im Wiener Raimund Theater. Bis zur Dernià¨re am 30. Dezember 2008 sahen weit über 500.000 Besucher die Show. 2008 erlebte “Rebecca” Premieren in Tokio, Moskau (Workshop) und Helsinki, 2010 sind weitere Produktionen in Tokio, Nagoya und Osaka sowie Kouvola (Finnland) geplant - und 2011 steht das Musical in St. Gallen auf dem Spielplan.
Im Herbst 2009 fand ein erstes Reading für eine englischsprachige Version des Musicals in London statt. Ob und wann es zu einer Premiere am West End oder am Broadway kommen wird - lassen wir uns überraschen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. März 2010 um 23:36 · gespeichert in Event-Tipps
| 23. April 2010 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
3raum – Anatomietheater: Soll man für Liebe Freundschaft aufgeben?
Oder der Wettlauf mit der Zeit!
Premiere:
23. April 2010 um 19.30 Uhr
Preview: 23. April 2010 um 11.00 Uhr
Vorstellungen:
24. April um 11.00 und 19.30 Uhr 25. April um 19.30 Uhr
Karten (10€/ 6€ erm.): 0650 / 323 33 77 oder onLine reservieren –> hier
Besetzung
Josch: Viktor Zobernig
Sarah: Lara Kim
Paul, Josch’Vater: Helmut Wolf
Sebastian ( Sebi ): Laurin Mellem
Autor, Regie, Dramaturgie, Idee und Organisation: Florian Wischenbart
Regieassistenz & Produktionsleitung: Hannah Kocher
Licht & Technik: Timotheus Vesely
3 Varianten zur Kurzbeschreibung des Theaterstücks:
-) »Warum muss ich mich genau dann verlieben, wenn ich weg ziehe?« Josch, 16, ist verzweifelt. Kurz bevor er und sein Vater in eine andere Stadt ziehen, verliebt sich Josch in Sarah. Sein Herz hängt aber auch an Sebastian, der um die Aufmerksamkeit und Liebe seines Freundes kämpft. Hinzu kommen die Streits mit seinem überforderten Vater und das Gefühl vom Leben und den Freunden verlassen zu werden …
-) »Hast du auch manchmal dieses Gefühl, dass du nicht verstanden wirst, obwohl du ganz deutlich redest?« Die beiden Teenager Josch und Sarah haben sich gerade kennen gelernt und wissen, dass eine Beziehung nur von kurzer Dauer sein würde. Denn Josch zieht mit seinem Vater in zwei Wochen in eine andere Stadt. Hinzu kommt, dass er sich auch zu seinem Freund Sebastian hingezogen fühlt. Verwirrte Gefühle und ein Wettlauf mit der Zeit beginnen.
-) Lieben, Streiten, Chatten – und die Erkenntnis, dass ein Teenager-Leben alles andere als einfach zu bewältigen ist. Josch, ein typischer Teenager, hat gerade Sarah kennen gelernt. Er verliebt sich in sie, doch sie erwidert seine Gefühle nicht. Und dann gibt es noch Sebastian, zu dem sich Josch auch hingezogen fühlt. Doch die Zeit läuft. Josch zieht mit seinem Vater schon bald in eine andere Stadt …
»Soll man für Liebe Freundschaft aufgeben? Oder der Wettlauf mit der Zeit!« ,ein Theaterstück von Florian Wischenbart, 17, umschreibt in eindrucksvoller Art und Weise, dass Liebe und Freundschaft (im Teenager-Alter) oft schweren Prüfungen ausgesetzt sind. Wohin einen das Leben am Ende wirklich bringt, weiß niemand. Am Ende vielleicht die Erkenntnis, dass alles seinen Sinn haben mag …
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. März 2010 um 20:51 · gespeichert in Event-Tipps
| 26. Mai 2010 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Konservatorium Wien: The Wild Party
Mi, 26.05.2010, 19:30 Uhr
Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Musical von Andrew Lippa
Eine Produktion der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater
New York Ende der 20er Jahre. Die Vaudeville-Tänzerin Queenie und der Varietà©-Clown Burrs waren einst »das perfekte Liebespaar«. Doch mittlerweile ist die Beziehung von Kälte, Abscheu und Gewalt geprägt. Burrs aggressives Verhalten reizt Queenie und aus Rache organisiert sie eine Party, auf der sie Burrs mit dem erstbesten Mann eifersüchtig machen will. Die Gäste - skurrile Halbweltgestalten und verkommene Künstler - treffen ein. Unter ihnen Kate, die alles daran setzt, Burrs zu verführen sowie der unbekannte Mr. Black, in den sich Queenie gegen ihren Willen verliebt. Nach einer langen Nacht gerät alles völlig außer Kontrolle …
Andrew Lippa zählt zu den angehenden Größen des Broadway. Seine dampfend heiße, düstere und verstörende Party war bei der Uraufführung im Jahr 2000 ein Sensationserfolg, der sich auf den deutschsprachigen Bühnen fortsetzte. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Langgedicht von Joseph Moncure March und wurde nach der Veröffentlichung 1928 aus moralischen Gründen verboten. Durch eine Neuausgabe mit Illustrationen von Art Spiegelmann und die Musicalversion erlebt es nun seine Renaissance.
DarstellerInnen:
Martina Lechner, Miriam Mayr, Christof Messner, Lena Brandt, Oliver Liebl, Petra Straussova, Sebastian Brandmeir, Timo Verse, Konstantin Zander, Laura Hempel, Andreja Zidaric, Caroline Zins, Florian Stanek, Johannes Sorgner (Studierende des 3., 2. und 1. Jahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater) sowie Studierende der Abteilung Ballett
Buch, Musik und Liedtexte: Andrew Lippa
Bearbeitung: Hannes Muik, Werner Sobotka
Musikalische Leitung: Peter Uwira
Regie: Alexandra Frankmann-Köpp
Choreographie: Marcus Tesch
Stage Combat: Mel Stein
Ort der Veranstaltung
Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Kartenpreise
€ 15,-/9,-(erm)
Karten an der Kassa der KWU erhältlich.
Tel.: 01/512 77 47 89329
E-Mail: kassa@konswien.at, oder online –> hier
Weitere Vorstellungen:
Do, 27.05.2010, 19:30 Uhr
Fr, 28.05.2010, 19:30 Uhr
Sa, 29.05.2010, 19:30 Uhr
Mo, 31.05.2010, 19:30 Uhr
Di, 01.06.2010, 19:30 Uhr
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. März 2010 um 20:00 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
Anlässlich der Wien-Premiere der Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York”, die in ebendiesen Minuten im Raimund Theater über die Bühne geht, strahlte der ORF eine altbekannte, aber etwas aufgefrischte Doku über die Erfolgsgeschichte des Musicalgenres in Wien aus. Lustigerweise setzte ja der richtige Musicalboom in Wien natürlich genau in dem Augenblick ein, in dem für die meisten, die sich als die wahren Experten bezeichnen, das Musical zu sterben begann, nämlich mit dem Einzug des Megamusicals in Gestalt der Webberschen Erfolgsshows wie “Cats” oder “Das Phantom der Oper”.
Was wäre das doch für eine wunderbare Musicalwelt gewesen, hätte es diese Webberschen Shows nicht gegeben. Wir hätten sicher 90 Prozent weniger Musicalschulen, aus Holland würden wir nur Käse kennen, und an der Volksoper würde man vielleicht nach wie vor ohne Mikros singen. Fällt uns sonst noch was ein? Naja, man hätte Heinz Sichrovsky, einen der “geliebten” Wiener Theaterkritiker, für die zuerst der Teufel und danach gleich das Musical kommt, in ebendieser alten, etwas aufgefrischten Sendung vielleicht nicht so viel Platz eingeräumt. Wunderbar sind seine Ausführungen ja aber dennoch, wunderbar um ihres skurrilen Moments, wenn er meint:
Ich halte das Musical für eine kurzfristige, lukrative Verirrung der Kulturgeschichte. Sowas wie die Glockenhose oder die Vogelgrippe. Kurze Zeit verdient jemand sehr gut daran, in kurzer Zeit wird’s das nicht mehr geben. Ich glaube, dass in 20 Jahren das Musical als Form gar nicht mehr existieren wird. Ich muss hinzufügen, ich bezweifle, dass es das Musical überhaupt jemals gegeben hat.
“My Fair Lady” ist meines Erachtens die letzte erstklassige Operette, die geschrieben wurde, “West Side Story” ist ein bedeutendes Opernwerk. Es kam dann der Verfall mit Lloyd Webber, der das Ganze zu einer Maschinerie, zu einer Industrie gemacht hat, der auf eine sehr kalte, professionelle Art Gefühle herzustellen versucht hat. Das ist dann wunderbar gegangen eine Zeit lang. Nur – wenn der fünfte, sechste und siebte Lloyd Webber beginnt Gefühle herzustellen, werden die halt nicht mehr professionell und sehr schlecht und sehr maschinell und ein Wegwerfprodukt
Schön ist, dass Herr Sichrovsky offenbar ein begeisterter Belletristik-Fan ist. In einem seiner für NEWS geschriebenen Artikel bezeichnete er das “Libretto” für die Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York” als “brillant”. Es ist davon auszugehen, dass Heinz Sichrovsky genau in diesen Minuten der optischen, tänzerischen und gesanglichen Umsetzung des “brillanten” Librettos gebannt lauschen wird, und es sei ihm von Herzen gegönnt.
Aber wie ist das nun, hat es tatsächlich nie ein Musical gegeben? Wurde das Publikum etwa betrogen und hinterrücks mit operettenunterspickten Pseudo-Opern zugedröhnt? Interessant ist die Tatsache, dass man in bezug auf “Ich war noch niemals in New York” Aussagen hört wie das sei “broadwayreif”. Hat jemals schon ein Zuschauer nach dem Besuch einer Vorstellung der Wiener Staatsoper Statements abgegeben wie “Das war …reif?” Wie siehts mit Besuchern des Wiener Burgtheaters aus?
Irgendwas läuft da schief im Staate VBW. Aussagen wie “Nichts mehr im Griff - auf dem sinkenden Schiff” auf beliebten Social-Network-Plattformen lassen erahnen, wohin der Weg führt, den die Frau Kapitän der VBW eingeschlagen hat. Am Ende hat Sichrovsky doch noch recht. Unglaublich!
Kritiken
- TT.com: Kitsch-Orgie und Retro-Charme: Udo-Jürgens-Musical in Wien
- Marler Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- KURIER: Udo-Jürgens-Musical: Bejubelter Retrokitsch
- Kleine Zeitung: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- APA.OTS: Musikalische Seereise: Udo Jürgens-Musical im Raimundtheater
- wienweb.at: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- puls4.com: Premierenfeier von `Ich war noch niemals in New York`
- derStandard.at: Hitfabrik auf dem Musicaldampfer
- Die Presse.com: Mitreißendes Jürgens-Musical
- WienerZeitung.at: Alter Wein in jungen Schläuchen
- Neues Volksblatt: Mit Udo von Hit zu Hit
- Ahlener Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- musicalvienna.at: Galapremiere ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
- Der neue Merker: WIEN / Raimundtheater: ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (17. März 2010)
- KURIER: Julian Fritz - Für Udo auf die Bühne
- York Blog: Ich War Noch Niemals in New York
- Wien Holding: Eine Kreuzfahrt mit Pfiff
- Salzburger Nachrichten: Eine Telenovela wird durch Hits geadelt
Martin Bruny am Montag, den
15. März 2010 um 23:42 · gespeichert in Theater, Pop, Newcomer, Event-Tipps
| 17. April 2010 |
| 20:00 | bis | 22:00 |

Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.
Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 12. April 2010 debütiert die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett im Wiener ost klub. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.
“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.
Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.
Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.
DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang
Termine
12. April 2010, 20.30 Uhr, ost klub, Wien
17. April 2010, 20.00 Uhr, k3-Saal, Thalgau bei Salzburg
Tickets für den Gig in Wien können per Mail bestellt werden: julietletters@gmail.com
Preis: 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro am Abend der Veranstaltung im ost klub (Schwindgasse 1, 1040 Vienna)

Martin Bruny am Sonntag, den
14. März 2010 um 23:58 · gespeichert in Netz, TV, Skurriles
Castingshows, und zwar Castingshows, die nicht speziell Musicaltalente suchen, genau diese Formate sind es, die oft den sudden death von singwilligen Staranwärtern bedeuten, wenn sie Lieder aus Musicals interpretieren und das auch noch dazu genau so, wie sie es im Theater machen würden oder aus ihrem “Alltag” auf der Theaterbühne gewohnt sind.
Beispiele gibt es unzählige. Bei “Starmania” sind ausgebildete Musicalsänger der Reihe nach durchgeflogen, weil sie mit der einstudierten Theatralik im falschen Umfeld auftrumpfen wollten. Ein Powersong aus, sagen wir “Jekyll & Hyde”, im schwarzen Unterleiberl, in einem nackten Studio, ohne Orchester, ohne Theateratmosphäre, das war der Untergang für einen recht bekannten Musicalsänger, und zwar erst unlängst in der deutschen Show “Unser Star für Oslo 2010″. Noch ist das File online. Vielleicht nicht schlecht, als Beispiel dafür, wie und was man nicht machen sollte. Zum Video gehts –> hier
Martin Bruny am Sonntag, den
14. März 2010 um 10:56 · gespeichert in Event-Tipps
Theater mit Horizont und Wiener Stadthalle präsentieren
ROBIN HOOD - Ein neues Familien-Musical
Samstag, 8. & Sonntag, 9. Mai 2010
Wiener Stadthalle, Halle F
England, im Jahre 1192. Der gute König Richard befindet sich außer Landes. Sein Bruder Prinz John regiert mit Willkür und unterdrückt das Volk. In der Gegend um das Städtchen Nottingham ist es besonders schlimm, denn dort treibt ein herzloser Sheriff die Steuern ein, und zwar vor allem bei jenen, die ohnehin schon kaum mehr zu essen haben. Die Lage für die Menschen wäre hoffnungslos, gäbe es nicht einen Mann, dem es immer wieder gelingt, dem Sheriff ein Schnippchen zu schlagen und das Volk zu unterstützen: Robin Hood.
Mit Pfeil und Bogen ist er unschlagbar, mit listigen Verkleidungen narrt er die Unterdrücker und mit stets guter Laune sorgt er dafür, dass die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Tyrannei und die Rückkehr König Richards weiterlebt. Kein Wunder, dass der Sheriff nichts unversucht lässt, ihn zu fassen.
Eines Tages erscheint eine junge Dame im Gasthaus »Zum blauen Eber”. Robin Hood ist fasziniert von ihr und verliebt sich in Marian. Doch ist es klug ihr zu verraten, wer er ist? Schließlich ist sie die Cousine des Königs und ihr Erscheinen vielleicht Teil eines raffinierten Plans des Sheriffs. Beim Preisschießen der besten Bogenschützen des Landes wird Robin Hood erkannt und gefangen genommen. Der Sheriff triumphiert. Und die Menschen, die ihre ganze Hoffnung auf Robin Hood gesetzt haben? Werden sie aufgeben oder gemeinsam gegen die Unterdrückung kämpfen?
Ein Musical über Gerechtigkeit, Zivilcourage und Liebe - rund um den Mythos des Helden mit Pfeil und Bogen.
Buch und Musik: Clemens Handler und Gernot Kogler
Regie und Choreografie: Sigrid Frank
ROBIN HOOD Familien-Musical
Samstag, 8. Mai / Beginn: 14.00 Uhr,
Sonntag, 9. Mai / Beginn: 15.00 Uhr
in der Wiener Stadhalle, Halle F
Kartenpreise: € 23,- bis 31,- / Kinder bis 15 Jahre: € 18,50 - bis 24,-
Familienpaket (2 Erwachsene & 2 Kinder bis 15 Jahre): € 76,- bis 100,-
Schoßkarten bis 5 Jahre: € 5,-, Rollstuhlbenutzer: € 10,-
Vorverkauf: Kassen der Wiener Stadthalle, stadthalle.com, Ticketservice 01/79 999 79 sowie bei allen Vorver¬kaufsstellen mit Anschluss an: Ticket Online, ticketonline.at, 01/88088, Wien Ticket, wien-ticket.at, 01/58885, Ö-Ticket, oeticket.com, 01/96096, Ticketcorner, ticketcorner.com, 01/ 205 15 65 - Ticket gilt als Fahrschein für die Wiener Linien!
« zurueck ·
vor »