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Archiv - 2010

Alfons Haider: Xenophobe Attacke gegen Staatsoperndirektor?

In der kommenden Montag erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins PROFIL geht die seit Langem etwas sagen wir feindlich gestimmte Atmosphäre zwischen Opernball-Moderator Alfons Haider und Staatsoperndirektor Ioan Holender einem gewissen Höhepunkt entgegen. Nicht unspannend das Ganze.

Grund der aktuellen Verstimmung des Direktors ist eine Äußerung Haiders in der ORF-Satiresendung “Willkommen Österreich”. Alfons Haider bezeichnete in ebendieser Sendung, angeblich in einer Art emotionaler Stoßgeburt, unter anderem Österreich als “verschissenes” Land. Das natürlich regte ganz Österreich auf. Dass Herr Haider Holender als »rumänischen Tennislehrer« titulierte, ging etwas unter. Ist das nun auch eine Art emotionale Reaktion? Ist das folgende Statement Holenders völlig von der Hand zu weisen?

Holender: Abgesehen davon hat er mich als »alternden rumänischen Tennislehrer« bezeichnet. Letzteres ist eine xenophobe Äußerung. Aber da jetzt die FPÖ sich bei der Kritik an ihm angehängt hat und ich keinen Applaus von der falschen Seite haben möchte, sage ich besser gar nichts. Natürlich habe ich ihn vorher in Bezug auf seine Tätigkeit beim Opernball kritisiert. Ich würde mir jemand von der Qualität eines Armin Wolf als Opernballmoderator wünschen. [via PROFIL]

Wien: Musicals an den Kammerspielen - Noch mehr Sugar und dann ganz viel Cabaret

Die Wiener Kammeroper hat sich schon vor zwei Jahren, nach einer großartigen, aber leider nicht ausverkauften Spielserie von Jason Robert Browns “The Last 5 Years” vom Musicalgenre verabschiedet, einfach so, ohne jegliche Erklärung, Gerald Pichowetz scheint nach “Kiss me, Kate” in seinem Gloria Theater auch keinen Platz mehr für Musicals zu haben - fast könnte man meinen, die kleineren Häuser ziehen sich von diesem Genre peu à  peu zurück. Musicals als der finanzielle Heilsbringer am Spielplan, das funktioniert wohl nicht überall.

Wo es allerdings definitiv funktioniert: an den Wiener Kammerspielen. Da gingen in den letzten Wochen 60 ausverkaufte Vorstellungen von “Sugar - Manche mögen’s heiß” über die Bühne. Mirjam Weichselbraun, Boris Pfeifer, Martin Niedermair und Siegfried Walther konnten das Publikum begeistern, tun das noch bis 26. Jänner und werden es noch mal machen, und zwar von 25. Mai bis 2. Juni 2010 - da nämlich gibt es die vorerst letzte Chance, den Pulikumshit in den Kammerspielen zu sehen.

Ab Herbst 2010 steht dann Kander & Ebbs Kult-Musical “Cabaret” auf dem Spielplan. Die Auditions sind derzeit voll im Gange. Auf die Besetzung darf man gespannt sein.

Atelier Theater: Ein gemeiner Trick

9. Februar 2010
20:00bis22:00

Atelier Theater: Ein gemeiner Trick

9. bis 27. Februar 2010
“Ein gemeiner Trick”
von David Foley
Ein spannender Krimi über Geld, Macht und Mord.
Regie: Dany Sigel
Regieassitenz: Peter Fernbach
Es spielen: Sabine Muhar, Max Mayerhofer, Manfred Stadlmann

Neue Castingshow-Wahnsinnigkeiten aus UK: “Popstar to Operastar”

Der Castingshow-Wahn hat noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht. Während in den USA gerade die 9. Staffel von “American Idol” angelaufen ist und die 1. Staffel von “X-Factor” für 2011 vorbereitet wird, sendet die englische TV-Station ITV ein ganz neues Format: “Popstar to Operstar”. Glaubt man im ersten Augenblick, dass das eigentlich nur ein dummer Scherz sein kann, muss man wohl diese Meinung revidieren, wenn man sich die, nunja, immerhin kurze, aber sehr prominente Liste der Mentoren dieser Show ansieht: Katherine Jenkins und Rolando Villazon. Als Jury mit dabei: Meat Loaf und Laurence Llewelyn-Bowen.

So richtig gruselig wird es dann, wenn man einen Blick auf die Teilnehmerliste wirft, also auf jene Popstars, die Operstars werden sollen: Alex James (”The Blur”), Bernie Nolan, Kym Marsh (”Hear’Say”), Danny Jones (”McFly”), Darius Campbell, Marcella Detroit (”Shakespears Sister”), Jimmy Osmond (Legende) und Vanessa White.

Einige Clips sind bereits auf YouTube (–> hier) zu bestaunen, beispielsweise die wundersame Wandlung von Darius Campbell. Er hat schon zwei Versuche hinter sich, Popstar zu werden, beim englischen “Popstars” (2001) und bei “Pop Idol” (2002). Die Endrunden konnte er nie erreichen. Und eines ist gewiss: Eine Opernbühne wird er nur in seinen Träumen betreten dürfen.

“Bully” Herbig, von Web 2.0 wohl kein Tau?

Twitter 365 - Ft Yotsuba [280]Image by KayVee.INC via Flickr

In München, beim CSU-Filmgespräch, beklagte sich Regisseur Bully Herbig diesen Samstag gar bitterlich über die Piratarie im Web 2.0. Herbig:

Ich kann mir auf Youtube in Zehn-Minuten-Häppchen meine Filme ansehen, ganz offiziell. Da kann ich alles finden, was ich gemacht habe, das ist mein Archiv heute. Es geht schneller, wenn ich auf Youtube gehe, als wenn ich meiner Assistentin sage, such mir mal den oder den Sketch aus der Sendung raus.

Für die Produktion neuer Filme sei dies ein Problem, da der Verkauf von DVDs von Anfang an bei der Kalkulation mit einbezogen werde. Infolge der Piraterie gingen nicht nur den Filmemachern, sondern auch der Steuer große Summen verloren, klagte Herbig bei der Podiumsdiskussion, die sich mit der Filmförderung befasste. [via Kleine Zeitung, via APA]

Schade für Herbig, dass er über etwas klagt, was nicht zu ändern ist. Die etwas cleverer denkenden Monty Python indes haben YouTube als gewinnbringendes Portal für sich entdeckt. In ihrem eigenen Channel bieten sie in bester Qualität Ausschnitte ihrer Werke an. Ihr Motto:

For 3 years you YouTubers have been ripping us off, taking tens of thousands of our videos and putting them on YouTube. Now the tables are turned. It’s time for us to take matters into our own hands.
We know who you are, we know where you live and we could come after you in ways too horrible to tell. But being the extraordinarily nice chaps we are, we’ve figured a better way to get our own back: We’ve launched our own Monty Python channel on YouTube.
No more of those crap quality videos you’ve been posting. We’re giving you the real thing - HQ videos delivered straight from our vault.
What’s more, we’re taking our most viewed clips and uploading brand new HQ versions. And what’s even more, we’re letting you see absolutely everything for free. So there!
But we want something in return.
None of your driveling, mindless comments. Instead, we want you to click on the links, buy our movies & TV shows and soften our pain and disgust at being ripped off all these years.

Klar gibt es jede Menge Werbung im Channel der Pythons, aber wer würde sich seinen ganz speziellen Lieblingsfilm nicht auch im Original kaufen. Vielleicht sollte sich da auch Herr Herbig dran ein Beispiel nehmen?

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Stadttheater Klagenfurt: Singin’ in the rain

28. Januar 2010
19:30bis22:30

SINGIN‘ IN THE RAIN
Basierend auf dem MGM Film
Drehbuch und Adaptierung von Betty Comden und Adolphe Green
Musik und Songtexte von Nacio Herb Brown und Arthur Freed
Produziert nach Vereinbarung mit Maurice Rosenfield, Lois F. Rosenfield und Cindy Pritzker, Inc.
Deutsche Fassung von Hartmut H. Forche

Premiere 28. Januar 2010, 19.30 Uhr

Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Regie: Josef E. Köpplinger
Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne und Kostüme: Rolf Langenfass
Dramaturgie: Heiko Cullmann

Mit Dagmar Hellberg, Katharina Lochmann, Bettina Mönch, Anna Müllerleile, Daniela Nitsch, Nora Schleicher, Lisa Schrammel, Verena Thumser, Katharina Strohmayer, Doris Warasin, Nadine Zeintl I Korbinian Arendt, Frank Berg, Matthias P. Beurer, Peter Lesiak, Hannes Muik, Daniel Prohaska, Stefan Raaflaub, Philip Ranson, Christian Schleinzer, Markus Simader, Florian Soyka, Andreas Wanasek, Erwin Windegger
Kärntner Sinfonieorchester

In deutscher Dialogfassung und englischen Songtexten

Einführungsmatinee 17. Januar 2010 Moderation Heiko Cullmann, Bühne, 11 Uhr
Aufführungstermine 28., 30., Januar 2010; 2., 4., 14., 17., 20., 24., 26. Februar 2010; 4., 5., 10., 12., 13., 14., 20., 25., 27., 30., 31. März 2010

Als die Bilder laufen lernten, war ans Sprechen noch lange nicht zu denken. Bis 1927 sollte es dauern, bevor der Film seine ersten, noch knisternden Tonversuche von sich gab und damit eine Revolution in Hollywood auslöste. Ein Sturm der Erneuerung fegte nach dem Erfolg des ersten Tonfilms Der Jazzsänger durch die Studios, wirbelte neue Stars und Stimmen auf die Leinwand, zerstörte aber auch Karrieren und Existenzen. Von dieser ersten großen Umwälzung der Filmwelt handelt das Musical Singin’ in the Rain.

Der Stummfilm Der König der Duelle ist fast fertig, als die Nachricht vom ersten Tonfilm für eine Riesensensation sorgt. Das Publikum verlangt nach mehr. Kurzentschlossen lernt Der König der Duelle sprechen und das berühmte Schauspielerpaar Lina Lamont und Don Lockwood muss von großen Gebärden auf flotte Dialoge umschalten. Aber die Diva hat eine quietschige Stimme, so dass die erste Vorführung zu einem Desaster wird. Doch Lockwoods Freund, der Komponist Cosmo Brown, hat die rettende Idee: Die arbeitslose Schauspielerin Kathy Selden soll Lina synchronisieren. Der König der Duelle wird am Ende tatsächlich ein Erfolg, obwohl wegen einer Intrige Linas der Schwindel auffliegt. Kathy stiehlt ihr nicht nur die Schau, sondern auch gleich den Filmpartner. Kathy Selden und Don Lockwood sind das neue Traumpaar der Zukunft.

Das Musical Singin’ in the Rain basiert auf dem gleichnamigen MGM-Film aus dem Jahre 1952, den viele Kenner für Hollywoods großartigstes Musical halten. Mit Schirm und Charme (aber ohne Melone) patschte Gene Kelly durch Pfützen, schaukelte an Laternenpfählen und lieferte damit die beste Solo-Nummer seiner gesamten Karriere. »Singin’ in the Rain”, vermutlich einer der berühmtesten Songs aller Zeiten, wurde 1929 geschrieben und fand erstmals Verwendung in dem Revuefilm The Hollywood Review, wo ihn Joan Crawford und Buster Keaton in gelben Regencapes sangen. Noch zwei weitere Male tauchte der Hit auf der Leinwand auf, bevor sich Gene Kelly die Rechte sicherte. Seit damals hat »Singin’ in the Rain« zwei weitere Filme bereichert und es darf gewettet werden, dass die Zukunft diesen unverwüstlichen Evergreen wieder auf die Leinwand bringen wird.

Besetzung
Don Lockwood: Daniel Prohaska
Cosmo Brown: Peter Lesiak
Lina Lamont: Bettina Mönch
Kathy Selden: Nadine Zeintl
Produzent R.F. Simpson: Erwin Windegger
Dora Bailey / Mademoiselle Rumkatschoff u.a.: Dagmar Hellberg
Roscoe Dexter: Frank Berg

Ensemble
Katharina Lochmann, Anna Müllerleile, Daniela Nitsch, Nora Schleicher, Lisa Schrammel, Katharina Strohmayer, Verena Thumser, Doris Warasin, Korbinian Arendt, Matthias P. Beurer, Hannes Muik, Stefan Raaflaub, Philip Ranson, Christian Schleinzer, Markus Simader, Florian Soyka, Andreas Wanasek

Kärntner Sinfonieorchester
Kinderstatisterie des Stadttheaters Klagenfurt

Musical-ische Highlights beim Wiener Eistraum 2010

29. Januar 2010
16:00bis17:00

Musical-ische Highlights beim Wiener Eistraum 2010

Wiens stimmungsvoller Treffpunkt für Eislauffreunde, der heute bereits zum 15ten Mal verzaubert, bietet auch heuer wieder zwei attraktive Highlights für alle Musicalfans!

Am 29. Jänner von 16:00 bis 17:00 Uhr bitten die Stars aus TANZ DER VAMPIRE zum schaurig-schönen Stelldichein: Marjan Shaki, Thomas Borchert, Lukas Perman und Gernot Kranner laden zu einer Autogrammstunde ins Wärmezelt (bei der großen Eisfläche direkt vor dem Rathaus) ein. Die Produktion läüft höchst erfolgreich im Ronacher.

Am 24. Februar von 18:00–19:00 Uhr steht ein Treffen der besonderen Art auf dem Programm: am 17. März feiert ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, das “Musical” mit den unvergesslichen Melodien von Udo Jürgens, seine Premiere im Raimund Theater – und mitten in der heißen Probenzeit gibt es die Möglichkeit, die Stars dieser Produktion im Rahmen einer Autogrammstunde hautnah zu erleben.

Informationen unter www.musicalvienna.at und www.wienereistraum.com

Dortmund: Premiere für Christoph Ransmayrs “odysseus, verbrecher.”

Am Dortmunder Schauspielhaus findet am 28. Februar 2010 die Uraufführung des “Schauspiels einer Heimkehr” betitelt “odysseus, verbrecher.”, geschrieben von Christoph Ransmayr statt.

Der Schriftsteller Christoph Ransmayr, 1954 in Wels/Oberösterreich geboren, zählt spätestens seit dem Erscheinen seiner Romane »Die letzte Welt« (1988) und »Morbus Kitahara« (1995) zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Bücher wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt. Ransmayr wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis für sein Lebenswerk, dem Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur und dem Nestroy-Theaterpreis für sein bisher einziges Theaterstück »Die Unsichtbare«.

Worum gehts in “odysseus, verbrecher.”:

Lange Jahre führte er Krieg, lange Jahre irrte er durch die Welt. Jetzt ist Odysseus zurück in Ithaka. Überhäuft mit Geschenken, reich, treibt er an den Strand, bereit, sein altes Leben wieder aufzunehmen. Bereit für den Frieden. Doch die Jahre des Krieges haben auch Ithaka verändert. Odysseus erwartet seine Heimat – und findet einen Ort, der ihm fremd geworden ist. Obwohl er als Sieger heimkehrt, muss er erkennen, dass er den Folgen des Krieges, den tatsächlichen und den seelischen Verwüstungen, nicht entkommen kann. Und je fremder ihm scheint, was seine Heimat war, je weniger Verständnis er selbst bei seiner Gattin Penelope spürt, umso stärker werden in ihm die Verzweiflung und die Wut, die er eigentlich schon überwunden glaubte.

Regie: Michael Gruner
Bühne: Peter Schulz
Kostüme: Gabriele Sterz
Musikalische Leitung: Lukas Goldschmidt
Choreographie: Michael Sieberock-Serafimowitsch

Es spielen: Bernhard Bauer, Monika Bujinski, Mathias Frank, Dominik Freiberger, Alexander Gier, Lukas Goldschmidt, Juliane Gruner, Günther K. Harder, Ralf Kubik, Patrick Jurowski, Leif Mieland, Steffen Scheumann, Matthias Scheuring, Jakob Schneider, Harald Schwaiger, Wolfgang Türks, Andreas Vögler, Andreas Wrosch

Termine
Februar 2010: 28.
März 2010: 07., 14.
April 2010: 03., 09., 15., 23.
Mai 2010: 08., 23.
Juni 2010: 06.

England: Castingshow-Star Will Young toppt “Decade Chart”

Will YoungWill Young via last.fm

Heute war es wieder mal soweit. Eine neue Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” ist an den Start gegangen. Während man in Deutschland die Sieger all der vergangenen Staffeln schon längst vergessen hat, konnten die englischen Produzenten mit ihrer Version, “Pop Idol” genannt, wesentlich mehr Erfolg einfahren.

Will Young
beispielsweise, Gewinner der ersten Staffel von “Pop Idol” (2002), wurde für seine Single “Anything is possible / Evergreen” aus dem Jahre 2002 zur Nummer 1 der “Decade Chart” (präsentiert von BBC Radio 1 am 28. Dezember 2009) gekrönt. Kein anderer Künstler konnte in den letzten zehn Jahren mehr Einheiten als er von einer Single absetzen, nämlich 1,8 Millionen. Sein Kollege Gareth Gates, Zweitplatzierter eben jener Staffel, schaffte es mit seiner Interpretation von “Unchained Melody” auf Platz 2 der “Decade Chart” (1,3 Millionen verkaufte Exemplare).

Aus “Pop Idol” wurde recht rasch das derzeitige Erfolgsformat “X Factor” gezimmert, und wen wunderts, dass Alexandra Burke und Shayne Ward, zwei der siegreichen Talente jenes Fernsehformats, in den Decade Charts auf Platz 5 und 6 zu finden sind, Hear’Say belegen Platz 9 mit ihrem Hit “Pure and Simple”.

Abseits der erfolgreichen Castingshow-Stars lieferte James Blunt mit seiner CD “Back to Bedlam” den erfolgreichsten Longplayer der Dekade. Didos “No Angel” ist auf Platz 2 zu finden, gefolgt von Amy Winehouse mit “Back to Black“. Weitere Platzierungsergebnisse bietet BILLBOARD –> hier

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Schönfärberei & Unwissenheit, wie wunderbar

Es gehört schon einiges dazu, einen Werbetext als redaktionellen Beitrag zu verkaufen. Wenigstens aber eines sollte man in dem Fall machen, nämlich sich ein bißchen auskennen.

Die “Kleine Zeitung” ist wohl in Sachen “Ich war noch niemals in New York” als kleine Flächenbombardement-Einheit unterwegs, um alles bereits zu machen für den Start der Show im Wiener Raimund Theater im März 2010. Und natürlich glauben wir die Geschichte, dass ein deutsches Unternehmen “Ich war noch niemals in New York” absetzt, obwohl der Verkauf “ungebremst” ist. Na ganz bestimmt ist das so, wenn Johannes Mock-O’Hara das doch auf einer Pressekonferenz so sagt, auf der ganz bestimmt unverblümt nur und ausschließlich die Wahrheit gesprochen wird, na das wird dann auf jeden Fall so sein. Gerade und vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise wird das Stage Entertainment machen. Der Verkauf wird nach wie vor ungebremst anhalten. Oder würde, denn man setzt die Show ja ab, nein, man verschickt sie. Man schickt sie Freunden in Deutschland und man schickt sie Freunden in Wien, die zu wenig Fantasie und Gestaltungskraft zu haben scheinen, eigene Produktionen auf die Beine zu stellen.

Und wie wunderbar auch, dass sich der “Soundtrack zum Musical” … der was? Der “Soundtrack” zum Musical? Wird die Show etwa Abend für Abend im Theater auf eine Leinwand projiziert? Ich meine, dass diese Show kein Musical ist, sondern bestenfalls eine getarnte Revue, gegessen, aber Soundtrack? Oder meint die “Kleine Zeitung” “Cast CD”? Aber vielleicht ist man in Sachen Metaphern unterwegs und meint die Leinwand der Gefühle, auf die Abend für Abend - was auch immer. Na egal. Hauptsache Werbung. Wird sowas dann eigentlich bezahlt?

Hier gehts zum Artikel der “Kleinen Zeitung” –> “Udo-Jürgens-Musical legt in neuem Hafen an”

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