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Archiv - Juni, 2011

Deutsches Theater München: Hinter den Kulissen von “Frühlings Erwachen”

Wie empfinden die Absolventen der Bayerischen Theaterakademie ihre Rollen im Musical “Frühlings Erwachen”, wie haben sie sich vorbereitet? Einige Antworten gaben sie zwei Tage vor der öffentlichen Generalprobe.

Sommerspiele Floridsdorf: “Dame Kobold”

30. Juni 2011
19:30bis21:30

Sommertheater unter freiem Himmel – das gibt’s nicht nur in Schlossgärten und Burghöfen im Umland von Wien, sondern auch auf einem Kirchenplatz in der Bundeshauptstadt: Auf dem Kinzerplatz nahe des Erholungsparadieses Alte Donau in Floridsdorf präsentiert das Ensemble „SATYRIKER“ heuer ab Donnerstag, 30. Juni, das Lustspiel „Dame Kobold“ von Calderón de la Barca. Der schönste Platz im Norden Wiens mit der neugotischen Donaufelder Kirche als Kulisse wird heuer bereits zum 22. Mal zur Freiluftbühne.

Bei Schlechtwetter finden die Vorstellungen im benachbarten Theatersaal statt (1210, Kinzerplatz 19).

Inhalt
Wieso ist es mitten in der Nacht taghell? Warum sind die Wände plötzlich beweglich? Wie kann es sein, dass die tugendhafte Witwe Dona Angela sich in den Straßen Madrids herumtreibt, obwohl sie doch ihre strengen Brüder daheim eingesperrt haben? Und weshalb, um Gottes willen, sieht der dummdreiste Diener Cosme überall ein Gespenst, das ihn nah an den Herzinfarkt treibt? Und wieso ist überhaupt nichts so wie es scheint an diesem lauen Sommerabend?
Wenn den Besuchern heuer auf dem „schönsten Platz von Floridsdorf“ einiges spanisch vorkommen wird, hat das einen guten Grund: DIE SATYRIKER präsentieren die Mantel & Degen-Komödie „Dame Kobold“ des spanischen Barockdichters Calderón de la Barca. Da wird versteckt und intrigiert, geliebt und gefürchtet, aber am Ende geht alles mit rechten Dingen zu … oder etwa doch nicht?

Haus & Hof-Regisseur Peter W. Hochegger hat das barocke Lustspiel sprachlich entstaubt und sorgt mit einem bewährten Schauspieler-Team für spanisches Vollblut-Temperament - mit skurrilen Charakteren, aberwitzigen Verwechslungen in rasantem Spieltempo und flotten Fecht-Szenen. Und das alles mit eigens von Thomas Beinhofer komponierter Live-Musik.

Mit:
Bernhard Horn, Andreas Seidl, Peter Fernbach, Renate Dudaschek, Isabella Mach, Helmut Maierhofer, Stefanie Elias.

22. Sommerspiele Floridsdorf: „Dame Kobold“ von Calderón de la Barca.
Premiere: Donnerstag, 30. Juni 2011, 19.30 Uhr, vor der Donaufelder Kirche, Kinzerplatz, 1210 Wien. Ausweichquartier bei Regen: Augustinus-Saal, Kinzerplatz 19, 1210 Wien.
Weitere Vorstellungen: jeden Freitag und Samstag von 2. Juli bis 13. August, 19.30 Uhr.

Karten zum Preis von 15 und 17 € erhältlich im Einkaufspitz (Optik Fuhrmann), Angerer Straße/Ecke Brünner Straße, 1210 Wien, oder an der Abendkassa ab 18 Uhr. Kinder bis 12 Jahre zahlen die Hälfte. Telefonische Vorreservierung unter Tel. 0676/ 335 93 19, eMail: bestellungen@satyriker.at, www.satyriker.at

Julian Looman - der Wiener Musicaldarsteller, der in Holland für Schlagzeilen sorgt

Julian Looman, Foto: Patricia SteurAm 12. August 2011 übernimmt der österreichische Musicaldarsteller Julian Looman in der holländischen Produktion „Soldaat van Oranje“ die Hauptrolle des Erik Hazelhoff Roelfzema im TheaterHangaar Vliegveld Valkenburg bei Katwijk.

Julian Looman ist Absolvent der Konservatorium Wien Privatuniversität, nach seinem Abschluss 2009 spielte er unter anderem in „The Full Monty“ (Amstetten), „Into the woods“ (Kassel) und in „Soul Strip“ (Wien).

Er geht den umgekehrten Weg von Musicalkolleginnen wie Maya Hakvoort, Pia Douwes – oder Annemieke van Dam. Als Wiener (mit holländischen Wurzeln) versucht er sein Glück in Hollands Musicalszene.

Die holländischen Medien haben die Story schon aufgegriffen (siehe –> hier): Looman gilt als erster deutschsprachiger Darsteller, der in einem holländischen Musical eine Hauptrolle übernimmt und - seine Freundin ist Annemieke van Dam, und so finden wir in den Medien Berichte über das Musical-Power-Pärchen, von dem der Österreicher einen Holländer in Holland spielt und die Holländerin eine österreichische Kaiserin in Deutschland.

Die Produzenten Fred Boot, Robin de Levita und Regisseur Theu Boermans über Looman:

Es ist sehr schwierig, jemanden für die Rolle des Erik Hazelhoff zu finden. Wir haben nicht nur einen außergewöhnlich guten Schauspieler gesucht, der gut singen kann, sondern auch jemanden, der innerhalb der Gruppe Charisma und eine natürliche Führungsqualität ausstrahlt. Mit Julian haben wir die ideale Besetzung und einen würdigen Nachfolger für Matteo van der Grijn gefunden.

Ist Julian Looman nun angekommen, oder ist Holland ein Zwischenstopp auf seiner Reise? Looman dazu:

Ich folge immer meinem Gefühl. Momentan hat es mich nach Holland gezogen. Meine Freundin und ich können uns auch sehr gut vorstellen hier sesshaft zu werden. Aber generell sehe ich das Ganze nicht so länderbezogen. Da ich die Möglichkeit habe, international zu arbeiten, werde ich das auch nützen, so gut ich kann. Für mich gibt es da keine wirklichen Grenzen.

[Danke an Andrea Martin für die Infos/Materialien]

“Bonnie & Clyde”: Frank Wildhorn versucht es noch einmal am Broadway

Er muss ein Optimist sein, und er muss Mut haben. Frank Wildhorn ist noch lange nicht fertig mit dem Broadway. Eben noch mit “Wonderland” am Great White Way versandet, wird noch im Herbst sein Musical “Bonnie & Clyde” am Broadway starten.

Das Buch der Show rund um das kultige Gaunerpärchen stammt von Ivan Menchell, die Texte von Don Black. Mit den Previews beginnt man am 4. November und für 1. Dezember 2011 ist die Premiere am Gerald Schoenfeld Theater angesetzt.

In den Hauptrollen: Laura Osnes (“Anything Goes”) als Bonnie und Jeremy Jordan (“Rock of Ages,” “West Side Story”) als Clyde. Jeff Calhoun hat die Regie übernommen.

Bad Hersfeld: “Sunset Boulevard” - Videoclips online

Am Dienstagabend ging die Premiere von “Sunset Boulevard” in Bad Hersfeld über die Bühne. Einige Ausschnitte aus der Show bietet Hessen-TV –> hier.

“Little Big Voice” - das “Sängerknaben”-Musical der VBW

Wiener Sängerknaben, copyright lukas-beck

Unter dem Titel “Little Big Voice” planen die Vereinigten Bühnen Wien ein “Musikalisches Schulprojekt” für das Jahr 2013 (im Herbst) unter der Schirmherrschaft der Wiener Sängerknaben und in Kooperation mit dem Verein SUPERAR (Caritas Wien, Wiener Konzerthaus, Wiener Sängerknaben). Aufgeführt wird die Produktion im Raimund Theater.

Handlungsmäßig soll die Show im Umfeld der Wiener Sängerknaben angesiedelt sein, wer das Buch schreibt und wer die Musik komponiert. steht nicht fest.

Organisationsmäßig handelt es sich um eine Kombination von musikalischer Ausbildung und professioneller Auftrittsmöglichkeit als Motivation für Kinder an Wiener Schulen. Kindern aus allen sozialen Schichten, vor allem jenen, die bisher wenig Gelegenheit hatten zu musizieren, soll in einem dreistufigen Prozess eine erstklassige musikalische Ausbildung geboten werden.
Dafür werden ab Herbst 2011 Tutoren des Vereins SUPERAR an Wiener Schulen entsandt zu einer ersten Auswahl. Das Ziel ist eine top-musikalische Ausbildung der am Projekt mitwirkenden 6-bis 10-Jährigen. Durch gezielte und kindgerechte Förderung der Jungtalente werden aus dieser Gruppe die Begabtesten ausgewählt (60 bis 80 Schüler), die im zweiten Jahr zusätzlich schauspielerisch und tänzerisch geschult werden. Die Besten sollen im neuen VBW-Musical mitwirken.

Und die rechte Hand weiß nicht … Tickets für “Tanz der Vampire”-Dernière im freien Verkauf

Hieß es noch gestern bei Wien-Ticket, Karten für die letzte Vorstellung von “Tanz der Vampire” würden ganz gewiss nicht in den freien Verkauf gelangen, man könne kaum die Leute auf der “Warteliste” bedienen, sind nun Tickets ganz normal über die Website des Unternehmens zu bekommen.

Wer also noch Lust hat –> hier kann man sich die hochpreisigen Karten holen.

Maya Hakvoort live in Schönbrunn

hakvoort2011.jpg
Am vergangenen Sonntag trat Maya Hakvoort im Rahmen des “Open House” im Festzelt vor der Wagenburg in Schönbrunn mit einem “Best of” ihres aktuellen “Best of”-Programms auf - und einem kleinen akustischen Ausblick auf ihr Highlight im Herbst, der St.-Gallen-Produktion von Levay/Kunzes Musical “Rebecca”. Vor Ort dabei war Andrea Martin, Fotos und die Infos stammen von ihr.

hakvoort2001b.jpgSetlist
- “Ich gehör nur mir” (Elisabeth)
- “Gold von den Sternen” (Mozart!)
- “Don’t cry for me Argentina” (Evita)
- “Bald oder später” (Kuss der Spinnenfrau)
- All that jazz (Chicago)
- “Rebecca” (Rebecca)
- “Siehe da, sie liebt” (Romeo & Julia)
- “Big Spender” (Sweet Charity)
- “Mondlicht” (Cats)
- “Defying Gravity” (Wicked)

Am 25. und 26. Juni kann man Maya Hakvoort im Rahmen eines Workshops sehen. Schwerpunkt des Workshops ist “Textinterpretation”. Die Veranstaltung findet im Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26, A-1120 Wien, statt. Nähere Infos –> hier.

Marcel Brauneis, der neue “Rusty” in Bochum

brauneis.jpg
Marcel Brauneis übernimmt im Juni 2011 die Rolle der jungen Dampflok „Rusty“ in Andrew Lloyd Webbers Musical “Starlight Express”.

Schon seit zwei Jahren ist der Wiener in Bochum, dem einzigen Spielort des Rollschuhmusicals im deutschsprachigen Raum, engagiert – bisher als Bremswaggon „Caboose“. 2008 war er Finalist in der deutschen Castingshow „Musical-Showstar 2008“.

„Ich musste erst einmal Rollschuhfahren lernen“, erinnert sich Marcel. „Dafür stand ich vier Monate lang täglich zehn Stunden auf Skates.“ Dazu kamen Tanz-, Gesangs- und Choreographietraining. „Nirgendwo sonst bin ich so sehr an meine Grenzen gegangen wie hier.“

Im Alter von zehn Jahren begann Marcel Brauneis mit dem Tanztraining am Performing Center Austria in Wien. Danach ging er nach Los Angeles. Dort lernte er an renommierten Tanz- und Schauspielschulen wie dem Edge Performing Arts Center und der Stella Adler Academy of Acting and Theatre. Zurück in Europa spielte er 2006 bei den Sommerfestspielen in Greifswald den Walter im Musical „Hair“ und war als Link auf Mallorca in „Hairspray“ zu sehen.

Die Frage der Woche: Hat man “Elisabeth” in Wien verstanden?

Fast 20 Jahre nach der Uraufführung in Wien, ein paar Dutzend Diplomarbeiten und Dissertationen später, die sich unter anderem mit der Rezeption von “Elisabeth” beschäftigten, und unzählige Interviews später … kommt die FAZ darauf, Michael Kunze die Frage zu stellen: “Der Tod als Liebhaber - wurde das in Wien verstanden?”

Man könnte auch gleich fragen, ob österreichische Orchester schon vom Blatt spielen können … wie auch immer, Frage und Antwort im Original (zum Artikel gehts –> hier):

FAZ: Wie ist „Elisabeth“ von der Kritik aufgenommen worden? Sie gehen ja sehr kritisch mit dem Habsburger Hof um, und Ihre Elisabeth hat nichts mit dem Sissi-Klischee zu tun. Bei Ihnen ist sie eine tragische Figur, aufgeschlossen gegenüber freiheitlichen politischen Ideen, deren Scheitern, und sie ahnt damit den Untergang des Vielvölkerstaats voraus. Das Motiv der Todessehnsucht haben Sie umgesetzt in die Gestalt eines schönen jungen Mannes. Der Tod als Liebhaber - wurde das in Wien verstanden?

Michael Kunze: Ja, der Flirt mit dem Tod - ein dezidiert romantisches Thema, das ein Lebensgefühl des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts trifft. Die Kritiker hassten „Elisabeth“. Es kam wohl einiges zusammen, was ihren Zorn entflammte: Zwei Piefkes - Kunze und Kupfer - hatten sich an den Habsburger-Mythos herangewagt. Schlimmer: Ich hatte die Grenze des Genres überschritten, zum Nachdenken angeregt, historische Zusammenhänge aufgezeigt. Probleme benennen, das soll der ernsthaften Kunst vorbehalten bleiben. Aber ich scherte mich nicht um die Grenze zwischen E und U. Eine Todsünde. Und das Wiener Publikum hat sich von der vernichtenden Kritikerschelte auch nicht beeindrucken lassen. Und inzwischen nennen Wiener Kritiker das Musical „ein Meisterwerk“. Darauf gebe ich nicht mehr als auf ihr erstes Urteil. Jedenfalls habe ich mich auch später nie an Erwartungen gehalten. Weder bei „Tanz der Vampire“ noch bei „Mozart!“, „Marie Antoinette“ oder „Rebecca“.

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